Rocco und seine Brüder
Rocco e i suoi fratelli (1960), IT/FR Laufzeit 170 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 14.04.1961
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von Luchino Visconti, mit Alain Delon und Renato Salvatori
Rosaria kommt mit ihren Söhnen Rocco, Simone, Ciro und Luca aus dem Süden Italiens nach Mailand, wo Vincenzo, ihr Ältester, schon seit einiger Zeit lebt. Sie hofft, dass Vincenzo allen Arbeit verschaffen kann, doch das Leben in der Großstadt ist hart. Als sich Simone in die Prostituierte Nadia verliebt, diese aber Rocco vorzieht, werden die Brüder zu erbarmungslosen Rivalen. Die Familie droht zu zerfallen. Mit seiner Rolle als Rocco gelang dem jungen Alain Delon der Durchbruch als Schauspieler. Die junge Claudia Cardinale begeistert in einer Nebenrolle.
Cast & Crew
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Luchino Visconti
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Alain Delon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rocco Parondi
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Renato Salvatori
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Simone Parondi
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Annie Girardot
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Katina Paxinou
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rosaria Parondi
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Alessandra Panaro
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ciros Verlobte
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Spiros Focás
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vincenzo Parondi
Regie
Schauspieler
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Max Cartier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ciro Parondi
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Corrado Pani
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Rocco Vidolazzi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Luca Parondi
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Claudia Mori
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Arbeiter
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Adriana Asti
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Arbeiter
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Enzo Fiermonte
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Nino Castelnuovo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nino Rossi
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Renato Terra
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Roger Hanin
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Paolo Stoppa
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Suzy Delair
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Claudia Cardinale
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Franca Valeri
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Pasquale Festa Campanile
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Massimo Franciosa
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Enrico Medioli
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Luchino Visconti
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Suso Cecchi D'Amico
- Genre
- Familiendrama
- Ort
- Mailand
- Handlung
- Arbeit, Boxen, Boxer, Bruder-Bruder-Beziehung, Eifersucht, Klassiker, Kultfilm, Missgunst, Mutter-Sohn-Beziehung, Prostituierte, Prostitution, Rivalen, Vergebung, Vergewaltigung
- Stimmung
- Berührend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Rocco und seine Brüder
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Trailer zum Film Rocco und seine Brüder
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Kritiken (1) — Film: Rocco und seine Brüder
Ulrich Behrens
Kommentar löschenDie Grenzen zwischen den Regeln sozialer Strukturen und den individuellen verinnerlichten Verhaltensmustern verschwimmen. Wer ist hier Schuld und warum? Nun, die Auffassung, "die Gesellschaft" sei letztendlich für mehr oder weniger alles verantwortlich – das zeigt die Art und Weise, wie Visconti diese Geschichte erzählt –, wird hier ebenso zur Farce wie die gegenteilige Meinung, der einzelne sei "für sein Schicksal ausschließlich selbst verantwortlich". Beide Positionen verkennen die Verschränkung zwischen einzelnem und Gesellschaft und den Veränderungen, die stattfinden. Während die erste Farce zu einer Entschuldigung für jegliches Verhalten tendiert, lastet die zweite dem einzelnen alles auf und "befreit" letztendlich gesellschaftliche (Macht-)Strukturen von jeglichen Folgen, die sie zeitigen
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Kommentare (8) — Film: Rocco und seine Brüder
Kommentar schreibenfilmfan90 2011/03/11 18:43:10
Kommentar löschenLuchino Visconti porträtiert in „Rocco e i suoi fratelli“ eine aus dem ländlichen Mezzogiorno stammende Familie, die nach dem Tod des Vaters in die Industriestadt Mailand auswandert.
In der Hoffnung auf ein besseres Leben folgen die stolze Rosaria Parondi und ihre vier Söhne, Rocco, Simone, Ciro und Luca, dem ältesten Bruder Vincenzo nach Mailand. Letzterer hat in der Großstadt bereits Fuß gefasst und sich mit der attraktiven Ginetta verlobt; er sieht sich jedoch außer Stande, die nachgezogene Familie alleine zu ernähren. Um die Existenz der Familie zu sichern, strebt der grobschlächtige, impulsive Simone, der sich in die Prostituierte Nadia verliebt hat, eine Karriere als Boxer an, Ciro findet bei Alpha Romeo als Fließbandarbeiter eine Stelle und der aufopfernde Rocco tritt in den Militärdienst. Während eines Aufenthaltes in Rom trifft Rocco zufällig auf Nadia und die beiden verlieben sich ineinander; um Simone nicht zu kränken, bittet er Nadia jedoch, zu seinem Bruder zurückzukehren. Wieder in Mailand angekommen, muss Rocco feststellen, dass Simones Karriere gescheitert und er zudem hochverschuldet ist. Um das Ansehen seines Bruders zu wahren, verkauft sich der talentierte Rocco, entgegen seinen Überzeugungen, an einen Box- Promoter und wird neuer Champion. Als Nadia den alkohol- und spielsüchtigen Simone erneut verlässt, kommt es zur Katastrophe…
Inspiriert von Thomas Manns opus magnum „Joseph und seine Brüder“ und Dostojewskijs Roman „Der Idiot“, dessen titelgebendem Protagonisten die Figur des „Rocco“ nachempfunden ist, schildert Visconti in seinem Klassiker das Aufeinanderprallen traditioneller Moralvorstellungen mit den Einflüssen des Kapitalismus- in Mailand angekommen fühlt sich die streng katholische Rosaria Parondi wie ein Fremdkörper in jener industrialisierten Welt, in der „Geld“ als einziger Garant für Glückseligkeit angesehen wird.
So überzeichnet die Hauptcharaktere auch erscheinen mögen- Rocco ist der selbstlose Wohltäter der Familie, während sein Antagonist, Simone, ein lasterhafter Egoist ist- reduziert Visconti den Film keinesfalls auf eine allgemeingültige Parabel auf den gesellschaftlichen Wandel, sondern erzählt darüber hinaus eine komplexe, bewegende Familiengeschichte; insofern verweist „Rocco e i suoi fratelli“ bereits auf die späteren Familienepen des italienischen Regisseurs.
Markierte der ausschließlich im Studio gedrehte „Le notti bianche“ die Abkehr Viscontis von seinem neorealistischen Frühwerk, so schuf er mit „Rocco e i suoi fratelli“ eine einzigartige Symbiose zwischen jenen beiden Schaffensphasen- einerseits zeigt der Regisseur unbeschönigend die maroden und dreckigen Hinterhöfe Mailands, doch integriert er andererseits zahlreiche (christliche) Symbole in die überaus artifiziellen Bildkompositionen.
Die Leistungen der Hauptdarsteller, Alain Delon (Rocco), Renato Salvatore (Simone) und Annie Girardot (Nadia), sind über jeden Zweifel erhaben und es erstaunt, den jungen Delon, der in den 1960er und -70er Jahren vor allem in der Rolle des rücksichtslosen Verbrechers auf der Leinwand vertreten war (beispielsweise in „Plein soleil“ oder „Le Samourai“), in dem Part eines Gutmenschen zu sehen.
„Rocco e i suoi fratelli“ ist ein weiteres Meisterwerk Luchino Viscontis, das durch die gekonnte, zu keinem Zeitpunkt gekünstelt wirkende Verbindung dramatischer und sozialkritischer Elemente überzeugt, und zudem von der wuchtigen Ästhetik des Regisseurs profitiert.
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JimiHendrix 2009/05/17 18:23:34
Kommentar löschenFür mich hatte er doch etwas zu viel Länge und Klassik.
Die Geschichte ist wirklich gut und auch die Darstellung von vorallem Alain Delon ist super, aber ich wurde nur stellenweise gepackt.
Zum Beispiel, als Simone seine Exfreundin umbring. Diese Szene ist für diese Zeit schon recht harter Tobak.
Nino Rota lieferte hier auch wieder das Score für Viscontis Epos.
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Blonder 2009/05/10 12:05:40
Kommentar löschenObwohl der Film fast drei Stunden dauert, ist er keine Minute langweilig. Vielleicht liegt es ja an der Mischung aus den starken schwarz-weiß Bildern, der Musik und natürlich an einem herausragenden Alain Delon.
Die Geschichte über eine Familie die aus dem Süden nach Mailand zieht um Arbeit zu finden, wird sehr spannend erzählt. Aber langsam werden die Brüder zu Feinden und somit entfremdet sich die Familie immer mehr. Man hat auch das Gefühl, dass Mailand ihre Kühle und Gleichgültigkeit auf die Brüder überträgt. Nur Rocco hält dagegen und macht somit alles noch schlimmer.
Alain Delon kenne ich eigentlich nur aus Gangsterfilmen, wo er meistens eiskalte Gangster spielt. Aber hier ist das Gegenteil der Fall, er verkörpert den etwas sensibelen Rocco mit all seinen Höhen und Tiefen einfach nur überragend. Kein Wunder, dass dieser Film sein Durchbruch war.
Die etwas leicht melancholisch angehauchte Musik von Nino Rotas, läßt den Film noch etwas bedrückender werden.
Eine sehr stimmige Tagödie, die vom Anfang bis zum Schluß zu fesseln weiß. Luchino Visconti hat hier wahrlich ein Meisterwerk abgeliefert, das einfach zeitlos ist.
Ich würde den Film gerne mal im Kino sehen, denn auf der großen Leinwand muß er noch gewaltiger wirken.
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ellen_ripley 2009/04/19 21:06:50
Kommentar löschender schönste mann des 20.Jahrhunderts... und der film ist herzzerreißend gut!
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onkelrocco 2009/03/24 08:45:05
Kommentar löschenDefinitiv ein schwerer Stoff, nichts mit easy gucking. Aus heutiger Sicht wäre sicher vieles anders.
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Stef 2008/11/27 15:31:14
Kommentar löschenHier war der eiskalte Engel noch Viscontis Heiliger!
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Geistertexter 2008/05/09 20:11:51
Kommentar löschenViscontis einzigartiges Familienportrait ist ein Meisterwerk, dass die gesellschaftlichen Zusammenhänge von Arbeit und Brot thematisiert als auch ein tief bewegendes Melodram über die verschiedenen Formen der Liebe. Delon und Cardinale noch ganz jung und begeisternd, drei Jahre später sieht man sie zwar etwas reifer, aber ungebrochen vital und sexy in Viscontis Monument "Der Leopard" wieder.
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Tenzing 2007/08/19 19:02:55
Kommentar löschenWahrlich Viscontis Meisterwerk!
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