Filmplakat von Schmetterling und Taucherglocke Schmetterling und Taucherglocke

Le Scaphandre et le papillon, FR, US 2007 — Kritik

Kritiker — Ausgezeichnet 8.6

Der Film Schmetterling und Taucherglocke wurde von 26 Kritikern bewertet.

fko: filmsprung.ch

10.0Lieblingsfilm

«Le scaphandre et le papillon» ist ein überwältigendes Meisterwerk über einen erstaunlichen Menschen, dem es trotz bitterem Schicksalsschlag gelingt, seinem Leben eine neue Bedeutung zu geben. Der Film ist zwar auch traurig, gleichzeitig zelebriert er aber eine unbeschreibliche Lebensfreude.

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Anke Westphal: Berliner Zeitung

10.0Lieblingsfilm

Gewiss ist "Schmetterling und Taucherglocke" ein Film über die Zerbrechlichkeit des Menschen, über Krankheit und Tod, aber auch über die Zuwendung. Vor allem ist es jedoch ein bedeutender Film über das Kino: darüber, die Dinge nicht allein neu zu sehen, sondern dies auch zu zeigen - ein Film eben über Einstellungen im umfassenden Sinne.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

10.0Lieblingsfilm

Es gibt Filme wie Transformers oder 300: klassisches Popcorn-Kino, welches weniger durch einen besonderen Inhalt denn vielmehr durch eine perfekt durchgestylte Optik mit einer gehörigen Portion Action auffällt. Es gibt aber auch hier und da mal Filme wie Schmetterling Und Taucherglocke. Filme, die besonders sind. Besonders klug. Besonders liebenswürdig. Besonders dramatisch. Besonders kunstvoll - und vor allem besonders anders.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

8.0Ausgezeichnet

Es gibt nicht viele Filme vor denen ich Angst habe. In der Vergangenheit zählten zu dieser Handvoll Filme vielleicht „Der Soldat James Ryan“, dessen D-Day-Anfangsszene schon sehr heftig ist oder „Der freie Wille“, in dem eine Vergewaltigungsszene ohne erleichternde Schnitte dokumentiert wird. Auch an „Schmetterling und Taucherglocke“ geht man automatisch mit einem gewissen ängstlichen Respekt. Zu intensiv ist die erzählte wahre Geschichte, als dass man dazu eine zuschauerliche Distanz wahren könnte. [...]

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TheCorey: Wicked Vision, Das Manifest...

10.0Lieblingsfilm

Ein Mann mit gutem Aussehen, mit Witz und Charme, der viele Freunde hat, beliebt und respektiert wird, gutes Essen schätzt und auch zu seinem Vater ein warmes Verhältnis pflegt. Chefredakteur eines der besten, wenn nicht gar des besten Modemagazins Frankreichs (Elle), der es sich leisten kann nicht nur seine drei Kinder zu versorgen, sondern auch mit seinen Geliebten wegzufahren. Ein Mann der eigentlich alles hat, was man sich von einem erfolgreichen und glücklichen Leben versprechen kann – so ein Mann war Jean-Dominique Bauby, von seinen Freunden nur Jean-Do gerufen. Doch es war nicht Jean-Dos Leben, welches die Menschen beeindruckt und Kathleen Kennedy sowie Jon Kilik dazu bewogen hat einen Film über ihn zu machen. Vielmehr war es der schlimmste Schicksalsschlag im Leben von Jean-Do, der die Ausgangsbasis für Julian Schnabels dritten Kinofilm bildet, der am 27. März 2008 in den deutschen Kinos anlaufen wird. Schnabel, einst Kollege und Freund von solchen New Yorker Künstlern wie Andy Warhol und Jean Michel Basquiat, führte zum ersten Mal seit seinem Film "Before Night Falls" aus dem Jahr 2000 wieder Regie bei einem Film und gewann nicht nur bei den Filmfestspielen von Cannes den Preis für die beste Regie, sondern erhielt diesen auch bei den diesjährigen Golden Globes, zusammen mit der Auszeichnung für den besten fremdsprachigen Film. Bei der demnächst anstehenden Oscarverleihung ist "Le Scaphandre et le Papillon" in vier Kategorien nominiert, darunter erneut für die beste Regie, sowie für das adaptierte Drehbuch von Ronald Harwood, den Schnitt von Juliette Welfing und die Kameraarbeit des Spielberg-Spezis Janusz Kaminski.

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G. Jekubzik: Filmtabs

8.5Ausgezeichnet

Das Drama dieses Lebens - umgesetzt in Julian Schnabels mutige und geniale Bilder - erschüttert wie selten ein Kinofilm.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

8.0Ausgezeichnet

Echte Horrorvisionen brauchen nicht zwangsläufig stiefeltief Kunstblut und abgetrennte Gliedmaße. Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric), der Protagonist in Julian Schnabels Bestsellerverfilmung, ist noch an einem Stück, als er im Krankenhaus aus dem Koma erwacht. Doch der Gehirnschlag hat ihn in seinem eigenen Körper eingesperrt. Diagnose: Locked-In-Syndrom. Lebenslänglich.

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johanna: Onlinemedien

7.5Sehenswert

Ein schonungsloser Film, der die Wahrnehmungen und Gefühle des erkrankten Elle-Chefredakteurs Jean-Dominique Bauby aus der Innenperspektive erzählt - hervorragende stilistische Mittel.

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S Hentschel: Brigitte

9.0Herausragend

Das ist wunderbar zartes Kino, gleichermaßen komisch wie todtraurig, ohne falsches Pathos. Und dem grandiosen Hauptdarsteller Mathieu Amalric genügt ein Wimpernschlag, um uns ein ganzes Leben zu zeigen, das nur noch im Kopf stattfinden kann.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

6.5Ganz gut

Kein Film, der - wie so oft, wenn es um Krankheit und Leiden geht - im plumpen Sinne "für Lebensfreude und Optimismus plädiert", nicht das Klischee von der "Feier des Lebens" und nicht die Klischee-Behauptung vom Glück der Krankheit, davon, dass einem Krankheiten das Auge öffnen könne "für die Dinge, die wirklich zählen". Fern von derlei Papperlapapp verleugnet der Film keine Sekunde die Katastrophe von Baubys Schicksal. Er ist hart, aber humorvoll und auf merkwürdige Weise tröstend, weil Bauby selbst neugierig und offen ist, herrlich sarkastisch und mitunter ungebrochen egoistisch. Gerade dadurch ist der Film jederzeit spannend.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

9.5Herausragend

Julian Schnabel ist mit diesem Meisterwerk eine der besten Literaturverfilmungen der letzten Jahre gelungen! Das Buch von Jean-Dominique Bauby wurde alleine in Deutschland bisher über 350.000 verkauft. Nur selten verlässt der Film den Kopf und die Gedankenwelt seiner Hauptfigur. Der erste Anblick seines deformierten Gesichts und Körpers ist für ihn und den Zuschauer ein Schock. Die unglaublichen Bilderwelten des Oscar-gekrönten Kameramannes Janusz Kaminski („Der Soldat James Ryan“) tun das ihre dazu. Den ganzen Film erlebt man mit Bauby aus seiner Sicht und doch ist es...

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

8.0Ausgezeichnet

Um Mathieu Amalrics irre Performance wäre es wirklich schade gewesen. Mit nur einem Auge ist der französische Schauspieler witziger als andere mit dem ganzen Gesicht. Zumindest eine Weile. Bauby muss nämlich erkennen, dass er mit zynischen Weltbetrachtungen der Taucherglocke seiner reduzierten Existenz – hatte er je eine andere? – nicht entkommt. [...] Der Film, eine erstaunlich heitere Liebeserklärung an das Leben, ist ein beeindruckendes Vermächtnis.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

9.0Herausragend

Mit der Verfilmung von Baubys Memoiren hat Julian Schnabel, auch als Maler und notorischer Pyjama-Träger bekannt, einen Film gedreht, der jetzt schon zu den Besten dieses Jahrgangs zählt. Dabei setzt Schnabel auch mit der Kamera Baubys subjektive Perspektive um: Anfangs liegt das Objektiv noch unbeweglich auf dem Krankenbett, immer denselben Bildausschnitt zeigend. Doch wenn sich Baubys Gedanken erst einmal gelöst haben von seinem ans Bett gefesselten Körper, schwingt sich auch die Kamera auf und fliegt über die Erinnerungslandschaften einer verklärten Vergangenheit. Das Ergebnis ist ein ebenso melancholischer wie Mut machender, farbenfroher wie krankenhausgrauer und erinnerungsfreudiger wie depressiver, in jedem Fall ergreifender Film über die Stärke des menschlichen Geistes, der in der Lage ist, sich weit über die manchmal traurige Existenz seines Körpers zu erheben.

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Kommentare — Ausgezeichnet 8.2

Der Film Schmetterling und Taucherglocke wurde von 506 Mitgliedern bewertet.

Slevin Kalebra

Bewertung8.5Herausragend

Es gibt viele Filme die, durch medizinische Tragödien, einem die Botschaft "genieße das Leben" näher bringen wollen. Meiner Meinung nach tut dies keiner so bravourös wie dieser hier. Regisseur Schnabel drückt von Anfang bis Ende nie auf die Tränendrüse und bleibt authentisch. Das Konzept eine Geschichte komplett aus der Perspektive eines, am locked in-Syndrom leidenden, Mannes zu zeigen, ist so einfach wie genial. Jede Szene, mag sie traurig, schockierend oder witzig sein, ist so viel effektiver und zieht einen in seinen Bann, ohne mit großer Dramatik auffahren zu müssen. Dröge und einseitig wird es auch an keiner Stelle durch geschickt eingesetzte Rückblenden und Traumsequenzen. Ein, trotz seiner Thematik, sehr lebendiges Stück Kino, das in noch nie gezeigter Art und Weise enorme Lebensfreude vermittelt.

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dbeutner

Bewertung7.0Sehenswert

Ich kann mich der allgemeinen Begeisterung überhaupt nicht anschließen. Zunächst einmal ging es mir ähnlich wie cannibal83 - der Protagonist war mir einfach ganz schön unsympathisch, so dass schon die erste große Hürde geschaffen war, sich mit der Hauptfigur identifizieren zu können. Die (teilweise fast fehlende) Dramaturgie tat ihr übriges - gerade etwa die Szene, als die Kinder da waren, hat primär technisch polierte Bilder gezeigt, war aber nicht in der Lage, die Verzweifelung zu transportieren.

Insgesamt möchte ich bemängeln, dass die "Taubstummheit", die von Außenstehenden ja teilweise (zunächst) wahrgenommen wurde, durch die sehr rudimentären Gedanken, die aus dem Off angeboten werden, fast schon unterstrichen wird. Ich würde in der Situation nicht ab und an einen Gedanken platzieren, sondern in solcher Hochgeschwindigkeit denken, dass sich daraus dann wieder das Problem ergibt, davon nur einen Bruchteil nach außen transportieren zu können. Im Film war es eher umgekehrt - aus dem Off gab es nur Fragmente, aber nachher war ein Buch entstanden... hm...

Dann kamen noch emotional mich nicht im Ansatz ergreifende Situationen hinzu wie das Telefongespräch mit seiner Affäre, die sich so dermaßen überdämlich gegeben hat, und er dann noch seine Sehnsucht von der Mutter seiner Kinder ihr übertragen ließ.

Warum komme ich trotzdem zu sieben Punkten? Der Film hatte eine gewisse Dichte und keine ernsthaften Längen, am Ende habe ich mich gewundert, dass er leichte Überlänge hatte, "gefühlt" hatte ich über 20 Minuten weniger. Das Ende selbst war dann auch noch der erste Punkt, den ich in Ansätzen ergreifend fand. Und na klar, die Bilder waren schon sehr klasse -- aber das allein macht doch noch kein "Meisterwerk" aus...

Außerdem ein klasse Soundtrack und eine Hommage an "Night on Earth" (ich glaube, das hat noch niemand bemerkt, im ganzen Netz: Isaach de Bankolé, Tom Waits, und die Mütze von Armin Müller-Stahl) - das fand ich wiederum sehr sympathisch vom Regisseur.

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BobbyIII

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Absolut beengendes und doch ungemein Freiheitsliebendes und Lebensliebendes Biopic, das berührt. Kameraführung und Bilder sind große Kunst!
Ein wirkliches Meisterwerk!

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nurleben

Bewertung7.0Sehenswert

lieber "Das Meer in Mir" gucken!

der hat mich um Welten mehr berührt ...

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nurleben

"Das Meer in Mir" erzählt genauso eine wahre Geschichte, die sich in der jüngeren Vergangenheit ereignet hat ...

aber eben viel besser und berührender :P


Kris

Realität und Entertainment müssen sich aber nicht gegenseitig ausschließen. Auerßdem hat das nichts mit der Frage zu tun, ob es ein Film schafft, seine Zuschauer zu berühren. Gerade wenn er die Realität abbildet, sollte er das schaffen!


Kris

Bewertung2.0Ärgerlich

Ja, ich seh's. Beeindruckende Geschichte über einen beeindruckenden Menschen mit beeindruckenden Bildern. Für mich leider die reinste Qual.

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cannibal83

Solche gibt es natürlich immer wieder...!


nurleben

Tja, Qual wars nich, aber toll auch nich ...

Zeimlich durchwachsne würd ich sagen ...


Schlegel

Bewertung9.0Herausragend

In der Haut des einäugigen Protagonisten inkl. 2D-Bild! Niemals langweilig, streckenweise sogar witzig. Ein echter Geniestreich.

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pellekraut007

Mich hat an diesem Geniestreich gestört, daß alle Frauen sehr attraktiv waren, um vielleicht das Auge des Regisseurs zu erfreuen. Das Klischee hat mich so gestört, dass ich nur ein gut für diesen interessanten Film übrig habe.


Schlegel

Stimmt schon. Aber das gehört zum Kino wohl dazu, Mathieu Amalric ist schließlich auch nicht von schlechten Eltern. Hm. Zumindest ist er charismatisch. ... O Gott, eine Gender-Diskussion!


Oberlaender

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein gut gemachter Film für Leute, die Platz für Sorgen anderer haben. Mich zieht der Film sehr runter.

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Fenstermädi

Bewertung9.5Herausragend

Ich habe den Film empfohlen bekommen, und bin noch immer äußerst dankbar dafür. Das Buch wurde wahnsinnig gut umgesetzt. Die Kamera ist ein purer Traum, die Geschichte, die das Leben geschrieben hat, sowieso. Ein absoluter Filmgenuss und Tränendrücker. Ich kann nicht sagen, ob mir das Buch, oder der Film besser gefallen hat, und das kommt äußerst selten vor. Gut find ich auch, dass der Film wortwörtlich die ersten paar Zeilen des Buches übernommen hat.

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Mum Pitz

Bewertung8.0Ausgezeichnet

ein einfühlsamer und ideenreicher film zum thema tod, erbauend und melancholisch

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spanky

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich bin ein großer Fan von Mathieu Amalric, aber in der Rolle des Schlaganfallpatienten fand ich ihn nicht völlig überzeugend. Die handwerkliche Umsetzung dieser zutiefst berührenden, aber nie ins weinerliche abdriftenden Story ist jedoch durchweg gelungen. Janusz Kaminski ist eben ein Ausnahme-Kameramann, da gibt es nix. Mit einer solchen visuellen Begabung im Rücken in Gestalt von Schnabel kann nur ein Meisterwerk rauskommen. Chapeau!

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King_Alpa

vorgemerkt

hab gerade das Buch gelesen
bin mal gespannt...

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mar (-ion-)

sag blos nicht "das buch ist besser"


luna-tic

Bewertung9.0Herausragend

Ein zutiefst tragischer Film, weil er endlich mal die Realität filmt, und auch die Ausflüchte des kranken Menschen.
Natürlich ist es "langweilig" - immer die gleichen Szenen, diese total weit hergeholten Fantastereien des Protagonisten, die leeren Räume, das ausdruckslose (weil gelähmte) Gesicht des Schauspielers... und genau das ist echt, das ist die Krankheit. Routine, wartend auf den Tod, gefangen in der Taucherglocke (eines der schönsten Bilder überhaupt) Aber der Geist ist und bleibt ein Schmetterling, bis in den Tod. Schauspielerisch überzeugt mich nur der Hauptdasteller, thematisch schwierig aber von einer Intensität, die schwer zu beschreiben ist. Ein Film, der bittere Tränen fließen lässt, weil er trotz der Schönheit des Buches, Bitterkeit zeigt.

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cannibal83

Bewertung4.0Uninteressant

Kameratechnisch ist das anfangs zwar alles sehr innovativ, nur verliert sich der Streifen dann recht schnell zwischen Closeups vom Gesicht des Hauptprotagonisten und den ständig aufgesagten Buchstaben.

Dazu hab ich zu keinem Zeitpunkt mit Jean-Dominique mitgefiebert - oder gar gelitten. Weil es schwierig ist diesen Charakter anhand seines Krankenhausalltags bzw. seiner Fantasiegeschichten zu erfassen. Es gibt zwar wenige Rückblenden in Jean-Dominique's früheres Leben. Jedoch lassen diese die Emotionalität vermissen, die der Film im Krankenhaus zu oft einsetzt. Stellenweise ist das alles zu melodramatisch und einfach zu gewollt, z.B. die Szene als die Geliebte in Anwesenheit der Ehefrau anruft.

Für mich persönlich somit ein leider sehr langweiliges Werk, dessen gute Kritiken ich nicht ganz nachvollziehen kann. Aber wegen der verschiedenen Meinungen sind wir ja alle hier! ;-)

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ellen_ripley

Bewertung8.5Ausgezeichnet

kamera und schnitt erzählen beeindruckt gut.
film macht neugierig auf das buch.

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DrMurx

Bewertung9.5Herausragend

Das ungewöhnliche an diesem Film ist, dass man trotz des tragischen Schicksals des Jean-Dominique Bauby lachen kann - und das ohne sich gleich darauf zu fragen, ob man das überhaupt darf. Man darf. Man wird gradezu dazu genötigt. Mathieu Amalric, der die Innenansicht seiner Rolle improvisiert hat, brilliert in eben diese Momenten mit dem gleichen Sarkasmus, der Bauby in der Ausweglosigkeit nach vorn blicken ließ.

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dae-su

Bewertung9.0Herausragend

Ich fand Schmetterling und Taucherglocke unheimlich, unheimlich gut. Julian Schnabel hat - nicht zuletzt durch die Verwendung toller Stilmittel - einen zugleich wunderschönen und unfassbar traurigen Film gemacht. Die ersten 20 Minuten des Films sieht der Zuschauer die Welt durch "das Auge" von Jean-Dominique Bauby, dem Mann, der nach dem Schlaganfall am so genannten "Locked-In-Syndrom" leidet. Dementsprechend eingeschränkt ist die Sichtweise: die Kamera erfasst nur so viel, wie ein einzelnes Auge ohne Bewegen des Kopfes von seiner Umwelt wahrnehmen kann. Im Off hört man die Stimme des Mannes, der alles versteht, sich aber nicht verständigen kann. Es stellt sich schnell ein unheimlich klaustrophobisches, beklemmendes Gefühl ein, das den Zuschauer schon nach wenigen Filmmomenten in den Bann der Geschichte zieht. In Rückblenden erinnert sich "Jean-Do" an sein Leben vor dem Unfall; und in wunderschönen Aufnahmen rekonstruiert Regisseur und Künstler Schnabel die Geschichte des erfolgreichen Journalisten und Menschen, der seine Frau und die drei geliebten Kinder für eine Andere verlässt. Er erzählt von Freundschaft und Liebe, von Erinnerungen und - Glück.
Eingebettet sind diese Erinnerungen in Szenen, die die Anstrengungen von Bauby, seine Geschichte zu "diktieren" auf großartige Weise verdeutlichen. Der Off-Kommentar sorgt dabei immer wieder für einige befreiende, auflockernde Schmunzler, die sofort vergessen sind, wenn seine Familie um ihn herum ist, und er sich fragen muss, wie viel Vater er für seinen Sohn in diesem Zustand überhaupt noch sein kann.
Das Tolle an Schmetterling und Taucherglocke ist, dass Schnabel unheimlich sensibel inszeniert, an keiner Stelle auf die Tränendrüse drückt und sich dafür auf die Wirkung der wirklich fantastischen Bilder verlässt.

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tin

Bewertung9.0Herausragend

ein wunderbarer, beeindruckender film. und eben weil er nichts übertreibt und die tatsachen in ihrer einfachheit zeigt, überzeugt er besonders von seiner tiefe. was mich an vielen filmen so stört (große gefühle, die leider nicht glaubhaft dargestellt werden), war hier genau das gegenteil - die verzweiflung von baubys mitmenschen, seinen geliebten personen, war einem so nah, daß man sie direkt mitfühlen konnte. und auch baubys eigene art, mit seiner lage umzugehen, der bittere sarkasmus und die fähigkeit, sein befinden in bildern so zu formulieren, daß einem einmal mehr klar wird, daß dieses leben über die vorstellungskraft eines gesunden menschen weit hinausgeht.
ein film, der in erinnerung bleibt und einen mit einem merkwürdigen gefühl zurück läßt.

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JimiHendrix

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atemberaubend melancholisches Drama, mit viel Tiefgang und Gefühl.

Julien Schnabes Meisterwerk gewährt einem ein Gefühl, wie es ist koplett gelähmt zu sein und sich nur anhand des Auges verständlich zu machen. Man bekommt die Probleme und die Gedanken von Jean-Dom mit.

Was hindert ihn darn, den verstand zu behalten? Warum kann er trotz all dem Frust und der Trauer, über sich selbst und seine Situation noch etwas Lebensfreude bewahren?
Diese Fragen werden nur teilweiße beantwortet, grade weil es keine klaren Antorten geben kann.

Durch die besondere Kamaraführung, die fast immer aus der sicht von Jean-Dom gezeigt wird, erhält man einen guten Einblick in die Grausamkeit, in seinem eigenen Körper gefangen zu sein. Es erinnerte mich stark an den Film "Johnny zieht in den Krieg".

Auch die Musik ist wunderschön und schwebt neber dem Film her.
Die Bilder drücken ebenfalls eine gewisse Leichtigkeit aus, grade wenn sich Jean-Dom in seiner Fantasie- und Erinnerungswelt befindet.

Mathieu Amalric spielt grandions authentisch und trägt so den Film ganz allein.

Das Ende war nicht so wie erwartet und grade deshalb sehr gelungen.

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Schmettilein

Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckend trifft es echt am meisten. Mich hat der Film lange beschäftigt und zum Nachdenken gebracht...schwere Kost wunderbar umgesetzt. Danach sieht man die Wet ein bisschen anders...man wei0 sein Leben ein Stück mehr zu schätzen.

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AgentGuhl86

Bewertung7.5Sehenswert

Schlaganfall. Kann gut gehen, muss es nicht. Dieses oscarnominierte Werk zeigt das Leben eines fast vollständig vom Schlaganfall gelähmten Menschen, der zuvor einer war, der sein Leben in vollen Zügen genoss und auf der Welle des Erfolgs ritt. Nun ist er in seinem Körper gefangen, wie in einer "Taucherglocke". Der Film wird größtenteils aus dessen Perspektive erzählt, worauf sich schnell eine gewisse Beklemmung breitmacht. Zwischendurch geht der Zuschauer mit auf eine Reise durch die Fantasie, die unabhängig von der Lähmung, wie ein "Schmetterling" durch die Luft schwebt...mit aller Leichtigkeit der Welt. Ein tragischer Film sehr überzeugend gespielt, dramatisch und für einige Menschen auf der Welt tragische Realität!

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raab_himself

Bewertung9.0Herausragend

Ein wertvoller Film.
Die Kamera ist perfekt! Die Geschichte, von Schicksal geprägt!
Der Sarkasmus von Bauby gibt dem Film Würze!
Der Film deprimiert und schöpft hingegen wieder Hoffnung.

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BananenJoe

Bewertung9.0Herausragend

Eigentlich ist dieser Film eher deprimierend, melancholisch angehaucht, doch trotzdem schafft "Schmetterling und Taucherglocke" den Zuschauer ein lächeln abzugewinnen. Die teils zynischen Auseinandersetzungen von Jean-Domenique mit seiner Situation oder auch die Szenen vor seinem Schlaganfall bereichern den Film. Ein Film an dem man eben nicht vorbeigehen sollte in der Videothek, sondern aufjedenfall mitnehmen.

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pixtur

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nur gut, dass ich nicht wusste, worum es in diesem Film geht. Ich mag keine depremierenden Filme, und wie sollte in Film über dieses Thema nicht frustrierend und traurig sein.
Das Glück der Unwissenden. Dieser Film ist in jeder Hinsicht perfekt. Und hier und da gibt es auch etwas zu lachen :)

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AverageJoe

Bewertung9.0Herausragend

Wow! Die Szenen aus Jean-Dominiques Perspektive gehören ohne jeden Zweifel zu dem beeindruckendsten und bewegendstem das ich seit langer Zeit sehen durfte.

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Muffin Man

Bewertung10.0Herausragend

Ein beeindruckend kraftvoller und berührender Film über einen Mann, der wieder zu leben lernen muss und erst in seinen traurigsten Stunden die Schönheit des Lebens und die Macht der Phantasie erkennen kann.
Die meisterhafte Kamera lässt den Zuschauer in Baubys Lage versetzen, um ihn dann später ebenfalls aus der Taucherglocke zu befreien und ihn durch weite Felder wandeln oder den höchsten Berg erklimmen zu lassen.
Bauby lässt im Verlauf der Geschichte seinen Galgenhumor fallen, reisst sich zusammen, diktiert über Monate hinweg sein Buch und schöpft so neue Hoffnung, trotz aller widriger Umstände. Am Ende ist sein Buch vollendet und erntet höchstes Lob - aber Baubys Geschichte wird tragischerweise vorzeitig beendet. Es läuft der Abspann, zu dem sich Eisklippen aus dem Meer wieder hochtürmen, und das einzige Wort, das einem zu diesem Film einfällt, ist: Meisterwerk.

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Jonni

Bewertung10.0Herausragend

Julian Schnabel ist mit der autiobiographischen Verfilmung "Schmetterling und Taucherglocke" ein Meisterwerk gelungen. Wie soll man nicht zu Tränen gerührt sein, von der zutiefst berührenden, menschlichen Tragödie von der das Leben von Jean-Dominique Bauby erzählt? Aber wie schon Alejandro Amenabar in seinem herausragenden Film "Das Meer in mir", vergisst Schnabel nicht, dass er den Zuschauer auf keinen Fall nur deprimieren darf. So ist "Schmetterling und Taucherglocke" immer auch eine Liebeserklärungan an die Phanstasie, die Frauen und das Leben. Mathieu Amalric verleiht seiner Figur den notwendigen, zynischen Witz um die schreckliche Situation des Locked-In Syndroms für sich selbst (und auch für den Zuschauer) irgendwie erträglich zu machen. Die Kameraführung spielt in einer Liga für sich. Und die Frauen (unter anderem Emanuelle Seigner, Marie-Josée Croze) sind allesamt auf ein solch natürliche Art und Weise schön, wie man sie in amerikanischen Filmen einfach nicht mehr kennt.
"Schmetterling und Taucherglocke" ist sicherlich die Art Film bei der eine Menge Menschen denken "Ja, den wollte ich mir immmer schon mal anschauen - aber heute ist einfach nicht der richtige Abend dafür." Man will diese Menschen zurufen, dass sie es nicht bereuen werden: "Für diesen Film ist immer der richtige Moment."

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Pelle

Bewertung6.5Ganz gut

Klar, dieser Film ist etwas besonderes. Vor allem in der ersten Hälfte eine sehr beeindruckende Kamera (und danach durch die schönen Landschaften auch). Die Szene wo ihm das Auge zugenäht wird, ist genial. Allerdings merkt man recht schnell, dass es eine Biografie ist mit sehr viel Phantasie und Poesie, was mir leider nicht so viel zusagt. Auch hatte ich das Gefühl, dass mir das Zugucken ähnlich schwer fällt, wie Jean das reden.

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Mondlady

Bewertung7.5Sehenswert

ein beeindruckender film der zum nachdenken anregt und den man so schnell nicht vergisst.

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Benjamin F

Bewertung9.5Herausragend

sehr gut umgesetztes erzählkino mit oft traurig, teilweise lustigen untertönen. sehr gut aus der perspektive des hauptdarstellers gefilmt. lohnt sich alleine schon wegen dem lied "all the world is green" von tom waits, das komplett durch eine szene läuft.

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magX

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein neuer Lieblingsfilm, den ich leider erst ziemlich spät im Kino entdeckt habe. Julian Schnabel hat es geschafft ein sehr trauriges Thema für den Zuschauer zugänglich zu machen. Dazu verwendet er vor allem zwei Stilmittel: einerseits die Musik (die wirklich passt und zudem sehr gut ist) und die Witze. Doch das Ende lässt den Zuschauer dann doch depremiert zurück, zwar mit Bewunderung für den Autor des Buches, aber eben sehr depremiert. Mein einziger Kritikpunkt an diesem Meisterwerk ist, dass der Film eindeutig zu kurz ist. Viele Szenen hätte ich gerne länger gesehen, ebenso wie die Charaktere im Film. Am Ende hat man gespaltene Gefühle - Glücksmomente und sehr traurige Momente bleiben einem im Gedächtniss. Am Ende kommen dann doch die Tränen...

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