Sheila

The Last of Sheila (1973), Laufzeit 120 Minuten, Kriminalfilm


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7.2
Kritiker
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8.1
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39 Bewertungen
5 Kommentare
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von Herbert Ross, mit Richard Benjamin und Dyan Cannon

Sheila stirbt nach einer Party bei einem Autounfall mit Fahrerflucht. Ein Jahr später lädt ihr Ehemann Clinton eine Gruppe Freunde für eine Woche auf seine Yacht ein. Er besteht darauf, dass die Gäste ein Spiel spielen, bei dem jeder eine Rolle bekommt und ein Verbrechen, das von den anderen aufgedeckt werden muss. So gibt es stets ein Verbrechen des Tages, bis es ein tatsächliches zu lösen gilt.

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Kommentare (5) — Film: Sheila


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dannydiaz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Filmkopfnuß par excellence. Sehr stilvoll und geistreich.
Wenn man mal die grauen Zellen in Schwung bringen möchte und dabei erlesenes Dekor, tolle Kostüme und ein gut gelauntes Enselmble sehen will, dann ist das hier der richtige Film.

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Hoey-Lestrate

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gut geschriebener Whodunit mit guter Besetzung...das Drehbuch ist tatsächlich der Star des Films, sehr clever ausgedachte Geschichte - die dem Zuschauer aber die Möglichkeit gibt mitzurätseln und die Karten überraschend offen auf den Tisch legt - und dennoch zu überraschen weiß. Ein echter, kleiner Geheimtipp.

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Markbln

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Bewertung7.0Sehenswert

"Sheila" habe ich beim Sortieren meines Archivs mal wieder rausgezogen und mich sofort an die Geschichte erinnert. Sie lief in den 70er und 80er Jahren öfters im deutschen Fernsehen. Meine Kopie ist ziemlich schrabbelig, oldschool at its best.
Die originelle Whodunnit-Story ist nach Schema F geschrieben. Wer sowas wie Agatha Christies "Mord im Orientexpress" oder "Tod auf dem Nil" liebt, wird hier viel Spaß haben.
Jason Robarts als Transvestit gibts auch nicht alle Tage und Raquel Welch...wow, das "Genre" "Sexsymbol" hat hier seinen Höhepunkt erreicht. Wer sich also mit den etwas konstruierten Finten und Fährten anfreunden kann - denn was man während der Auflösung erfährt, kann man vorher nur schwer errätseln - und auf feinstes Seventies-Styling und echtes Jet-Set steht, wird hier bestens bedient. Ich wusste leider noch, wer der Killer war, da die Erinnerung relativ schnell des Rätsels Lösung wieder aufrief. Ganz sensible Geister werden dies vielleicht auch durch die Personenführung erschnüffeln. Der Schluss ist trotzdem eine Überraschung.

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schnuedel2

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt definitiv eine deutsche Fassung.
Ich hab dieses Juwel auf VHS, hätte aber natürlich gerne eine deutsche DVD davon.

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Ran-Tan-Plan

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:( Ich kenn den Film net - würd mir die DVD aber sofort holen...


schnuedel2

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@Ran-Tan-Plan : Tja, wie leider weiter unten beschrieben, gibt´s den nur in englischer Sprache auf DVD, aber vielleicht können ja alle Interessierten die ARD Programme mit Ausstrahlungswunschanfragen bombardieren, da werden m.E. sowieso immer nur die gleichen Filme in -dutzenden Wiederholungen gesendet.


Sonse

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wow. Was für ein Puzzle! Ich bin immer noch ganz begeistert.
"The Last of Sheila" ist die beste filmische 'Whodunit'-Geschichte, die mir je untergekommen ist.

Filmproduzent Clinton Green (wunderbar fies und selten besser: James Coburn) lädt sechs Freunde und Bekannte auf seine Jacht für eine Rundfahrt ein: eine aufbrausende Agentin ("Give me a glass of water and a couple of lesbians", klasse: Dyan Cannon), einen cleveren Filmregisseur (James Mason), einen erfolglosen Drehbuchautoren (Richard Benjamin), dessen nette Ehefrau und Kind Hollywoods (sympathisch: Joan Hackett), eine so tumbe wie dralle Schauspielerin (spielt wohl sich selbst, und das eher schlecht: Raquel Welch) und ihren Anhang/Manager (ein ganz junger Ian McShane). Letztmalig waren alle vor einem Jahr auf einer gemeinsamen Party. In deren Nacht Sheila, Klatschkolumnistin und Frau von Clinton Green, bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ums Leben kam.
Clinton liebt Gesellschaftsspiele und hat sich für seine Gäste ein ganz besonderes ausgedacht. Er nennt es "The Sheila Green Memorial Gossip Game". Jedem überreicht er eine Karteikarte, die je ein Geheimnis ("a pretend piece of gossip" wie er es nennt) enthält. Ziel des Spiels ist es die "Geheimnisse" der anderen herauszufinden, das eigene jedoch zu schützen. Des Siegers Name soll auf dem Plakat zum Film über Sheila, den Green mit den Anwesenden (erfolgreicher Köder) plant, zu Ehren ganz oben stehen. Jeden Abend werden die Spieler mit einem Tipp, und dem Hinweis wer heute gesucht wird, auf die Jagd geschickt. Es beginnt mit dem Ladendieb... Endet es womöglich mit einem Mörder, mehreren Mördern? Einem Mord? Mehreren Morden? Oder geht es womöglich um ganz etwas anderes? Ich werde es euch nicht verraten, auch habe und werde ich in diesem Kommentar keine Spoiler nennen. Keine Sorge, ihr wisst noch nichts, selbst wenn ihr dies glaubt.

"I like any game where you don't have to move."
"You don't have to for this one - if you're smart enough."

Denn "The Last of Sheila" ist ungeheuer clever. Das Skript hält die perfekte Balance zwischen Hinweisen für den Zuschauer und falschen Fährten. Den meisten Whodunits gelingt dies nicht. Entweder werden die Zuschauer für dumm verkauft und mit Tipps überhäuft, auf dass sie sich langweilen oder sich selbstzufrieden mit einem "Ich hab's doch gleich gewusst" zurücklehnen können, oder verärgert, durch unlösbare Pseudo-Hinweise, extrem weit hergeholten Auflösungen, womöglich noch mit am Ende kurzfristig eingeführten Personen. Die Hinweise sind hier so zahlreich wie deutlich und elegant eingebaut, dennoch werden garantiert die meisten (wenn überhaupt) erst am Ende alles sehen und verstehen, denn des Rätsels Lösung ist so einleuchtend, man möchte sich das Brett vom Kopf reißen. Mein Bauchgefühl lag zwar richtig, ich hätte es jedoch nicht zu beweisen gewusst. Die Intelligenz des Zuschauer nicht zu unterschätzen, ihn zu verblüffen, aber gleichzeitig nicht völlig zu überrumpeln, das ist hier ganz grandios gelungen.

Anthony Perkins (genau der: Norman Bates) und Stephen Sondheim (genau der: "I feel pretty/Oh so pretty/I feel pretty and witty and gay" und "Swing your razor wide, Sweeny,/Hold it to the skies!/Freely flows the blood of those who moralize"), ein Schauspieler und ein Musicalkomponist und -texter, waren laut Audiokommentar beide verrückt nach Murder Mysteries und veranstalteten solche eigens inszenierten Schnitzeljagden für ihre Showbiz-Freunde, u.a. die Schauspieler George Segal und Lee Remick. Gemeinsam haben sie dieses brillante Drehbuch mit reichlich fiesem Witz, tollen Dialogen, einem herrlich ironischem Schluss sowie Hollywood- und Movie-In-Jokes (z.B. ist Cannons "Charakter" offenbar eine Parodie auf die legendäre Hollywood-Agentin Sue Mengers, die Perkins ungehobelt und widerlich fand, sie jedoch nie feuerte, da sie eine Kämpferin in Verhandlungen war und über großen Unterhaltungswert verfügte...) geschrieben, das Herbert Ross 1973 mit ordentlich 70s-Flair - von den Frisuren und Schnurrbärten, hin zum Bette Midler Hit "Friends" - verfilmte. So ist dieses Whodunit ein originäres Kinoprodukt und entstammt nicht wie andere berühmte Filme dieses Genres einer literarischen Vorlage. Solche Drehbücher geben mir den Glauben an den Film zurück, wenn ich mal drohe ihn zu verlieren. Obgleich zweifelsohne inspiriert von Agatha Christie und Konsorten, können diverse Krimigrößen sich durchaus eine Scheibe bei Perkins und Sondheim abschneiden. Capotes Lionel Twain in der drei Jahre jüngeren Parodie dieses Genres "Murder By Death" hätte sich vor ihnen ehrfurchtsvoll verneigt, hätte er den Film gesehen...

Leider kennt scheinbar kaum einer dieses Juwel. Sein Verleih versenkte ihn damals im Kino und er verschwand in kürzester Zeit von den Leinwänden. Und das trotz der großen Namen. Ich habe sogar starke Zweifel daran, dass es überhaupt eine deutsche Synchronfassung gibt. Gefunden habe ich die DVD nur in den USA. Zu schade, denn "The Last of Sheila" verdient mehr Anerkennung und ein größeres Publikum. Nicht nur darum adele ich ihn mit vollen zehn Punkten.

Hier könnt ihr den Trailer kucken (mit oder ohne Kommentar): http://www.trailersfromhell.com/trailers/453?auto=1

Dieser Film sollte ein Klassiker sein, so ist er nur ein absoluter Geheimtipp.
Ganz dicke Empfehlung für alle, die solche Geschichten gerne sehen!
Loved it to death. Muss ich noch mehrmals schauen.

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nurleben

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Ich gebe zu dass ich deinen Kommentar vielleicht nur zur ersten Hälfte gelesne hab, aber die war äußerst interessant :D. Danke für die ausführliche Filmkritik :). Vorgemerkt.


Sonse

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@Ortega Lorre: Den Film gibt es leider nur in den USA auf DVD, d.h. du brauchst entweder einen DVD-Player, der Region 1-DVDs abspielen kann, oder jemanden, der einen solchen hat. Bei Play.com ist die DVD mit 13 € noch relativ günstig zu bekommen: http://www.play.com/DVD/Region_1/4-/162427/The-Last-of-Sheila/Product.html?ptsl=1&ob=Price&fb=0

Eine deutsche Fassung scheint es aber wohl doch mal gegeben zu haben, da es einen deutschen Kinostarttermin gibt und der Film meinen Recherchen nach zumindest einmal (!) im deutschen Fernsehen gelaufen ist, und zwar am 12. September 1987 auf WEST3: http://www.tvprogramme.net/80/1987/19870912.htm
Toll, oder? ;)



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