Shampoo

Shampoo (1975), US Laufzeit 106 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 12.09.1975

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5.6
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von Hal Ashby, mit Warren Beatty und Julie Christie

Hier fanden zukünftige Frauenversteher ihre Inspiration: Warren Beatty darf im Oscarpreisträger Shampoo nicht nur ans Haupthaar der Frauen ran.

Es ist der Vorabend der Präsidentschaftswahlen 1968 (die Richard Nixon wenig später für sich entscheiden wird): George (Warren Beatty) ist Modefriseur im hippen Beverly Hills und nicht nur Künstler im Haarelegen, sondern auch ein vielgefragter Beglücker in den Betten seiner Kundinnen. Um seinen eigenen Salon eröffnen zu können, braucht er Geld – und das will er sich von Lester (Jack Warden), einem zwielichtigen Geschäftsmann leihen. Aber Lester darf nicht wissen, dass George mit dessen Frau Felicia (Lee Grant) durch die Betten turnte. Auf einer Galaveranstaltung, zu der Lester George mitnimmt, begegnet George nicht nur zahlreichen früheren und aktuellen Liebschaften, was für einige Komplikationen sorgt. Hier trifft er auch wieder auf Jackie (Julie Christie), seine ehemalige Freundin. Sie war vielleicht die einzige Frau, in der George nicht nur eine temporäre Sexualpartnerin sah. Als Jackie ihm offenbart, dass sie Lesters Geliebte ist und er es ernst mit ihr meint, erfährt George eine schmerzhafte Läuterung.

Hintergrund & Infos zu Shampoo
Ausgerechnet im Sommer der (freien) Liebe kam Hauptdarsteller, Co-Autor und Produzent Warren Beatty die Idee zu Shampoo, die damals noch Hair hieß, später aber geändert wurde im Titel zu Shampoo, damit es keine Verwechslung mit dem Musical Hair gab.
Nahezu acht Jahre musste Beatty allerdings um sein Herzensprojekt kämpfen, bevor Shampoo bis an die Haarwurzeln des weiblichen Publikums (und darüber hinaus) gelangen konnte. Die Zeit dazwischen nutzte Drehbuchautor Robert Towne und schrieb das Oscar-prämierte Skript zu Chinatown (das Drehbuch zu Shampoo erhielt zumindest eine Oscar-Nominierung und den Writers Guild of America Award).
Die Regie übertrug Warren Beatty der New-Hollywood-Ikone Hal Ashby (Harold and Maude Schnitt für In der Hitze der Nacht).
Für die Musik konnte man Paul Simon gewinnen, der zusammen mit Art Garfunkel schon Die Reifeprüfung aus dem Jahre 1967 geprägt hatte.
In Nebenrollen sind u.a. Goldie Hawn und Tony Bill zu sehen sowie Carrie Fisher in ihrem Leinwanddebüt.

Shampoo erhielt bei den Oscars 1976 einen Oscar in der Kategorie Beste Nebendarstellerin (Lee Grant).

Thematisch ähnlich haarige Filme: Hairspray von John Waters und dessen Remake sowie ein weiterer erotisch aufgeladener Friseur in Leg dich nicht mit Zohan an an. (EM)

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Kommentare (7) — Film: Shampoo


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Cayopei

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Bewertung7.5Sehenswert

Warren Beatty fönt sie alle.

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Elman Smithee

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist schon seltsam, wie sich die Zeiten wandeln: Ein Film wie Shampoo, der damals wahrscheinlich als frivol und anzüglich galt, wirkt heute doch eher mehr zahm und züchtig (mit Ausnahme einer Szene mit Warren Beatty und Julie Christie im Scheine eines Kühlschranks). Und die damaligen Zeiten sind wohl auch dafür verantwortlich, dass Lee Grant den Oscar als Beste Nebendarstellerin bekam (und sich gleich gegen zwei Darstellerinnen aus Nashville durchsetzte: Ronee Blakley und Lily Tomlin). Vielleicht war ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung Jack Warden da noch Zeichen einer mutigen schauspielerischen Leistung. Was soll's, andere Zeiten, andere Kriterien.
Allein wegen der schrecklichen Frisuren (besonders der von Warren Beatty frisierten Undinger) bleibt Shampoo als Zeitzeugnis von großer Bedeutung und somit sehenswert.

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Hagen Hagen

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Bewertung6.0Ganz gut

Schecht gealtert. Alles wirkt irgendwie belanglos. Da können auch die guten Darsteller nicht viel rausreißen.

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8martin

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Bewertung3.0Schwach

Einer der schwächeren Filme von Hal Ashby, trotz Starbesetzung. Äußerst handlungsarm geht es ums Thema Nummer 1. Meistens reden aber nur alle davon und tun es nur gelegentlich. Dabei fing der Film doch so interessant an: dunkle Leinwand, Beach Boys im Hintergrund, rhythmischen Quietschen und Stöhnen, Telfonklingeln. Cut, dasselbe noch einmal. Im Rest des Films versucht der notgeile Figaro George (Warren Beatty) alles flachzulegen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dazu gehören z. B. Jil (Goldie Hawn) und Felicia (Lee Grant). Vielleicht war es 1975 eine Provokation, wenn der Coiffeur, - wie er sagt - nach der Devise der drei Fs lebt (‘ Fuck For Fun‘)?! Heute schockiert das keinen mehr, wenn z.B. die angetrunkene Jackie (Julie Christie) dem notgeilen Friseur in den Schritt greift und lauthals etwas von ‘Lutschen‘ stammelt. Es reicht nicht zur Gesellschaftssatire, wenn hin und wieder im Hintergrund die Ergebnisse der Nixonwahl 1968 laufen. Da erfreuen wir uns doch lieber am atemberaubenden, rückenfreien, po-tiefen Kleid von Julie Christie. Auf der Party, auf der sich dann alle Akteure treffen (der Höhepunkt des Films!?), stimmt eventuell die typische Atmo der 60er Jahre. Gleich danach kommt der totale Absturz: nach diversen Enthüllungen gibt’s Heiratsanträge zum Schleuderpreis. Der Zuschauer bleibt allein wie George und schaut Jackie hinterher, wie sie mit ihrem neuen/alten, reichen Lover in den Honeymoon entschwindet. Das ist alles zu oberflächlich, etwas angestaubt und heute einfach uninteressant.

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Markbln

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Bewertung7.0Sehenswert

Hal Asby war ein wunderbarer Regisseur, der sehr subtile und humorvolle Geschichten erzählte. Diese ist zwar nicht sein Highlight. Aber wer einen Film "Shampoo" nennt und einen so schönen Cast zusammenbringt, hat mindestenes eine 7 verdient. Ein Film über einen promisken Friseur kann einfach nur in den 70s spielen. sieht auch so aus, soll aber 1968 sein. Das hier die Darlings Goldie Hawn und Julie Christie nicht genannt werden, geht allerdings mal gar nicht. Sie tragen mit Warren Beatty entschieden dazu bei, dass der Film bis heute jede Menge Witz und Charme versprüht.

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Tobias

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Bewertung7.0Sehenswert

Warren Beatty spielt in "Shampoo" den liebens- und beneidenswerten Gigolo-Friseur George, der ein besonderes Händchen für Haare hat. Während sämtliche Kollegen seiner Zunft schwul sind, schläft sich George durch die Betten der Frauen von Hollywood Hills. Als er gleichzeitig die Ehefrau, die Geliebte und die Tochter seines potenziellen Finanziers Lester beschläft, geraten die Dinge ein bisschen außer Kontrolle. Herrlich leichte 70er Jahre Komödie über Hollywood in den Hippie-Jahren.

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keepon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Warren Beatty, der ewige Womanizer. Um Julie Christie darf man ihn getrost beneiden.

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