Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Kritik

Life of Pi

US · 2012 · Laufzeit 127 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Drama · Kinostart
  • Ang Lees Life Of Pi ist eine fast übernatürliche Leistung, eine Geschichte zu erzählen und ein bahnbrechendes Experiment visueller Kunst. Ang Lee gelang es, über einen Roman zu triumphieren, der als unverfilmbar galt - darüber hinaus ist sein Life Of Pi von so ehrlicher Spiritualität, dass es nicht untertrieben ist, zu behaupten, dass hier ein Film über das Leben an sich kommt! 227 Tage lang trieb ein Junge gemeinsam mit einem bengalischen Tiger im Ozean. Nach einem witzigen Prolog, der auch das Zeug dazu hätte, einen Familienfilm einzuleiten, finden sie sich auf demselben Boot wieder und das stellt die Überleitung zu einer Parabel übers Überleben, gegenseitiger Akzeptanz und Anpassung dar. Vielleicht hat sogar der Roman-Autor Yann Martel selbst gestaunt, wie die Hollywood Maschine von Lees eigenwilliger Poesie verdrängt wurde? Alles beginnt in einem Familienzoo in Pondichery, Indien. Hier wächst ein Junge namens Piscine (Suraj Sharma) auf. Sein Spitzname ist "Pee" und darauf wird dann "Pi". Pi ist die Nummer ohne Begrenzung und genauso kann man auch Pis Leben beschreiben. Doch der Zoo geht Pleite und Pis Vater überführt die Familie und einige Tiere auf einem Schiff nach Kanada. Für Pi ist das nicht ungefährlich, denn die Tiere des Zoos, vor allem der bengalische Tiger mit dem Namen "Mr. Parker", sind wirklich wild und kein bisschen vermenschlicht. Das Herz des Films ist natürlich die Passage auf dem weiten Meer, in welcher der Mensch beweist, wie er erfinderisch denken kann und der Tiger, dass er imstande ist, zu lernen. Ich möchte aber nicht zuviel verraten. Interessant die Perspektive der Kamera, die auf dem Boot installiert wurde. Life Of Pi legt keinen Wert auf Einstellungen, die Beiden verloren auf dem Meer zu zeigen. Life Of Pi handelt davon, wie Mensch und Tier das Boot teilen. Sicher, der Tiger könnte den Jungen verdrängen, doch es gelingt Pi, dem Tier beizubringen, dass es klüger ist, das nicht zu tun. Irgendwann beginnt der Tiger, den Jungen nicht mehr als "Beute" oder "Master" anzusehen, sondern als ein Lebewesen, dass eben auch auf dem Boot existiert. Lee verbindet hier ganz still einige religiöse Ansätze, so dass die Geschichte auch den Wunder des Lebens offenbart: Wie herrlich, dass sie überhaupt da sind; der Mensch, der Tiger, die Fische zwischen ihnen und die Vögel um sie herum. Noch wonniger wird dieses Gefühl, wenn eine schwimmende Insel voller Erdmännchen auf sie zu treibt... An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob das überhaupt noch real sei? Ist der Film wirklich? Doch die Frage muss bejaht werden: Life Of Pi ist real und hinterlässt so einige Eindrücke, die jeder auf seine Weise verarbeiten darf.

    • 7

      Bis der Film mal richtig in Fahrt kommt, dass dauert schon eine Weile...und diese habe ich leider gemerkt.
      Doch dann bekommt man großes Kino zu sehne mit unglaublichen tollen Bildern!
      Also, anschauen :-)

      • 9

        Ein unglaublich toller und tiefgründiger Film. Unbedingt angucken!

        • 10

          Unglaublicher mireißemder film!!!!!unbedingt anschauen

          • 8

            Suuuuper Film !!!

            • 10

              Mein Freund hat den Anfang des Film alleine gesehen, ich hab nur mal reingeschaut und mich gewundert, daß er einen Bollywoodfilm guckt!:-) Er wies mich darauf hin, daß es kein Bollywoodfilm ist, also hab ich einfach mal mitgeguckt und war überwältigt von soviel Magie! Es ist ein Märchenfilm für Erwachsene, meisterhaft gefilmt mit einer einzigartigen Story!

              • 8

                "Life of Pi" erzählt eine schöne, ungewöhnliche Parabel. Für mich ist die Quintessenz, dass man in Extremsituationen nur überleben kann, wenn man seinen Geist nicht verhungern lässt. Das ist die gelungene Parallele zur Religion, zur Theologie, zur Philosophie, was gleichzeitig ja auch eine Aussage über deren Angebote ist...

                Natürlich erinnert der Plot an Ernest Hemingways "Der alte Mann und das Meer", wird hier aber modern erzählt. Dazu gehören die phantastischen Bilder, die ich auf der großen Leinwand mit 3D-Effekt als aufwühlend empfunden habe, die ich am heimischen Screen dann aber eher als kitschig erleben musste.

                Trotzdem eine Empfehlung, wenn man sich auf die Aussage des Films einlässt!

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                • 7

                  Die optisch beeindruckende Geschichte des indischen Jungens „Pi“ kann leider nicht über die gesamte Laufzeit ein durchaus vorhandenes hohes Niveau halten. Die Vorgeschichte zu seiner religiösen Besinnung ist zwar notwendig, zieht sich aber ein wenig in die Länge. So richtig Fahrt nimmt der Film mit dem Untergang des Schiffes auf und sorgt in der folgenden Spielzeit für allerbeste Unterhaltung. Leider wird dieser Eindruck durch ein meiner Meinung nach zu plötzlichem Ende mit einer nicht zufriedenstellenden Erkenntnis getrübt. Insgesamt hätte dieser durchaus gute Film sogar ein Meisterwerk sein können.

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                  • 7 .5

                    cool story bro

                    • 7 .5

                      Es begann mit einer 10 doch am Ende konnte ich dem Film doch nur 7,5 Punkte geben.
                      Die Bilder und Animation ist einfach nur unheimlich schön! Dafür hat der Film eigentlich die hauptsächlichen Punkte von mir bekommen, denn die Story ist nicht besonders überweltigend. Wie schon gesagt am Anfang beginnt es sehr gut und interessant doch der Schull ist eher enttäuschend.
                      Dennoch ein sehr gelungener Film mit einem tollen zusammen Spiel von Farben und Licht. Unglaublich was man mit einem Computer alles erschaffen kann.

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                      • 9
                        smartbo 21.09.2015, 15:08 Geändert 21.09.2015, 15:14

                        Herausragend. Eine wirklich originelle und sehr gute Story, die excellent inszeniert wurde. Fesselnd, nie langweilig und mit einem überraschenden Twist am Filmende. Gute Schauspieler.
                        Habe mich durchgehend ohne Leerlauf unterhalten gefühlt. Ich kann den Film wärmstens empfehlen. Fantastisch.

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                        • 9 .5

                          Großartig, der Film hat mich mitgenommen in die hervorragende, farbenfrohe Darstellung, auch das Mitfühlen mit den Tieren und das hoffen das es gut ausgeht hat mich so richtig fasziniert. Selten eine so gute Romanverfilmung gesehen, Respekt an Ang Lee

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                          • 4

                            Ausgerüstet mit genügend Wachmachern und einem gewissen Maß an Kitschresistenz erreicht man bei diesem Film vielleicht sogar das Ende.

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                            • 9

                              Einfach ein wunderbarer Film mit schönen Bildern und toller Story

                              • 8 .5

                                Tolles Spektakel mit atemberaubenden Bildern und einer Atmosphäre, dank der man sich in Pi hineinversetzen kann.

                                • 9

                                  Ganz toller Film...!

                                  • 8 .5

                                    Ich habe mir lange Zeit gelassen, diesen Film zu sehen. Erstens, weil ich Filme mit Tieren nicht mag, weil ich mit diesen Tieren mitleide, was ich bei Menschen in Filmen in der Form nicht tue, weil man ihnen immer noch irgendwo intelligentes Handeln und damit verbundenes falsches Handeln in verschiedener Form zusprechen kann (zumindest glaube ich, dass das der Grund ist...^^), zweitens, weil ich keine Leidensfilme über irgendwelche in Katastrophen geratene Leute mit irgendeiner Hintergrundgeschichte mag, zumindest nicht in bestimmten Stimmungen.
                                    Am Ende war ich begeistert von der Parabel, die dort erzählt wird und von den vielen Fassetten, die dort gegeben werden. Der Film hatte mich umgestimmt und ich musste mir schon einige Tränchen verdrücken.
                                    Nein, es ist keine lebensverändernde Erfahrung, diesen Film gesehen zu haben, aber doch eine Erfahrung. Ein Film, den man gesehen haben sollte.
                                    Nein, die Moral war nicht pseudophilosophisch, sondern ganz einfach etwas, über dass es sich mal Nachzudenken lohnt. Einfach mal so. ("Twilight" ist pseudophilosophisch - zum Vergleich.)
                                    Dieser Film wirkt sehr liebevoll gemacht. Ich kann mir nicht mal erklären, wieso, aber er hat etwas, dass vielen Filmen heutzutage fehlt, nämlich diese Liebe zum Detail, zur Tiefe, zur Wärme. Und er ist sehr entspannend und emotional. Man kann damit sehr gut sein Hirn durchpusten. Sich selbst auf andere Gedanken bringen. Solche Filme gibt es viel zu selten.

                                    Ich hatte das Glück, ihn auf einem riesigen Fernseher in Full HD sehen zu dürfen, als BluRay, als ich ihn das erste Mal sah, was bei den Bildern ein großes Plus war.^^

                                    Jedenfalls danke ich für diesen Film, einen kleinen leuchtenden Stern am hohlen Filmhimmel.

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                                    • 4

                                      Hier ist der Tiger weder im Tank, noch die Katze im Sack. Dafür bekommt man allerschlimmsten Ethno-Kitsch in den Kopf geprügelt, während einem das Bilderbuch die Pupillen massiert.

                                      Für viele ist LIFE OF PI ein Traum von einem Film, für einige vielleicht sogar eine lebensverändernde Erfahrung. Für mich war es ein langweiliges Effekte-Spektakel, wo ich mir nichts, aber auch gar nichts von mitnehmen konnte.

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                                      • 7 .5
                                        Dady 23.05.2015, 16:18 Geändert 23.05.2015, 18:05

                                        Auch ich war von diesem Abenteuer ziemlich begeistert. Regisseur Ang Lee zeigt mit diesem Mix aus grandiosen Bildern und einer mitreißenden Geschichte das er zu den Großen gehört. Wie das ganze von Beginn an erzählt wird hat mir sofort gefallen. Es ist zwar nicht immer alles Glaubwürdig und Plausibel. Auch hat dieses Werk leider ein paar Längen über die aber locker hinwegsehen kann. Da man ja mit einer nie dagewesenen Geschichte zwischen Mensch und Tier vertröstet wird. Zwar scheint meine Bewertung von 7 einhalb Punkten vielleicht ein wenig niedrig. Doch "Life of Pi" ist ein ganz heißer Kandidat für eine zweite Sichtung.

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                                        • 7

                                          Ganz so hoch bewerten wie meine Vorgänger kann ich "Life of Pi" nicht, dennoch kann und sollte man diesen Film gesehen habe. Vor allem die farbenfrohen Kulissen Landschaften laden zum Nachdenken und Träumen ein.

                                          • 9

                                            Einer der Genialsten Filme die ich in meinem Leben sehen durfte. Bildgewaltig und ein wahnsinns Tiefgang. Vor allem das danach die Gedanken und Überlegungen die es einem im Kopf hinterlässt. Wahnsinn

                                            • 8 .5

                                              Mitreißendes Drama

                                              • 8 .5

                                                ein richtiger Fantasie Film sehr schön

                                                • 10

                                                  Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier wird hier wunderbar beleuchtet. Sehr emotional, was es bei Pi auslöst, dass er sich nicht von seiner Freundin, seiner Familie und seinem besten Freund Richard Parker verabschieden konnte. Doch der Tiger war noch wesentlich mehr als sein bester Freund, er war ein Seelenverwandter und seine einzige Motivation, um den Schiffbruch zu überleben! Die traurigste Szene im ganzen Film ist daher nicht etwa der Umstand, dass Pi Waise geworden ist, sondern der Tiger nicht zu ihm zurückblickt, als er im Dschungel verschwindet. Die Abschlusssequenz ist daher, das Schönste, was der Film zu bieten hat. Man erfährt durch sie, dass der Tiger sehrwohl eine starke emotinale Bindung zu Pi aufgebaut hat und diesen vor seinem inneren Auge sieht, als er den Dschungel betritt. Der Vater von Pi hatte demnach unrecht, dass Tiere niemals der Freund eines Menschen werden können und ihre Augen bloß ein Spiegel für die Gefühle sind, die der Mensch für das Tier empfindet. Es ist vielmehr so, dass die Augen eines Tiere wirklich die Emotionen ausdrücken, die es dem Menschen gegenüber empfindet. Tiere sind also keine leeren Hüllen, sondern verfügen definitiv über eine Seele und Gefühle!
                                                  Einen weiteren Aspekt, den ich sehr lobenswert finde, ist das Verhalten von Pi zur Religion. Er vereint Hinduismus, Christentum und Islam friedvoll, ganz ohne Konflikte in sich. Schließlich kommt er zu der Erkenntnis, dass alle den gleichen Gott verehren und er lediglich bei jedem einen anderen Namen trägt. Eine Ansicht, die ich auch ohne Weiteres teile.
                                                  Zudem hat dieser Film völlig zurecht die Oscars (2013) in Beste Filmmusik, visuelle Effekte und Kamera gewonnen!

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                                                  • 10

                                                    Life Of Pi. Einer meiner Lieblingsfilme, die man sich immer mal wieder gerne anschauen mag.

                                                    Zuerst denkt man sich, hm, wie langweilig, 127 Minuten werden mit einem Jungen und einem Tiger 227 Tage auf dem Meer verbracht. Aber das stimmt nicht. In den ersten ca. 20 Minuten könnte man meinen es handle sich um eine Dokumentation über einen Zoo und seine Besitzer. Die Geschichte wird am Anfang vielleicht ein wenig zu lange erzählt, dennoch so, dass man nicht aufhören möchte zu schauen. Die Hauptstory ist meiner Meinung nach perfekt umgesetzt und ich kann alle Kommentare wie "Langweiliger, völlig überbewerteter Film ohne Höhen und Tiefen plätschert, Sinnfrei vor sich hin." nicht verstehen. Ich konnte mich sehr gut in den die Situation des Filmes hineinversetzen. Der Schauspieler Suraj Sharma in der Hauptrolle hat all das sehr glaubwürdig verkauft. Ebenfalls Irrfan Khan hat meiner Meinung nach gut Pi in erwachsener Form gespielt. Kommen wir aber jetzt zu ein paar negativen Dingen. Zum einen hat mich ein bisschen die "Algeninsel im späteren Verlauf des Filmes gestört". Ohne sie wäre der Film realistischer, klar ist die Überfahrt mit einem Tiger in dem selben Boot nicht realistisch aber dennoch, ohne die Insel hätte man die Geschichte eher geglaubt. Außerdem enttäuscht hat mich das Ende. Ich hätte mir irgendwie gewünscht, das die Menschen die Geschichte glauben, indem sie sehen wie er mit einem Tiger an im Schiff strandet. Darauf hatte ich mich den ganzen Film lang gefreut und zum Schluss musste er dann leider doch eine Geschichte erfinden.

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