Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Kritik

US 2012 Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Drama, Kinostart 26.12.2012

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Kritiken (39) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger

JackoXL: Die Drei Muscheln

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4.5Uninteressant

Optisch perfekt vorgetragende Langeweile. In 3D und überhaupt sicher wunderbar, sogar auf dem Bauern-Kino beeindruckend, aber was ist das denn bitte sonst? Tiger sind auch nur Menschen, wer alle Götter mag liegt nie verkehrt und am Ende wird eine nette Idee ENDLICH auf den Punkt gebracht. Schön und gut. Bis dahin ist das Schiffbruch mit Tiger, Inder und 3D, schön aber belanglos. Klar, voll wichtig, ausdrucksstark und meta, eher ein Augenschmaus der unendlichen Müdigkeit, schade, aber sicher ganz wertvoll, bin wohl zu doof. Bin halt nicht multi-religiös und auf hoher See gekentert, was weiß ich schon...

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 11 Antworten

JackoXL

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Es gibt so Filme, die funktionieren bei einem persönlich gar nicht. Das ist so ein Fall bei mir. Optisch eine Wucht und die finale Pointe mochte ich auch, nur der Rest hat mir nüscht gegeben. Wusste auch erst nicht, welche Punktzahl ich vergeben soll. Nur unterm Strich war es für mich leider uninteressant.


lieber_tee

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Das spürt man deinem Text an.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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9.5Herausragend

Was „Life of Pi“ so besonders macht?

„Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ ist einer der lebendigsten Filme seit langem. Ein Ereignis mit überschwänglicher, pulsierender Kraft.

Wie Lee die Geschichte von Pi Patel erzählt, oder besser gesagt, wie dieser selbst seine Geschichte wiedergibt wird mit wohltuend ruhig inszeniert. „Life of Pi“ lässt sich Zeit, bis es zum „Schiffbruch mit Tiger“ überhaupt kommt. Doch schon vor dem titelgebenden Ereignis bringt uns Ang Lee die Welt von Hauptfigur Pi in unglaublich intensiver wie herzlicher Weise näher. Dabei spricht Lee auch bereits die Themen an, die sich während Pis Zeit alleine auf dem Pazifik, eine wichtige Rolle spielen. Es geht um die Frage nach dem Glauben, um den Willen des (Über-)Lebens, um die Verarbeitung von Verlust und um das Lösen von Problemen und Konflikten. Im Prinzip nimmt der Beginn des Films, wenn Pi noch in seiner Heimat ist, sämtliche Themenbereich der späteren Schiffbruch-Phase vorweg. Sie werden sozusagen auf dem Festland angekratzt und auf hoher See auf fulminante Weise vertieft und verarbeitet:

„Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ ist eine Fabel. Ein emotionales Märchen rund um einen Überlebenskampf einhergehend mit einer Glaubenskrise. Dies wurde von Ang Lee in ein farbenprächtiges Kaleidoskop verpackt, das in dem einen Moment zum Staunen verleitet, nur um wenig später das eigene Herz zu rühren. Dabei sollte aber niemand dem Verdacht verfallen Ang Lee würde vor Determination zurückschrecken. „Life of Pi“ zeigt auch die Fratze der Grausamkeit. Es sind gewiss keine Blutbäder, ganz im Gegenteil, aber im Kontrast zu den träumerischen, fast sphärischen Passagen, wirken die dargestellten Bedrohungen umso stärker und massiger. Eine dieser Gefahren ist Charlie Parker, der Tiger im Rettungsboot. Um hier letzte Zweifel auszumerzen, wer glaubt, hofft oder erwartet Pi und der Tiger würden eine cartooneske Beziehung im Kampf gegen den Pazifik, den Hunger und den Durst eingehen, der irrt sich. Der Tiger und Pi werden nach und nach eine Art Team, aber dennoch bleibt das Raubtier eben ein Raubtier und somit eine Gefahr, die niemand unterschätzen sollte. Aber eben durch die ewige Gefahr Charlie Parker, wirkt der unbändige Kampfeswille von Pi umso konzentrierter und packender.

„Life of Pi“ ist kein Film, der mit seinen Schauwerten hausieren geht. Aber Schauwerte bietet er in Hülle und Fülle. Egal ob satte Farben, peitschende Stürme, goldene Wolken, die sich auf der spiegelnden Oberfläche des Pazifik reflektieren und eine Art Parallelwelt formen, oder fluoreszierende Quallen, die Pis unerreichbare Träume scheinbar in die Tiefe des ozeanischen Reiches malen. Das ist künstlerisch hochwertig und vor allem ergibt es alles einen Sinn. „Life of Pi“ nutzt seine geballte optische Kraft nicht dafür, um sich selbstgefällige Statussymbole zu generieren, sondern um seine eigene Geschichte und seinen Helden Pi Patel zu ergründen und weiterzuformen. Aus technischer Sicht ist dies makellos. Vor allem bei Charlie Parker wird dies ersichtlich. Es gibt nur wenige echte Tiger-Bilder im Film, doch die meiste Zeit ist die CGI-Raubkatze nicht von einer echten zu unterscheiden. Und selbst in den Momenten, in denen die Hochleistungsrechner scheinbar nicht unsere Erwartungen erfüllen können, wirkt „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ wie aus einem Guss, weil die bittersüße, abenteuerlustige Erzählung des Films einen in ihren Bann zieht und auch weil Lee es wunderbar versteht kindliche Unbeschwertheit, jugendlichen Entdeckungsdrang und unbändigen Überlebenswillen so einzufangen und umzusetzen, dass hinter jedem schweren oder scheinbar als Illusion enttarnten Moment, sich immer noch etwas Magie befindet. Genau so sollte von Wundern erzählt werden, in dem man die Macht der Wunder benutzt.

Vielleicht wird man „Life of Pi“ am besten gerecht, wenn man ihn als wundersam beschreibt? Oder noch besser: Ang Lee hat kein Meister- sondern ein Wunderwerk geschaffen. Eine Ode an das Leben, dargebotenen mit all den Farben, die wir oft nur mit den Herzen sehen. Kitschig? Gewiss. Schön? Ja, mit jedem einzelnen Frame.

Mit Gruß an HelterSkelter

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Helter Skelter

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Nice!

Und danke für die "Widmung" ;)


stuforcedyou

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Keine Ursache.


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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9.0Herausragend

[...]Ein junger, kameraunerfahrener Inder, ein Rettungsboot und ein 1,7 Millionen Gallonen Wasser fassender Tank in einer stillgelegten Flughafenhalle, das sind die spröden Eckpunkte von „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Und heraus kommt ein Film, der etwas selten gewordenes verströmt: pure Leinwandmagie. Der einen Bilderfantasmus beschwört, der einmal wieder vergessen lässt, was die vielen MakingOfs, Audiokommentare und Effect Reels einen über VFX-Shots gelehrt haben. Ang Lees „Life of Pi“ ist einer dieser Filme, die ganz weit die Arme öffnen und denen man es nicht verweigern kann, in sie hinein zu gleiten und sich mitziehen zu lassen. Die ächzende Stahlkonstruktion in einer kahlen Halle wird zu einem Ozean voller Wunder, das Rettungsboot zum Revier eines krallenpeitschenden Tigers und dieser junge, kameraunerfahrene Inder, Suraj Sharma sein Name – er wird der Reiseführer einer farbenprächtgen, aussichtslosen, glaubensschenkenden und kräfteverzehrenden Erkenntnisfahrt.

„Life of Pi“, eine Rückkehr zum staunend er- und durchlebten, statt schnöde wegkonsumierten Wunder Film. Und das mit gleich drei heiklen Hürden: Wasser und Tiere, zwei unkalkulierbare Faktoren, die so manchem Studioboss die Nachtruhe abspenstig machten und heute von der Tricktechnik zumindest dressiert wurden – und Religion. Bevor der Schiffbruch mit Tiger sein Titelversprechen einlöst geben Ang Lee und Scriptwriter David Magee der Yann Martel-Adaption die Zeit, eine kleine philosophische Lehre über drei der großen Glaubensrichtungen zu sein, den Hinduismus, das Christentum und den Islam. Wobei, „Lehre“ ist mal das ganz falsche Wort. Der Film (und natürlich auch seine Vorlage) legt ein Verständnis von Glauben dar und vereint in der Figur des Piscine Molitor Patel den denkbar rationalsten Begriff, den ein Glaubensgedanke nur haben kann und dessen Fehlen das eine doch vom anderen trennt: Offenheit. Esoterischer Quatsch? Nein, exoterisches Begreifbarmachen einer Gottzuwendung, einem Suchen nach Glaube und seinen Ausprägungen: Halt, wenn alles verloren scheint, Anklage, wenn alles verloren ist, und die Frage nach dem Grund für all den Verlust. „Life of Pi“ geht unaufdringlich, auf angenehme Weise damit um, dass sein Hauptcharakter die Antworten im Glauben sucht, ist ja schließlich auch nichts grundsätzlich verkehrtes dran und die Sache an sich kann wenig dafür, zu welchen Zwecken und Taten ihr Name missbraucht wird. „Life of Pi“ jedenfalls lässt den Glauben als etwas hoffnungsvolles erleben, ohne ihn in irgendeiner Ausprägung als spirituelles Ultimativum zu zelebrieren, ohne ihn unhinterfragt als Leitlehre zu beknien. Er bleibt eine Möglichkeit. Ein Weg. Oder einfach nur die bessere Geschichte.[...]

[...]Die Rahmenhandlung mit dem Autoren auf der Suche nach einer Geschichte und dem erwachsenen Pi ist ein recht abgenudelter Erzählkniff, wird aber vom zurückgenommenen Rafe Spall und besonders dem umwerfenden Irrfan Khan ähnlich mühelos getragen, wie Suraj Sharma und Tiger Richard Parker den Hauptteil des Films stemmen. Gerade an Khan hängt in der Rückbetrachtung der Ereignisse das volle gefühlsbeladene Gewicht der Story und wie er hier den traurigsten und bewegendsten Moment seiner unfassbaren Reise in der Gegenwart spiegelt – schlicht herzzerreißend. Also dann, um es mit den abgewandelten Worten von Douglas Adams zu beschließen: »So long, Ang Lee, and thanks for all the fish. And the tiger. Und alles andere.«[...]

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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6.5Ganz gut

[...] Das visuelle Feuerwerk dient hier allerdings auch nicht dem Selbstzweck, sondern fügt sich in die mit Symbolen und Metaphern gespickte Geschichte organisch ein. Hier steht die Technik im Dienste der Geschichte und nicht andersherum. Diese ist aber leider nicht so stark, wie die Aspekte, die sie umgeben. Wie schon die Vorlage von Martel, ist Life of Pi eine religiöse Allegorie und eine Fabel über die Kraft des Erzählens. Dies wird durch die Rahmengeschichte des älteren Pi gekonnt auf den Punkt gebracht, doch die Rahmengeschichte unterbricht leider auch zuweilen unangenehm das Hauptgeschehen und zieht einen aus der Abenteuergeschichte heraus. Das größte Problem des Films liegt aber wohl darin, dass bei all der Symbolik und der an sich kraftvollen Erzählung, der Film es nicht schafft, eine emotionale Beziehung zum Zuschauer aufzubauen. Man staunt über die Bilder und ist immer gespannt, wie Pi es schafft, den Zähnen des Tigers zu entgehen. Doch man fühlt mit Pi nicht mit, nicht einmal, nachdem ihn eine so große Tragödie überkommt, bei der seine geliebte Familie stirbt, ohne dass er sich gar von ihr verabschieden konnte. Diese emotionale Distanz bei einer Geschichte, die mit Emotionen geladen sein sollte, führt letztlich auch dazu, dass man den Film weniger als eine involvierende Geschichte sieht, sondern es eher als ein objektiv schönes Kunstwerk betrachtet, zu dem man aber keinen Bezug hat. [...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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8.0Ausgezeichnet

Life of Pi ist weit davon entfernt ein typischer Weihnachtsfilm zu sein und doch kann ich mir kaum einen größeren Crowd-Pleaser vorstellen, als das audiovisuell überwältigende Erlebnis, das Ang Lees neuester Film in seinen besten Momenten bietet. Ab dem Zeitpunkt, als Pi und seine Familie auf dem Meer um ihr Überleben kämpfen, beeindruckt der Film fast im Minutentakt mit Szenen, die den Zuschauer mit ihrer unglaublichen Intensität und dem gleichzeitigen visuellen Bombast fast zu erschlagen drohen.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

"Es soll eine Geschichte sein, die einen an die Existenz Gottes glauben lässt: In Ang Lees Romanadaption erzählt der Inder Pi diese einem erstaunten Zuhörer. Nur soll sie sich am Ende wirklich als wahr herausstellen? Im Kern geht es vielleicht um das, was wir Menschen selbst aus unseren Erfahrungen machen – wie wir Geschichten erschaffen, durch die wir unsere Seele retten. Es ist auch ein fantastisches Abenteuer, ja, aber selbst in der atemberaubenden 3D-Gestaltung steckt mehr als bloße Trickserei um ihrer selbst willen. Wir bekommen ein Gefühl für den Raum, in dem sich das mitreißende wie wundersame Drama zuträgt – auf einer Ebene zwischen einer schwarzen, undurchdringlichen Tiefe und der Unfassbarkeit des Himmels."

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arues

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Vielen Dank, für die Erklärung.


BuzzG

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Keine Ursache ;-)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.5Ausgezeichnet

Wir sind in einer Zeit angekommen, in der Romane, die als unverfilmbar galten, eben doch verfilmbar sind. Das zeigte zuletzt „Cloud Atlas“ und nun, noch eindrucksvoller, „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“. Der vielseitige Regisseur Ang Lee („Tiger & Dragon“, „Brokeback Mountain“) lässt in seinem bislang ambitioniertesten Werk die 3D-Errungenschaften von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und die bahnbrechende Tieranimation von „Planet der Affen: Prevolution“ zu einem Kino-Epos von nie dagewesener Schönheit verschmelzen, und das nur als Hülle für eine interessante Reflexion über Glaube und Wahrheit – eine Wucht. [...]

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
Atemberaubende Bilder, eine emotionale Geschichte, tolle Darsteller und realistische sowie surrealistische Effekte im Einklang: “Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger” ist ein zwar etwas religionslastiges, aber dennoch tolles Gefühlskino zum Jahresende mit tausenden von Erdmännchen als Bonus. Ein Film, der auch diejenigen zum Nachdenken bringen könnte, die ansonsten recht wenig mit Religion zu tun haben, denn es stimmt schon – was wäre einem lieber?

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur Ang Lee zelebriert die Macht der Bilder in Life of Pi mit fliegenden Fischen, einer fleischfressenden Insel, fluoreszierendem Meeresgetier, der unheimlichen Schönheit des Sternenhimmels.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.0Ausgezeichnet

Diesbezüglich bildet auch Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger als unwahrscheinliche Parabel keine Ausnahme, die in einem kleinen, intimen Rahmen großes Bilderkino voller Poesie und visueller Unglaublichkeiten entstehen lässt.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.5Ausgezeichnet

Ang Lee erschafft in seiner Verfilmung von Yann Martels prämiertem Roman Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger atemberaubende Welten und (3D-)Visionen fast im Minutentakt.

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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Atemberaubend sind bereits die Szenen vom Schiffsuntergang in Life of Pi, vor allem ist es eine Plansequenz im Hexenkessel der schäumenden See voller Raubfische, mittendrin der Jugendliche unter Wasser, der den Frachter steil in die Tiefe sinken sieht. James Cameron dürfte rasen vor Neid.

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A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film

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7.5Sehenswert

Ganz unmittelbar und direkt wird man in die Wahrnehmung eines siebzehnjährigen Inders gezogen [...]. Aber immer wenn man fast vergessen hat, dass man im Kino sitzt, reißt Ang Lee dem Zuschauer den Teppich der Illusionen unvermittelt weg, um ihn unsanft mit einer Rahmenhandlung zu konfrontieren [...].

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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7.0Sehenswert

Bis zur Katastrophe ist Life of Pi eher eine blumige Lausbuben-Geschichte, danach ist es eine Phantasmagorie zur See. Was allerdings erheblich stört, ist die Erzählung aus der Perspektive des alten Pi, der seine Erlebnisse einem Autor berichtet. Diese Rückblenden brechen den Verlauf der Geschichte auf.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.5Sehenswert

Mit seinen Botschaften droht Life of Pi zuweilen in den esoterischen Kitsch abzurutschen. Doch die dreidimensionalen, teils computeranimierten Bilder, in denen Realität und Phantasie verschmelzen, sind beeindruckend.

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Sebastian Handke: Der Tagesspiegel Sebastian Handke: Der Tagesspiegel

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8.0Ausgezeichnet

Die Bilder, die Ang Lee mit Life of Pi auf die Leinwand zaubert, sind zum Staunen schön. Doch um Schönheit ging es nicht allein: Ang Lee macht das Meer zum Protagonisten. Manchmal ist es auch eher wie ein Beobachter. Dann wieder scheint es die Handlung sogar zu kommentieren. Große Erzählkunst.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Life of Pi gleicht selbst einer Wunderkammer, in der sich ein Widerhall von universell gültigen Konzepten von Liebe, Güte und Frömmigkeit findet. Sie bleiben alle ein bisschen zu vage, um einen nachhaltig zu beschäftigen.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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9.0Herausragend

Aus einem Buch, das als unverfilmbar galt, ist so ein bildstarker Film entstanden, bei dem man sich fragt, wie seine Geschichte jemals außerhalb des Kinos funktioniert haben kann.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Oh bitte, nicht noch so ein Lavalampen-Film, nicht noch ein Tree of Life, nicht noch ein Streifen, der irgendwie fernöstliche Weisheit, Spiritualität und Glauben propagieren will. Und nicht noch ein CGI-Film... und nicht- okay das waren so ungefähr meine Gedanken, als ich die grobe Synopsis des Buches Life of Pi las. Einzig der Regisseur ließ mich hoffen, dass hier kein verquaster Quark kommen würde, denn auch wenn ich kein Fan von Brokeback Mountain und vom Hulk bin, konnten mich Ang Lees andere Filme durchaus begeistern. Im Besten Fall verströmen sie wie "Taking Woodstock" eine harmlose Feelgood-Fluffigkeit, die sie einfach sehr angenehm anzuschauen macht. Und Life of Pi hat mich dann doch sehr positiv überrascht. Es ist ein extrem flauschiger Film, der dennoch seine Ecken und Kanten hat. Er ist im Grunde genommen eine Verfilmung von Calvin & Hobbes, bis hin zu seinem Schlusstwist. Er sieht fantastisch aus und bietet surreale Bilder, deren Reiz ausnahmsweise durch das 3D unterstützt wird. Ich würde nicht sagen, dass es zwingend ist, den Film in 3D zu sehen, aber er gehört zu den wenigen Filmen, die die Räumlichkeit tatsächlich mal effektiv nutzen und damit neben Dredd wohl die beste 3D-Kameraführung des Jahres bieten.

Warnung: Spoilers Ahead

Lee inszeniert auf Schönheit und auf Eleganz und das wirkt stellenweise irritierend, wenn sich beispielsweise fliegende Fische über das Rettungsboot ergießen, absurd elegante Himmelsspiegelungen das Meer verzaubern und Quallen und Neonwale nur knapp am Kitsch vorbeispringen. Doch der Film kommt damit durch, denn Pi und der Tiger (der zum Großteil und das meist sehr überzeugend aus dem Rechner stammt) bringen immer wieder einen gewissen filmischen Realismus ins Spiel - ganz einfach, weil es spannend ist, den Macht- und Überlebenskampf der beiden zu verfolgen und der Film auf diesem simplen Abenteuerlevel sehr gut funktioniert. Doch das Ende des Films schafft es sogar in einem tatsächlichen überraschenden (wenn auch zu holzhammermässig erklärten) Schlusstwist die ganze Irrealität des bisher gesehenen zu rechtfertigen. Wobei zugegeben die Klammerteile des Films, in denen der alte Pi (sehr gut: irrfahn Khan) einem Schriftsteller (egal: Rafe Spall) seine Geschichte erzählt, die schwächsten Stellen des Films sind. Dennoch macht es Spaß, wenn die Handlung im letzten Akt dann derartig auf den Kopf gestellt wird und viele der Sachen, die einem unbewusst als unrealistisch und seltsam erschienen plötzlich neuen Sinn machen.

Natürlich hat der Film seine Schwächen: Er braucht eine Weile, bis er in Gang kommt, bis Pi endlich im Rettungsboot ist. Aber auch wenn sich seine Vorgeschichte etwas zieht, ist sie nicht unwichtig, denn um seinen Verlust zu verstehen, muss man seine Familie kennenlernen und um ihn zu verstehen, muss man seine offene Weltsicht und seinen Humor erleben, ehe es ins große Drama geht. Das ruckelt zwar tonal ein bisschen, funktioniert im Gesamtkontext dann aber dennoch leidlich gut, da zwar die Exposition oftmals etwas platt ist, die sympathischen Schauspieler das Ganze aber irgendwie dann doch erträglich machen. Und Lee schafft es auch die religiösen Motive, die Glaubensmetaphern so in die Geschichte einzubinden das sie zwar deutlich, aber nicht anstrengend sind und gerade mit Blick auf das Ende nie unangenehm missionierend wirken. Er stellt Fragen und gibt Ideen, lässt sie aber den Film nicht dominieren, der trotz seines phantastischen Settings überraschend simpel und unprätentiös daherkommt. Hier wird nicht groß geschwurbelt oder gepredigt, sondern in erster Linie extrem fluffig erzählt, in einer Haltung, die nahelegt, dass der Film sich nicht mehr vornimmt und nicht wichtiger daherkommt, als er es letztlich ist. Ist Gott tatsächlich nur "Die bessere Story" - darüber kann, aber muss nicht zwingend diskutiert werden, um Life of Pi genießen zu können. Er stösst nicht vor den Kopf, er will nichts erzwingen und er behauptet nichtmal zwingend Recht zu haben und das macht ihn, neben seinen anderen Qualitäten, sehr sympathisch.

Ein Glücksfall ist neben den wirklich sehr gut animierten Tiger (der es locker mit Gollum aufnehmen kann, was seinen Realismus und Ausdrucksfähigkeit angeht), vor allem Suraj Sharma, der hier seine erste Rolle spielt und auf dessen Schultern der Großteil des Filmes lastet. Er macht Pi glaubwürdig vor allem, wenn man bedenkt, dass er nicht nur Schauspielnovize ist, sondern obendrein für den Großteil des Films auf Luft reagieren musste und weite Teile des Films im Wasser herumdümpelt. Pi bleibt dabei immer sympathisch, menschlich, humorvoll und interessant und hilft auch über die unglaubwürdigsten Wendungen hinweg, und wenn der Film mal wieder zu einer Fototapete eines Jungmädchenzimmers mutiert, weil einfach alles zu magisch aussieht und zu schön ist, dann erdet er die Story und erinnert daran, dass es es immer noch um einen Überlebenskampf geht.

Wenn wir am Ende die wahre Geschichte erfahren, wir wissen, wer der Tiger ist, warum Depardieu überhaupt im Film war und was mit den anderen Tieren passiert ist, dann erhöht dies noch den Reiz, denn bei aller zuckerwattigen Flauschigkeit, die die Story ansonsten ummantelt, durchzieht sie doch ein düsterer Unterton von nicht zu unterschätzender Grausamkeit. Die Kollegen von Slashfilm brachten eine interessante Idee ins Spiel und meinten, dass das Ende noch stärker wäre, wenn es einen Hinweis darauf gäbe, dass der Tiger Pi nie ganz verlassen hat und immer nur unter der Oberfläche darauf lauert zurückzukehren. Das Ende funktioniert auch so, aber in der Tat hätte ein kurzer Hinweis darauf, dass der Tiger immer noch in Pi schlummert, das Ganze durchaus noch reizvoller gemacht und der narrativen Klammer eine wichtigere Rolle verliehen.

Nichtsdestotrotz: Der Film versöhnt zum Ende nochmal gewaltig mit dem Filmjahr 2012 und genau das richtige für die Weihnachtszeit.

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ready2fall

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Eine gar flauschige Kritik. :P Sehr schön.


Yannick Suter: Outnow.ch Yannick Suter: Outnow.ch

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9.5Herausragend

Life of Pi verbindet ein wunderschönes, tragisches, aber grundsätzlich geradliniges, familientaugliches Märchen mit tiefschichtigen Fragen über den Sinn des Lebens und beantwortet uns diese unvoreingenommen banal, jedoch mit einer Bilderpracht, die einem die Sprache verschlägt.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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7.0Sehenswert

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger gehört für mich nicht zu den großen Meisterwerken von Ang Lee, aber das Urteil, ob seine latent überladene Darstellung der Romanvorlage entspricht, überlasse ich denen, die Yann Martels Buch gelesen haben. Natürlich sehe ich auch ohne Kenntnis des Buchs durchaus, dass diese Inszenierung einen Zweck erfüllt. Ang Lee ist sich der Künstlichkeit seiner dargestellten Welt durchaus bewusst und nutzt die Ästhetik, um die dem gesamten Film zu Grunde liegende Frage zu forcieren: Welche Art von Geschichte wollen wir hören? Bevorzugen wir das optisch überladene, pathetische Märchen oder die ungeschönte Realität? Diese Frage richtet sich nicht nur an den Journalisten, der Pis Geschichte zu Papier bringen soll, sondern auch an uns als Zuschauer. Die Antwort auf diese Frage wird für euer eigenes Urteil über Life of Pi zentral sein.

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Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

Stellt euch darauf ein überrascht zu werden, denn Ang Lee ist mit "Life of Pi" ein Meisterwerk des visuellen und narrativen Einfallsreichtums gelungen. Lasst euch verzaubern von dieser geistreichen Odyssee, die mehr emotionale Momente zu bieten hat als die meisten Filme des Kinojahres 2012 zusammen. Wenn Mensch auf engstem Raum auf Tier trifft, sich Glaube und Aberglaube akzeptieren, sich Wahrheit und Lüge die Hand reichen und die himmlischen Effekte eine vollendete Symbiose mit Schauspiel und Musik bilden. Kino fürs Herz, Kino für den Verstand, Kino, das seiner Zeit voraus ist. All das ist "Life of Pi", nicht mehr und erst recht nicht weniger.

30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

sinchris

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Die zutreffendste Kritik, die ich seit langem gelesen hab.


udo.schmitt.77

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Gut geschrieben. ;-)


Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Dieses famose Bilder-Opus lässt sich, wie ein Gemälde von Rousseau, einfach entspannt nur so genießen oder, mit philosophischem Mehrwert, als unaufdringliche Einladung zum Nachdenken über Gott und die Welt und den Sinn des Lebens sehen.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

In seinen stärksten Momenten demonstriert Ang Lee hier die Kunst des Filmemachens auf ganz hohem Niveau, so dass man sich gegenüber dramaturgischen Unausgewogenheiten durchaus gnädig zeigt. Visuell jedenfalls ist Schiffbruch mit Tiger das vielleicht berauschendste Erlebnis dieses Kinojahres.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.5Ganz gut

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger ist angefüllt von zutiefst menschelnden Momenten und lädt mit einer Überfülle an philosophischen Fragestellungen zur Diskussion ein. Leider wirkt er jedoch auch metaphysisch überladen und in seiner Aussage zu verschwurbelt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.0Ausgezeichnet

[...] Ang Lees Film fordert einfach die staunenden Blicke und offenen Münder. Der angeblichen Unverfilmbarkeit der Vorlage begegnet er mit Surrealismus und visuellem Erfindungsreichtum. Man darf sich ohnehin darüber freuen, dass es so eine ungewöhnliche Geschichte auf die große Leinwand geschafft hat. Zumal der wunderbare Hauptdarsteller Suraj Sharma hier sein Debüt gibt und völlig unbekannt ist. Bis auf Gerard Dépardieu in einer kleinen Nebenrolle verzichtet der Film völlig auf Stars. Die Geschichte steht im Vordergrund [...]

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Life of Pi ist ein kreativ erzähltes und wunderschön gefilmtes Abenteuer-Märchen, dass es dem Zuseher ermöglicht im Kinosessel zu versinken und sich in einer aufsaugenden Narration zu verlieren. Manche stilistischen Entscheidungen machen zwar erst Sinn, wenn man den Film als Ganzes gesehen hat, aber rückblickend fügt sich alles wunderschön zusammen. Aber auch während dem ersten Ansehen ist Life of Pi grandioses Erlebniskino und man sollte sich Ang Lees beeindruckende Vision nicht entgehen lassen.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Life of Pi ist ein spektakulärer Epos auf Hochsee, der durch technische Brillianz geprägt ist und der die Kraft einer wundervollen Geschichte unterstreicht.

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Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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10.0Herausragend

In Ang Lees Arbeiten gibt es immer moralische Gegenströmungen, aber so magisch und mystisch ist dieses Gleichnis, dass man glauben könnte, der Filmemacher hat den Stein der Weisen gefunden.

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Tasha Robinson: A.V. Club (The Onion) Tasha Robinson: A.V. Club (The Onion)

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8.0Ausgezeichnet

Ein auffällig schöner Film, der jedoch bewusst künstlich ist, sodass es schwer fällt, unter die Oberfläche zu tauchen.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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7.5Sehenswert

Life of Pi ist ein wundervoller Film, doch die Entscheidung, ihn in 3D zu filmen und zu veröffentlichen, mag so einige Zuschauer abschrecken, die das Format bislang ablehnten. Auch sonst könnte es schwierig werden, einen Film zu vermarkten, in dem die Hälfte der Zeit ein Mann und ein Tiger in einem Boot über den Pacific treiben. Doch Lee gelingt es, ihre Beziehung zueinander so interessant darzustellen, als wären es zwei Menschen.

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Todd McCarthy: Hollywood Reporter Todd McCarthy: Hollywood Reporter

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9.5Herausragend

Es ist in jeder Hinsicht des Filmes auffallend, dass Life of Pi mit minutiöser Sorgfältigkeit umgesetzt wurde. Alle drei Schauspieler, die Pi darstellen, sind herausragend.

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Nick Schager: Village Voice, Slant Magazine Nick Schager: Village Voice, Slant Magazine

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7.0Sehenswert

Durch die melodramatische Unterhaltung zwischen Pi und dem Autor gegen Ende füttert einen der Film eher, anstatt zu erleuchten.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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5.0Geht so

Ang Lee liefert uns mit Life of Pi den bislang atemberaubendsten 3D-Film überhaupt, doch inhaltlich kann der Film nicht überzeugen. Life of Pi ist eine Fabel, die sich nur sehr langsam entfaltet und die gerade genug Story und Substanz für einen faszinierenden Imax-Kurzfilm bietet.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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6.0Ganz gut

Der Film lädt Sie ein, in alle Arten von wunderbaren Dinge zu glauben, aber es kann auch dazu führen zu zweifeln, was man mit den eigenen Augen sieht - oder sogar zu fragen, ob man am Ende überhaupt etwas gesehen hat.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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8.0Ausgezeichnet

Lees Hauptaugenmerk in Life of Pi liegt weder bei Gott noch dem Überlebenskampf, sondern bei dem Abenteuer, einen fantastischen Film zu machen.

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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

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9.0Herausragend

Diese wunderschöne Adaption von Yann Martels Schiffsbrüchigen-Saga hat eine einzigartige Stärke, die betört, auch wenn die fabelartige Kontruktion und makellose Kunstfertigkeit der Geschichte etwas kurz kommen für ein wirklich ergreifendes Drama.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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9.0Herausragend

Lee nutzt 3D mit der Feinheit und Poesie eines Dichters. Sie sehen diesen Film nicht, sie leben ihn.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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9.5Herausragend

Life of Pi ist ein wunderbarer Erfolg, eine Geschichte zu erzählen und ein Meisterwerk visueller Effekte. [...] Für mich einer der besten Filme dieses Jahres.

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Kommentare (314) — Film: Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger


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JokerReviews

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich kam ich mal dazu Life of Pi zu schauen und ich ärgere mich jetzt erst recht dass ich den im Kino verpasst habe. Insgesamt war das ganze eine beeindruckende Erfahrung. Filme die zu 90% oder gar 100% nur auf einem Fleck spielen laufen schnell Gefahr langweilig zu werden. Life of Pi ist davon nicht befallen. Ok, es gibt ein paar kleine Längen aber über die kann man dank der atemberaubenden Optik locker hinweg sehen. Die Bindung zwischen Richard Parker (der Tiger) und Pi ist grandios inszeniert worden, Ang Lee hat es echt geschafft dem Tiger Charakter zu geben, ohne ihn unecht wirken zu lassen. Ansonsten war Ang Lee gut beraten hier nur unbekannte Darsteller zu nehmen die alle einen traumhaft guten Job abliefern. Einziges bekanntes Gesicht : Gerard Depardieu in einer Mini Rolle. Life of Pi ist ein absolutes muss für alle Tierfreunde und für alle Menschen die auf ergreifende und gleichzeitig packende Filme stehen. Ich war voll angetan auch wenn minimale Längen nicht von der Hand zu weisen sind. In punkten wäre das wohl

8,5/10

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JupiterKallisto

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Junge und ein Tiger, alleine auf dem weiten Ozean. Die Geschichte ist unglaublich und gleichzeitig wiedermal etwas kompett anderes, was aufregend und spannend ist. Der Tiger ist zwar animiert, wirkt aber sehr natürlich und nicht übertrieben künstlich. Der Hauptdarsteller, Suraj Sharma, ist einfach grandios. Seine Gesichtsausdrücke sind perfekt und passen genau so, wie sie sollten. 3D ist bei diesem Film nicht überflüssig, sondern erweitert das ganze Geschehen. Verdient wurde dieser Film für 11 Oscars nominiert, gewonnen hat er in der Rubrik Beste Regie, Beste Kamera, Visuelle Effekte und Beste Filmmusik. Alles in allem ist dieser Film sehr schön gelungen. Ein Genuss beim zusehen und mitfiebern.

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Zausel

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine recht gute Geschichte. Gelungene Szenen was den Tieger betrifft und auch die Musik ist ganz gut. Fand ihn an manchen Stellen aber auch leider recht Langweilig.
Klar ist auf dem Meer nicht viel los aber mir halt leider etwas zu viel von diesen Szenen.
Ein zweites mal werde ich ihn mir bestimmt noch mal anschauen aber dann ist auch gut :-(

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mary84

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Bewertung9.5Herausragend

Ein so überwältigender, so lebendiger und sensationeller Film. Die Bilder, die Thematik, der Hauptdarsteller, die realistische Darstellung der Tiere, die schwimmende Insel, die Lichter, die Effekte im Meer, einfach alles war perfekt.
Hab ihn nicht in 3D gesehen aber das wäre mal der erste Film den ich mir im Nachhinein nochmal auf 3D angucken würde, denn ich war schon so völlig fasziniert von dieser optischen Darstellung. Das Thema Religion finde ich sehr passend rüber gebracht und auch stimmig, gerade am Ende wird es noch einmal tiefgründig und man wird regelrecht dazu gezwungen sich mit dem Thema und einer entsprechenden Antwort damit auseinanderzusetzen. Wirklich toll und gelungen.
Ganz ganz großes Kino.

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Roschel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zugegeben, "Life of Pi" sah für mich zuerst einmal sehr uninteressant aus, und von daher sah ich keinen Grund den Film im Kino anzusehen. Eher wirkte der Streifen langweilig und eintönig . Dann jedoch lief der Film auf Sky, und da ich an diesem Sonntagabend nicht sonderlich viel zu tun hatte, besaß ich die Güte diesen Film nun doch eine Chance zugeben. Zurecht! Denn irgendwie schaffte der Film es von der ersten Minute an mich zu packen, sei es die Story, das Bild (Das Bild ist wirklich bezaubernd! Vorallem die Quallen im Wasser und die Insel!) oder eben auch das Gesamtpacket. Dieser Film ist wirklich so tiefsinnig und berührend, dass man gar nicht abschalten kann. Life of Pi ist deshalb ein Film den ich wirklich nur jedem ans Herz legen kann, ihr werdet nicht enttäuscht sein!

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hrxuuuu

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Bewertung5.0Geht so

Von den Effekten her und der Regiearbeit top, von der Story war ich sichtlich nicht begeistert und empfand den Film als ein langgeschleppten Stein durch ein effektreichen Wald.

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TheCineast

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Bewertung6.5Ganz gut

Ist zwar ganz nett anzuschauen, aber... Mein armes Lieblingsbuch! :( Dreidimensionale-Story-Vergewaltigung nennt man so etwas wohl!

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EvertonHirsch

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Lange habe ich "Life of Pi" vor mir her geschoben, immer hat der letzte Funken Lust gefehlt bzw. war da ein gewisser Abstand zu der religiös untermalten Handlung. Gestern habe ich mich dann quasi mal selbst in den Hintern getreten (oder treten lassen), was auch sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung war.

Zu allererst möchte ich sagen, dass das Thema Religion ziemlich genial angegangen wird. Ang Lee entledigt die größten Religionen von ihren Zwängen, lässt seiner Hauptfigur berechtigte Zweifel und schafft genau das, was den meisten Glaubensrichtungen fehlt: Die eigene Entscheidungsfreiheit. Hier will ich allerdings auch gar nicht zu viel schreiben, das können andere weitaus besser und selbst ein Bild machen ist sowieso das Beste.

Nach Sichtung von "Life of Pi" kann ich mir eigentlich nur sehr schwer vorstellen, dass "Argo" den kleinen Goldjungen 2013 verdient bekommen hat. Denn neben der zwanglosen Geschichte, aus der wohl jeder seine eigenen Schlüsse ziehen kann und sollte, werden hier starke Bilder geliefert, die selbst ohne die große Kinoleinwand noch faszinieren. Hätte ich den allerdings im Kino gesehen, hätte er wohl bestimmt einen Punkt mehr bekommen.

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mary84

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"habe ich mich dann quasi mal selbst in den Hintern getreten (oder treten lassen)" - ich wollte gerade sagen...


zmpfl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach Zweitsichtung daheim MUSS ich dem Film 10 Punkte geben:
Diese Bilder !
Diese Farben !
Dieser Sound !
Dieses 3D !
Diese Effekte !
Schauspielerei ohne Fehl und Inszenierung mit leichter Hand und aus einem Guss.
Da spielt die Geschichte ja fast schon keine Rolle mehr...;)
Aber auch die ist interressant, anregend, witzig, (weiss Gott) spannend und selbst die Religionss.....ache hat mich nicht im mindesten gestört.

Groß, einfach ganz groß !

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BakaKuma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein erstaunlich tiefsinniger Film, den ich so nie erwartet hätte.
Die Situation mit dem Tiger wird niemals nervig und mit jeder Wendung der Handlung konnte ich nicht umhin mitzufiebern.
Die Geschichte, die von dem Erwachsenen Pi erzählt wird, ist wundervoll und die Bilder in diesem Film teilweise mehr als grandios.
Dieser Film lässt jedoch auch besoners viele Dinge offen und regt zum Nachdenken an. Über Fragen, die man sich früher niemals gestellt hätte.
Fazit: Unglaublich wundervoller Film, mit beeindruckenden Bildern und einer mitreißenden Story, der es nicht an Tiefe fehlt!

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Tq1991

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Starke Bilder, gute Geschichte.
Sehr sehenswert.

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Mike Sauter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich musste diesem Film eine 10 geben, alles andere wäre gelogen. Selbst wenn ich noch so suche finde ich kein Haar in der Suppe und ich finde solch eine Suche hat der Film auch nicht verdient.
Mit einem Wort ist dieser Film nicht zu beschreiben. Und wenn man ihn beschreiben möchte kommt man um die eine oder ander Superlative nicht herum. Ich habe den Film nun schon 6 mal gesehn und kann jetzt schon sagen das noch weitere dazukommen werden.
Der verbringt 60-70% des Film allein mit einem Tiger auf nem Boot im weiten Ozean und das wird keine Millisekunde langweilig oder nervig. Im Gegenteil die Spannung hält dich immer in Bereitschaft auf das nächste was passieren wird. Diese Bilder sind so gewaltig und wunderschön, dass ich mich zum erstenmal schämte das mein Fernsehr nur n 42Zoll Dinger ist. Bei dem Film muss man einfach ins Kino um die ganze Pracht bewundern zu können (3D inclusiv der absolute Hammer).
Super Film der alles hat was das Kinoherz höherschlagen lässt und vorallem empfehlenswert für jeden. Egal welchen Glaubens, Alters oder Geschlechts!!

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Schlopsi

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Bewertung9.0Herausragend

Überwältigend.

Damals leider im Kino verpasst und jetzt eher zufällig nachgeholt. Wahrscheinlich hat er mich aber genau deshalb so kalt erwischt.

Ang Lee und sein Kameramann Claudio Miranda fangen das Geschehen so wundervoll mit der Kamera ein, die erste halbe Stunde hätte ewig so weitergehen können.
Dazu kommt diese grundlegende Leichtfüßigkeit mit der hier an die Thematik, u.a. eben der Auseinandersetzung mit der Religion, rangegangen wird. Auch als rational veranlagter Mensch, der für Religion und Glauben kein Interesse aufbringen kann/will kommt man hier nicht zu kurz. Sowas geht leicht in die Hose, bei Lee wirkt das allerdings so herzlich und immer mit dem nötigen Schmunzeln in den Mundwinkeln, als handle es sich hier lediglich um eine kleine Fingerübung.
Dass die Jugend Pi Patels anfangs mittels Rückblenden „aufgedröselt“ wird, war erzähltechnisch gar nicht so schlecht gemacht. Die nötige Zeit wird sich genommen um uns in das Leben Pi‘s einzuführen, ohne dabei jedoch den Faden zu verlieren. Dabei sind die Schauspieler durch die Bank weg klasse, gerade Suraj Sharma und Irrfan Khan haben mich nahezu die ganze Zeit in ihren Bann ziehen können.
Dann kommt der Bruch und die eigentliche Handlung unseres Schiffbrüchigen beginnt. Ja, manche Animationen waren nicht ganz so toll und ein paar Szenen hätte man auch streichen können, da die Laufzeit von 122 Minuten doch sehr ambitioniert ist. Allerdings ist Suraj Sharma Spiel sowas von souverän, die lebensnahe Animation des Tigers ist der Wahnsinn und auch der Seiltanz mit den fantastischen Elementen ist mehr als nur gelungen. Das alles zusammen kann schon mal eine überwältigende Wirkung erzielen und das tat es auch. Mehr als nur einmal. Wie aus heiterem Himmel erwischt es dich ohne dass du dich auch nur ansatzweise dagegen wehren könntest. Vielleicht möchte man sich aber auch nicht wehren, sondern sich einfach von der Bildgewalt beeindrucken lassen. Lachend und weinend durch den Film schreiten, so wie man es auch im wahren Leben tut. Genau dann erfüllt der Film seinen Zweck.

Was mich nach dem Film aber wirklich innerlich zum Lächeln gebracht hat war folgendes:

SPOILER:

Familie Patel sitzt beim gemeinsamen Abendessen. Der junge Pi, der sich mit den verschiedenen Religionen auseinandersetzt, muss sich gegen seinen Vater durchsetzen, der auf seinen multikulturellen Glauben nur widerwillig mit folgenden Worten reagiert:

„I do not expect us to agree about everything, but I would much rather have you believe in something I don't agree with, than to accept everything blindly.“

Als am Ende der gerettete Pi den beiden Japanern zusätzlich noch eine andere Geschichte verkauft und dies auch dem Autor erzählt, fragt er ihn:

“So which story do you prefer?”
“The one with the tiger. That's the better story.“

Irgendwie habe ich mich da total selbst ertappt gefühlt, da ich aufgrund meiner rationalen Denkweise anfangs auch auf der Seite des Vaters stand. Bei der Frage die Pi dem Schriftsteller dann aber stellt, ganz egal wie abwegig die Geschichte auch sein mochte, ich die mit dem Tiger lieber glauben mochte.

SPOILER ENDE
-------------

Da wo der Verstand aufhört und der Glauben anfängt, genau da hat mich Ang Lee mit seinem Film „Life of Pi“ richtig stark beeindruckt, ohne auch nur den Finger zucken zu lassen. Und genau sowas ist in meinen Augen ganz ganz großes Kino.

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Lydia Huxley

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Sehr schöner Kommi, Schlopsi! Ich war auch sehr überrascht von dem Film und im Kino hätte ich ihn im Nachhinein wohl auch gern gesehen :)


Schlopsi

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Gracias Lydi! Während der ersten halben Stunde hätte ich mir am liebsten jede einzelne Szene an die Wand gepinnt, weils so schön war.
Hatte damals noch überlegt ins Kino zu gehen, aber der wäre nur im kleinen Saal gelaufen. Aber er hat auch so Spaß gemacht. :)


heikschn

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Bewertung6.5Ganz gut

Life of Pi wurde mir als als bildgewaltiger Film empfohlen. Da mir neben einer guten Story die Optik das wichtigste an einem Film ist, gute Voraussetzungen für mich. Somit hieß es vergangenes Wochenende 3D-Bluray rein und 3D-Brille auf. Und hinsichtlich meiner Erwartungen bin ich nicht enttäuscht worden. Life of Pi hat eine beeindruckende Optik. Es ist einer der wenigen Filme, bei denen sich der 3D-Aufschlag wirklich lohnt. Sofern ich mir den Film nur als Abenteuerstreifen mit tollen Bildern ansehe, funktioniert er für mich auch sehr gut. Womit ich mich weniger anfreunden kann sind die Bezüge zu Glauben und Religion als thematischer Kern der Handlung. Auch wenn die letztliche Botschaft eine sehr offene und versöhnliche ist, sind mir diese Themen eher fremd.

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thomas.schwarz.982

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach ein bildgewandter epischer Film mit visuellen Effekten, die ich bis dato noch nicht gesehn habe. Ein Meisterwerk mit klassen Sound und einer Geschichte die legendär ist.

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Klawitterbus

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Bewertung9.5Herausragend

Wow, es werden noch gute Filme gemacht, wow, es werden noch Filme mit Tiefgang gemacht, wow, es werden noch Filme gemacht, wo ich gebannt komplett zuschaue, ohne etwas anderen nebenbei zu machen.

Wow ist dieser Film gut!

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger - Der junge Pi wächst als Sohn eines Zoodirektors im indischen Pondicherry auf. Dadurch lernt er den Umgang mit den Tieren, aber auch, was für Gefahren sich dahinter verbergen. Als Pi mit seiner Familie nach Kanada übersiedeln will, erleidet ihr Frachter Schiffbruch. Nur Pi kann sich retten, gemeinsam mit Richard Parker, dem bengalischen Tiger aus dem Zoo.Life Of Pi:Schiffbruch mit Tiger ist ein Kunstwerk, eine berauschende Bilderfabel über Mut, Glauben und Hoffnung.Die 3D Schauwerte bestechen auf ganzer Ebene.Manchmal kam ein bisschen viel Gott zum Vorschein, daher der Punkteabzug, aber die erstklassigen Bilderfluten machen das wieder weg.Für solche Filme ist 3D wie gemacht.

Ang Lee gelingt mit diesem Film ein kleines Wunder, vor allem die Szenen zwischen Pi und Richard Parker sind toll anzusehen. 8/10 von mir.Habe nochmal 0,5 Punkte zum Kinobesuch dazugerechnet, da mich die Bild und Tonqualität umgehaun hat.Wahnsinn.

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jedi37

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Life of Pi ist ein wunderschöner Film mit bezaubernden Bildern. Allein die Sequenzen in denen Pi versucht sich mit dem Tiger zu arrangieren bringen einen zum lachen, weinen, mitfiebern.
Als dazu noch die traumartigen Sequenzen kommen, bleibt einem die Spucke weg.
Die Tatsache, das sich Life of Pi nicht wirklich einem Genre zuordnen lässt, stellt den Film für mich in eine Reihe mit Meisterwerken wie Forrest Gump oder Banjamin Button. Und das ist, glaube ich, des Lobes wirklich genug!

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Elektroaffe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr interessanter Film. Ich kenne nichts Vergleichbares, das eine ansatzweise ähnliche Story besitzt. Nach der langweiligen ersten halben Stunde wird ,,Life of Pi" wirklich toll und erzählt eine beeindruckende Geschichte. Ich kenne keinen Film, der visuell ein größeres Erlebnis darstellt. Man sollte ihn unbedingt in 3D schauen. Allein für die unglaublichen Aufnahmen lohnt es sich, den Film zu schauen.

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für Effekte!! Wahnsinn. Und endlich mal wieder 3D, dass seinen Aufpreis rechtfertigt. Ja, Ang Lee hat mit Life of Pi ein optisches Meistwerk geschaffen. Unglaublich kreativ und verspielt setzt er die berühmte Romavorlage grandios um. Den Regie-Oscar gabs dafür zu recht. Die Story selbst ist jetzt nicht allzu preisverdächtig, aber die Botschaft dahinter stimmt. Und das ist es, was einem nach dem Film immer noch zum Nachdenken anreizt. Im wahrsten Sinne des Wortes SEHENSWERT.

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Deine Meinung zum Film Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger