The Woman Alone

Sabotage (1936),
Laufzeit 76 Minuten, Thriller, Drama

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6.6 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
43 Bewertungen
4 Kommentare
The Woman Alone - Bild 2251258
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von Alfred Hitchcock, mit Sylvia Sidney und John Loder

Scotland Yard verdächtigt ihn schon lange, aber seine Tarnung scheint perfekt: Offiziell führt Mr. Verloc ein ganz normales Kino. Doch hinter den Kulissen treibt er als Mitglied einer Sabotage-Organisation sein blutiges Unwesen. Selbst seine Frau ahnt nichts. Bis die Terror-Profis kurz vor dem nächsten Attentat nervös werden. Sie schicken Mrs. Verlocs kleinen Bruder vor…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: The Woman Alone

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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7.5Sehenswert

Hitchcock sagte oft, dass ein Thriller mit dem Bösewicht stehe und falle. Je stärker der Bösewicht, desto besser und interessanter der Film. Auch das ist die große Stärke von „Sabotage“, denn Oskar Homolka spielt nicht nur hervorragend, sondern seine Figur ist zudem außerordentlich vielseitig und daher nicht berechenbar. Zwar ist er für den Londoner Stromausfall und für vorhergehende Akte verantwortlich, doch hat er auch Skrupel bzgl. seiner Taten und möchte nicht, dass Menschen ernsthaft zu Schaden kommen. Trotzdem hat er sich der Organisation angeschlossen, um zu Geld zu kommen – eine fatale Entscheidung, denn Verloc ist ein liebevoller Ersatzvater für Stevie und ein sorgender Ehemann für Sylvia.

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Kommentare (3) — Film: The Woman Alone

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Lichtspieler

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Bewertung9.0Herausragend

Hitchcocks Film aus dem Jahr 1936 lebt von einer Spannung die sich über den ganzen Film hinzieht. Ein kleiner häßlicher Junge muß ein Paket am Piccadilly Circus deponieren. Er hat keine Ahnung, daß es sich um eine Bombe handelt. Leider wird er aufgehalten und die Zeit läuft ihm davon. Die Bombe tickt... Seine hübsche Schwester ist mit der Gesamtsituation unzufrieden und versucht die Sache mit ihrerm Ehemann zu klären. Dieser hat das Kind los geschickt. Spannend und sehenswert.

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.0Sehenswert

SPOILER AHEAD!!!

Hitchcoch sprach von einem sabotierten Film und dass er ihn nicht besonders mag, doch schenken wir den Worten des Master of Suspense nicht allzu viel Glauben. "Sabotage" ist ein toller Film. Dabei liegen die Schwächen doch auf der Hand. Die Größte, wie ich finde, ist die Figur des Polizisten, der einem nie wirklich sympathisch wird und teilweise wie ein Fremdkörper wirkt. Silvia Sydney und Oscar Homolka dagegen lenken den ganzen Film auf sich. Es ist ihre Geschichte, ihre Tragödie. Hitchs unnachahmliches Handwerk will ich hier garnicht genauer inspizieren. Wer einmal die Essensszene zum Schluss gesehen hat, weiß was Kino sein kann, doch ich will noch auf einen anderen großen Kritikpunkt zurück kommen, den Tod des Kindes. Es vielleicht eine von Hitchcocks stärksten Suspense-Szenen, wenn der ahnungslose Junge die Paketbombe transportiert und letztendlich dabei umkommt. Truffaut und Hitch verurteilten beide dieses Opfer. Ich kann dem wenig entgegensetzen. Heutzutage stirbt andauernd ein Kind auf der Leinwand, aber ist das besser? Hat ein Unterhaltungsfilm das Recht ein Kind zu töten? Ich kann diese Frage nicht beantworten und defintiv geht es in "Sabotage" um mehr als nur um Unterhaltung. Spielberg nutzte in seinem bemerkenswerten "München" einen ähnlichen Suspense mit einer Bombe und einem jungen Mädchen. Er ließ sie aber nicht sterben. Michael Haneke dagegen inszenierte den Tod des Sohnes in "Funny Games" als größtes Opfer des Gewaltkinos. Beide haben recht, Hitch ebenso und so bekommt "Sabotage" von mir 7 Punkte, obwohl er mehr verdient hätte.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Kubrick_obscura

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Letztere gucke ich auch spürbar öfter als erstere. :) Aber warum das so obligatorisch sein muss, will sich mir trotzdem nicht erschließen.


notsch

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Hihi...ja, ich dachte auch ich sollte das mit dem obligatorisch vielleicht nochmals editieren...habs dann aber einfach nicht gemacht...


filmschauer

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Bewertung6.0Ganz gut

Zu Hitchcocks bekannteren Frühwerken zählt sicherlich "Sabotage", ein Agententhriller verbunden mit einer tragischen Familiengeschichte. Hauptdarstellerin Sylvia Sidney spielt eine junge Kinobesitzerin, die irgendwann bemerkt, dass sowohl der Mitbesitzer, ihr Ehegatte, als auch die flüchtige Bekanntschaft vom benachbarten Gemüseladen ein Doppelleben führen. Zudem wird ihr jüngerer Bruder in den langsam abzeichnenden Kriminalfall mitverwickelt und eine besonders tragische Note erhalten. Ein typisches Hitchcock-Merkmal in Form der unschuldig in ein Dilemma hineingeworfenen Hauptperson, die schließlich eine folgenschwere Entscheidung treffen muss, wird man also auch in diesem Fall wiederfinden. Hinzu gesellen sich eine beispielhafte Suspense-Szene in einer Straßenbahn sowie eine traurigschöner Augenblick, wenn Sylvia durch die zerfahrene Situation fast geistesabwesend im Kino zusammen mit Kindern einen erhellenden Disney-Trickfilm ansieht. Dies sind schon die positivsten Merkmale von "Sabotage", denn bis auf die genannten Highlights wirkt er merklich nicht so gut inszeniert wie andere Hitchcock-Werke. Auch gefallen mir die beiden Hauptdarsteller John Loder und Oskar Homolka nicht in ihren Rollen. Da hätte das Potenzial der Story etwas mehr hergegeben. Insofern halte ich mich an Hitchcocks eigenen Worten über sein Werk: "Er ist etwas sabotiert."

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