Shining - Kritik

GB/US 1980 Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 16.10.1980

  • 10

    Hiiier ist Jackie!!!

    Jack Nicholson katapultiert sich mit seiner Rolle des mehr und mehr psychopathischen Hausmeisters Jack Torrance zu einer Filmikone!

    Es ist der Horrorfilm schlecht hin. Er lebt von Nicholsons Schauspiel und kein anderer hätte die Figur besser mimen können als er.

    Da ich sowieso ein riesen Kubrick Fan bin muss ich diesen Film einfach hoch in den Himmel jubeln. Großes Stück Filmgeschichte.

    Bekomme noch nach mehrmaliger Sichtung Gänsehaut

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    • 8 .5
      Dippa 15.05.2015, 19:31 Geändert 16.05.2015, 07:09

      Randy Marsh: STAAAN, STAAAANNN

      • RockyRambo 08.05.2015, 14:09 Geändert 08.05.2015, 15:18

        Vor ca. 10 - 15 Jahren mal im Nachtpogramm gesehen. Neu Sichtung diesmal auf Blu Ray steht für heute Nacht an. Denke mal kurz vor dem Schlafengehen hat der die höchste Wirkung.

        3
        • 10

          Famoser Film!!!

          Es gibt eine Szene bei der mir evt. mal wer auf die Sprünge helfen könnte.
          Bekommt der Herr im feinen Anzug, spielt sich alles in der Schlussphase ab, von dem anderen Herrn im dubiosen Hasenoutfit wirklich das was ich vermute??? :) :) ;)

          Ich hoffe JAAAAA :) :)

          geiler Film

          3
          • 7 .5

            Super Spannender Film, aber immer diese schrecklich langen Gänge :)

            1
            • 9

              Kindheitstrauma! Hab bis heute Nachts noch diesen Traum von den Zwillingen ...dem Flur ....usw. haha ^^

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              • 8

                Here's Johnny!
                Nicholsons Performance macht natürlich einen großen Teil der gruseligen Atmosphäre des Films aus, aber auch die Leistung von Danny Lloyd als Torrance Sohn ist bemerkenswert, und nicht zuletzt die wunderbare Kameraarbeit von John Alcott .

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                • 9
                  Fenrisúlfr 06.04.2015, 13:14 Geändert 06.04.2015, 13:21

                  Welch Ironie, dass ich, der Horror – eigentlich – nicht wirklich mag und eher meidet, durch einen Horrorfilm – einen der größten der Filmgeschichte, wohlgemerkt – in die Kubrick-Welt eingeführt beziehungsweise Kubrick-Fan werde, wobei ich doch ein begeisterter Science-Fiction-Fan bin. Hier meine ausführliche Meinung, die nur sehr leicht mit Spoilern gespickt ist.

                  Es gibt einzelne Horrorvertreter, die mir gefallen. Ich bin ein Storymensch und werde nicht so schnell erschreckt. Shining hat aber beides drauf.

                  Denn abseits von der wirklich interessanten Kamerführung und der atmosphärischen Musik hat dieser Film eine Story ohnegleichen. Eigentlich ziemlich klassisch, aber vielleicht nur, weil es diesen Film gibt: Familie kommt in ein Hotel und ... der Spaß geht los. Aber wie mir scheint haben sowohl Kubrick als auch King die Eigenschaft, einfache Geschichten perfekt, gar perfektionistisch, auf die Leinwand bzw. das Buch zu bringen.

                  Die Story beginnt ruhig. Man denkt sich nur: Gleich geht's los. Stimmt aber nicht. Es ist normal – aber durchaus atmosphärisch. Man erwartet den Knall. Man erwartet die Angst. Aber die – kurzen – Szenen mit dem Sohn, Danny, sind trotzdem immer überraschend und zum Zähneknirschen, obwohl sein Schicksal eigentlich von Anfang an klar ist. Hier wird nicht auf Blut, sondern auf Psyche gesetzt. Genauso wie ich's mag.

                  Die Frau ist mir weniger sympathisch, aber ich kann mir denken, dass das am Schauspiel liegt. Denn das ist mein nächster Punkt, ein gewichtiger in diesem Film: Das Schauspiel. Eigentlich ist es klar: Jack Nicholson stellt alle in den Schatten. Er ist sehr verantwortlich für diese unglaubliche Atmosphäre. Wenn keine Musik läuft, erkennt man teilweise die Verlegenheit, die Unsicherheit und die zurückgehaltene Wut, die der Charakter in sich trägt. Er schafft es perfekt, und damit meine ich so gut wie man es nur sehr selten sieht, jegliche Gefühle darzustellen. Am perfektesten gelingt ihn das Aufzeigen des langsamen Wahns. Die Szene mit seinem "Buch" und dem Baseballschläger war zum einen unglaublich genial und zum anderen dachte ich unentwegt: Ach du scheiße, Nicholson, du bist ein Gott. Dabei bin ich schon Fan von dem Mann, aber allein wegen seines Schauspiels in diesem Film, in diesem Spektakel, >>>muss<<< ich ihn noch einmal sehen.

                  Wie ich bereits sagte, werde ich nur selten erschreckt. Das passiert höchstens dann, wenn ich es werde. Äh, ja, nun. In Shining habe ich mich zwei oder drei Mal zu Tode erschreckt, obwohl in ein paar Fällen nicht einmal – wirklich – etwas geschehen ist. Er unterhält sich normal mit seiner Frau, die Musik beginnt, dröhnend, auf einen unglaublichen Ausbruch vorzubereiten, man ist gefasst, dass gleich die Bombe losgeht, sieht es in dem Gesicht des grandiosen Nicholson, und dann wird es still. Nicholson hat sich zurückgehalten. Man beginnt weiterzuatmen. Dass man den Atem angehalten hat, merkt man aber erst im Nachhinein.

                  Der Junge, Danny, wurde von Danny Lloyd dargestellt. Erst war ich der Ansicht, dass er nicht wirklich gut schauspielert. Das war ein Irrtum. Natürlich wirkt er die ganze Zeit stumpf und irgendwie abwesend, aber wenn das nicht so gehört, dann ist es unglaublich gelungenes und atmosphärisches Glück – und ich glaube nicht, dass King oder Kubrick sich darauf verlassen. Zwei Gedanken habe ich, wenn der Junge mit seinem "Gefährt" durch die Hallen fährt: "Bitte, bitte, bitte, bitte, lass nichts geschehen." (wie vorhin erwähnt, weiß man eigentlich, dass dem Jungen nichts passiert, aber die Zweifel keimen auf. Denn bei diesem Film ist gar nichts sicher, nur, dass er genial ist.) und: "Ich hätte das SO WAS VON auch gemacht."

                  Habe ich schon erwähnt, dass die Dialoge nicht nur einwandfrei, sondern auch genial sind? Ach, Nicholson auch schon gewürdigt? Hm. Habe den Film erst mit 8.5 bewerten wollen. Dann musste ich an Nicholson denken, und was er in diesem Film geleistet hat. Es gibt nur eines an dem Film, das ich bereue: Dass ich ihn nicht nachts angesehen habe.

                  Aber wie gesagt. Nicholson und Kubrick zwingen mich dazu, den Film noch einmal zu sehen.

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                  • 8

                    Stanley Kubrick konnte Komödie, Krieg, Science Fiction, Thriller und er konnte auch Horror.

                    Etwas anders als klassische Horrofilme geht es hier mehr um die Psycho und man merkt regelrecht, wie der Hauptdarsteller nach und nach kaputt geht. Dazu die eindringliche Atmosphäre, welche man von Kubrick gewohnt ist sowie die ebenfalls gewohnte eindrucksvolle Kamerarbeit.

                    Vor 35 Jahren wirkte es sicher noch schockierender, trotzdem ist das ein Film, welchen man sich auch heute noch geben kann. Eben auch durch den starken Jack Nicholson.

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                    • 1 .5

                      Ein weiterer Kubrikfilm... weitere 146 Verschwendete Minuten

                      • 9

                        Stephen King gefiel die Interpretation von Stanley Kubrick nicht. In Kings Vorlage war der Protagonist das Hotel. Bzw. die übernatürliche Macht, die in dem gigantischen Gebäude ihr Unwesen treibt.
                        Kubrick tat allerdings gut daran, das Übernatürliche auf wenige schaurige Aufnahmen zu beschränken. Sein "Shining" besticht nicht durch Geister-Grusel, sondern einen unfassbar starken Jack Nicholson und eine Atmosphäre, die 130 Minuten die Nackenhaare aufrecht stehen lässt.

                        SPOILER ALARM!

                        Dabei fängt alles sehr ruhig an. Jack Nicholson möchte als Hausmeister in einem Hotel den Winter verbringen. Mit Frau und Sohn. Beim Vorstellungsgespräch wird er auf die etwaigen Probleme der Isolation angesprochen. Über die Geschichte des familien-mordenden ehemaligen Hausmeisters kann Jack nur müde lachen. Also schnappt er sich Frau, Kind und Schreibmaschine und macht sich auf den Weg ins verschneite Colorado.
                        Während Woche um Woche vergeht, scheint Jack die Beherrschung zu verlieren, bis er irgendwann neben der Spur ist. Dann greift er selbst zur Axt.
                        Doch bis dahin muss der Zuschauer allerlei schaurige Ausflüge durch die leeren
                        Flure des Overlook-Hotel's überleben. Wenn der kleine Danny Lloyd auf seinem Dreirad durch die Flure flitzt, weiß man nie, was an der nächsten Ecke wartet. Die zwei Mädchen, die Danny dank seiner "Shining" Begabung sehen kann, sind schon ziemlich furchteinflößend. Richtig fies wird es dann, wenn Kubrick das blutige Massaker (bzw. die toten Überreste der beiden Mädchen) blitzartig ein- und wieder ausblendet. Der Soundtrack tut dazu sein Übriges. Heutzutage besteht die Soundkulisse ein Horror-Filmen nur noch aus einfachen Streicher-Crescendos, die dann in einen lauten Knall münden. Jump-Scare-Verehrer werden bei Shining nicht auf ihre Kosten kommen. Auch wenn der Soundtrack manchmal mit einem Knall endet, bleibt das Erschrecken auf der Strecke. Gut so, denn mit den Bildern der zwei Mädchen und der Blut-Flut in der Halle zum Aufzug, erzeugt Kubrick mehr Horror, als der nervige Geister-Paranormale Kram der letzten Jahre.
                        Erstaunlich ist dabei, dass Kubrick 90 Minuten braucht, um Jack endgültig ausrasten zu lassen. Der eigentliche Horror, des Axt-Schwingenden Vaters verbleibt also nur in der letzten halben Stunde. Es ist eine reine Freude Jack Nicholson zu sehen, wie er langsam dem Wahnsinn verfällt. Die Gespräche mit den Geistern des Hauses sind großartig verrückt. Wenn es dann zu der Einstellung kommt, in der Nicholson durch die Öffnung in der Tür schaut, weiß wohl jeder was Horror ist. Dieser verrückte und furchteinflößende Blick ist schauriger, als jeder Maskierte Film-Mörder.
                        Kubrick ist natürlich auch ein Perfektionist. Jede Szene, jede Einstellung mutet wie ein wunderschönes Gemälde an. Alles wirkt bis ins kleinste Detail perfekt zusammengestellt. Dabei hat er die Szene in der Nicholson mit der Axt die Tür zum Badezimmer zerschlägt, 127 Mal gedreht. 127! Mal. Ein Horror, wohl auch für die Schauspieler (An der Stelle, wer es noch nicht kennt: https://www.youtube.com/watch?v=_wYtG7aQTHA). Da findet man auch den einzigen Wermutstropfen, Shelley Duvall spielt eher schwach. Klar neben Jack Nicholsons großartiger Performance, wirken alle etwas blasser, aber Shelley Duvall weiß leider nicht zu überzeugen.
                        Egal, Shining ist trotzdem ein markerschütternder Horror-Film. Er besticht durch eine schaurige Atmosphäre, begeistert mit seinen wunderschönen Aufnahmen und der herausragenden Kamera-Leistung. Neben Jack Nicholson macht auch der kleine Danny Lloyd eine gute Partie. Warum Kubrick's Regie Leistung damals für die Goldene Himbeere nominiert wurde, werd' ich nie verstehen, die ist nämlich brillant wie immer.
                        Ein Jammer, dass Horror dieser Art kaum noch über die Kinoleinwände flimmert. Der langweilige Jump-Scare und Torture-Porn Kram, kann gerne wieder dem (subtilen) Terror-Kino weichen. Da haben wir als Filmfreunde mehr von!

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                        • travis68 21.03.2015, 00:37 Geändert 21.03.2015, 11:00

                          "Hallo, Lloyd! Nicht viel los hier, hm?"

                          • 9

                            Shining ist der beste Horrorfilm, den ich kenne
                            Diese Behauptung mag etwas überhastet sein von einem, der alte schinken, wie nosferatu noch nicht gesehen hat. Nichtmal Hitchcocks Vögel hab ich gesehen... aber trotzdem ist shining auf dem Horrorgenre ein Meisterwerk. ich mag dieses Genre nicht... Moderne Horrorfilme sind zu banal, bieten zu wenig Interpretationsspielraum und müssen für jeden Schocker auf so etwas stümperhaftes wie Jumpscares zurückgreifen. Dieser Film hingegen braucht keinen einzigen. Wenn Jack Torrence langsam zum Bad schreitet, dann gefriert das Blut in den Adern... Hinzu kommt, dass es ein Kubrick Film ist.. für mich nicht ganz so verwirrend wie Clockwerk Orange und nicht so rational wie Full Metal Jacket. Die goldene Mitte halt.
                            Leute, die das Buch gelesen haben, wird diesFilm mit Sicherheit enttäuschen, aber das macht ihn nicht ein Stück schlechter.. Kubricks Filme lassen sich nicht an so etwas wie die Nähe zur Vorlage messen.
                            Fazit: für einen Horrorfilm der wahre Maßstab, Für eine Romanadaption wenig Originalgetreu, Für einen Kubrick Film genau das, was man von ihm erwartet und insgesamt ein Meisterwerk und ein Muss.
                            ps. Sorry für ein paar Rechtschreibfehler ;)

                            • 9

                              "Shining", mehr brauch ich glaub ich nicht mehr sagen, oder?^^
                              Einfach ein Klassiker und Meisterwerk!

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                              • Ich guck ihn grade an, ich krieg jetzt schon Albträume und schlafe nicht einmal :D :D

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                                • 10

                                  ein klassiker unter den horrorfilmen und ein must-see für jeden fan des genres.
                                  natürlich liegt es hauptsächlich an der leistung von jack nicholson,dass the shining so grossartig ist.liegt vielleicht daran, dass nicht alles bloss gespielt ist-so darzustellen vermag man nur etwas dass man,wenigstens zum teil,in sich trägt...etwas dunkles, verstörendes.und absolut brilliant-geniales.denn wie heisst es doch so schön...genie und wahnsinn liegen dicht beieinander.

                                  ich habe mir auch mal die neuverfilmung angesehen,und war,genauso wie erwartet sehr enttäuscht.ohne nicholson ist es wie eine blutleere blasse kopie.
                                  allein sein teuflisches grinsen macht das original schon sehenswert.

                                  auch ganz besonders das ende gefiel mir gut und passte absolut.
                                  wieder so ein film wo es fast schade war als er aufhörte.

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                                  • 7

                                    Ich glaube den Roman lese ich als nächstes, ich fand den Film gut aber nicht sooo gut wie ich ihn eigentlich finden wollte. Ich fand ihn an ein paar stellen sehr verwirrend. Ich musste richtig viel nachdenken. Ich werde ihn mir sicherlich nochmal anschauen. Dann gefällt er mir sicherlich besser. Schauspielerisch kriegt der 10 Punkte hammer die rolle von Nicholson!

                                    • 9 .5

                                      eine der Besten Stephen King Verfilmung von Meister Stanley Kubrick.....anschauen

                                      • 10

                                        Immer wieder ein Highlight, Nicholson spielt den Wahnsinn absolut grossartig. Ich denke nicht, dass ihm da igendjemand so schnell das Wasser reichen kann.

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                                        • 10

                                          absoluter kult-horrorfilm und ich glaube er wäre nur halb so gut ohne Jack Nicholson gewesen! die mimik und gestik vom Jack ist einzigartig!

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                                          • 9

                                            Bei der Neusichtung fiel mir auf, dass THE SHINING die Frage der Erwerbsarbeit, des sozialen Status und des berufliches Scheiterns zwischen künstlerischem Traum und kapitalistischer Wirklichkeit auffällig deutlich thematisiert:

                                            VITA? Womit Jack bisher sein Geld verdient hat , erfahren wir nicht (im Buch war er Englischlehrer, hat diesen Job aber wegen einer persönlichen Verfehlung verloren).

                                            WIRKLICHKEIT: Jetzt ist er "Hausmeister". Wendy gegenüber spricht er einmal über die moralische und ethische Verantwortung, die er mit diesem Job angeblich übernommen hat, dabei ist seine Frau es, die sämtliche Arbeiten in dem Hotel macht. Auch als Hausmeister scheint Jack also unbrauchbar.

                                            ALPTRAUM: Jacks größte Angst ist es, Teller oder Autos zu waschen, wie er sagt. Das wäre für ihn der drohende soziale Abstieg.

                                            TRAUM: Jack will ein Schriftsteller sein, er ist aber kein Schriftsteller, sein schriftstellerischer Traum scheitert und endet in dem Satz „All work and no play makes Jack a dull boy“.

                                            Weiß jemand, ob es über das Thema Artikel gibt?

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                                            • 5
                                              Radagast07 16.01.2015, 23:07 Geändert 17.01.2015, 14:16

                                              Horror ist nicht mein Genre und so hat es "Shining" schwer bei mir und bekommt nur eine durchschnittliche Bewertung.

                                              Um ehrlich zu sein, dass Beste am Film ist zweifelsohne die Musik, bzw. die akustische Untermalung, die von sehr subtil bis bombastisch passend changiert und so für treffliche Horrormomente sorgt. Aber sonst? Nun gut, Nicholson spielt nicht schlecht und auch Danny Lloyd ist überzeugend.

                                              Es bleiben aber Fragen über Fragen: Warum wird zu Beginn der Indianerfriedhof erwähnt, der dann überhaupt keine Relevanz hat? Warum tauchen Personen im Hotel auf? Und wenn diese mit reinen Visionen der Protagonisten erklärt werden können, so wird aber keineswegs deutlich, in welchem Bezug sie zu den sie visualisierenden Personen stehen. Warum wird das Shining-Motiv (das mir an sich gefällt) so vernachlässigt, nachdem es zu Beginn einfühlsam eingeführt wurde? Warum taucht Torrance ganz am Ende auf einem 50 Jahre alten Bild auf? - Das sind letztendlich zu viele offene Fragen, die einen unbefriedigenden Geschmack hinterlassen.

                                              Dann doch noch ein Detail, das mir gefiel: Die Kamerafahrten zu Beginn hinter Danny, der mit seinem Tretauto durch die Flure und um die Kurven fährt. Der passende Score dazu hat diese in Horrorfilmen zu erwartende Ungewissheit erzeugt.

                                              -> 5 von 10 Punkten wird dem Film mMn gerecht.

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                                              • 10

                                                Einer der besten Horror Filme, die je entstanden sind.
                                                Jeder der nur im geringsten etwas mit dem Genre anfangen kann sollte sich dieses Glanzstück zu Gemüte führen.

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                                                • 10

                                                  Diesen Film muss man gesehen haben, eine Grandioses Werk von Kubrick, obwohl King die Art und Weise von Nicholson gar nicht gut fand, aber so ist halt im Film 3 Genies fanden zusammen und schafften ein Kultfilm.

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                                                  • 9 .5

                                                    „Here is Johnny!“ .. naja zumindest fast.

                                                    Man sagte mir immer, Stanley Kubricks Meisterwerk „Shining“ vor seinem Ableben nicht gesehen zu haben, sei eine unverzeihliche Bildungslücke. Da man ja nie weiß, was einen in der frühen Zukunft so alles erwartet und ich nach meiner ersten Kubrick-Erfahrung – nämlich „Full Metal Jacket“ - mehr als nur angetan von seinem Regiestil war, wurde dieser Faux-Pas in meiner noch nicht allzu lange andauernden Filmleidenschaft nun ausgemerzt.

                                                    ***************************************************************************

                                                    Eine dicht bewaldete Berglandschaft in den Rocky Mountains. Schroffe Felswände, Serpentinen, Tunnel. Ein VW Käfer schlängelt sich durch das magische Panorama. Im Hintergrund: mittelalterliche Klänge, dies irae. Ein Schriftzug erscheint: A STANLEY KUBRICK FILM – WITH JACK NICHOLSON – SHELLEY DUVALL – THE SHINING

                                                    Schon mit der Einstiegsszene schafft es Kubrik, mich voll in den Bann seines hochgelobten Horrorthrillers, welcher übrigens unverständlicherweise für die Goldene Himbeere (Schlechteste Regie) nominiert wurde, zu ziehen. Und um es vorweg zu nehmen: Meine Begeisterung flachte in den knapp zwei Stunden der europäischen Fassung auch nicht ab.

                                                    Schriftsteller Jack Torrence (Jack Nicholson) übernimmt in den Wintermonaten einen Hausmeister-Job im verwaisten „Overlook Hotel“, das außerhalb der Saison weiterhin in Schuss gehalten werden soll, und quartiert sich dort mit seiner Frau Wendy (Shelley Duvall) und seinem Sohn Danny (Danny Lloyd) ein. Doch die Einsamkeit reißt tiefe Gräben in das Familienkonstrukt und zehrt nach und nach an der Wahrnehmungsfähigkeit der Protagonisten. Vor allem Jack treibt die prekäre Situation im verlassenen Hotel immer mehr in den Wahnsinn…

                                                    Ein Wahnsinn, den wohl keiner so gut auf den Bildschirm transportieren könnte, wie Jack Nicholson. Er mimt ja des Öfteren psychotische Charaktere, aber mit dieser unglaublichen Performance hat er sich ein einzigartiges Denkmal gesetzt. Für mich ist Nicholsons Auftritt in „Shining“ mit das Beste an Schauspielkunst, das ich bis jetzt erleben durfte. Dieser Blick: Der Mund halb offen, der Kopf leicht geneigt, die Augenbrauen gekrümmt – Gänsehaut pur. Da hat es auch der kleine Danny Lloyd schwer, sich in den Vordergrund zu spielen, wenngleich auch er wirklich überzeugend ist. Duvall hingegen ist sowohl optisch als auch schauspielerisch alles andere als ein Augenschmaus.

                                                    Bei all den anderen Schauwerten, die „Shining“ zu bieten hat, fällt dieser Schwachpunkt aber kaum ins Gewicht. Denn Kubrick weiß, was er tut, wie er seine Geschichte zu erzählen hat. Er kommt hier ohne jegliche Schockmomente, ohne großes Tam-Tam, ohne aufwendige Effekthascherei aus und generiert durch eine eindringliche und zugleich nervtötende Musik, die allgemein bedrohliche Situation und eindrucksvolle Kameraperspektiven eine wahrlich bedrohliche und schauderhafte Atmosphäre, in der die Isolation der Hauptcharaktere wirklich perfekt zur Geltung kommt.

                                                    Gerade die Kameraarbeit perfektioniert Kubrick wirklich bis ins kleinste Detail. Ob großartig eingefangene Landschaftsaufnahmen oder spektakuläre Fahrten mit der Steadicam: In „Shining“ wurde der optische Aspekt revolutioniert. Das Perspektivspiel ist dermaßen gut, dass es sich auch heute – knapp 35 Jahre später – vor wirklich keinem Film der Welt zu verstecken braucht.

                                                    Dabei merkt man „Shining“ wirklich an, dass er aus einer Zeit stammt, in der Filme noch anders gedreht wurden. Natürlich nicht audio-visuell, das habe ich glaube ich schon überschwänglich dargelegt. Aber das Erzähltempo ist ein ganz anderes als heutzutage. Kubrick lässt sich Zeit, führt langsam in die Geschichte ein, zelebriert einzelne Szenen bis ins letzte Detail (Die Badezimmer-Szene wurde ganze 127-Mal gedreht – Weltrekord) und trotzdem kommt es beim Zuschauer nie langweilig rüber, weil einfach keine Minute entbehrlich zu sein scheint.
                                                    Die Spannung ist mitunter wirklich schweißtreibend und erreicht gegen Ende des Films einen unermesslichen Höhepunkt.

                                                    Wenn man „Shining“ neben der Leistung Duvalls überhaupt noch spitzfindig etwas ankreiden will, dann betrifft das eher meinen persönlichen Geschmack: Jacks Psychosen werden an manchen Stellen etwas zu konfus – so zum Beispiel sein Gespräch mit Delbert Grady. Aber wie gesagt: Das ist nur mein eigenes Empfinden und keineswegs allgemeingültig.

                                                    Unterm Strich steht nämlich einfach ein Meisterwerk, das man in der Tat gesehen haben MUSS. Zufrieden abdanken kann ich zwar noch nicht, dafür stehen noch zu viele Klassiker auf meiner Watchlist (u.a. Pate, GoodFellas, Psycho), aber froh bin ich auf jeden Fall, mir Kubricks drittletzten Film endlich angesehen zu haben.

                                                    „All work and no play makes Jack a dull boy.“

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