Sasori-Scorpion

Joshuu 701-gô: Sasori (1972), JP
Laufzeit 87 Minuten, FSK 18, Historienfilm, Thriller, Drama

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6.2 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
87 Bewertungen
8 Kommentare
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von Shunya Ito, mit Meiko Kaji und Rie Yokoyama

Betrogen zu werden ist das Verbrechen einer Frau: Gefangene # 701, Nami Matsushima, sitzt nach dem Verrat durch ihren Geliebten, dem Polizeioffizier Sugimi, in einem der härtesten Zuchthäuser Japans. Gedemütigt von selbstgerechten Aufsehern, gequält von sadistischen Insassinnen wird Nami zu Sasori, dem Skorpion, der scheinbar alles duldet, um dann plötzlich seinen tödlichen Stachel zu zeigen. Die Härte in ihren Augen macht selbst den abgebrühtesten Wärtern Angst. Zeit, sie endgültig loszuwerden.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Sasori-Scorpion

Fricki76: Asianfilmweb.de

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6.0Ganz gut

Die junge Nami Matsushima (Meiko Kaji) gerät durch den Verrat des korrupten Polizeioffiziers Sugimi (Isao Natsuyagi) unschuldig in einen der härtesten Frauengefängnisse Japans. Dort sind Folter, Demütigungen und pure Gewalt an der Tagesordnung. Aber nicht nur die Wärter sind sadistische Monster, auch die Gefangenen untereinander schikanieren sich bis aufs Blut. Nami erträgt alle Gewalt geduldig schweigend, still auf Rache an Sugimi sinnend. Hin und wieder allerdings kommt ihr jemand in die Quere, für den es dann meist kein gutes Ende nimmt. Wie ein Skorpion schlägt sie blitzschnell und unerwartet zu, wenn sich eine Gelegenheit bietet. Als Sugimi eine Mörderin auf Matsu, die Skorpionin, ansetzt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch dann gibt es eine Meuterei im Gefängnis...

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Xander8112: at the movies

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5.0Geht so

[...]
Sicherlich macht der Film bestimmt um einiges mehr Spaß, wenn man vorher ein paar Bier auf hat und sich zusammen mit Freunden einen spaßigen, sinnfreien Abend machen will. Doch auch so wird man nicht zu 100% enttäuscht und das ein oder andere Mal positiv überrascht. Und wenn schon nicht mal das, so dient der Film doch zumindest dazu, eine Bildungslücke zu füllen – wurde doch Tarantino auch zu einem Teil von Sasori zu Kill Bill inspiriert. Nicht umsonst ist der Titelsong auch Teil des Soundtracks von Quentins Rachesaga um die Braut.
[...]

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Kommentare (6) — Film: Sasori-Scorpion

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Auferstehung des pink eingefärbten japanischen Exploitationkinos läutet eine neue feministische Ära ein, in welcher Frauen zwar immer noch als Lustobjekte dienen, aber sich in der rohen Männerwelt auch als mordende Racheengel emanzipieren.

Shun’ya Itōs Manga-Adaption "Sasori" stellte mit seinem Erstlingswerk die Weichen für ein eigenwilliges Genre irgendwo zwischen Rache-Sex-Emanzipation-Gewalt, das alles tonal wie visuell äußerst originell und kunstvoll verpackt. Gerade die erklärenden Vergangenheitsbilder, welche dem unwissenden Zuschauer eröffnen, weshalb Nami Matsushima auf dem kalten und nassen Gefängnisboden ihr erbärmliches Dasein fristen muss, sind fantastisch kreativ.

Die Hauptthematik dieses Pinky-Violence-Streifens, beschäftigt sich mit der Unterdrückung und Ausnutzung von Frauen, insbesondere der Hauptdarstellerin. Diese wird unschuldig in den Vollzug gesperrt und ist dort neben ihren argwöhnischen weiblichen Mitgefangenen auch der ständigen Demütigung und Peinigung der männlichen Wärter ausgesetzt.
Dies ist meines Erachtens nach auch eine Sozialkritik an den traditionellen Umständen in der japanischen Ehe. In dieser ist die Frau auch oft Opfer männlicher Unterdrückung und häuslicher Gewalt, diese Frauen erleben den Alltag ebenfalls als Gefängnis.

Mit der geschundenen Figur der Nami Matsushima stellt sich eine Frau gegen diese von Männern dominierte Welt und erträgt zunächst die ihr angetan Gewalt ohne ein Wort der Gegenwehr oder der Verzweiflung.
Sie zeigt durch ihre seelische und physiologische Stärke, dass nicht nur Männer eisenhart im Nehmen sein können.

Matsu, wie sie im Film genannt wird, ist grandios dargestellt von Meiko Kaji, welche mit diesem Film endlich ihren filmischen wie musikalischen Karrieresprung schaffte. Sie ist als schweigendes und alles erduldendes Justizopfer perfekt besetzt. Ihre Mimik wird unvergessen bleiben, niemand sonst vermag es, solch bösen Blick gen Kamera zu schleudern, voll Gift und Galle.

Die musikalische Bebilderung vieler Szenen wirkt sehr erfrischend und geistreich mit Ideen gespickt. Vor Allem der Soundtrack von Osamu Tanaka, in welchem das in jedem Film wiederkehrende Eröffnungslied "Urami Bushi" von der Hauptdarstellerin Meiko Kaji selbst beigesteuert wurde.

Abschließend würde ich sagen, dass dieses Werk zurecht als Kult bezeichnet werden kann, denn die Thematik ist in ihrer filmischen Ausführung als äußerst wertvoll anzusehen, zumindest für das japanische Kino.

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lieber_tee

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Bewertung6.0Ganz gut

Japanischer 70er Jahre Exploitationfilm zwischen Kunst und Trash.

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filmschauer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Den Pinky-Violence-Vertreter "Sasori - Scorpion" nur als gelungenen Genre-Film zu bezeichnen, wird der Sache fast nicht mehr gerecht. Knastfilm meets Exploitation meets Softcore trifft genauso zu wie die inspirierende Visualisierung und Erzählstruktur einer kompromisslosen und in der Darstellung tabulosen Rachestory einer Frau. Sasori-Darstellerin Meiko Kaji zeigt ein begnadete physische Leistung und kreiert in dieser ansonsten schweigsamen Rächerin eine der prägenden Filmfiguren des japanischen Kinos. Was auf der einen Seite durch die brutale Gefängnisszenerie samt Erniedrigungen und Bestrafungen manchmal schon beim Zuschauen wehtut, unterhält und überzeugt auf der anderen Seite der künstlerische Aspekt, den der Regisseur Shun’ya Itō in seinem Debütwerk aus der Prämisse herausholen kann. Nicht zuletzt ist es der von der Hauptdarstellerin selbst gesungene Titelsong namens "Urami Bushi" (bekannt auch aus dem "Kill Bill"-Soundtrack), der wie der ganze Film mit seinen verstörenden, leicht surrealen Bildern der Gewalt, die zudem noch teilweise eine absurde Komik beinhalten, eine beeindruckende Wirkung hat und sich zu einem ansonsten sehr inflationär gebräuchlichen Wort zusammenfassen lässt: Kult!

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derblonde

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Fast schon genialer Exploitationklassiker aus Japan. Eine gedemütigte Frau, die vieles über sich ergehen läßt und einen Blick draufhat, der nichts Gutes erahnt, sehnt sich nach Rache. Das alles ist virtuos in Szene gesetzt. Zudem schlägt sich der Zuschauer schnell auf Matsus Seite ...

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Tyler__Durden

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Bewertung7.0Sehenswert

Obwohl "Female Prisoner #701: Scorpion" es nicht schafft über die sofort aufkeimenden Klischees und Vorurteile, die einem in den Sinn kommen wenn man von Frauen im Gefängnis hört auskommt weiß dieser Pinky Perle mit, von den Japanern gewöhnt visuell einfallsreichen Aspekten zu Punkten die den Film sofort hoch stufen von mittelmäßig auf spaßig. Von einer wunderbaren Duschszene die zum verrückten Anschlag auf das Wohl der Protagonistin wird bis hin zur Vergewaltigung von einem Haufen Sexhungriger Frauen an einigen (armen?) Männern ist alles vorhanden.

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McAlloon

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser japanische Eintrag ins "Women in Prison"-Genres lässt wirklich keinen grellen Effekt aus und arbeitet dabei noch mit vielen optischen Verfremdungen, die das Geschehen wie eine Geisterbahnfahrt wirken lassen. Das ein Lauftext am Anfang darüber aufklärt, dass das gezeigte Gefängnis und seine Insassen eine reine Erfindung ist, kann im Rückblick nur als Scherz empfunden werden, denn wer diesen Film für eine Abbildung der Wirklichkeit hält glaubt wahrscheinlich auch noch an den Osterhasen. Die großartige Meiko Kaji sieht bei allem ertragenen Leid immer wunderschön aus. Im Verlauf der Handlung wird aus ihr ein eiskalter Racheengel, derren Blick einen mitunter frösteln lassen kann.

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