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Schöne Venus
Vénus beauté (institut) (1999), FR Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 06.04.2000
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Moviemaster:Movie
von Tonie Marshall, mit Audrey Tautou und Nathalie Baye
Wunderbarer kleiner Schönheitssalon: Angéle, Samantha und Marie versorgen tagtäglich ihr weibliches Klientel mit Balsam für die Seele und Cremes für die strapazierte Haut. Im bonbonfarbenen Ambiente der Schönheitsfarm bleiben Liebesfreud und Liebesleid der Kundinnen kein Geheimnis. Aber auch die Kosmetikerinnen haben ihre kleinen Problemzonen. Zwar erlebt die bildhübsche Marie gerade mit einem Piloten das Glück in der Liebe, Samantha dagegen leidet unter Depressionen, für die es keine Salbe gibt. Und Angéle glaubt schon lange nicht mehr an die große Liebe. Sie flüchtet sich von einem One-Night-Stand zum nächsten, bis der Bildhauer Antoine in ihr Leben tritt.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Schöne Venus
- Genre
- Drama, Komödie, Romantische Komödie, Romanze
- Ort
- Paris
- Handlung
- Liebe, Nackte Frau
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Kommentar — Film: Schöne Venus
craax Fri, 23 Nov 2012 05:41:18 -0000
Kommentar löschenLa Femme. Paris. Die Liebe. Die Frauen von‘.
Das Alter. Die Falten. Der Schmerz. Eifersucht. Horrende Preise. Wo nehmen all die alten Tucken das Geld her?
Keine Frage: ein Frauenfilm. Regisseurin: eine (vermutlich mittelalternde) Französin. Die Konfrontation der Schönheit mit der Vergänglichkeit: „Wir haben doch sonst nichts ande-res...“. Gemeint ist nicht das Angebot an Pülverchen und Wässerchen: sondern das, was Frau-en (der Männerliebe) anzubieten zu meinen haben : ihre Äußerlichkeit. Haben wir Männer sie dazu gezwungen, oder entspringt dies der passiven Verwöhnlust (sich das Leben schenken zu lassen, ohne etwas dafür leisten zu müssen)(außer billigem Sex) - der Frauen selbst? Laß dich anbeten!
Die Liebe ist leicht, wenn man weiblich, jung, und schön ist. Doch der bequeme Weg entwik-kelt Tücken: die Zeit arbeitet gegen solch leichtes Beginnen und schmälert unerbittlich zu-nehmend den Frauen den unverdienten Ertrag,- Stück für Stück, Falte für Falte, gewohnten Komfort -: Verzicht. Flüchten oder Standhalten (geht nicht) : Klammern? In diesem Film wimmelt es von alternden stark geschminkten Frauen: Maskenträgern: dem natürlichen Kli-entel von Schönheitssalons,- die eigentlich Therapiestätten von Verlustängsten, Seelen-schmerz und Unentbehrlichkeiten in Sehnsuchtsform (siehe die Packungsbeilage) sind. Nur scheinbar zielen die wohltuenden Tinkturen und Essenzen auf körperliche Hinsicht: sie dienen endgültig als Balsam der Seele. Denn die, hungert auch: nach Zuneigung, nach Berührung: Liebe genannt. Mühsam lernen geschilderte Frauen, auf die Ochsentour, zu unterscheiden: mühelose Bedienung des jungen Fleisches von der mühsamen, ja schmerzlich-qualvoll stei-gerbaren Entbehrungs-Belohnung der alten, gereiften Seele zu unterscheiden,- und dort in ausgewogene Übereinstimmung zu bringen – oder wenigstens zu versuchen, es zu tun. „Liebe ist das schönfärberische Mittel, dir die Freiheit zu rauben!“ – wenn man nun aber im Grunde gar nicht frei zu sein wünscht?
Hier taucht das echte Problem, das dieser Film leider hat, auf. Die Frauen hier allesamt wollen nicht frei sein. Von einer einzigen ist dem Hörensagen nach die Rede: Jaques, der alte unge-stalte Ex der in ihrem Innern hin- und her verbogen gezerrten Hauptperson,- muß ihr Aner-bieten, einen Neuanfang zu wagen,- ausschlagen: er hat eine Junge kennengelernt (sie ist dreißig, zärtlich – ‚und verliebt‘) – aber vor allem: „sie ist nicht so oberflächlich“. Das saß und sitzt. Da helfen auch keine Pillen und kein Nürnberger Trichter.
Ansonsten dreht sich der Film um alle möglichen Finten und Tricks, dem Unausweichlichen zu entwischen: und wie vergeblich das alles! Mit flüchtigem Sex im Vorübergehen ist Herz-lichkeit nicht zu ersetzen. One night stands als Vorbeugungsmittel gegen die Liebe: Abwehr echten Gefühls, da Zuneigung Gebundenheit (‚Freiheitsberaubung‘),- Abhängigkeit und Ver-letzbarkeit bedeutet. Jeanette hat die Schnauze voll vom Schmerz; und lebt daher emotional abstinent. Körpersaftschwankungen werden professionell organisiert routiniert reguliert – und zeitgemäß ausgeglichen und in Waage gehalten. So kommt keine Erschütterung des merklo-sen Gleichgewichts auf. Leider läßt sich die Liebe nicht außenvor halten („Wir müssen leider draußen bleiben“ - da ICH schon drin bin). So endet alles zwangläufig (wie immer zwischen-durch mal) in einem gewaltigen, versöhnenden Kuß. Die Leidenschaft,- aber des Herzens diesmal?, triumphiert? endgültig? Wie ein Appell: die Regisseurin gibt nicht auf. Sie „glaubt an die Liebe“ demonstrativ : auch in körperlicher, also alterungsfähiger Form.
Denn von Gefühl, außer von jenem, das an Hormone gekoppelt ist, ist nicht ernsthaft die Re-de,- nur von Träumen davon. Was sich eben in so eine Reserveschachteltube von Filmrolle pressen läßt.
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