Sans Soleil - Unsichtbare Sonne

Sans Soleil (1983), FR
Laufzeit 100 Minuten, Dokumentarfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 28.10.1983

8.8 Kritiker
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8.0 Community
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3 Kommentare
Sans Soleil - Unsichtbare Sonne - Bild 48662
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von Chris Marker, mit Arielle Dombasle und Charlotte Kerr

Dokumentation eines Weltreisenden: Eine Frau erzählt in Briefform die Gedanken eines Weltreisenden, der auf seinem Weg unter anderem in Japan, Afrika und Amerikaunterwegs war.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Sans Soleil - Unsichtbare Sonne

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Tyler__Durden

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Über SANS SOLEIL zu sprechen ist keine leichte Aufgabe. Ist Chris Markers meditative Collage doch einer dieser "Outer Space Filme" bei denen man sich nicht sicher ist ob nicht doch irgendwelche Außerirdischen mit ihrer hoch entwickelten Intelligenz für dieses Werk verantwortlich sind. Geht es doch über den menschlichen Verstand hinaus wie ein Mensch alleine so etwas erschaffen konnte, wie einer allein solch präzise Sensibilität im Umgang mit ALLEM an den Tag bringen kann. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit wird man finden in dem herum geschwafel des fiktionalen Hauptcharakter und den elegischen Bildern die dieser uns bietet. So prätentiös wie pathetisch zu gleich aber auch so viel ehrlicher und losgelöster durch seine fast schon Kind-hafte Entdeckungsgabe welche uns Einblicke und Gefühle liefert die so einfach nicht von dieser Welt sind. Zum Beispiel die Szene in Afrika auf einem gefüllten Marktplatz als die Kamera eine junge Frau beobachtet welche in dem Menschen Wirrwarr sitzt. Unbeobachtet und unbesorgt scheint sie ihren Blick umher streifen zu lassen nur um auf einmal, fast schon gewollt, unseren Blick zu erwidern:
"I see her. She saw me. She knows that I see her. She drops me her glance, but just at an angle where it is still possible to act as though it was not addressed to me. And at the end the real glance. Straightforward, that lasted a twenty-fourth of a second. The length of a film frame…Frankly, have you ever heard of anything stupider than to say to people as they teach in film schools, not to look at the camera?"
Eine Gott gleiche Verbindung zwischen Bildern, Klängen, Erinnerungen, Wörtern, Bewegungen und Verständnis. Dabei aber immer auch irgendwie unerwartet Humoristisch; "Rumour has it that every third-world leader coined the same phrase the morning after independence. "Now the real problems start." Und mit einer schönen Portion trockenem Sarkasmus; "Ah well... after all, history only tastes bitter to those who expected it to be sugar coated."
Das ganze Spektrum eben voller banalen Erinnerungen, poetischer Schönheit, Unsinn sowie Wahnsinn verpackt in einem essayistisch fiktionalem Reise Journal das nicht nur die Gedanken sondern auch die Empfindungen des sich glücklich schätzenden Zuschauers in unerforschte Weiten stößt. Nichts was ich je schreiben werde, sei es noch so schlau, persönlich oder mit Adjektiven voll gestopftem, kann diesem Film gerecht werden. Ein Kompliment mit dem ich jetzt aufhören will. Einfach unerklärlich.

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Ich_mache_Seife

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In meinen Augen hat hier Chris Marker Unglaubliches geschaffen. So viele Gedanken sind hier verborgen zwischen den Sequenzen von verschiedensten Kulturen mit den unterschiedlichsten Menschen aus aller Herren Länder. Ein Geflecht wo die Grenzen von Sinnvollem und Sinnlosigkeit fließend ineinander verschwimmen. Und doch wird einem bei jeder Sichtung mehr und mehr bewusst, dass Marker hier ein ums andere Mal wahrlich große Fragen in diesen 100 Minuten festgehalten und verewigt hat.
Hier getraue ich mir die Worte absolutes Meisterwerk zu schreiben und versehen ihn in vollster Bewunderung all seiner Genialität mit einem Herz und Ehrenplatz unter meinen Lieblingsfilmen.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Tyler__Durden

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Hab mich gestern nach wiederholtem sehen erst getraut dem Film 'ne Wertung zu geben. Ganz großes Stück.


Ich_mache_Seife

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Hab ebenfalls drei Sichtungen, zwei davon schon länger her, hinter mir und kann dir nur beipflichten. Nach dem ersten mal war ich direkt erschlagen von der ganzen Wucht der Bilder und Worte. In der Tat ganz ganz groß.


nanou

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eines der schönsten Filmgedichte, die ich je geshen habe. Wird für mich nur durch Godards Videoessay Histoire(s) du Cinéma (F 1988–1998). Kann ich jedem nur empfehlen sich von den beindruckenden Bildern fangen zu lassen. Besonders das Tokyo der 80er Jahre fängt einen mit seiner Andersartigkeit ein.

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