Dadurch, dass ich die literarische Vorlage in- und auswendig kenne und die Unterschiede beider Medien beträchtlich, sprich: hochinteressant, sind, konnte ich es mir nicht nehmen lassen (zumindest in den ersten beiden Absätzen vermehrt), auf diese einzugehen. Eventuelle Spoiler. Keine Filmkritik oder Analyse. Eine willkürliche Ansammlung von Notizen und Beobachtungen, die sich auf die verkürzte, internationale Fassung beziehen. --- Stephen Kings gleichnamiger Gruselroman war das persönliche Vorzeigeexemplar dessen, den Horror des Augenblicks aus der Trivialität des Alltags zu entfesseln. "Shining" war darüber hinaus übernatürliches, ganz und gar ausschweifendes Erzählhandwerk, rational nachvollziehbar(er), da hunderte Seiten zur Charakterisierung der kaputten Figuren zu Beginn als melodramatisches Erklärungsmuster herhalten mussten, um die mysteriösen Geschehnisse zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Mystik und Dämonie im Hotel zu erklären. Nicht weniger…
Dadurch, dass ich die literarische Vorlage in- und auswendig kenne und die Unterschiede beider Medien beträchtlich, sprich: hochinteressant, sind, konnte ich es mir nicht nehmen lassen (zumindest in den ersten beiden Absätzen vermehrt), auf diese einzugehen. Eventuelle Spoiler. Keine Filmkritik oder Analyse. Eine willkürliche Ansammlung von Notizen und Beobachtungen, die sich auf die verkürzte, internationale Fassung beziehen.
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Stephen Kings gleichnamiger Gruselroman war das persönliche Vorzeigeexemplar dessen, den Horror des Augenblicks aus der Trivialität des Alltags zu entfesseln. "Shining" war darüber hinaus übernatürliches, ganz und gar ausschweifendes Erzählhandwerk, rational nachvollziehbar(er), da hunderte Seiten zur Charakterisierung der kaputten Figuren zu Beginn als melodramatisches Erklärungsmuster herhalten mussten, um die mysteriösen Geschehnisse zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Mystik und Dämonie im Hotel zu erklären. Nicht weniger als die soziopsychologische Dekonstruktion einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die am Abgrund entlang schrammt und doch hineingezogen wird. Ein für den Winter vorgesehener Familienvater als neuer Hausmeisterposten beschwört aufgrund von unzähligen Neurosen aus der Vergangenheit letztendlich nur Chaos herauf. Selbstverwirklichung und Selbstzerstörung verbrüdern sich, und aus dieser verwachsenden Mutation bleibt nur der Tod.
Georg Seeßlen hat geschrieben, dass Stanley Kubricks experimentierfreudige Genreauswahl mit seiner lebenslangen Obsession für das Schachspiel unmittelbar zusammenhängen könnte. Demnach verstehe es Kubrick, jedem Genre zu einem Schachzug zu bewegen, der vorher nie ausgespielt wurde. Folgerichtig hält sich Kubricks Version nicht sklavisch an die Vorlage, sondern befreit sich von dieser exorbitant, in dem – Achtung! – all jene Motive eliminiert wurden, die Kubricks Bildsprache widersprechen. Um exemplarisch die Illusion der labyrinthischen Struktur auszubauen, mussten die Heckentiere aus dem Roman gegen einen Irrgarten vor dem Hotel ausgetauscht werden, für die unerklärlichen Zeitschleifen mussten figurale Beweggründe ausgespart werden, die zum Leben erwachenden Gegenstände fehlen vollständig. Übrig bleibt ein Horrorfilm, der nicht wirklich einer ist, eine Romanverfilmung, die nicht wirklich eine ist, ein Genrefilm, der sich an keine Genreregel hält. Psychoanalytische Emanzipationsparabel von Frau und Kind? Naturalistischer Horror? Intellektueller Genrestreifzug? Sicher ist das nicht, aber sicher ist: Ein Kubrick-Film. Durch und durch.
"Shining" dürfte neben Kubricks "Lolita" trotz aller nachfolgenden medialen Verwurstung auch als grobe "Twin Peaks"-Blaupause für David Lynch hergehalten haben. Die intertextuellen Verweise schlängeln sich durch die Tatsache, dass Jerry Horne einen Satz direkt aus "Shining" zitiert, zur These, dass Lynch das metaphorische Rot aus Kubricks Film für die Interieurs, speziell für den Red Room, weiterentwickelt, wo der rückwärts sprechende Zwerg, ganz nebenbei, zugleich eine Weiterentwicklung des rückwärts sprechenden Dannys (Danny Lloyd) verkörpern könnte ("REDRUM"), dessen halbschlafähnliche Visionen in Trance schaurig-schön mit dem Grad von Jacks geistiger Verwahrlosung korrespondieren. Jack Torrance, ekstatisch, psychotisch und überlebensgroß von Jack Nicholson irrsinnig gespielt, der die Gesetze der Ethik aushebelt und sich auf die roheste, ungeschliffenste Form des Menschsein besinnt, auf das Jagen, auf das Animalische. Der Geist des Hotels manifestiert sich in der fleischlichen Hülle von Jack Torrance, der gezwungen wird zu töten als kaum definierbare Gestalt, zurückgeworfen in die Steinzeit, der sich Mächten gegenübersteht, die er nicht zu kontrollieren imstande ist. BOB aus "Twin Peaks" ereilte ein ähnliches Schicksal, auch Leland Palmer. Auch eine Parallele.
Ins kollektive Gedächtnis der Horrorfilmära haben sich hoch geschätzte Augenblicke wie diese auf immerwährende Zeit eingerahmt: Nicholsons Haifischgrinsen ("Hiiiiiieeeeer ist Jacky"!), während er mit der Axt durchs Badezimmer stürmt, der blutgeflutete Fahrstuhl, die tote Frau aus der Badewanne (das Erotische mutiert zum Tödlichen, das Körperbetonte zur eventuellen Körperverletzung; Sex & Gewalt, hier ist es wieder im künstlerischen Schaffensprozess Kubricks). Erschrecken tut das nichtsdestotrotz wenig, es sind weder besonders hektisch geschnittene noch sensationserhaschende Momente, es sind Momente, die von einer elegischen Ruhe geprägt sind, gleichbedeutend mit dem langsam Spuren hinterlassenden Wahnsinn. Im Gegenteil: Selbst dort, wo es gruselig sein sollte, verdichtet Kubrick den Moment des Schaurigen mit betörender Ästhetik. Kubrick erschreckt ausschließlich über die mit zentralperspektivischem Fluchtpunkt hantierende Montage, über die bildgewaltig rhythmischen Steadycam-Fahraufahmen (hinter jeder Abzweigung könnte etwas lauern), die sich ständig im Fluss der Bewegung befinden, den filmischen Raum verflüssigen und sich gegenseitig überlagern, entkoppeln, der strengen Symmetrie des Bildaufbaus anpassen. De facto außerdem über die Subjektivität der Kamera, die in den Körper der agierenden Charaktere schlüpft. Wir sehen dann, was sie sehen, wir werden zu ihnen.
Unter Zuhilfenahme traditioneller Genredogmen, gilt es damit, diese zu brechen. Mehr noch. Bei Kubrick lauert die Gefahr nicht etwa in der Dunkelheit, um sich blindlings auf ihr Opfer zu stürzen, nein, bei Kubrick lauert die Gefahr im permanent brennenden Licht, in der blendend weiß erleuchteten Räumlichkeit eines Hotels, das ohnehin keine dunklen Ecken zu haben scheint (nicht mal der Keller). Das Licht als Gefahrenmilderung wird plötzlich zur Gefahrenforcierung (die wunderschöne Toilettenkulisse!) und damit genau genommen die Antithese zur Jahrzehnte überlieferten Mär von der Dunkelheit, die dich verschluckt. Kubrick bricht ebenso personell mit den Gesetzen. Dick Hallorann (Scatman Crothers), seines Zeichens der helfende Außenstehende und unfreiwillige Heldentypus, wird sich in der erstbesten Möglichkeit entledigt. Der maßlos scheppernd-abgehackte Soundtrack trägt das Seinige dazu bei, damit sich Zuschauer in diesem Werk erschrecken. Er ist integraler Bestandteil und verengt die Geräusche im Film als suggestive Schreckgeräusche ungemein plakativer, grauenerregender. So imitiert die Musik ein Motorengeräusch des stotternden Motors der "Schneekatze" oder eine abgerissene Schreibmaschinenseite; die (teils neblige) Autofahrt zu Beginn avanciert zudem mit geisterhaften Klangteppichen zur tatsächlichen Geisterfahrt. Ungeachtet dessen erschreckt Kubrick augenzwinkernd mit Zeitangaben, nur weil die Musik lautstark aufdreht, sobald die Kapiteleinteilungen auf der Leinwand erscheinen. Schlitzohr!
Gehen wir etwas unter den Rand der Oberfläche, denn das wirklich Hochinteressante umschließt jene tiefer gelegten Ebenen, die dem Film einen in die Breite gezogenen Fundus thematisch vielversprechender Querverweise fernab des Horrormotivs beschert. Auf den ersten Blick verwurzelt Kubrick "Shining" zwischen einigen wesentlichen Komponenten, von denen Verästelungen abzweigen. Da wäre die Natur. Sie ist majestätisch, überlegen, unkontrolliert, gegenüber den Menschen schier gleichgültig. Aus dem Grund, dass Kubrick Naturaufnahmen und damit gepaarte Wetterumschwünge omnipräsent illustriert, verleiht er dem Grauen einen naturalistischen Anstrich. Das Scheitern aller Kommunikation zur Außenwelt wird später dann maßgeblich vom Wetter abhängig sein. Schnee zerstört die Telefon- und Funkleitungen, und konterkariert überhaupt ein Entkommen aus dem Hotel. Die Natur ist der zweite Feind, mit dem sich Wendy (Shelley Duvall) und Danny konfrontiert sehen, eine ausweglose Konfrontation, wenn der Gegner übermächtig ist.
Schutz bietet, zumindest bis zu einem gewissen Grad, die Labyrinthmetapher. Jack wird in der (labyrinthischen) Küche eingeschlossen, Danny entkommt im (labyrinthischen) Irrgarten und sucht Schutz auf (labyrinthischen) Teppichen, wo er gefährliche Eindringliche abzuschirmen versucht (zum Beispiel in der Szene, als ihm beim Spielen ein Tennisball entgegen rollt). Das Hotel ist labyrinthisch konnotiert – vorwiegend rechtwinklige Abzweigungen während der Plansequenzen zeigen dies. Das Labyrinth formuliert sich demzufolge als Schlüsselmotiv. Einerseits steht es für die Desorientierung, andererseits für die Orientierung, aber auch angesichts seiner erdrückenden Form und begrenzten Größe wegen für die Endlichkeit in der Unendlichkeit.
Den sozialkritischen Tenor des King-Buches, ferner die kapitalismuskritischen Spitzen, spart Kubrick abermals aus, sodass lediglich ein Gerippe übrig bleibt. Im Buch konnten wir anhand von zig Seiten die von Gier überschattete Geschichte des Hotels reflektieren, im Film geschieht dies gar nicht, vor allem nicht im Dialog, sondern mit Porträts, Fotografien, die an den Wänden hängen. Kubrick schwafelt nicht, er erzählt (wieder) ausschließlich über Bilder. Alles, was wir erfahren, ist, dass das Hotel zur Besiedelung auf einem ehemaligen indianischen Begräbnisplatz errichtet wurde. Das Ablegen jedweder zivilisatorischen Werte (auch der erwähnten "Donner-Gruppe", die zu Kannibalen wurden), um Ureinwohner auszurotten und Landmasse gewaltsam an sich zu reißen, projiziert sich in Jack Torrance, der ebenfalls zivilisatorische Werte abtötet, um wiederum seine Familie auszurotten. Die Instrumentalisierung seiner selbst durch des Hotels teuflischer Vertreter (Delbert Grady/Philip Stone), das Rache für die Indianer, seine wahren Bewohner, geschworen hat? Möglich. Das Indianermotiv ist so oder so allgegenwärtig, im Vorratsraum, in der Kleidung Wendys. Zu guter Letzt überlistet Danny seinen Vater durch einen alten Indianertrick. Indianer, Spiegel, Dopplungen – alles überlappt sich in einer unwahrscheinlich detailreichen inszenatorischen Akribie.
Alles überlappt sich mit zunehmender Dauer, Tatsache, auch narrativ, auch ein Schlüsselmotiv für das Verständnis des Zuschauers. Alles verschachtelt sich ineinander, Raum- und Zeitebenen ergänzen einander, summieren sich sogar einander (zwei tote Frauen im Badezimmer: eine Vision in der Vision der scheinbaren Realität?), das Raum-Zeit-Kontinuum wird dort durchbrochen, wo Realität, Fiktion und Traum, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verschmelzen. Es ist ein ungewöhnlicher Genrefilm, ungewöhnlich strukturiert, er ähnelt mehr einem essayistischen Bilderkatalog fragmentarischer Fetzen von Horrorassoziationen, als stringentem (Erzähl-)Kino. Das Weglassen der wichtigsten Handlungsanker aus dem Roman ermöglicht es Kubrick, wiederum eine zerstückelte Handlung, die einer Zeitspirale gleicht, komplett im Ungefähren divergierender Wahrnehmungsebenen zu verankern, deren sprunghafte Dramaturgie und die harten, bewusst unzusammenhängenden Schnitte (vom jagenden Jack im Finale wird direkt zum erfrorenen Jack geschnitten) ein Höchstmaß an Irritation verursacht.
Irritiert über die Zeit, über den Ort, irritiert über die Quellen des Wahnsinns (wodurch genau wird Jack wahnsinnig?) verschiedener Realitäten, die scheinbar nebeneinander koexistieren, aber ohne kausalen Zusammenhang. Wer sieht was? Danny hat Visionen, die ihn davon abhalten sollen, sich ins Hotel zu begeben. Jack hat Visionen, obwohl Jack von seiner Vision aus dem Vorratsraum gerettet wird. Doch keine Vision? Und, kurioserweise, fängt Wendy auch an, Visionen und Wahnvorstellungen zu entwickeln. Warum? Oder doch nicht? Vielleicht so: "Shining" ist ebenso tiefsinniger wie mehrschichtiger (Kunst-)Horror über die Entgleitung der Außenwelt und die Verzerrung der Wahrnehmung, bedingt durch eine psychisch belastende Situation des klassischen Eingeschlossenseins. Nicht Kubricks allerbester Film (man sollte ihn nicht totschauen), aber er gehört zu den sehr sehenswerten.
Während am Kopf der Seite die trivialsten Themen vorbeifliegen, kriegt man hier sowas zu lesen. Natürlich lässt sich darüber streiten , ob denn das Auseinanderpflücken eines Filmes, bis zu totalen Nacktheit, nicht ebenfalls eine triviale Angelegenheit ist. Beim lesen des Textes jedenfalls hatte ich nicht das Gefühl. Absolute Hochachtung.
Wenn man sich die unzähligen Aufsätze über diesen Film anschaut (teilweise in wissenschaftlich unverständlicher Sprache), ist mein Ausschnitt wirklich nur ein kleiner, der die mir am wichtigsten erscheinenden Punkte (beziehungsweise die, die ich hinsichtlich der Vorlage neu entdeckt habe; darum ging es mir vor allem) knackig zusammenfasst. Bis zur totalen Nacktheit fehlt dann noch etwas mehr.^^ Andererseits schrieb ich ja zu Beginn, dass ich lediglich meine Beobachtungen, die über viele Sichtungen hinweg endlich eine gewisse "Reife" (besser: "Form") erlangten, aufschreiben wollte. Ich war dazu gezwungen, endlich was Vernünftiges zu SHINING zu schreiben, weil mich der Film nun schon seit Ewigkeiten begleitet!^^ Vielen Dank euch dreien. :)
Warum das?^^ | Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe: Der Film verfolgte mich recht lange, da ich auch die Romanvorlage fast auswendig kenne. Irgendwann musste ich ja meinen Senf dazugeben. :)
Großartiger und außergewöhnlicher Kommentar, mit dem richtigen Maß an Mühe und Leidenschaft. Schade allerdings, daß die cineastische Umsetzung bei dir so abwertend ausfällt (7,0 ?), im Gegensatz zu deiner beachtlichen Differenzierung, welche inhaltlich eigentlich den Schluß zuläßt, dass dir beide `Versionen´ gefallen. Wunderbar zu lesen, und sehr treffend aufgezeigt, finde ich den Verweis auf das Horrorgenre selbst, welches bis heute genau auf diese Art und Weise spaltet. Zurück zu dem ´Hauptthema´: Inhaltlich ist der gesamte Bereich zweifelsohne streitbar und interpretationswürdig, dies ist aber völlig logisch, obgleich der Tatsache, daß es sich bei ´Shining´ um genau das handelt, was Menschen nicht offen aussprechen, nicht verstehen, nicht erklären, nicht sehen, nicht hören, nicht schmecken, nicht riechen usw., usw., können, außer es werden Niancen offenbart. Diese Offenbarung erfolgte durch Männer wie King und Kubrick, zwar, wie durch dich richtig erkannt, auf unterschiedliche Art und Weise, aber dennoch bescheren sie uns einen kurzen und kleinen Einblick in eine Welt, die wir wohl nie (und vielleicht hoffentlich nie!) in Gänze erfassen und begreifen werden, denn sonst hätten wir es, hätten wir es alle, das ´Shining´;-)
Großen Dank für das gleichermaßen große Lob und die informative Ergänzung. :) Hast Recht, mir gefallen beide Versionen in ihren unterschiedlichen Visionen und Ausführungen ausgesprochen gut, obwohl ich mich mit dem Roman, speziell als ich ihn das allererste Mal gelesen hatte, vorerst noch nicht anfreunden konnte (teilweise zu langatmig; unnötig apokalyptisches Finale). Erst danach reifte die King-Geschichte und ich kam eigentlich erst so richtig dahinter, wie radikal Kubrick die Vorlage zu seinen Gunsten verdreht. Dass King davon nicht begeistert war, kann ich nachvollziehen, aber dass er dann seine eigene Vorstellung inszeniert (die sowieso überflüssig ist), während er pausenlos über den Kubrick-Film herzieht, kann wiederum nur ein Anflug von gekränktem Narzissmus bedeuten. Etwas hätte ich trotzdem ganz gern im Film gesehen: den selbstständig fahrenden Fahrstuhl, meines Erachtens die besten, da gruseligsten Stellen im Buch.
Ach, SHINING ist ein sehenswerter Film, also sieben Punkte.^^ Nach Mehrfachsichtung konnte mich die Atmosphäre leider nicht mehr derartig beeindrucken wie zuvor, deshalb die Abwertung. Das ist wohl die Gefahr von unzähligen Sichtungen. Außerdem bewertete ich Kubrick-intern, sprich: Die persönlichen Lieblingsfilme des Regisseurs mussten punktetechnisch vor denen platziert werden, die "nur" gut sind. Früher zählte SHINING (nach Erstsichtung) auch zu meinen Lieblingen, aber da hatte ich auch erst zwei, drei weitere Kubricks gesehen.
Oh ja, jetzt nachvollziehbar, mit den Sichtungen und der Berücksichtigung des restlichen Schaffens Kubrick´s:-) ... und stimmt: Der fiese Fahrstuhl hätte einen Auftritt verdient gehabt;-)
Nach dem geradlinigen Historienfilm „Barry Lyndon“ vereint Regisseur und Autor Stanley Kubrick wieder all seine unkonventionellen Markenzeichen, hebt sie auf die Horror-Ebene und vollzieht damit den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Erfolg. Die Kälte und Sterilität, die sich durch viele von Kubricks vorangegangenen Filmen zieht, ist wie gemacht für einen Horrorfilm. Dennoch ist „Shining“ alles andere als ein typischer Genrebeitrag geworden, da auf typische Stilmittel wie knarrende Türen, lange Schatten oder Nebelschwaden verzichtet wird. Gerade deswegen hat Perfektionist Kubrick damit einen originellen, übermäßig einflussreichen Meilenstein des verstörenden Films geschaffen. [...]
In jungen Jahren gibt man sich ja gerne abgeklärt. Natürlich war auch ich im Irrglauben, alles schon gesehen und sämtliche cineastische Mutproben bestanden zu haben. Mich konnte nix mehr schocken. Mit Anfang Zwanzig schaute ich mir dann Abends eher zufällig zum ersten mal Kubricks "Shining" an, um nach Filmende wie ein verschrecktes Mädchen überall im Haus das Licht anzumachen - das Ding hat mir eine Scheissangst eingejagt! Nun hat also auch die Special Edition in meiner DVD-Sammlung ihren Platz gefunden und begeistert mich noch immer mit seiner Tiefe, seinem Einfallsreichtum und seiner Zeitlosigkeit. In der Gestaltung halte ich "Shining" immer noch für Kubricks spannendesten Film. Ein Großteil des Horrors bezieht sich da aus seiner Unberechenbarkeit. Als erstes fällt seine übertrieben strenge Bildgestaltung auf, die fast nur aus zentralen Bildkompositionen besteht. Die zusätzlichen Fluchtperspektiven verleihen dem Hotel eine regelrecht surreale…
In jungen Jahren gibt man sich ja gerne abgeklärt. Natürlich war auch ich im Irrglauben, alles schon gesehen und sämtliche cineastische Mutproben bestanden zu haben. Mich konnte nix mehr schocken. Mit Anfang Zwanzig schaute ich mir dann Abends eher zufällig zum ersten mal Kubricks "Shining" an, um nach Filmende wie ein verschrecktes Mädchen überall im Haus das Licht anzumachen - das Ding hat mir eine Scheissangst eingejagt!
Nun hat also auch die Special Edition in meiner DVD-Sammlung ihren Platz gefunden und begeistert mich noch immer mit seiner Tiefe, seinem Einfallsreichtum und seiner Zeitlosigkeit. In der Gestaltung halte ich "Shining" immer noch für Kubricks spannendesten Film.
Ein Großteil des Horrors bezieht sich da aus seiner Unberechenbarkeit. Als erstes fällt seine übertrieben strenge Bildgestaltung auf, die fast nur aus zentralen Bildkompositionen besteht. Die zusätzlichen Fluchtperspektiven verleihen dem Hotel eine regelrecht surreale Dimension. Genreunüblich wird nichts im Dunkel versteckt, alle Settings sind sorgfältig ausgeleuchtet, keine extravaganten Perspektiven. Auf visueller Ebene gibt es ausreichend Verlässlichkeiten, die den Zuschauer in eine perfide Sicherheit wiegen. Denn so konsequent die Bilder arrangiert sind, desto unberechenbarer ist er auf der narrativen Ebene. Der Schnitt folgt keinem Konzept und steht im interessanten Gegensatz zur Optik. Die Episoden gewähren zu Anfang sporadische Einblicke in die familiäre Situation, die Kubrick im weiteren Verlauf immer knapper anlegt. Hier spielt dann auch das Sounddesign eine große Rolle, das ebenfalls augenscheinlich willkürlich angelegt ist und einen Großteil der Konfusion steuert, die dem Zuschauer immer wieder den Boden unter den Füssen wegzieht. Irgendwann hat Kubrick dann einen soweit, das man sich bei einer simplen Titeleinblendung in die Hosen scheisst.
Und er war nie ein Freund von Spontanität. Selbst die Darsteller ordnen sich Kubricks Kontrollwut unter. Ihre Gestik wirkt einstudiert bzw. theatralisch, aber das unterstützt nur den kalkulierten Charakter des Films, den man ständig zu durchschauen meint, aber Kubrick ist nun mal der Clevere...
Also ergötzt man sich dann eben abermals an seinem Spiel mit den Metaphern. Etwa der berühmten Fahrstuhl-Szene, die mit Blut geflutet wird und sich seinen "redrooms" - seinen "Shinings" - fortsetzt. Jack und Butler unterhalten sich natürlich nicht von ungefähr in einer rot gestrichenen Toilette. So rot wie Dick Halloranns Zuhause, wo das Shining ihn überkommt und Danny sowie seine Mutter in Gefahr sieht. Dicks "Rot" wird da mit zwei adretten schwarzen PinUps aufgehübscht. Jack bekommt es einen Schnitt später ebenfalls mit zwei Frauen zu tun, als er sich Zimmer 237 mal genauer anschaut...
"Shining" verführt natürlich dazu lediglich in Superlativen resümiert zu werden - man kann auch nicht anders. Was der passionierte Schachspieler hier ausgeheckt hat, lässt nicht nur einen Hitchcock verzücken. Ich freue mich schon auf die nächsten Besuche im "Overlook"-Hotel und damit auf weitere spannende Entdeckungen in Jacks bzw. Kubricks Labyrinth. Aber nur bei Licht!
Stephen King mochte den Film nicht, ich liebe ihn – Kubrick [5/7]
"Shining" ist Horror von der mysteriösesten, ästhetischsten und gruseligsten Sorte. Nie ist klar inwieweit das Gesehene wirklich existiert und ob es wirklich Geister geben soll bleibt auch bis kurz vor Schluss unbeantwortet. Ansonsten ist der Film spannend und mit stimmiger Musik unterlegt, die das Geschehene noch schrecklicher macht. Und die Idee mit dem Irrgarten ist grandios. Eines der besten Szenenbilder der Kinogeschichte.
"All work and no play makes Jack a dull boy. "
Gehört zu den besten Kubricks, nominiert für zwei goldenen Himbeeren – Ein Beweis dafür, dass Kubrick zu Lebzeiten nicht verstanden wurde.
*Login* Hey, ich bin Jack Torrance; ihr habt bestimmt viel von mir gehört; ja, ich bin der Typ, der im Hotel ein bisschen ausgeflippt ist. Aber hey, das kann doch mal passieren ! "We go all a little bit mad sometimes..." Stimmt's Norm ? Oh, der hat mir den Finger gezeigt, der Arme...kommt immer noch nicht über... Ach so, ja, klar, wir haben hier ja ein paar "SPOILERfetischisten", aus dem Grund halte ich jetzt mal die Füße still. Ja wo waren wir, ach ja, ich wollte ja einen kurzen Kommentar zu meinem persönlichen Biopic verfassen... Ein Biopic über mich selbst...Geil, oder ? Ich bin momentan so berühmt, dass irgendsoein Nerd meinen Namen auf einer dubiosen "Cineasten-Page" übernommen hat, dieser verdammte...ganz ruhig, Jack, ganz ruhig... Naja, man merkt jedenfalls, dass ich nicht der Jack Torrance bin, den ihr euch vorgestellt habt: wahnsinnig, skrupellos, ausgeflippt, vielleicht auch so cool wie Jack Nicholson; apropos Jack Nicholson, findet ihr nicht auch, dass er mich genial gespielt hat ? So richtig schön exzentrisch und...und... naja, ihr wisst schon genial einfach. Schade, dass mein Sohn und meine Frau es nicht gesehen haben,...aber die haben es so gewollt. Man stört einen Künstler nicht bei der Arbeit, verdammt noch...Ganz ruhig, Jack, du bist kein Dull Boy, ich wiederhole: KEIN Dull Boy. Naja, egal, ihr verzeiht hoffentlich meine Ausbrüche... Hey, wisst ihr, wo ich mich befinde ? Auf einer Filmcharaktere-Versammlung, ist das nicht geil ? Von dort aus schreibe ich... Hey, Donny ! Zeig mir doch mal den Skill mit der Orange ! Hahaha, der Typ ist echt genial. Wo wir beim Punkt wären: Genial ist auch Kubricks Inszenierung; so richtig schön creepy und meisterhaft, aber richtig meisterhaft, aber RICHTIG meisterhaft... WAAAAAAS, da will jemand 'ne Begründung, ich geb dir gleich 'ne Begründung, schau dir den Film an, du Noob, da hast du deine Begründung. Diese ganzen aufdringlichen Streber. Eigentlich hätte ich denen die Birne einschlagen sollen, damit ganze Blutfontänen entstehen, ihr wisst was ich meine, oooooder, na ja, egal, hab ich zu dem Film alles gesagt ? Dass er perfekt ist ? Dass er geil ist ? Dass er unbeschreiblich ist ? Hab ich ? Gut, dann war' das ! Ich geh jetzt mal, mit Vincent und Jules über Hamburger und Pommes Frites in Holland philosophieren... Ciao, miteinander ! *Logout*
Jack, du alter Haudegen, dir möchte ich nicht im Dunklen begegnen :-). Die beste Stephen King-Verfilmung (und die sind leider selten), auch wenn es dem King of Horror weniger gefallen hat. Absolut sehenswert!!!
Absolut! Ich glaube, es gab sogar noch mal eine Neuverfilmung nach seinem Geschmack, so ein TV-Zweiteiler oder so und das war einfach nur schlecht :-).
Joa, der war auch unterhaltsam (muss ich glatt mal noch bewerten) ;-), aber zwischendurch war auch mal die Luft raus, anders als bei Shining oder Misery zum Beispiel.
zu diesem film muss man nicht viel sagen...
schauspielerische höchstleistung von nicholson, grandiose atmosphäre, kameraeinstellungen vom feinsten (die szenen mit dem dreirad im gang machen mir heute noch angst)...
shining ist für mich der film an dem sich jeder psychothriller messen muss!
Wenn Kubrick einen Horrorfilm inszeniert kann das nur gut werden. Da kann der Stephen King heulen wie er will, das ist die beste Verfilmung im Gegensatz zu "The Mist" oder "The Green Mile" mal was gutes. Jack Nicholsons overacting könnte nicht passender sein und die Schock-Elemente sind so perfektioniert, dass man weiß, man hat es hier mit hochergeizigen Inszenierungs-Fanatiker himself zu tun, der Aufnahmen zigmal wiederholen will.
Guter, "alter" Horror, so wie ich ihn gern habe. Das dieser Film einen großen Beitrag zum modernen Horrorgenre geleistet hat, ist nicht nur Stanley Kubrick zu verdanken, der für die perfekte Inszenierung (für mich persönlich am wichtigsten: Musik) verantwortlich ist, sondern letzendlich auch Jack Nicholson (nebenbei einer meiner Lieblingsschauspieler). Ich könnte mir niemanden vorstellen, der die innere Zerissenheit eines Menschen wie Jack Torrence besser hätte darstellen können, als er. Für mich ist ein Horrorfilm gut, wenn man als Zuschauer die Bedrohung wirklich spüren kann und das ist in "Shining" eindeutig der Fall.
Zu diesem Film gibt es noch viel mehr zu sagen, ich will es aber hierbei belassen.
In meinem Zimmer hängt ein Poster mit dem Titel "The Greatest (bady drawn) Movie Scenes of all time". Neben Scarface, Sieben, Pulp Fiction, King Kong (und anderen) reiht sich seit jeher auch THE SHINING ein. Auf dem Bild zu sehen ist ein Mann, der samt Axt verstört durch eine zerschlagene Tür schaut, eine Sprechblase verlässt seinen zähneknirschenden Mund: "Heeeeere's Johnny!". Eine mit einem Messer bewaffnete Frau, schreit, doch nur ihre Lippen sind geöffnet, ein Geräusch ertönt nicht. Über ihr steht in roter Farbe REDRUM, kurioserweise sind die Buchsaten D und R falschherum geschrieben.
Zu Weihnachten habe ich dann überraschender Weise "The Shining" bekommen.
Und natürlich angesehen.
Ich bezeichne diesen Film als 146-minütigen Albtraum, der durch grausig-stimmungsvolle Musik, klasse Kamerafahrten, tollen Schauspielern, einem furchteinflößendem Ambiente, und durch verstörende Szene zu unterhalten weiß.
Für mich einer der besten Horrorfilme aller Zeiten.
In dem Hotel, welches für den Film das "Overlook Hotel" darstellt, ist bis heute das Dreiradfahren in den Fluren verboten.
Hier das Poster: http://pixcdn.posterrevolution.com/pr/1/552080f.jpg
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
Das erste was ich dachte als der Abspann kam: "Ohne die unheimliche Filmmusik wäre der Film nicht mal halb so spannend"
Aber das war etwas voreilig von mir.
Ich mein, man könnte auch sagen ohne die exzellente Kameraführung oder ohne Jack Nicholson wäre der Film nur halb so spannend.
Wie so oft kommt es eben auf die Mischung an
Das Endresultat ist jedenfalls sehr sehr sehenswert.
Man muss sagen, dass er in technischer Hinsicht, und damit meine ich nicht unbedingt visuelle Effekte, sondern Schnitt, Ton und Kameraführung, den meisten Horrorstreifen und aus der heutigen Zeit hoch überlegen ist.
Dieser Film ist genial,alleine der Satz "Hier ist Jackie" hat sich mir ins Gehirn gebrannt,das bei dem Film nicht allzuviel erklärt wird kann man nur als gut erachten da der Film so ohne logische erklärungen viel mehr spannung aufbaut,sodass man ihn ruhig mehrere male schauen kann da man im Gegensatz zu anderen Filmen dieses Genres nicht die Lösung kennt,sondern freien Raum für die eigene Fantasie entwickeln kann.
Kubrick war jemand der versuchte jede Kamerakurve zu zelebrieren. War bemüht daran jedes einzelne Element seiner häufig neu erforschten Genres kunstvoll gerecht zu werden. Er drehte Sci-Fi-Philosophien, Komponien, Surrealistisches, Krimis, Gesellschaftskritisches oder auch Anti-Kriegsfilme. Wichtige Bestandteile, die in jeder guten Film-Geschichte stehen. Er wollte Filme drehen, die auch in hunderten von Jahren ein Hochgenuss sind. Die immer noch hochaktuell wirken und für Ewigkeiten halten. Vor Jahren bevor das Folter-Zeug kam und die Slasher sich langsam breit machten, erschuf er diesen visionären, wichtigen und hochspannenden Horror. Die Kamerapositionen umhüllt von unglaublicher Musik, erzeugen die volle Zeit lang Nervenkitzel. Er lässt Blut aus den Aufzügen schwimmen. Ein Kind minutenlang beim Dreirad fahren filmen. Jack Nicholson hetzend durch ein Labyrinth rennen. Jack Nicholson merkwürdige Dinge in der Bar faseln. Jack Nicholson schreiben. Den Tennisball gegen die Wand werfen. Schreiben. Immer nur das Selbe. Er baut dies vor einer so grandiosen Kulisse. Ein riesiges, einsames Hotel. Alleinstehend mitten im dicker und kälter werdenden Schnee. Eiskalt läuft dies über die Atmosphäre. Aber selbst wenn man den Wagen fahrend umringt von Tannen durch den fein gestrichelten und völlig einsamen Straßenweg sieht und dazu die Musik ertönt wirkt das schwer bedrohlich. Wenn dann ruhig eingecheckt wird. Die Familie das umfangreiche Hotel zu Gesicht bekommt gibt es Unbehagen. Alles wirkt karg, kalt, böse. Man denkt, dass man gleich ein mordlustiges angsterfülltes Lärmen zwischen den Protagonisten sieht. Mit diesen Denken spielt Kubrick zynisch. Lässt spukig jede Szene mit einer gewissen Ungemütlichkeit den Zuschauer betrachten. Das liegt natürlich besonders an Jack Nicholson. Er hat die Mimik so großartig drauf, dass sein Grinsen einem fest in´s brennt. Trotzdem wirkt sich das nicht auf seine "netteren" Rollen in "One Flew Over the Cuckoo's Nest" aus. Was für ein wandlungsfähiger Schauspieler!
"Shining" ist... ein Meilenstein. Einer der nervenaufreibendsten und intelligentesten Schocker. Konstruiert gekonnt jedes einzelne Detail zu einem perfekten Stilmittel. Effektreiches und brillantestes Spiel mit dem Zuschauer. Das Finale lässt einen erstaunt zurück. Kurz: Das wofür Horror wirklich erfunden wurde. Nur perfektioniert.
Schön, für Hoffi sowieso, wird wieder Luftsprünge machen vor Freude! :) Aber bei einem muss ich dir widersprechen: 1980 stand der moderne Slasher zwar in seinen Anfangsjahren, aber Splatter wurde durchaus schon in den Jahrzehnten davor praktiziert. :)
Ansonsten klasse natürlich! ^^
Danke. Ja, der hoffi. :D
Stimmt, ich sollte "Splatter" durch "Folter" ersetzen. Slasher gab´s natürlich schon davor, aber das Genre wurde noch nicht so benannt, denke ich. ;)
@fkfk: Papa Schlumpf ist jetzt da und zeigt sich mehr als begeistert. Superb. Jetzt weiß ich wieder warum auf der lieben Weihnachtsliste des Hoffmannes stehst;D
Daumen hoch!
Danke. Ich bin mal gespannt wie dann "Eyes, Wide, Shut" finde. Hoffentlich großartig, damit ich dich damit aufziehen kann, dass du ihn noch nicht gesehen hast. ;D
Für mehr als 100 Kino- und TV Filme hat Stephen King bereits die Vorlage geliefert. Unter den vielen Bockmist der produziert wurde gibt es auch einige gute Filme. Und auch richtige sehenswerte Perlen. Stanley Kubricks Fassung von The Shining gehört mit Sicherheit zu dieser Kategorie. Ein Glück das sich Kubrick damals gegen Autor King durchgesetzt hat und Nicholson besetzt wurde. Er ist bravourös.
Ich halte Stephen King für einen der besten, wenn nicht sogar DEN besten Autor des modernen Horrors. Durch seinen unnachahmlichen Stil schafft er es immer wieder, den geneigten Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn das Fürchten zu lehren.
Seine Romane filmisch umzusetzen ist daher nicht nur sehr schwierig, sondern beinahe unmöglich. Um ein literarisches Werk für die Leinwand adaptieren zu können, muss immer irgendetwas gekürzt werden. Einen mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Seiten umfassenden Roman in einen zweistündigen Film zu verwandeln wäre ansonsten einfach nicht möglich. King arbeitet mit sehr ausführlichen, äußerst detaillierten Beschreibung seiner Figuren und Geschehnisse, um so eine eindringliche Atmosphäre zu erschaffen. Dass dies im Medium Film nicht funktioniert, weil es einfach nicht umzusetzen ist, ist ganz klar. Der psychische Horror, den die Bücher entstehen lassen, funktioniert eben wirklich nur in Buchform. Die meisten Filme, die auf einem Roman von Stephen King basieren sind deshalb einfach schlecht bis manchmal ganz okay.
Es gibt allerdings durchaus Ausnahmen. "Carrie" wäre so ein Fall, genauso wie "Stand by me". Aber auch "The Green Mile" oder "The Shawshank Redemption" können sich sehen lassen. Und natürlich Stanley Kubricks "The Shining". Auch wenn Kubrick selbstverständlich keine reine 1:1-Übersetzung abliefert, sondern der Film vielmehr seine Interpretation des Buches darstellt, handelt es sich hier auf jeden Fall um eine gelungene, nein mehr noch, eine großartige, eine herausragende Adaption der Romanvorlage von Stephen King. Ein zeitloser Klassiker. Einer der besten Horrorfilme, die jemals gedreht wurden. Eines von Kubricks vielen Meisterwerken.
Die Story ist bekannt und schnell erzählt, Familienvater Jack Torrance erklärt sich bereit, samt Anhang, im Winter ein Hotel in den Bergen zu hüten und verfällt dort langsam aber sicher dem Wahnsinn.
Die Umsetzung dieser simplen Geschichte ist jedoch exorbitant und wie so oft bei Kubrick absolut einzigartig. Von der ersten Sekunde an, kreiert er eine unheimliche, düstere, gefährliche Atmosphäre und macht sofort klar, dass hier nichts Gutes im Gange sein kann. Im Hotel merkt man auf der Stelle, dass irgendetwas nicht stimmt. Anfangs jedoch bleibt dieses Unwohlsein eigentlich nicht mehr als eine Ahnung. Die Spannung wird noch nicht vollkommen auf die Spitze getrieben, sondern immer im letzten Moment zurückgeschraubt und die Situation beruhigend aufgelöst.
Nach und nach steigert sich dann aber alles ins Unermessliche, Schritt für Schritt ergreifen, die Geister des Hotels Besitz von Jack, lassen ihn vollends durchdrehen und zerrütten die Familie mit Terror, Chaos und Gewalt, bis schließlich alles im packenden Finale seinen schonungslosen Höhepunkt findet.
Der Fokus liegt dabei ganz klar einzig und allein auf Jack Torrance. Seine Frau Shelley, der frühere Hausmeister des Hotels, Mr. Grady, sowie Jack und Shelleys gemeinsamer Sohn, der wegen seiner besonderen Gabe, dem titelgebenden Shining, nicht nur in telepathischem Kontakt zum Koch des Hotels steht, sondern außerdem von schrecklichen, gruseligen Visionen und Bildern geplagt wird, sie alle sind zwar durchaus wichtig in "The Shining", bleiben aber dennoch nichts weiter als kleine Randfiguren.
Kein Wunder also, dass von den Darstellern dieser Figuren, trotz Kubricks hervorragender Schauspielführung, eigentlich niemand besonders großartig im Gedächtnis bleibt. Sie alle liefern definitiv sehr gute Leistungen ab, verblassen dann aber doch hinter dem Mann, der den besessenen, irrsinnigen und geisteskranken Schriftsteller Jack Torrance Leib und Seele verleiht und auf beeindruckende Art und Weise zum Leben erweckt.
Jack Nicholson. Er spielt Jack Torrance nicht nur, Jack IST Jack und lebt ihn geradezu. Er bringt den seelischen Verfall seiner Figur erschreckend glaubhaft rüber, wenn er durchdreht, dann ist da irgendetwas Finsteres, etwas komplett Irres in seinen Augen zu erkennen, und sein diabolisches Grinsen jagt mir auch heute noch einen kalten Schauer über den Rücken.
Auch inszenatorisch ist der Film einfach großartig. Trotz des relativ weiträumigen Handlungsspielraums schafft Kubrick es, eine sehr beklemmende Atmosphäre zu erschaffen, die nach all den Jahren immer noch nichts von ihrer Wirkung eingebüßt hat. Das Hotel, in dem Familie Torrance den Winter verbringt, ist ein gefährlicher Ort. Ein mysteriöser, dunkler, unheimlicher Ort. Ein geheimnisumwitterter Ort, an dem seltsame Dinge vor sich gehen. Ein Ort, an dem man sich unwohl fühlt, ohne unmittelbar zu wissen, wieso. Diese geheimnisvolle und zugleich gefährliche Stimmung wird perfekt rübergebracht. Der nervenaufreibende Score und die exzellenten, finsteren und trotzdem sehr ästhetischen Bilder erschaffen etwas Unheilvolles, etwas Undurchsichtiges, dem man sich nicht entziehen kann.
Die einzigartige und sehr innovative Kameraführung, war Kubrick hier doch der erste, der auf den intensiven Einsatz einer Steadycam setzte, ist ebenfalls grandios. Bedrückende Bilder der winterlichen Berglandschaft, scheinbar endlose Kamerafahrten durch die menschenleeren, kalten, toten Gänge des altehrwürdigen Overlook-Hotels, sowie des angrenzenden, ausweglos erscheinenden Heckenlabyrinths, verstörende, brutale Darstellungen der grauenvollen Visionen des Jungen. An anderer Stelle pure Schönheit, reine Lebhaftigkeit, prächtiger Glanz. Fabelhafte Sets, gezielt eingesetzes Spiel mit bestimmten Farben. Gefährlich und doch wunderschön. "The Shining" ist optisch ein wahrer Hochgenuss.
"The Shining" ist vielleicht der beste Horrorfilm aller Zeiten (ganz ehrlich, "Der Exorzist" kann nach Hause gehen), gespenstisch, gruselig, gar schauderhaft und immer wieder aufs Neue faszinierend. Der Film ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch höchst intelligent. Man muss nachdenken, um alles zu verstehen. Und selbst dann kann man nicht alles aufnehmen, was "The Shining" zu bieten hat. Mit jeder Frage, die sich irgendwie beantwortet, stellen sich zwei neue. Vieles ist unbegreiflich, unerklärlich, einfach rätselhaft, und der Film lässt sich auf so vielen Ebenen auf so viele unterschiedliche Weisen interpretieren, sodass er immer wieder aufs Neue interessant ist und zu begeistern und zu fesseln weiß. Ein Klassiker. Ein Film, der niemals alt wird. Ein fantastisches Meisterwerk unter der Regie eines wahnsinnigen Genies.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
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All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy..........
ich kann mich einfach nicht entscheiden, vor wem ich mehr angst haben soll. vor jack nickolson etwa, der noch krasser als in "einer flog übers kuckucksnest" seine psychofratze aufsetzt und damit jedem echten psychokiller oder geisteskrankem psychopath die show stehlen würde; oder vielleicht der junge, dem ich nicht nachts begegnen wollte, mit seinen leeren augen und seinen visionen; oder vielleicht doch die frau, mit ihren riesigen, blutunterlaufenen glubschaugen, die von vorne herein aussieht, als hätte sie nicht alle latten am zaun. ( so dumm wie die sich verhält wäre ich als mann glaube ich auch durchgedreht^^ ). ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass dieser Film ein wahres Glanzstück ist, welches durch schrille Töne und eine markergreifende Tonspur unendliche Spannung aufbaut, durch seine Visionen und Illusionen teilweise wirklich verstörend ist und durch Jack Nickolsons abnormal furchteinflößende Fratze einfach ein muss für jeden Filmefreund darstellt.
Shining - Kritik
GB/US 1980 Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Thriller, Drama, Kinostart 16.10.1980
Kritiken (3) — Film: Shining
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenDadurch, dass ich die literarische Vorlage in- und auswendig kenne und die Unterschiede beider Medien beträchtlich, sprich: hochinteressant, sind, konnte ich es mir nicht nehmen lassen (zumindest in den ersten beiden Absätzen vermehrt), auf diese einzugehen. Eventuelle Spoiler. Keine Filmkritik oder Analyse. Eine willkürliche Ansammlung von Notizen und Beobachtungen, die sich auf die verkürzte, internationale Fassung beziehen.
---
Stephen Kings gleichnamiger Gruselroman war das persönliche Vorzeigeexemplar dessen, den Horror des Augenblicks aus der Trivialität des Alltags zu entfesseln. "Shining" war darüber hinaus übernatürliches, ganz und gar ausschweifendes Erzählhandwerk, rational nachvollziehbar(er), da hunderte Seiten zur Charakterisierung der kaputten Figuren zu Beginn als melodramatisches Erklärungsmuster herhalten mussten, um die mysteriösen Geschehnisse zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Mystik und Dämonie im Hotel zu erklären. Nicht weniger…
34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 13 Antworten
seven 2011/09/07 18:59:06
Antwort löschenBeeindruckend.
Surfer Rosa 2011/09/07 19:40:26
Antwort löschenWährend am Kopf der Seite die trivialsten Themen vorbeifliegen, kriegt man hier sowas zu lesen. Natürlich lässt sich darüber streiten , ob denn das Auseinanderpflücken eines Filmes, bis zu totalen Nacktheit, nicht ebenfalls eine triviale Angelegenheit ist. Beim lesen des Textes jedenfalls hatte ich nicht das Gefühl. Absolute Hochachtung.
Imagination 2011/09/07 19:41:31
Antwort löschenDas ist wirklich "beträchtlich, sprich: hochinteressant".
Timo K. 2011/09/07 20:00:52
Antwort löschenWenn man sich die unzähligen Aufsätze über diesen Film anschaut (teilweise in wissenschaftlich unverständlicher Sprache), ist mein Ausschnitt wirklich nur ein kleiner, der die mir am wichtigsten erscheinenden Punkte (beziehungsweise die, die ich hinsichtlich der Vorlage neu entdeckt habe; darum ging es mir vor allem) knackig zusammenfasst. Bis zur totalen Nacktheit fehlt dann noch etwas mehr.^^ Andererseits schrieb ich ja zu Beginn, dass ich lediglich meine Beobachtungen, die über viele Sichtungen hinweg endlich eine gewisse "Reife" (besser: "Form") erlangten, aufschreiben wollte. Ich war dazu gezwungen, endlich was Vernünftiges zu SHINING zu schreiben, weil mich der Film nun schon seit Ewigkeiten begleitet!^^ Vielen Dank euch dreien. :)
Sigmund 2011/09/08 10:02:12
Antwort löschenWie ich lange MP Kommentare hasse! Die meisten lese ich nicht. Aber dieser hier ist durchgehend voller Substanz und guter Beobachtungen. Großartig!
_Garfield 2011/09/08 17:32:44
Antwort löschenGanz großartig geschrieben!
Timo K. 2011/09/08 18:56:58
Antwort löschenDanke den beiden Herren. :)
Timo K. 2011/09/09 12:55:24
Antwort löschenDas war auch nötig.^^
Timo K. 2011/09/09 13:25:27
Antwort löschenWarum das?^^ | Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe: Der Film verfolgte mich recht lange, da ich auch die Romanvorlage fast auswendig kenne. Irgendwann musste ich ja meinen Senf dazugeben. :)
Andy Dufresne 2011/09/09 13:25:36
Antwort löschenWirklich sehr differenziert und eloquent.Wie schon erwähnt, ein Gegenentwurf zu den meisten MP Kommentaren... Hut ab !
The_Comedian 2011/09/10 11:13:44
Antwort löschenGroßartiger und außergewöhnlicher Kommentar, mit dem richtigen Maß an Mühe und Leidenschaft. Schade allerdings, daß die cineastische Umsetzung bei dir so abwertend ausfällt (7,0 ?), im Gegensatz zu deiner beachtlichen Differenzierung, welche inhaltlich eigentlich den Schluß zuläßt, dass dir beide `Versionen´ gefallen. Wunderbar zu lesen, und sehr treffend aufgezeigt, finde ich den Verweis auf das Horrorgenre selbst, welches bis heute genau auf diese Art und Weise spaltet. Zurück zu dem ´Hauptthema´: Inhaltlich ist der gesamte Bereich zweifelsohne streitbar und interpretationswürdig, dies ist aber völlig logisch, obgleich der Tatsache, daß es sich bei ´Shining´ um genau das handelt, was Menschen nicht offen aussprechen, nicht verstehen, nicht erklären, nicht sehen, nicht hören, nicht schmecken, nicht riechen usw., usw., können, außer es werden Niancen offenbart. Diese Offenbarung erfolgte durch Männer wie King und Kubrick, zwar, wie durch dich richtig erkannt, auf unterschiedliche Art und Weise, aber dennoch bescheren sie uns einen kurzen und kleinen Einblick in eine Welt, die wir wohl nie (und vielleicht hoffentlich nie!) in Gänze erfassen und begreifen werden, denn sonst hätten wir es, hätten wir es alle, das ´Shining´;-)
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Timo K. 2011/09/10 18:00:19
Antwort löschenGroßen Dank für das gleichermaßen große Lob und die informative Ergänzung. :) Hast Recht, mir gefallen beide Versionen in ihren unterschiedlichen Visionen und Ausführungen ausgesprochen gut, obwohl ich mich mit dem Roman, speziell als ich ihn das allererste Mal gelesen hatte, vorerst noch nicht anfreunden konnte (teilweise zu langatmig; unnötig apokalyptisches Finale). Erst danach reifte die King-Geschichte und ich kam eigentlich erst so richtig dahinter, wie radikal Kubrick die Vorlage zu seinen Gunsten verdreht. Dass King davon nicht begeistert war, kann ich nachvollziehen, aber dass er dann seine eigene Vorstellung inszeniert (die sowieso überflüssig ist), während er pausenlos über den Kubrick-Film herzieht, kann wiederum nur ein Anflug von gekränktem Narzissmus bedeuten. Etwas hätte ich trotzdem ganz gern im Film gesehen: den selbstständig fahrenden Fahrstuhl, meines Erachtens die besten, da gruseligsten Stellen im Buch.
Ach, SHINING ist ein sehenswerter Film, also sieben Punkte.^^ Nach Mehrfachsichtung konnte mich die Atmosphäre leider nicht mehr derartig beeindrucken wie zuvor, deshalb die Abwertung. Das ist wohl die Gefahr von unzähligen Sichtungen. Außerdem bewertete ich Kubrick-intern, sprich: Die persönlichen Lieblingsfilme des Regisseurs mussten punktetechnisch vor denen platziert werden, die "nur" gut sind. Früher zählte SHINING (nach Erstsichtung) auch zu meinen Lieblingen, aber da hatte ich auch erst zwei, drei weitere Kubricks gesehen.
The_Comedian 2011/09/10 23:35:25
Antwort löschenOh ja, jetzt nachvollziehbar, mit den Sichtungen und der Berücksichtigung des restlichen Schaffens Kubrick´s:-) ... und stimmt: Der fiese Fahrstuhl hätte einen Auftritt verdient gehabt;-)
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenNach dem geradlinigen Historienfilm „Barry Lyndon“ vereint Regisseur und Autor Stanley Kubrick wieder all seine unkonventionellen Markenzeichen, hebt sie auf die Horror-Ebene und vollzieht damit den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Erfolg. Die Kälte und Sterilität, die sich durch viele von Kubricks vorangegangenen Filmen zieht, ist wie gemacht für einen Horrorfilm. Dennoch ist „Shining“ alles andere als ein typischer Genrebeitrag geworden, da auf typische Stilmittel wie knarrende Türen, lange Schatten oder Nebelschwaden verzichtet wird. Gerade deswegen hat Perfektionist Kubrick damit einen originellen, übermäßig einflussreichen Meilenstein des verstörenden Films geschaffen. [...]
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenIn jungen Jahren gibt man sich ja gerne abgeklärt. Natürlich war auch ich im Irrglauben, alles schon gesehen und sämtliche cineastische Mutproben bestanden zu haben. Mich konnte nix mehr schocken. Mit Anfang Zwanzig schaute ich mir dann Abends eher zufällig zum ersten mal Kubricks "Shining" an, um nach Filmende wie ein verschrecktes Mädchen überall im Haus das Licht anzumachen - das Ding hat mir eine Scheissangst eingejagt!
Nun hat also auch die Special Edition in meiner DVD-Sammlung ihren Platz gefunden und begeistert mich noch immer mit seiner Tiefe, seinem Einfallsreichtum und seiner Zeitlosigkeit. In der Gestaltung halte ich "Shining" immer noch für Kubricks spannendesten Film.
Ein Großteil des Horrors bezieht sich da aus seiner Unberechenbarkeit. Als erstes fällt seine übertrieben strenge Bildgestaltung auf, die fast nur aus zentralen Bildkompositionen besteht. Die zusätzlichen Fluchtperspektiven verleihen dem Hotel eine regelrecht surreale…
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Kommentare (206) — Film: Shining
Kommentar schreibenbased_god 2012/02/07 19:39:00
Kommentar löschenStephen King mochte den Film nicht, ich liebe ihn – Kubrick [5/7]
"Shining" ist Horror von der mysteriösesten, ästhetischsten und gruseligsten Sorte. Nie ist klar inwieweit das Gesehene wirklich existiert und ob es wirklich Geister geben soll bleibt auch bis kurz vor Schluss unbeantwortet. Ansonsten ist der Film spannend und mit stimmiger Musik unterlegt, die das Geschehene noch schrecklicher macht. Und die Idee mit dem Irrgarten ist grandios. Eines der besten Szenenbilder der Kinogeschichte.
"All work and no play makes Jack a dull boy. "
Gehört zu den besten Kubricks, nominiert für zwei goldenen Himbeeren – Ein Beweis dafür, dass Kubrick zu Lebzeiten nicht verstanden wurde.
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Jack_Torrance 2012/02/07 13:48:48
Kommentar löschen*Login* Hey, ich bin Jack Torrance; ihr habt bestimmt viel von mir gehört; ja, ich bin der Typ, der im Hotel ein bisschen ausgeflippt ist. Aber hey, das kann doch mal passieren ! "We go all a little bit mad sometimes..." Stimmt's Norm ? Oh, der hat mir den Finger gezeigt, der Arme...kommt immer noch nicht über... Ach so, ja, klar, wir haben hier ja ein paar "SPOILERfetischisten", aus dem Grund halte ich jetzt mal die Füße still. Ja wo waren wir, ach ja, ich wollte ja einen kurzen Kommentar zu meinem persönlichen Biopic verfassen... Ein Biopic über mich selbst...Geil, oder ? Ich bin momentan so berühmt, dass irgendsoein Nerd meinen Namen auf einer dubiosen "Cineasten-Page" übernommen hat, dieser verdammte...ganz ruhig, Jack, ganz ruhig... Naja, man merkt jedenfalls, dass ich nicht der Jack Torrance bin, den ihr euch vorgestellt habt: wahnsinnig, skrupellos, ausgeflippt, vielleicht auch so cool wie Jack Nicholson; apropos Jack Nicholson, findet ihr nicht auch, dass er mich genial gespielt hat ? So richtig schön exzentrisch und...und... naja, ihr wisst schon genial einfach. Schade, dass mein Sohn und meine Frau es nicht gesehen haben,...aber die haben es so gewollt. Man stört einen Künstler nicht bei der Arbeit, verdammt noch...Ganz ruhig, Jack, du bist kein Dull Boy, ich wiederhole: KEIN Dull Boy. Naja, egal, ihr verzeiht hoffentlich meine Ausbrüche... Hey, wisst ihr, wo ich mich befinde ? Auf einer Filmcharaktere-Versammlung, ist das nicht geil ? Von dort aus schreibe ich... Hey, Donny ! Zeig mir doch mal den Skill mit der Orange ! Hahaha, der Typ ist echt genial. Wo wir beim Punkt wären: Genial ist auch Kubricks Inszenierung; so richtig schön creepy und meisterhaft, aber richtig meisterhaft, aber RICHTIG meisterhaft... WAAAAAAS, da will jemand 'ne Begründung, ich geb dir gleich 'ne Begründung, schau dir den Film an, du Noob, da hast du deine Begründung. Diese ganzen aufdringlichen Streber. Eigentlich hätte ich denen die Birne einschlagen sollen, damit ganze Blutfontänen entstehen, ihr wisst was ich meine, oooooder, na ja, egal, hab ich zu dem Film alles gesagt ? Dass er perfekt ist ? Dass er geil ist ? Dass er unbeschreiblich ist ? Hab ich ? Gut, dann war' das ! Ich geh jetzt mal, mit Vincent und Jules über Hamburger und Pommes Frites in Holland philosophieren... Ciao, miteinander ! *Logout*
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J_Universe 2012/02/03 15:35:47
Kommentar löschenJack, du alter Haudegen, dir möchte ich nicht im Dunklen begegnen :-). Die beste Stephen King-Verfilmung (und die sind leider selten), auch wenn es dem King of Horror weniger gefallen hat. Absolut sehenswert!!!
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Nokio84 2012/02/05 01:29:11
Antwort löschendas lustige ist ja das die verfilmungen die king gefallen echte jauche sind!
spricht also nicht unbedingt für kings filmgeschmack :)
J_Universe 2012/02/05 02:04:41
Antwort löschenAbsolut! Ich glaube, es gab sogar noch mal eine Neuverfilmung nach seinem Geschmack, so ein TV-Zweiteiler oder so und das war einfach nur schlecht :-).
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based_god 2012/02/06 17:00:21
Antwort löschenUnd Zimmer 1408... Der war zwar gut aber nicht so gut wie Shining...
J_Universe 2012/02/06 17:30:47
Antwort löschenJoa, der war auch unterhaltsam (muss ich glatt mal noch bewerten) ;-), aber zwischendurch war auch mal die Luft raus, anders als bei Shining oder Misery zum Beispiel.
Nokio84 2012/01/27 11:16:56
Kommentar löschenzu diesem film muss man nicht viel sagen...
schauspielerische höchstleistung von nicholson, grandiose atmosphäre, kameraeinstellungen vom feinsten (die szenen mit dem dreirad im gang machen mir heute noch angst)...
shining ist für mich der film an dem sich jeder psychothriller messen muss!
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CoOLik 2012/01/17 00:15:26
Kommentar löschenhttp://d24w6bsrhbeh9d.cloudfront.net/photo/1111387_700b.jpg
!!!
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Drogba11 2012/01/17 00:39:42
Antwort löschenJetzt weiß ich auch, warum mir das Bild auf Wikipedia immer Angst gemacht hat! Und das ist nichtmal gelogen.
Toblerone 2012/01/14 01:24:01
Kommentar löschenWenn Kubrick einen Horrorfilm inszeniert kann das nur gut werden. Da kann der Stephen King heulen wie er will, das ist die beste Verfilmung im Gegensatz zu "The Mist" oder "The Green Mile" mal was gutes. Jack Nicholsons overacting könnte nicht passender sein und die Schock-Elemente sind so perfektioniert, dass man weiß, man hat es hier mit hochergeizigen Inszenierungs-Fanatiker himself zu tun, der Aufnahmen zigmal wiederholen will.
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HauntedSaint 2012/01/05 23:49:53
Kommentar löschenGuter, "alter" Horror, so wie ich ihn gern habe. Das dieser Film einen großen Beitrag zum modernen Horrorgenre geleistet hat, ist nicht nur Stanley Kubrick zu verdanken, der für die perfekte Inszenierung (für mich persönlich am wichtigsten: Musik) verantwortlich ist, sondern letzendlich auch Jack Nicholson (nebenbei einer meiner Lieblingsschauspieler). Ich könnte mir niemanden vorstellen, der die innere Zerissenheit eines Menschen wie Jack Torrence besser hätte darstellen können, als er. Für mich ist ein Horrorfilm gut, wenn man als Zuschauer die Bedrohung wirklich spüren kann und das ist in "Shining" eindeutig der Fall.
Zu diesem Film gibt es noch viel mehr zu sagen, ich will es aber hierbei belassen.
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Jeff Lebowski 2012/01/02 21:10:12
Kommentar löschenMeilenstein für das Genre, und ganz großes Kino. Mein Lieblingsschauspieler und mein Lieblingsregisseur in einem Film. Damit wär alles gesagt.
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NovaTime 2011/12/28 13:09:30
Kommentar löschenIn meinem Zimmer hängt ein Poster mit dem Titel "The Greatest (bady drawn) Movie Scenes of all time". Neben Scarface, Sieben, Pulp Fiction, King Kong (und anderen) reiht sich seit jeher auch THE SHINING ein. Auf dem Bild zu sehen ist ein Mann, der samt Axt verstört durch eine zerschlagene Tür schaut, eine Sprechblase verlässt seinen zähneknirschenden Mund: "Heeeeere's Johnny!". Eine mit einem Messer bewaffnete Frau, schreit, doch nur ihre Lippen sind geöffnet, ein Geräusch ertönt nicht. Über ihr steht in roter Farbe REDRUM, kurioserweise sind die Buchsaten D und R falschherum geschrieben.
Zu Weihnachten habe ich dann überraschender Weise "The Shining" bekommen.
Und natürlich angesehen.
Ich bezeichne diesen Film als 146-minütigen Albtraum, der durch grausig-stimmungsvolle Musik, klasse Kamerafahrten, tollen Schauspielern, einem furchteinflößendem Ambiente, und durch verstörende Szene zu unterhalten weiß.
Für mich einer der besten Horrorfilme aller Zeiten.
In dem Hotel, welches für den Film das "Overlook Hotel" darstellt, ist bis heute das Dreiradfahren in den Fluren verboten.
Hier das Poster: http://pixcdn.posterrevolution.com/pr/1/552080f.jpg
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Nicki Minaj Lover 2011/12/26 23:04:13
Kommentar löschenSehr gute Kameraführung
Gute Schauspieler
aber so richtig durchblicken tut man nicht in diesem Film
aber trotzdem ein guter Film
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Mahboob 2011/12/25 23:57:03
Kommentar löschenAll work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
All work and no play makes Jack a dull boy.
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kahaujiko 2011/12/23 23:14:46
Kommentar löschenein subtiler, liebevoll inszenierter und genail gespielter gruselthriller, wie man es heutzutage leider kaum noch sieht
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NWO@Movie 2011/12/16 02:00:25
Kommentar löschenDer Film stammt eindeutig von einem Meister.
Achtung: Ein tiefokkultistischer Streifen mit einem hohen Suchtfaktor!
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filmfreak23 2011/12/07 18:18:22
Kommentar löschenDas erste was ich dachte als der Abspann kam: "Ohne die unheimliche Filmmusik wäre der Film nicht mal halb so spannend"
Aber das war etwas voreilig von mir.
Ich mein, man könnte auch sagen ohne die exzellente Kameraführung oder ohne Jack Nicholson wäre der Film nur halb so spannend.
Wie so oft kommt es eben auf die Mischung an
Das Endresultat ist jedenfalls sehr sehr sehenswert.
Man muss sagen, dass er in technischer Hinsicht, und damit meine ich nicht unbedingt visuelle Effekte, sondern Schnitt, Ton und Kameraführung, den meisten Horrorstreifen und aus der heutigen Zeit hoch überlegen ist.
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VisitorQ 2011/12/07 18:32:16
Antwort löschenstreiche das "so manchem" und ersetze es durch "allen" und ich stimme dir voll und ganz zu. ggyo :-)
filmfreak23 2011/12/07 18:47:00
Antwort löschennene es gibt auch heute noch gute Horrorfilme aber eben viiiel zu wenige.
Die Spanier habens drauf!!
xXFilmFreakXx 2011/11/05 00:31:55
Kommentar löschenDieser Film ist genial,alleine der Satz "Hier ist Jackie" hat sich mir ins Gehirn gebrannt,das bei dem Film nicht allzuviel erklärt wird kann man nur als gut erachten da der Film so ohne logische erklärungen viel mehr spannung aufbaut,sodass man ihn ruhig mehrere male schauen kann da man im Gegensatz zu anderen Filmen dieses Genres nicht die Lösung kennt,sondern freien Raum für die eigene Fantasie entwickeln kann.
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pilotiker 2011/10/27 04:39:58
Kommentar löschenShining ist einfach ein Alptraumhafter Film im gänzlich posetiven Sinne.
Einer der besten Horrorfilme der damaligen und heutigen Zeit.
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fkfilmkritik 2011/10/20 19:48:19
Kommentar löschenKubrick war jemand der versuchte jede Kamerakurve zu zelebrieren. War bemüht daran jedes einzelne Element seiner häufig neu erforschten Genres kunstvoll gerecht zu werden. Er drehte Sci-Fi-Philosophien, Komponien, Surrealistisches, Krimis, Gesellschaftskritisches oder auch Anti-Kriegsfilme. Wichtige Bestandteile, die in jeder guten Film-Geschichte stehen. Er wollte Filme drehen, die auch in hunderten von Jahren ein Hochgenuss sind. Die immer noch hochaktuell wirken und für Ewigkeiten halten. Vor Jahren bevor das Folter-Zeug kam und die Slasher sich langsam breit machten, erschuf er diesen visionären, wichtigen und hochspannenden Horror. Die Kamerapositionen umhüllt von unglaublicher Musik, erzeugen die volle Zeit lang Nervenkitzel. Er lässt Blut aus den Aufzügen schwimmen. Ein Kind minutenlang beim Dreirad fahren filmen. Jack Nicholson hetzend durch ein Labyrinth rennen. Jack Nicholson merkwürdige Dinge in der Bar faseln. Jack Nicholson schreiben. Den Tennisball gegen die Wand werfen. Schreiben. Immer nur das Selbe. Er baut dies vor einer so grandiosen Kulisse. Ein riesiges, einsames Hotel. Alleinstehend mitten im dicker und kälter werdenden Schnee. Eiskalt läuft dies über die Atmosphäre. Aber selbst wenn man den Wagen fahrend umringt von Tannen durch den fein gestrichelten und völlig einsamen Straßenweg sieht und dazu die Musik ertönt wirkt das schwer bedrohlich. Wenn dann ruhig eingecheckt wird. Die Familie das umfangreiche Hotel zu Gesicht bekommt gibt es Unbehagen. Alles wirkt karg, kalt, böse. Man denkt, dass man gleich ein mordlustiges angsterfülltes Lärmen zwischen den Protagonisten sieht. Mit diesen Denken spielt Kubrick zynisch. Lässt spukig jede Szene mit einer gewissen Ungemütlichkeit den Zuschauer betrachten. Das liegt natürlich besonders an Jack Nicholson. Er hat die Mimik so großartig drauf, dass sein Grinsen einem fest in´s brennt. Trotzdem wirkt sich das nicht auf seine "netteren" Rollen in "One Flew Over the Cuckoo's Nest" aus. Was für ein wandlungsfähiger Schauspieler!
"Shining" ist... ein Meilenstein. Einer der nervenaufreibendsten und intelligentesten Schocker. Konstruiert gekonnt jedes einzelne Detail zu einem perfekten Stilmittel. Effektreiches und brillantestes Spiel mit dem Zuschauer. Das Finale lässt einen erstaunt zurück. Kurz: Das wofür Horror wirklich erfunden wurde. Nur perfektioniert.
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seven 2011/10/20 19:56:32
Antwort löschenSchön, für Hoffi sowieso, wird wieder Luftsprünge machen vor Freude! :) Aber bei einem muss ich dir widersprechen: 1980 stand der moderne Slasher zwar in seinen Anfangsjahren, aber Splatter wurde durchaus schon in den Jahrzehnten davor praktiziert. :)
Ansonsten klasse natürlich! ^^
fkfilmkritik 2011/10/20 20:18:17
Antwort löschenDanke. Ja, der hoffi. :D
Stimmt, ich sollte "Splatter" durch "Folter" ersetzen. Slasher gab´s natürlich schon davor, aber das Genre wurde noch nicht so benannt, denke ich. ;)
C_C 2011/10/20 20:19:38
Antwort löschenKomponien. Schönes Wort. Merk ich mir.
fkfilmkritik 2011/10/20 20:24:40
Antwort löschenVerstehe ich nicht. Ist doch ganz normal. o.O.
hoffman587 2011/10/20 20:24:56
Antwort löschen@fkfk: Papa Schlumpf ist jetzt da und zeigt sich mehr als begeistert. Superb. Jetzt weiß ich wieder warum auf der lieben Weihnachtsliste des Hoffmannes stehst;D
Daumen hoch!
fkfilmkritik 2011/10/20 20:32:11
Antwort löschenDanke. Ich bin mal gespannt wie dann "Eyes, Wide, Shut" finde. Hoffentlich großartig, damit ich dich damit aufziehen kann, dass du ihn noch nicht gesehen hast. ;D
hoffman587 2011/10/20 20:45:11
Antwort löschenTeilweise, bitte schön, historische Genauigkeit. XD
euronix 2011/10/22 20:39:03
Antwort löschenIch glaube C_C meint Komposition ;).
C_C 2011/10/22 20:41:01
Antwort löschenja, meinte ich. Aber Komponien hat was...
albaniax 2011/11/01 04:26:35
Antwort löschenDein Kommentar bringt mach dazu den Film jetzt direkt zu gucken,
ich glaub ich kann dir schon mal danken dafür ;)
Alle 12 Antworten zeigen
fkfilmkritik 2011/11/01 10:40:06
Antwort löschenSehr gut!
NWO@Movie 2011/12/16 02:03:22
Antwort löschenWie von einem Kritiker nach Beruf! Klasse!
RoosterCogburn 2011/10/16 05:31:31
Kommentar löschenFür mehr als 100 Kino- und TV Filme hat Stephen King bereits die Vorlage geliefert. Unter den vielen Bockmist der produziert wurde gibt es auch einige gute Filme. Und auch richtige sehenswerte Perlen. Stanley Kubricks Fassung von The Shining gehört mit Sicherheit zu dieser Kategorie. Ein Glück das sich Kubrick damals gegen Autor King durchgesetzt hat und Nicholson besetzt wurde. Er ist bravourös.
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Mr. Pink 2011/10/15 16:24:29
Kommentar löschenIch halte Stephen King für einen der besten, wenn nicht sogar DEN besten Autor des modernen Horrors. Durch seinen unnachahmlichen Stil schafft er es immer wieder, den geneigten Leser in seinen Bann zu ziehen und ihn das Fürchten zu lehren.
Seine Romane filmisch umzusetzen ist daher nicht nur sehr schwierig, sondern beinahe unmöglich. Um ein literarisches Werk für die Leinwand adaptieren zu können, muss immer irgendetwas gekürzt werden. Einen mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Seiten umfassenden Roman in einen zweistündigen Film zu verwandeln wäre ansonsten einfach nicht möglich. King arbeitet mit sehr ausführlichen, äußerst detaillierten Beschreibung seiner Figuren und Geschehnisse, um so eine eindringliche Atmosphäre zu erschaffen. Dass dies im Medium Film nicht funktioniert, weil es einfach nicht umzusetzen ist, ist ganz klar. Der psychische Horror, den die Bücher entstehen lassen, funktioniert eben wirklich nur in Buchform. Die meisten Filme, die auf einem Roman von Stephen King basieren sind deshalb einfach schlecht bis manchmal ganz okay.
Es gibt allerdings durchaus Ausnahmen. "Carrie" wäre so ein Fall, genauso wie "Stand by me". Aber auch "The Green Mile" oder "The Shawshank Redemption" können sich sehen lassen. Und natürlich Stanley Kubricks "The Shining". Auch wenn Kubrick selbstverständlich keine reine 1:1-Übersetzung abliefert, sondern der Film vielmehr seine Interpretation des Buches darstellt, handelt es sich hier auf jeden Fall um eine gelungene, nein mehr noch, eine großartige, eine herausragende Adaption der Romanvorlage von Stephen King. Ein zeitloser Klassiker. Einer der besten Horrorfilme, die jemals gedreht wurden. Eines von Kubricks vielen Meisterwerken.
Die Story ist bekannt und schnell erzählt, Familienvater Jack Torrance erklärt sich bereit, samt Anhang, im Winter ein Hotel in den Bergen zu hüten und verfällt dort langsam aber sicher dem Wahnsinn.
Die Umsetzung dieser simplen Geschichte ist jedoch exorbitant und wie so oft bei Kubrick absolut einzigartig. Von der ersten Sekunde an, kreiert er eine unheimliche, düstere, gefährliche Atmosphäre und macht sofort klar, dass hier nichts Gutes im Gange sein kann. Im Hotel merkt man auf der Stelle, dass irgendetwas nicht stimmt. Anfangs jedoch bleibt dieses Unwohlsein eigentlich nicht mehr als eine Ahnung. Die Spannung wird noch nicht vollkommen auf die Spitze getrieben, sondern immer im letzten Moment zurückgeschraubt und die Situation beruhigend aufgelöst.
Nach und nach steigert sich dann aber alles ins Unermessliche, Schritt für Schritt ergreifen, die Geister des Hotels Besitz von Jack, lassen ihn vollends durchdrehen und zerrütten die Familie mit Terror, Chaos und Gewalt, bis schließlich alles im packenden Finale seinen schonungslosen Höhepunkt findet.
Der Fokus liegt dabei ganz klar einzig und allein auf Jack Torrance. Seine Frau Shelley, der frühere Hausmeister des Hotels, Mr. Grady, sowie Jack und Shelleys gemeinsamer Sohn, der wegen seiner besonderen Gabe, dem titelgebenden Shining, nicht nur in telepathischem Kontakt zum Koch des Hotels steht, sondern außerdem von schrecklichen, gruseligen Visionen und Bildern geplagt wird, sie alle sind zwar durchaus wichtig in "The Shining", bleiben aber dennoch nichts weiter als kleine Randfiguren.
Kein Wunder also, dass von den Darstellern dieser Figuren, trotz Kubricks hervorragender Schauspielführung, eigentlich niemand besonders großartig im Gedächtnis bleibt. Sie alle liefern definitiv sehr gute Leistungen ab, verblassen dann aber doch hinter dem Mann, der den besessenen, irrsinnigen und geisteskranken Schriftsteller Jack Torrance Leib und Seele verleiht und auf beeindruckende Art und Weise zum Leben erweckt.
Jack Nicholson. Er spielt Jack Torrance nicht nur, Jack IST Jack und lebt ihn geradezu. Er bringt den seelischen Verfall seiner Figur erschreckend glaubhaft rüber, wenn er durchdreht, dann ist da irgendetwas Finsteres, etwas komplett Irres in seinen Augen zu erkennen, und sein diabolisches Grinsen jagt mir auch heute noch einen kalten Schauer über den Rücken.
Auch inszenatorisch ist der Film einfach großartig. Trotz des relativ weiträumigen Handlungsspielraums schafft Kubrick es, eine sehr beklemmende Atmosphäre zu erschaffen, die nach all den Jahren immer noch nichts von ihrer Wirkung eingebüßt hat. Das Hotel, in dem Familie Torrance den Winter verbringt, ist ein gefährlicher Ort. Ein mysteriöser, dunkler, unheimlicher Ort. Ein geheimnisumwitterter Ort, an dem seltsame Dinge vor sich gehen. Ein Ort, an dem man sich unwohl fühlt, ohne unmittelbar zu wissen, wieso. Diese geheimnisvolle und zugleich gefährliche Stimmung wird perfekt rübergebracht. Der nervenaufreibende Score und die exzellenten, finsteren und trotzdem sehr ästhetischen Bilder erschaffen etwas Unheilvolles, etwas Undurchsichtiges, dem man sich nicht entziehen kann.
Die einzigartige und sehr innovative Kameraführung, war Kubrick hier doch der erste, der auf den intensiven Einsatz einer Steadycam setzte, ist ebenfalls grandios. Bedrückende Bilder der winterlichen Berglandschaft, scheinbar endlose Kamerafahrten durch die menschenleeren, kalten, toten Gänge des altehrwürdigen Overlook-Hotels, sowie des angrenzenden, ausweglos erscheinenden Heckenlabyrinths, verstörende, brutale Darstellungen der grauenvollen Visionen des Jungen. An anderer Stelle pure Schönheit, reine Lebhaftigkeit, prächtiger Glanz. Fabelhafte Sets, gezielt eingesetzes Spiel mit bestimmten Farben. Gefährlich und doch wunderschön. "The Shining" ist optisch ein wahrer Hochgenuss.
"The Shining" ist vielleicht der beste Horrorfilm aller Zeiten (ganz ehrlich, "Der Exorzist" kann nach Hause gehen), gespenstisch, gruselig, gar schauderhaft und immer wieder aufs Neue faszinierend. Der Film ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch höchst intelligent. Man muss nachdenken, um alles zu verstehen. Und selbst dann kann man nicht alles aufnehmen, was "The Shining" zu bieten hat. Mit jeder Frage, die sich irgendwie beantwortet, stellen sich zwei neue. Vieles ist unbegreiflich, unerklärlich, einfach rätselhaft, und der Film lässt sich auf so vielen Ebenen auf so viele unterschiedliche Weisen interpretieren, sodass er immer wieder aufs Neue interessant ist und zu begeistern und zu fesseln weiß. Ein Klassiker. Ein Film, der niemals alt wird. Ein fantastisches Meisterwerk unter der Regie eines wahnsinnigen Genies.
All work and no play makes Jack a dull boy.
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KonTaicho 2011/10/15 12:50:12
Kommentar löschenich kann mich einfach nicht entscheiden, vor wem ich mehr angst haben soll. vor jack nickolson etwa, der noch krasser als in "einer flog übers kuckucksnest" seine psychofratze aufsetzt und damit jedem echten psychokiller oder geisteskrankem psychopath die show stehlen würde; oder vielleicht der junge, dem ich nicht nachts begegnen wollte, mit seinen leeren augen und seinen visionen; oder vielleicht doch die frau, mit ihren riesigen, blutunterlaufenen glubschaugen, die von vorne herein aussieht, als hätte sie nicht alle latten am zaun. ( so dumm wie die sich verhält wäre ich als mann glaube ich auch durchgedreht^^ ). ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass dieser Film ein wahres Glanzstück ist, welches durch schrille Töne und eine markergreifende Tonspur unendliche Spannung aufbaut, durch seine Visionen und Illusionen teilweise wirklich verstörend ist und durch Jack Nickolsons abnormal furchteinflößende Fratze einfach ein muss für jeden Filmefreund darstellt.
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