Shining - Kritik

The Shining

US/GB · 1980 · Laufzeit 119 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 9 .5

    Einer meiner absoluten Lieblinge

    • 7

      Ich war (heute nicht mehr) ein großer Stephen King Fan und habe viele Bücher von ihm gelesen. Shining fand ich als Buch – Super – sehr gelungen dieser Roman und die Idee. Da ich auch Jack Nicholson mag, dachte ich mir nach Erscheinen der DVD kann ja nicht schaden, ein gutes Werk vom Buch – als Film zu sehen, schließlich war das bei Christine (1983) super gut gelungen. Jack spielt hier einfach perfekt. Eine bessere Besetzung für die Romanfigur hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Das war absolut ein Hingucker. Allerdings fehlte mir im Gesamtwerk die Mystische Zusammenspiel von Einsamkeit / Durchdrehen und dem Jungen. Dieses kommt im Roman einfach super gut an, in Film überhaupt nicht. Das fehlt mir einfach. Das Overlook-Hotel in den Bergen in dieser winterlichen Landschaft ist einfach nur Klasse. Daher für mich nur durchschnitt

      • 7 .5

        Schon etwas anstrengend. Trotzdem ein Meisterwerk. Man kann es halt nicht so oft anschauen. Kubricks Botschaften sind halt perfekt verpackt.
        Ohne Nicholson (Oscarreif) wäre der Film eine 3. Nicholson ist genial!

        1
        • 6

          Es mag schon sein, dass der Streifen für Viele ein Meisterwerk ist - für mich nicht.
          Nicholson beeindruckt, der Rest ist für mich gut, mehr aber auch nicht.

          2
          • 7
            Gi4nn1 01.07.2017, 11:07 Geändert 01.07.2017, 13:02

            Seit vielen Jahren stand dieser Horrorstreifen von Stanley Kubrick auf meiner Watchlist, dementsprechend war die Erwartung von mir sehr hoch, was nicht zuletzt auch an den Lobungen der Kritiker und der Presse lag.
            Ich habe den Roman nicht gelesen und wusste nichts über die Handlung, außer der berühmten "Here`s Johnny" Szene, die komischerweise auf deutsch "Hier ist Jack" heißt".
            Klarer Highlight des Films ist Jack Nicholson, der anfangs einen ruhigen, netten Ehemann und später einen verrückten Psychopathen verkörpert. Shelley Duvall hingegen wirkt oft unglaubwürdig und lieferte meiner Meinung nach eine eher mangelhafte schauspielerische Leistung ab. Der Rest des Cast, die nur aus Nebenrollen bestehen, kommen ganz solide rüber.
            Die Story ist anfangs klar: Jack oder Johnny Torrance reist mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny in ein abgelegenes Hotel in den Bergen, in welchem er für 5 Monate als Hausmeister sich um das geschlossene Winterhotel kümmert. Doch in diesem Ort lastet ein Fluch... Ich will nicht ins Detail gehen um nicht zu spoilern, trotzdem leichter SPOILERALERT!!!: Die Erzählung der eigenartigen Dinge im Hotel sind absichtlich gewollt wirr, was die Spannung anheben soll, leider hat dies bei mir nicht ganz gezündet, weswegen die Geschichte mir sehr durcheinander vorkam. Trotzdem weiß ich dies am Film zu schätzen. Leider fehlte mir zum Ende hin dann doch eine Aufklärung oder mindestens eine grobe Erklärung der Hintergründe, was leider schade war. (Es kann aber auch sein, dass ich diese nicht erkannt hatte.)

            Ich muss zugeben: Es gab Momente und Dialoge wo ich von Jack Nicholsons Monologen oder Dialogen an seinen Lippen klebte. Die Gespräche mit seiner Frau und seinen Sohn hingegen waren für mich oft aber lau.

            Doch der Film schafft es die beklemmende und mysteriöse Atmosphäre des Hotels rüberzubringen, was auch an der grandiosen Kameraführung lag. Auch ein paar ich nenn es mal "Akward Moments" haben den Film einen gewissen Charme gegeben, welche sehr mutig waren und die man heutzutage nicht mehr in Filmen sieht.

            Im großen und ganzen fand ich den Streifen sehenswert, auch wenn er deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb. 7 von 10 erfolgreiche Axthiebe von Jack!!!

            1
            • 10

              Ein alptraumhaftes Meisterwerk! Die Dreiradfahrten des kleinen Danny Lloyd und Jack Nicholsons irres Spiel sind in die Filmgeschichte eingegangen.

              • 9

                "Besetzungswünsche/gerüchte":

                Jack Torrence (Jack Nicholson):
                Robert De Niro (Für Kubrick nach "Taxi Driver" nicht zu psychotisch!)
                Robin Williams (Für Kubrick nach "Mork vom Ork" zu psychotisch!)
                Harrison Ford
                Michael Moriarty (Stephen Kings Wunsch)
                Jon Voight (Stephen Kings Wunsch)
                Chevy Chase
                Martin Sheen
                Leslie Nielsen
                Christopher Reeve

                Dann wiederum heißt es, Nicholson wäre schon immer Kubricks erste Wahl gewesen.

                Hallorann (Scatman Crothers):
                Slim Pickens (Pickens lehnte ab, weil er nach "Dr. Seltsam" nichts mehr mit Kubrick zu tu haben wollte)

                Lloyd:
                Hary Dean Stanton

                Danny Torrence:
                Cary Guffey (Der Knabe aus "Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen" & "Buddy haut den Lukas")

                3
                • 4

                  Ich oute mich: Das war absolut nicht mein Film.
                  Die Atmosphäre war für mich kaum greifbar und es war mir einfach zu langatmig. In meinen Augen hätte er locker um eine halbe Stunde kürzer sein können, ohne etwas von der Handlung einzubüßen.
                  Klar, Nicholsons Schauspiel ist beeindruckend, aber das allein reicht mir nicht.
                  Na ja, man kann nicht alles mögen.

                  4
                  • 7 .5

                    Verstörend gut!

                    • 8

                      nominiert für die goldene himbeere "schlechteste regie". sagt mehr über den preis aus, als über den film.

                      3
                      • 9

                        The best horror movie of all time.

                        4
                        • 10

                          Heutzutage ist es ziemlich einfach zu sagen, dass ein Horrorfilm einem Angst macht.
                          Ein leicht unbehagliches Gefühl in der Magengrube, ein kurzer Aufsprung bei einem lauten Geräusch und so etwas wird heutzutage als „Angst“ definiert. Doch es gibt Filme, die weit mehr erreichen, als mir Angst zu machen: sie schaffen es mich mit ihrer Atmosphäre zu umgarnen, sie sorgen dafür, dass ich meine Umgebung mit ganz anderen Augen wahrnehme.
                          Plötzlich fühlt sich mein Schlafzimmer nicht mehr so sicher an, wie ich zuerst dachte.
                          Auf einmal reagiere ich nervös bei jedem einzelnen Geräusch, das ich höre, ohne zu wissen, wo es herkommt, obwohl mich das damals gar nicht gekümmert hat.
                          Was für mich einen guten Horrorfilm ausmacht, ist, wenn er es schafft, mich psychisch zu beeinflussen und er eine Auswirkung auf meine Wahrnehmung vom Leben hat.
                          Und wohl keinem anderen Film ist es so meisterhaft gelungen, wie Stanley Kubricks SHINING.
                          Wer der Annahme ist, dass Jack Nicholsons Performance als der langsam in den Wahnsinn getriebenen Vater zu dem gruseligen Höhepunkt des Films gehört, der liegt dabei etwas falsch.
                          Denn es dauert fast 90 Minuten bis sich Jack dazu entscheidet, ein ernstes Gespräch mit seiner Familie zu führen, bewaffnet mit einer Axt und mit einer improvisierten Zeile in der Tasche, die Kinogeschichte schrieb.
                          Kubrick hat das Horror-Genre neu definiert, indem er Wege einschlug, wie man sie nur selten in einem gruseligen Streifen gesehen hat: Statt seine Zuschauer mit unzähligen Schreckszenen und abstoßend brutalen Bildern zu bombardieren, schafft er es eine dichte Atmosphäre mithilfe eines langsamen, aber nicht weniger bedrückenden Tempo aufzubauen und bringt dem Zuschauer außerdem bei, dass wir uns Menschen nicht vor dem fürchten, was wir zu sehen bekommen, sondern vor dem, was wir nicht zu sehen bekommen. Der Film ist von einer unheimlichen Ambiguität durchzogen, weil der Film im Vergleich zu so vielen anderen Vertretern des Horror-Genre kein Interesse daran zeigt, dem Zuschauer das Gesicht des Bösen zu entlüften, sondern es ihm verbirgt. Denn Jack Torrance ist nicht das personifizierte Böse im Overlook-Hotel, er ist viel mehr die Handpuppe von dem, was ihn dazu getrieben hat, wahnsinnig zu werden.
                          Diese Entscheidung raubt dem Film nicht die Spannung, sie sorgt für eine ganz andere Erfahrung von wahrem Horror, die dafür gesorgt hat, dass ich den Film als einen der unheimlichsten Filme aller Zeiten sehe. Ihr kennt es doch, wenn ihr in dunkler Nacht allein auf einer Straße seid und das Gefühl habt, dass ihr verfolgt werdet? Die vielen Geräusche hinter dir indizieren Gefahr, doch siehst du sie nichts, wenn du über die Schulter blickst. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, die Unwissenheit von der Bedrohung, ist das, was wahren Horror ausmacht.

                          (AB HIER EIN PAAR SPOILER!!!) Doch nicht nur die Art, wie Kubrick mit dem Horror umgeht, sondern auch wie er ihn zeigt, ist etwas, was man nicht jeden Tag sieht. Trotz der wunderschön gefilmten Landschaftsaufnahmen im Intro wird man schon in den ersten Sekunden das Gefühl nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. Die gespenstisch wirkende Kamerafahrt und die leise, nicht so aufdringliche Musikuntermalung nimmt der Natur ihre Unschuld weg und lässt es wie ein Schauplatz des Horrors aussehen, als wäre das kleine Auto der Natur ausgeliefert, als wäre die Natur ein Wall, die uns von der sicheren Welt trennt. Und genau so ähnlich verläuft es im Hotel. Während das Gebäude zu Anfang äußerst einladend wirkt, sorgt Kubrick dafür, dass wir uns in keinem Eck des Hotels sicher fühlen, ohne sich auf die stereotypischen Horrorhaus-Tropen einzulassen. Dieses bis ins Detail genau ausgearbeitete Gebäude könnte einem Schauplatz des Horrors nicht weniger ähneln und doch kriegt der Film es hin, unsere Nerven so zu strapazieren, dass wir nichts anderes wollen, als dass unsere Hauptcharaktere so schnell wie möglich das Weite suchen. Die Art, wie der Film Spannung aufbaut, ist unvergleichlich. Und sehr schnell merken wir, dass unsere drei Hauptfiguren dem Hotel genau so ausgeliefert sind und genau so klein wirken wie das Auto im Intro. Doch bevor der Film die Hölle auf Erden loslässt, lässt sich der Film Zeit für die Charaktere, sich im Hotel einzufinden. Jedoch spürt man im Voraus, dass irgendetwas nicht stimmt, obwohl überhaupt nichts Schlimmes zu sehen oder zu hören ist. Man sieht nur wie der kleine Junge Danny (ein großes Lob an den Darsteller, sein Schauspiel ist für ein Kind seines Alters sehr eindrucksvoll) auf seinem Dreirad durch die langen Gänge des Hotels fährt oder wie Jack mit einem Tennisball gegen die Wände wirft und doch spürt man diese Leere im Hotel. Man hat das Gefühl, dass die Isolation die Charaktere von innen auffrisst, dafür sorgt vor allem der grandiose Soundtrack, der einem wirklich unter die Haut geht. Diese Musik untermalt nicht nur die Szenen, sie gibt uns eine ganz andere Ansicht davon, als würden wir nicht durch die Augen der Hauptfiguren, sondern durch die Augen des nicht definierbaren Bösen, das vom Hotel ausgeht, blicken. Wenn nicht schon allein die Vision vom Aufzug voll Blut, den Danny durch seinen mysteriösen, unsichtbaren Freund Tony sieht, ankündigt, dass etwas Schlimmes passieren wird, erinnert uns die Musik zu jeder Sekunde daran. Kubrick macht kein Geheimnis daraus und verschwendet nicht unsere Zeit mit unzähligen ach so fröhlichen Szenen mit der Familie, es steht alles schon von Anfang an in Stein gemeißelt: Etwas Fürchterliches wird geschehen! Und diese Erwartungen nutzt der Film zu seinem Vorteil aus. Obwohl die Mutter Wendy (toll gespielt von Shelley Duvall, der man den Stress beim Dreh genau ansieht) mit ihrem Sohn fri-fra-fröhlich in den Irrgarten läuft, untermalt die Musik nicht die glückliche Familien-Atmosphäre, es wirkt, als würde die Musik sie vor einer großen Gefahr warnen wollen. Als würde die Musik uns Zuschauern klarmachen, dass nichts so ist, wie es vorgibt zu sein. Dieser Film nutzt eine Methode, wie man sie nur selten in Horrorfilmen sieht: er trennt die Musik von den gezeigten Bildern. Die Musik ist ihr eigener Charakter, sie ist das Herz des Overlook-Hotels, eine Stimme, die von den Konsequenzen weiß und uns als Zuschauer warnt, dass irgendetwas Schreckliches im Gange ist, nur dass die Hauptfiguren nichts davon wissen. Das sorgt dafür, dass wir uns fragen, wann das Fass überlaufen wird, wann diese Bedrohung eintreffen wird, vor der die Musik uns warnt. Und das führt zu Paranoia. Wir wissen nie, wann etwas Schlimmes passieren wird. Alles, was wir wissen, ist, dass es passieren WIRD. Doch wie? Und wann? Diese Angst vor dem, was passieren wird, sorgt dafür, dass wir uns von Anfang bis Ende fürchten und jede Aktion unserer Hauptfiguren hinterfragen. Dadurch wirkt der Spaziergang durch den Irrgarten nicht spaßig, er gibt uns das Gefühl, dass Wendy und Danny in der Falle stecken. Wir erwarten, dass etwas Furchterregendes passiert. Wir fürchten, dass an jeder Ecke Gefahr droht und diese Warterei macht es umso schauriger und schwieriger, den Film durchzustehen. Als Zuschauer erwarten wir, dass etwas passiert und wenn bei der Irrgarten-Szene sich Wendy und Danny der Kamera nähern und der Film plötzlich mit einem lauten, aber nicht zu aufdringlichen Musikklang zu einer Zeitangabe (z.B. MONTAG) wechselt, erschreckt es uns, wegen unseren falschen Erwartungen. So sind wir mehr als nur Zuschauer, wir erleben, was Jack, Wendy und Danny im Hotel durchmachen, nur aus einer anderen Perspektive.

                          Doch sobald die beiden Zwillinge am Ende des Ganges in Erscheinung treten, ist die Katze lange nicht aus dem Sack und unsere Paranoia setzt nach diesem Ereignis immer noch kein Ende, im Gegenteil, sie verschlimmert sich. Jetzt da wir eine ungefähre Ahnung haben, was uns erwartet, sind wir umso nervöser auf die nächsten Horrorszenen und die Spannung bleibt erhalten. Man hat zwar die erste Hürde übersprungen, aber es stehen noch weitere vor einem. Kubrick interessiert sich nicht dafür, einen Höhepunkt einzubauen, der ganze Film besteht aus mehreren Puzzleteilen, die man zusammensetzen muss, um das Bild zu erkennen. Doch dieses Bild wird uns nie wirklich klar sein, da der Film sich nicht bemüht, dem Zuschauer alles zu erklären und genau das macht den Horror dieses Films aus. Es wird im Film viele Momente geben, wo Fragezeichen über unsere Köpfe schweben werden, aber das ist keine Schwäche. Kubrick verleiht uns dazu, unsere eigene Interpretation abzugeben, da seine Filme dafür bekannt sind, sein Publikum zum Nachdenken zu bringen und er sie nicht löffelweise mit Antworten füttert.
                          Jeder kennt doch den Spruch: „Der Mensch fürchtet das, was er nicht versteht.“. So könnte man erklären, wieso der Film auf der Welt so viel Angst und Schrecken verbreitet. Denn wenn Danny mit seinen Spielzeugen auf dem Boden spielt und aus dem Nirgendwo ein Ball auf ihn zurollt, obwohl sich vor ihm nichts anderes als ein langer, gut beleuchteter Gang befindet, macht das uns nervös, weil wir uns nach der Antwort sehnen, wer Danny den Ball zugerollt hat. Doch wenn wir die Antworten nicht kriegen, verfolgt uns dieses eigenartige Ereignis unser ganzes Leben lang. Ich habe selbst einige unheimliche Erlebnisse erlebt, die ich mir nicht erklären konnte und selbst heute kriege ich Gänsehaut, wenn ich darüber denke. Unser aller Leben ist nicht wie die Welt von Scooby-Doo, wir werden nicht immer wissen, was hinter all den merkwürdigen Ereignissen, die wir erleben, steckt.
                          Eine große Furcht, die wir alle teilen, ist die Angst, beobachtet zu werden. Wir fürchten uns vor fremden Augen, die uns verfolgen, ohne dass wir wissen, wem sie gehören. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir von irgendjemandem verfolgt werden und wir keine Ahnung haben von wem, fühlt sich jeder Raum, in dem wir uns befinden, wie eine Todesfalle an.
                          Und so kam der Einsatz der Steadycam bei diesem Film zustande. Diese langen Kamerafahrten durch das Hotel fühlen sich gespenstisch an, wie als würde das Hotel jeden einzelnen Schritt der Hauptfiguren verfolgen. Das Hotel fühlt sich wie ein riesiges Labyrinth an, wo es kein Entkommen gibt. Doch wenn man sich mit ansieht, wie viele EXIT-Schilder im Hotel aufzufinden sind, könnte man glauben, dass eine rettende Stimme versuchen würde, sie in Sicherheit zu bringen. Darin erkennt man Kubricks Gespür fürs Detail, nicht eine Aufnahme ist aus bloßem Zufall entstanden, all dies ist das Ergebnis seiner Vision. Wie die meisten Liebhaber von Kubrick wissen, hatte alles in seinen Filmen einen Sinn, seien es die Aufnahmen, die Kleidung, die Farben usw. Stanley Kubricks Feingespür als Regisseur waren keine Grenzen gesetzt, das erkennt man vor allem daran, wie sehr er sich vom Buch entfernt hat. Man könnte glauben, dass Stephen Kings Buch nur als Vorlage gedacht war und Kubrick wie immer sein eigenes Ding durchgezogen hat. Nichts würde sich seinen Ideen in den Weg stellen. Und wer jetzt der Annahme ist, dass es eine dumme Idee war, sich von der Vorlage zu entfernen, weil das Buch scheinbar „immer besser“ sei, der schaut sich die King-Version von 1997 an und erkennt, was für eine gute Idee es war, einige Änderungen vorzunehmen. Noch heute ist es mir ein Rätsel, wieso Stephen King Kubricks Adaption nicht mochte, ich meine, war er wirklich der Meinung, dass ein Wasserschlauch unheimlicher wäre als ein Aufzug voll Blut?

                          Die Änderungen von Kubrick vermochten einer Szene aus dem Buch einen ganz neuen Sinn zu geben. Statt dass der Zuschauer erfährt, was in Raum 237 (oder wie ich Buch 217) mit Danny passiert, sieht man nur das Resultat: Danny wurde von irgendjemanden oder irgendetwas verletzt, d.h. dass sich tatsächlich etwas Gefährliches im Hotel eingenistet hat und wir nach fast einer Stunde erwarten, dass wir endlich erfahren, was hinter all dem Spuk steckt. Doch das macht es umso spannender, da wir vielleicht auch nicht bereit sind, zu erfahren, was genau der Auslöser für den ganzen Horror war. Und hiermit kommt die wahrscheinlich unheimlichste, bedrückendste und unangenehmste Szene auf dem Spiel, die ich jemals gesehen habe. Schon allein wie langsam die Kamera sich dem Badezimmer nähert, untermalt mit dieser ominösen Musik, sorgt dafür, dass sich bei mir die Nackenhaare aufrichten. Wir fürchten uns vor dem, was sich hinter dieser Tür befinden würde, denn was auch immer es ist, es hat wortwörtlich ihre Spuren auf Danny hinterlassen. Dadurch dass wir die Szene aus der POV von Jack sehen, ist es umso nervenaufreibender, weil es wirkt, als würden wir uns ins Badezimmer trauen. Wieder einmal weiß der Film mit unseren Erwartungen zu spielen. Wir wissen nur, dass sich eine verrückte Frau im Hotel befindet und sind schon auf alles gefasst. Aber ich bin mir sicher, dass niemand damit gerechnet hätte, dass sich eine bildhübsche, junge Frau in der Badewanne befinden würde und das auch noch unbekleidet. Doch das ist nicht weniger erschreckend, da es unseren Erwartungen nicht entspricht, so fühlt sich die Anwesenheit einer wunderschönen Frau viel fremder an als irgendein heruntergekommenes Wesen. Dass die Farbe Grün die Szene dominiert, gibt dem Moment eine fast kränkliche Wirkung, was im Vergleich zum Überfluss an Rot im Hotel wie ein Fremdkörper wirkt. Es wirkt, als würde Jack seinen schönsten Traum und zugleich seinen schlimmsten Albtraum vor Augen haben. Ohne ein Wort mit ihr geteilt zu haben, wird er von ihr verführt und kommt direkt zur Sache: Er küsst sie leidenschaftlich. Diese Szene bringt die Begierde von Jack zum Vorschein und wie er sich für einen kurzen Moment von seiner Familie verabschiedet, als würde er seine Gefühle für seine richtige Frau vergessen. Diese Szene bringt zum Vorschein, dass es in nahezu jedem Mann eine Seite gibt, die sich nach etwas Besserem sehnt. Doch genau dann wo Jack den Moment so richtig auskostet, erkennt er im Spiegel, dass die Frau nicht das ist, was sie vorgibt zu sein. Seine Sehnsucht trifft auf Angst. Die Offenbarung, dass die Frau in Wirklichkeit steinalt ist, vermutlich schon tot und wirklich nicht schön anzusehen ist, ist mehr als nur ein billiger Schreck, sondern bringt zum Vorschein, was aus jedem von uns Menschen wird. Jack fürchtet sich vor dem, was aus uns Menschen wird, was auch aus seiner Frau wird. Er wird in der Szene mit dem Tod konfrontiert und das erschreckt ihn. Das ist meine eigene Interpretation zu der Szene, wenn ihr eine andere habt, so freut mich das, denn das zeigt, dass Kubrick mit seinen Filmen wirklich zum Nachdenken bringen kann. Ich kann mir nicht erklären, warum, aber es gibt etwas in dieser Szene, das mich so richtig verstört, nur schaffe ich es nicht, die richtigen Worte dazu zu finden. Doch ich glaube, dass das auch der Sinn des Films war: uns Angst einzujagen, ohne dass wir nicht wirklich wissen, wovor wir uns fürchten.

                          Eine wichtige Regel, die Kubrick eingehalten hat, war „Show, don‘t tell“. Denn während seine ersten Filme voll von Narration waren, die dem Zuschauer immer sagten, wer wer ist und wie sie sich fühlen, hat Kubrick diese Technik außer bei Barry Lyndon nicht mehr verwendet. Manchmal ist es nicht notwendig, dem Zuschauer alles zu erklären, man kann mithilfe von Bildern Geschichten erzählen. Es wird sich nie wirklich erklären lassen, WARUM und WIE Jack wahnsinnig geworden ist, das heißt aber nicht, dass wir es nicht erleben können. Auch wenn Jack Nicholson selbst im Normalzustand eine unheimliche Aura versprüht, wird seine Wandlung vom gewöhnlichen Familienvater zum Familienmörder glaubhaft dargestellt, als würde der Film eine ewig lange Treppe sein, die Jack herunterläuft und er nach jeder Szene eine weitere Stufe Richtung Wahnsinn nimmt.
                          Ein wichtiges Merkmal von SHINING ist ein ähnliches wie bei 2001 und EYES WIDE SHUT: man soll die meisten Szenen im übertragenen Sinne verstehen und nicht buchstäblich. Denn wie in seinem letzten Meisterwerk mit Tom Cruise und Nicole Kidman trifft in diesem Film die Realität auf die Traumwelt oder in diesem Fall die Psyche von Jack. Werden wir jemals verstehen können, warum Jack in der Hotelbar von vielen Partygästen aus dem Jahr 1926 inklusive den letzten Mörder des Overlook-Hotels fantasiert und wie diese Fantasie ihm dabei geholfen hat, aus einer abgeschlossenen Speisekammer zu entfliehen? Nein! Aber wir müssen uns früh genug damit abfinden, dass nichts mit rechten Dingen im Hotel zugeht, so können wir selbst hineininterpretieren, was der Auslöser für den ganzen Horror war. Ist es der Indianer-Friedhof, von dem Mr. Ullman am Anfang spricht? Kehren alle, die mit dem Hotel etwas zu tun hatten, als Geister zurück und beeinflussen den Verstand neuer Besucher? Würde das erklären, warum man Jack am Ende auf einem alten Foto von 1926 sieht, da er teil des Hotels geworden ist? Wer weiß? Filme sind nicht nur da, um etwas für unsere Augen, sondern auch etwas für unser Hirn zu bieten. Manche Regisseur mögen absichtlich dem Zuschauer Informationen enthalten, doch das ist viel mehr pseudo-klug als clever, wenn es keinen Sinn dabei gibt, nicht alle Fragen zu beantworten. Kubrick jedoch ist nicht ein Kerl, der sagt: „Ach, du willst Antworten? Tja, Pech gehabt!“, er hinterlässt subtile Hinweise, die etwas Licht in die Dunkelheit bringen, deckt aber zugleich nicht alles auf. Es ist die Aufgabe des Zuschauers, die Punkte zu verbinden.

                          Das Finale von SHINING zeigt umso mehr, wie stark Kubrick sich vom Buch entfernt hat. Denn während Jacks Geschichte im Buch damit endet, dass er wieder einigermaßen bei Verstand ist, um die Explosion des Hotels verhindern zu wollen, wodurch seine Familie fliehen kann und ihn letzten Endes etwas bemitleidenswert aussehen lassen, geht Kubrick viel konsequenter an die Sache heran, was Stephen King wohl sehr gestört hat. Im Vergleich zum Buch wird Dick Halloran unerwartet von Jack umgebracht, was den Ernst der Situation verdeutlicht und dafür sorgt, dass die Gefahr präsenter wie noch nie ist. Durch den Tod dieses Charakters wird dem Zuschauer gezeigt, dass es jetzt ernst zugeht und Jack weit mehr tun kann, als kranke Sprüche zu bringen. Würde kein Blut fließen, wäre Jack Torrance nicht so bedrohlich aufgetreten und eine plötzliche Wiederbesinnung hätte die gruselige Atmosphäre und alles, was der Film aufgebaut hat, mit einem Schlag ruiniert. Stellt euch vor, sie hätten die Jagd durch das verschneite Labyrinth damit beendet, dass Jack durch die Worte von Danny sich plötzlich nicht entscheidet, ihn zu töten. Die Entscheidung, Jacks Wahnsinn unumkehrbar darzustellen, lässt die Bedrohung, die vom Hotel ausgeht, aufrecht erhalten und sorgt dafür, dass selbst nachdem Jack eingefroren wurde, die Zuschauer die Nachwirkungen des Nervenkitzels verspüren.
                          SHINING ist weit mehr als ein Grusel- oder Horrorfilm, er ist ein Einblick in die psychologischen Abgründe einer Familie, die mit dem unbekannten Bösen konfrontiert werden, das viele Gesichter hat und doch zugleich keines. Während die meisten Horrorfilme bei jedem Rewatch kontinuierlich weniger gruselig werden, ist es aus einem mir nicht erklärbaren Grund bei diesem Film nicht der Fall. Selten hat ein Film eine so starke Auswirkung auf mich gehabt, jeder Rewatch fühlt sich wie eine Herausforderung für mich an, da spielt es keine Rolle, ob ich weiß, was auf mich zukommt oder nicht. Es ist selten, dass ein Horrorfilm seine Atmosphäre so gut aufrecht erhalten kann, egal, wie oft man ihn sich ansieht. Manche mögen den Film nicht gruselig finden, doch Leute wie ich fürchten sich vor das, was ich mir nicht erklären kann. Seit diesem Filmen fürchte ich die Isolation, lange Gänge und vor dem, was sich vor mir verbirgt. Es war vielen schon klar, dass Kubrick ein großartiger Regisseur war, aber dass er aus seinem einzigen Horrorfilm die mir wahrscheinlich unheimlichste Erfahrung geschenkt hatte, die ich je erlebt habe, sagt umso mehr aus, was für ein Meister seiner Arbeit er war.
                          TNAILLIRB!

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                            999CINEASTOR666 17.04.2017, 13:25 Geändert 19.07.2017, 04:13

                            Shining (OT: The Shining) / US/GB / 1980

                            >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                            Das ist sie nun also. STANLEY KUBRICKS Version/Vision von STEPHEN KINGS Roman, den ich selbstverständlich nicht gelesen habe. Kaum zu glauben, aber ich sah SHINING zum ersten Mal im Jahre 2017. Jede Szene wirkt perfekt durchkomponiert und brillant fotografiert sowie bedeutungsschwanger und voller Symbolik. Ob da was dran ist, kann jeder für sich selbst ausknobeln. In einer sehr behutsamen Geschwindigkeit und durch einen furchteinflößenden Soundtrack fundamentiert wird ein Suspense-Albtraum aus Blut und Wahnsinn kreiert, der mit einigen wirklich fruchtenden Schauer-Sequenzen im imposanten Overlook Hotel beeindruckt. Ich bekam tatsächlich hin und wieder Gänsehaut. Das passiert mir sonst nie. Aber vielleicht war mir auch nur kalt, denn ich hatte kurz zuvor die Heizung abgestellt. Für Aggression und Irrsinn sorgt JACK NICHOLSON als Jack Torrance, dessen bizarre Mimik mir gelegentlich zu ausufernd war. Wendy Torrance (SHELLEY DUVALL) wird oft als dumm und nervig tituliert, doch ich fand, dass sie den perfekten Kontrast darstellte. Denn sie zittert zerbrechlich mit ihren traurigen, großen Rehaugen und den Hasenzähnchen zwischen Entsetzen, Verzweiflung und Panik hin und her. Die ikonische und viel zitierte "Hier kommt Jacky!"-Szene fand ich gar nicht so ein­drucks­voll, aber dafür hat es mir die "Redrum"-Szene gewaltig angetan. Das Ende fand ich dann ziemlich irritierend, aber scheiß der Hund drauf!

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                            • 10

                              Für mich der beste Horrorfilm aller Zeiten.
                              Jack Nicholson spielt seine Rolle so überzeugend und ich muss immer ab ihm lachen weil wen er seine Frau Wendy zusammen motzt muss ich einfach lachen oder die Szenen in der Hotelbar.

                              Die Atmosphäre des Films ist enorm gut und machen den Film zu dem was er ist nämlich ein Meisterwerk.
                              Die großen Räume fand ich auch sehr speziell was aber typisch für Kubrick Filme ist. und die Kameraführung machen diesem noch perfekter.

                              Da ich das Buch nie gelesen habe kann ich nicht mit reden was am Buch so anders war. Stephen King war ja mit den Film gar nicht zufrieden aber umso mehr ich.
                              Einfach ein zeitloses Meisterwerk.

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                              • 5 .5

                                Wer großes erwartet kann auch enttäuscht werden.
                                Shining steht seit Jahren auf meine Watchlist, aber ich erste heute bin ich dazu gekommen ihn mir tatsächlich einmal anzusehen. Meine Erwartungen sind hoch gewesen, da ich nur positives über den Film gehört habe und auch die Bewertungen hier sind sehr gut.

                                Jack Nicholson ist ein sehr guter Schauspieler, daran besteht kein Zweifel, dennoch reicht das für einen guten Film nicht aus. Sicherlich war der Film in seinem Erscheinungsjahr über die Maßen gut, aber aus heutiger Sicht und dazu aus der Sicht einer Person, die seit rund 15 Jahren Horrorfilme, Psychothriller und dergleichen guckt muss ich sagen, dass mich der Film nicht überzeugt hat. Es baute sich bei mir keinerlei Spannung auf. Vielmehr plätscherte der Film vor sich hin bis er irgendwann zu ende war. Ich konnte nicht mitfiebern oder mich erschrecken. Alles in allem kann man ihn sich ansehen, aber für ein großes Meisterwerk halte ich ihn nicht.

                                • 7 .5

                                  'Shining' ist wirklich harter Tobak... Jack Nicholson's Mimiken sind absolut authentisch und bereiten selbst 'abgebrühten' Fans des Horror Genres ein mulmiges Gefühl.

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                                  • 8 .5

                                    Obwohl der Film schon bald 40 Jahre alt ist, ist er noch immer sehr unheimlich.- super Musik und Schauspieler.

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                                    • 10

                                      Es ist klar, dass man bei "Shining", einen Film von 1980 keinen modernen überstylten, aalglatten Horror findet, sondern einen Film, der noch Hand und Fuß hat. Ein Film, der weiß, wie man Spannung aufbaut. Schade, dass viele das verlernt haben.
                                      Der Film nimmt sich Zeit. Er baut eine dichte Atmosphäre auf. Langsam aber sicher macht sich Wahnsinn breit und als Zuschauer kann man sich nicht immer sicher sein, was nun Realität und was Fiktion ist.
                                      Unterstützt wird das ganze durch Nicholsons unnachahmlicher Mimik.
                                      Das ganze spitzt sich zu einem düsteren Finale zu, dass die Nerven dermaßen strapaziert, dass man froh ist, wenn es vorbei ist. Im positiven Sinne natürlich.

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                                      • 3

                                        Für damalige Verhältnisse mag der Film ja spannend und gruselig gewesen sein aber heute ist das schon arg hausbacken. Passieren tut eigentlich nix. Gruselig sind vielleicht noch die Tapeten, das Outfit von Frau Duval genauso wie ihr Schauspiel. Der Hass ist die nervtötende Sounduntermalung (von Musik kann man hier wohl beim besten Willen nicht sprechen). Wem's gefällt, bitte aber mein Fall ist's definitiv nicht.

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                                        • 8 .5
                                          filmschauer 01.03.2017, 18:43 Geändert 01.03.2017, 18:45

                                          Über einen Kubrick-Film ein paar sinnvolle Sätze zu schreiben, ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits kommen einem bei jeder Sichtung wieder unzählige neue Gedanken auf, andererseits ist die genaue Einordnung derer nicht einfach. Hinzu kommen die vielseitigsten und schrägsten Interpretationen, von denen man von allen Seiten des Internets erschlagen wird, wenn man denn will. Jedoch ist es einer jener Gründe, warum das Kino des Stanley Kubrick noch heute ohne Zweifel faszinieren kann. Bei "Shining" und dem vermeintlich langweiligen Familienleben im leeren Overlook-Hotel verhält es sich genauso, obwohl es in diesem Fall mal das Horror-Genre war, welches er beackern sollte.

                                          Wenn man genauer darauf schaut, verwehrt Kubrick sich jedoch den bekannten Genrekonventionen, die schon Anfang der 80er deutlich wurden. Wenn man ehrlich ist: Nichts anderes hätte man von einem seiner künstlerischen Größe erwarten dürfen. Dass er sich zudem von der Stephen-King-Romanvorlage bewusst entfernt, ist dann wohl nur konsequent. Formal zieht Kubrick mal wieder alle Register, die das Kinoherz sich nur wünschen kann. Hier regiert vor allem die konsequent-verstörende Bildsprache, die man jederzeit auf wirken lassen sollte. Speziell die damals revolutionäre Steadicam wird auf großartige Weise eingesetzt (mein Lieblingsbeispiel ist die Fahrt hinter Dannys Tretauto). Der Regisseur inszeniert das zunehmend wahnsinnige Hotelgeschehen mit einer solch klinischen und höchst symbolischen Prägung, wodurch der Film nach und nach eine sogartige Wirkung entfaltet, der man sich nicht entziehen kann.

                                          Darüber hinaus lohnt sich der genaue Blick auf die handwerklichen Kniffe - insbesondere, was Komposition und Ausstattung in dieser eigenartigen Hotelarchitektur betrifft, und die denkwürdigen Leistungen der Schauspieler rund um Nicholson, Duvall, Lloyd oder Crothers. Von den wichtigsten Darstellern im Film wird jeder mindestens einen Gesichtsausdruck zeigen, den man nicht mehr vergessen wird und sich zurecht in die Filmgeschichte eingebrannt hat. Für mich funktioniert der Film schon auf seiner obersten, effektiven Handlungsebene mit der eigentlichen Familientragödie, spätestens seit der Zweitsichtung. "Shining" kann das eine oder andere Mal schon ziemlich vor den Kopf stoßen, diesen kleinen Schmerz sollte man aber tapfer wegstecken. Denn dafür wird man mit einer sonderlichen Sinneserfahrung belohnt.

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                                          • 7 .5

                                            7,5 Punkte-die Punkte gehen aber auf Jacks Konto.
                                            Das Buch hat mir besser gefallen.
                                            Die Charakter-Entwicklung von Jack etc. haben mir im Buch einfach besser gefallen.
                                            War enttäuscht-ist aber klar, wenn ein Film so dermaßen gelobt wird und so einen Hype hat.
                                            Ist mir bei Carrie auch passiert...

                                            • 6

                                              Ich bin eigentlich der letzte der Filme mit den Buchvorlagen vergleicht, aber hier muss es sein:
                                              Der Film funktioniert nicht finde ich... Natürlich kann man King-Romane nicht genau so verfilmen wie das Buch, da er schon sehr mit den eigenen Gedanken des Lesers spielt...
                                              Die Verfilmung ist so viel schlechter als das Buch.
                                              Hat mich einfach nicht gepackt.

                                              • 8

                                                Ein Kultfilm den man mal gesehen haben muss. Ein Horrorfilm der überzeugt. Starke schauspielerische Leistung und eine gute Story. Die Charakterentwicklung ist sehr abstrakt und verrückt, aber auf eine gute Art.

                                                • 8

                                                  Gefällt mir nach wie vor sehr gut. Spannung auf das absolut Wesentliche reduziert. Keine Effekthascherei, keine shaky cam, keine 40 Schnitte die Minute. Einfach tolle Musik und Jack Nicholson, der den Wahnsinn hervorragend porträtiert.

                                                  Der Film lässt sich ausreichend Zeit die Charaktere zu entwickeln und überstürzt nichts, das macht den Pay-Off am Ende umso besser.

                                                  Schade, dass heute nur noch sehr wenige gute Horrorfilme gedreht werden.

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                                                  • 6

                                                    Leider nicht ganz mein Fall. Wobei ich sagen muss, dass Jack Nicholson hier genau das macht, was er am Besten kann. Einen kompletten Psycho spielen, den spielt er aber großartig.
                                                    Der Junge und vorallem seine komplett fertige Frau sind einfach nur extremst nervig, da wunderts wenig, dass er zur Axt greift ;)
                                                    Stehe definitv auf anderen Horror, der hier hat mich eher gelangweilt.
                                                    Aber nun gut, endlich hab ich den Streifen mal gesehen ;)

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