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Russian Ark - Kritik
DE/RU 2002 Laufzeit 99 Minuten, FSK 0, Drama, Fantasyfilm, Historienfilm, Thriller, Kinostart 01.05.2003
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Kritiken (1) — Film: Russian Ark
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEin Konzeptfilm, dessen schicke Idee des One-Take-Pictures sich leider nach kurzer Zeit totläuft. Als Experiment spannend, aber wenn das "wie haben sie das gemacht" mehr interessiert als das Ergebnis läuft etwas falsch.
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Kommentare (5) — Film: Russian Ark
FilmFreak2K13 Wed, 24 Apr 2013 11:17:13 -0000
Kommentar löschenWas bei Filmen wie „Spiel auf Zeit“ nur in den ersten 12-15min mit gut platzierten Schnitten oder wie bei Hitchcock´s „Cocktail für eine Leiche“, zwar als durchgehender Film, aber auch hier nur mit geschickten Schnitten möglich war schafft Russian Ark als 90minütiger Film an einem Stück; Ein Film ganz ohne Schnitte. Was für eine organisatorische Meisterleistung. Respekt für den Regisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Statisten und allen anderen. Ich will gar nicht wissen wie es hinter der Kamera zuging wenn sie mit einem der Räume in der Eremitage fertig waren.
In Russian Ark betritt man aus der Sicht eines namenlosen Mannes das Eremitage in Russland des 18. Jahrhunderts und irrt die ersten Minuten Orientierung los durch die Gänge. Man bekommt das Gefühl dass niemand diese Figur wahrnimmt obwohl diese im Off seine Gedanken dem Zuschauer preisgibt. Nach einiger Zeit trifft man auf einen fremden Mann der der einzige ist der die Figur des Zuschauer zu sehen und hören scheint aber ebenso fremd und neu im Eremitage angekommen zu sein scheint wie man selbst. Von nun an laufen der Zuschauer und dieser Französisch anmutende Mann gemeinsam durch die einzelnen Räume des Eremitage und erkunden die Kunstwerke wie auch die Menschen selbst die dort rumlaufen. Bei den Dialoge zwischen den beiden Figuren und so wie der Franz. Begleiter mit dem Zuschauer agiert musste ich öfters an das Spiel Bioshock Infinite denken. Es scheint den Eindruck dass die beiden ab und an eine Zeitreise unternehmen wenn sie durch bestimmte Türen gehen; In dem einen Raum laufen die Männer des Militärs in ihren Uniformen und die Frauen in den schönsten Gewändern durch die Gänge und Räume und dann sehen die Besucher des Museumteils aus wie aus den frühen 2000er. Der Begleiter scheint aber nicht das erste Mal im Eremitage zu sein da er des Öfteren Anmerkungen macht die den Verdacht nah bringen dass er schon mal da gewesen ist. Neben den einzelnen Räumen und Sälen treffen die beiden auch auf diverse historische Figuren aus der russischen Geschichte.
Und genau hier ist der Knackpunkt. Als nicht Russe oder als jemand der überhaupt nichts von der russischen Geschichte weiß kann mit den Figuren, den Kommentaren oder den Anspielungen nichts anfangen. Daher kann ich mich VisitorQ nur anschließen. Inhaltlich fand ich den Film jetzt nicht berauschend und etwas zäh. So dass sich die 90min wie 120 anfühlten. Aber ich glaub auch dass der Film gar nicht darauf aus ist einem großen Mainstream Publikum zu gefallen. Viel eher ging es darum die Vision und die Idee eines Filmemachers umzusetzen und das unmögliche zu schaffen und dem Eremitage wie auch dessen Geschichte ein Denkmal zu setzen. Wahrscheinlich können Russen am besten mit dem Inhalt anfangen als meiner einer.
Nichts desto trotz muss man als Filmfan und Cineast diese Werk einfach mal gesehen haben um den Machern den Respekt zu zollen den sie verdient haben.
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VisitorQ Mon, 15 Apr 2013 16:50:45 -0000
Kommentar löschenRussian ark ist ein einzigartiges, gigantisches Projekt, vor dem jeder Filmliebhaber nicht nur seinen Hut ziehen sondern besser gleich ehrfürchtig auf die Knie fallen muss. Was da auf die Beine gestellt wurde sucht seinesgleichen. Da stört es mich auch nicht die Bohne, dass ich den Film inhaltlich langweilig und zäh gefunden habe. Wer Russian ark sieht, wird verstehen. Ich bin beeindruckt, und das schwer.
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Windom Earle Sat, 09 Feb 2013 22:05:37 -0000
Kommentar löschen300 Jahre Russische Geschichte mit hunderten von Schauspielern als 100-Minuten-Steadicam-Plansequenz und 1 Drehtag Zeit. Gäbe es einen Superlativ von 'Unmöglich', hier hätte er seinen Auftritt. Wovon Hitchcock geträumt hat, es aber nicht realisieren konnte, weil er noch nicht die technischen Mittel hatte, wird hier Realität. Absoluter Wahnsinn.
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Roco De Long Sat, 09 Feb 2013 22:33:37 -0000
Antwort löschenBerlinale?
Windom Earle Sat, 09 Feb 2013 22:42:31 -0000
Antwort löschenNee, DVD
Roco De Long Sat, 09 Feb 2013 22:48:15 -0000
Antwort löschenEine 100-Minuten-Plansequenz??
Windom Earle Sat, 09 Feb 2013 23:15:14 -0000
Antwort löschenJupp. Völlig wahnsinnig... http://www.youtube.com/watch?v=H0Z4bUfUYdw
Alle 6 Antworten zeigen
Le Samourai Sun, 10 Feb 2013 05:57:24 -0000
Antwort löschenja, es wird zeit.
Windom Earle Sun, 10 Feb 2013 08:58:37 -0000
Antwort löschen4 Takes, bei den ersten 3 jeweils nach 10 Minuten abgebrochen, der 4. musste es sein, weil sonst das ganze Projekt gestorben wäre. Kameramann mit Krämpfen und Schmerzen am gesamten Körper, trotzdem immer weiter gedreht
Gentle Thu, 27 Oct 2011 08:52:08 -0000
Kommentar löschenUNGLAUBLICH. Einer der bedeutendsten und unbeachtetsten Momente in der Geschichte des Films! Ein absolutes MUSS fuer Filmemacher und Filmenthusiasten, die verstehen, wie schwer es ist, Filme zu machen: Dieser Film ist ein Ding der Unmoeglichkeit, das moeglich wurde. Ohne Konkurrenz, ein Meisterwerk der Zusammenarbeit.
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seeigel Mon, 20 Apr 2009 15:11:19 -0000
Kommentar löschenja. ein langsamer film....
meditative wanderung durch die eremitage... bin beim ersten sehen eingeschlafen und habe den film einfach weitergeträumt, das war voll genial... ich mag wie sokurov das macht. seine film-stimmungen erreichen mich.
und dann habe ich ihn natürlich auch mal im ganzen geguckt und mochte das tempo, das schweben, die farben...
ein gebäude als protagonistin. mit einer biografie, einer gestalt, einer seele ...
und auch das konzept: film als plansequenz finde ich voll spannend...
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