Rexosaurus
Doctor Mordrid (1993), Laufzeit 72 Minuten, Fantasyfilm, Actionfilm
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von Albert Band, mit Brian Thompson und Keith Coulouris
Etwas ganz Böses ist unterwegs in unsere Dimension und nur der mysteriöse Zauberer Doctor Mordrid kann es aufhalten.
Cast & Crew
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Albert Band
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Brian Thompson
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Keith Coulouris
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Jeffrey Combs
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Regie
Schauspieler
- Genre
- Fantasyfilm, Actionfilm
- Ort
- New York City
- Handlung
- Amulett, Gut und Böse, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Zauberer
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Filmdetails Rexosaurus
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Kommentare
Kommentar schreibenSonse 2010/10/24 16:54:48
Kommentar löschenPrädikat: So bad it's good (mehr oder weniger...)
"Doctor Mordrid" heißt bei uns also "Rexosaurus"? Nur weil sich am Ende zwei Stop-Motion-Dinosaurier-Skelette duellieren? Da wollte Anfang der Neunziger wohl jeder auf den Jurassic Park-Dino-Hype aufspringen? "Mordrid and the Philosopher's Stone - Das Geheimnis des blauen Strampelanzugs mit Cape" wäre mein Titel gewesen.
"Doctor Mordrid" ist B-Movie-Müll der sympathischen Sorte aus dem Hause "Full Moon", direkt von Charles Band plus Familie persönlich produziert. Zur Zeit seiner Veröffentlichung, wäre ich für den Film wohl schon ein wenig zu alt gewesen, mit sieben oder acht Jahren hätte ich jedoch durchaus der Zielgruppe von Mordrid entsprochen. Jawoll, ein Full Moon-Streifen für Kinder! Wer hätte das gedacht, dass es auch gänzlich ohne Gore geht. Meinen Spaß auf andere Art und Weise hatte ich aber auch heute noch mit "Doctor Mordrid", vor Lachen musste ich den Film einige Male unterbechen, ich konnte einfach nicht mehr "Cheese" ertragen.
Das Skript wirkt so als hätte es ein Kind zusammenphantasiert, das unter seinem Bett ein "Doctor Strange" Comic liegen hat, von guten und bösen Zauberern tagträumt und neulich in New York im Museum war und von den Dinos total beeindruckt. Nachdem die Wachsmalstifte für Storyboards und Drehbuch fast aufgebraucht wurden, nimmt der Junge sein Sparschwein und besucht Onkel Band, der für seinen Neffen zum Geburtstag aus dessen Budget einen Film dreht.
20-30 Minuten lang hat man keine Ahnung um was es hier überhaupt gehen soll (und das bei rund 70 Minuten Laufzeit). Irgendwelche Verbrechen mit Diamanten und radiokativem Material werden auf der Welt begangen. Das ruft Doctor Mordrid auf den Plan. Er ist ein Zauberer aus einer anderen Dimension und soll die Erde beschützen. Was auch sonst? Mit seinem ballonseidenen, tiefblauen Strampelanzug mit Cape (fesch und geföhnt: Jeffrey Combs in seltener Heldenrolle) und einem Amulett um den Hals das irgendwie nach Hammer und Sichel aussieht. Er spricht mit einem im Weltall schwebenden Augenpaar namens "Monitor" und haust zurückgezogen in einer genial eingerichteten Wohnung in einem New Yorker Mietshaus, in welche man allerlei Klischee-Okkultes geworfen hat, das nicht weiter erklärt wird. Er ist mit seiner Wand aus Monitoren aber auch am Puls der Zeit und das tollste überhaupt ist die andere Wand, die ausschließlich aus einer riesigen Weltkarte besteht, die ihm vermutlich Gerhard Mercator noch höchstpersönlich hingepinselt hat (so etwas wollte ich auch schon immer!). Aus einem ordentlichen Zauberer-Haushalt nicht wegzudenken: Mordrids Haustier, Rabe Edgar Allan... So?
[Der Form halber: In den nächsten sechs Absätzen rekapituliere ich Mordrids Wahnsinnsstory, wer Angst vor Spoilern hat, der möge diese bitte überspringen]
Die Augen sagen ihm der böse Zauberer Kabal sei unterwegs um die Welt zu versklaven. Ah, das ist wohl der Typ, der hinter all den mysteriösen Verbrechen steckt, n'est-ce pas? Der engagiert sich zwei Gothic-Loser, Irene und Adrian, als Schergen für was auch immer. Sie bringt er kurz darauf um, weil er böse ist, was ihren Freund Adrian aber nicht weiter zu stören scheint. Auf ihrem Körper findet die Polizei ein Symbol das nach Hammer und Sichel aussieht...
In der Zwischenzeit haben wir unsere weibliche Hauptfigur kennen gelernt. Samantha Hunt (ganz okay für den Quatsch: Yvette Nipar) ist ein nettes Mädel, arbeitet bei der Polizei und ist Nachbarin von Mordrid, den sie bei Gesprächen im Flur und in seiner öffentlichen Funktion als Okkult-Experte (oder was auch immer) beim Vortrag halten näher kennen lernt.
Anstatt eine Kommunistenhetzjagd zu starten, verhaftet die Polizei erst mal Mordrid, weil dieser doch dieses komische Amulett hat, was dieser wiederum zulässt, obwohl er eigentlich Besseres zu tun hat. ??? Im Verhörraum besucht ihn Samantha und er erklärt ihr (und uns) endlich worum es geht: Kabal und er sind Zauberer (und Brüder?) aus dieser nicht näher definierten anderen Dimension. Kabal ist böse und Mordrid habe ihn schon einmal besiegt, seine Dämonen und ihn weggesperrt (wohl in diesem in den Wolken schwebenden Schloss, das er einmal kurz besucht?). Bekommt der ausgebrochene Kabal den Stein der Weisen in die Griffel, dann kann er alle seine Hölllenhunde wieder loslassen. Der Stein befindet sich in einem Museum in New York. Aha.
Kabal zaubert seinen Lakai Adrian für einige Stunden unverwundbar und dieser macht daraus rein gar nichts. Nur lässt Autor Joyner diese Figur neben wirrem Zeug wie "Its a real honor, babe...like meeting Jagger backstage!" (Er meint Kabal) hauptsächlich haufenweise und völlig ohne Grund vielfarbig fluchen. Da hätte es die kurze Nacktszene am Ende gar nicht mehr benötigt, um für einen Kinderfilm ein R-Rating (bei uns ab 16) zu kassieren.
Erst als Mordrid und Samantha gemeinsam in den Central Park fliehen, rennt Adrian ihnen hinterher. Weil Mordrid das Museum nicht mehr rechtzeitig erreicht, legt er sich aufs Gras und verlässt seinen Körper (nicht hinterfragen) Richtung Museum, Sam bleibt zur Bewachung zurück. Im Museum erwecken Kabal und Mordrid jeweils Dinoskelette, die ihren Kampf quasi stellvertretend ausfechten. Mit seinem Dino gelingt es Mordrid Kabal zu töten und einfach so ist die Gefahr gebannt. Mal kurz weggeschaut und schon hat man den Showdown verpasst. Fast! Denn Adrian hängt mittlerweile mit einem Messer im Park über Mordrids Körper, nur noch von Sam gehalten, als Mordrid nach getaner Weltenrettung zurückkehrt. Schnell fixiert er den Schergen, der nun scheinbar seine Kräfte verloren hat und Sam tritt dem wehrlosen Adrian aus Rache in die Eier - Super! Ende gut, alles gut?
Mordrid wird aus nicht näher bekannten Gründen von den fliegenden Space-Glubschern zurück in seine Dimension beordert. Er verabschiedet sich gleich im Park flott winkend von Sam, die nicht mit kann, bevor die Polizei eintrifft und Adrian - adding insult to injury - noch ins Knie schießt. Epilog: Es ist Weihnachten, Sam sitzt wie verabredet in Mordrids ehemaliger Wohnung, die er ihr vermacht hat und kümmert sich wie versprochen um Edgar Allan. Da beamt sich Mordrid herbei, bereit für die nächste Mission. Diesen Deal würde ich auch eingehen, ich bekomme diese Wohnung, und er kann alle paar Monate mal vorbeischauen.
Wäre das Skript wirklich von einem Kind, ich würde ihm fast alles verzeihen, so ist es natürlich ein doofer, uneinheitlicher Brei voller Fehler, der selten den richtigen Ton trifft. Die Schauspieler tun ihr bestes. Das es Combs gelingt trotz seiner reichlich albernen Aufmachung ernst zu bleiben ist hohe Darstellungskunst! Seine Hauptfigur ist allerdings nicht annähernd aktiv genug für einen Helden. Brian Thompson als Van Damme/Schwarzenegger-Amalgam ist mit seinem Kabal auf andere Weise ein wenig zu zurückhaltend, der müsste noch mehr brüllen und poltern. Die Effekte sind für eine solche No-Budget-Produktion sogar ganz ansehnlich und der Dinokampf am Ende zweifellos das Highlight (neben Mordrids blauem Outfit...).
"Doctor Mordrid" ist letztlich ein spaßiges, auf seine doppelrahmstufig-cheesige Weise charmantes Fantasyfilmchen über das man sich in der richtigen Stimmung trotz mächtig mangelhafter Qualität gut amüsieren kann.
bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Sonse 2010/10/24 16:55:51
Antwort löschenguggenheim, der hier ist was für dich! :)
guggenheim 2010/10/24 17:06:18
Antwort löschenCharles Band! Das kann nur "gut" sein :D
Sonse 2010/10/24 17:38:32
Antwort löschen"gut" ist genau die richtige Schreibweise. :)
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Schlegel 2010/10/25 02:45:18
Antwort löschenUnd Musik wie immer vor Richard Band. Der ist oft gar nicht so übel.
Sonse 2010/10/25 17:11:11
Antwort löschenIst er hier auch nicht. Seine recht pompöse Musik macht die alberne, schwache Handlung allerdings umso lustiger.