Aufforderung zur Toleranz, eine augenzwinkernde Komödie, eine ehrliche Liebesgeschichte. Secretary ist all dies. Das auf dem Papier schwere Thema wird ohne Vorurteile verarbeitet, so dass es tiefer geht, als es auf zuerst den Anschein zu hat. Maggie Gyllenhall spielt die Persönlichkeitsfindung gekonnt nuanciert.
Maggie Gyllenhall spielt großartig und ist eh toll, ihre Figur verleiht dem Thema auch eine gewisse Tiefe und Ernsthaftigkeit. Auf der anderen Seite James Spader, dessen Spiel sicher auch nicht groß zu kritisieren ist, allerdings hier schon eher die vom Drehbuch angelegte Rolle; es wurde ja hier auch schon mehrfach erwähnt, dass die Figur des Edward Grey sprunghaft, ziellos und mitunter widersprüchlich ist. Ebenso die Nebenfiguren, die teilweise fast der Bedeutungslosigkeit geopfert werden. Insofern leider eine etwas vergebene Chance; da der Stoff zumindest außergewöhnlich ist und einige Stärken hat, zumindest gut schaubar.
Lee liebt es sich selbst zu verletzen und als sie nach einem "Ausrutscher" wegen Suizidverdacht eine Therapie absolvieren muss, ändert sich zwar wenig an ihren Gewohnheiten, doch immerhin absolviert sie erfolgreich einen Schreibmaschinenkurs. Und tatsächlich gelingt es ihr daraufhin, einen Job als Sekretärin bei dem introvertierten Anwalt Grey zu ergattern, dem bald ihre masoschistischen Neigungen auffallen.
Ein Film, der sich an erfrischend neue Themen und interessante Charaktere herantraut und von der sehr starken Maggie Gyllenhaal super getragen wird. Sie geht voll auf in der Rolle der schüchternen, unsicheren Lee, die sich nach und nach von ihren psychischen und sozialen Fesseln befreit und erkennt, was sie wirklich will. Auch James Spader als Mr. Grey spielt richtig gut, der von ihm verkörperte Charakter bekommt vom Drehbuch aber für meinen Geschmack den ein oder anderen spontanen Sinneswandel zu viel verpasst. Leider werden auch die eigentlich interessanten Nebencharaktere kaum entwickelt und dienen wirklich nur der spärlichen Rahmenhandlung. Größter Minuspunkt ist das unglaubwürdige und einfallslose Ende, das mich nach den guten ersten 90 Minuten deutlich enttäuscht hat.
Der Film macht auf jeden Fall Spaß, was vor allem Gyllenhaal und dem Soundtrack zu verdanken ist, das Drehbuch hat trotz wirklich toller Ideen dann aber doch viele Macken.
Maggie Gyllenhaal bekommt den Popo voll. Ich hätte mir zwar ein wenig mehr erwartet von Secretary - das Ganze ist dann letztendlich doch relativ amerikanisch-prüde inszeniert - mir gefielen jedoch das Duo Gyllenhaal/Spader und das Lynch-Artige der Praxis so sehr, dass ich Secretary jedem empfehlen kann, der Gyllenhaal-Fan ist.
Skuril, weird, abartig aber dabei doch ein niedlicher Film mit einem lieben Ende.
Maggie Gyllenhal als unglaublich süße Sekretärin, die auf devote Spielchen steht.
Auch wenn die S&M-Tiraden ab und an den guten Geschmack übersteigen ist es doch wohl eine grundlegende Männerfantasie eine Frau wie Maggie Gyllenhal im engen Rock zu spanken. Und bei der ganzen Versautheit bleibt der Film doch irgendwie süß und witzig.
Ein wirklich großartiger Film der zeigt, welches Potential doch in romantischen Komödien stecken kann. Die Grundstruktur bleibt (ein Paar, das Perfekt zueinander passt aber erst nicht zusammen kommen kann) wird aber durch die wirklich individuelle Sexualität derart persifliert, dass ich diese Geschichte für realistischer halte als alles was Hollywood sonst in diesem Bereich produziert hat. Gleichzeitig auch ein aufmunternder Film mit einer großartigen Botschaft: Auch wenn du nicht so bist wie die anderen, du bist liebenswert so wie du bist und da draußen gibt es einen Deckel, der auf diesen Topf passt. Die Hauptdarsteller sind sympatisch trotz ihrer eigenwilligen Sexualität, super gespielt von James Spader und Maggie Gyllenhaal. Muss man gesehen haben den Film!
Verklemmter Sadist trifft scheue Masochistin fürs Leben. Wie wenn diese Konstellation nicht schon spannend genug wäre, überzeugt diese tragische Komödie zusätzlich mit einem Feuerwerk an Ironie und Sarkasmus, dass es eine Freude ist. Maggie Gyllenhaal bezaubert mit einer unglaublichen Austrahlung und einer perfekten Wandelbarkeit. Der Film lebt praktisch nur von ihrem Charisma und Talent, sowie von einer mehr als schrägen Grundidee. Dieser Film bricht auf eine spielerische Weise und mit viel subtilem Humor mit einigen Tabus und bringt seine teilweise provokative Message auf höchst charmante Weise rüber.
Gleich die Anfangsszene ist ein echter weil ungewöhnlicher Eye-Catcher. Man denkt an die Männerfantasien vom Chef bezüglich einer unterwürfigen Sekretärin und schmunzelt. Dann merkt man wie Lee (Maggie Gyllenhaal in ihrer ausdruckstärksten Rolle!) und ihr Chef (James Spader, kann so unglaublich irre schauen!) gut zu einander passen. Beide neigen zu Sadismus/Masochismus und betreiben Ersatzbefriedigung. Es entwickelt sich ein Psycho-Duell zwischen den beiden, wobei die Grenze zwischen dem Aufbau einer echten menschlichen Beziehung und einer skurril abgefahrenen Groteske ziemlich fließend ist. Mit Erstaunen verfolgt man die Wandlungsfähigkeit der Lee: vom hässlichen Entlein zum Bürotiger. Sie gewinnt innerlich und äußerlich. Darüber hinaus erfährt man noch den Grund für Lees abartige Neigung zur Selbstverstümmelung: ihr schlimmes Elternhaus. Oder wie es im Epilog heißt: die lange Tradition des Katholizismus! Eine gar nicht mal so abartige Idee wird konsequent durchgezogen und unterhaltsam aufbereitet.
Die böse Schwester der RomCom gefällt mir deutlich besser. Maggie Gyllenhaal sexy (und überzeugend) wie nie und Spader glänzt als MaleDom Anhänger und Anwalt (als Anwalt sollte er anschließen in The Practice und Boston Legal noch öfter glänzen).
Schwarzhumorig mit abgründigen Ansätzen, aber trotzdem immer eine leichte Komödie. Dazu ein ordentlicher Soundtrack und gute Nebendarsteller.
Entscheidender Unterschied zu den meist flügellahmen RomCom Werken ist, dass man neben den emotionalen Auf und Abs der Geschichte auch noch eine handfeste und individuelle Sexualität mit auf den Weg gibt, die sich nicht damit zufrieden gibt, am Morgen danach einen verschämten Blick auf die Darsteller zu werfen, die mit der L-förmigen Decke (er Oberkörper frei, sie bis zu den Schultern verhüllt) bedeckt im Bett sitzen und über Gefühle reden, sondern deren Sog die Protagonisten psychisch und physisch mitreißt.
Kreativ, ein wenig zynisch und bittersüß humorvoll, zudem von einer grenzenlos beeindruckenden Hauptdarstellerin getragen.
Soviel kann man aus einer lahmen Liebesschnulze machen, wenn man mehr will, als Girlies jeden Alters zum Taschentuchverbrauch zu animieren...
Eine romantische Komödie über Sado-Masochismus zu machen fand ich eine interessante Idee und stellenweise ist Secretary auch wirklich sehr unterhaltsam. Doch insgesamt machte der Film auf mich einen etwas unausgegorenen Eindruck. Masochismus als Ersatz für "Ritzen" halte ich nicht nur für eher unglaubwürdig, es stellt diese Form der Sexualität dann nämlich doch wieder in einen Zusammenhang mit psychischen Störungen, was ich für Quatsch halte. Ich empfand Mr. Grey sehr schwer nachzuvollziehen, da er irgendwie alle fünf Minuten seine Einstellung zu der Beziehung mit Lee ändert. Erst will er ihr helfen, vom Ritzen loszukommen und fordert sie auf über ihre Gefühle zu reden und den Rest des Filmes ist er dann wieder distanziert. Am störendsten war dies für mich am Ende, als er sie als Test an seinen Schreibtisch setzt und ihren Freund anruft, um dann aber doch einfach zu verschwinden. Es wurde sich keine Mühe gemacht, seine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Allgemein wirkte auf mich alles etwas halbherzig umgesetzt, so wurden die Nebenfiguren nach meinem Empfinden einfach nicht ernst genommen. Da ist ein alkoholkranker Vater der seine Frau schlägt, doch beide bleiben nur Karikaturen. Viele Drehbucheinfälle wirkten auf mich unüberlegt: Lee lügt Peter vor, ihn heiraten zu wollen um ihm dann eine absolut kaltherzige Abfuhr zu erteilen. Wie soll ich mich mit so einer Hauptfigur identifizieren? Neben einigen Logiklöchern (niemanden scheint aufzufallen, dass Mr. Grey die Tippfehler seiner Sekretärin einrahmt und in die Kanzlei hängt) kommt dann auch noch das erzkonservative Ende: Die beiden finden endlich zusammen und Mr. Grey arbeitet während sich Lee zu Hause um den Haushalt kümmert.
Insgesamt hat Secretary für mich zu viele Macken um gut unterhalten zu können und scheint weder seine Charaktere noch das Thema des BDSM ernst zu nehmen.
Du meine Güte, was hat die Maggie Gyllenhaal hier schon wieder für eine Wirkung (auf mich). Wirklich beeindruckend gemacht. So ein Thema und dann so ein schöner, lustvoller und auch präziser Film.
Einfach ein wunderschöner Film, so seltsam die Geschichte auch anmuten mag. Hab ihn nur auf Englisch gesehen und deshalb nicht jedes Wort verstanden, aber die Bilder sagen in dem Fall mehr als tausend Worte.
Erstklassige Besetzung der Hauptrollen, sehen doch sowohl Gyllenhaal als auch Spader eher durchschnittlich und wie Menschen von nebenan aus.
Die ersten zwei Minuten sind morbid-erotische Faszination pur, ein sanftes Kitzeln aller Nervenzellen, ein kleines Vorspiel, dem eine der schönsten Liebesgeschichten aller Zeiten folgt. Eine Liebesgeschichte, die so herrlich anders und in ihrem Kern doch so gleich jeder anderer ist: Denn auch sie ist bestimmt von der Hoffnung auf das perfekte Gegenstück. Die beiden Hauptfiguren sind die Traumrollen schlechthin und werden traumhaft gut gespielt: Während James Spader bis in die Haarwurzeln ein introventierter Sadist ist, wird Maggie Gyllenhaal von Szene zu Szene geiler und wächst aus einem verschreckten jungen Mädchen zur Manifestation der masochistischen Lust. Das Knistern zwischen den beiden ist das reine Leid, auf körperlicher wie auf psychischer Ebene, und brennt sich durch den Bauch ins Herz und Hirn, lässt den Atem stocken und zaubert ein Grinsen aufs Gesicht, welches den Kontrast zwischen Verstörung und Faszination zu kompensieren versucht. Und doch ist das Leid hier nicht das Ende, sondern die Quelle des Glückes: Und so menschlich als diese dargestellt, dass man es niemals wagen würde, das Geschehen als Perversion zu bezeichnen. Nein, das ist nicht ekelhaft, nicht pervers, nicht widerwärtig. Es ist ist wunderschön, es ist berührend, hintersinnig, ironisch und erfüllend. Denn es ist die etwas andere, aber die wirklich wahre Liebe - und: "Wer sagt schon, dass Liebe schön sein muss?" Keiner, hoffe ich, und wenn doch, dann lügt er. Noch nie waren tote Insekten so romantisch wie hier.
Secretary ist ein wirklich sehr schöner Liebesfilm!
Eben anders als die anderen Romantikmovies die doch eigendlich immer das gleiche zeigen.
Was nicht unbedingt schlecht sein muß, denn man will sich bei so einem Film auch wohlfühlen!
Aber hier wird halt endlich mal gezeigt dass es auch Menschen gibt die halt durch was anderes Lust empfinden.
Und dass sich solche Menschen im Grunde auch nur nach dem passenden Partner sehnen und auf ihre Weise geliebt werden wollen.
Liebe empfindet und gibt nunmal jeder Mensch anders.und solange der Gegenüber zu nichts gezwungen wird was er nicht möchte,oder es zu einem Verbrechen kommt gibt es auch keine Grenzen in der Liebe und beim Sex!
Also, guter Film mit einer wie immer bezaubernden Maggie Gyllenhaal und einem James spader der hier mal wieder so gut ist wie in Chrash!
Die Schauspieler schmücken ihre Rolle aus, schöner könnte man es sich eigentlich nicht vorstellen.
Die Handlung verliert nie ihren ganz besonderen Zauber. Es ist fesselnd.
Der wohl romantischste Film den ich je gesehen habe...
Diesen Film ziehe ich JEDEM anderen Liebesfilm vor.
Alle anderen sehen dagegen blass aus.
Ja, die Tags "Krankenhaus, Masturbation, Sadomasochismus, Sekretärin, Suizid" sind wirklich die zentralen Wörter des Films ;) Mir fällt daher auch schwer, den Film in ein Genre einzuordnen. Schwarzhumorig,Drama,Liebesgeschichte,Erotik.... 'Secretary' ist alles, außer konventionnell, ähnlich wie in Boston Legal. Passenderweise spielt James Spader(in B.L. als Alan Shore) auch in 'Secretary' einen Anwalt, vielleicht sogar den Anwalt der er wäre, hätte er nicht Danny Crane kennengelernt.... Maggie Gyllenhaal ersetzt Danny sozusagen durch eine Sekretärin und das wirklich überzeugend !
Ein Film mit Steigerungspotential.
Secretary - Kritik
US 2002 Laufzeit 104 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 25.09.2003
Kritiken (1) — Film: Secretary
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenAufforderung zur Toleranz, eine augenzwinkernde Komödie, eine ehrliche Liebesgeschichte. Secretary ist all dies. Das auf dem Papier schwere Thema wird ohne Vorurteile verarbeitet, so dass es tiefer geht, als es auf zuerst den Anschein zu hat. Maggie Gyllenhall spielt die Persönlichkeitsfindung gekonnt nuanciert.
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Kommentare (44) — Film: Secretary
Kommentar schreibenBlackEaster 2012/01/27 11:47:59
Kommentar löschenMhh.
BDSM.
*sabber, tropf*
;)
Lustiges Filmchen.
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dbeutner 2012/01/23 19:21:26
Kommentar löschenMaggie Gyllenhall spielt großartig und ist eh toll, ihre Figur verleiht dem Thema auch eine gewisse Tiefe und Ernsthaftigkeit. Auf der anderen Seite James Spader, dessen Spiel sicher auch nicht groß zu kritisieren ist, allerdings hier schon eher die vom Drehbuch angelegte Rolle; es wurde ja hier auch schon mehrfach erwähnt, dass die Figur des Edward Grey sprunghaft, ziellos und mitunter widersprüchlich ist. Ebenso die Nebenfiguren, die teilweise fast der Bedeutungslosigkeit geopfert werden. Insofern leider eine etwas vergebene Chance; da der Stoff zumindest außergewöhnlich ist und einige Stärken hat, zumindest gut schaubar.
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Birdcage 2011/12/20 19:49:02
Kommentar löschenEine unkonventionelle und ergreifende Lovestory mit Biss!
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Emzed 2011/11/26 19:52:23
Kommentar löschenLee liebt es sich selbst zu verletzen und als sie nach einem "Ausrutscher" wegen Suizidverdacht eine Therapie absolvieren muss, ändert sich zwar wenig an ihren Gewohnheiten, doch immerhin absolviert sie erfolgreich einen Schreibmaschinenkurs. Und tatsächlich gelingt es ihr daraufhin, einen Job als Sekretärin bei dem introvertierten Anwalt Grey zu ergattern, dem bald ihre masoschistischen Neigungen auffallen.
Ein Film, der sich an erfrischend neue Themen und interessante Charaktere herantraut und von der sehr starken Maggie Gyllenhaal super getragen wird. Sie geht voll auf in der Rolle der schüchternen, unsicheren Lee, die sich nach und nach von ihren psychischen und sozialen Fesseln befreit und erkennt, was sie wirklich will. Auch James Spader als Mr. Grey spielt richtig gut, der von ihm verkörperte Charakter bekommt vom Drehbuch aber für meinen Geschmack den ein oder anderen spontanen Sinneswandel zu viel verpasst. Leider werden auch die eigentlich interessanten Nebencharaktere kaum entwickelt und dienen wirklich nur der spärlichen Rahmenhandlung. Größter Minuspunkt ist das unglaubwürdige und einfallslose Ende, das mich nach den guten ersten 90 Minuten deutlich enttäuscht hat.
Der Film macht auf jeden Fall Spaß, was vor allem Gyllenhaal und dem Soundtrack zu verdanken ist, das Drehbuch hat trotz wirklich toller Ideen dann aber doch viele Macken.
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annaberlin 2011/10/19 10:46:47
Kommentar löschenMaggie Gyllenhaal bekommt den Popo voll. Ich hätte mir zwar ein wenig mehr erwartet von Secretary - das Ganze ist dann letztendlich doch relativ amerikanisch-prüde inszeniert - mir gefielen jedoch das Duo Gyllenhaal/Spader und das Lynch-Artige der Praxis so sehr, dass ich Secretary jedem empfehlen kann, der Gyllenhaal-Fan ist.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
doctorgonzo 2011/10/19 11:39:04
Antwort löschenGefiel mir auch ohne große Sympathie für Maggie Gyllenhaal.
Sigmund 2011/10/19 12:19:55
Antwort löschenMir auch. Ziemlich mutig außerdem, entgegen dem modernen Klischee-Rollenbild eine Frau zu zeigen, die ihre Freude daran hat, devot zu sein.
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annaberlin 2011/10/19 16:55:00
Antwort löschenAber die Inszenierung ist dennoch ein wenig zu prüde/klassisch/vorsichtig.
Sigmund 2011/10/19 17:02:07
Antwort löschenVor allem zum Ende hin, wenn ichs richtig erinnere. Hab ihn damals zum Kinostart gesehen, ist schon ne Weile her.
DeZeiter 2011/07/06 12:43:34
Kommentar löschenSkuril, weird, abartig aber dabei doch ein niedlicher Film mit einem lieben Ende.
Maggie Gyllenhal als unglaublich süße Sekretärin, die auf devote Spielchen steht.
Auch wenn die S&M-Tiraden ab und an den guten Geschmack übersteigen ist es doch wohl eine grundlegende Männerfantasie eine Frau wie Maggie Gyllenhal im engen Rock zu spanken. Und bei der ganzen Versautheit bleibt der Film doch irgendwie süß und witzig.
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lorddarkstar28 2011/06/13 12:36:57
Kommentar löschenEin wirklich großartiger Film der zeigt, welches Potential doch in romantischen Komödien stecken kann. Die Grundstruktur bleibt (ein Paar, das Perfekt zueinander passt aber erst nicht zusammen kommen kann) wird aber durch die wirklich individuelle Sexualität derart persifliert, dass ich diese Geschichte für realistischer halte als alles was Hollywood sonst in diesem Bereich produziert hat. Gleichzeitig auch ein aufmunternder Film mit einer großartigen Botschaft: Auch wenn du nicht so bist wie die anderen, du bist liebenswert so wie du bist und da draußen gibt es einen Deckel, der auf diesen Topf passt. Die Hauptdarsteller sind sympatisch trotz ihrer eigenwilligen Sexualität, super gespielt von James Spader und Maggie Gyllenhaal. Muss man gesehen haben den Film!
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horro 2011/03/15 09:30:01
Kommentar löschenVerklemmter Sadist trifft scheue Masochistin fürs Leben. Wie wenn diese Konstellation nicht schon spannend genug wäre, überzeugt diese tragische Komödie zusätzlich mit einem Feuerwerk an Ironie und Sarkasmus, dass es eine Freude ist. Maggie Gyllenhaal bezaubert mit einer unglaublichen Austrahlung und einer perfekten Wandelbarkeit. Der Film lebt praktisch nur von ihrem Charisma und Talent, sowie von einer mehr als schrägen Grundidee. Dieser Film bricht auf eine spielerische Weise und mit viel subtilem Humor mit einigen Tabus und bringt seine teilweise provokative Message auf höchst charmante Weise rüber.
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
8martin 2011/01/06 13:36:32
Kommentar löschenGleich die Anfangsszene ist ein echter weil ungewöhnlicher Eye-Catcher. Man denkt an die Männerfantasien vom Chef bezüglich einer unterwürfigen Sekretärin und schmunzelt. Dann merkt man wie Lee (Maggie Gyllenhaal in ihrer ausdruckstärksten Rolle!) und ihr Chef (James Spader, kann so unglaublich irre schauen!) gut zu einander passen. Beide neigen zu Sadismus/Masochismus und betreiben Ersatzbefriedigung. Es entwickelt sich ein Psycho-Duell zwischen den beiden, wobei die Grenze zwischen dem Aufbau einer echten menschlichen Beziehung und einer skurril abgefahrenen Groteske ziemlich fließend ist. Mit Erstaunen verfolgt man die Wandlungsfähigkeit der Lee: vom hässlichen Entlein zum Bürotiger. Sie gewinnt innerlich und äußerlich. Darüber hinaus erfährt man noch den Grund für Lees abartige Neigung zur Selbstverstümmelung: ihr schlimmes Elternhaus. Oder wie es im Epilog heißt: die lange Tradition des Katholizismus! Eine gar nicht mal so abartige Idee wird konsequent durchgezogen und unterhaltsam aufbereitet.
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doctorgonzo 2010/11/04 11:18:12
Kommentar löschenDie böse Schwester der RomCom gefällt mir deutlich besser. Maggie Gyllenhaal sexy (und überzeugend) wie nie und Spader glänzt als MaleDom Anhänger und Anwalt (als Anwalt sollte er anschließen in The Practice und Boston Legal noch öfter glänzen).
Schwarzhumorig mit abgründigen Ansätzen, aber trotzdem immer eine leichte Komödie. Dazu ein ordentlicher Soundtrack und gute Nebendarsteller.
Entscheidender Unterschied zu den meist flügellahmen RomCom Werken ist, dass man neben den emotionalen Auf und Abs der Geschichte auch noch eine handfeste und individuelle Sexualität mit auf den Weg gibt, die sich nicht damit zufrieden gibt, am Morgen danach einen verschämten Blick auf die Darsteller zu werfen, die mit der L-förmigen Decke (er Oberkörper frei, sie bis zu den Schultern verhüllt) bedeckt im Bett sitzen und über Gefühle reden, sondern deren Sog die Protagonisten psychisch und physisch mitreißt.
Kreativ, ein wenig zynisch und bittersüß humorvoll, zudem von einer grenzenlos beeindruckenden Hauptdarstellerin getragen.
Soviel kann man aus einer lahmen Liebesschnulze machen, wenn man mehr will, als Girlies jeden Alters zum Taschentuchverbrauch zu animieren...
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TooT 2010/09/20 21:41:53
Kommentar löschenLustig fand ich den Film jetzt nur in wenigen Szenen, habe eher die meiste Zeit gestutzt, 7 Punkte aber für die gute schauspielerische Leistung
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Discostu 2010/09/06 12:29:03
Kommentar löschenEine romantische Komödie über Sado-Masochismus zu machen fand ich eine interessante Idee und stellenweise ist Secretary auch wirklich sehr unterhaltsam. Doch insgesamt machte der Film auf mich einen etwas unausgegorenen Eindruck. Masochismus als Ersatz für "Ritzen" halte ich nicht nur für eher unglaubwürdig, es stellt diese Form der Sexualität dann nämlich doch wieder in einen Zusammenhang mit psychischen Störungen, was ich für Quatsch halte. Ich empfand Mr. Grey sehr schwer nachzuvollziehen, da er irgendwie alle fünf Minuten seine Einstellung zu der Beziehung mit Lee ändert. Erst will er ihr helfen, vom Ritzen loszukommen und fordert sie auf über ihre Gefühle zu reden und den Rest des Filmes ist er dann wieder distanziert. Am störendsten war dies für mich am Ende, als er sie als Test an seinen Schreibtisch setzt und ihren Freund anruft, um dann aber doch einfach zu verschwinden. Es wurde sich keine Mühe gemacht, seine Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Allgemein wirkte auf mich alles etwas halbherzig umgesetzt, so wurden die Nebenfiguren nach meinem Empfinden einfach nicht ernst genommen. Da ist ein alkoholkranker Vater der seine Frau schlägt, doch beide bleiben nur Karikaturen. Viele Drehbucheinfälle wirkten auf mich unüberlegt: Lee lügt Peter vor, ihn heiraten zu wollen um ihm dann eine absolut kaltherzige Abfuhr zu erteilen. Wie soll ich mich mit so einer Hauptfigur identifizieren? Neben einigen Logiklöchern (niemanden scheint aufzufallen, dass Mr. Grey die Tippfehler seiner Sekretärin einrahmt und in die Kanzlei hängt) kommt dann auch noch das erzkonservative Ende: Die beiden finden endlich zusammen und Mr. Grey arbeitet während sich Lee zu Hause um den Haushalt kümmert.
Insgesamt hat Secretary für mich zu viele Macken um gut unterhalten zu können und scheint weder seine Charaktere noch das Thema des BDSM ernst zu nehmen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
maslobojew 2010/08/29 15:26:47
Kommentar löschenDu meine Güte, was hat die Maggie Gyllenhaal hier schon wieder für eine Wirkung (auf mich). Wirklich beeindruckend gemacht. So ein Thema und dann so ein schöner, lustvoller und auch präziser Film.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Luili 2010/05/13 18:31:51
Kommentar löschenEinfach ein wunderschöner Film, so seltsam die Geschichte auch anmuten mag. Hab ihn nur auf Englisch gesehen und deshalb nicht jedes Wort verstanden, aber die Bilder sagen in dem Fall mehr als tausend Worte.
Erstklassige Besetzung der Hauptrollen, sehen doch sowohl Gyllenhaal als auch Spader eher durchschnittlich und wie Menschen von nebenan aus.
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BigDi 2010/04/24 16:00:45
Kommentar löschenDie ersten zwei Minuten sind morbid-erotische Faszination pur, ein sanftes Kitzeln aller Nervenzellen, ein kleines Vorspiel, dem eine der schönsten Liebesgeschichten aller Zeiten folgt. Eine Liebesgeschichte, die so herrlich anders und in ihrem Kern doch so gleich jeder anderer ist: Denn auch sie ist bestimmt von der Hoffnung auf das perfekte Gegenstück. Die beiden Hauptfiguren sind die Traumrollen schlechthin und werden traumhaft gut gespielt: Während James Spader bis in die Haarwurzeln ein introventierter Sadist ist, wird Maggie Gyllenhaal von Szene zu Szene geiler und wächst aus einem verschreckten jungen Mädchen zur Manifestation der masochistischen Lust. Das Knistern zwischen den beiden ist das reine Leid, auf körperlicher wie auf psychischer Ebene, und brennt sich durch den Bauch ins Herz und Hirn, lässt den Atem stocken und zaubert ein Grinsen aufs Gesicht, welches den Kontrast zwischen Verstörung und Faszination zu kompensieren versucht. Und doch ist das Leid hier nicht das Ende, sondern die Quelle des Glückes: Und so menschlich als diese dargestellt, dass man es niemals wagen würde, das Geschehen als Perversion zu bezeichnen. Nein, das ist nicht ekelhaft, nicht pervers, nicht widerwärtig. Es ist ist wunderschön, es ist berührend, hintersinnig, ironisch und erfüllend. Denn es ist die etwas andere, aber die wirklich wahre Liebe - und: "Wer sagt schon, dass Liebe schön sein muss?" Keiner, hoffe ich, und wenn doch, dann lügt er. Noch nie waren tote Insekten so romantisch wie hier.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Benchyl 2010/03/28 00:18:54
Kommentar löschenStumpf, zäh, trocken, absurd, ironisch, halbherzig, kahl, geschmückt, trüb, detailliert, langweilig, lahm. Und eine erwähnenswert gut gespielte Hauptrolle.
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Dr.Hasenbein 2010/03/04 21:21:21
Kommentar löschenSecretary ist ein wirklich sehr schöner Liebesfilm!
Eben anders als die anderen Romantikmovies die doch eigendlich immer das gleiche zeigen.
Was nicht unbedingt schlecht sein muß, denn man will sich bei so einem Film auch wohlfühlen!
Aber hier wird halt endlich mal gezeigt dass es auch Menschen gibt die halt durch was anderes Lust empfinden.
Und dass sich solche Menschen im Grunde auch nur nach dem passenden Partner sehnen und auf ihre Weise geliebt werden wollen.
Liebe empfindet und gibt nunmal jeder Mensch anders.und solange der Gegenüber zu nichts gezwungen wird was er nicht möchte,oder es zu einem Verbrechen kommt gibt es auch keine Grenzen in der Liebe und beim Sex!
Also, guter Film mit einer wie immer bezaubernden Maggie Gyllenhaal und einem James spader der hier mal wieder so gut ist wie in Chrash!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
rockschlumpf 2010/01/19 22:20:28
Kommentar löschen„Ich habe dir doch nicht weh getan?“ – „…Nein…“
Die Schauspieler schmücken ihre Rolle aus, schöner könnte man es sich eigentlich nicht vorstellen.
Die Handlung verliert nie ihren ganz besonderen Zauber. Es ist fesselnd.
Der wohl romantischste Film den ich je gesehen habe...
Diesen Film ziehe ich JEDEM anderen Liebesfilm vor.
Alle anderen sehen dagegen blass aus.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kristallrainer 2009/11/26 00:21:14
Kommentar löschenJa, die Tags "Krankenhaus, Masturbation, Sadomasochismus, Sekretärin, Suizid" sind wirklich die zentralen Wörter des Films ;) Mir fällt daher auch schwer, den Film in ein Genre einzuordnen. Schwarzhumorig,Drama,Liebesgeschichte,Erotik.... 'Secretary' ist alles, außer konventionnell, ähnlich wie in Boston Legal. Passenderweise spielt James Spader(in B.L. als Alan Shore) auch in 'Secretary' einen Anwalt, vielleicht sogar den Anwalt der er wäre, hätte er nicht Danny Crane kennengelernt.... Maggie Gyllenhaal ersetzt Danny sozusagen durch eine Sekretärin und das wirklich überzeugend !
Ein Film mit Steigerungspotential.
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Fulsome. 2009/11/11 20:28:19
Kommentar löschenIdentitätsuche abgeschlossen.
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Deine Meinung zum Film Secretary