Schattenzeit - Kritik

Schattenzeit

DE · 2009 · Laufzeit 61 Minuten · FSK 0 · Dokumentarfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Dieser Film gewährt einen Einblick in schwere Fälle von Depression. In 60 Minuten komprimiert, weswegen es nicht verwunderlich ist, dass die Dokumentation relativ oberflächlich geraten ist. Denn für einen tieferen Einblick wären einige Stunden mehr erforderlich. Nichtsdestotrotz spiegelt der Film die Kerngedanken und einige Wissensaspekte über das Krankheitsbild wieder und schafft es mit stimmungsvoller (zwar trauriger bzw. deprimierender) Inszenierung den Zuschauer die Thematik nachempfinden zu lassen.

    • 7 .5

      Ein wichtiger Film, nüchtern und unsentimental. Die Regie vermeidet die Erzeugung von Emotionen, das ist dem Thema durchaus angemessen, bleibt aber fast zu sehr auf Distanz, denn zusätzlich sind bei den Protagonisten/innen ihrer Krankheit entsprechend lebhafte Gefühle wie gekappt und es fehlt ihnen der Antrieb. Der Film entspricht eher einer medizinischen Studie, als Zuschauer/in bleibt man etwas außen vor.

      • 7 .5

        Mit seinen ruhigen Einstellungen und ohne hektische Schnitte gewährt der Film Einblicke in das Krankheitsbild und die Therapieformen der Depression, das kurz nach dem Suizid des Torhüters Robert Enke in aller Munde war, aber wenig später bereits wieder aus der Öffentlichkeit verschwunden ist. [...]
        Auch das zeigt der Film: Die Therapien sind langwierig; eine umfassende Heilung gelingt selten, Rückfälle sind eher die Regel als die Ausnahme.