Sabotage - Kritik

US 2013 Laufzeit 109 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 10.04.2014

  • 7

    Sehenswerter Ballerfilm mit coolen Arnold Schwarzenegger.

    • 2

      Respektlosigkeiten, unnötige Geschmacklosigkeiten, Verachtung und Sadismus über Sadismus über Sadismus. Wirklich jeder von den Charakteren ist mit Fug und Recht als ein erbärmliches Arschloch zu bezeichnen. Wie soll da Sympathie aufkommen? Oder gar Spaß? Da geht Ayers Rechnung letztendlich nicht auf. Er denkt nämlich, dass der Anfang, bei dem Arnie dramatisch die Augen vor einer Art Snuff-Video verschließt, genügt, um ihn zu den guten Schlechten zu machen. Nix ist. Nicht so, wie er danach und für alle Zeiten namen- und gesichtslose laufende Ziele zerfickt. Antihelden schön und gut, irgendwo muss man aber etwas entdecken, was den Zuschauer überredet, für ein paar Minuten mit den Männern und der Frau ein Abenteuer zu bestreiten. Wird nichts, ist Ayer wohl egal. Solange er sich schön an seinen unmenschlich überzogenen Ego-Shooter-Szenen aufgeilen kann. Bei der Bewertung geht es gar nicht um die lächerlichen Schauspieler, die nicht existente Geschichte oder die Abstinenz von Spannung. Es geht einfach nur darum, dass hier ein paar ekelhafte Kackszenen zusammengeschustert wurden, die dann in ihrer flachen Dummheit nicht einmal Spaß erlauben. Außer bei Arnies Englisch. Nun ist Ayer ja bei Weitem nicht der erste oder einzige, der gefährlich dumme Actionfilme inszeniert, aber selten spürt man derart stark, dass ein Film absichtlich stumpf, absichtlich dumm, absichtlich zum Kotzen bleibt und sich nebenbei noch einen runterholt, wenn die Gehirnmasse fließt, die Gedärme von der Decke hängen und die Köpfe von einem Passanten nach dem anderen zerfetzen. Um sich bei den Worten von Namenloser Schwarzer#7 zu bedienen: „That ain’t right. That ain’t right.“

      _Smooli

      18
      • 6 .5

        Noch so ein Arnie-Streifen, den die Welt nicht braucht. Trotzdem irgendwie doch ganz geil.

        • 5 .5

          Unzumutbar. Aber eben auch verdammt ehrlich darin, keinen Hehl daraus zu machen, der verkorkste Bastard von tausend asozialen Neandertalern zu sein. Nach dem kunterbunten Neo-Western „The Last Stand“ demontiert Schwarzeneggger in „Sabotage“ sein schillerndes Image mit ekelhafter Vehemenz: Er ist nicht mehr das Epitom des rechtschaffenen, mythischen Alphatiers, sondern letztlich auch nur durchtriebenes Zahnrädchen in einer bis ins Mark verdorbenen Welt, in der zwischenmenschliches Interagieren geradezu utopisch erscheint und komplett gegen verrohten Egoismus und Sadismus ausgewechselt wurde. Was David Ayer seinem Publikum hier serviert, ist zum Teil ungeheuerlich: Unsauber erzählt, grottig geschrieben, menschenverachtend bis die Schwarte kracht, aber dermaßen unerschütterlich verdreckt und so was von ultrabrutal, dass einem dieser ungefilterte Nihilismus doch die Sprache verschlägt – Arnie ist mit geiler Frisur und jedem einzelnen Muskelstrang auf der dunklen Seite angekommen. Das ist ekelerregend, zynisch, aber doch...irgendwie faszinierend in seiner kategorischen Primitivität.

          20
          • 8
            Tobe Berg 13.04.2015, 16:26 Geändert 13.04.2015, 16:30

            Action der alten Schule und nicht so ein wischiwaschikram wie z.B. ein "Fast & Furious" Franchise. Da muss man schon drauf klar kommen. Arnie macht keine Gefangenen!

            • 1 .5

              Arnie, der vielleicht größte Zerstörer des Actions-Kinos, verhaut von neuerem Film zu neuerem Film mittlerweile mehr seine recht positive Vita, denn sehenswert und unterhaltsam seine Feinde. Sabotage stellt einen erneuten Tiefschlag dar. Irgendwie schade, des alten Mannes Fundament so dahinbröckeln zu sehen. Ein Film, in denen er reihenweise & spektakulär die Verursacher dieser ganzen Miststreifen terminiert, das hätte was.

              • Arnie sieht aus wie seine eigene Mumie, und die Story ist wohl bei "The Shield" abgeguckt, das haben die da aber wesentlich besser gemacht.

                • 3

                  Folter, Verstümmelungen, grausame Blutfontainen. Leider lebt Sabotage zu sehr von diesen Elementen als von überzeugenden Charakteren. Klar da steht zwar Schwarzenegger drauf aber ist nicht wirklich ein Film den man sich noch öfter anschauen würde. So kann man den nur abhaken und auf einen besseren Arniefilm hoffen.

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                  • 7
                    J23 20.03.2015, 08:45 Geändert 20.03.2015, 08:46

                    Bin positvi überrascht. Ok, das Ende war nicht besonders toll, aber die Action war sehr gut. Etwas viel zu viel Blut, nahm schon langsam Züge von Saw an. Eine weitere Überrraschung waren die viele Bekannte Schauspieler. Eine art "Böse" Expendables

                    • 10

                      endlich mal wieder ein richtig guter Film

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                      • 4
                        shakho 15.03.2015, 11:12 Geändert 15.03.2015, 18:59

                        David Ayer ist ein guter Regisseur, was sein letzter Streifen End of Watch gezeigt hat. Aber hier wusste er mit einem Guten Cast und dem Potential nicht viel anzufangen. Der Film verheddert sich in seiner skurillen Story und kann auch durch seine guten Bildern und Action nicht überzeugen.

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                        • 3 .5

                          Oh Mann... wie bekomme ich nun die zwei Stunden meines Lebens wieder zurück??
                          Aus dem Stoff hätte man einen weitaus besseren Film machen können. Leider ist das hier ordentlich in die Hose gegangen. Der Cast is ja eigentlich toll für einen Actionfilm. Schwarzenegger, Worthington, Manganiello und Holloway sind allesamt Schauspieler, denen man den ruppigen Cop sofort abnimmt. Jedoch sind die Figuren hier so so unsympathisch dargestellt, dass es mir total egal ist ob einer lebt oder stirbt. Man fiebert überhaupt nicht mit bei dem Film und das ist wirklich schade. Für einen reinen Actionfilm hat er zu wenig Action und für einen Thriller ist er leider arg vorhersehbar, was bei einem Thriller immer ein leichter Genickbruch ist. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass hier ordentlich Potential verschenkt worden ist. Die 3,5 Punkte gebe ich für die Machart des Films, die ordentlich ist.
                          Ansonsten kann man sich den Film getrost sparen.

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                          • 7

                            Dreckig, düster, direkt- zu 80% überzeugend. Einer der besseren Arnies.

                            • 3

                              Kann der Film optisch und handwerklich noch einigermaßen überzeugen sind das Drehbuch und Arnie einfach nur peinlich!

                              • 6 .5

                                Irgendwie nicht so doof wie ich befürchtet habe und irgendwie nicht so gut, wie ich gehofft hatte. Auf seine Art und Weise mit ein paar netten Twists und Dialogen (Ja, Dialoge), vor allem die wirre Figur von Mireille Enos gefällt mir. Aber an Logik und aufrechter Spannung hätte man dann doch noch etwas arbeiten müssen. Ein Film für zwischendurch, nicht mehr. Das kann Arnie viel besser!

                                • 7 .5
                                  tluaner52 16.02.2015, 17:31 Geändert 16.02.2015, 17:31

                                  Eins vorweg: Wer einen Arnie-typischen, selbstironischen Actioner sucht, der ist hier falsch. Arnie, bekanntermaßen nicht einer der größten Charakterdarsteller, liefert hier als DEA-Agent Breacher seine wohl düsterste Vorstellung, und, wie ich finde, auch eine seiner effizientesten Leistungen ab. Der Film ist, anders als der actionlastige Trailer suggeriert, kein stumpfer Ballerfilm, sondern eine Mischung aus Mystery-Krimi und nihilistisch-rauem Actionthriller, auch das dramatische Potenzial der Story findet Beachtung. Die Handlung ist wendungsreich konnte trotz mancher dramaturgischer Ungereimtheiten mein Interesse aufrecht erhalten. Dass Arnies Teammitglieder, vornehm ausgedrückt, nicht gerade Sympathien wecken, lässt sich insofern erklären, dass sie das Resultat dessen darstellen, was der Job bei der Drogenfahndung aus ihnen gemacht hat. Die psychologische Deformation und Abstumpfung, die Ayer verdeutlichen wollte, kommt ziemlich gut rüber. Ich finde allerdings, dass das Finale, welches sich doch eher an gängigen Schwarzenegger-Streifen orientiert, nicht ganz zum zuvor Gezeigten passt. Hier hat die Macher dann wohl der Mut verlassen. Schade. Auf jeden Fall hat Sabotage weitaus mehr zu bieten, als die negativen Kritiken glauben machen wollen. Wer Arnie mal außerhalb seiner üblichen Rolle als flapsigen Helden erleben will, kann auf jeden Fall einen Blick riskieren.

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                                  • 7

                                    Ein Actiondrama meines Helden aus den guten Achzigern..Arni als Anführer einer Undercover-Einheit."Sabotage ist"Düster,Brutal und Blutig“ dennoch gehen einen die "Einfachen und Dummen" Dialoge mit der Zeit ziemlich auf die Nerven.
                                    Auch ist mir nicht bekannt,bzw.wurde es nicht aufgeklärt woher die Untersuchungs
                                    Kommission von 10 Millionen Dollar wußte,obwohl das Geld verbrannt wurde???
                                    Ohne Arnie hätte es der Film sicherlich nicht in meinen Player geschafft.
                                    Da aber der Österreicher bei mir immer geht,kann ich ihn auch nicht so schlecht bewerden...

                                    • 1 .5

                                      Was für eine Enttäuschung ! Das war ein film von dem ich echt viel erwartet habe, und es wurde mal so gar nicht gehalten. B movie oder? Dialoge nerven ( gossen Sprache) Junkie alte nervt. Und Arni, man merkt einfach das er inzwischen zu alt für so ein scheiß ist. Das einzige was hervor zu heben ist, die Rolle von Grinder cooler cast. Ansonsten enttäuscht der film auf ganzer Linie.

                                      • 0

                                        Meine Güte war der Film grausam schlecht...

                                        • 4 .5
                                          longus69 27.01.2015, 22:20 Geändert 27.01.2015, 22:30

                                          Wenigstens eine Messerspitze mehr Anspruch oder wenigstens Fun wär doch wohl drin gewesen bei dem Regisseur und dem Gouvernator...
                                          sollte man meinen...

                                          Schauwerte um des Schauwertes willen, unnötig hoher Blutzoll, keine gängigen Handlungsmuster, stattdessen unnötig verschwurbelt und nicht passend zusammengeklatschte hohle vollkommen unnötige Handlungen, statt Sympathen nur Psychopathen die nicht mal einen Puff mit ihrer dilettantischen Vorgehensweise aushebeln könnten, dümmlichste Dialoge...

                                          Alles Attribute die auch einem hohlen Actioner nicht zwangsläufig allen Spass nehmen müssen...
                                          Nicht so hier, in einem Paradebeispiel wie man es nicht machen sollte...

                                          Schade Arnold... Nix gewesen ausser Spesen... Opa aus der Steiermark auf dem absteigenden Ast...

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                                          • 6 .5
                                            DerWaldHerr 21.01.2015, 21:52 Geändert 21.01.2015, 21:52

                                            "Sabotage" hat es recht schwer. Gebrandmarkt als der schlechteste Film Arnold Schwarzeneggers seit seinem Debut "Hercules in New York" und mit seinen grade mal knapp über 30 Millionen US Dollar Budget trotzdem ein kompletter Vollflop.

                                            Die Liste der Negativpunkte ist lang:
                                            Es existieren quasi keine Identifikationsfiguren in diesem Film (nicht mal Schwarzenegger selbst)
                                            Der Film ist grotten hässlich gefilmt (stimmt sogar. Stellenweise wirkt das ganze wie mit einer Homevideo Hand Kamera ohne Stativ gefilmt, inklusive ganz schlechten Zooms)
                                            Das Drehbuch ist nicht gerade eine Meisterleistung und die Dialoge stellenweise unterirdischer Trash.
                                            Schauspieler sind "bäh".

                                            Stimmt alles. Aber dennoch wird diesem Film doch unrecht getan. Fangen wir mal mit den Identifikationsfiguren an:
                                            Die im Film dargestellte Einheit ist eine Spezialeinheit der DEA bestehend u.a. aus Ex Militärs. Logisch das diese Typen in ihrem Leben scheinbar unglaublich viele traumatische Dinge miterleben mussten. Um so etwas zu kompensieren und dennoch arbeitsfähig zu bleiben, legt man sich halt ein übertrieben hartes Image zu.
                                            Das diese Interpretation nicht mal aus der Luft gegriffen ist, merkt man wie abgekühlt die Charaktere bei gewalttätigen Dingen reagieren, und wie sie später emotional explodieren. Diese fehlende "Identifikation", weil man hier praktisch mordende Soziopathen bei der Arbeit beobachtet, ist somit kein Fehler des Drehbuchs oder eine Fehl Interpretation des Casts, sondern so gewollt. Es unterstreicht der Realitätsnahen Charakter des Films.

                                            Der Film sieht extrem scheiße aus, daran besteht kein Zweifel. Alles in diesem Film wirkt heruntergekommen und billig, soll aber wohl ebenfalls die Realität widerspiegeln. Passt also zum gesamten Rest.

                                            Wo ich kaum widersprechen kann, ist das Drehbuch. Ein Spannungsbogen ist vorhanden, man rätselt auch mit, auch wenn einige Logiklücken existieren bei der die Auflösung recht unglaubwürdig wirkt. Die Dialoge bestehen zum Großteil aus verschiedensten Variationen von Fluchwörtern. Hier sind mehr "Dick" "Cock" "Fuck" "Whore" "Shit" "Suck it" "Bitch" usw. zu hören, als in einer mitternächtlichen Grillparty in der Bronx. Aber auch hier wieder: Wir sehen abgebrühte, durch den Job kaputt gemachte Typen, es ist klar dass sie nicht spontan aus "Hamlet" zitieren werden.

                                            Die Schauspieler - Sind die wirklich so schlecht? Ich glaube irgendwie verwechselt man hier die dargestellte Leistung mit der (gewollten) Antipathie gegenüber den Charakteren. Jeder einzelne im Cast spielt die Rolle exakt so, wie sie vorgegeben wurde, ein "Auswendig gelernt und Text aufgesagt" wie bei einigen Steven Seagal Filmen ist hier nicht der Fall. Wenn überhaupt lässt sich der Großteil der Darsteller mit Nicolas Cage vergleichen, das Mega Acting (ganz besonders von Joe Manganiello) spricht hier Bände.
                                            Dennoch gehe ich soweit und behaupte, "Sabotage" ist einer der besten Filme von Schwarzenegger als Schauspieler. Ja, echt. Also gut, die Rolle ist nur durchschnittlich gut gespielt, aber Schwarzenegger hatte es ohnehin nie besonders gut drauf zu schauspielern. Seine Rollen "Conan" und "Terminator" wurden nicht wegen seines ausgeprägten Actings bekannt, sondern mehr wegen seinen Regisseuren und seinem Bizeps Umfang. Wenn Schwarzenegger mal versuchte ernsthaft zu schauspielern, kam ein unfreiwillig komisches Desaster wie "End of Days" dabei heraus. Hier hingegen schafft er den Grad zwischen "typisch Arnold" und "Arni versucht zu acten". Und es klappt. Einer der wenigen male wo dieser Grad wirklich funktioniert, da seine Emotionalen Szenen nie ausufern und nur zur verständigung des Charakters in Flashbacks gezeigt wird.

                                            Fazit:
                                            Der Film ist bedeutend besser als es sein Ruf vermuten lässt, besonders Arni legt hier eine Schauspielerische Leistung hin, die meilenweit vor seinen anderen, teilweise auch ikonischen, Rollen liegt. Nur ist der Streifen halt eben auch alles andere als wirklich gut. Bei DEM Cast und DEM Regisseur wäre definitiv deutlich mehr drin gewesen.

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                                            • ganz mies geschauspielert..so auf RTL produktions level....paar blutige momente....aber sonst halt ne maue nummer mt nem doofen plot..wo eigentlich nach 15 minuten klar ist woraufs hinausläuft....oh Arnie...du solltest echt was anderes drehen

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                                              • 3 .5

                                                Blut und ne Portion Ekelschiene, Geballer, kaputte Typen und der hässlichste Arnie aller Zeiten. Wow, was für Zutaten. Ja, bitte, alles böse und dirty und fies ... *schnarch* Der Streifen haut mich zu keiner Zeit vom Hocker, wobei der Einsteig noch ganz nett war. Für einen Verriss ist der Film nicht schlecht genug, aber er ist auch weit davon weg, gut genug zu sein, um sich weiter darauf einzulassen. Insgesamt fand ich ihn eher langweilig als sonstwas. Die Pseudostory, die von einer Ballerei zum nächsten Gespratze überleitet ist nicht nennenswert. So what. Das ist so ein typischer Film, den ich in einer Stunde schon wieder vergessen habe. Und da ist es gut, dass es MP gibt, wo ich Bewertungen als Gedächtnisstütze benutzen kann. Nicht, dass ich am Ende nochmal Zeit mit diesem Streifen verschwende. ;)

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                                                • 7
                                                  ArtVandelay 12.01.2015, 18:24 Geändert 12.01.2015, 18:25

                                                  Nachdem ich so viel Schlechtes über den Streifen gelesen habe, war ich doch ziemlich überrascht wie gut mir der Film dann doch gefallen hat. Einer der Hauptkritikpunkte war, dass es keine Sympathieträger geben würde. Na und? Darauf lege ich überhaupt keinen Wert, auch wenn ich verstehen kann, dass man von einem Arnie Film etwas anderes erwartet. Wo ich den Miesepetern allerdings Recht geben muss : Die Story ist völlig unlogisch, die Motive der Figuren sind nicht nachvollziehbar. Allerdings soll der Film wohl wiederholt umgeschrieben und teilweise neu gedreht worden sein. Dies entschuldigt natürlich nichts, ist aber eine Erklärung. Wie auch immer, am Ende hat man das Endprodukt zu bewerten und da kommt es dann zu Abzügen bei der Story. Warum es am Ende trotzdem 7 Punkte werden? Die Antwort ist einfach, denn der Streifen unterhält ganz einfach über die komplette Spielzeit und großen Kindern wie mir wird ordentliche Härte präsentiert. Die Twists sind zwar Humbug, machen aber Laune. Und Schwarzenegger spielt toll.

                                                  P.S. : Oft wird ja behauptet der Streifen wäre völlig humorlos. Da muss ich wohl einen anderen Film gesehen haben. Der Film strotzt doch nur so vor schwarzem Humor und Sarkasmus und das nicht mal subtil.

                                                  • 9
                                                    sachsenkrieger 08.01.2015, 21:50 Geändert 08.01.2015, 21:53

                                                    Ich muss eingestehen, das ich SABOTAGE bei der Erstsichtung vollkommen falsch eingeschätzt habe, unter anderem weil er mein erster Film von David Ayer war, ich mit der kompomisslosen Härte seiner Inszenierung wenig anfangen konnte und vielleicht auch andere Erwartungen hatte. Nach Sichtung seiner drei vorherigen Filme, die alle zumindest sehenswert waren, habe ich mir den Film noch einmal angesehen und muss meine Meinung vollständig korrigieren. SABOTAGE zeigt ziemlich brutal, aber wenn man sich näher mit der Thematik beschäftigt, wohl auch sehr realistisch, die bittere "Wahrheit" über das untere Ende der Fahnenstange im wahrscheinlich sinnlosen "War on Drugs". Für mich ähnlich fehlgedeutet wie THE COUNSELOR bekommt man hier abseits irgendwelcher Mafia-Nostalgie einfach den Kopf gewaschen, was Verbrechen im Extrembereich und deren Bekämpfung wirklich bedeuten.

                                                    MONSTER: Wir sind kein Team mehr ... nur noch ´ne Gang ... und man kann keinem mehr vertrauen... man kann KEINEM mehr vertrauen!

                                                    Die "italienische" Mafia in den USA ist tot ... es leben die mexikanischen Kartelle! Das ist etwas überspitzt gesagt der Geist der Zeit. Wer glaubt, das die "Familie" extrem brutal und rücksichtslos mit Menschenleben umgegangen sei, der muss sich heutzutage eines Besseren belehren lassen. Für das Juarez-Kartell und seine mittel- und südamerikanischen Konkurrenten im Kampf um die Weltherrschaft des Drogenhandels, ist ein Menschenleben meistens nicht einmal soviel wert wie eine Kugel ... man kann von Glück sprechen, ein solch "gnädiges" Ende zu bekommen. Nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges ist da das gerade aktuelle Massaker an 43 Studenten in Mexiko, an dem wohl neben einem Drogensyndikat auch öffentliche Vertreter und die Polizei beteiligt waren.

                                                    Der "Krieg gegen Drogen" wird von den USA seit Präsident Nixon geführt, wobei sich die Methoden der Bekämpfung im Laufe der Jahrzehnte den Methoden des Verbrechens angepasst haben. Auch wenn man wenige Informationen über die Rekrutierungsmethoden der DEA erlangen kann, so ist es wohl wahrscheinlich, das diese mittlerweile auf über 20 Operationsteams bestehende Truppe sich aus "in Ungnade gefallenen" Mitgliedern anderer Spezialtruppen zusammensetzt, wie z.B. Ex-Navy Seals. Für diese Männer und Frauen interessiert sich David Ayer, anhand ihres "Arbeitsalltags" zeigt er den Wahnsinn, der alle ergreift, die sich in die Hölle des Drogenkrieges begeben. Er zeigt uns das Kanonenfutter, die Soldaten der Drogenbehörde, die Leute mit der geringsten Gehaltsstufe nach dem Hausmeister und einem lebensbedrohlich hohen Risiko und Einsatz.

                                                    MONSTER: Sie machten ihm ein Angebot. Ergib dich dem Kartell und deine Familie wird überleben. Johns Familie ist alles für ihn. Seine Ehe war für die Ewigkeit, sein Sohn war sein bester Freund. Sie folterten sie zu Tode. Dieses Video ... kranker Scheiß! Sie haben ihm Körperteile von ihnen geschickt ... über Wochen hinweg.

                                                    SABOTAGE ist Arnold Schwarzeneggers (John Wharton) beste Rolle seit LAST ACTION HERO ... und das ist 20 Jahre her. Auch die Mitglieder seines Team, bestehend aus MONSTER (Sam Worthington), LIZZY (Mireille Enos), SUGAR (Terence Howard), GRINDER (Joe Manganiello), PYRO (Max Martini) und NECK (Josh Holloway), besitzen alle Talente, die für einen solchen Milieu-Actioner vonnöten sind und machen einen sauberen Job. Der Soundtrack ist passend und die Kameraarbeit nicht revolutionär, aber sehenswert. Dazu kommt der Umstand, das die spannende und wendungsreiche Story keine größeren Schwächen aufweist und den Zuschauer immer tiefer in den Abgrund zieht, der der übliche Arbeitsplatz des DEA-Teams ist. Dazu muss man allerdings bereit sein, seine üblichen Seh- und Hörgewohnheiten dem Storytelling eines David Ayer anzupassen, sonst gerät man in Gefahr, sich in Oberflächlichkeiten zu verlieren.

                                                    Der Film ist eine knallharte Bestandsaufnahme und Abrechnung mit Amerikas "War on Drugs" und beleuchtet, der Kürze des Films geschuldet, etwas konzentriert fast alle Aspekte der Thematik. SABOTAGE ist ein hochkarätiger und hochkonzentrierter Film über den Alltag von Menschen im Kampf gegen Drogenkartelle, bürokratische Sesselfurzer, von denen etliche nebenbei noch ihr eigenes Süppchen kochen, und letztendlich auch gegen sich selbst. Denn keiner, der einen derartigen Job macht, bleibt lange "normal", wenn er es denn jemals war. So ist es auch nicht verwunderlich, das Whartons Team ein Haufen asozialer, soziopathischer, cracksüchtiger Kaputter ist, der von offizieller Seite als eine Art Söldnertruppe gegen ebensolche Monster auf der vermeintlich anderen Seite des Gesetzes losgeschickt wird. Ein gewalttätiges Biest von einem Drecksfilm, ähnlich gnadenlos wie THE COUNSELOR, ähnlich genial und missverstanden als reiner Actioner mit einem alternden Helden des Genres.

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