Sargasso Sea - Im Meer der Leidenschaft
Wide Sargasso Sea (1993), Laufzeit 98 Minuten, Drama
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von John Duigan, mit Karina Lombard und Nathaniel Parker
Die junge Landbesitzerin Antoinette Cosway (Karina Lombard) heiratet im Jamaika der 1840er Jahre den verstockten Engländer Edward Rochester. Es ist eine Heirat aus Berechnung, die sich überaschenderweise zu mehr entwickelt. Ein dunkles Familiengeheimnis gefährdet allerdings bald das unerwartete Glück des Ehepaares. Sargasso Sea – Im Meer der Leidenschaft basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jean Rhys. Wem der Name “Edward Rochester” bekannt vorkommt, darf sich zu seinen intimen Kenntnissen der englischen Literatur der viktorianischen Ära gratulieren: Der Roman “Sargasso Sea” ist so etwas wie ein Prequel zu Charlotte Brontes berühmten Roman Jane Eyre, der ebenfalls schon diverse Mal verfilmte wurde. Die aktuellste Adaption erfuhr der Roman durch Regisseurin Cary Fukunaga. Die Rolle des Edward Rochester spielt hier Michael Fassbender.
Cast & Crew
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John Duigan
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Karina Lombard
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Antoinette Cosway
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Nathaniel Parker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Edward Rochester
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Rachel Ward
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Annette Cosway
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Michael York
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Paul Mason
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Martine Beswick
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Aunt Cora
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Rowena King
Regie
Schauspieler
- Genre
- Drama
- Zeit
- 1840er Jahre
- Ort
- Jamaika
- Handlung
- Brite, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Erotik, Familiengeheimnis, Fremdgehen, Geheimnis, Heirat aus Berechnung, Roman, Schwarze Magie, Seitensprung, Sex, Voodoo
- Stimmung
- Sexy
- Mitmachen
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Kommentare
Kommentar schreibenMuffin Man 2011/04/13 20:35:27
Kommentar löschen"Wide Sargasso Sea" braucht jemanden wie Terrence Malick: einen Regisseur, der wie selbstverständlich minutenlang Palmen filmt, Berge, Klippen, Gräser, die See, und dazu Rochester seinen inneren Monolog aufsagen lässt; einen Regisseur, der es dem Zuschauer visuell verständlich macht, was Rochester meint, wenn er sagt: "Too much blue, too much purple, too much green. The flowers too red, the mountains too high, the hills to near." Beim Betrachten des Films muss man das Gefühl der Paranoia, das Rochester überkommt, spüren, man muss eine Ahnung davon bekommen, warum er diesen Ort zu hassen beginnt, warum er Antoinette zu hassen beginnt. Wir müssen verstehen, wer Antoinette ist, wovor sie Angst hat, was sie von England erwartet, und warum sie wahnsinnig wird. Der Film muss erfahrbar sein, Eindruck hinterlassen.
Das, womit wir es hier zu tun haben, bietet nichts davon: Dieser Film aus dem Jahr 1993 ist eine stocksteife, seltsam antiquiert wirkende Literaturverfilmung, in der die an sich starken Dialogzeilen, die wörtlich aus dem Roman übertragen wurden, entweder überhaupt keine Wirkung entfalten oder sogar gar keinen Sinn mehr ergeben. (Warum sagt Antoinette im Schlussteil, sie werde nun den Rest ihres Traums träumen, wenn der einzige, der im Film jemals geträumt hat, Rochester war?) Karina Lombard als Antoinette hat zwar Potenzial, aber kann auch nichts daran ändern, dass ihr Charakter sträflicherweise unzugänglich bleibt. Nathaniel Parker als Rochester hingegen ist von Anfang an eine Fehlbesetzung. Zwar kann er nichts dafür, dass sein Rochester in der ersten Szene mit Antoinette zusammenklappt, was einen höchst peinlichen Versuch, Humor in diese Geschichte zu bringen, darstellt. Dennoch fehlt ihm die gebieterische Ausstrahlung und kalte Brutalität, die Rochester auszeichnen. „Wide Sargasso Sea“ erreicht als Film niemals die Intensität, Eleganz und Frische, die die Vorlage auszeichnet. Und so ist zwar der deutsche Titel unsagbar dämlich, aber eine solch schwache Verfilmung hat schlussendlich keinen besseren als „Sargasso Sea – Im Meer der Leidenschaft“ verdient.
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