Shining - Kritik

GB/US 1980 Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 16.10.1980

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Kritiken (8) — Film: Shining

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Heute ist Wahltag. Und passend zur Wahl hier auch der neue Kommentar von Boogers, Fonda, Martin und mir, auch weltbekannt als „Die drei Titanen“. Ihr fragt euch sicher, warum das passt? Na, weil es die letzte Wahl eures Lebens sein wird. Wenn wir bald an der Macht sind, dann werden Wahlen natürlich abgeschafft. Ist doch klar. Und hättet ihr das Shining, dann wüsstet ihr das auch bereits.
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Stanley Kubricks „Shining“ gilt als einer der einflussreichsten und besten Horrorfilme aller Zeiten. Von Vielen wird der Film vergöttert, in die Popkultur ist er ohnehin schon längst eingegangen. Und es stimmt ja auch, der Film ist gut. Aber ein reinrassiger Horrorfilm? Nö, das ist er sicher nicht. Der Film ist kein Film zum Mitfühlen, keiner zum Gruseln, auch nicht zum Erschrecken. Nix da mit Horror oder Thriller. Spannung, finde ich, fehlt (bis auf die letzte gute halbe Stunde) fast komplett. Nein, „Shining“ ist ein Film zum Bestaunen, ein bisschen zum Wundern und vor allem ein Film zum Beobachten. Die Sozialstudie einer Familie, die immer mehr in den Wahnsinn getrieben wird. Wir beobachten eine Familie, die zur Winterzeit in ein dann verlassenes Hotel zieht, wo Papa Jack in dieser ruhigen Umgebung einen Roman schreiben will. Wir beobachten den Jack, der sich immer weiter von seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny entfernt. Wir beobachten den „ganz besonders begabten“ Sohn Danny, der Visionen hat. Visionen über die Vergangenheit, über die Zukunft, über Absichten anderer Personen. Wir beobachten die von Beginn an irgendwie hysterische Mutter Wendy.

Und vor allem beobachten wir eben eine Familie, die nach und nach immer mehr in den Wahnsinn getrieben wird. Danny von seinen Visionen von in diesem Hotel ermordeten Zwillingsmädchen, Unmengen von Blut in Gängen und anderen Dingen. Wendy von der Angst um Danny und vor ihrem veränderten Ehemann. Und Jack, ja, von was wird der eigentlich in den Wahnsinn getrieben? Ist es die Einsamkeit? Ist es Alkohol? Ist es die Arbeit? Oder ist es, weil er sowieso schon immer ein Psychopath war (was zumindest den Anschein hat) und er es hier nun endlich ausleben kann, von den Umständen nun endgültig dazu getrieben? Kubrick liefert zwar Anspielungen, aber keine sinnvolle Erklärung.

Dieser Wahnsinn zumindest kommt nicht auf einmal, er baut sich langsam auf. Sehr langsam. Oft auch zu langsam. Viele Szenen dauern einfach zu lange, sodass sich der Film in den ersten beiden Filmdritteln doch das ein oder andere Mal enorm zieht. Da sind extrem lange Einstellungen von Gesichtern, bei denen die Kamera dann einen scheinbar unendlichen Weg auf das Objekt zufährt. Da sind teilweise einfach viel zu lange Pausen zwischen den einzelnen Sätzen oder sogar zwischen den Wörtern, die so eigentlich keinen Sinn ergeben. Das mag ja nicht so schlimm sein, wenn es nur hin und wieder so ist, aber das war dann doch deutlich zu viel. Naja, aber irgendwann ist Jack dann endgültig dem Wahnsinn verfallen und kann nicht mehr zwischen Einbildung und Realität unterscheiden, genau übrigens wie der Zuschauer. Und ab da wird der Film absolut genial.

Und an wem liegt‘s? An Nicholson natürlich! Dann nämlich, ab der Filmmitte, wird er vom bis dahin gefühlten Nebendarsteller plötzlich ins Zentrum der Handlung verfrachtet. Und wenn er nicht schon von Beginn an irgendwie durchgeknallt gewirkt hätte, so streckt er spätestens ab da den anderen Schauspielern und uns sein diabolisches Grinsen und seine zu einem wahren Zirkuszelt aufgerichteten Augenbrauen so sehr entgegen, dass alle nur noch staunen können. Und dass die Panik von Wendy und Danny nicht kommt, weil sie es noch spielen müssen, sondern weil sie beide Schiss haben, dass Nicholson nun wirklich durchgedreht ist und sie tatsächlich bald abschlachtet. Oder anders ausgedrückt: Nicholson ist in der zweiten Hälfte ein Schauspiel-Gott, davor ist Duvall aber stärker, weil einfach glaubwürdiger.

Die Filmmusik mag zwar phasenweise wirklich gut passen, aber an so viele Stellen ist sie auch einfach nervig und zu aufdringlich. Oft hätte Stille dem Film besser getan, zumindest, wenn Kubrick wirklich einen Horrorfilm drehen wollte. Überhaupt, Kubrick. Es gilt ja schon beinahe als Sakrileg, ihn, in welcher Form auch immer, zu kritisieren. Etwas falsch gemacht hat er sowieso nie und wenn etwas merkwürdig ist, dann ist der Zuschauer einfach zu doof, seine Genialität zu begreifen, da sind sich seine Fans einig. Und natürlich, ästhetisch ist der Film umwerfend gut, vor allem dann, wenn Kubrick mit Horrorelementen versucht, doch mal Unbehagen oder Schrecken zu vermitteln. Der Einsatz der Steady-Cam bringt auch immer wieder hohe Dynamik hinein und tut dem Film merklich gut. Aber das passiert eben nur in einzelnen Szenen, für einen ganzen Horrorfilm reicht das nicht. Wie gesagt: Zu kalt, zu langsam, zu distanziert, zu beobachtend wirkt dieser Film. Oder wie es Danny und Tony im Film sagen: „Tony, I'm scared.“ – „Remember what Mr. Hallorann said. It's just like pictures in a book, Danny. It isn't real.“

Kubrick hat eben keinen reinen Horrorfilm inszeniert, auch wenn sich Horrorelemente und viel Blut durch den ganzen Film ziehen und am Ende auch die Oberhand gewinnen. Ihm ist über weite Strecken ein Drama ohne Emotionen gelungen oder vielmehr eine fast schon neutrale, dokumentierende Studie über die Familie Torrance und ihren Weg in den Wahnsinn. Eigentlich merkwürdig, dass der Film trotzdem so gut funktioniert, trotz seiner Längen, trotz seiner Kälte. Aber Kubrick hat einfach dieses Händchen für diese ganz bestimmten Szenen, für diese denkwürdigen Einstellungen oder Sätze, die sich erst durch seine Inszenierung ins Gedächtnis brennen. Davon gibt es einige und so ist der Film nicht zu Unrecht mittlerweile auch in die Popkultur gelangt. Gerade mit diesen Szenen schafft es Kubrick, den Zuschauer immer wieder aufs Neue einzufangen und hält ihn bei der Stange. An einer Metallstange. Er lässt den Zuschauer nie so nah ran, dass er emotional gepackt werden würde, aber eben auch nicht so weit weg, dass ihm der Film egal wird. Er wirft ihm Leckerli zu, in Form dieser Denkwürdigen Szenen oder eindringlicher Schauspielleistungen. Und darum ist „Shining“ trotz oder vielleicht auch wegen seiner Kälte zurecht ein starker und sehenswerter Film, ein Meilenstein der Filmgeschichte – aber eben kein echter Horrorfilm.

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

kobbi88

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@ Vic: eben :)

@ Boogers: Danke. Und stell dir jetzt mal vor, Kubrick hätte hier wirklich einen Horrorfilm gemacht! Was wäre dann wohl dabei rausgekommen... :P


Sven - Friedrich Wiese

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Toller Kommi!


_Garfield: Blogbusters

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7.5Sehenswert

Alptraumhafte Psychostudie, exzessives Terror-Kino, verzerrter Fiebertraum, psychedelische Roman-Adaption, Haunted-House-Horror im Winterkleid, sprich: ein etwas anderer Familienausflug. Stanley Kubricks ebenso eigenwillige, wie tendenziell etwas zur Oberflächlichkeit neigende Verfilmung (eigentlich besser: Interpretation) des berühmten King-Romans. Formal nahe der Perfektion, mit einigen unfassbaren Plansequenzen (das Intro, der Dreirad fahrende Danny Lloyd) bestückt und das Horror-Genre um einige ikonische Momente bereichert (Blut-überfluteter Korridor, „Here's Johnny!“). Leider ist Kubrick zu sehr damit beschäftigt, dem Zuschauer alles restlos auszubuchstabieren. Die Fantasie, der ungreifbare Horror, dessen Ursprung eindeutig in den Gemäuern des Hotels zu verorten ist, kommt zu kurz. Stattdessen wird alles gezeigt, was es zu zeigen gibt und fast alles gesagt, was es zu sagen gibt. Kubrick's „The Shining“ ist ein Psychotrip, der Amoklauf eines verwirrten Geistes (engagiert und sichtlich Spaß habend: Jack Nicholson) und weiß fast alle fantastischen Komponenten seiner ursprünglichen Geschichte gänzlich zu eliminieren. Überhaupt erscheint das Abgleiten in den Wahnsinn nach der ausführlichen Einleitung zu abrupt, das Finale zu plötzlich und die Horror-Momente zu sehr mit der Brechstange inszeniert. Und doch hinterlässt „The Shining“ nach wie vor einen ungeheuren Eindruck – vor allem audiovisuell. Vorlagen-Differenzen und Kubrick'sche Exzentrik inklusive.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Brom-Barium

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Wie würdest du punktemäßig die Buchvorlage einordnen?


_Garfield

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Vermutlich höher. Vielleicht schreibe ich dazu demnächst noch etwas.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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9.0Herausragend

[...] Wenn uns der Film mit seinen wunderschönen Landschaftsaufnahmen empfängt, dann ist ab dem Moment klar, dass man nie nur das sieht, was man fühlt. 'Shining' mischt direkt den unterschwelligen Bedrohungston unter die Aufnahmen, der zu Anfang sicher nur im Ansatz spürbar ist, aber immer weiter und weiter aufbauen kann und immer größere und nachhaltigere Wellen schlägt. Wellen, die voller hypnotischer Wucht und zitternder Elektrizität stecken, die wirklich jeden erreichen und das Fürchten lehren werden. [...]

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Dadurch, dass ich die literarische Vorlage in- und auswendig kenne und die Unterschiede beider Medien beträchtlich, sprich: hochinteressant, sind, konnte ich es mir nicht nehmen lassen (zumindest in den ersten beiden Absätzen vermehrt), auf diese einzugehen. Eventuelle Spoiler. Keine Filmkritik oder Analyse. Eine willkürliche Ansammlung von Notizen und Beobachtungen, die sich auf die verkürzte, internationale Fassung beziehen.
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Stephen Kings gleichnamiger Gruselroman erweist sich als das Vorzeigeexemplar dessen, den Horror des Augenblicks aus der Trivialität des Alltags zu entfesseln. "Shining" ist vor allem übernatürliches, ganz und gar ausschweifendes Erzählhandwerk, rational nachvollziehbar(er), da hunderte Seiten zur Charakterisierung der Figuren zu Beginn als melodramatisches Erklärmuster herhalten müssen, um die mysteriösen Geschehnisse zwischen Kontrolle und Wahnsinn, Mystik und Dämonie im Hotel zu erklären. Nicht weniger als die soziopsychologische Dekonstruktion einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die am Abgrund entlangschrammt und doch hineingezogen wird. Ein für den Winter vorgesehener Familienvater in der Gestalt eines neuen Hausmeisters beschwört aufgrund von unzähligen Neurosen aus seiner Vergangenheit letztendlich nur Chaos herauf. Selbstverwirklichung und Selbstzerstörung verbrüdern sich, und aus dieser verwachsenden Mutation bleibt nur der Tod.

Georg Seeßlen hat geschrieben, dass Stanley Kubricks experimentierfreudige Genreauswahl mit seiner lebenslangen Obsession für das Schachspiel unmittelbar zusammenhängen könnte. Demnach verstehe es Kubrick, jedem Genre zu einem Schachzug zu bewegen, der vorher nie ausgespielt wurde. Folgerichtig hält sich Kubricks Version nicht sklavisch an die Vorlage, sondern befreit sich von dieser exorbitant, indem – Achtung! – all jene Motive eliminiert wurden, die Kubricks Bildsprache widersprechen.

Um exemplarisch die Illusion der labyrinthischen Struktur auszubauen, mussten die Heckentiere aus dem Roman gegen einen Irrgarten vor dem Hotel ausgetauscht werden, für die unerklärlichen Zeitschleifen mussten figurale Beweggründe ausgespart werden, die zum Leben erwachenden Gegenstände fehlen vollständig. Übrig bleibt ein Horrorfilm, der nicht wirklich einer ist, eine Romanverfilmung, die nicht wirklich eine ist, ein Genrefilm, der sich an keine Genreregel wirklich hält. Psychoanalytische Emanzipationsparabel von Frau und Kind? Naturalistischer Horror? Intellektueller Genrestreifzug? Sicher ist das nicht, aber sicher ist: Ein Kubrick-Film. Durch und durch.

"Shining" dürfte neben Kubricks "Lolita" trotz aller nachfolgenden medialen Verwurstung auch als grobe "Twin Peaks"-Blaupause für David Lynch hergehalten haben. Die intertextuellen Verweise schlängeln sich durch die Tatsache, dass Jerry Horne einen Satz direkt aus "Shining" zitiert, zur These, dass Lynch das metaphorische Rot aus Kubricks Film für die Interieurs, speziell für den Red Room, weiterentwickelt, wo der rückwärts sprechende Zwerg, ganz nebenbei, zugleich eine Weiterentwicklung des rückwärts sprechenden Dannys (Danny Lloyd) verkörpern könnte ("REDRUM"), dessen halbschlafähnliche Visionen in Trance schaurig-schön mit dem Grad von Jacks geistiger Verwahrlosung korrespondieren. Apropos Jack Torrance: ekstatisch, psychotisch und überlebensgroß von Jack Nicholson irrsinnig gespielt, einer, der die Gesetze der Ethik aushebelt und sich auf die roheste, ungeschliffenste Form des Menschsein besinnt, auf das Jagen, auf das Animalische. Der Geist des Hotels manifestiert sich in der fleischlichen Hülle von Jack Torrance, der gezwungen wird zu töten als kaum definierbare Gestalt, zurückgeworfen in die Steinzeit, der sich vielmehr Mächten gegenübersteht, die er nicht zu kontrollieren imstande ist. BOB aus "Twin Peaks" ereilte ein ähnliches Schicksal, auch Leland Palmer. Auch eine Parallele.

Ins kollektive Gedächtnis der Horrorfilmära haben sich hoch geschätzte Augenblicke wie diese auf immerwährende Zeit eingerahmt: Nicholsons Haifischgrinsen ("Hiiiiiieeeeer ist Jacky"!), während er mit der Axt durchs Badezimmer stürmt, der blutgeflutete Fahrstuhl, die tote Frau aus der Badewanne (das Erotische mutiert zum Tödlichen, das Körperbetonte zur eventuellen Körperverletzung; Sex und Gewalt, hier ist es wieder im künstlerischen Schaffensprozess Kubricks). Erschrecken tut das wenig, es sind weder besonders hektisch geschnittene noch sensationserhaschende Momente, es sind Momente, die von einer elegischen Ruhe geprägt sind, gleichbedeutend mit dem langsam Spuren hinterlassenden Wahnsinn.

Im Gegenteil: Selbst dort, wo es gruselig sein sollte, verdichtet Kubrick den Moment des Schaurigen mit betörender Ästhetik. Kubrick erschreckt ausschließlich über die mit zentralperspektivischem Fluchtpunkt hantierende Montage, über die bildgewaltig rhythmischen Steadycam-Fahraufahmen (hinter jeder Abzweigung könnte etwas lauern), die sich ständig im Fluss der Bewegung befinden, den filmischen Raum verflüssigen und sich gegenseitig überlagern, entkoppeln, der strengen Symmetrie des Bildaufbaus anpassen. Außerdem über die Subjektivität der Kamera, die in den Körper der agierenden Charaktere schlüpft. Wir sehen dann, was sie sehen, wir werden zu ihnen.

Unter Zuhilfenahme traditioneller Genredogmen, gilt es damit, diese zu brechen. Bei Kubrick lauert die Gefahr nicht etwa in der Dunkelheit, um sich blindlings auf ihr Opfer zu stürzen, nein, bei Kubrick lauert die Gefahr im permanent brennenden Licht, in der blendend weiß erleuchteten Räumlichkeit eines Hotels, das ohnehin keine dunklen Ecken zu haben scheint (nicht mal der Keller). Das Licht als Gefahrenmilderung avanciert plötzlich zur Gefahrenforcierung (die wunderschöne Toilettenkulisse!) und propagiert damit genau genommen die Antithese zur Jahrzehnte überlieferten Mär von der Dunkelheit, die unwiederruflich verschluckt. Kubrick bricht ebenso personell mit den Gesetzen. Dick Hallorann (Scatman Crothers), seines Zeichens der helfende Außenstehende und unfreiwillige Heldentypus, wird in der erstbesten Möglichkeit beseitigt.

Der maßlos scheppernd-abgehackte Soundtrack trägt das Seinige dazu bei, damit sich Zuschauer in diesem Werk erschrecken. Er ist integraler Bestandteil und verengt die Geräusche im Film als suggestive Schreckgeräusche ungemein plakativer, grauenerregender. So imitiert die Musik ein Motorengeräusch des stotternden Motors der "Schneekatze" oder eine abgerissene Schreibmaschinenseite; die (teils neblige) Autofahrt zu Beginn mutiert aufgrund geisterhafter Klangteppiche zur tatsächlichen Geisterfahrt. Ungeachtet dessen erschreckt Kubrick augenzwinkernd mit Zeitangaben, wenn die Musik lautstark aufdreht, sobald die Kapiteleinteilungen im Bild erscheinen. Schlitzohr!

Gehen wir etwas unter den Rand der Oberfläche, denn das wirklich Hochinteressante umschließt jene tiefer gelegten Ebenen, die dem Film einen in die Breite gezogenen Fundus thematisch vielversprechender Querverweise fernab des Horrormotivs beschert. Auf den ersten Blick verwurzelt Kubrick "Shining" zwischen einigen wesentlichen Komponenten, von denen Verästelungen abzweigen. Da wäre die Natur. Sie ist majestätisch, überlegen, unkontrolliert, gegenüber den Menschen hauptsächlich.

Aus jenem Grund, dass Kubrick Naturaufnahmen und damit gepaarte Wetterumschwünge omnipräsent illustriert, verleiht er dem Grauen einen naturalistischen Anstrich. Das Scheitern aller Kommunikation zur Außenwelt wird später dann maßgeblich vom Wetter abhängig sein. Schnee zerstört die Telefon- und Funkleitungen und konterkariert überhaupt ein Entkommen aus dem Hotel. Die Natur ist der zweite Feind, mit dem sich Wendy (Shelley Duvall) und Danny konfrontiert sehen, eine ausweglose Konfrontation, wenn der Gegner übermächtig ist.

Schutz bietet, zumindest bis zu einem gewissen Grad, die Labyrinthmetapher. Jack wird in der (labyrinthischen) Küche eingeschlossen, Danny entkommt im (labyrinthischen) Irrgarten und sucht Schutz auf (labyrinthischen) Teppichen, wo er gefährliche Eindringliche abzuschirmen versucht (zum Beispiel in der Szene, als ihm beim Spielen ein Tennisball entgegenrollt). Das Hotel ist labyrinthisch konnotiert – vorwiegend rechtwinklige Abzweigungen während der Plansequenzen zeigen dies. Das Labyrinth formuliert sich demzufolge als Schlüsselmotiv. Einerseits steht es für die Desorientierung, andererseits für die Orientierung, aber auch angesichts seiner erdrückenden Form und begrenzten Größe wegen für die Endlichkeit in der Unendlichkeit.

Den sozialkritischen Tenor des King-Buches, ferner die kapitalismuskritischen Spitzen, spart Kubrick abermals aus, sodass lediglich ein Gerippe übrig bleibt. Im Buch konnten wir anhand von zig Seiten die von Gier überschattete Geschichte des Hotels reflektieren, im Film geschieht dies gar nicht, vor allem nicht im Dialog, sondern mit Porträts, Fotografien, die an den Wänden hängen. Kubrick schwafelt nicht, er erzählt (wieder) ausschließlich über Bilder. Alles, was wir erfahren, ist, dass das Hotel zur Besiedelung auf einem ehemaligen indianischen Begräbnisplatz errichtet wurde.

Das Ablegen jedweder zivilisatorischen Werte (auch der erwähnten "Donner-Gruppe", die zu Kannibalen wurden), um Ureinwohner auszurotten und Landmasse gewaltsam an sich zu reißen, projiziert sich in Jack Torrance, der ebenfalls zivilisatorische Werte abtötet, um wiederum seine Familie auszurotten. Die Instrumentalisierung seiner selbst durch des Hotels teuflischer Vertreter (Delbert Grady/Philip Stone), das Rache für die Indianer, seine wahren Bewohner, geschworen hat? Möglich. Das Indianermotiv ist so oder so allgegenwärtig, im Vorratsraum, in der Kleidung Wendys. Zu guter Letzt überlistet Danny seinen Vater durch einen alten Indianertrick. Indianer, Spiegel, Dopplungen – alles überlappt sich in einer unwahrscheinlich detailreichen inszenatorischen Akribie.

Alles überlappt sich mit zunehmender Dauer, Tatsache, auch narrativ, auch ein Schlüsselmotiv für das Verständnis des Zuschauers. Alles verschachtelt sich ineinander, Raum- und Zeitebenen ergänzen einander, summieren sich sogar einander (zwei tote Frauen im Badezimmer: eine Vision in der Vision der scheinbaren Realität?), das Raum-Zeit-Kontinuum wird dort durchbrochen, wo Realität, Fiktion und Traum, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verschmelzen. Es ist ein ungewöhnlich strukturierter Genrefilm, er ähnelt mehr einem essayistischen Bilderkatalog fragmentarischer Fetzen von Horrorassoziationen, als stringentem Erzählkino.

Das Weglassen der wichtigsten Handlungsanker aus dem Roman ermöglicht es Kubrick, eine zerstückelte Handlung, die einer Zeitspirale gleicht, komplett im Ungefähren divergierender Wahrnehmungsebenen zu verankern, deren sprunghafte Dramaturgie und die harten, bewusst unzusammenhängenden Schnitte (vom jagenden Jack im Finale wird direkt zum erfrorenen Jack geschnitten) ein Höchstmaß an Irritation verursacht.

Irritiert über die Zeit, über den Ort, irritiert über die Quellen des Wahnsinns (wodurch genau wird Jack wahnsinnig?) verschiedener Realitäten, die scheinbar nebeneinander koexistieren, aber ohne kausalen Zusammenhang. Wer sieht was? Danny hat Visionen, die ihn davon abhalten sollen, sich ins Hotel zu begeben. Jack hat Visionen, obwohl Jack von seiner Vision aus dem Vorratsraum gerettet wird. Doch keine Vision? Und, kurioserweise, fängt Wendy auch an, Visionen und Wahnvorstellungen zu entwickeln. Warum? Oder doch nicht?

Vielleicht so: "Shining" ist ist ein mehrschichtiger (Kunst-)Horror über die Entgleitung der Außenwelt und die Verzerrung der Wahrnehmung, bedingt durch eine psychisch belastende Situation vom klassischen Eingeschlossensein.

33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Timo K.

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Großen Dank für das gleichermaßen große Lob und die informative Ergänzung. :) Hast Recht, mir gefallen beide Versionen in ihren unterschiedlichen Visionen und Ausführungen ausgesprochen gut, obwohl ich mich mit dem Roman, speziell als ich ihn das allererste Mal gelesen hatte, vorerst noch nicht anfreunden konnte (teilweise zu langatmig; unnötig apokalyptisches Finale). Erst danach reifte die King-Geschichte und ich kam eigentlich erst so richtig dahinter, wie radikal Kubrick die Vorlage zu seinen Gunsten verdreht. Dass King davon nicht begeistert war, kann ich nachvollziehen, aber dass er dann seine eigene Vorstellung inszeniert (die sowieso überflüssig ist), während er pausenlos über den Kubrick-Film herzieht, kann wiederum nur ein Anflug von gekränktem Narzissmus bedeuten. Etwas hätte ich trotzdem ganz gern im Film gesehen: den selbstständig fahrenden Fahrstuhl, meines Erachtens die besten, da gruseligsten Stellen im Buch.

Ach, SHINING ist ein sehenswerter Film, also sieben Punkte.^^ Nach Mehrfachsichtung konnte mich die Atmosphäre leider nicht mehr derartig beeindrucken wie zuvor, deshalb die Abwertung. Das ist wohl die Gefahr von unzähligen Sichtungen. Außerdem bewertete ich Kubrick-intern, sprich: Die persönlichen Lieblingsfilme des Regisseurs mussten punktetechnisch vor denen platziert werden, die "nur" gut sind. Früher zählte SHINING (nach Erstsichtung) auch zu meinen Lieblingen, aber da hatte ich auch erst zwei, drei weitere Kubricks gesehen.


The_Comedian

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Oh ja, jetzt nachvollziehbar, mit den Sichtungen und der Berücksichtigung des restlichen Schaffens Kubrick´s:-) ... und stimmt: Der fiese Fahrstuhl hätte einen Auftritt verdient gehabt;-)


Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

"Ich fasse dich nicht an. Ich werde dir nur den Schädel zertrümmern."

Regisseur Stanley Kubrick hats drauf. Er hats geschafft mich 'modernen' Teenager zu überzeugen. Ja es hat mir gefallen. Das Highlight in meinem filmischen Leben war es aber auf keinen Fall. Ohne Jack Nicholson wäre "The Shining" sogar echt mies geworden, denn keinen anderen könnte ich mir in dieser Rolle vorstellen. Jack Nicholson war einfach emosewa, so eine geniale Show ist wirklich selten, seine Mimik und Gestik ist einzigartig und... ach einfach llot eben. Seine Filmfrau, Shelley Duvall, hat mich dagegen wirklich genervt. Augenkrebs verursacht sie auf Dauer auch. Der kleine Bengel hat mich bis auf ein paar Szenen(inkl. "Redrum"-Szene) auch eher enttäucht. Aber wie gesagt, Jackie's starke, hellleuchtende, schaupielerische Aura hat die in meinen Augen schwache Leistung der anderen mehr als überdeckt.

[All work and no play makes Jack a dull boy]

Die Story ist simpel gehalten, eine Mann fährt mit seiner Familie in ein altes, großes Hotel, er soll dort als Hausmeister tätig sein solange kein Betrieb herrscht. Doch ein einfaches Leben ist es dort auf keinen Fall, der Sohn leidet unter grässlichen Visionen, der Vater verfällt immer mehr dem Wahnsinn und die Mutter. Die nervt.

[All work and no play makes Jack a dull boy]

Seine besonderen Schockmomente hat "The Shining" sicherlich, sei es ein Blut-Sturzbach, zwei Mädchen die ab und zu auftauchen oder eben die Bad-Szene. Da kann einem schonmal Angst und Bange werden. Kann.
Die stärksten Szenen sind jedoch die wo nur Jack im Mittelpunkt steht, die berühmteste Szene ist wohl die wo er voller Hass seine verzehrtes Gesicht durch die zerstörte Tür hindurch steckt und diesen klasse, gänsehautbereitenden Satz.

[All work and no play makes Jack a dull boy]

Frei von Schwächen ist "The Shining" aber auch nicht, die Dialoge kamen mir nach einer Zeit einfach dämlich und hölzern vor, alltägliche Gespräche werden abstrakt.

"The Shining" ist auch heute noch ein retrewsnehes Horror-Shocker, Jack Nicholson verleiht dem Film eine wunderbare Note, er macht den Film mehr als gut.

"Redrum, Redrum, REDRUM!"

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 44 Antworten

Timo K.

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Vielschichtigster Horrorfilm und überhaupt die absolut gigantischste King-Verfilmung, die keine ist. Aber 7 ist "sehenswert" und in einem besonders untertriebenen Ausdruck ist der Film nun mal "sehenswert". Deine Bewertung wird durchgewunken. :)

DER PATE & BLADE RUNNER, dies sind zwei Hauptwerke scheinbar von der halben Menschheit umjubelte Gottfilme, die mich nie sonderlich kitzeln konnten.^^


Mr.Film

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Für manche ist er eben mehr als sehenswert :)

Der Pate hat mich wirklich überrascht, hab auch gedacht das ich den lahm finde, aber nunja, ich wurde eines besseren belehrt.
Blade Runner hab ich noch nicht gesehen, finds aber gut das du diese Meinung vertrittst ;)


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Nach dem geradlinigen Historienfilm „Barry Lyndon“ vereint Regisseur und Autor Stanley Kubrick wieder all seine unkonventionellen Markenzeichen, hebt sie auf die Horror-Ebene und vollzieht damit den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und kommerziellem Erfolg. Die Kälte und Sterilität, die sich durch viele von Kubricks vorangegangenen Filmen zieht, ist wie gemacht für einen Horrorfilm. Dennoch ist „Shining“ alles andere als ein typischer Genrebeitrag geworden, da auf typische Stilmittel wie knarrende Türen, lange Schatten oder Nebelschwaden verzichtet wird. Gerade deswegen hat Perfektionist Kubrick damit einen originellen, übermäßig einflussreichen Meilenstein des verstörenden Films geschaffen. [...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Sowohl mit groben wie raffinierten Maßnahmen des Schreckens erschafft Stanley Kubrick eine Atmosphäre des nackten Terrors, der übergangslos aus der vermeintlichen Normalität einer alltäglichen Konstellation hervorbricht wie bei Vulkan, wobei die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Einbildung und Täuschung fließend ineinander übergehen. Dass dieses Meisterwerk dazu noch einige Hypothesen zum erklären des Horrors vorgibt aber keine wirklich komplettiert, erhöht die Hilflosigkeit des Zuschauers, der im dunklen nach einer Antwort tastet und so dem Grauen nur noch mehr Angriffsfläche bietet. Das ist Gänsehaut in Perfektion.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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10.0Lieblingsfilm

In jungen Jahren gibt man sich ja gerne abgeklärt. Natürlich war auch ich im Irrglauben, alles schon gesehen und sämtliche cineastische Mutproben bestanden zu haben. Mich konnte nix mehr schocken. Mit Anfang Zwanzig schaute ich mir dann Abends eher zufällig zum ersten mal Kubricks "Shining" an, um nach Filmende wie ein verschrecktes Mädchen überall im Haus das Licht anzumachen - das Ding hat mir eine Scheissangst eingejagt!
Nun hat also auch die Special Edition in meiner DVD-Sammlung ihren Platz gefunden und begeistert mich noch immer mit seiner Tiefe, seinem Einfallsreichtum und seiner Zeitlosigkeit. In der Gestaltung halte ich "Shining" immer noch für Kubricks spannendesten Film.
Ein Großteil des Horrors bezieht sich da aus seiner Unberechenbarkeit. Als erstes fällt seine übertrieben strenge Bildgestaltung auf, die fast nur aus zentralen Bildkompositionen besteht. Die zusätzlichen Fluchtperspektiven verleihen dem Hotel eine regelrecht surreale Dimension. Genreunüblich wird nichts im Dunkel versteckt, alle Settings sind sorgfältig ausgeleuchtet, keine extravaganten Perspektiven. Auf visueller Ebene gibt es ausreichend Verlässlichkeiten, die den Zuschauer in eine perfide Sicherheit wiegen. Denn so konsequent die Bilder arrangiert sind, desto unberechenbarer ist er auf der narrativen Ebene. Der Schnitt folgt keinem Konzept und steht im interessanten Gegensatz zur Optik. Die Episoden gewähren zu Anfang sporadische Einblicke in die familiäre Situation, die Kubrick im weiteren Verlauf immer knapper anlegt. Hier spielt dann auch das Sounddesign eine große Rolle, das ebenfalls augenscheinlich willkürlich angelegt ist und einen Großteil der Konfusion steuert, die dem Zuschauer immer wieder den Boden unter den Füssen wegzieht. Irgendwann hat Kubrick dann einen soweit, das man sich bei einer simplen Titeleinblendung in die Hosen scheisst.
Und er war nie ein Freund von Spontanität. Selbst die Darsteller ordnen sich Kubricks Kontrollwut unter. Ihre Gestik wirkt einstudiert bzw. theatralisch, aber das unterstützt nur den kalkulierten Charakter des Films, den man ständig zu durchschauen meint, aber Kubrick ist nun mal der Clevere...
Also ergötzt man sich dann eben abermals an seinem Spiel mit den Metaphern. Etwa der berühmten Fahrstuhl-Szene, die mit Blut geflutet wird und sich seinen "redrooms" - seinen "Shinings" - fortsetzt. Jack und Butler unterhalten sich natürlich nicht von ungefähr in einer rot gestrichenen Toilette. So rot wie Dick Halloranns Zuhause, wo das Shining ihn überkommt und Danny sowie seine Mutter in Gefahr sieht. Dicks "Rot" wird da mit zwei adretten schwarzen PinUps aufgehübscht. Jack bekommt es einen Schnitt später ebenfalls mit zwei Frauen zu tun, als er sich Zimmer 237 mal genauer anschaut...
"Shining" verführt natürlich dazu lediglich in Superlativen resümiert zu werden - man kann auch nicht anders. Was der passionierte Schachspieler hier ausgeheckt hat, lässt nicht nur einen Hitchcock verzücken. Ich freue mich schon auf die nächsten Besuche im "Overlook"-Hotel und damit auf weitere spannende Entdeckungen in Jacks bzw. Kubricks Labyrinth. Aber nur bei Licht!

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Kommentare (328) — Film: Shining


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anna.bottcher.3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film ist einfach ein super Klassiker.

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marcel.neumann.9022

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Bewertung7.0Sehenswert

Es ist ein guter Film ok.
Aber der Hype der um diesen Film gemacht wird kann ich dann doch so garnicht verstehen, ich wüßte soooviele andere gute Filme bevor ich diesen nennen würde.
Kann man sich gerne anschauen und 10 Jahre später oder so nochmal aber sonst nichts besonderes.

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Ioosh698

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Bewertung9.0Herausragend

"Shining"
Dieses Werk von Ausnahmeregisseur Stanley Kubrick ist mal wieder so ein Film, ein Film den ich mir schon ungemein lange mal ansehen wollte, da ich dies schon viel zu oft versäumt hatte und meine "Bildungslücke" endlich schließen wollte...
"Shining" ist für mich ein Film, der es versteht mit Nerven des Zuschauers zu spielen, sie auf herausragende Weise zum Brodeln zu bringen und das von Anfang an. Denn schon die ersten Szenen dieses Streifens, man könnte zu Beginn denken es folge eine besinnliche Autofahrt durch idyllische Landschaften, sind, VOR ALLEM musikalisch gesehen, ein nicht gerade kleiner Vorgeschmack auf das was in den nächsten Stunden folgt: Perfekt ausbalancierter Psychothrill, gemischt mit einem gewissen Horroranteil und natürlich einer packenden Story.
Mit der Verfilmung des Romans von Kult Autor Stephen King bewies Kubrick wieder auf's neue warum er so besonders, ein wegweisender Visionär ist, warum jeder Film von ihm so grundlegend anders, sei es Genrespezifisch oder inszenatorisch betrachtet, aber dennoch so unglaublich faszinierend und stark ist!
"Shining" hat bei von Anfang an ein Gefühl der bedrängnis ausgelöst, was wohl wirklich hauptsächlich an dem verstörenden, sich einem in's Gehirn brennenden Soundtrack liegt, der den ganzen Film über ein tragendes Mittel zum Spannungsaufbau und allgemein zur angsteinflösenden Atmosphäre des Filmes beiträgt, so doll, wie ich es nur selten bei manch anderem Film erlebt habe. Man fühlt sich durch diese unglaublich dichte Filmmusik in sogut wie jeder Szene irgendwie bedroht, bedrängt und wird fast irre weil die intensiven Töne einfach nicht vorbeigehen, sondern stets weiter, egal wie krank die jeweilige Szene ist, auf einen eintrommeln. Das ist wirklich ganz große Klasse, SO erfüllt Filmmusik ihren ganzen Zweck! Und wie gesagt, dies alles wirkt im Zusammenspiel mit der Story und der teils gruseligen Atmosphäre noch besser. Die Story ist große Klasse, clever, spannend, durchdacht, verrückt, krank und unglaublich packend! Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht soviel mehr zur Geschichte des Filmes sagen, da ich mich persönlich bei Psychothrillern mit entscheidenden Wendungen dann doch recht schnell verplappere und wichtige Details verrate, was bei so einem Film meines erachtens fatal ist. Außerdem sollte man "Shining" sowieso komplett unvoreingenommen und ohne sich vorher groß damit beschäftigt zu haben genießen, da er so seine ganze Pracht entfaltet und einen noch mehr mitreißt. Nur noch soviel, "Shining" ist ein Film bei dem man als Zuschauer auch mitdenken muss, der viel Raum für eigene Interpretationen lässt und somit meinen Geschmack vollends getroffen hat. Trotzdem muss ich zugeben, das ich mir den Film sicher nochmal ansehen sollte um alles wirklich genau zu verstehen, oder dies zumindest besser, denn zu 100% durchgeblickt habe ich nach dem Abspann nicht. "Shining" ist für mich auch nicht ein reiner Horrorfilm, auch wenn er natürlich Horroanteil hat, sondern viel mehr ein Psychothriller über die tiefen menschlichen Abgründe, und vor allem über das menschliche Wesen selbst... Gegen Ende ist "Shining" auf alle Fälle unglaublich spannend und intensiv inszeniert, was nicht zuletzt an dem grandiosen Cast und den ausgetüftelten Charakteren liegt.
Jack Nicholson spielt als Jack Torrance eine seiner bekanntesten Rollen und liefert eine absolut einmalige und herausragende Leistung ab! Wie Nicholson hier sein ganzes können preisgibt, mit seiner Mimik faszinierende sowie verstörende Bilder auf den Bildschirm zaubert ist grandios und atemberaubend. Eigentlich habe ich an seiner Performance nicht's auszusetzen, einzig seinen Charakter, Jack Torrance, hätte man ein kleines bisschen besser darstellen können, denn einen gemeingefährlichen Psycho der Jagd auf seine Familie macht habe ich ihm schon direkt am Anfang zugetraut, da er bereits dort einen leicht verrückten Eindruck auf mich machte. Aber ansonsten gibt's hier nicht's auszusetzen. Auch Danny Llyod, der ja damals unglaublich jung war, liefert für sein damaliges Alter eine nicht minder bessere Leistung ab. Genau wie Shelley Duvall, die mir als Jacks Ehefrau ebenfalls ziemlich gut gefallen hat. Ihre Angst bzw. ihre Panik kommt wirklich erschreckend gut zur Geltung.
Auch die optische Inszenierung hat etwas ganz eigenes, das man einfach sehen muss um es vollständig zu beschreiben. Ich würde es ein wenig mit der visuellen Darstellung aus Kubricks "A Clockwork Orange" vergleichen"...

Fazit: "Shining" ist eine herausragende Regiearbeit von Stanley Kubrick, ein absolut mitreißender und spannender Film, der einen von der ersten bis zur letzten Sekunde in seinen Bann zieht. Jack Nicholson ist phänomenal gut und somit kann ich sagen das "Shining" einer der besten Psychothriller ist die ich jemals gesehen habe, und das sage ich vor allem, weil ich gegen Ende doch ein kleines bisschen Angst vor Jack Torrance bekam. Zurecht ein absoluter Klassiker!

"Hiiiieeeerrr ist Johnny.....!!!"

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Ioosh698

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@pitschi
Nicholson ist super und Duvall gefiel mir auch sehr gut^^ Kann dich aber voll und ganz verstehen, wenn "Shining" nicht so dein Fall ist:) Mal sehen was deine Zweitsichtung bringt ;)
@Ben
Schau ihn dir ruhig nochmal an, manchmal muss man Filme eben zweimal sehen ;)
Und Danke :)


BenAffenleck

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Mache ich auch. Ist schon locker 15 Jahre her, als ich den zum letzten Mal gesehen habe...


MetalFan92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Stanley Kubricks Meisterwerk "Shining".
Ich weiß noch, nachdem ich den Film gesehen hatte, brauchte ich so an die - Tage um ihn erstmal zu verdauen. Genialer Psycho-Horror aus den 80er Jahren gespielt von einen einfach nur genialen Jack Nicholson.
Zu Anfang, als die drei sich noch im Fahrzeug befinden, baut der Film durch seine düstere Musik eine sehr starke und bedrohliche Atmosphäre auf.

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Sandsturm

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Es ist erstaunlich wie sogar die Anfangssequenz mit der Luftaufnahme einen bereits in das Kommende einfädelt. Die Musik ist dabei natürlich nicht wegzudenken.


MetalFan92

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Ganz genau!


uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

beim ersten mal sehen da war ich jung und meine eltern waren auf einer feier..der lief auf sat 1 und ich hab es bis zum ersten werbeblock ausgehalten-ich fand ihn zu gruselig...
dann später zum b-day hab ich von meiner tante die vhs -die simpsons xtra scharf- geschenkt bekommen wo die folge -furcht und grauen ohne ende- drauf war(shining verarsche) und da hab ich ihn mir zum erstenmal komplett angeschaut...
jack ist hier einfach der burner und immer wieder sehenswert ansonsten ist die story einfach geil aber er hat es nie zum ♥ geschafft...weil da hat Kubrick beser erschaffen

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Troubledwarf

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Bewertung7.0Sehenswert

Die so ziemlich einzig gute (neben Christine, wenngleich hier nur ein Bruchteil der eigentlichen Story umgetzt wird) Verfilmung nach einer Stephen King Vorlage.

Dieses leere, in der Einöde stehende Hotel mit seinem seltsamen Park und seinen unheimlichen, zu erst einmal harmlos wirkenden Fluren.
Der langsam aber sicher abdrehende, genial von Jack N, gespielte Hauptprotagonist. Und beim Anschauen, ein ähnliches Gefühl empfindend, wie man es beim Lesen von vielen King Geschichten her kennt, kommt hier sehr schön zum Tragen
Dieser Film hat für mich nach all den Jahren nichts von seinem Reiz verloren.

Sicherlich nichts für hartgesottene Horror Fans, für mich jedoch ist dieser, aus einer anfangs harmlosen, fast belanglosen Situation heraus enstehende Horror, der schlimmste.

Ungefähr so wie der Angestellte aus dem Lebensmittelladen von Nebenan, der mich, obwohl er mich eigentlich nur vom sehen her kennt, stets so überfreundlich begrüßt, und irgendwie immer so etwas seltsames im Blick und immer eine Hand hinter dem Rücken hat,... ich bin mir sicher, mit dem stimmt was nicht,..aber das, ist ne andere Geschichte ... :)

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Sheilyn

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Herrlich. Endlich mal jemand der keine Splatter-, Folter- oder Sexszenen braucht um einen Film als Horrorfilm zu erkennen. Sehr erfrischend.
Und über den Angestellten aus dem Lebensmittelladen habe ich auch sehr gelacht. :) Ich hoffe er tut dir nichts...


Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

Jack Nicholsons verrückter Blick wird wohl jedem Filmliebhaber für immer in Erinnerung bleiben. Dieser Mann ist unheimlich talentiert und schafft es allein schon durch seinen Gesichtsausdruck seine verrückte Rolle herausragend darzustellen.
Aber auch von Jack Nicholson abgesehen ist Kubrick´s Shining ein absolutes Meisterwerk.
In Shining schafft man es eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen. Die langen und leeren Gänge in dem großen schon leicht schäbischen Hotel. Nur Jack und seine Familie ist hier und wenn dieser dann auf einmal Jagd auf seine Familie macht, ist das Szenario perfekt.
An dieser Stelle des Films wird Shining zu einer Verfolgungsjagd durch verlassene Hotelzimmer und düstere Gänge mit Gruselfaktor.
Dieser Streifen ist ein Paradebeispiel für die alten Horrorfilme, die es noch schafften ohne Effekte und ohne große Flüsse aus Blut den einen oder anderen gruseligen Moment zu zaubern.

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RickyRidiculous

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Bewertung9.5Herausragend

Ich hab mich selten so gegruselt. Man sollte das nicht mitten in der Nacht gucken.
Musste jetzt erstmal normales TV anmachen um runter zu kommen.
Grandios gut!

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BlackLevel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

(Dieser Kommentar enthält SPOILER)

SHINING..
Stanley Kubricks Verfilmung der gleichnamigen Stephen King Vorlage, ist ein meisterhaft inszenierter Psychothriller mit Tendenzen zum Horrorfilm. Auch wenn der Meister der Horror bzw Mystery Literatur mit dieser Interpretation seiner Vorlage, aufgrund diverser Abänderungen des Regisseurs, nie sonderlich warm wurde, so ist SHINING für mich ein absolut perfekter Film!

Prächtige Landschaftsaufnahmen zu Beginn, begleitet von einem beunruhigenden Score.. und dann die Großaufnahme des 'Overlook' Hotels! Schon hier bekomme ich jedesmal direkt Gänsehaut, wohl wissend welcher purer Wahnsinn und Nervenkitzel jetzt folgt.

Inszenatorisch fungiert der Film kontinuierlich auf höchstem Level!
Jede Szene ist wohldurchdacht und perfekt mit der Kamera eingefangen, dazu stets passende musikalische Untermalung.
Die erzeugte Atmosphäre, der Wahnsinn!

Die großen Räume des Hotels sind atemberaubend und erzeugen die für den Inhalt des Filmes relevante Stimmung der Einsamkeit. Auch die übrigen Kulissen sind anmutend, wie etwa die Flure des Hotels und natürlich der Irrgarten.

Der Film enthält diverse markante Szenen, die sich einem maßgeblich ins Gedächtnis einbrennen:
Dannys Vision: Literweise Blut, welches aus der Eingangstür strömt..
Dannys Vision: Das Erscheinen der Zwillingsschwestern..
Die Frau in der Badewanne aus Zimmer '237' und die darauf folgende Spiegel-Szene..
Der Raum mit den Skeletten, welcher von 'Wendy' betreten wird..
Das durchschlagen der Tür seitens 'Jack', mit dem anschließenden Satz: "Here's Johnny"

And last but not least, die Darsteller..
Allen voran natürlich Jack Nicholson! Der in diesem Film mit einer so prägenden und genialen Performance aufwartet, dass man meinen könnte er wäre 'Jack Torrance'
Sowie Danny Lloyd, der sehr überzeugend den Jungen mit dem 'Shining' spielt. Ebenfalls gefallen Scatman Crothers und Shelley Duvall in ihren Rollen.

Alles in allem ein Meisterwerk und einer meiner absoluten Lieblingsfilme, seit vielen vielen Jahren!
Übrigens empfehle ich ganz klar den 'US-Cut' des Filmes, die ca. 23 minütige längere Fassung, ist definitiv die bessere Wahl!

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Sandsturm

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Skelette? Sind die nur im US-Cut?


Kunstmut

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Ich werde nie den kleinen Jungen und sein Dreirad vergessen. Allein schon die Idee ... Kniehöhe und dann die Rückansicht, während der Junge abwechselnd klackernd über den blanken Boden fährt und dann wieder über Teppichboden, der jegliche Geräusche dämmt. Brrr. Grusel. Grusel.


Hogan

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Bewertung7.0Sehenswert

Spannender Film mit einigen merkwürdigen Stellen. Viele Szenen vestehe ich auch nach einer Recherche nicht, anscheinend gibt es dazu keine vernünftigen Antworten.

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Hauru

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Manche lieben ihn, andere hassen ihn. Stanley Kubrick spaltet auch Jahre nach seinem Tod die Massen in zwei Lager. Technisch bis zur Perfektion getrieben, legen seine Filme den Menschen dar, wie ihn nur die wenigsten sehen - als Tier. Das dunkle Innere wird nach außen gekehrt und als ein Film inszeniert, der perfekt zu sein scheint. Lediglich die Ansichten, welche Kubrick in seinen Filmen vertritt, oder seine Ansätze bestimmte Genres komplett zu revolutionieren, stoßen manchen Menschen sauer auf.
Ich, für meinen Teil, bin ein großer Fan seiner Werke und führe seit einigen Jahren die ‘Kubrick-Woche’ durch. In jenen sieben Tagen führe ich mir täglich einen Film des großen Meisters zu Gemüte und bin einfach nur glücklich, dass es diese bewegten Bilder in solch einer Form überhaupt gibt. Vor einigen Tagen lief The Shining über meinen Fernseher und ich wurde erneut in eine Welt gerissen, welche ich so sehr liebe. Die Welt eines verrückten Menschen. In die Welt von Stanley Kubrick.

The Shining basiert auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King und auch wenn dieser nicht viel von der Verfilmung Kubricks hält, zählt dieser Film zu einem der besten Horrorfilme aller Zeiten. Abseits von Blutorgien, abgehackter Köpfe, vorhersehbarer Momente des Schauderns und gigantischen Monstern, welche sich ihren Weg über die Netzhaut bahnen, zeigt Kubrick mit diesem Film, wie erschreckend Fiktion und Realität sein können.

- Die Zahnräder der Angst -

Der Schriftsteller Jack Torrance (Jack Nicholson) übernimmt eine Stelle als Hausverwalter des Hotels Overlook. Hoch oben in den Bergen soll er fünf Monate lang mit seiner Frau Wendy (Shelley Duvall) und dem Sohn Danny (Danny Lloyd) auf das riesige Gebäude aufpassen. Selbst als der Hotelbesitzer ihm von dem grausamen Ereignis erzählt, bei dem ein ehemaliger Hausverwalter - nach Monaten, die er abgeschottet von der Zivilisation verbracht hatte - Amok lief und seine Frau und die zwei gemeinsamen Töchter zerstückelte, hält dies Jack nicht davon auf. Er glaubt nicht daran, dass ihm das selbige Schicksal ereignen könnte.

Dies ist die Ausgangsprämisse und jedes weitere Wort, das ich nun an jene anreihe, wäre zuviel. Ich selbst habe den Film vor einigen Jahren das ersten Mal gesehen und wusste davor nicht einmal ansatzweiße, was mich hinter den weißen Türen dieses Hotels erwartet. Zwei Stunden später saß ich dann aufrecht auf der Couch und blickte mit aufgerissenem Mund den Abspann an, welcher dort über den Fernseher tänzelte. Noch nie zuvor hatte ich mich bei einem Film so unwohl gefühlt und eigentlich war ich damals der festen Überzeugung gewesen, dass das Genre Horror nichts bot, was mich dieses Gefühl der puren Angst verspüren ließ. Ebendeswegen zählt The Shining zu einem Film, den ich nicht missen möchte.
Es gibt zahlreiche Szenen, die mir beim bloßen Gedanken an jene, einen eiskalten Schauer über den Rücken jagen und man merkt dem Film förmlich an, dass er aus der Hand Kubricks stammt.
Perfekt inszenierte Dialoge, lange Kamerafahrten, geradezu subtil platzierte Gegenstände und eine schauspielerische Leistung, welche das Gefühl des Wahnsinns förmlich in das eigene Zimmer transportiert. Hier wird rein gar nichts dem Zufall überlassen. Der Film wirkt wie eine gigantische Machine, bei welcher unzählige Szenen wie Zahnräder ineinandergreifen und sich anschließend zu drehen beginnen.

- Die Musik der Angst -

Töne und Melodien werden in den meisten Filmen lediglich für eine sture Untermalung des Kontext verwendet und lösen beim Rezipienten meistens keine Gefühle aus, die essentiell für die Wahrnehmung des Gezeigten sind. The Shining geht hier einen anderen Weg.
Die Musik ist ein ständiger Begleiter. Immerzu hört man Melodien, deren Platzierung so gesetzt wurde, dass man froh sein kann, wenn man den Film mit Licht sieht. Selbstverständlich werden die Töne und Melodien hier ebenfalls dafür eingesetzt, dass der Betrachter leichter den Zustand der Angst erfährt. Allerdings arbeitet Kubrick hier mit sehr viel Fingerspitzengefühl und der hörbare Teil des Filmes wirkt nie aufgezwungen oder gar gestellt. Vielmehr unterstreichen die Klänge den Wahnsinn, welchen man durch die gezeigten Bilder vermittelt bekommt, nur noch mehr und tragen ungemein der Atmosphäre bei.

- Der Film der Angst -

The Shining ist das pure Grauen. Ich hätte nie gedacht, dass ein Film ohne übertriebene Gewaltekstasen und maskentragende Serienmörder den beklemmenden Zustand des Unwohlseins so auf den Rezipienten überträgt, dass dieser im Idealfall zitternd die Hände vor seine Augen hält. Selbstredend gilt dies nicht für jeden und ich kenne einige Personen, die diesen Film als gut erachten, ihn aber nur ungern in das Genre des Horrors stecken. Vielerorts wirkt er mehr wie ein Familiendrama mit psychologischen Komponenten oder ein Thriller mit einem wahnsinnigen Ende - der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt.
Genau genommen ist es aber auch egal welchem Genre sie The Shining zuordnen. Dieser Film muss einfach so gesehen werden, wie er nunmal ist. Ein wahres Meisterwerk.

Und nun entschuldigen Sie mich, denn: All work and no play makes Lukas a dull boy.

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Hauru

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Freut mich, dass er dir gefällt. :)


mannypenny

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Nur die Bewertung passt nicht. Bei SHINING ist mindestens die 9.0 Pflicht


jurassicnerd

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Absolut spannend und gruselig! Kein großes Massaker, keine Ungeheuer, aber eine gute Story, basierend auf einem Roman von Horrorautor Nr.1 Stephen King, machen ihn unvergesslich. Außerdem spielt Jack Nicholson seine Rolle hervorragend, er hat so einen Blick drauf, der einen wirklich meinen lässt, dass er es ernst meint. Eine der unvergesslichsten Szenen: Als er die Tür mit seiner Axt einhaut und sagt: "Hier ist Jackie!"
Unvergessliches Meisterwerk, das mich überzeugt hat.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung9.0Herausragend

Stanley Kubrick hat es einfach nur drauf. "Shining" ist einer seiner besten Filme.
Dieser Film ist ein richtiger Psycho-Thriller mit der ein und anderen Horrorszene.
Unglaublich gute Schauspielerische Leistung von Nicholson. Hier beweißt er, dass er zu den Besten gehört. Besser kann man nicht spielen !!!
Das Besondere an diesem Film ist aber diese unglaubliche Atmosphäre. Einfach nur gruselig. Als ich ihn früher zum ersten Mal sah, konnte ich Nächte lang nicht mehr schlafen.
Dieser Film verliert nichts an seiner Klasse, auch Heute noch ein absolutes "must" "see".
Kultfilm !!!!

"Hiiiiiiiier ist Jackie!!!"

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PuertoRican

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Bewertung7.5Sehenswert

Shining braucht keine dunkle Szenerie oder abstoßenden Monster um eine gruselige Atmosphäre zu schaffen. Ich bin erstaunt, wieviel Spannung Kubrick alleine durch Musik erschaffen konnte. Die gruseligsten Stellen waren dabei tatsächlich meistens die hellsten. Ein guter Film, der mich wieder erwarten öfter gut erschreckt hat und Spannung in mir aufgebaut hat, wo ich nicht dachte, dass man überhaupt Spannung irgendwie erzeugen könnte. Hier und da etwas zu langatmig, dennoch ein schönes Stück Filmgeschichte !

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RoboMaus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als Teenager gerade so durch die Ausweiskontrolle gekommen... Es gibt wohl keinen Film, den ich in der Zeit im Kino sah und an den ich mich so gut erinnere wie an 'Shining' (jetzt weiss jeder wie alt ich bin). Hier stimmt wirklich alles: Story, Spannung, Grusel und ein Jack Nicholson in absoluter Topform. Weil der Film weitgehend ohne Effekte auskommt, wirkt er trotz seiner 34 Jahre keineswegs angestaubt - im Gegenteil, viele neue Produktionen können diesem Klassiker nicht das Wasser reichen. Jeder, der sich geschmacklich im Bereich Horror/Thriller bewegt, sollte den gesehen haben.

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Dady

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zu den Film ist glaub ich schon alles gesagt worden. Er ist einfach einer der besten Horrorfilme aller Zeiten und ein Meilenstein der Filmgeschichte. Das Zusammenspiel von einer packenden Story, beängstigender Musik und grandiosen Darstellern machen dieses Werk einmalig. Jack Nicholson hat sich mit diesem schockierend guten Auftritt ein Denkmal geschaffen. Genauso wie Stephen King mit seiner Buchvorlage und Stanley Kubrick. Der hier eine oder wenn nicht sogar die beste Leistung seiner großen Karriere abgeliefert hat. "Shining" gehört einfach in jede gut sortierte Filmsammlung!!

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Filmfan30

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Ja, ich weiß, dass der Film ein Klassiker ist. Jack Nicholson macht seine Sache sehr gut. Atmosphäre, Musik, Story...alles perfekt umgesetzt, aber trotzdem nicht meins.


Dady

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Ja ok dann ebend nicht ;)


mvpkennedy

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Bewertung6.0Ganz gut

Die 6 Punkte gibt es für die Atmosphäre, Jack Nicholson & dem kleinen Jungen! Der Film hat spannend begonnen aber war zum Ende hin einfach nur verwirrend. Ich habe auch nirgendwo eine vernünftige Erklärung gefunden. Für mich ist das weder "Kunst" oder etwas besonderes, wenn man einen Film mit Absicht kompliziert macht und keine Antworten gibt. Das Buch liegt bei mir zu Hause...bei nächster Gelegenheit werde ich es lesen und dann hoffentlich mehr Ansatzpunkte für eine plausible Erklärung finden.

Hat jemand von euch eine vernünftige Interpretation oder Erklärung für das Ende? (Stichwort: Bild am Ende)

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Camenzind

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Jack ist, wie Grady schon vorher erwähnt, schon seit immer der Hausmeister des Overlook gewesen. Man kann es so sehen, dass Jack schon immer, lange bevor er ins Hotel kam, wahnsinnig und zerstörerisch war. Außerdem gleichen sich wohl Mörder wie Grady und Torrance so sehr, dass sie austauschbar sind, gewissermaßen eine Konstante der Menschheit, durch deren Geschichte sich seit ihrem Anfang der Trieb des Bösen zieht.


Jackieboy

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Bewertung7.5Sehenswert

Nun ratet mal, wer bis zu Shellys Blick in den Spiegel nicht gerafft hat, was "redrum" bedeutet...
An sich ein solider Horrorthriller mit gewohnt markanten Steven-King-Charakteren.
Ich selbst hätte mir eine ganze Menge mehr Hintergrundwissen gewünscht, doch da muss ich wohl das Buch lesen.
Ich glauben, ich kenne keinen Film, in dem mich die Musik so übertrieben in den Wahnsinn treibt, wie dieser Streifen. Hier wird wirklich jede Bewegung mit den schlimmsten Tönen versehen, gut, wirklich gut.
Über Nicholson muss ich wohl nichts sagen, obwohl das beste wohl die kleinen Rundfahrten des Sohnemann waren. Man ist ständig darauf gefasst, dass hinter der nächsten Ecke irgendetwas lauern wird... Hut ab, nicht grundlos ein Klassiker.

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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kubricks Zwang nach Perfektion merkt man wirklich fast jeder Szene an. Leider hat er durch die zwanghafte Umsetzung seiner Version den Geist der Vorlage ein wenig vernachlässigt.

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Maniac

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Drei punkte allein schon für die Meisterleistung von Jack Nicholson, der seine Verwandlung von Gut in Böse sehr glaubhaft darstellt und seine Rolle perfekt wiedergibt.
Trotz der Warnungen des Hotelmanagers , der ihm einen früheren tragischen Fall schildert ,nimmt Jack Torrance die Stelle als Hausmeister in dem weit abgelegenden Berghotel Overlook an und zieht mit Frau und Sohn letztendlich auch dort ein da er sich sicher ist , das sie sich in dieser idyllischen Gegend wohl fühlen werden. Doch schon einige Wochen später verhält sich Jack merkwürdig und agressiv.Schließlich überstürzen sich die Ereignisse und das friedliche Familien-Dasein gerät vollig außer Kontrolle.
Shining ist ein toll inziniertes Bedrohungsszenario mit sehr hohem Gruselfaktor. Die Atmosphäre ist überaus beklemmend - Gänsehaut ist garantiert .

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kobbi88

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Joah, es sah gruselig aus, klar. Aber es hat mich nicht erreicht. Ich war quasi ein Versuchsleiter, der die alle nur beobachtet hat - ohne selbst beteiligt zu sein. Aber ich finds spannend, auf wie vielen Ebenen dieser Film funktioniert! Da muss er ja ein großer sein :)


Maniac

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Da stimme ich dir zu :)



Deine Meinung zum Film Shining