Sarabande

Saraband (2003), NO/SE/IT/FI/DK/AT/DE
Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
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mit Liv Ullmann und Erland Josephson

Die Rechtsanwältin Marianne reist in die mittelschwedische Provinz Dalarna, um ihren Ex-Mann Johan zu besuchen, den sie seit mehr als 30 Jahren nicht gesehen hat. Auch wenn die Begrüßung noch herzlich ausfällt, bricht kurz darauf der Sarkasmus und die Verbitterung des alten Medizinprofessors hervor. Für seinen psychisch labilen Sohn hat er nur Verachtung übrig. Auch Marianne hat das Gefühl, als Mutter ihrer beiden Töchter versagt zu haben. Gemeinsam schauen sie auf die Trümmer ihres verpfuschten Lebens.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Sarabande

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Schlegel

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Bewertung7.5Sehenswert

Marianne schwebt ein wie eine alte Soap Queen, um Johan, jetzt hauptberuflich Misanthrop, einen Besuch abzustatten. Beide bleiben jedoch Randerscheinungen im eigentlichen Drama zwischen Johans depressivem Sohn Henrik und Enkeltochter Karin.
Der Reigen an Zweierszenen ist kunstvoll arrangiert, lässt aber ein bisschen die Mitte vermissen. Worum geht es eigentlich? Manche Verachtung, manche Abhängigkeit wirkt zu gewollt und zu gewohnt für Bergman-Freunde. Hinter der ungebrochen brillanten Sprache ist die Suppe etwas dünn, es fehlt an fokussierter Handlung. Das sind natürlich Klagen auf hohem Niveau, zumal Bergman "Sarabande" nie als "Film" bezeichnen wollte. "Fanny und Alexander" sollte sein letzter Film bleiben. Außerdem hatte der 86jährige angeblich Tobsuchtsanfälle, nachdem er die zweifelhafte Qualität des HDTV-Formats erkannte.
Für mich ist "Sarabande": ein Fernsehspiel, enigmatisches Spätwerk und, ja, irgendwie doch auch ein melancholisches Sequel.

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