Schloss des Schreckens

The Turn of the Screw (2009),
Laufzeit 89 Minuten, Thriller, Horrorfilm

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Schloss des Schreckens
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von Tim Fywell, mit Michelle Dockery und Eva Sayer

England kurz nach dem Ersten Weltkrieg: Die schüchterne Pfarrerstochter Ann Giddens tritt ihre erste Stelle als Gouvernante der Waisenkinder Flora und Miles an. Der Vormund der beiden, der nicht weiter mit der Erziehung behelligt werden will, hat sie eingestellt. Miss Giddens lernt das schlossähnliche Landgut Bly kennen, auf dem die Kinder mit den Hausangestellten leben. Flora und Miles sind lebhafte Kinder und scheinen zur Freude der neuen Erzieherin gut erzogen zu sein. Doch dann ereignen sich auf dem Schloss seltsame Dinge. Miss Giddens glaubt Gestalten zu sehen, die für einen Moment auftauchen und dann wieder im Nebel verschwinden. Mrs. Grose, die Haushälterin, berichtet ihr nur widerwillig von dem früheren Hausverwalter Peter Quint, der Gouvernante Emily und deren Affäre. Emily war ihm hörig und vernachlässigte deshalb die Kinder. Quint quälte sie sadistisch. Offensichtlich hat Emily Selbstmord begangen und Quint kam unter mysteriösen Umständen ums Leben. Miss Giddens macht wiederholt Beobachtungen von fremden Schatten, die nur sie wahrzunehmen scheint. Bald ist sie davon besessen, der Geist der Toten könne von den beiden Kindern Besitz ergreifen und glaubt, hinter den unschuldigen Zügen der Kinder bereits Anzeichen dafür zu entdecken. Sie will die Kinder vor dem Bösen bewahren, will sie zur Rede stellen, sie zwingen, die Teufel beim Namen zu nennen.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Schloss des Schreckens

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In was man als Fernsehzuschauer manchmal hereinstolpert beim zappen. Als ich heute abend kurz vor zehn die Fernsehkanäle durchgeschaltet habe, bin ich bei einem englischen Film hängen geblieben. Bekannt kam mir der Inhalt irgendwie vor. Ich konnte das nicht zu ordnen. Bin also hängen geblieben und mir bot sich ein spannender Gruselfilm der alten Schule.
ARTE hat heute die BBC-Produktion "Das Schloss des Schreckens" (2009) als Free-TV-Premiere gezeigt. Der geneigte Filmfreund wird den Klassiker "Schloß des Schreckens" (1961) mit Deborah Kerr kennen. Die BBC Produktion ist eine weitere Adaption der Vorlage "Die Drehung der Schraube".
Die Darstellungen, der mir völlig unbekannten Schauspieler haben mich überzeugt. Vor allem Michelle Dockery als Gouvernante Ann. Jung, anfangs etwas naiv und voller guter Vorsätze ist sie angetan von ihren Schützlingen. Aber bald sieht sie zum ersten Mal einen unheimlichen Mann am Fenster. Es ist eine klassische Spukgeschichte, die erzählt wird. Man fragt sich: Stehen die Kinder wirklich mit den Geistern der Toten in Verbindung? Bei der Inszenierung, werde ich an die "Ich-Erzählung" der Vorlage erinnert. Die Wahrnehmung des Kinderverhaltens sehe ich hier als Zuschauer nur aus dem Blickwinkel der Gouvernante. Effektvoll werden Spannungselemente eingesetzt, die einen latenten Schrecken beschwören.
+++ SPOILERLASTIG+++
Was mir aufgefallen ist, im Gegensatz zur alten Verfilmung. Bei der von '61 wurde ich als Zuschauer auch nach Filmende im Unklaren gelassen wird, ob die Kinder wirklich besessen waren oder nicht. Da geht diese Adaption anders vor. Erst bin ich hier davon überzeugt, das es so ist, wie es sich aus der Sicht der Gouvernante abspielt. Doch mit dem Ende wird die Mehrdeutigkeit, die auch schon Henry James' Erzählung beinhaltete, in dieser Inszenierung aufrechterhalten.

Sehenswerte, schaurige Umsetzung des Stoffes. Ich neige sogar dazu, soweit zu gehen, das diese Adaption besser ist wie die von 1961!

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