JackoXL

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

- Einmal Standard von der Thrillertheke bitte.
- Geschnitten oder am Stück?
- Egal, hauptsache ein bekanntes Zugpferd, der Rest wie man es kennt, bloß nicht zu doll würzen, nachher schmeckt es wem nicht.
- Bitte, 08/15 am Stück. 100 mal gegessen, 99 mal unverdaut wieder rausgekommen.

Denzel Washington, zweifacher Oscarpreisträger, hat wohl keinen Platz mehr in der Vitrine. Jetzt, altersgemäß mit 57 Jahren, macht er lieber Actionfilme. Tony Scott hatte wohl keine Zeit, auch egal, etwas auf schmuddelig getrimte Hochglanzoptik bekommen auch andere hin. Einen austauschbaren, grundsätzlich blaßen Co-Star wie Ryan Reynolds zur Seite gestellt, der einem nie droht die Show zu stehlen, kräftig im Agenten-Verschwörungsthriller-Säckchen der letzten Jahre gegraben, fertig ist die Laube.
Einfallslosigkeit ist trumpf. Ich möchte dem Film nicht unbedingt einen Strick daraus drehen, das er fleißig kopiert. Meine Güte, ich müsste das fast jedem (Genre)Film vorwerfen, fast alles hat man irgendwie und irgendwo schon mal gesehen. Dann müssen sich aber zumindest besondere Merkmale herrausstellen, irgendwas, das ich toll finden kann. Richtig gut fand ich hier nichts. Auch nichts wirklich schlecht, es gibt aber keinerlei Ausreißer nach unten oder oben. Komplett durchschnittlich, von Anfang bis Ende. Eigentlich müsste ich sogar unter 5 Punkte gehen, das ist so unkreativ und glatt zusammengebastelt, warum soll der noch gehen? Ich versuche das mal aus einer anderen Sicht zu beurteilen: Wenn ich 12 Jahre alt wäre und hätte noch nicht so viele Filme gesehen wie jetzt, ich fände "Safe House" bestimmt ganz toll.
Und immerhin: Sam Shepard und Brendan Gleeson spielen mit. Deshalb noch "geht so".

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Das mit Denzel stimmt nicht so ganz. Sidney Poitier bekam den Oscar für "Lilien" auf dem Felde" 1964. :)


JackoXL

Antwort löschen

Oh, der ist mir durchgerutscht. Wird geändert. ;)