Rosemaries Baby - Kritik

US 1968
Laufzeit 136 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 17.10.1968

Kritiken (3) — Film: Rosemaries Baby

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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8.0Ausgezeichnet

"Awful things happen in every apartment house." -

Mit "Rosemary's Baby" setzt Roman Polanski da an, wo er drei Jahre zuvor mit "Repulsion" aufgehört hat: Der Visualisierung des Ungreifbaren.
Obwohl weder "Rosemary's Baby" noch sein inoffizieller Vor- bzw. Nachfolger mit grafischer Gewaltdarstellung oder ähnlichem aufwarten, so hat sie sich die Mieter-Trilogie doch mehr die Huldigung als "Terror-Kino" verdient, als alle modernen Produktionen, die mit diesem Prädikat versehen worden sind: Polanski zieht seine Schreckensvisionen weniger aus dem okkulten Überbau, als vielmehr aus der Ohnmacht seiner Hauptfigur (göttlich: Mia Farrow) gegenüber der eigenen Umwelt, der Hilflosigkeit, in einem tiefschwarzen Netz der Verzweiflung gefangen zu sein - der Dämonisierung des Alltags.
Folgerichtig ist der Horror in "Rosemary's Baby" keiner, der sich durch Schocker manifestieren würde, sondern einer, der schleichend aber nachhaltig die Abgeklärtheit seines Publikums demontiert und Verstörung zurücklässt.
Wenigen Filme dieses Genres gelingt es, dass man sich nach ihrer Sichtung unwohl in seiner Haut und seiner Wohnung fühlt - Polanksi hat es gleich dreimal geschafft.

Großes und technisch einwandfreies Kino, welches man nicht gesehen haben sollte, sondern gesehen haben muss!

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Doomsday

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Wie du schon sinngemäß geschrieben hast: Das tolle an diesem Film ist, dass er durch seine raffinierte Machart Unbehagen auslöst, ohne das der Zuschauer so wirklich weiß wie das zustande kommt. So geht's mir jedenfalls jedesmal.


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Die scheinbare „normale“ Alltagsrealität, wird immer wieder durch die Schattenseiten des Lebens der Woodhouses ausgeleuchtet. [...] Das moderne Großstadtleben bildet den Nährboden für die Paranoia. Polanskis Manipulation macht den Film zu einer schicksalhaften Begegnung mit den Traumillusionen.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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10.0Herausragend

Einer der wirklich perfekten Filme für die Ewigkeit.

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GRooGGer

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Einer der wirklich perfekten Filme zum langweilen.



Kommentare (50) — Film: Rosemaries Baby

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Hooded Justice

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Bewertung10.0Herausragend

„Das Licht geht aus, der Film beginnt; und Rosemarie kriegt ihr nächstes Kind.“ – Jennifer Rostock.
Rosemary’s Baby; ein unweigerliches Prunkstück des Okkulten, wenn er auch nicht geradezu nach Horror aufstrebt. Ein Alptraum beginnt die Realität zu bestimmen; die Realität wird zur persönlichen Krise. In Rosemaries Fall eine schmerzhafte Schwangerschaft, der niemand Rückhalt schenken möchte. Die desolate Atmosphäre und „freundlichen“ Gestalten von nebenan; die schleierhaften Klänge des Schreckens und unheimlichsten Abgründe der nächsten Menschen. Und finst’re Mysterien aus Satans Händen. Nicht gerade klassisch spannend seiner Ausführung her, viel eher der subjektiven Wahrnehmung. Polanski mag sich selbst übertreffen, für mich knackt er allerdings das gesamte Genre. Mia Farrow erreicht den Gipfel ihres Schauspielens, lässt Angst hegen und Anteil haben. Bilder und Szenerien und eine aufregende Kameraarbeit, durch die man schnell ins Geschehen findet. 136 Minuten gehobene, wunderschön nostalgische Unterhaltung und mächtiger Schauder, den man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt.

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SoulReaver

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Bewertung9.0Herausragend

„Keine Schwangerschaft gleicht der Anderen.“

Roman Polanski hatte schon immer einen Hang zum Übernatürlichen, zum Mysteriösen und zur dunklen Magie. Mit Filmen wie 'Ekel', 'Der Mieter' und 'Die Neun Pforten' hat er das gleich mehrmals bewiesen. Ganz zu schweigen von den eigenen Aussagen in denen sein Interesse an diesen Themen immer erwähnte. Sein berühmtester Film dieser Art ist allerdings der Klassiker 'Rosemary's Baby' aus dem Jahre 1968, der zu den größten Okkult-Horrorfilmen der Filmgeschichte zählt und noch heute mit seiner unglaublich beängstigenden Atmosphäre packen kann.

Rosemary und Guy Woodhouse entscheiden sich in ein Appartementhaus in New York zu ziehen. Ihre Nachbarn, die recht alten Castevets erweisen sich als nette Leute, mit denen Guy viel Zeit verbringt. Doch dann fallen Schatten über Rosemarys Ehe: eine Frau, die sie getroffen hat, stirbt einen mysteriösen Tod, sie träumt schlecht und hört seltsame Gesänge. Als sie zunehmend nervöser wird, zieht sich Guy ein wenig zurück. Doch bald darauf ist Rosemary schwanger und plötzlich ist jeder darauf erpicht, ihr zu helfen. Ihre Besorgnis wird immer größer, während der Rest der Welt sie für paranoid hält. Doch allmählich kommt sie zu der Überzeugung, dass man mit dem Baby etwas Schlimmes vorhat.

Wenn wir mit einem Schlafliedartigen "La la la" eingeführt werden und mit selbigem den Film verlassen, sind das zwei der stimmigsten Momente überhaupt. Ein so einfaches und reines Lied wird mit zwei völlig verschiedenen Sichtweisen angenommen und kann sich erschreckend entfalten. Komeda schafft es mit seiner Musik diesen Punkt immer wieder heraufzubeschwören und perfekt zu untermalen. Die Kameraarbeit von William Fraker ist ebenfalls ausgezeichnet. Mit unauffälligen Schwenks, tollen Einstellungen und zarten Farben fotografiert er 'Rosemary's Baby' blendend und trägt, wie auch der Soundtrack, seinen großen Teil zur einmaligen Atmosphäre bei.

Mit Mia Farrow als Rosemary Woodhouse haben wir den Dreh und Angelpunkt der Geschichte. Es gibt kaum Momente in dem sie nicht im Bild ist. Farrow bringt eine unglaublich authentische und glaubwürdige Leistung ab, jede Emotion, natürlich ganz besonders die Angst, wird ihr ohne weiteres abgenommen. Ruth Gordon als gewöhnungsbedürftige Minnie Castevet bringt ebenfalls eine starke Leistung und nimmt mit dem Lauf des Films eine immer angsteinflößendere Gestalt an. Für ihre Darstellung wurde sie sogar mit dem Oscar ausgezeichnet. Des Weiteren überzeugen John Cassavetes als Guy Woodhouse und Sidney Blackmer als Roman Casevetes in ihren kleinen Rollen.

Das Okkult-Genre, welches mich persönlich auch immer schon faszinierte, hat so einiges an Klassikern hervorgebracht. Die größten Vertreter wie 'Der Exorzist' und 'Das Omen' kennt jeder. Jedoch unterscheiden sich beide schwerwiegend von 'Rosemary's Baby'. Während 'Der Exorzist' das Böse durch die Besessenheit einer 12 jährigen zeigt und 'Das Omen' die Brut des leibhaftigen verfolgt verzichtet 'Rosemary's Baby' vollständig darauf dem "Bösen" ein Gesicht zu geben. So schlägt Polanski einen ganz anderen Weg ein und er betritt den Pfad des schleichenden Schreckens. Polanski baut hier ganz klar auf Stimmung und Atmosphäre und erzeugt damit gleichzeitig eine der besten.

Die ositive Einführung des Paares entwickelt sich zum trügerischen Schein. Die leise Vorahnung, die wir als Zuschauer seit der ersten Einstellung direkt bekommen, bestätigt sich nach und nach. Dabei gibt uns Polanski nicht einen Hauch von Anlass dafür. Mysteriöse Ereignisse vermehren sich zwar, lassen aber nicht auf etwas Größeres hindeuten. Der völlig unvorhersehbare Fenstersturz der jungen Frau, Namen die beiläufig erwähnt werden, Bilder die kurz ihren Platz in einer Kameraeinstellung finden. Alles ist eine mögliche Andeutung. Wenn Hutch, der Freund von Familie Woodhouse, eine Geschichte über das neue Wohnhaus von ihnen erzählt, erscheint alles als Humbug. Er faselt von einem Hexer namens Adrian Marcato und von Kannibalismus. Das diese Geschichte nicht nur wirres Gerede ist, wird uns im Laufe der Geschichte bewusst, denn der Name Adrian wird uns nochmal begegnen. So sind es diese kleinen, feinen Detail die hier eine ganze Menge erzählen und immer wieder während des Films ins Gedächtnis gerufen werden. Ganz zu schweigen von der wahren Bedeutung der Taniswurzel, die Rosemary von Minnie geschenkt bekommt.

Nachdem Rosemary jedoch ihren völlig skurrilen Alptraum erlebt, nimmt die Story ihren eigenartigen Lauf. Guy bekommt plötzlich eine Rolle als Schauspieler, da sein Konkurrent plötzlich erblindet ist. Rosemary, die davon ausgeht das Guy sie in der Nacht geschwängert hat, wird immer mehr zur Identifikationsperson des Zuschauers. Immer wieder werden wir in ihre Rolle gedrückt. Dem nächsten Moment völlig ausgeliefert. Die Schwangerschaft bringt so einige Komplikationen mit sich, was sie aber noch als "normal" abstempelt. Jedoch wirken vertraute Gesichte immer befremdlicher. Selbst Guy scheint eine angefertigte Maske zu tragen die er nun durchgehend trägt. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben, was jedoch alle miteinander verbindet. Nur wir als Zuschauer sind so schlau wie Rosemary. Völlig unwissend und unvorbereitet auf den nächsten Moment. Bis wir auch den Punkt erreichen an dem uns immer klarer wird, dass Rosemary kein normales Kind zur Welt bringen wird.

Das böse Erwachen steht uns allerdings noch bevor. Wenn Rosemary ihr Kind bekommt, ihr dann aber gesagt wird dass es bei der Geburt gestorben ist, sind wird längst in purem Misstrauen gefangen. Wir begeben uns mit Rosemary auf die Suche nach Wahrheit und treffen Guy, die Casavetes und einige unbekannte Gesichter in einem großen Raum an. Alle wirken vertraut miteinander, als wäre nichts geschehen. Würde ein außenstehender diese Menschen sehen, würde ihm rein gar nichts Befremdliches auffallen. Wäre da nicht die schwarze Wiege in der Mitte des Raums. Rosemary platzt ins Zimmer, bewaffnet mit einem Messer, doch alle bleiben ruhig. Sie sind ihr in jedem Punkt überlegen. Wir befinden uns als Zuschauer wieder in dieser unausweichlichen Situation, diesmal jedoch extremer denn je. Der Moment ist völlig unvorhersehbar und das ganze könnte im Chaos enden, doch der Gang zur Wiege ist einfach unumgänglich. Ein Markerschütternder Schrei von Rosemary ertönt, völlig schockiert und entsetzt vom Anblick des Babys.

Was sich in Wirklichkeit in dieser Wiege befindet bekommen wir nicht zusehen. Polanski lässt unsere Gedanken wieder spielen. Jedoch in einem Bruchteil von Sekunden sehen wir eine schleierhafte teuflische Fratze im Bild. Das einzige Mal das ein derartiger Effekte im Film eingesetzt wird. Dem Bösen können wir nie direkt ins Gesicht schauen, wir sehen nur seine Anhänger. In unserem Kopf jedoch ist das Böse durchgehend vertreten und immer präsent. Der natürlichste Vorgang der Welt wird zur grausamsten Geburtsstunde. Polanski offenbart uns während des Films zu keiner Zeit ein mögliches Bündnis oder Abkommen, weder zwischen Guy um dem Teufel noch zwischen den Casavetes und dem Teufel. Doch beim genaueren Hinsehen bemerkt man, dass Polanski immer ein Hintertürchen für die eigene Gedankenwelt offenlässt. Polanski lässt die surrealen Ebenen mit der Realität verschwimmen. Wann betreten wir diese Ebenen und wann verlassen wir sie? Antworten gibt Polanski keine. Eigentlich entlässt er uns völlig unbefriedigt. Doch die letzte Minute des Films lässt uns einfach sämtliche Gedankenpforten öffnen die uns weiter und weiter in einen teuflischen Strudel hineintreiben. Ein letzter Blick in Rosemary's Gesicht, die ihren Blick auf das Kind gerichtet hat. Doch kein verschrecktes Gesicht ist zu erkennen, keine Angst ihrerseits, nur ein mütterliches, zärtliches lächeln...

Fazit: Unglaublich viele Worte über einen Film, der wohl noch viel mehr verdient hätte. Viel schlimmer ist es, dass ich denke kaum etwas über den Film erzählt zu haben, trotz des schier endlosen Textes. Für die abgestumpfte 'Hostel' und 'Saw'-Jugend ist dieser Film hier rein gar nichts. Dazu ist er einfach zu ruhig und zahm für heutige Verhältnisse. Wer jedoch einen Film mit umso nachhaltender Wirkung sehen möchte, der darüber hinaus eine der dichtesten Atmosphären besitzt sollte sich 'Rosemary's Baby' nicht entgehen lassen. Die starken Darsteller, der fantastische Score und Polanskis tolle Inszenierung tun ihr übriges und machen den Film zu einem absoluten Klassiker, der dem hohen Stand in der Filmwelt mehr als nur gerecht wird.

„Satan ist sein Vater und sein Name ist Adrian. Er wird die Mächtigen besiegen und ihre Tempel zerstören. Retten wird er die Verachteten und Rache üben im Namen der Verbannten und Gefolterten.“

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

stuforcedyou

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<3 für den Text
<3 für dich


SoulReaver

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<3 <3 nur für dich


JimiHendrix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein feinfühlig-stilles und dennoch ungemein bedrückendes Meisterwerk des Horrorfilmgenres und eine Huldigung der dunklen Mächte. Von Roman Polanski in einen perfekten Rahmen der Bedrohlichkeit gebettet, wird man von der Geschichte in einen seltsam fesselnden Bann gezogen.

Da man diesen Klassiker zu unrecht in der Fernsehlandschaft vermissen muss, war er schon lange auf meiner DVD-Wunschliste, doch fehlte es mir an dem nötigen Geld. Doch eines Tages kam der Film auf glückliche und wundersame Weise zu mir. Denn mein Vater, ein Sperrmülljunkie, trat eines Tages zu mir heran und sagte: "Hier, ich hab letztens zwei DVDs gefunden, guck mal, ob da vielleicht was für dich dabei ist." Ja und somit durfte ich doch noch in den unentgeltlichen Genuss des "Rosemaries Baby" gelangen, danke Babba!

Mit den Werken Roman Polanskis befasste ich mich intensiv, als ich eingeladen wurde, einer Polanski-Ausstellung im Düsseldorfer Filmmuseum beizuwohnen und war sofort gefesselt von der Machart seiner Filme.

Polanskis Adaption des gleichnamigen Buches von Ira Levin fesselte mich relativ direkt, da er es schaffte, die schaurige Stimmung aus seinem vorherigen Film "Tanz der Vampire" hier mit einfließen zu lassen und auch ein bisschen Komik spiegelt sich hier wieder.
Der Film benötigte einige Zeit, um langsam seine Geschichte zu entwickeln, dennoch halte ich das für die eigentliche Stärke dieses Werkes. Denn so baut sich eine unglaubliche Spannung auf, die von dem Haus und seinen Bewohnern auszugehen scheint, aber man fragt sich dennoch, aus welcher Richtung das bösartige Etwas wohl kommen mag. "Rosemaries Baby" spielt mit dem verschlüsselten Nervenkitzel, denn wirklich grausame und intensive Momente der unmittelbaren Gewalt, sucht man hier vergeblich. Aber diese einfache Ausprägung des Horrorgenres hat der Film nicht nötig, denn er funktioniert eher auf seelischer Ebene und das hervorragend subtil.

Dennoch streut Roman Polanski immer wieder auch visuelle oder akustische Gruselmomente zwischen und parallel zu dem stillen Grauen der Geschichte mit ein. Vor allem der Schlüsselmoment des Films, ist ein psychedelisches Horrorfeuerwerk, welches mit erstaunlich modernen Effekten kalte Schauer über den Rücken jagt. Eine wahrhaftige Meisterleistung der Inszenierungskunst, in welcher für einen Augenblick alles aus seinem stillen und versteckten Rahmen fällt und sich das Böse kurzfristig demaskiert, sehr großes Kino!

Die bis dahin unbekannte Mia Farrow als Hauptdarstellerin Rosemarie zu verpflichten, war meiner Meinung nach ein Glücksfall. Farrows Gestalt und ihr Gesicht suggerieren sofort eine tiefe Verletzlichkeit und Instabilität, dennoch nimmt man ihr auch den unbedingten Willen ab, ihr Kind schützen zu wollen, was eine perfekt wirkende Besessenheit zur Folge hat.
Ich litt sofort mit ihr mit, auch wenn ich kurzfristige Zweifel an ihrem gesunden Geisteszustand hatte. Ich habe lange nicht mehr ein so intensives Schauspiel erleben dürfen, ein Oscar wäre mehr als berechtigt gewesen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir John Cassavetes vor dem Film kein Begriff war, aber er spielte die Rolle des talentierten, doch glücklosen Schauspielers ausgezeichnet. Aber wenn ich daran denke, dass Jack Nicholson für die Rolle des Ehemanns von Rosemarie ebenfalls im Gespräch war, werde ich ein bisschen traurig, er wäre wahrscheinlich die diabolischste Wahl gewesen.

Ruth Gordon, die für ihre Darstellung der suspekt-aufdringlich wirkenden Nachbarin Minnie des Oscar für die beste Nebendarstellerin gewann, wirkte sehr Präsenz in ihrer energischen Art der überbemutternden Glucke mit Hintergedanken.

Generell bewies Roman Polanski ein sehr feines Gespür für die Auswahl der Nebenrollen, in welchen mich vor allem Dr. Abraham Sapirstein gespielt von Ralph Bellamy beeindruckte.

Auch der örtliche Rahmen von "Rosemaries Baby" könnte mit Düsternis nicht weniger behaftet sein. Polanski wählte das im 18. Jahrhundert erbaute Dakota Building aus, welches im Herzen New Yorks am Central Park in einer bedrohlichen Altehrwürdigkeit dasteht.
Im Film ist von schrecklichen Geschehnissen die Rede, welche sich in früheren Zeiten dort abgespielt haben sollen. Doch auch realgeschichtliche Vorfälle tragödialen Ausmaßes ereigneten sich im Dakota Building, so wurde John Lennon, der in diesem wohnte, vor dem Haus erschossen.

Eine besondere Erwähnung, möchte ich auch der musikalischen Unterfütterung durch Krzysztof Komeda hinzu kommen lassen, dessen vorletzte Filmmusik es werden sollte.
Ich bewunderte schon sein außerordentlich gutes Score in "Tanz der Vampire" und auch hier schaffte er mit seiner Musik eine weitere Ebene des Erschauerns auf sehr obskure und geheimnisvolle Art und Weise.

Ich empfand "Rosemaries Baby" als ein sehr rundes und in sich stimmiges Werk, welches den Weg für das Genre des Horrorfilms mit definierte und maßgeblich prägen sollte. Eine Symbiose aus Schauspielkunst, atmosphärischer Dichte und Bedrohlichkeit und einer spannungsgeladenen musikalischen Falltür. Ein Sichtungsmuss für alle Klassik-Liebhaber, aber auch generell Pflichtprogramm für Cineasten jeglicher Art, denn das ist Filmkunst auf sehr hohem Niveau.

"Kein Papst besucht je eine Stadt, wo die Zeitungen streiken. Ich hab gehört er verschiebt seinen Besuch, bis der Streik vorbei ist. -Alles nur Show. -Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen, die Kostüme, der Ritus, bei allen Religionen. -Ich glaube, wir verletzen Rosemarie. -Hhm.. nein, nein. -Sie sind doch nicht etwa religiös, meine Liebe? -Nun ich bin katholisch erzogen worden, ich weiß nicht so recht... -Sie sahen so betroffen aus. -Aber er ist immerhin der Papst. -Sie brauchen doch nicht Respekt vor ihm zu haben, nur weil er vorgibt heilig zu sein. -Ein gutes Argument! -Wenn ich daran denke, was die für Kostüme und Juwelen ausgeben. -Die üble Heuchelei, der wir schon immer in der organisierten Religion begegnen, wurde in „Luther“ aufgezeigt."

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Le Samourai

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Sehr schön! Wahnsinnsfilm...


mikkean

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Wow, was für ein Kommentar ... Und dann noch zu diesem Klassiker, der so vielen heutigen Schockern immer noch meilenweit voraus ist. Gratuliere!!!


Jimmie Dean

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Bewertung4.5Uninteressant

Klassiker? Nein! "Shining" oder "Der Exorzist" sind Klassiker. Warum? Weil sie zeitlos und immernoch spannend sind. Bei "Rosemaries Baby" sieht das leider ganz anders aus. Es dauert etwa eine Stunde bis der Film endlich etwas Fahrt aufnimmt - bis dahin wird man praktisch mit der Nase in des Rätsels Lösung gedrückt, wodurch das Ende keinerlei Überraschung bietet. Subtil geht (heutzutage) einfach anders. Einzig die Kameraarbeit und der zugegeben tolle Score machen das Ganze erträglich. Die Story wirkte auf mich jedoch wie eine in die länge gezogene Folge von "X-Factor - Das Unfassbare".

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JackoXL

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Bewertung7.0Sehenswert

Hat lange gedauert, bis ich mir diesen als Klassiker geltenen Film jetzt auch angesehen habe. Diese Filme umschwebt ja immer eine gewisse Aura, man erwartet einfach, dass sie einem gefallen müssen, dass sie etwas ganz besonderes sind. Roman Polanski ist ja auch nicht irgendwer, mit Sicherheit einer der bessten noch aktiven Regiesseure.
Etwas besonderes ist "Rosemary's Baby" auch tatsächlich, wenn auch nicht so wie erwartet. Es ist schon besonders, dass ein solcher Film über 2 Stunden mit einer bedächtigen Ruhe erzählt wird, auf jegliche Effekthascherei, Schock- und Knalleffekte verzichtet, komplett vorhersehbar ist und sogar im Finale auf Überraschungen oder einen erwarteten echten Höhepunkt verzichtet, und dennoch einen positiven Gesamteindruck hinterlässt. Irgendwie gelingt es Polanski, den Zuschauer trotzdem über die gesamte Laufzeit bei der Stange zu halten, es trotz der gemächlichen, unspektakulären Erzählweise nie langweilig werden zu lassen. Gerade aus heutiger Sicht ist das mehr als ungewöhnlich und richtet sich eigentlich gegen die inzwischen etablierten Sehgewohnheiten. Polanski weckt einfach ein Interesse an der Geschichte und ihrer Hauptfigur, das vollkommen ausreicht um es sich bis zum Schluß aufmerksam anzusehen. Das liegt nicht an echter Hochspannung, ich kann es irgendwie schwer festmachen, es knistert einfach, ohne jemals richtig zu lodern.
Ein Genrefilm, der auf vieles verzichtet, was einen solchen eigentlich ausmacht. Trotzdem faszinierend, allein deshalb schon interessant und sehenswert.

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Hendrik

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Hölle, das sind die anderen: Die netten Satanisten von nebenan, der Feind in ihrem Bett, und mittendrin die arme Rosemary die nicht glauben kann was (in) ihr geschieht. Was man vielen Horrorfilmen (und denen, die sich dafür halten) vorwirft, nämlich das die Protagonisten sehenden Auge ins Verderben rennen, wird in Polanskis Werk zum perfiden Clou: Würde seine Titelheldin nicht an das Gute im Menschen glauben, hätte sie das Böse vielleicht abwenden können - das macht ROSEMARY'S BABY sozusagen zu einer waschechten Horrortragödie...

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Dos Corazones

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Teilweise unfreiwillig komisch, die meiste Zeit aber unheimlich spannend und jede Szene stets aufs Neue bedrohlich. Horror auf die ganz subtile Art - klasse!

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Lismechir

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Bewertung7.5Sehenswert

Das unheimlichste ist eigentlich der Vorspann mit dem Kindergesang, aber es ist einfach ein Kultfilm. Mit teilweise sehr lustigen Dialogen ("Der Tisch steht da aber schön!").

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michebavaria1986

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Bewertung9.5Herausragend

Das Grauen kommt langsam, aber gewaltig. Dieser oft benutzte Ausspruch passt wohl auf keinen Film so gut wie auf Polanskis Meisterwerk „Rosemary’s Baby“.

Schon beim Eröffnungstitel des Filmes erschleicht einem ein ungutes Gefühl. Der von Hauptdarstellerin Mia Farrow gesungene Titel ist genau so unheimlich und atmosphärisch wie der ganze Film.

Polanski lässt sich für den Aufbau des Films wahnsinnig viel Zeit. Für Leute, für die bei einem Film dauernd etwas explodieren muss usw., ist dieser Film deshalb sicher nichts.

Der Film hat eine ungeheure Faszination auch bei mehrmaligem Sehen. Wobei bei erstmaliger Sichtung natürlich der Reiz dazu kommt, dass man nicht weiß, ob sich Rosemary nicht nur alles einbildet, oder ob wirklich übernatürliche, satanische Mächte ihre Finger im Spiel haben.

Mit fortschreitender Dauer steigert sich die Spannung wirklich ins Unerträgliche und man kann die Auflösung kaum mehr erwarten. Der Film endet dann mit einem hervorragenden, beängstigenden Schluss, der so manche Frage offen lässt. Genau der richtige für einen solchen Film.

Mit Mia Farrow hat Polanski die ideale Hauptdarstellerin gefunden. Ihr zerbrechliches Äußeres passt perfekt in die Rolle. Von den Darstellern ist vor allem Ruth Gordon (bekannt vor allem aus „Harold and Maude“) hervorzuheben. Sie wurde für ihre Verkörperung der übersorglichen, alten Nachbarin mit einem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Für mich eines der wenigen, wirklichen Meisterwerke im Horrorgenre.

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BellaS.

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Filmklassiker der unter die Haut geht! Psycho pur... und das ende... ahhhhh!!!! wer ihn noch nicht gesehen hat, nachholen! ;)

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BellaS.

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@momopipi ja klar, kannst du dir getrost alleine anschauen. Er ging mir schon etwas an die Nerven da ich mit Rosemarie mit gefühlt habe, diese Hilflosigkeit die Angst um ihr Baby usw.. schau ihn dir an, bin gespannt wie du ihn empfindest :)


freakualizer

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Solche Filme sollte man/frau immer alleine, im Dunkeln, am besten über Kopfhörer gucken und allen Türen in der Wohnung dabei offen lassen, damit die Umgebungsgeräusche auch wirken können und durch den Kopfhörer doch nicht wirklich zuzuordnen sind. Harharhar...


rkuehne

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Bewertung6.5Ganz gut

Für heutige Horror- oder Psychothrillerverhältnisse eher lahm und verstaubt. In den 60ern wars sicher fesselnd, heute muss man schon die Klassikerhut aufsetzen um nachhaltig begeistert zu sein.

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pufaxx

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Rosmarin's Babykartoffel.


Hoang-Thach-Vu

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Bewertung3.0Schwach

Ein anstrengender, wahnsinnig langatmiger Softcore-Horror mit einem wirklich dämlichen Ende. Vielleicht sind uralt Horrors einfach nicht mein Ding, da ich hier zum Teil die gleichen Probleme sehe wie bei "Wenn die Gondeln Trauer tragen", welcher ebenfalls als Klassiker bezeichnet wird.

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cruzha

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Surrealer, genialer Gruselstreifen, bei dem ich mich mehr gefürchtet habe als beim x-ten Teenieslasher. Tolle Darsteller und eine klasse Atmosphäre. Subtiler Horror, zu Recht ein Klassiker des Genres.

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lhiannan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das ist ein Film, bei dem sich die Angst wie ein Netz immer dichter spannt - und das ohne große Schockeffekte. Rosemary verirrt sich in einem Labyrinth aus Hinweisen und Furcht, bei dem alle außer ihr eingeweiht sind. Wirklich furchterregend - und ganz großes Kino!

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cannibal83

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Beginnt wie eine Seifenoper: Glückliches Pärchen sucht und findet Traumwohnung in New York, nur mit den nervigen Nachbarn kommt mehr Unheil über Rosemary und ihren Ehemann als man zunächst glauben mag...

Interessant ist das der Film fesselt obwohl der Rahmen der "Verschwörung" recht schnell aufgeflogen ist. Polanski gibt sich nicht viel Mühe Schein & Wahrheit zu vermischen, sondern setzt darauf das der Zuschauer die Isolierung und das Bewusstsein als Einziger zu wissen was hier wirklich passiert, mit Rosemary mitfühlt. Dieser Plan geht dank der herausragenden Mia Farrow (obwohl ich das blonde Klappergestell eigentlich nicht mag) , der einwandfreien Inszenierung und der clever gesetzten Spannungspunkte vollends auf. Lediglich der Schluss lässt einen unbefriedigt zurück: Offenes Ende? Ja gerne, aber das sollte nicht so wirken als wären dem Drehbuchautoren jetzt einfach die Ideen ausgegangen.

Trotzdem großer Film, mit berechtigten Klassikerstatus!

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Brennegan

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ICh weiß noch, wie wir den im Musikunterricht als Beispiel für Filmmusik auseinander genommen haben ... des war ein Spaß :D


Sonse

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Und einem jungen Charles Grodin als Doc! :)


*frenzy_punk<3

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Bewertung1.5Ärgerlich

Öhm ... wo fange ich da am Besten an?
Also ich liebe Klassiker, alte Filme sind so durchgehend das Beste, was man sehen kann. Doch "Rosemaries Baby" hat mich absolut nicht gefesselt. Im Gegenteil, die Langeweile zieht sich hier durch den Film wie ein roter faden und selbst am Ende kommt nicht besonders viel Spannung auf. Auch für damalige Verhältnisse sah Mia Farrows schauspielerische Leistung ziemlich gestellt aus. Horrorlike war das schon gar nicht, vor allem, weil die ganze Story extrem vorhersehbar war. Tja, für alle die es mögen sicherlich ein Hochgenuss, aber für mich eingeschweißten "Supernatural"-Gucker eher langweilig und ungruselig.

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alanger

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ohje, fast so gruslig wie der film :(


*frenzy_punk<3

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@alanger: o.O


Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Gut gemachter Okulthorror, der leider ein wenig in die Jahre gekommen ist.

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Hankjaws

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Bewertung9.5Herausragend

Unheimlich, unheimlich, verdammt unheimlich.
Und dass vor dem selben Haus John Lennon erschossen wurde, macht's noch unheimlicher...

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Biersepp

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Bewertung4.0Uninteressant

Seit Ewigkeiten freute ich mich darauf "Rosemarys Baby" zu sehen. Ich erwartete mir einen Horrorklassiker der besonderen Art. Dementsprechend enttäuscht war ich dann auch. Der Film besitzt eine tolle Atmosphäre, doch Spannung ? Fehlanzeige. Schade, denn eigentlich bin ich ein verfechter alter Filme.

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stuforcedyou

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Bewertung10.0Herausragend

Die Ruhe, mit der Polanski die Bilder, die zurückhaltende und dennoch gespenstische Musik und natürlich die unwerfenden Mia Farrow (die einen gewissen Beschützinstinkt weckt) inszeniert belebt einen nüchtern- makaberen Alptraum, der raffiniert mit der Kraft der Suggestion und der Angst rund um den Verlust der Kontrolle über den Körper, des Verstandes und den privaten wie gesellschaftlichen Alltag spielt ohne dabei zu tief in die Effektkiste zu greifen. Ein unheimlich guter Horrorfilm, vielleicht sogar einer der besten den es je gab!

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