Savages - Kritik

US 2012 Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 11.10.2012

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Kritiken (29) — Film: Savages

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Mit Savages – so viel kann schon vorweg genommen werden – legt Regie-Tausendsassa Oliver Stone einen Film vor, der zwar nicht annähernd an seine größten Erfolge heranreicht, für sich genommen aber rundweg zu überzeugen weiß und sich in seinem Œuvre zweifellos vortrefflich macht. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass es verwunderlich scheint, von einem so altgedienten Regisseur ein so frisch und jugendlich wirkendes Werk präsentiert zu bekommen, was Optik, Erzählweise und generell den Look des Films anbelangt, dem man versucht ist vorzuwerfen, dass hier einmal mehr Style-over-Substance gelte, was ich aber so nicht stehen lassen möchte. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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3.5Schwach

Sobald Off-Queen O aber entführt wurde und Stone damit beginnt die klare Optik von Strand und Sex mit Blut zu beschmutzen, entsteht ein asymmetrischer Zusammenschluss. Von nun an wird der Film von kalkulierten, gewalttätige Eruptionen, umhüllt von einem wenig cleveren Thriller-Plot, beherrscht und voran getrieben. Wirklich besser wird es dadurch aber auch nicht, denn hinter dem ganzen Tamtam steckt nicht mehr als billige Show. Blutig und routiniert zusammengesetzt aus Frackteilen anderer Geschichten und Genres. „Savages“ ist nicht mehr als Flickwerk ohne Substanz, auch wenn er durch seine Charaktere eine genreparodierende Ebene inne hat. Zumindest dann wenn hier kurzzeitig alle Hemmungen fallen gelassen werden und die Logik sowie der Erzählfluss, ähnlich wie O, gleich von zwei Seiten durchgenommen werden. Bleibt die Frage im Raum was das alles sollte? Wollte Oliver Stone mal wieder provozieren? Wollte er seine Filmographie, in der moderne Klassiker wie „Geboren am 4. Juli“, „JFK – Tatort Dallas“ und „Natural Born Killers“ beinhaltet sind, selbst wieder abreißen? Oder hat er sein Gespür und Gefühl für große, wirklich intensive Geschichten und Bilder an die Selbstüberschätzung verloren? Geht man von letztem aus, so ist der Showdown von „Savages“ quasi die auf Film gebannte Hybris von Stones Alterswerk. „Du veränderst die Welt nicht. Die Welt verändert dich“ sagt Chon in einer Stelle des Films. Mag sein, dass sich Oliver Stone dies zu Herzen genommen hat. Sehr bedauerlich.

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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4.0Uninteressant

[...] - "Er versucht sich den Krieg aus dem Leib zu ficken. Ich hatte Orgasmen, er hatte Wargasmen."
- "Drogen sind angeblich schlecht, aber in einer schlechten Welt sind sie gut."
- "Für mich sind beide zusammen der vollkommene Mann. Chon ist kaltes Metal, Ben ist warmes Holz (!). Chon fickt und Ben macht Liebe. Chon ist Erde und Ben Geist."

Wer diesen Overkill Kleiner-Mädchen-Fantasien nach zu viel Dope und noch mehr Schwanz unverletzt überstanden hat, bekommt danach einen 08/15 Thriller vom Karriereknicker Oliver Stone, der seit fast 15 Jahren nichts mehr auf die Kette bekommt. Warum er satte 136 Minuten benötigt um diese simpel gestrickte Geschichte zu erzählen, bleibt ebenso ein Rätsel wie sein gesamtes Schaffen seit der Jahrtausendwende.

Das löcherige, langgewalzte Skript wird durch stonesche' Optikspielerein versucht aufzupeppen, die wie ein hilfloses Klammern an alte Zeiten wirken.
Kleiner Lichtblick im sonnenüberfluteten Schattenspiel ist Benicio Del Toro, der sich gemessen an seinen Fähigkeiten allerdings auch nicht mit Ruhm bekleckert. Zumindest kann er mit MacGyver-Gedächtnisfrisur, schmuddeligem Gesichtsfell und seinem insgesamt grotesken Auftreten für kleinere Highlights sorgen ("Mach dich mal wieder schwanger!"), seine Spielfreude ist unverkennbar, nur viel lässt sich da auch nicht rausholen. Frisurentechnisch steht ihm Salma "Morticha Adams" Hayek in nicht viel nach, darstellerisch bekommt sie nicht viel Raum, bis auf das merkwürdige Mutter-Tochter-Rollenspielchen mit der "O". Unterm Strich geht ihr Auftritt aber in Ordnung, lange war sie ja von der Bildfläche verschwunden, vielleicht darf "Santánico Pandemónium" sich demnächst wieder häufiger zeigen. [...]

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lieber_tee

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@ Jacko
Wie ich gerade lese bist du in die XL-Blogger-Szene getaucht, versammelt mit erlesenen Moviepiloten. Gratuliere. Seit wann machst du das schon?


JackoXL

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@tee: Seit Ende des Jahres.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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3.0Schwach

[...] Wenn „Savages“ sich einen Preis verdient hat, dann den Award für die schlechtesten Off-Monologe des neuen Jahrtausend. Ophelia kommentiert jede unbedeutende Kleinigkeit, die für jeden Zuschauer klar ersichtlich ist und wenn sie ihre zwei flachen Rammler mit Elementen vergleicht, hat Oliver Stone bereits nach wenigen Minuten verloren. Eine ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem Drogenkartell und seinem Einfluss sollte man ohnehin nicht erwarten, Stone wälzt sich lieber in platten Klischees und losen Handlungssträngen, die nie einen adäquaten oder stimmigen Sinn ergeben und dem Film so eine – wenn auch auf niedrigen Niveau – mickrige Daseinsberichtung geben könnte. Stone verfolgt mit „Savages“ viel mehr das Ziel der Welt zu beweisen, wie stylish und hipp er auf seine alten Tage doch noch inszenieren kann. Da gibt es schnelle Schnitte, grelle Farben und jede Menge Firlefanz, der dem Zuschauer nur verdeutlicht, das „Savages“ in Wahrheit vollkommen unbedeutend und substanzlos ist. [...]

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SoulReaver

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Mal sehen wie Sam drauf ist, aber high vögeln ist eigentlich immer gut.


Hartigan85

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:D


Julio Sacchi: Das Manifest

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5.0Geht so

Anfangs denkt man tatsächlich noch, daß olle Ollie mal wieder etwas Druck auf den Kessel gekriegt hat; schicke Bilder, schöne Farben und endlich mal wieder n bißchen Sex im Kino. Benicio Del Toro knallchargiert sich mit seiner Helge Schneider-Performance ins Herz der Trashfans und John Travolta macht sich auch nicht schlecht ohne Haare. Das war's dann aber auch, weil man die Hauptpersonen, nämlich Cheech & Chong und ihre verwöhnte Beverly Hills-Fluse einfach nur sterben sehen will. Das liegt am geschwätzigen Off-Kommentar von der hohlen Lively, insbesondere aber an Taylor Kitsch, der den Psycho-Soldier genauso flach spielt wie seinen Klotzkopp aus BATTLESHIP. Salma Hayek ist, wie immer, zum Schießen. Ab spätestens der Hälfte der zumindest in der gesehenen Unrated-Version schier endlosen Groteske verliert Stone den Faden und alles ist einfach nur noch wahnsinnig langweilig. Zeitverschwendung.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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7.5Sehenswert

Er machte die „Natu­ral Born Kil­lers“ zu schlech­ten Vor­bil­dern und schrieb mit dem Dreh­buch von „Scar­face“ einen der hef­tigs­ten Drogen-​​Thriller des ame­ri­ka­ni­schen Kinos. In „Sava­ges“ lässt Regie­ve­te­ran Oli­ver Stone Mickey und Mal­l­ory Knox auf Nar­ben­ge­sicht Tony Mon­tana los. Zwangs­läu­fig an „Pulp Fic­tion“ erin­nern die Auf­tritte von Tra­volta und Hayek. Und nicht nur beim Mia-​​Wallace-​​Gedenkhaarschnitt geht der rasant-​​coole Thril­ler mit Taran­ti­nos Gangsterfilm-​​Anthologie kon­form. Die letzte Kugel sei­ner neu­er­li­chen Gewalt­tat hat sich Stone für den furio­sen Show­down aufgespart.

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.5Ausgezeichnet

Alles in allem ist Savages ein gelungener Film der positiv zu überraschen weiß und vor allem ohne größere Schwächen auskommt.

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Deadlock1234

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@atilla.
Sowas von gar nicht.


Andreas Stadler

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@Kasperle: Sicher das du den selben Film gesehen hast? ;)


Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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5.5Geht so

Es ist kaum zu übersehen, dass Oliver Stone mit dieser Romanverfilmung an seine großen Meisterwerke wie “Plattoon”, “JFK”, “Natural Born Killers” oder “Wall Street” anknüpfen wollte. Dabei hätte “Savages” allein aufgrund des brisanten, gesellschaftspolitischen Hintergrunds genügend Potenzial geboten, um ihm eine Rückkehr zur alten Hochform zu ermöglichen. Doch das Resultat ist letztendlich enttäuschend. Jegliche Subtilität des Romans, zahlreiche ironische Untertöne gehen zu Lasten der Hochglanz-Inszenierung flöten, Nebenfiguren wie der bis zur eigenen Parodie agierende Benicio Del Toro werden künstlich aufgeblasen, erhalten viel zu viel Spielzeit und die Geschichte bietet kaum Überraschungsmomente. So bleibt es am Ende bei einer gediegenen Genrearbeit, die aufgrund der simplen Vorlage weit entfernt ist von jener wütenden Kraft, die in Stones früheren Filmen so oft zu spüren war.

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

So wird "Savages" zu einem erfrischend selbstironischen Western, der nur auf den ersten Blick weniger kontrovers wirkt als Stones große Politdramen

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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6.5Ganz gut

Ein Benicio Del Toro, der aussieht wie seine eigene mexikanische Faschingsmaske und eine Inszenierung, die sich mehr auf seine Bilder und optischen Schauwerte als seine simple Handlung mit unzuverlässiger Erzählungsstruktur verlässt. Oliver Stone goes Tony Scott - und das ist trotz Vielem (Soft-Erotik vs. zynische Gewalt), was nicht so richtig zusammenpassen will, zumindest interessant anzuschauen.

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vannorden

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"Benicio Del Toro, der aussieht wie seine eigene mexikanische Faschingsmaske" Lutz du Poet. Sehr schön und treffend gesagt.


LuGr

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Merci, Vorzeige-Redakteur ;).


Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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6.0Ganz gut

Klasse, dass Stone [...] eine enorme Bild-, Musik- und Text-Gewalt auffährt, um uns mächtig zu beeindrucken. Dazu in genial schräg besetzten Rollen Hayek, Del Toro und Travolta als Höllenreiter der Cocakalypse. [...] Man weiß eigentlich nicht, was man gesehen hat. Nur dass es gewaltig war.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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8.0Ausgezeichnet

Dass Stone ausgerechnet mit einem Stück Pulp Fiction wie "Savages" erneut zu großer Form aufläuft, damit hätte wohl niemand gerechnet.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Da es auch an einprägsamen und aufregenden Bildern nicht mangelt [...] ist der zunächst etwas unscheinbar daherkommende Savages zweifellos der kraftvollste und stärkste Oliver Stone-Film seit vielen Jahren. Und somit eine der erfreulichen Überraschungen der Saison.

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Jörg Gerle: Filmdienst Jörg Gerle: Filmdienst

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5.5Geht so

Savages ist ein visuell betörender, angenehm "gleitender" Thriller, der allerdings mit verbalen und erzählerischen Floskeln überladen ist und mehr von der Selbstverliebtheit seines Regisseurs als von seiner früheren Meisterschaft kündet.

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Jörg Schiffauer: ray Jörg Schiffauer: ray

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5.0Geht so

Savages hätte also allein aufgrund des brisanten, gesellschaftspolitischen Hintergrunds genügend Potenzial geboten [...] das Resultat ist letztendlich nicht mehr als eine handwerklich gediegene Genrearbeit [...].

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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5.5Geht so

Don Winslows Romanvorlage „Zeit des Zorns“ (im Original: „Savages“) bietet den richtigen Stoff für Oliver Stone [...]. Und so ist sein neuer Film als Wirtschaftskriegsbericht streckenweise auch sehenswert. Doch es geht auch noch um Freundschaft und Familie – und dazu fällt Stone nicht viel ein.

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Ba. Schweizerhof: taz, epd Film Ba. Schweizerhof: taz, epd Film

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6.0Ganz gut

Es sind [gibt] Szenen, die 'Savages' zum sehenswerten Film machen, obwohl sich in vielen anderen der typische Oliver Stone zeigt: so sehr bei der Sache, dass er kaum bemerkt, wie alle Subtilität flöten geht und ihm die vertrackte Ironie der Vorlage zum altbackenen Filmklischee gerät.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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8.0Ausgezeichnet

Die surreale Atmosphäre dieses Labyrinths aus brutalen Anschlägen und verwinkelten taktischen Schachzügen intensiviert Stone nicht nur durch bewährte Exzesse mit Farbfiltern und Kamerakreiseln.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.0Sehenswert

Savages ist ein echter Oliver-Stone-Film: exzessiv, laut und provokant. Ein in grellen Farben schillernder Drogenkrimi. Ein psychedelischer Bilderrausch.

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Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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10.0Lieblingsfilm

Wildes, orgiastisches Kino der Extraklasse! Vom Sack direkt auf die Leinwand, so mag ich's.

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lieber_tee

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Also bei mir sieht ein (filmischer) Orgasmus ganz anders aus. Nerv-Kino.


alviesinger: bummelkino

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4.0Uninteressant

Oliver Stone schnappt sich einen schwächeren Don Winslow und taucht einmal mehr in die Untiefen des Drogensumpfes ab. Die Buchvorlage wird durch die Partizipation von Stars wie Benicio Del Toro und John Travolta leicht verändert. Das Duo tritt zwar nur in Nebenrollen auf, die aber im Buch noch unbedeutender sind und hier aufgeblasen wirken. Das Problem an Stones filmischer Adaption ist die Schwerpunktsetzung. Aus dem ironischen Original macht der ehemalige Visionär einen staubtrockenen Hochglanz-Thriller, der cool aussieht und mit dem unfähigen Hauptdarsteller Taylor Kitsch und der Nervensäge Blake Lively absolut fehlbesetzt ist. Stone will kokettieren, liefert aber nur schrecklich biedere „Sex“-Szenen, dümmliches der Harte und der Zarte-Geplänkel und glorifiziert dabei noch die kalifornische Plastikwelt und Konsumgesellschaft. Winslows doch recht übersichtliche Geschichte wird auf über zwei Stunden ausgedehnt. Und hier liegt das Problem, denn das Buch ist beileibe kein Meisterwerk. Aber dank Winslows unkonventioneller Schreibe wird aus seiner mittelmäßigen Geschichte noch ein nettes Buch. Aber Stone verfehlt den Ton der Romanvorlage komplett und erschafft einen unstimmigen bisweilen melodramatischen Thriller mit schrecklich hölzernen Figuren. Ergo: Diese blutige Telenovela meiden, weiter auf eine Adaption von Winslows Meisterwerk „Tage der Toten“ hoffen.

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dbassart

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ja und zum größten teil auch absolut treffend.


atilla

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genau


Oceanic6: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Und womit würde er das „Raison d’être“ des Films begründen, denn solch vorhersehbare Drogengeschichten haben wir schon zig Male gesehen. Nur eine Woche später startet mit „Miss Bala“ beispielsweise ein mexikanisches Kartelldrama in den Kinos, welches Stones neuester Arbeit in allen Belangen überlegen ist. Wer sich also für den Drogenkrieg interessiert, der sollte sich unbedingt Letztgenannten anschauen und um „Savages“ einen weiten Bogen machen. [...]

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ash-williams

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Damit hast du mir die Entscheidung "Kinobesuch oder nicht" abgenommen, danke :D


Oceanic6

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Gerne. ;)


BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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3.5Schwach

Oliver Stones „Savages“ begeht den schlimmsten Kardinalfehler, den ein Spielfilm – egal ob nun Thriller, Drama oder Komödie – begehen kann: Er ist schlichtweg langweilig. Trotz pulsierender, knackiger Bilder im schönsten Cinemascope-Gewand und Handlungssträngen in Hülle und Fülle schafft es das Werk nicht, dass man sich am Ende für die Ereignisse interessiert. Es wird zwischendurch wild geballert und brutal gefoltert, Drogen werden konsumiert und das Betthäschen geteilt – aber wen kümmert es?[...]Ich wäre einverstanden gewesen, wenn sich das Werk im Verlauf zu einem schlichten Haudraufactioner entwickelt hätte. Oder irgendetwas anderes, das sich nicht so unaufgeregt in seiner eigenen Langeweile und bemühten Schrägheit wälzt. Sam Peckinpah konnte Geschichten wie diese erzählen und Figuren etablieren, um die man sich im Verlauf tatsächlich sorgt. Oliver Stone dagegen ist hier scheinbar nur an einer schicken Inszenierung interessiert gewesen. Visuelle Tricks. Rasante Schnitte. Bilder, bei deren Anblick man entzückt mit der Zunge schnalzt. Die Handlungsfäden gleiten ihm dabei allerdings völlig aus den Händen und das Werk zerfällt in seine dysfunktionalen Einzelteile. Wenn man schließlich denkt, dass „Savages“ endlich ein Ende gefunden hat, tut der Regisseur dann etwas, das … Ich geb’s auf.

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atilla

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geniale Schlusspoente ;)


Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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4.0Uninteressant

Savages ist Stones brutaler Bilderreigen - in Kniescheiben schiessen, Auspeitschen bis ein Auge raushängt -, der zu viele Figuren beinhaltet, wovon uns ein Grossteil nicht wirklich interessiert.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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8.0Ausgezeichnet

Mit Savages kehrt Oliver Stones düstere Seite zu ihrer alten Form zurück. Der Film entfesselt knallharte Action und etwas - aber nicht zu viel - Humor.

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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6.5Ganz gut

Stones hat eine uneinheitliche Regieführung von seinen ans amateurhaft-grenzenden Eskapaden bis zu den genießbaren Teilen bei denen er offensichtlich genau das in vollem Bewusstsein kreiert.

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K. Longworth: Village Voice K. Longworth: Village Voice

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5.0Geht so

Zumindest kann man mitlachen, anstatt nur über etwas zu lachen.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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7.0Sehenswert

Saves bedutet zumindest Teilweise die Rückkehr zu Oliver Stones rauschhaften, brutalen, sexuellen und - in einem Wort - wilden Filmen. [...] Allerdings reißt die Überlegenheit der Nebendarsteller über das zentrale Dreiergespann den Film aus der Balance und hinterlässt ein Einschussloch in der Mitte des Filmes. Das sollte ihn trotzdem nicht am Erfolg bei Männern hindern, die Blut und Gedärm in Filmen zu schätzen wissen.

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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

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8.0Ausgezeichnet

Stellt euch 'Jules und Jim' mit Bomben und abgehackten Köpfen vor, und ihr bekommt eine ungefähre Vorstellung. Auch wenn Savages die Wucht von Don Winslows Romanvorlage etwas abmilderd, quillt dieser R-Rated Kinofilm fast über vor Spannung.

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Kommentare (189) — Film: Savages


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Fons Gröller

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Toller Film - gute Story - noch bessere Darsteller und einige amüsante Wendungen.

Aber bin ich der Einzige der (besonders am Anfang) bei den Off-Screen Kommentaren von Blake Lively, nicht auch an den Barney Grumble Kurzfilm von den Simpsons denken musste ... !?!?! (Siehe Link)

http://www.youtube.com/watch?v=xvuoh7WGvtc

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Moviegod

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film wie ein Rausch. Knallige und kräftige Bilder vom Paradies Kalifornien gepaart mit schmutzigen und harten Szenen, die direkt aus der Hölle stammen könnten. Das Leben kann so toll sein und von einer Sekunde zur nächsten völlig außer Kontrolle geraten. Die Geschichte hat mich von der ersten Sekunde an gepackt und bis zum genialen Ende nicht wieder losgelassen. Oliver Stone zeigt nach diversen eher mittelmäßigen Filmen endlich wieder, was er als Regisseur wirklich kann. Er insziniert die großartigen Darsteller des Films so perfekt, sodass jeder in seiner Rolle völlig aufgehen kann. Vor allem Benicio Del Toro legt hier wie immer eine Leistung an den Tag, die man einfach als genial bezeichnen muss (Die Szene in der Küche von Travolta ist der Wahnsinn). Doch auch die anderen Darsteller wie Kitsch, Johnson, Travolta, Hayek und Livley haben mich völlig überzeugt. Der Film ist durchweg spannend, hart, authentisch und hat ein paar wirklich gute Actionszenen. Einfach ein Knaller!

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Reli

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Bewertung3.5Schwach

Ach Oliver, ich habe dich bewundert für Filme wie Platoon, Natural Born Killers oder Commandante. Und nun das hier. Hast du keine Lust mehr auf Innovation? Wird es schwierig gute Darsteller zu finden? Ist der Pool an guten Ideen einfach ausgeschöpft? Mich dünkt zumindest bei diesem Film: oh ja. Ein Hochglanz-Semi-Drogen-Gewalt-Mafia-Filmchen bei dem ich als Zuschauer nur eines mit Sicherheit wusste: ohne Benicio del Toro hätte ich nach 10 Minuten abgeschaltet. Das Ende (nein, nicht das eigentliche Kitsch-Ende, sondern der Showdown in der Wüste) brachte meine Sympathien ein wenig zurück, aber der schale Geschmack einer vergeudeten Nacht bleibt im Mund zurück. Schade.

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Swan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Holy Moses was ein geiler Film.
Seit Drive von N.Refn endlich wieder ein Sreifen der mich von Anfang bis Ende mit auf seine Reise genommen hat und das liegt daran,daß sich Oliver Stone eigentlich wie immer genügend Zeit nimmt eine Geschichte zu erzählen.
Tolle Darsteller,coole Locations und im Abspann Yuna mit Here Comes the sun.
Im wahrsten Sinne des Wortes.

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angelmoonsoul

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Bewertung7.0Sehenswert

Spannender Drogenthriller mit ganz guten Schauspielern.
Ab der Mitte des Films ist Savages jedoch etwas uninteressant, da er da schon sehr lang wirkt und es langweilig wird.

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brucelee76

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Bewertung3.0Schwach

Hallo zusammen,

noch so ein möchte Gern Schrott-Cool-Drogen-Mafia-Film. Oh je Mister Stone, definitiv dein schlechtester Film!
Salmya Hayek als Ober-Kartell-Alphaweibchen ist wie Frau Merkel als Lady Gaga. Dann die blonde scharfe Pussy rammelt gleich mit zwei Liebhabern herum. Mit dem einen auf Soft/Schmusekurs und mit dem anderen die Hardcore Variante. Del Torro, ist hier total schlecht als mieses Arschloch, kann er viel besser (Sin City!). Und Travolta passt überhaupt nicht ins Bild.
Auch ich bin enttäuscht wie viele andere auch :(.

Mein Fazit: Ich sage nur Traffic!!! So geht Film über Mexikos Drogenschmuggel in die USA.

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Freak89

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Bewertung6.5Ganz gut

Durchgestylter Gangsterthriller, der sich durch knallbunte Bilder von vielen anderen Genretiteln abhebt. Dabei bleibt es aber auch. Die Charaktere sind meist farblos, John Travolta mal ausgenommen. Die Story hat eigentlich keinen Twist und die Spannungsschraube ist aufgrund der überlangen Spielzeit (Extended Cut) auch nicht angezogen. Das Ende tröstet zwar über den Leerlauf in der Mitte hinweg, jedoch zeigt es auch auf welches Potential hier verschenkt wurde.
Pluspunkt für die opulente Optik und die Landschaftsaufnahmen.

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Hueftgold

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Bewertung6.0Ganz gut

Savages ist sehr gut mit einem Kaugummi vergleichbar. Anfangs sehr stark im Geschmack, aber am Ende bleibt davon nichts mehr über! So beginnt der Film zwar als starker Mix aus Sex & Crime, wozu sich auch der ein oder andere Gewaltakt einreiht, zum Schluss jedoch geht Savages eindeutig die Luft aus, was man auch an der Laufzeit von sage und schreibe 141(!) Minuten erkennen kann! Kameratechnisch und Optisch ist das Ding jedoch auf höchstem Niveau! Und der herrlich fiese Benicio Del Toro bockt ungemein!

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pischti

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Jo, Del Toro ist das Herzstück des Filmes. Salma ist zwar, wie immer, hübsch anzusehen, aber ich fande sie etwas unpassend als Oberhaupt des Drogenkartells.


Druffinger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tolle Story, John Travoltas Art passt gut rein.
Den Teil mit dem Anbau hätte noch ausgeführter sein können, sonst top.

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handonoir

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Bewertung6.0Ganz gut

naja.
hab wutentbrannt darauf gehofft , dass lively endlich mal stirbt. klischeehafte , dämliche sprüche ("joint venture") und ein insgesamt schwaches trio von protagonisten.
dennoch einige rasante stellen , die sich vom pathosanteil unterschieden , wie wurstwasser von joghurt. del torro als lado : toll.
etwas mehr vom kritischen charakter der älteren filme hätte stone über dieses seltsam geschnürte paket gießen können.
zu guter letzt: ganz nett , ist aber auch schnell vergessen.

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pischti

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Bewertung6.5Ganz gut

Der ehemalige "Kick Ass" Bubi Aaron Johnson, ex "John Carter" Taylor Kitsch und die durchaus schön anzusehende Blake Lively bilden in diesem leicht satirisch angehauchtem Drogenmilieuthriller das Protagonistengespann, welches ungünstigen Kontakt zur mexikanischen Drogenmafia bekommt. Optisch auf hohem Niveau tischt Regisseur Oliver Stone hier zwar keinen Genrekracher, aber durchaus einen soliden Film auf, der aber einige Schwächen besitzt. Dass alle 3 Figuren nicht unbedingt sympathisch auf mich wirkten soll nichtmal einen großen Kritikpunkt darstellen, vielmehr ist es der abgrundtief böse Chef der mexikanischen Drogenmafia, ja.....Salma Hayek. Immernoch schick anzusehen gibt es hier zwar einige Feel-Good-Momente für den männlichen Zuschauer, aber als brutaler Bandenkopf der Mafia? Nein Salma, das bist Du nicht und hätte nicht der so richtig schön fiese und erbarmungslose Benicio del Toro Dein Team ergänzt, hätte man die Authorität der mexikanischen Mafia schon in Frage gestellt. Der Rest mischt sich zusammen aus so einigen recht brutalen Szenen, die anscheinend nur einen sehr kleinen Einblick in die brutalen Foltermethoden der Mexikaner geben (habe die extended FSK 18 Version gesehen), einem unbestreitbaren Rachemotiv und klitzekleinen subtilen ironischen Ansätzen. Das Ende in seiner Zusammenstellung mag ok sein, ist aber auch nichts besonderes, auch den etwas gekünstelten Endmonolog des Filmes empfand ich als unpassend. Trotzdem ist "Savages" ein ansehnlicher Buddydrogenrachethriller mit kleinen optischen Reizen, den man sich durchaus mal ansehen kann. Zeit solltet ihr aber mitbringen, der Film läuft im Extended Cut 135 Minuten.

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pischti

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Hättest mir noch den Justin Bieber Film angemacht, hätte ich den Finger nichtmal gebraucht :D


Lydia Huxley

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Gute Idee! Merke ich mir für die nächste Gelegenheit ;)


sachsenkrieger

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Bewertung7.0Sehenswert

Der erste "Stone(d)-Film" seit längerer Zeit und es fällt wie immer schwer, den Brocken zu schlucken, ohne lange und ausgiebig darauf herumzukauen. Um ehrlich zu sein, habe ich aufgrund meines fortgeschrittenen Alters von dem ganzen Gangsta-Milieu auch langsam genug. Als ich allerdings Benicio del Toro auf der Darstellerliste sah und die relativ ungewöhnliche Story, gab ich mir einen Ruck.

Schlecht ist der Film auch keineswegs, dazu ist zuviel qualitativ hochwertiges Personal beteiligt. Wirklich richtig gut oder herrausragend ist er aber auch nicht, weil viel Potential verschenkt wurde. Es ist wie ein leckerer Kirschkuchen, in dem ab und zu ein nerviger Kirschkern ist. Szenen sind deplatziert, Vorgehensweisen nicht nachvollziehbar und Dialoge scheinbar sinnlos.

Trotzdem wird man über lange Zeit gut unterhalten, der Motor des Films ist für mich Benicio del Toro, der seine Sache (wie fast immer) hervorragend macht.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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cronic

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Bewertung6.5Ganz gut

Savages 6,5/10

Benicio als Psycho mit einem halben Vokuhila war Top.
Die Methoden haben mir gefallen, sei es das Hacken, die Drogen oder die Mexikanische Vorgehensweise, sehr brutal und visuell ansprechend.
Manches wirkte aber auch teilweise aufgesetzt, was zur Hölle sollte die Beziehung zwischen der Cartell Chefin und O.
Der Film ist viel zu lang, einige Passagen unnötig und ein bisschen mehr Action hätte es auch sein dürfen. Das Ende- joa, Geschmackssache

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derblonde

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Bewertung7.0Sehenswert

Bis auf das geschönte Ende kompromisslos und überzeugend. Dazu gesellt sich ein gut besetzter Cast.

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Gravitius98

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mit Savages (und Wall Street: Geld schläft nicht) ist Oliver Stone endlich, wenn auch etwas verspätet, im 21. Jahrhundert angekommen, denn wenn Savages eines nicht ist, dann langweilig. Nach seinem Flop Alexander oder dem klischeehaftem World Trade Center präsentiert Oliver Stone einen dunklen, sadistischen und für Hollywood ausgesprochen harten Drogen/Mafia-Thriller der Neuzeit à la Natural Born Killers und Platoon. Stone verbindet die Wohlfühloptik und Unbekümmertheit von Laguna Beach mit diesem harten und blutigen Mafia-Milieu, woraus ein Thriller entsteht der optisch sehr modern gehalten wird und für die ein oder andere unerwartete Wendung sorgt. Eine weitere stärke von Savages ist der großartige Cast, besonders die Nebenrollen. Wir haben Blake Lively in der Hauptrolle, die hier ein solides Schauspiel vorweist, was gegen Ende an Stärke gewinnt, seit The Town und Runway Girl, spielt sie meiner Meinung nach recht gut, zwar nicht grandios, aber immerhin besser als zu früheren Zeiten. Die beiden männlichen Protagonisten, werden von Taylor Kitsch und Aaron Johnson gespielt. Taylor Kitsch spielt den gewalttätigen und rauen Actionheld, was ihm zu Beginn auch gelingt, jedoch im Laufe des Films etwas monoton daherkommt. Aaron Johnson spielt einen weltverbessernden Buddhisten, der im Laufe des Films auch mal zu Waffe greift, den Wechsel von Gutmütigkeit zu Gewaltdrang, gelingt ihm mäßig, hier und da hätte der gute Oliver etwas mehr Tiefe verlangen sollen, was für alle Hauptdarsteller gilt, dem Film jedoch nicht wirklich schadet. Kommen wir nun zu den Nebenrollen. Wir haben hier eine grandiose Salma Hayek, die sich hier die Seele aus dem Leib spielt. Bitterböse, jedoch immer mit dem Charme einer Lady und Muttergefühlen, mimt Hayek die Drogenbaronin Elena mit einer Raffinesse, wie man sie nur selten im Kino sieht. Der Sadist im Film ist Benicio del Toro, dem es schon allein durch seine Mimik auszudrücken gelingt, das er keine Skrupel kennt. Zu John Travolta, er spielt jetzt nicht grandios eher gut, was jedoch seiner Rolle zuzuschreiben ist, denn die verlangt kein großes schauspielerisches Talent. Man kann also sagen das gerade die „Bösen“ grandios spielen, wie man es schon von anderen Oliver Stone Filmen, wie Wall Street (Michael Douglas als Gordon Gekko) kennt. Die Story weiß zu unterhalten sprengt jetzt jedoch nicht das unglaublich Grandiose. Savages ist ein typischer Stone-Film der nicht mühsam daherkommt, sondern auf brutalste Weise schockt, kombiniert mit starken Nebendarstellern und guten jungen Protagonisten, inszenierte Oliver Stone eine andere und moderne Art eines Drogen- bzw. Mafia-Thrillers.

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Penseur

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich ist der Film garnicht so schlecht wie viele immer behaupten. Die größte Stärke liegt aber auf jedenfall in seinen schönen Aufnahmen und weniger in seiner Geschichte. Die Stimme von Ophelia (Blake Lively) auch einfach O genannt fand ich ebenfalls nicht so schlimm, wobei es manchmal doch auch ganz schön uninteressant war was die Stimme so zu erzählen hatte. Da hätte man auch einiges weg lassen können. Die beiden anderen Hauptcharaktere Ben (Aaron Taylor Johnson) und Chon (Taylor Kitsch) machen ihre Sache ganz gut, der eine ist der harte Kriegsveteran, der andere der softere Surferboy. Beide sind ganz coole Typen, aber so richtig nimmt man ihnen nicht ab das sie Drogendealer sein sollen. Ophelia bzw. O hat ein Verhältnis mit beiden und alle drei verstehen sich trotzdem prächtig. Ben und Chon haben ihr eigenes Drogenimperium aufgebaut, welches sehr gut läuft, da sie ein eigenes Marijuana kreiert haben, welches noch mehr Wirkung zeigt als herkömmliches. Da dauert es nicht lange bis auch das Mexikanische Drogenkartell mit ihrer Anführerin Elena (Salma Hayek) auf die beiden kommt und ihnen ein "Vertrags"-Angebot macht. Die beiden lehnen allerdings zuerst ab und somit beginnt der ganze Ärger, aus dem die beiden sich wieder heraus finden müssen. Der Film ist wirklich nicht schlecht und besticht mit sehr schönen Aufnahmen und durch gute bis sehr gute Schauspieler. Heraus sticht dabei besonders Benicio Del Toro als psychopathischer, skrupeloser Auftragskiller der für das mexikanische Kartell arbeitet und den beiden Hauptcharaktere Ben und Chon einigen Ärger macht. Salma Hayek macht ihre Sache ebenfalls sehr gut, da sie den Charakter der Elena sehr gut darstellen kann. Blake Lively, Aaron Taylor Johnson und Taylor Kitsch sind so ganz ok, wobei man Taylor Kitsch als ruhigeren, buddhistischen Surferboy seine Rolle noch am ehesten glaubt und er sie auch gut darstellen kann. Der Film geht ziemlich lange mit etwas über zweieinhalb Stunden, was man auch etwas hätte kürzen können. Somit ist er etwas langatmig und wird auch streckenweise etwas langweilig. Das Ende ist hingegen wieder etwas spannender und meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen. Mit dem Film kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man auf Drogen-Gangster Thriller steht die mal nicht düster sind, sondern im sonnigen, coolen Kalifornien spielen. Einige brutale Szenen gibt es auch, aber auch die sind nichts was man nicht schon in anderen Thrillern gesehen hat. Also zusammenfassend kann man sagen, dass er eigentlich ganz gut und unterhaltsam ist.

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Frankie Dunn

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Wäre ich Lehrer, ich würde meinen Schülern Natural Born Killers und Savages zeigen, um ihnen zu verdeutlichen, was das Kiffen aus dem Verstand eines Menschen macht.

Story, Figuren, Dialoge und Leistungen der Schauspieler sind eine einzige Katastrophe. Ordentlich sind Optik, Ausstattung und Score. Die Off-Monologe sind mit "zum Kotzen" noch wohlwollend umschrieben. Natural Born Killers war ein Meisterwerk, dies hier ist langweiliger Dreck. Obwohl, gerade weil ich das Genre liebe. Neither Style nor substance. Zieht sich in die Länge wie kaum ein zweiter Film. Meine persönlichen Highlightszenen: John Travolta in seiner Rolle als Kai Ebel und die ein oder andere Explosion. Wachgehalten hat mich im Endeffekt nur die Hoffnung auf ein Ende, in dem sich alle einfach gegenseitig töten. Ich war froh nach über 2 Stunden endlich nicht mehr diese beschissene Off-Stimme hören zu müssen. 0.5 - eine Qual für mich als Zuschauer

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brucelee76

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Tatsächlich auch gute Regisseure drehen einfach üble Filme. Auch ich fand ihn so richtig unterirdisch schlecht!!! Klasse Kommentar!


Frankie Dunn

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Danke!


A-Wax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Moderner Gangster-Actionthriller von "Altmeister" Oliver Stone.

Wie inszeniere ich im Jahr 2012 einen zeitgemäßen Gangsterfilm. Diese Frage hat sich wahrscheinlich auch Oliver Stone gestellt und die Antwort lautet "Savages". Oliver Stone war und ist eine Reizperson in Hollywood und sicherlich kann man manches von ihm auch kritisch sehen. Allerdings hat er uns auch einige Meisterwerke wie "Platoon", "Wall Street", "Geboren am 4. Juli" und "An jedem verdammten Sonntag" geschenkt. In den 2000ern waren leider auch einige Fehlgriffe dabei und so durfte man gespannt sein wie er sich mit "Savages" schlägt.

Um es gleich vorweg zu nehmen, an seine früheren Großtaten kann er mit diesem Gangster-Drogenthriller nicht anknüpfen, aber wenn es darum geht einen zeitgemäßen Film, der in einem bestimmten Umfeld spielt, zu inszenieren, dann kann der gute Mr. Stone immer noch mithalten.

Die Story hat zwar ihre Schwächen, aber sie ist unterhaltsam und bietet einige gute Ideen. Die Hauptfiguren sind leider ein wenig schablonenhaft geworden und bilden auch die größte Schwäche des Films. Es geht um zwei Kumpels Marke Surferboy, der eine studierter Botaniker, fähig das beste Dope der Welt zu züchten. Der Knabe ist natürlich ein kleiner Weltverbesserer, wie könnte es auch anders sein. Sein bester Freund hingegen ist ein Ex-Soldat, der schrecklich hart ist. Gemeinsam bilden sie ein schier ungeschlagbares Gespann unterstützt von einigen Nerds die diese höchst professionelle Organisation komplettieren. Ach ja, wir dürfen natürlich die superschöne Hippie-Braut nicht vergessen die praktischerweise beide Buben ganz schrecklich lieb hat. Die Story ist ansonsten gleich erzählt: Ein mexikanisches Drogenkartell wird auf die Ware der beiden Helden aufmerksam und entführt daraufhin die superschöne Hippie-Braut um die beiden Beach-Boys zur Mitarbeit zu bewegen. Das können sich die beiden natürlich nicht so einfach gefallen lassen und schlagen zurück.

Wie gesagt der Hauptplot ist wirklich gar nicht so schlecht, auch wenn die Figuren doch sehr gewollt rüberkommen. Trotzdem weiß die Geschichte zu fesseln und ist vor allem gut inszeniert. Den ein oder anderen Twist hätte man sich sparen können und dadurch die relativ lange Laufzeit ein wenig kürzen können. Vor allem die Hippie-Braut Ophelia genannt O bleibt doch sehr blass und ist die Abstand schwächste Figur, wohingegen ihre Darstellerin Blake Lively durchaus zu überzeugen weiß.

Die beiden anderen Hauptdarsteller sind auch solide, aber was den Film echt nach oben hebt, sind die Nebenrollen. John Travoltas korrupten Cop fand ich gut, Salma Hayek als Kartellchefin interessant, Emile Hirsch als Nerd/Finanzmanager leider etwas verschenkt, Benico Del Toro habe ich selten besser gesehen (nur vielleicht in "21 Gramm").

Am Ende bleibt ein wirklich guter Gangsterfilm der trotz der ein oder anderen Schwäche richtig stark ist. Auf jeden Fall um Lichtjahre besser als z.B. ein Film der in ähnlichem Fahrwasser fährt und auf den Namen "Spring Breakers" hört.

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A-Wax

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Mein lieber Freund, ich glaube darauf können wir uns tatsächlich einigen. Ich und viele andere werden zwar nie verstehen können was du und eine Handvoll andere "künstlerisches" an diesem Blödsinn erkennen könnt, aber wahrscheinlich müssen wir das auch nicht.

Allerdings glaube ich das gewisse Substanzen bei diesem Film nicht nur förderlich sind, sondern unbedingt die Grundlage bilden müssen um dieses "Meisterwerk" unbeschadet zu überstehen.


pxl

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Das klingt ja alles vorzüglich!


marius.martinez.5

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guter Film kommt aber nicht an die alten Werke von Oliver Stone heran. Viele gute Ansätze, auf die man aber nicht genauer eingeht und nicht bis zum Ende fertigerzählt. Gute Darsteller, vorallem Blake Lively hat mir gut gefallen. Im Großen und Ganzen ziemlich brutaler Film der aber gut zu einem langweiligen Sonntagabend passt.

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Pardus

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Bewertung7.5Sehenswert

Gute Unterhaltung, aber kein Meisterwerk. Interessante Wendungen find ich immer gut, aber das Verhältnis Hayek-Lively ist zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Wäre höchstens nachvollziehbar, wenn O Tiefgang hätte und irgendwas mit für eine Drogenbaronin Wertvolles zu bieten hätte. Dem ist aber nicht so. Weiß nicht, oob es an Livelys Schauspiel lag oder ob die ihre Rolle tatsächlich so angelegt war. Reicht irgendwie nicht aus. Aber ansonsten eine gute Abendunterhaltung.

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