Das Nachdenken der authentisch gezeichneten Figuren wird nicht abgeblendet, sondern ist ein schmerzlich offenbarer Prozess entlarvender Ehrlichkeit. Dazu eine Meditation über Leben und Tod unter dem Damoklesschwert der Moral, das immer wieder ins Herz christlicher Gebote sticht. Ein großartiges, hoch spannendes Drama!
[...]Im Grunde ist sie ganz simpel, die Geschichte. Doch es ist eine ungeheure Atmosphäre, die Revanche von der ersten Sekunde an zu etwas ganz besonderen macht. Ein Grund dafür ist das exzellente Drehbuch, das den Film nicht zur einer vorhersehbaren Ganovenstory verkommen lässt, sondern durch geschickte Wendungen, geistreiche Dialoge und einer spannenden Figurenkonstellation glänzt.[...]
Götz Spielmann („Antares“) erzählt mit unaufgeregten Einstellungen, die zwischen Tristesse und Idylle schwanken. In episodischen Momenten erblickt man verschlossene Charaktere und blickt ihnen in die düsteren Seelen. Gut oder Böse, Schuld und Sühne spielen in der eigenen Dynamik dieser ungewöhnlich spannenden „Revanche“ keine Rolle.
Im Stile von "Antares", der ebenfalls Episodencharakter hat, erzählt Regisseur Spielmann in seinem jüngsten Werk über Gefühlsirrungen und -wirrungen: als verhängnisvolle Folgen eines Schusses, welcher der Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht gerecht wurde. Erst die Erkenntnis, dass der Rachedurstige nicht nur Täter, sondern den Tod seiner Liebsten mitverschuldet hatte, führt ihn zur Erlösung. Viele Leerläufe und gleichartige Szenen wie die des Holzhacken mögen zwar bewusst als Stilmittel gewählt worden sein; sie strapazieren allerdings auch die Aufmerksamkeit des Zuschauers über die Maßen. Und so ist auch dieser erlöst, wenn der Film zuende ist.
Nach dem Oscar-Gewinner 2008 "Die Fälscher" hat es auch in diesem Jahr wieder ein österreichischer Film geschafft für den Oscar nominiert zu werden. Regisseur Götz Spielmann liefert mit seinem Film "Revanche" eine harte...
Der Kameramann Martin Gschlacht schafft Tableaus von unheimlicher Klarheit, und in den Dialogen des Autors Spielmann wird nie zu viel gesagt oder zu wenig. "Revanche" wurde soeben als einer von fünf ausländischen Filmen für den Oscar nominiert, der internationale Filmkritiker-Verband FIPRESCI wählte ihn bereits aus den Einreichungen zum Besten fremdsprachigen Film 2008."Revanche" ist letztlich optimistisch und mit dem Glauben an das Gute im Menschen verhaftet: Dem zutiefst humanistischen Glauben an den Wert von zwischenmenschlichen Beziehungen und daran, dass es doch möglich ist, sich zu ändern.
In der hoch interessanten und von derartigen Spannungen brillant durchzogenen Auflösung seiner Geschichte zeigt sich Götz Spielman als Meister. Keineswegs verliert er die Kontrolle über die Fäden, die er von Anfang an zieht. Je länger der Film dauert, desto mehr Bewegungsfreiheit gewährt er jedoch seinen Figuren. Er erzählt nicht mehr über ihre Köpfe hinweg, begibt sich auf Augenhöhe mit ihnen, lässt ihnen ihren Willen. Ihr Treiben wird unabsehbar, Abzweigungen tun sich auf. "Revanche" beginnt sich, im zweiten, vom ersten so ganz unterschiedenen Teil, einzulassen: auf den Ort, die idyllische Landschaft und die Charaktere, die viel Zeit bekommen, sich einander zu näheren, und sei es gegen den eigenen Willen. Wenn am Ende der See ruht und dann aufgerührt wird und dann wieder ruht, wird das Drama, das der Film zwischen Aufruhr und Aufruhr erzählt, keineswegs vorauszusehen gewesen sein.
Der Film zeugt von großer Dramatik, ist aber bemerkenswert leise inszeniert. Denn da, wo es um Erniedrigung, Gewalt und Tod geht, kommt Spielmann mit Andeutungen aus, und die subtile Psychologie vermittelt sich nicht in den wortkargen Dialogen, sondern in Mimik und Gestik.
„Revanche“ ist anstrengendes Kino. Abseits jeglicher ausgelutschter Racheklischees zeigt uns der Österreicher Spielmann zwei völlig verschiedene Welten, die sich zufällig kreuzen. Der Traum und die Idylle der beiden Betroffenen zerplatzen bei der folgenschweren Begegnung, das Leben läuft aus dem sprichwörtlichen Ruder. Spielmann gelingt ein meisterliches Abbild der menschlichen Seele. Denn eine einfache Lösung gibt es für niemanden und erlöst wird in diesem tristen Landdrama auch keiner. Der innere Kampf, die Einsamkeit und das Aufreiben führen schließlich weder zu banalem Aktionismus noch zu einer Gewissen reinigenden Erkenntnis. Langsam gleiten die in tiefe Agonie verfallenen Protagonisten in eine hoffnungslose Akzeptanz. Erschreckend ehrlich das Ganze.
Geht doch. GEHT DOCH! Da zeigen die Schluchtenscheißer uns Piefkes, wie die Berliner Schule funktioniert. Oder besser gesagt: die Österreichische.
"Revanche" besticht durch präzise Bilder, tolles Sounddesign und authentische Milieuzeichnung. Und vor allem durch genau das richtige Maß an Reduktion in Sachen Dialog und Backstory, das die Balance zwischen geheimnisvoller Spannung und ehrlicher Tiefe gekonnt hält. Die sehr guten Darsteller reihen sich ein in einen starken und schnörkellosen Film, der genau weiß was er will.
Ein grossartiger Film! Superbe Kamera, mitreissende Darsteller, sehr durchdachte und doch angenehm unaufdringliche Einstellungen, authentisches Handeln der Akteure.
Spannend, überraschend, mitreissend!
Einer der besten österreichischen Filme, die ich kenne.
Vielleicht sogar einer der besten neben Funny Games.
Viel mehr Reduktion geht kaum.
Hier ist alles reduziert,nur nicht die Qualität des Filmes.
Alles ist extrem nüchtern,die Schauspieler,die Landschaft,die Geschichte.
Die Ambivalenz ist das der Film (und ich kann auch nicht richtig erklären warum ) deshalb keinesfalls sperrig ist,im Gegenteil,obwohl (vordergründig) sehr wenig an Handlung stattfindet unterhält der Film von der ersten Sekunde,vom ersten Bild an.
Zur Handlung will ich eigentlich nicht viel sagen, dies ist ein Film den man einfach anschauen sollte ohne viel darüber zu wissen (ich wiederhole mich mit dieser Aussage aber ich denke einfach das es so ist).
Nur soviel:Es geht um Schuld und Sühne, um Tod und Trauer und um die Komplexität und die Zusammenhänge in sich überschneidenden Lebenswegen.
Der Film kommt mit sehr wenigen Schnitten und Kameraeinstellungen aus und die Darsteller agieren durchweg so realistisch und authentisch das man, wenn man es nicht besser wüsste glauben könnte eine Dokumentation zu sehen (von der Story her zwar garnicht aber vom Gefühl her ähnlich wie Mickey Rourke in " The Wrestler " zu begleiten).
Die Geschichte ist so glaubwürdig und lebensnah das sie diesen Effekt erheblich unterstützt,ebenso die ruhige Kamera und die feinfühlige Regie.
Fazit: Wer auf (zum Teil fast schon statisches) Erzählkino,
extrem gute Schauspieler und eine echte,glaubwürdige ,lebensnahe Art des Geschichtenerzählens steht und sich dazu noch auf eine ruhige (und dennoch sehr spannende),komplexe Story einlassen kann und will,der kommt an "Revanche" nicht vorbei.
Für mich der beste österreichische Film den ich kenne.
Schuldbeladen oder verlustgeplagt sind in „Revanche“ alle, sichere Orte scheint es nur in der Vorstellung, in der Fantasie zu geben. Dafür ist im Film aber kein Platz-nein, der meint es ernst.
Wie Menschen an ihren inneren Ketten zerren und nagen, sich Anpassungs- und Ausweichstrategien zurechtbiegen, exerziert Götz Spielmann hier unaufgeregt und nüchtern durch. Mit dieser Pathosverweigerung erreicht er bei mir –Überraschung- genau das Gegenteil.
Also ich kann diesem endlosen, wie ein Riesen-Kaugummi in die Länge gezogenen Film leider nicht viel abgewinnen. Viel gef......., viel Holzhacken und ein schon etwas Mitleid erregender Mensch irgendwo auf der Suche nach Allem....Vielleicht lag es an meiner Erwartungshaltung, aber Unterhaltung sieht für mich einfach anders aus.
Die Geschichte um Schuld und Rache ist im Grunde recht simpel. Regisseur Götz Spielmann beweist aber durch sein geschicktes Händchen für Dramaturgie, Timing und eindrucksvolle Bilder die mehr sprechen als Worte, das man auch aus einer kleiner Story enorm viel herausholen kann. Wobei das komplette Verzichten auf musikalische Untermalung die aussergewöhnliche Inszenierung nochmals verstärkt.
Ich hoffe von dem Namen Götz Spielmann noch einiges zu hören.
Ich denke einige meiner Vor-Kommentatoren sind mit einer unpassenden Erwartungshaltung an den Film rangegangen. Revanche ist sicher nichts für einen gemütlichen Krimiabend - das würde mich wiederum langweilen. Im Film sieht man Existenzen von mehreren, gleichrangigen Personen, die durch ihre Motive und ihr Handeln aneinanderprallen. So gesehen ist Revanche ein Sozialdrama, und zwar ein sehr spannendes und glaubwürdiges, in dem Verbrechen und familiäre Verstrickungen ihren Anteil haben. Am Ende kommen die Auswirkungen der Handlung der einer feinen griechischen Tragödie nahe.
Revanche gehört zu den wenigen Filmen, die so gut erzählt sind, dass man spürt, wie jede Szene und jede Dialogzeile die Geschichte vorantreiben und dimensionieren. Nichts dürfte hinzugefügt und nichts gestrichen werden. Ein Meisterwerk, mit Figuren so echt wie das Leben selbst.
Ich habe selten einen so emotionalen Film gesehen. Man gewinnt für beinahe alle teilnehmnden Charaktere Sympathie und wünscht sich das jeder sein Glück erfährt, es gibt keinen Guten und keinen Bösen. Nur das Leben führt eben Regie!
Gemessen an seiner Handlung und das sie umgebende Milieu (Rotlichtszene, Banküberfall, Flucht vor der Polizei...) ist der Film unheimlich ruhig erzählt, kommt fast schon elegisch daher - und wirkt trotzdem oder gerade deswegen umso glaubwürdiger. Kamera und (besonders hervorzuheben: der ausgezeichnete) Ton sind dezent und unaufdringlich und geben dem Film viel von seiner intensiven Stimmung. Hauptdarsteller Johannes Kirsch (den ich vorher nicht kannte) spielt den gehetzten, nach Rache strebenden Bankräuber, einen Verlierer des Lebens, der ausbrechen möchte aus dieser Welt und es doch nicht kann, sehr überzeugend. Ein gebrochener Mann irgendwie, der gleichzeitig verletzlich und doch unnahbar, kalt scheint.
Doch was den Film wirklich zu etwas Besonderem macht, ist, wie unvorhersehbar die Handlung verläuft. Die Vigilantengeschichte, die Revanche im Grunde ist, wird gegen jede Sehgewohnheit inszeniert und findet schließlich zu einem unerwarteten und doch überzeugenden Ende. Verdiente Oscar-Nominierung für einen wirklich tollen, intensiven österreichischen kleinen Film. Wenn möglich, unbedingt angucken.
In Sachen Film kann Deutschland vom kleinen Nachbarstaat eine Menge lernen. Nicht umsonst räumen die Österreicher zunehmend ab, wenns um internationale Filmpreise geht. Seit ich in Österreich lebe, habe ich mich mit der hiesigen Filmlandschaft intensiver auseinandergesetzt und muss sagen, in kenne wenige deutsche, dafür aber sehr viele ausgezeichnete österreichische Filme. Dass mag daran liegen, dass die Ösis eher für das subtile und leise bekannt sind als wir prolligen Piefkes.
Das Subtile, die Feinheiten, die leisen Töne sind es auch die Spielmanns Film zu einer kleinen Sensation machen. Der Regisseur (ein im Übrigen sehr sympathischer Zeitgenosse) nutz die relativ simple Geschichte, um uns die Komplexität menschlicher Beziehungen vor Augen zu führen. Dass der Film dabei stets so glaubwürdig bleibt, ist auch der durchweg grandiosen Besetzung zu verdanken. "Revanche" ist langsam ohne jemals langatmig oder gar langweilig zu werden. Spielmann nimmt sich viel Zeit, das ist selten geworden im heutigen Kino und ich habe dieses Tempo sehr genossen. Mal melancholisch, mal komisch und immer wahrhaftig gehört dieser Film eindeutig zu den Meisterwerken europäischen Kinos.
Kommt als Genrefilm daher und bricht auf halber Strecke mit der Konvention. Schwingt sich dann mit ruhiger Kraft zu einem großen Ende auf. Oscarnominierung, ganz ohne WK2.
Die einen nennen es Atmosphäre, ich nenne es die absolute Langeweile. Gepaart mit einem österreichischen Akzent macht sie den Film zu einem sehr widerstehlichen Erlebnis.
Ob er nun einfach nicht meinen Geschmack trifft oder wirklich so schlecht ist, lass ich mal dahingestellt.
Erinnert mich stark an die Filme von Aki Kaurismäki. Grossartig gespieltes und fotografiertes Kino. Die Oscar-Nominierung halte ich für vollkommen gerechtfertigt.
Die Trailermacher scheinen diesen Film genausowenig verstanden zu haben wie die ersten Kommentierer hier, denn sie machen aus diesem Film etwas ganz anderes. Der Film hat trotz seiner ruhigen Erzählweise keine einzige Länge und schafft es gerade mit diesen Stilmitteln den Zuschauer in einen beklemmenden Sog zu ziehen, aus dem man auch am Ende des Film nicht so schnell heraus kommt.
Ich kann die vorherigen negativen Kommentare wirklich nicht nachvollziehen. Haben den Film vorige Woche in der Sneak gesehen, und unsere ganze Clique war ausgesprochen positiv überrascht von diesem Film, von dem wir uns nach dem etwas oberflächlichen Trailer nicht allzu viel erwartet hatten.
Was am Anfang als eine eher alltägliche, gewöhnliche Romanze zwischen einem Gelegenheitsarbeiter und einer Prostituierten daher kommt, entwickelt sich im weiteren Verlauf - bedingt durch einige überraschende Wendungen - zu einem absolut ungewöhnlichen Psychodrama, das sich gegen Ende immer mehr verdichtet und die Beziehungen der Protagonisten zu einem engen Netz verknüpft. Genau daraus zieht dieser Film seine subtile Spannung, und er bleibt, obwohl sich die Geschichte in teilweise kaum vorhersehbare Richtungen entwickelt, stets psychologisch nachvollziebar und damit glaubwürdig.
Ein wirklich grossartiger Film über die Erkenntnis, dass Menschen auf die unterschiedlichste Weise scheitern können, und dass das Leid des einen nicht zwangsläufig des anderen Freud' sein muss. Unbedingt sehenswert.
Revanche - Kritik
AT 2008 Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 12.02.2009
Kritiken (10) — Film: Revanche
LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.
Kommentar löschenDas Nachdenken der authentisch gezeichneten Figuren wird nicht abgeblendet, sondern ist ein schmerzlich offenbarer Prozess entlarvender Ehrlichkeit. Dazu eine Meditation über Leben und Tod unter dem Damoklesschwert der Moral, das immer wieder ins Herz christlicher Gebote sticht. Ein großartiges, hoch spannendes Drama!
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenRevanche steht auf interessante Art und Weise quer zu den dominanten Strömungen im zeitgenössischen deutschsprachigen Kino.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Im Grunde ist sie ganz simpel, die Geschichte. Doch es ist eine ungeheure Atmosphäre, die Revanche von der ersten Sekunde an zu etwas ganz besonderen macht. Ein Grund dafür ist das exzellente Drehbuch, das den Film nicht zur einer vorhersehbaren Ganovenstory verkommen lässt, sondern durch geschickte Wendungen, geistreiche Dialoge und einer spannenden Figurenkonstellation glänzt.[...]
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenGötz Spielmann („Antares“) erzählt mit unaufgeregten Einstellungen, die zwischen Tristesse und Idylle schwanken. In episodischen Momenten erblickt man verschlossene Charaktere und blickt ihnen in die düsteren Seelen. Gut oder Böse, Schuld und Sühne spielen in der eigenen Dynamik dieser ungewöhnlich spannenden „Revanche“ keine Rolle.
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenIm Stile von "Antares", der ebenfalls Episodencharakter hat, erzählt Regisseur Spielmann in seinem jüngsten Werk über Gefühlsirrungen und -wirrungen: als verhängnisvolle Folgen eines Schusses, welcher der Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht gerecht wurde. Erst die Erkenntnis, dass der Rachedurstige nicht nur Täter, sondern den Tod seiner Liebsten mitverschuldet hatte, führt ihn zur Erlösung. Viele Leerläufe und gleichartige Szenen wie die des Holzhacken mögen zwar bewusst als Stilmittel gewählt worden sein; sie strapazieren allerdings auch die Aufmerksamkeit des Zuschauers über die Maßen. Und so ist auch dieser erlöst, wenn der Film zuende ist.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenNach dem Oscar-Gewinner 2008 "Die Fälscher" hat es auch in diesem Jahr wieder ein österreichischer Film geschafft für den Oscar nominiert zu werden. Regisseur Götz Spielmann liefert mit seinem Film "Revanche" eine harte...
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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst
Kommentar löschenDer Kameramann Martin Gschlacht schafft Tableaus von unheimlicher Klarheit, und in den Dialogen des Autors Spielmann wird nie zu viel gesagt oder zu wenig. "Revanche" wurde soeben als einer von fünf ausländischen Filmen für den Oscar nominiert, der internationale Filmkritiker-Verband FIPRESCI wählte ihn bereits aus den Einreichungen zum Besten fremdsprachigen Film 2008."Revanche" ist letztlich optimistisch und mit dem Glauben an das Gute im Menschen verhaftet: Dem zutiefst humanistischen Glauben an den Wert von zwischenmenschlichen Beziehungen und daran, dass es doch möglich ist, sich zu ändern.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenIn der hoch interessanten und von derartigen Spannungen brillant durchzogenen Auflösung seiner Geschichte zeigt sich Götz Spielman als Meister. Keineswegs verliert er die Kontrolle über die Fäden, die er von Anfang an zieht. Je länger der Film dauert, desto mehr Bewegungsfreiheit gewährt er jedoch seinen Figuren. Er erzählt nicht mehr über ihre Köpfe hinweg, begibt sich auf Augenhöhe mit ihnen, lässt ihnen ihren Willen. Ihr Treiben wird unabsehbar, Abzweigungen tun sich auf. "Revanche" beginnt sich, im zweiten, vom ersten so ganz unterschiedenen Teil, einzulassen: auf den Ort, die idyllische Landschaft und die Charaktere, die viel Zeit bekommen, sich einander zu näheren, und sei es gegen den eigenen Willen. Wenn am Ende der See ruht und dann aufgerührt wird und dann wieder ruht, wird das Drama, das der Film zwischen Aufruhr und Aufruhr erzählt, keineswegs vorauszusehen gewesen sein.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDer Film zeugt von großer Dramatik, ist aber bemerkenswert leise inszeniert. Denn da, wo es um Erniedrigung, Gewalt und Tod geht, kommt Spielmann mit Andeutungen aus, und die subtile Psychologie vermittelt sich nicht in den wortkargen Dialogen, sondern in Mimik und Gestik.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschen„Revanche“ ist anstrengendes Kino. Abseits jeglicher ausgelutschter Racheklischees zeigt uns der Österreicher Spielmann zwei völlig verschiedene Welten, die sich zufällig kreuzen. Der Traum und die Idylle der beiden Betroffenen zerplatzen bei der folgenschweren Begegnung, das Leben läuft aus dem sprichwörtlichen Ruder. Spielmann gelingt ein meisterliches Abbild der menschlichen Seele. Denn eine einfache Lösung gibt es für niemanden und erlöst wird in diesem tristen Landdrama auch keiner. Der innere Kampf, die Einsamkeit und das Aufreiben führen schließlich weder zu banalem Aktionismus noch zu einer Gewissen reinigenden Erkenntnis. Langsam gleiten die in tiefe Agonie verfallenen Protagonisten in eine hoffnungslose Akzeptanz. Erschreckend ehrlich das Ganze.
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Kommentare (23) — Film: Revanche
Kommentar schreibenRoco De Long 2012/05/09 23:39:08
Kommentar löschenGeht doch. GEHT DOCH! Da zeigen die Schluchtenscheißer uns Piefkes, wie die Berliner Schule funktioniert. Oder besser gesagt: die Österreichische.
"Revanche" besticht durch präzise Bilder, tolles Sounddesign und authentische Milieuzeichnung. Und vor allem durch genau das richtige Maß an Reduktion in Sachen Dialog und Backstory, das die Balance zwischen geheimnisvoller Spannung und ehrlicher Tiefe gekonnt hält. Die sehr guten Darsteller reihen sich ein in einen starken und schnörkellosen Film, der genau weiß was er will.
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Le Samourai 2012/05/10 00:50:28
Antwort löschenIm Schatten mal geschaut?
Roco De Long 2012/05/10 10:35:43
Antwort löschenNee, aber runtergeladen. Folgt die Tage. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er so gut ist wie der hier.
Scipio 2012/03/01 17:04:05
Kommentar löschenMir hat der Film gefallen - trotz dem schaurigen Dialekt.
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Roco De Long 2012/05/09 23:39:50
Antwort löschenDer Ösi ist DEM Deutschen sein Tod ;)
george.taylor 2011/07/28 09:12:37
Kommentar löschenEin grossartiger Film! Superbe Kamera, mitreissende Darsteller, sehr durchdachte und doch angenehm unaufdringliche Einstellungen, authentisches Handeln der Akteure.
Spannend, überraschend, mitreissend!
Einer der besten österreichischen Filme, die ich kenne.
Vielleicht sogar einer der besten neben Funny Games.
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Andy Dufresne 2011/06/11 01:18:40
Kommentar löschenViel mehr Reduktion geht kaum.
Hier ist alles reduziert,nur nicht die Qualität des Filmes.
Alles ist extrem nüchtern,die Schauspieler,die Landschaft,die Geschichte.
Die Ambivalenz ist das der Film (und ich kann auch nicht richtig erklären warum ) deshalb keinesfalls sperrig ist,im Gegenteil,obwohl (vordergründig) sehr wenig an Handlung stattfindet unterhält der Film von der ersten Sekunde,vom ersten Bild an.
Zur Handlung will ich eigentlich nicht viel sagen, dies ist ein Film den man einfach anschauen sollte ohne viel darüber zu wissen (ich wiederhole mich mit dieser Aussage aber ich denke einfach das es so ist).
Nur soviel:Es geht um Schuld und Sühne, um Tod und Trauer und um die Komplexität und die Zusammenhänge in sich überschneidenden Lebenswegen.
Der Film kommt mit sehr wenigen Schnitten und Kameraeinstellungen aus und die Darsteller agieren durchweg so realistisch und authentisch das man, wenn man es nicht besser wüsste glauben könnte eine Dokumentation zu sehen (von der Story her zwar garnicht aber vom Gefühl her ähnlich wie Mickey Rourke in " The Wrestler " zu begleiten).
Die Geschichte ist so glaubwürdig und lebensnah das sie diesen Effekt erheblich unterstützt,ebenso die ruhige Kamera und die feinfühlige Regie.
Fazit: Wer auf (zum Teil fast schon statisches) Erzählkino,
extrem gute Schauspieler und eine echte,glaubwürdige ,lebensnahe Art des Geschichtenerzählens steht und sich dazu noch auf eine ruhige (und dennoch sehr spannende),komplexe Story einlassen kann und will,der kommt an "Revanche" nicht vorbei.
Für mich der beste österreichische Film den ich kenne.
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stalker 2011/06/11 20:45:17
Antwort löschenBester österreichischer Film, den ich kenne. Das ist er.
Abronsius 2011/03/31 19:22:20
Kommentar löschenSchuldbeladen oder verlustgeplagt sind in „Revanche“ alle, sichere Orte scheint es nur in der Vorstellung, in der Fantasie zu geben. Dafür ist im Film aber kein Platz-nein, der meint es ernst.
Wie Menschen an ihren inneren Ketten zerren und nagen, sich Anpassungs- und Ausweichstrategien zurechtbiegen, exerziert Götz Spielmann hier unaufgeregt und nüchtern durch. Mit dieser Pathosverweigerung erreicht er bei mir –Überraschung- genau das Gegenteil.
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Delonghi 2011/02/25 17:32:23
Kommentar löschenAlso ich kann diesem endlosen, wie ein Riesen-Kaugummi in die Länge gezogenen Film leider nicht viel abgewinnen. Viel gef......., viel Holzhacken und ein schon etwas Mitleid erregender Mensch irgendwo auf der Suche nach Allem....Vielleicht lag es an meiner Erwartungshaltung, aber Unterhaltung sieht für mich einfach anders aus.
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cannibal83 2011/02/10 21:28:41
Kommentar löschenDie Geschichte um Schuld und Rache ist im Grunde recht simpel. Regisseur Götz Spielmann beweist aber durch sein geschicktes Händchen für Dramaturgie, Timing und eindrucksvolle Bilder die mehr sprechen als Worte, das man auch aus einer kleiner Story enorm viel herausholen kann. Wobei das komplette Verzichten auf musikalische Untermalung die aussergewöhnliche Inszenierung nochmals verstärkt.
Ich hoffe von dem Namen Götz Spielmann noch einiges zu hören.
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maslobojew 2011/01/02 12:11:43
Kommentar löschenIch denke einige meiner Vor-Kommentatoren sind mit einer unpassenden Erwartungshaltung an den Film rangegangen. Revanche ist sicher nichts für einen gemütlichen Krimiabend - das würde mich wiederum langweilen. Im Film sieht man Existenzen von mehreren, gleichrangigen Personen, die durch ihre Motive und ihr Handeln aneinanderprallen. So gesehen ist Revanche ein Sozialdrama, und zwar ein sehr spannendes und glaubwürdiges, in dem Verbrechen und familiäre Verstrickungen ihren Anteil haben. Am Ende kommen die Auswirkungen der Handlung der einer feinen griechischen Tragödie nahe.
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Andy Dufresne 2011/06/11 01:21:40
Antwort löschenSehr guter Kommentar!
MarlaWiesenheimer 2010/07/21 14:50:00
Kommentar löschenRevanche gehört zu den wenigen Filmen, die so gut erzählt sind, dass man spürt, wie jede Szene und jede Dialogzeile die Geschichte vorantreiben und dimensionieren. Nichts dürfte hinzugefügt und nichts gestrichen werden. Ein Meisterwerk, mit Figuren so echt wie das Leben selbst.
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hosch 2010/05/18 08:43:07
Kommentar löschenIch habe selten einen so emotionalen Film gesehen. Man gewinnt für beinahe alle teilnehmnden Charaktere Sympathie und wünscht sich das jeder sein Glück erfährt, es gibt keinen Guten und keinen Bösen. Nur das Leben führt eben Regie!
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Der Franzose 2010/03/12 18:44:51
Kommentar löschenÖsterreich hat nicht nur Christoph Waltz, sondern sie machen auch sehr gute Filme wie diesen hier .
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Hobgoblin 2010/03/11 00:20:10
Kommentar löschenImmens, was die Österreicher hier ablieferten!
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dae-su 2010/03/05 23:29:46
Kommentar löschenGemessen an seiner Handlung und das sie umgebende Milieu (Rotlichtszene, Banküberfall, Flucht vor der Polizei...) ist der Film unheimlich ruhig erzählt, kommt fast schon elegisch daher - und wirkt trotzdem oder gerade deswegen umso glaubwürdiger. Kamera und (besonders hervorzuheben: der ausgezeichnete) Ton sind dezent und unaufdringlich und geben dem Film viel von seiner intensiven Stimmung. Hauptdarsteller Johannes Kirsch (den ich vorher nicht kannte) spielt den gehetzten, nach Rache strebenden Bankräuber, einen Verlierer des Lebens, der ausbrechen möchte aus dieser Welt und es doch nicht kann, sehr überzeugend. Ein gebrochener Mann irgendwie, der gleichzeitig verletzlich und doch unnahbar, kalt scheint.
Doch was den Film wirklich zu etwas Besonderem macht, ist, wie unvorhersehbar die Handlung verläuft. Die Vigilantengeschichte, die Revanche im Grunde ist, wird gegen jede Sehgewohnheit inszeniert und findet schließlich zu einem unerwarteten und doch überzeugenden Ende. Verdiente Oscar-Nominierung für einen wirklich tollen, intensiven österreichischen kleinen Film. Wenn möglich, unbedingt angucken.
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Schlegel 2010/07/01 17:13:33
Antwort löschenDer heisst aber Krisch und nicht Kirsch.
zero_tonin 2010/01/26 00:04:47
Kommentar löschenIn Sachen Film kann Deutschland vom kleinen Nachbarstaat eine Menge lernen. Nicht umsonst räumen die Österreicher zunehmend ab, wenns um internationale Filmpreise geht. Seit ich in Österreich lebe, habe ich mich mit der hiesigen Filmlandschaft intensiver auseinandergesetzt und muss sagen, in kenne wenige deutsche, dafür aber sehr viele ausgezeichnete österreichische Filme. Dass mag daran liegen, dass die Ösis eher für das subtile und leise bekannt sind als wir prolligen Piefkes.
Das Subtile, die Feinheiten, die leisen Töne sind es auch die Spielmanns Film zu einer kleinen Sensation machen. Der Regisseur (ein im Übrigen sehr sympathischer Zeitgenosse) nutz die relativ simple Geschichte, um uns die Komplexität menschlicher Beziehungen vor Augen zu führen. Dass der Film dabei stets so glaubwürdig bleibt, ist auch der durchweg grandiosen Besetzung zu verdanken. "Revanche" ist langsam ohne jemals langatmig oder gar langweilig zu werden. Spielmann nimmt sich viel Zeit, das ist selten geworden im heutigen Kino und ich habe dieses Tempo sehr genossen. Mal melancholisch, mal komisch und immer wahrhaftig gehört dieser Film eindeutig zu den Meisterwerken europäischen Kinos.
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Marti DiBergi 2009/12/23 12:30:00
Kommentar löschenStellenweise sehr Spannender Film, der zwischen Drama, Komödie und Thriller wechselt und dabei immer einen eigenen Ton beibehält.
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Schlegel 2009/09/25 04:19:34
Kommentar löschenKommt als Genrefilm daher und bricht auf halber Strecke mit der Konvention. Schwingt sich dann mit ruhiger Kraft zu einem großen Ende auf. Oscarnominierung, ganz ohne WK2.
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spyron 2009/05/25 18:34:00
Kommentar löschenDie einen nennen es Atmosphäre, ich nenne es die absolute Langeweile. Gepaart mit einem österreichischen Akzent macht sie den Film zu einem sehr widerstehlichen Erlebnis.
Ob er nun einfach nicht meinen Geschmack trifft oder wirklich so schlecht ist, lass ich mal dahingestellt.
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Bradbury 2009/04/07 17:59:16
Kommentar löschenErinnert mich stark an die Filme von Aki Kaurismäki. Grossartig gespieltes und fotografiertes Kino. Die Oscar-Nominierung halte ich für vollkommen gerechtfertigt.
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alter.native 2009/02/27 08:41:04
Kommentar löschenDie Trailermacher scheinen diesen Film genausowenig verstanden zu haben wie die ersten Kommentierer hier, denn sie machen aus diesem Film etwas ganz anderes. Der Film hat trotz seiner ruhigen Erzählweise keine einzige Länge und schafft es gerade mit diesen Stilmitteln den Zuschauer in einen beklemmenden Sog zu ziehen, aus dem man auch am Ende des Film nicht so schnell heraus kommt.
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ahemi 2009/02/13 00:12:02
Kommentar löschenIch kann die vorherigen negativen Kommentare wirklich nicht nachvollziehen. Haben den Film vorige Woche in der Sneak gesehen, und unsere ganze Clique war ausgesprochen positiv überrascht von diesem Film, von dem wir uns nach dem etwas oberflächlichen Trailer nicht allzu viel erwartet hatten.
Was am Anfang als eine eher alltägliche, gewöhnliche Romanze zwischen einem Gelegenheitsarbeiter und einer Prostituierten daher kommt, entwickelt sich im weiteren Verlauf - bedingt durch einige überraschende Wendungen - zu einem absolut ungewöhnlichen Psychodrama, das sich gegen Ende immer mehr verdichtet und die Beziehungen der Protagonisten zu einem engen Netz verknüpft. Genau daraus zieht dieser Film seine subtile Spannung, und er bleibt, obwohl sich die Geschichte in teilweise kaum vorhersehbare Richtungen entwickelt, stets psychologisch nachvollziebar und damit glaubwürdig.
Ein wirklich grossartiger Film über die Erkenntnis, dass Menschen auf die unterschiedlichste Weise scheitern können, und dass das Leid des einen nicht zwangsläufig des anderen Freud' sein muss. Unbedingt sehenswert.
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