Schau mich an!

Comme une image (2004), FR
Laufzeit 111 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 18.11.2004

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7.3 Kritiker
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von Agnès Jaoui, mit Marilou Berry und Agnès Jaoui

Lolita Cassard (Marilou Berry) ist eine junge Frau aus Paris, die mit sich und der Welt hadert, weil sie nicht annähernd so schlank und begehrenswert aussieht wie die Models in den Hochglanzmagazinen. Dabei wäre sie gerne schön – zumindest in den Augen ihres Vaters. Doch Etienne Cassard ist ein eitler, einflussreicher, umschwärmter Schriftsteller, der die Menschen in seiner Umgebung kaum beachtet, aber dafür sich selbst umso mehr Aufmerksamkeit schenkt. Erstaunlich genug, dass er mit Pierre Miller einen jüngeren Kollegen unter seine Fittiche nimmt, der die Hoffnung auf Ruhm und Erfolg längst begraben hatte – bis zu jenem Tag, an dem er seinen Gönner kennen lernt. Ein Zufall, über den sich Pierres Frau, die Gesangslehrerin Sylvia Miller, unbändig freut – zunächst jedenfalls. Vom Talent ihres Mannes ist sie nämlich felsenfest überzeugt, während sie an ihren eigenen Fähigkeiten sowie an denen ihrer Schülerin Lolita Cassard zweifelt. Sie alle – Lolita, Etienne, Pierre und Sylvia – glauben stets zu wissen, was sie an Stelle der anderen tun würden. Doch sie haben keinen blassen Schimmer, wie man sich selbst richtig verhält…

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Kritiken (1) — Film: Schau mich an!

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.5Ausgezeichnet

Lolitas Geschichte ist nur ein Mosaikstein innerhalb einer exquisiten, prallen Gesellschaftssatire mit vielen Nebensträngen, Randfiguren und Charakterstudien. Virtuos schlägt "Schau mich an!" einen großen Bogen von der Sehnsucht nach Anerkennung, Karriere und Erfolg im Kontext mit guten Beziehungen bis hin zu geschlechtsspezifischen Verhaltensmustern, Schlankheitswahn und Magersucht, rauen Umgangsformen und dem Phänomen, dass sich viele Menschen nicht wehren, wenn sie schlecht behandelt werden.

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Kommentare (2) — Film: Schau mich an!

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8martin

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film spielt hauptsächlich in der Welt der Schriftsteller und Verleger. Da gibt es nörgelnde Ehefrauen, Teenies mit Liebeskummer und Gewichtsproblemen, Schreibblockaden und viel Gesang. Im Zentrum dieser vielen Handlungsstränge steht allerdings die Tochter eines erfolgreichen Schriftstellers, die unter der fehlenden Anerkennung leidet. Fein beobachtet, und recht unterhaltsam kommt diese Komödie daher; manchmal blitzt sogar ein schlagfertiger Dialog auf. Dem Zuschauer geht es jedoch wie manchen Akteuren: es fällt einem schwer sich zu Recht zu finden und Anteil zu nehmen Also kann man nur das Ganze munter an sich vorbei plätschern lassen. Und sagt am Ende: ’Na ja, so sind sie halt, die Franzosen’.

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christof.s

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach Erfolgen wie "Un air de famille" und "Cuisine et dépendances" (die z.Zt. hier noch fehlen!) haben Jaoui/Bacri hier die Wende zu etwas ernsteren Filmen fortgesetzt, die "Le goût des autres" eingeleitet hatte, ohne dass die Verstrickungen der Handlung weniger lustig oder die Dialoge weniger bissig geworden wären. Unausstehliche Charatere waren schon immer ihre Stärke, das bekommen sie auch hier wieder gut hin!

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Sigmund

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Unausstehlich? Die Charaktere sind einfach ungeschönt aus dem Leben gegriffen. So wie das in sehr guten Filmen eigentlich immer ist.
Ihre Liebenswürdigkeit ist nur schwieriger zu erkennen, weil nicht das übliche Geschleim drüber gegossen ist.


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