Shining - Kritik

The Shining

GB/US · 1980 · Laufzeit 146 Minuten · FSK 16 · Thriller, Horrorfilm · Kinostart
  • 8 .5

    Der Film lebt von seiner unglaublich tollen Atmosphäre untermalt von schrecklichen Visionen eines kleinen Jungen.
    Aber (sorry für die Unhöflichkeit) das schrecklichste an "Shining" ist Jacks Frau Wendy.

    • 10
      Markiman 06.02.2016, 17:39 Geändert 06.02.2016, 19:49

      Shining ist meiner Meinung nach der beste Film den das Genre Horrorfilm je hervorgebracht hat. Kubricks Fassung des Romans von Stephen King zeigt das Makabre. Das absolute Böse. Und das nicht Jack. Sondern das Hotel. Tief im Herzen des Hotels schlummert das Böse und wartet nur so darauf aus dem Versteck zu schlüpfen und sich eines anderen zu bemannen. Jemand anderes bis auf die Knochen auszusaugen und tief in ein Loch voller Stille und Dunkelheit zu ziehen. Bis man den Boden des Loches erreicht hat und nie mehr herausfindet. Shining zeigt viel übersinnliches. Viel Böses. Aber auch viel Menschliches. Was mit den Torrances im Overlook passiert lässt bestimmt niemanden kalt und der Film, der diese Geschichte erzählt, wird nicht umsonst zu DEN Meisterwerken gezählt, die der Kinofilm zu bieten hat. Kubricks Fassung ist kürzer als der Film von 1997. Besser: kurzweiliger. Jack Nicholson, der in fast jedem seiner Filme Jack spielt, lässt Steven Webers Darstellung in der Neuverfilmung kalt stehen und es wirkt unglaublich realistisch!
      Jack ist Jack.

      Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
      Oder Satz im englischen Original:
      All work an No Play makes Jack a dull boy.

      Diese Szene ist einfach fantastisch wie alle anderen Szenen in diesem Meisterwerk!

      Shelley Duvall spielt Jacks ängstliche Frau Wendy fantastisch und Danny Lloyd verkörpert den kleinen Danny ebenfalls gut. Doch niemand kommt an Jack ran.
      Sobald jemand Shining erwähnt, denke ich an die furchtbar langen Gänge und diese Kamerafahrten, dazu diese Musik die einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt.

      Fazit:

      Bester Horrorfilm aller Zeiten!

      11
      • 10

        Es ist wahrlich immer wieder eine Freude Jack dabei zuzuschauen wie er nach und nach immer Wahnsinniger wird. Mit so wenig Mitteln eine solch schaurige Atmosphäre zu erschaffen hat wahrscheinlich nie mehr ein Film aus dem Horror Bereich geschafft, zumindest keiner der mir bekannt ist

        2
        • 10

          Das ist Kino von Feinsten! Spannung und Wahnsinn verbinden sich zu eins!
          Ein absolutes Meisterwerk und Jack Nicholson ist nur Brillant
          Darf in keiner DVD-Sammlung fehlen!!!

          • 9
            cycloo77 26.01.2016, 03:33 Geändert 11.02.2016, 21:41

            Noch nie habe ich einen Film gesehen, der von der ersten Filmsekunde an, eine so bedröhlich/beängstigende/unbehagliche Stimmung verbreitet wie Shining.
            Kubrick schafft das ohne Effektgewitter, sondern die puren Bilder und Musikuntermalungen reichen völlig aus.
            Allein der Beginn des Films als der Käfer (VW Käfer) Minutenlang mit der Kamera verfolgt wird, ist Filmgeschichte.
            Die ganzen langen Kamerafahrten ohne Schnitt sind Legendär und beeindruckend.
            Die gewaltige Bildersprache und das Panorama sind unglaublich intensiv und fesselnd.

            Dazu eine Schaupieler-Riege die Geschichte schrieb, allein die Psychologische und Physische Verwandlung von Jack Nicholson ist Brilliantes Acting.

            Der große Stanley Kubrick, hat wiedermal einen Meilenstein auf Zelluloid gebannt und ein filmisches Meisterwerk erschaffen.

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            • 10
              Comeback 25.01.2016, 16:27 Geändert 25.01.2016, 16:28

              Der Klassiker des psychologischen Grusels par excellence! Selten schafft es ein Film, eine so unheimliche Atmosphäre aufzubauen und immer mehr zu steigern. Gruselig ist hier wirklich alles: Die Musik, das Hotel Overlook, der verkrachte Schriftsteller Torrence, die absurde Hässlichkeit seiner Frau, der verschneite Irrgarten und natürlich das Zimmer 237 ...

              • 8 .5

                All work and no play makes Jack a dull boy.
                Das "Overlook Hotel" in der tief verschneiten Abgelegenheit einer bergigen Gegend in Colorado stellt in den Wintermonaten den Gästebetrieb ein und benötigt einen Hausmeister, der das Gebäude instand hält. Schriftsteller Jack (Nicholson) nimmt diese Gelegenheit war und will die Einsamkeit nutzen um einen Roman zu verfassen. Zusammen mit seiner Frau (Shelley Duval) und seinem übersinnlich begabten Sohn (Danny Lloyd) zieht er in das einsame riesige und vornehme Hotel ein. Bald schon entwickelt Jack negative psychische Auffälligkeiten, das Hotel beherbert so einige nicht wohlgesonnene, unsichtbare "Gäste" die daran nicht unschuldig sind. Jack reagiert seiner Familie gegenüber immer agressiver bis er dem Wahn verfällt und Frau und Sohn in Lebensgefahr schweben....
                Nach sehr vielen Jahren hab ich mir "The Shining" angeschaut. Der Horrorfaktor ansich hält sich in meinen Augen in Grenzen. Aber die Spannung die Story, das große leere Hotel, die tief verschneite Location und vor allem das herausragende Schauspiel aller Beteiligten erzeugen funktioniert in diesem Gruselklassiker für mich immer noch.
                Jack Nicholson ist schon irre und gut. Irre gut! Allein seine Mimik lässt ihn immer diabolisch erscheinen, selbst in Filmen, in denen er nicht den Bösewicht gibt. Wer wäre für so eine Story wie diese eine ist also eine idealere Besetzung als er? Keiner!
                Fazit : Hochspannung in rundum starker Atmosphäre, heute noch genauso wie vor 36 Jahren. All work and no play makes Jack a dull boy....

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                • 8 .5

                  Ein grandioser Film mit einer oskarreifen schauspielerischen Leistung seitens Nicholson, der mit seiner Art zu spielen den Zuschauer komplett in seinen Bann zieht. Kameraführung, Musik, Bild, einfach alles sorgt für die fesselnde Stimmung des Films- einer der ganz großem im Horror-Genre, sehr zu empfehlen!

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                  • 10

                    Der Film ist einfach Kult und Jeder wirklich jeder sollte ihn mal als "Thriller-Horror"-Fan gesehen haben. Wieso?

                    Nun weil es bei dem Film nichts weiter geht als Spannung und das Spielen mit der Psycho. Es löst sich so sehr von den heutigen Filmen einfach ab da es bei dem Film um Realität handeln könnte, was würdet ihr machen wenn plötzlich euer Freund/Mann verrückt werden würde? Euch töten möchte?

                    Einfach episch der Film und natürlich SUPER Schauspielerische Leistung von Jack Nicholson die Rollen der Verrückten Psychos ist einfach sein Ding , Top!

                    • 10

                      nur schon der anfang...diese musik,die kamera.dieses unbeschreibliche mulmige gefühl.nur schon die ersten 2 minuten besitzen so viel grusel wie es annabelle,insidious und co gerne haben würden wenn sie einmal gross sind.

                      • 10

                        Meine liebste romantische Komödie mit der schönsten Kussszene überhaupt ♥. Dieser Trailer ist ebenso herzerwärmend und gibt den Charme des Films perfekt wieder ;):
                        https://www.youtube.com/watch?v=KmkVWuP_sO0

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                        • 6 .5

                          Hat sehr gut und vielversprechend angefangen und hat auch echt gute Schockmomente, aber zwischen durch kommen einfach derart dämliche Szenen drin vor, sowie einige Logiklöcher und am schlimmsten (vllt Spoiler) ein total beklopptes und unbefriedigendes Ende, das auch in keinster Weise erklärt wird.

                          • 8

                            Kubricks Ausflug ins Horror-Genre ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits genial konstruiert, andererseits nicht wirklich gruselig und zu assoziativ.

                            In unserem Podcast haben wir uns ausführlich mit dem Film auseinandergesetzt:
                            http://www.spaetfilm.de/episode/podcast/sf46-the-shining-das-grosse-halloweenspecial/

                            • 9 .5

                              KULT!
                              Jack Nicholson als Jack Torrance würd mal sagen besser geht es nicht! Der Film hat mich beim ersten mal richtig gepackt von der ersten Minute an bis zum Schluss! Das hat sich beim 2 und 3 mal ansehen nicht geändert! Auch wen das Hotel nicht gruselig genug ist macht das Nicholson so gut das es nicht weiter tragisch ist.

                              • 6 .5

                                Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Film zu seiner Zeit sehr bahnbrechend gewesen ist. Aber als ich ihn mir gestern ansah, fand ich alles vorhersehbar und teilweise unglaublich zäh.
                                Gut an dem Film sind:
                                Jack Nicholson, die Hintergrundmusik/Sound, einige Kameraperspektiven
                                Weniger gut sind:
                                Die Story (zumindest die Umsetzung davon), die restlichen Schauspieler, und, dass keine Angst entsteht sondern ein stets anhaltendes Unwohlsein.

                                • 9
                                  Mr.Torrance 01.11.2015, 14:04 Geändert 02.11.2015, 13:00

                                  Perfektionist Stanley Kubrick obduziert Stephen Kings Literaturvorlage, implantiert ihr ein neues Herz und lässt außer dem Skelett nichts übrig. Geschaffen hat dieser meisterhafte Regisseur ein zeitloses und unvergessenes Werk im Horrorgenre.
                                  Während in der Vorlage vom gespenstischen Overlook-Hotel selbst die Gefahr ausgeht, so ist es hier Nicholson als Familienvater Torrance, der eine ungeheure Bösartigkeit ausstrahlt. Gegen den guten Jack wirkt jeder gefräßige Werwolf wie ein zart dressierter Schoßhund.
                                  Er bringt den seelischen Zerfall zum Bösen auf die Leimwand, wie kaum jemand vor und nach ihm. Eine animalische Kraft scheint sich jeder Faser seines Körpers bemächtigt zu haben. Unaufhaltsam erklimmt er den steilen Gipfel des Wahnsinns. Die Szenen wie er versucht mit seinem Mordinstrument seine Familie zu massakrieren sind legendär wie beänstigend. Mit Shelley Duvall hat er mit Sicherheit keinen ebenbürtigen Gegenspieler, allerdings muss man sich bewusst machen, dass diese Frau von Kubrick an den Rande eines Nervenzusammenbruchs getrieben wurde, von psychisch bedingtem Haarausfall ist die Rede. Das merkt man ihr in jeder Szene an. Ein gebrechliches Nervenwrack. Ihre Rolle als labile Ehegattin ist allerdings genauso ausgelegt worden, weshalb ich sie nicht als störend empfunden habe.
                                  Kubrick lässt den Zuschauer lange Zeit ohne Licht in der Dunkelkammer tappen. Existieren im besagten Hotel überhaupt paranormale Phänomene, oder entspringt der gesamte Irrsinn bloß aus der Psyche eines kranken Mannes. Alle Restzweifel sind auch nach Filmende nicht beseitigt.
                                  Hinzu kommen innovative, bahnbrechende Kamerafahrten, durch das schier endlose Gemäuer des Overlook Hotels. Wunderbare Fahrten über die verschneiten Berge Colorados, in dessen Einsamkeit und Abgeschiedenheit sich die Familie Torrance über den Winter niederlässt. Die bedrückende Stimmung wirkt auch heute noch permanent auf mein sonst so robustes Gemüt. Für meinen Geschmack ganz großes Kino!!

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                                  • 8

                                    Horrorctober #13: "Shining"

                                    Der 31. Oktober ist endlich da und das heißt, dass dies nun mein letzter Horrorctober-Kommentar für dieses Jahr sein wird. Traurig aber wahr...
                                    Ich bin aber auch ziemlich froh, dass ich, trotz anfänglicher Zeitprobleme, schließlich doch noch druchgekommen bin.
                                    Aber genug davon: Willkommen zu meinem letzten Filmkommentar diesen Oktober und der beschäftigt sich mit keinem geringeren Film, als Stanley Kubricks "Shining".

                                    Schon in den Anfangssequenzen bietet "Shining" höchsten Genuss für Auge und Ohr.
                                    Wunderbare Landschaftsaufnahmen, unterlegt mit dem unheilvollen und düsteren Filmscore, bereiten schon auf das Grauen und den Wahnsinn vor, den "Shining" für einen bereithält. Aber noch herrscht heile Welt. Noch fährt die glückliche Familie Torrance mit ihrem Auto durch die malerische Gebirgslandschaft und ahnt nicht, dass sie geradewegs auf ihr Verderben, in Form des gigantischen Overlook-Hotels, zufährt.

                                    Auch im weiteren Verlauf fällt der stimmungsvolle Soundtrack positiv auf. Er erzeugt zum einen Spannung und zum anderen ruft er einen in jeder Szene die Allgegenwärtigkeit der Bedrohung ins Gedächtnis.
                                    Neben dem fantastischen Score hilft aber auch die Kamera ungemein beim Erzeugen einer guten Atmosphäre. Die langen Kamerafahrten durch das gewundene Gängelabyrinth des Overlook-Hotels hätten von Kubrick nicht imposanter inszeniert werden können. Einmalig, ja geradezu visionär und maßgeblich.
                                    Man fragt sich immer, was wohl hinter der nächsten Ecke lauern mag, wenn man Danny auf seinen Dreirad-Touren durch das Hotel aus der Verfolgerperspektive begleitet. Und ab und an wartet am Ende eines Ganges auch mal eine unheimliche Überraschung. Und von Zimmer 237 will ich erst gar nicht anfangen.

                                    Das Hotel als Kulisse an sich macht aber ebenfalls einiges her. Es ist so gewaltig, so allumfassend und so leer, dass man sich darin regelrecht verloren vorkommt. In solchen Momenten kann man Jack sehr gut verstehen und der Kerl kann einem schon richtig leidtun.

                                    Ansonsten wären noch die interessanten Farbkompositionen erwähnenswert. Hierfür scheint Meisterregisseur Kubrick wirklich ein Auge zu haben, denn die satten Kontraste der Farben (wie beispielsweise auf der Toilette) stechen in jeder Szene ins Auge und machen, zusammen mit den Landschaftspanoramen, einen Großteil der Schauwerte des Films aus.
                                    Am meisten sticht immer wieder die Farbe Rot hervor. Ein gesättigtes, eindringliches, blendendes und blutiges Rot. Was das zu bedeuten hat, ist natürlich nicht schwer zu erraten.

                                    Durch dieses ständige Spiel mit Musik, Bildern, Farben und der Kamera baut "Shining" recht schnell eine atem(be)raubende Atmosphäre auf. Auch die langsam aber stetig übermittelte Spannung wird immer greifbarer und nervenaufreibender.
                                    Da stört auch die, für Horrorfilme recht untypische, Überlänge nur selten.

                                    Aber bevor ich noch das Highlight des Films vergesse, ganz vertieft in diese Äußerlichkeiten: Jack fuckin' Nicholson. Holy Moly! Was der Mann hier an schauspielerischem Können bietet, würde ausreichen um den ganzen Film zu tragen.
                                    Jacks immer wieder (zurecht) gelobtes, wahrhaftig diabolisches, Mienenspiel und die ständigen Stimmungsschwankungen seiner Figur machen die Bedrohung nur noch intensiver und halten den ungeduldigen Zuschauer bei der Stange. Ja, ich sage es geradeheraus: Es macht einfach Spaß, dem Mr. Nicholson zuzuschauen.
                                    Shelley Duvall macht ihren Job auch ganz gut, geht aber als Gegenpart zu Nicholson schnell unter. Und der kleine Junge ist auch sehr sympathisch, mal zur Abwechslung.

                                    "Shining" wird auch, wie die meisten Horrorfilme, irgendwann sehr heftig und intensiv. Sogar Action gibt es obendrauf, sieh einer an. Und das Finale schafft es dann, den Spannungsbogen wunderbar auf die Spitze zu treiben und am Ende zu schließen.
                                    Und wenn ich schon beim Ende bin: Dieses gibt dem Zuschauer viel Stoff zum Interpretieren. Der ein- oder andere dürfte nach diesem Ende auch ziemlich ratlos sein, wobei ich es sehr lobenswert finde, wie die Atmosphäre bis nach dem Abspann gehalten wird. Und Filme, die einem etwas zum Denken geben, sind doch auch sehr nett, vorallem im Horror-Genre.

                                    Mein Fazit:
                                    Genau so sollte ein Horrorfilm aussehen. Stanley Kubricks "Shining" hat seinen Kultstatus nicht umsonst inne. Dank vieler Einfälle und Details schafft es der Regisseur, Spannung aufzubauen und über den Großteil der Laufzeit auch zu halten. Die Bedrohung ist immer da und wird durch das Set, den Soundtrack und diverse Kamerafahrten und Schnitte auf den Zuschauer losgelassen. Am einprägsamsten ist aber Jack Nicholsons Performance als Vater am Rande des psychischen Verfalls.
                                    Alles in allem kann man "Shining" somit guten Gewissens als ein Meisterwerk im Horrorgenre bezeichnen, das (dank seinem bösen Ende) auch durch eine nachhaltige Wirkung auf den Zuschauer gefallen kann.

                                    So, nun ist es vorbei. Ich bin fertig mit dieser schönen Kommentar-Reihe und freue mich schon auf nächstes Jahr. Ich wünsch euch allen ein frohes Halloween. Lasst euch nicht von so einem maskierten Killer oder so umbringen, das wäre doof.

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                                    • 9

                                      Why in the world are we here?
                                      Surely not to live in pain and fear
                                      Why on Earth are you there
                                      When you're everywhere
                                      Gonna get your share
                                      Well, we all shine on
                                      Like the moon and the stars and the sun
                                      Yeah, we all shine on the stars and the moon and on Earth
                                      Why in the World is he here
                                      Gonna get my share
                                      Why on Earth are we there
                                      Things shine on
                                      Why on earth are you here
                                      Where I become like you and the moon and the stars and the sun
                                      Why are in the world are they here?
                                      Live in pain and fear
                                      I'm getting their share
                                      They might be shining but I will shine on
                                      Shine on like you for the ones after me

                                      (Frei nach Istanst Karma von John Lennon)

                                      Da hinten steht ein Mann im Flur, er ist böse, alt und verdorben
                                      Er lebt und regiert diesen Ort, ist er schön langst gestorben
                                      Hier Vorne da steht noch ein Mann, er ist lieb und Vater und häufig
                                      So soll ich sein, so will ich sein - es ist mir durchaus geläufig
                                      Doch plötzlich drehe ich mich um, schau' dem alten Mann ins Gesicht
                                      Er schaut mich an und lächelt kurz - Warum ich's tue, weiß ich nicht.
                                      Manche Dinge gehen nie, er überschattet diesen Ort
                                      Es ist karg und einsam hier, es riecht nach Blut und Mord
                                      Ob wegen der Geschichte oder den Umständen, ich komme dem Mann näher
                                      Liegt's an ihm, an mir? Das weiß ich nicht! Das zu sagen fällt mir schwer.
                                      Der gute Mann will mich halten, er fleht und weint und schreit
                                      Doch ich höre schon längst nicht zu, bin zu allem bereit.
                                      Ach, hört doch auf zu heulen! Was wollt ihr denn von mir?!
                                      Guckt euch bitte genau um: Bin ich bei euch oder bin ich hier?!
                                      Ich bin beim andern' Mann angekommen, sind wie eine Person, nicht zu zweit.
                                      Jage meine Familie, und jeden danach bis in alle Ewigkeit.

                                      Stanley Kubrick hat mit Shining ein überragendes Meisterwerk geschaffen. Der Film packt einen von der ersten Sekunde an, geht immer, immer weiter und lässt einen nicht mehr los. Nicholson spielt spielt grandios, genauso wie Duvall und Lloyd, letzterer hat erst mit 17 Jahren zum ersten Mal Shining gesehen. Die Kameraarbeit ist super und war zu der Zeit revolutionär. Die Musik besteht fasst nur aus Geräuschen: Dinge, die Figuren so hören, oder Dessonanzen, aber kaum Melodie. Das besondere an Shining ist, dass eine erinnernswerte, fantastische Szene nach der anderen kommt.
                                      Perfekter Horrorfilm, der keine Masken oder Monster braucht, im menschlichen Gehirn gibt es Monsterpotential genug.

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                                      • 8 .5

                                        "FASS MICH NICHT AN!"
                                        "Ich werd dich nicht anfassen. Ich werde nur deinen Schädel zertrümmern. Ich werde nur deine Kopf abhacken!"

                                        Zuerst etwas zur Handlung, ohne vorher viel zu verraten, denn sie beinhaltet viele, wirklich sehr viele unerwartete Wendungen!

                                        Es geht in "The Shining" um ein Hotel in den Bergen von Colorado, das Overlook-Hotel, in welches Familie Torrance zieht, bestehend aus Vater Jack, Mutter Wendy und Sohnemann Danny. Über die Wintermonate wird dieses Hotel dicht gemacht, da es eh meistens zugeschneit wird und dennoch wird ein Hausmeister engagiert, Jack (das Hotel kann man ja nicht einfach so lehr stehe lassen)
                                        Somit haben wir, wie es in einem typischen Horrorfilm halt so ist, eine kleine Menschengruppe irgendwo im nirgendwo. Jedoch sehen wir nicht nur Herr Nicholson, Frau Shelley Duvall und Herrn Danny Lloyd auf der Leinwand agieren, wie es schon im Trailer zu sehen ist. Es sind mehr Akteure da, wer nun diese anderen "Leutchens" sind und was die machen verrate ich aber nicht.
                                        Nun, was passiert mit den drei Hauptcharakteren? Im Grunde sehen wir ihnen beim verrückt werden zu. Und das auf eine schockierende abscheuliche Art und Weise.

                                        Wie anfangs schon erwähnt ist dieser Film, trotz seines Alters (35 Jahre), einer der spannendsten und gruseligsten Horrorfilme, die ich je gesehen habe. Da stellt sich doch die Frage, wie hat es Stanley Kubrick geschafft diese so zu gestalten, dass sie über die Jahre kein bisschen abnimmt? Ist es diese quälende Stille perfekt gepaart mit den langsamen Kamerafahrten oder sind es die wahnsinnigen Dialoge (s. oben) oder doch eher die creepy Zwillinge, der blutige Fahrstuhl, die splitterfasernackten Knutsch-Szenen, die vielen "HÄ" Momente und die Verfolgungsszenen? Es ist eine Mischung aus allem, aber besonders sind es die "kleinen" und "unauffälligen" Einfälle vom Regisseure.
                                        So als Beispiel hatte ich panische Angst als der kleine Junge mit seinem Dreirad durchs Hotel rast. Ich wusste erst gar nicht warum ich solche Angst vrspürte, als ich dann jedoch fest stellen musste, es ist der Soundtrack. HALT! MOMENT! Es ist gar nicht die Musik, da lief nämlich gar keine, es sind die Geräusche, die das Rad macht wenn es abwechselnd auf dem glatten Boden und auf einem weichen Teppich fährt. Es entsteht eine Art "Brummen" und "Surren" was einem das Blut in den Adern gefrieren lässt! Ja, genau sowas, worauf man eigentlich nicht achtet, ist es.
                                        Also ich find´s genial!

                                        Jetzt habe ich schon die Musik angerissen, dann werd´ ich mal auch dazu was schreiben. Also einerseits benutzt man hier einen schönen komponierten Soundtrack, der im Trailer (https://www.youtube.com/watch?v=5Cb3ik6zP2I) ab 1:14 besonders heraus sticht, also wer da keine Gänsehaut bekommt, puh ... da weiß ich auch nicht weiter :D und andererseits wird Musik aus den goldenen Zwanzigern genutzt, wie zum Beispiel "Midnight, The Stars, & You". Meiner Meinung nach ist dies die perfekte Mischung eines außergewöhnlichen Scores!

                                        Ihr habt sicherlich darauf gewartet, wann ich denn endlich zu JACK NICHOLSON!!!!! komme. Hey, Leute! Also mal ganz ehrlich, wer findet denn bitteschön diesen Schauspieler nicht super? Ich bin auch fast gewillt zu sagen, dass er hier wohl den besten unheimlichen Filmcharakter hinlegt. Aber auch nur fast.
                                        Selbstverständlich reiht er sich problemlos in die Top 5 ein! Er schafft dies durch seine Blicke, seine Improvisationen, wie "HERE IS JOHNNY!", seine Gestik und natürlich nicht zu letzt durch seine Dialoge!

                                        Das war nur ein kleiner Teil des Positiven an "The Shining".

                                        Und leider Gottes habe ich auch an diesem Film etwas zu bemängeln, kann es aber total nachvollziehen, wenn man diesen Film als perfekt sieht.
                                        Ich mach es kurz und knapp: Er ist an zwei, drei kleinen Stellen vorhersehbar und er zieht sich. Würde man ihn jedoch kürzen, würde "The Shining" sich sicherlich nicht mehr ziehen, aber viel von der Spannung wäre verloren, deswegen sollte er so sein wie er ist.

                                        Fazit: Stanley Kubrick´s "The Shinig" ist wie gemacht für eine Halloween Filme-Abend mit Freunden oder auch allein.

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                                          Ein zeitloser Horror-Klassiker. Jack Torrance (Jack Nicholson) übernimmt den Hausmeisterjob im Overlook-Hotel, das aufgrund seiner Lage in den Bergen über den Winter die Pforten schließt. Nun zieht Jack mit seiner Frau und seinem Sohn in das verlassene Hotel & die junge Familie sieht sich mit seltsamen Ereignissen in dem Hotel konfrontiert.

                                          Die Inszenierung von Stanley Kubrick ist sehr dicht, die Kamerafahrten mit dem Dreirad durch das alte Gebäude sind einfach großartig. Man kann den gesamten Film als stilprägend für alle weiteren 'Haunted House'-Filme nennen, denn wie kein Zweiter versteht es Kubrick das Hotel in diesem Streifen nicht nur als Schauplatz, sondern auch als Akteur des Geschehens einzufangen.

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                                            Dieser Film war nicht spannend. Er hatte einige schöne Bilder und Panoramen aber das ist schon fast das einzige, was ich den Film an positiven Punkten geben kann. Und natürlich sind die Schauspielkünste von Jack Nicholson wirklich gut. Aber dieser Film ist nicht zeitlos und das merkt man. Auf Gesichter der schockierten Personen wird meist heran gezoomt und drauf gehalten. Meist bis man sich wirklich ein Lachen verkneifen muss. Das Lachen muss man sich auch zusätzlich verkneifen, da die Schauspieler, wenn sie geschockt sind, einfach anfangen sich zu bewegen wie eine Windhose im Sturm. Ich fand das wirklich lächerlich. Ich erkenne nicht das Künstlerische, wie in Apokalypse Now. Ich erkenne nur Fremdschämen und Langeweile mit schöner Kulisse und tollen Bildern.

                                            Mein erster Satz zu jemanden, mit dem ich den Film geschaut hatte, lautete: "Ich hab' Lebenszeit schon besser verbracht."

                                            Und das trifft es sehr gut.

                                            • 10

                                              Wir schreiben das Jahr 1980: Nach wenigen Wochen im Kino war 'Shining' schon sagenumwoben, DER Film, den man einfach sehen musste. Als Teen kam ich in die Vorstellung und erhielt einen ebenso verstörenden wie bleibenden Eindruck, bis heute. Das hat einen guten Grund: 'Shining' ist ein zeitloses, wegweisendes Werk, das nichts von seiner Faszination verloren hat, und sie wohl behalten wird, solange noch Filme gezeigt werden. Ein Albtraum, dem sich keiner entziehen kann, der kaum jemanden gleichgültig lässt, egal welchen Alters.
                                              Zwei Ausnahmekünstler laufen hier zur Form ihres Lebens auf: Kubrick hinter der Kamera und Nicholson davor. Die beiden schaffen es eine ungeheure Spannung aufzubauen, die den Zuschauer in ein Vakuum saugt, durch das er sich im Film quasi freischwebend bewegen kann. Unerhört suggestiv, sozusagen die perfekte Teilnahme - und das mit technisch einfachen Mitteln. Kubrick verzichtet auf die damals gängige Tricktechnik, wie sie z.B. in Spielberg-Filmen jener Zeit zu sehen ist. Aus heutiger Sicht ist das ein grosser Vorteil, denn dadurch wirkt der Film nicht im Geringsten angestaubt. Er ist vielmehr das Paradebeispiel eines Horrorfilms, der Spannung allein durch Schauspiel, Atmo und Schnitt erzeugt. Dazu spielt Kubrick mit der Wahrnehmung des Zuschauers, verwirrt ihn, implantiert Illusionen, nur um zu desillusionieren, wenn Nicholson im Wahnsinn taumelt und (SPOILER) seine Familie abschlachtet (SPOILER ENDE).
                                              Besser geht's nicht.

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                                              • 10
                                                StrykeOut 10.10.2015, 20:06 Geändert 10.10.2015, 20:07

                                                Horrorctober 2015 - Tag/Film 10
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                                                Epochale Filmkunst, meisterhaft in allen Belangen.
                                                "The Shining" ist vielleicht das Werk, in dem sich Kubricks Perfektionismus am deutlichsten offenbart: Handwerklich ist "The Shining schlicht makellos. Hypnotisierende, beinahe symetrische Bilder, wegweisende Kamerafahrten, die den Zuschauer direkt ins Geschehen reißen, detailverliebte Sets, brillantes Schauspiel, irritierende, nervenzerfetzende Musik. Es ist ohne Zweifel, dass Kubrick sein Handwerk beherrschte wie kein anderer...aber eben nicht nur auf filmisch-visueller Ebene.
                                                Der Film schafft es nämlich auch, wahren Horror zu verursachen, ganz ohne gräßliche Monster, gruselige Hexenhäuser oder billige Schockeffekte. Nein, Kubrick wäre nicht Kubrick, wenn er nicht die Möglichkeiten des Films selbst benutzen würde, um den Zuschauer selbst in die von Wahnsinn, Zweifel, Schein und Illusion geprägte Welt des Overlook Hotels zu ziehen. Das beginnt mit der Darstellung des Hotels selbst. Auf den ersten Blick einfach nur eine schöne Kulisse, entwickelt es spätestens ab der zweiten Sichtung ein Eigenleben, verstört und verunsichert den Zuschauer. "Moment, sind die nicht eben in eine ganz andere Tür gegangen? Warte, war da nicht eine Treppe? Wohin führt diese Tür? Hatte der Raum nicht mehr Fenster? Hatte Jacks Schreibmaschine nicht eben noch eine andere Farbe?"
                                                Kubrick verwirrt seine Zuschauer durch visuelle Tricks und die absichtlich unmögliche, labyrinthartige Architektur des Overlook Hotels. Zudem wird er bis zum Ende im Unklaren über die Geschehnisse des Films und ihre Übersinnlichkeit gelassen. Keine der Figuren ist wirklich vertrauenswürdig in ihrer Wahrnehmung. Sind das echte Geister oder bildet sich Jack diese nur in einem Anfall von Cabin Fever ein? Wird er wahnsinnig oder ergreift das Hotel Besitz von ihm? Besitzt Danny eine übernatürliche Gabe oder ist er bloß ein traumatisierter, verängstlicher Junge, der sich Dinge einbildet? Kubrick streut für alle Sichtweisen Hinweise in seinen Film und lässt den Zuschauer so stets im Zweifel, stets in dem Gefühl, in dem schlummere noch etwas viel tieferes,düstereres, das sich bloß der eigenen Wahrnehmung entzieht.
                                                Diese Dualität zwischen Realität und Illusion, zwischen Wahrnehmung und Zweifel, setzt sich auch im überragenden Ende fort. Obwohl die Bedrohung gebannt und Danny und Wendy gerettet sind, wird der Zuschauer durch die letzte Kamerafahrt nicht etwa aus dem Film entlassen, sondern noch tiefer in die Welt des Films und des Hotels gezogen. Es gibt keine befriedigende Auflösung für die Geschehnisse, der Zuschauer bleibt im Zustand des Zweifels, den Ungewissen, des Horrors. Die vielen Interpretationen des Films (Amerikanischer Imperialismus, Holocaust, sexueller Missbrauch, um nur einige zu nennen), zeigen, wie sehr diese Dualität an den Nerven und Hirnen der Zuschauer zerrt und diese in die Welt des Films entführt.

                                                "The Shining" ist ein gigantisches, unheimlich komplexes und dadurch enorm furchterregendes Puzzle, das der Zuschauer weder lösen kann, noch soll. Kubrick gelingt damit das Meisterstück, die unheimliche, nicht greif- und doch spürbare Bedrohung des Overlook Hotels für den Zuschauer erfahrbar zu machen, auch wenn Stephen King selbst das offenbar nicht begreift.
                                                "The Shining" ist in meinen Augen der beste Horrorfilm aller Zeiten, auch, wenn es mehrere Sichtungen braucht, um dies zu verstehen.

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                                                  Strackis Horrorctober, Part 1:
                                                  Einer der ganz großen Horrorklassiker, inszeniert vom Regieperfektionisten Stanley Kubrick. Fantastische Bilder (v.a. die genialen Steadycam-Aufnahmen), ein toller Jack Nicholson und eine nervenzerreißende Soundkulisse. Ein wunderbarer, eiskalter, hochspannender Alptraum. Natürlich kann man sich an der vergleichsweise geringen Treue gegenüber Kings Roman stören, ich bin aber froh, dass Kubrick sich auf die wesentlicheren Handlungsstränge beschränkt hatte und das (in meinen Augen recht langatmige) Buch in einen Meilenstein des Horrorkinos verwandelte.

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                                                  • 6 .5

                                                    Die Schauspielerische Leistung von Jack Nicholson überragend keine Frage, jedoch hat mich der Film mit vielen Fragen hinterlassen. Wieso dreht Jack durch, die Schlussszene mit dem Bild an der Wand??? alles sehr strange. An manchen Stellen etwas langweilig. Ich bin jedoch begeistert von der Qualität des Films (BluRay) dafür das der Film nun 35 Jahre alt ist erste Sahne! Verstörender Horror Thriller, ist wohl als Klassiker zu bezeichnen :) gibt bessere aber auch schlechtere daher durchschnittliche Bewertung.