Shocking Heavy Metal

Blood Tracks (1985), Laufzeit 81 Minuten, Horrorfilm, Thriller

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von Derek Ford und Mats Helge, mit Jeff Harding und Michael Fitzpatrick

Eine Heavy-Metal-Band zieht sich in die Berge zurück, um mit einigen Groupies einen neuen Video-Clip zu drehen. Dort stößt die Gruppe jedoch auf eine Familie, die gar nicht gut auf andere Menschen reagiert. Ein grausames Blutbad beginnt…


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SamRamJam

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Bewertung4.0Uninteressant

Schwedischer Horrorfilm, bei dem der Regisseur scheinbar mächtig von Cravens "Hügel der blutigen Augen" inspiriert wurde. Allerdings mit zwei Änderungen. Erstens: Statt in einer Wüste, spielt der Film im schneereichen Gebirge. Und Zweitens: Statt einer langweiligen Touristenfamilie, tummelt sich hier eine Hair Metal Band zum Zweck eines Videodrehs, inklusive einem ganzen Bündel heißer Bräute.
Der Film liest sich also schon mal ganz lustig und hat auch mehrere gute Ansätze. Nur ist er leider in jedem Bereich zu wenig. Die Band, die, wie für die 80er typisch, aussieht als wenn sie permanent versuchen würden hübscher wie die eigenen Freundinen auszusehen, kommt leider zu wenig vor bzw. dient nur als Menschenmasse für das solchen Filmen zu Grunde liegende "Zehn-Negerlein-Prinzip". Denn im ersten drittel, wo man sich noch mehr wie in einer verrückten Rockstar-Doku fühlt, inklusiver einer menger weiblicher Brüste, knackigem Metalsound und einem Bassisten, der beim Liebesakt im Auto von einer Lawine überschüttet wurde und mit seiner Flamme wieder vom Rest der Band freigeschaufelt werden muss, ja, in diesem Drittel hatte ich am meisten Spass, weil auch einfach mal was anderes in einem Horrorfilm.

Der Schnee und die Lawinen begründen zwar warum die Band nicht einfach wieder abhauen kann, spielt aber optisch kaum eine Rolle. Stattdessen spielt fasst alles in einer Fabrik, was den Film optisch auf Dauer etwas öde wirken lässt. Auch hätte man hier mehr zum vorhandenen Rock-Soundtrack zugreifen können. Stattdessen gibt es hier zu viele Szenen von Menschen in dunklen Gängen, unterlegt mit manchmal doch recht nervigen hohen Streicherklängen. Merke: Ein dunkler Flur sorgt nicht allein für Atmosphäre, nervige Musik sorgt nicht für Spannung.
Auf der Haben-Seite hat der Film dann wiederum zwar wenige, aber immerhin recht ordentliche Splattermomente.

Nach der Logik werde ich hier mal nicht fragen, da es irgendwie unfair gegenüber dem Film wäre. Warum hat zum Beispiel eine Bergwacht in einem sehr schneereichen Gebiet zwar einen Hubschrauber, aber kein Schneemobil? Aber gut.
Schade, dass solch kleine und unbekannte Filme gar nicht oder nur stark geschnitten im Fernsehen laufen. Einen Blick ist der allemal Wert, für Trashfans sowieso. Auch wenn es sicher bessere Backwood Slasher gibt. Aber man verpasst auch nicht viel, wenn man ihn nicht kennt.

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