Shutter Island - Kritik

US 2010 Laufzeit 138 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 25.02.2010

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Kritiken (28) — Film: Shutter Island

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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10.0Herausragend

[...] Schon in den ersten Minuten schlägt Shutter Island den Zuschauer mit präzisen, starken Bildern und einem wuchtigen Soundtrack in seinen Bann. Scorsese beweist hier schon sehr bald einmal mehr, dass er sowohl ein Händchen für die Schauspielerauswahl besitzt, als auch für Bild- und Tonkompositionen, respektive für Personen, die ihr Handwerk verstehen und seine Version des Films adäquat umzusetzen wissen. So unvermittelt wie wir in die Geschichte geworfen werden, so unvermittelt beginnt auch die Zusammenarbeit von Daniels und Aule aka Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo, die, obwohl Ruffalo zuweilen zum reinen Stichwortgeber degradiert wird, eine schöne und überzeugende Chemie untereinander entwickeln. [...]

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SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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9.0Herausragend

[...] Bei der Suche nach Wahrheit lebt der Film durchgehend von der tragenden Darstellung DiCaprios und von der bedrückenden Atmosphäre. Eine Flucht von der Insel ist unmöglich. Zu weit ist der Weg zum Festland und zu hoch sind die Klippen. Man kann sich zwar verstecken, doch das Entkommen selbst ist unmöglich. Sobald der Sturm aufzieht und die Insel kontrolliert, zeigt sich nicht nur die unbändige Kraft der Natur, sondern auch Teddy Daniels Charakter wird immer weiter verschoben und verdreht, um sich immer tiefer in sein eigenes Chaos zu stürzen. Seine Vergangenheit wird zum Gegenwartsgefühl. Realität und Traum werden vermischt und das Fünkchen Wahrheit, welches an jedem dieser Momente haftet, muss Stück für Stück sorgfältig zusammengefügt werden. [...]

Kritik im Original 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

regiseurin

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Ja das Gesamtergebnis is dadurch zum Glück nicht beeinträchtigt =)


SoulReaver

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:)


Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

Teddy Daniels: "An diesem Ort frage ich mich..."
Chuck Aule: "Was denn Boss?"
Teddy Daniels: "Was wäre schlimmer, zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben?"

"Shutter Island" - Der Film mit dem 'Aha'-Effekt.

So sehr ich Leonardo DiCaprio früher verschmäht habe, so sehr liebe ich ihn heute. Durch seine ganz besondere schauspielerische Art prägt er diesen Psycho-Thriller, er zeigt mir einmal mehr das er einer der wohl besten Schauspieler geworden ist.
Doch DiCaprio sollte hier nicht alleine gelobt werden, der 2te Star ist Regisseur Scorsese, die Atmosphäre die er hier geschaffen hat, wirkt dermaßen gruselig, so sehr das man dem Protagonisten einen viel schöneren Ort wünscht. Auch kann man Scorsese eine perfekte Inszenierung vorwerfen, die Traumsequenzen die immer wieder vorkommen sind abwechslungsreich. Der Score unterstützt diese Atmosphäre perfekt und sorgt für Gänsehaut.
Über den Inhalt will ich nicht viel verraten, da kann man ganz leicht spoilern, "Shutter Island" ist perfekt zum miträtseln.
Die Geschichte wirkt absolut nicht harmlos, man kriegt persönliche Schicksalsschläge zu sehen die man niemanden wünscht, eine Insel mit einer Irrenanstalt voller verrückter Krimineller und ein Klasse Verwirrspiel.
Das Ende schockt sehr und man fragt sich so sehr wie der Hauptdarsteller was man nun glauben soll.
Fazit: Eine der Besten Filme aus dem Jahre 2010 mit einem sehr starken Leonardo DiCaprio. Für Fans von Thrillern, Psycho-Filmen gewürzt mit einer Prise Mysterie, ist "Shutter Island" sehr zu empfehlen.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 37 Antworten

Mr.Film

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Ich zwing immer wieder gerne Leute dazu Filme zu schauen :P


Filmkenner77

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Brillanter Thriller und wirklich ein Film, über den man auch nachher noch herrlich diskutieren und philosophieren kann.


evants.com: eventsandtrends.com

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8.0Ausgezeichnet

In Tradition Alfred Hitchcocks hat Regisseur Scorsese einen düsteren Psychothriller gedreht, der durch Noir-Elemente, gekonntem Einsatz des Scores, starker Kameraarbeit und einer nicht leicht zu durchschauenden Story von Anfang an Spannung aufbaut. Scorsese lässt den Zuschauer die Handlung die meiste Zeit aus Sicht der Figur des "Teddy" Daniels erleben, sodass die Blickwinkel anderer außen vor bleiben. Was ist Wahrheit, was nicht? Die Puzzleteile setzen sich erst langsam zusammen, bis die Handlung auf ein unerwartetes Finale zusteuert. Düster, spannend, unterhaltend - das ist "Shutter Island".

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Klangarchitekten

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Den "Score" finde extrem aufdringlich eingesetzt. Man nimmt ihn separat wahr, und dadurch unterstützt er nicht den Aufbau der düsteren Atmosphäre.


JonnyvsSherlock

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Er kam mir auch erst etwas aufgessetzt vor. Doch dann verhalf er dem Spannungsaufbau durch die Musik so zur Perfektion, dass ich mich an die krachige Stimmung gewohnt hatte. Sehe ich sehr positiv!


the gaffer: the-gaffer.de

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8.0Ausgezeichnet

"Shutter Island" droht zum einen, auf den erwähnten Twist reduziert, zum anderen als Genre-Übung eines Altmeisters abgetan zu werden. Die einen bemängeln die Vorhersehbarkeit (dazu später mehr), die anderen die oberflächlichen Freuden, welche er bietet. In jedem Fall aber ist “Shutter Island” ein absolut typischer Scorsese und dieses Urteil bezieht nicht nur seine Markenzeichen, sondern auch seine wiederkehrenden Problemzonen mit ein.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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7.0Sehenswert

Üppiges Ausstellkino voller "Guck mal hier und guck mal da"-Momente, das sich neben genretypischen Trash-Einlagen und sogar milden Naziploitation-Elementen beinahe pausenlos durch die Filmgeschichte manövriert und beherzt zum großen Erkennungsraten einlädt (Extrapunkte für die obligatorischen Powell/Pressburger-Referenzen). An der Geschichte des bewusst irreführend als Psychothriller vermarkteten Films hat Martin Scorsese offenbar keinerlei Interesse, fast hämisch führt er sie vor und fügt ihr nach und nach konfuse und völlig irrelevante Details bei, ehe sich das Gedankenkonstrukt auch als solches zu erkennen gibt – inklusive eines Schlusstwists, der keiner ist, sondern bereits von der ersten Szene an entsprechend vorbereitet wird (wunderbarer Kommentar zur lausigen Blendwerkdramaturgie der vielen Twistorama-Stinker in den letzten Jahren!), bis dann doch noch eine zweideutige Wendung nach der Wendung folgt und sich der Film somit durchaus raffiniert als absolut gradlinig erweist. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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5.5Geht so

In den 1970er Jahren hatte er Robert DeNiro, nun scheint Regie-Legende Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio einen neuen Lieblingsdarsteller gefunden zu haben. „Shutter Island“ ist nun bereits die vierte Zusammenarbeit und es wird bestimmt auch nicht die letzte sein.
„Shutter Island“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane, der bereits die Vorlagen zu den grandiosen „Mystic River“ und „Gone Baby Gone“ verfasste, ist ein lupenreiner Psycho-Thriller der mit den klassischen Stilmitteln des Genre arbeitet. Dabei legt Scorsese den Fixpunkt klar aus Suspense statt auf andauernde Schockeffekte. Unterstützt wird dies durch die wirklich hervorragende Arbeit von Kameramann Robert Richardson. Er setze bereits frühere Filme von Scorsese sowie einige Werke von Oliver Stone, Quentin Tarantino und den Coen Brüdern ins richtige Licht.

„Shutter Island“ steht und fällt mit seiner Atmosphäre. Die ist zwar optisch ohne Zweifel, aber dem Film gelingt es nicht sich spannungstechnisch zu steigern. Hat der Film eine konstante Ebene der Spannung erreicht gibt es keine Spitzen mehr. Natürlich ist die Konstante nicht schlecht, aber sie verliert nach und nach an Sogwirkung was den Film teilweise unglaublich phlegmatisch ja fast schon übermüdet wirken lässt. Diese Trägheit, die man durchaus als missglücktes Stilmittel bezeichnen kann, verhindert einfach dass der, hinter seiner mysteriösen Fassade doch recht konventionelle Thriller, an cineastischer Attraktivität gewinnt.

Scorseses „Shutter Island“ hält den geschürten Erwartungen nicht stand, aber er ist gewiss kein wirklicher Reinfall. Der Film versteht es durchaus die Geheimniskrämerei interessant zu gestalten und die typischen Genrephrase wie „Ich bin nicht verrückt“ wurden wirklich hübsch in Szene gesetzt. Das Problem liegt wohl einfach darin, dass der Film sichtbar Potenzial hat, dies aber nie so einsetzt dass man davon überzeugt ist, dass die Macher das Beste aus der Geschichte herausgeholt haben. Lediglich der alle letzte Satz, über den man während des Abspanns noch einmal grübeln sollte, nutzt das vorhandene Potenzial bis zum letzten Tropfen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Herausragend

«Shutter Island» ist durch die vielschichtige Handlung, die perfekte Inszenierung und die überragenden Schauspieler ein meisterhaftes Kunstwerk.

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mdaxx

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Ja meiner Meinung nach nicht :D da ich fand das es ein unzureichendes Ende gab ;)


Elisabeth Maurer

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7.0Sehenswert

...Scorsese zeigt in den Filmen DiCaprio als Mann, der gegen äußere Mächte seine Identität und seine Weltvorstellung zu verteidigen sucht, ohne dabei die Übersicht und die Kontrolle zu verlieren. Mit Shutter Island aber vollzieht er eine Wendung. Um dies zu erzählen, läßt er die Zuschauer durch seine Sicht sehen und mit ihm sehr langsam die reale Wahrheit erkennen. So zweifelt auch das Publikum bis zum Schluß. Dies liegt an der Art der Inszenierung, die den Zuschauer psychisch und körperlich den Weg der Hauptfigur mitfühlen läßt. ...

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Elisabeth Maurer

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... man kann doch noch was ändern, habs grad etwas entschärft, hoffentlich ists ok so...


Christian Alt

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tststs :D


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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8.0Ausgezeichnet

Das Paar Scorsese/DiCaprio ist ein eingespieltes Team, das merkt man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Während der erfahrene Regisseur locker eine perfekt düstere Grundstimmung zwischen Psychothriller und Film Noir aus dem Ärmel schüttelt, spielt DiCaprio einen sehr überzeugenden Marshall, der durch seine Migräne und die Anspannung mehr und mehr zu einem psychischen Wrack wird. Die Story schafft es sogar durch geschickte Kniffe und Details, meine Theorie über das Ende des Films über den Haufen zu werfen und mich am Ende doch nur mit Anstrengung wieder davon zu überzeugen, dass ich Recht hatte, nur um doch noch in einem kleinen Fragezeichen in den Abspann überzugehen.

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Ruuthi41

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Echt gut ausgedrückt, was das Ende anbelangt!


Corsovilla: SchönerDenken

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5.0Geht so

Scorsese malt diesen Psychothriller mit dickem Pinsel – und das gilt gleichermaßen für Kameraführung, Ausstattung, Score und Dialogpathos. Das kann einem zuviel werden, muss aber nicht. Und so ist “Shutter Island” für den einen ein gelungener Genrevertreter und für den anderen schwer erträgliches Psychogelaber im Pseudo-Noir-Gewand. (Mehr im Podcast)

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Die Fakten: „Shutter Island“ arbeitet mit Überraschungen, deren Wirkung fast allein über Bestehen oder Durchfallen beim Zuschauer entscheidet. In jedem Fall nicht zu vergessen ist dabei die gelungene Atmosphäre. Nicht allzu sorgfältige Spezialeffekte werden durch eine auf sehr interessante Weise fast minimalistische Tonkulisse, eine detailgespickte Inszenierung und die namhafte Besetzung locker ausgeglichen. Leonardo DiCaprio spielt seit nunmehr etwa zehn Jahren, meistens unter Scorseses Fittichen, gegen sein „Titanic“-Bubi-Image an und ist damit immer glaubwürdiger geworden. In „Shutter Island“ krallt er sich fast allen Raum der Szenen für eine recht fesselnde Darbietung, die den Psychothriller erst zum Psychothriller macht. Marc Ruffalo („Zodiac – Die Spur des Killers“) ist als Sidekick sympathischer Durchschnitt. Viel Präsenz gibt es dafür dann noch von einem schön subtilen Ben Kingsley („Lucky#Slevin“). [...]

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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9.5Herausragend

Nur wenige Regisseure erreichen mit ihren Filmen sofort den selben Level fast universeller Spannung wie die Martin Scorseses. [...] Er erfüllt nicht nur die wünsche des breiten Publikums, sondern auch die von eingefleischten Cineasten. [...]

Marty hat es wieder vollbracht, einen fesselnden und wirklich schön gemachten neo-Noir abzuliefern, der mit den umwerfendsten visuellen Effekten stolziert, die man in diesen Jahren im Kino gesehen hat.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.5Sehenswert

[...]Mit „Shutter Island“ hat sich Marin Scorsese an die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane gewagt, der sich auch für die literarische Vorlage für Clint Eastwoods Rache-Epos „Msytic River“ verantwortlich zeigt. „Shutter Island“ ist mit Sicherheit kein ganz typischer Scorsese, schon allein weil man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass Scorsese von der ersten Sekunde an auf das Stilmittel handwerklicher Übertreibung setzt. Wenn die beiden Marshalls in den ersten Minuten des Films zum düsteren Anwesen der Anstalt gefahren werden, während sich der drohende Sturm bereits ankündigt, dann wird dies von Scorsese mit einem krachenden Score unterlegt, der die gewollte Anlehnung von „Shutter Island“ an die Filmgeschichte geradezu überakzentuiert. In dieser Art und Weise geht es dann über die gesamte Spielzeit weiter, ob es sich nun um den Regen handelt, der mit unvermittelter Wucht auf die Dächer prasselt, oder ob es die gellenden Schreie sind, die immer wieder aus der Dunkelheit der ominösen Station C hallen. Scorsese gefällt sich in „Shutter Island“ offensichtlich darin, sich in einer ausdrucksstarken Bildsprache zu verlieren. Man sollte dies zwar nicht als ziellose Experimentiererei fehldeuten, dafür sitzt nach wie vor quasi jedes Bild, jede Szene perfekt, aber die immer wiederkehrenden Momente in denen Scorsese Asche oder Papier kunstvoll durch die Luft tanzen lässt, verleihen „Shutter Island“ immer wieder einen sehr expressionistischen, für Scorsese durchaus untypischen, Touch.[...]

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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6.5Ganz gut

Shutter Island ist technisch meisterhaft, wie es nur ein Film vom visionären Regisseur Martin Scorsese sein kann, und ein fast unerträgliches Maß an Spannung siedet und bricht gelegentlich in den zwei Dritteln des Films aus. [...] Aber es gibt auch Schwachpunkte. Wenn sich der Film auf die Irrenanstalt fokusiert, die düstere Geschichte - eine Hitchcockian Einstellung nach Dennis Lehanes Roman - ist nervenaufreibend und erbarmungslos. Aber sie verliert an Dampf wenn der Film sich in Rückblenden schlängelt und eine treffende Lösung hilft da nicht.[...] Trotz der Makel, Shutter Island ist es wert sich die fühlbare beklemende Welt die Scorsese erschaffen hat anzusehen.

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jlorenz1

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beklemende > beklemmende


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Hochglanztrash mit unwiderstehlichem Setting, der sein enormes Potenzial dank einer erstaunlich planlosen Regie nicht im Ansatz auszuschöpfen vermag. Scorsese entfernt sich seit nunmehr 20 Jahren immer weiter von der Grandiosität, die ihn in den 70ern und 80ern ausmachte und liefert kaum noch akzeptable Routinearbeit ab, mit erheblichen Timingproblemen, einem sagenhaft ruppigen Schnitt und höllischen Computer-Rückpros - alles Sachen, die man einem weniger beleumundeten Regisseur mit Recht um die Ohren gehauen hätte. Nach einer enervierend holprigen ersten Dreiviertelstunde kriegt SHUTTER ISLAND dann doch noch etwas Grip, aber letztlich ist manches zu kurz, vieles zu lang und die schlußendliche Auflösung wohl für keinen, der in den letzten Jahren im Kino war, eine echte Überraschung. Ein sturer DiCaprio müht sich redlich, das Ganze zusammenzuhalten, während sein Kollege Mark Ruffalo im schlimmen Bill Paxton-Modus ganz schön abfällt. Der Fels in der Brandung heißt Ben Kingsley; der packt den Film ein und nimmt ihn mit nach Hause.

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Filmsuechtiger

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Ben Kingsley als Fels in der Brandung ist ganz klasse geschrieben! Mein Lacher des Tages!


Hisayasu S

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Gerade nochmal gesehen, gefällt mir immer noch nicht. Seh's aber umgekehrt: Der erste Teil ist noch am Besten, irgendwann ist das Teil aber dann auserzählt, dauert aber trotzdem noch ne Dreiviertel Stunde, in deren Schlußteil der tolle Ben Kingsley vorsorglich alles trotzdem nochmal ganz ausführlich erklärt.


Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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8.0Ausgezeichnet

Shutter Island ist Scorseses Hommage an die Albtraumfabrik, ein Schwelgen in Krimi-Abgründen und Horrorhistorie: von Hitchcock zum italienischen Farbkünstler Mario Bava, von Sam Fullers hysterischem Irrenhausklassiker Shock Corridor zu Schauerstücken von Val Lewton. [...] Bis in den zwiespältigen Schlusssatz zelebriert der Filmemacher grandios eine seiner zentralen Obsessionen: das Kino als Ort des Grauens und der Gnade.

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Bandrix: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

„Shutter Island“ ist wieder so ein Fall, in dem sich Kritiker und Publikum total uneinig sind.
Die Presse findet den Film überwiegend bedeutungslos und der Ottonormalverbraucher lobt die geheimnisvollen und mystischen Elemente.
Die Frage ist: Wer hat Recht?
Wenn es nach mir geht, haben beide Fraktionen wenigstens nicht unrecht.
Erstmal die guten Seiten.
Es stimmt, der Film baut von Anfang an eine packende Atmosphäre auf und steigert sie bis kurz vor Schluss wirklich sehr. Die besten Szenen hat er in DiCaprios Traumsequenzen, wenn Realität und Fiktion verschmelzen und man nicht mehr weiß wo oben und wo unten ist. Da spürt man das große Talent Scorseses. Der treibende Score fügt sich in das unheimliche Geschehen noch nahtlos ein. Zudem sind die Sequenzen im Irrenhaus im Halbdunkel einfach irre spannend, Kämpfe und packende Dialoge lösen sich im fließenden Wechsel ab.
Jetzt kommt das große aber!
Eigentlich hat man den ach so überraschenden Storytwist schon nach Sichtung des Trailers vor Augen. Man wünscht sich die ganze Zeit, es möge doch bitte anders laufen, nach dieser noch eine phänomenale Wendung kommen. Doch das Hoffen ist vergebens. Scorsese verkauft seinen Zuschauer wirklich für dumm, das hat er vorher nie gemacht. Da nützen auch die besten darstellerischen Leistungen nichts, das Ende kommt einfach zu halbgar daher. So bleibt ein zwar überzeugender Thriller, der jedoch, anders als seine vorherigen Werke, weit vom Status eines Meisterwerkes entfernt ist.
Ein kurzes Lob aber noch mal an Leonardo DiCaprio. Er hat sich wirklich die letzten Jahre sehr gemacht und ich bin fast bereit ihn in die Reihen meiner Lieblingsschauspieler aufzunehmen. Denn so konstant gute Arbeit hat in letzter Zeit niemand abgeliefert!

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Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt

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9.0Herausragend

Ein zerfallender Film(alb)traum ist Scorsese hier gelungen. Als würde David Lynch zu den Filmen von Fritz Lang träumen. Als wären diese Träume, in denen alles Körperliche metaphorisch und alles Metaphorische physisch wird, in den Bilderlabyrinthen von Stanley Kubricks Shining gefangen und als würde Hitchcock die Lebenden aus ihrer obszönen Lust heraus ihren Geist sehen zu wollen, bestrafen. Es ist der Alptraum eines Filmhistorikers, aber auch der Alptraum eines katholischen Filmemachers, den Scorsese mit Shutter Island träumt. Von Caligari zu Hitler und wieder zurück: Zur Insel, weit vorbei an dem filmischen Ethikunterricht eines Saving Private Ryan und nur knapp vorbei an der ätzenden Pop-Historie eines Inglourious Basterds zur Shutter Island.

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Gerrit Booms: Schnitt Gerrit Booms: Schnitt

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5.5Geht so

Scorsese scheint über all den Zitaten, Referenzen und Ausstattungsideen vergessen zu haben, daß sich Bedrohung eigentlich nur durch innere Logik breit machen kann. Erst, wenn etwas tatsächlich und verständlich nahe kommt, erzeugt es auch Spannung. Doch rund um den omnipräsenten US-Marshall DiCaprio, entschuldigung, Teddy Daniels bleibt alles abstrakt.

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Xander8112: Xanders Blog

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6.0Ganz gut

[...]
Shutter Island macht nicht wirklich viel aus seinen Möglichkeiten, was schade ist. Man hätte die Geschichte mit Sicherheit straighter und mit technisch ausgereifteren Mitteln erzählen können. Vielleicht fehlte mir da ja auch, um es mal so zu sagen: der Zugang zu dem Film. Aber so richtig begeistert bin ich nicht.

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Ulrich Behrens

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10.0Lieblingsfilm

Scorseses "Standard-Crew" – vor allem Dante Ferretti und Thelma Schoonmaker –, aber und besonders auch Robert Richardson hinter der Kamera zaubern eine düstere Atmosphäre, die an die besten Traditionen der Filmgeschichte nahtlos anknüpfen kann. Dass Scorsese dabei an alt bewährte Mittel anknüpft, stört mich nicht im geringsten. Denn hinzu kommt, dass die Art und Weise, wie er diese Geschichte erzählt, sich in diese Atmosphäre nahtlos einfügt.

Es mag sein, dass mancher, der den Roman nicht kennt, trotzdem schon bald ahnt, welche Lösung die Geschichte in sich birgt. Aber selbst wenn dem so sein sollte, bleibt "Shutter Island" ein visuelles und erzählerisches Ereignis auf höchstem Niveau.

Die Geschichte führt den Betrachter auf viele Fährten. Spuren werden überall gelegt, ziehen sich weiter durch die Handlung, verknüpfen sich mit anderen Spuren, verlieren sich hier und da. Wie ein Labyrinth entfaltet sich die Suche nach einer verschwundenen Frau. Wie ein Labyrinth ist auch das Hospital, durchzogen von Gängen, unterirdischen Zellen, Winkeln, nicht genutzten Räumen usw. Auch die Insel selbst, zerklüftet, birgt geheime Räume, Höhlen, einen alten Friedhof. Das Mysteriöse, Verschlungene verortet sich überall – in der Anlage der ehemaligen Festung, der Insel selbst, aber vor allem in den handelnden Personen. Niemand ist wirklich im Gleichgewicht oder identifizierbar. Die Unschärferelation zwischen den Personen ist enorm: Glaubt man, jemanden identifiziert, "dingfest" gemacht zu haben, erweist sich sofort jemand anders als unscharf, als "anders", als fremd.

Das gilt auch für Daniels selbst. Seine Alpträume, Tagesphantasien und Erinnerungen an existentiell belastende Erlebnisse treffen auf eine Realität, die er, je weiter er nach der verschwundenen Frau sucht, immer weniger fassen kann. Die psychischen Störungen der Insassen des Ashecliffe Hospital, die enorme Spannung zwischen "definiert normal" und "definiert krankhaft", scheinen auf die ganze Insel und alle, die sich dort befinden, übergegriffen zu haben. Kurz, es gibt nichts, an dem man sich festhalten könnte.

Die Haltepunkte jedenfalls sind variabel, relativ, bedingt. Und die Lösung des Rätsels selbst, die Scorsese am Ende bereit hält, ist auch nur eine relative. Denn gerade die allerletzte Szene des Films lässt wiederum einen Hauch von Zweifel aufkommen – Zweifel an einer wirklichen, handfesten, eindeutigen, sicheren "Lösung".

Ich würde noch weiter gehen. Shutter Island ist eine Art autopoietisches System, ein System also, das sich selbst erzeugt, in dem der Unterschied zwischen Erzeuger und Erzeugnis nicht besteht. Eine spezielle Form der Kommunikation, die sich von Kommunikationen anderer Art unterscheidet und abgrenzt, erzeugt das System, was Shutter Island ausmacht. Der spezifische Kommunikationskontext der Psychologie (hier auf dem Stand von 1954, dem Jahr, in dem "Shutter Island" spielt), der das Verhältnis von Patient und Arzt bestimmt, ist wesentlicher Bestandteil dieses Systems. Alle Fremdeinwirkungen auf diesen Kommunikationszusammenhang sind Störungen und werden ignoriert oder eliminiert. Jeder auf Shutter Island ist diesem Kommunikationskontext unterworfen – auf Gedeih und Verderb. Selbstverständlich ist Shutter Island nicht ohne Verbindung zur Außenwelt. Die Psychologie, die hier den Kontext entstehen lässt, ist nicht auf der Insel produziert worden. Doch die Entwicklung zu einem System ist tatsächlich autopoietisch. Oder wie Luhmann schrieb:

"Ein soziales System kommt zustande, wenn immer ein autopoietischer Kommunikationszusammenhang entsteht und sich durch Einschränkung der geeigneten Kommunikation gegen eine Umwelt abgrenzt. Soziale Systeme bestehen demnach nicht aus Menschen, auch nicht aus Handlungen, sondern aus Kommunikationen." (Niklas Luhmann: Ökologische Kommunikation, 1986, S. 269) "Autopoietische Systeme können ihre Strukturen nicht als Fertigprodukte aus ihrer Umwelt beziehen. Sie müssen sie durch eigene Operationen aufbauen und das erinnern – oder vergessen." (Niklas Luhmann: Soziologische Aufklärung 6. Die Soziologie und der Mensch, 2008).

In "Shutter Island" wird diese Idee jedoch weitergetrieben. Für Scorsese, behaupte ich einmal, steht dieses "System Shutter Island" (neben der historischen Einordnung des Romans im Jahr 1954, auch durch Lehane) für andere, letztlich für alle Systeme der menschlichen Gesellschaft. Denn entscheidend – nach Sicht des Films – ist die Frage: Wer ist das Monster? Die Unschärfe jeglicher Antwort auf diese Frage ergibt sich mir nach dem Film schlagartig. Die Verdrängung des "Bösen" weist eher auf die Struktur des "Bösen", denn auf "einen Bösen". "Ein Böser" ist schnell ausgemacht. Jeder SS-Arzt wie Mengele, jeder KZ-Aufseher wie Höss oder jeder Diktator wie Hitler sind als personeller Fokus "des Bösen" identifizierbar. Doch der Faschismus z.B. als System ist nur verständlich durch seine spezifische "autopoietische" Kommunikationsstruktur (Führerprinzip, Volksgemeinschaft, Rassismus, speziell Antisemitismus usw.). Diese spezifische Kommunikation schafft erst den Faschismus als System, das sich aus sich selbst produziert und sich selbst reproduziert. Nur das Verständnis dieses spezifischen, anderes ausschließenden Kommunikationssystems lässt es auch zu, es (in seinen "Grundannahmen") zu bekämpfen.

Dem heilsamen, Wunden schließenden, Konflikte, vor allem auch innere Konflikte lösenden Moment der Geschichte, die Scorsese erzählt, haftet am Schluss des Films (gerade durch die letzte Szene) etwas Trügerisches, Zweifelndes, Misstrauisches an – die Frage, ob dieses System "Shutter Island" wirklich aus sich selbst heraus etwas "lösen" kann. Lösen, ablösen, auflösen, den Knoten entwirren. Ist das tatsächlich möglich? Insofern geht "Shutter Island" über seine konkrete Geschichte hinaus. Der Film hat meinem Gefühl nach enorme zivilisationskritische Momente, wobei Scorsese sich wie immer jeglicher "Botschaft" enthält. Insofern knüpft "Shutter Island", trotz seiner ganz andersartigen Dramaturgie, an seine früheren Filme, insbesondere auch "Gangs of New York" und "Aviator", an.

Ich will es dabei belassen. "Shutter Island" empfinde ich als einen weiteren Geniestreich Scorseses – trotz so mancher Unkenrufe anderer. Zu erwähnen ist schließlich, wie großartig DiCaprio diesen Teddy Daniels spielt, dessen Figur hier eindeutig im Vordergrund steht, unterstützt von einer sorgfältig ausgewählten Schauspielergarde, die ihr Bestes gibt. Und last but not least fügt sich die Musik des Films wunderbar in die Handlung ein.

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An.Ba.

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Dazu gibt es wirklich nichts mehr zu ergänzen. Doch muss ich nochmals auf das Ende deuten, denn wirklich, man denkt man hätte alles durchschaut, jetzt käme die Rettung, der Kampf, die Zwiesspalt und dann eine solche 180 C -wendung.
Eigentlich bin ich filmen mit solchen wendepunkten und besonders mit solchen endings abgeneigt, doch wie kann man bei einer solchen story, solchen, dem zuschauer klar gestellten fragen, welche gleichzeitig fein eingefedelte Fallen sind und den Rätseln um die vermisste Frau, die am Ende doch gar nicht so eine große Rolle spielte, abgeneigt sein?
Für mich ein Meisterwerk der Filmkunst.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Rein stilistisch und schauspielerisch ist Martin Scorceses neuem Werk wenig vorzuwerfen. Shutter Island will ein edler B-Film sein, eine klassische Mystery-Geschichte mit klischeehaften Figuren, die alle dem Kino der 50er und 60er Jahre entsprungen scheinen. Schneidige Männer mit Hüten, voller Machismo und Entschlossenheit. Unheimliche deutsche Psychologen. Kriegstrauma und Verschwörungstheorien. Geifernde Irre und geheime Botschaften. Alles soweit ganz schön und effektiv.

Bis auf ein paar häßliche Blue-Screen-Effekte zu Beginn und am Ende, kann sich der Film auch optisch sehen lassen, bringt die düstere, surreale Welt von Shutter Island effektvoll auf den Punkt. Das Problem des Films ist nicht, wie einige deutsche Kollegen feststellten, das sich der Film sehr ernst nähme und dabei doch nur ein Big-Budget-B-Film sei. Denn Scorcese setzt sehr bewußt auf dieses Look&Feel, die Klischees und Stilisierungen klassischer Pulp-Filme. Das ist alles Teil des Konzepts und somit stört es auch nicht, wenn die Figuren nicht gerade Musterbeispiel tiefschürfender Charakterentwicklung sind.

*SPOILER AHEAD*

Was weit mehr stört ist, die absolute Vorhersehbarkeit des Ganzen, denn Scorceses ist sich leider nicht zu schade die abgeschmackteste Auflösung zu wählen, die diese Geschichte haben kann. Schlimmer noch: Er verkauft sie tatsächlich als überraschenden Twist, auch wenn jeder der den Trailer gesehen hat sich wahrscheinlich schon denken kann, was es wirklich mit Dicaprios Figur auf sich hat. Von Anfang an schwankt dieses Gefühl mit, spätestens ab der Mitte steuert der Film sehr eindeutig auf diese Auflösung zu und ich hoffte im Kino wirklich, das es dabei nicht bleiben würde. Das noch irgendeine wirklich überraschende Wendung nach dem Twist käme, die die Geschichte im Kopf nochmal herumdrehte.

Dem ist leider nicht so. Das mag der Buchvorlage geschuldet sein, aber da Hollywood auch sonst keine Bedenken hat, Bücher für die Adaption umzuschreiben, kann das alleine als Entschuldigung nicht gelten. Nicht nur das Scorceses diese hundertfach in Spielfilmen, TV-Serien und Büchern gesehene Auflösung als Überraschung verkauft, er verschenkt das Ende auch komplett darauf diese offensichtliche Wendung noch mal ausführlich aufzuklären, fast so als würde er sein Publikum für zu beschränkt halten, diese banale Wendung zu kapieren. Das ist ärgerlich, denn bisher war Scorcese kein Regisseur der seine Zuschauer so von oben herab behandelt und eher darauf bedacht war sie herauszufordern. Mit Shutter Island liefert er einen toll gespielten, streckenweise sehr stimmungsvollen und spannenden Film ab, der durch seine Auflösung und den letzten Akt leider mit dem Arsch einreißt, was die Hände vorher kunstvoll aufgebaut hatten. Kein Totalausfall, aber gemessen an Scorceses eigenem Werk schon ein kleine Enttäuschung.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

faxe

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Volltreffer


dbeutner

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Schöne Kritik. Aber auch wenn ich selbst es genau so sehe, dass die Ausführlichkeit der Auflösung völlig nervt (ich empfinde die zweite Hälfte, insb. das letzte Drittel zwischen langweilig und Zumutung) muss man sehen, dass selbst hier in Kommentaren immer noch - vielleicht nicht die hellsten, aber die gibt es ja nunmal - ZuschauerInnen meinen, den kompletten Film offen interpretieren zu können. Vllt hat Scrosese mit diesen Leuten Mitleid und wollte ihnen etwas mehr Chance geben... ;-)


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]„Shutter Island“ ist mit seinem bis in die blanke Panik hineingesteigerten Leonardo DiCaprio, seinen elegant-verstörenden Bildern, einer umwerfenden Soundkulisse, mit der man aus dem Film auch ein höchstwertiges Hörspiel hätte produzieren können, und Martin Scorseses so zitierfreudiger wie inspirierter Inszenierung eine weitere erstklassige Zusammenarbeit des Filmemachers und seiner Muse des 21. Jahrhunderts geworden. Der Story fehlt es zwar in einigen Momenten an Durchsetzungsvermögen gegenüber Daniels‘ manchmal etwas bemüht-obskuren Visionen, dafür sind auch diese überwiegend optisch toll umgesetzt und gipfeln in einer schockierenden Auflösung. Einen Gruselkracher sollte man von „Shutter Island“ nicht erwarten, stattdessen gibt es eine finstere Reise in die Abgründe des menschlichen Verstandes, die glaubwürdig und ohne billige Effekthascherei unternommen wird und sich auf ihre Weise in den Verstand des Publikums bohrt.[...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

ChristiansFoyer

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Ja, ist ein HörBUCH, Dennis Lehanes Roman gelesen von Oliver Rohrbeck. Ich meine oben aber, dass man mit der Tonspur des Films 1:1 ein erstklassiges HörSPIEL produzieren könnte, so im Stil von Sachen wie z.B. "Gabriel Burns" ;)


Ruuthi41

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"Gabriel Burns" kenn ich nicht, aber ich weiß, was du meinst.


José Garcia: Textezumfilm

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4.0Uninteressant

Dramaturgisch erweist sich das Drehbuch von Laeta Kalogridis als schlichtweg redundant. Dies liegt nicht nur in der Film(über-)länge von 138 Minuten begründet, sondern vor allem in der Überdeutlichkeit der Verfilmung. Was Dennis Lehane in der Romanvorlage wunderbar in der Schwebe beziehungsweise für unterschiedliche Interpretationen offen lässt, nimmt in Scorseses Inszenierung eine von Anfang an allzu eindeutige Entwicklung, weswegen Scorseses Film die doppeldeutige Auflösung des Romans im Sinne seiner einseitigen Auslegung abändert. Martin Scorsese lässt Teddy Daniels sehr früh und wiederholt Alpträume erleben, in denen sich ein zweifaches Trauma manifestiert: Seine Frau Dolores (Michelle Williams) starb bei einem Feuer – Teddy glaubt, dass der Brandstifter in Ashecliffe einsitzt. Andererseits holen den US-Marshal die Erinnerungen an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau immer wieder ein, bei dem er an einem Massaker beteiligt war. Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwinden zunehmend. Teddy droht, den Verstand zu verlieren.

Im Vergleich zu seinen frühen Regiearbeiten, etwa „Taxi Driver“ (1976) und „Wie ein wilder Stier“ (1980), in denen Scorsese ein feines Psychogramm von Menschen zeichnete, die von ihren inneren Dämonen getrieben wurden, ist „Shutter Island“ lediglich handwerklich solides Ausstattungskino

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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5.5Geht so

Dennis Lehane, der die Romanvorlage geschrieben hat, charakterisiert SHUTTER ISLAND als bewusstes Spiel mit Genre-Versatzstücken, reiner Pastiche aus Gothic und Noir. Scorsese jedoch versteht das als Freifahrtschein, die Geschichte nicht mehr ernst nehmen zu müssen, sich, anders gesagt, von der narrativen Sorgfaltspflicht zu entbinden. Ungefähr so: Weil der Zuschauer ohnehin weiß, was ihn erwartet, ist es die Mühe, ihn auf falsche Fährten zu locken, gar nicht erst wert. Als Spannungskino ist SHUTTER ISLAND dementsprechend eine dröge, deutlich zu lange Angelegenheit. Statt dessen konzentriert sich Scorsese auf die letzte Tugend, die ihm geblieben ist: virtuoses Ausstattungstheater von genussvoller Künstlichkeit.

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

In dem bildgewaltigen Psycho-Thriller „Shutter Island“ spielt Martin Scorsese einmal mehr mit den Grundzügen des Kinos und schwelgt in wunderschönen Einstellungen. Sein düsteres Psycho-Versteckspiel ist eine Hommage an das gute alte Kino. Der große New Yorker Regisseur kehrt in der abgewandelten Romanverfilmung von Dennis Lehane zu seinen Lieblingsthemen zurück: der Sünde und der Suche nach Erlösung fern der Kirche. Wie in der jüngeren Scorsese-Vergangenheit muss sich der Kinogänger bei „Shutter Island“ auf die große Leo-Schau einlassen. Denn DiCaprios genialem Spiel des traumatisierten Kriegshelden unterwirft sich in der Produktion fast alles. Nur die stoisch aufspielenden Altmeister Ben Kingsley und Max von Sydow wissen trotz der von Scorsese allmächtig inszenierten DiCaprio-Präsenz sich in den Szenen Raum zu erspielen. DiCaprios Sidekick Mark Ruffalo wirkt wie so oft überfordert und wurde zu Recht zum Stichwortgeber degradiert. Und die Geschichte? „Shutter Island“ ist ein stimmungsvoller Retro-Thriller – eigentlich ein klassissches B-Movie-, dessen Stoff einen schnell fluchen lässt. Dabei ist die Pulp-Geschichte doppelbödig angelegt und macht auch im Umkehrschluss Sinn. Was ist hier eigentlich inszenierte Realität? Scorsese und Lehane spielen mit der Wahrnehmung eines seelisch Verkrüppelten. Am Ende traumatisieren oder wahlweise enttäuschen sie das gesamte Kinopublikum. Viele werden sich ärgern, andere an David Finchers, der anfangs für die „Shutter Island“-Regie vorgesehen war, „The Game“ denken und ich freue mich einfach nur über Scorseses nimmermüde Lust am Inszenieren und Zitieren. Denn „Shutter Island“ sieht fabelhaft düster aus, hört sich toll an und begeistert allein durch die wahnwitzigen Traumsequenzen. Das ist bisweilen nicht nur perfektes und atmosphärisch dichtes Hitchcock-Kino, sondern grenzt an einen atmosphärischen Overkill. Trotzdem ist Scorseses Retrokurs gelungen. Ähnlich wie in Sam Raimis „Drag me to Hell“ schuf er eine Perle des Genre-Kinos und eine Feierstunde des Kinos.

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Anavrin

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Jub, wird dem Werk voll und ganz gerecht!


The_Comedian

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Besonders gelungen finde ich den Verleich zu Fincher´s ´The Game´.


D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

Doch nicht unbedingt der aus schrillen Pulp-Elementen zusammengebaute Plot ist so entscheidend, sondern die ungemein kraftvolle wie kunstvoll stilisierte Inszenierung Scorseses, welche die Insel als ein Inferno menschlicher Abgründe erscheinen lässt. Gerüchte sind im Umlauf, dass das Ärzteteam (Ben Kingsley und Max von Sydow) mit grausamen Methoden am Menschen experimentiert. So erweitert Scorsese, begleitet von donnernder musikalischer Untermalung György Ligetis, die Geschichte, changiert zwischen Traum, Wahnsinn und einer Dämonologie der USA zur McCarthy-Zeit, die immer auch durch die Bilderwelt des Kinos führt. So souverän wie in Shutter Island verfügte Scorsese über seine Mittel schon lange nicht.

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Kommentare (621) — Film: Shutter Island


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MartinS.

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Bewertung9.0Herausragend

Top Film...

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sesowe

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Bewertung10.0Herausragend

Spannung pur!

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50erBizep

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Bewertung9.5Herausragend

Also dieser Film zählt wirklich zu meinen Lieblings-Filmen. Er ist richtig spannend, hat eine echt geile Story und glänz mit großer schauspielerischer Leistung von DiCarprio. Was will man auch anderes erwarten, wenn Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio zusammenarbeiten. Ein wirklich guter Film und nur zu empfehlen. !!!

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, die rings von Wirklichkeit umbrandet ist."
José Ortega Y Gasset
Ein kunstvolles Kinoposter mit dem Warnemünder Leuchtturm, reichlich Psychospielchen, die Hölle ist immer nur im eigenen Kopf.

Scorsese goes Nolan?

Nein.
Man möchte sagen, glücklicherweise nicht.

Denn neben den gelungen eingefangenen Achterbahnfahrten der Protagonistenpsyche gibt es eben das, was Scorsese so grundsätzlich von Nolan unterscheidet.
Einen Cast, der quasi unisono am oberen Anschlag agiert.

Dazu mischt der Altmeister seelische und politische Paranoia und lässt das Ganze wie eine bissige 50er Jahre Parabel wirken, die sich eben in mehr als der bloßen Optik niederschlägt (die natürlich auch ausgesprochen vorzeigbar ist).
Zusätzlich kann man sich bei Scorsese darauf verlassen, dass die Akteure nicht nur wirklich etwas leisten, sondern auch das bloße Erscheinen ihrer Namen im Vorspann schon Atmosphäre generiert.

Und so schauspielerlastig seine Werke zur Freude eines Filmliebhabers auch sind, so erfreulich ist es auch, dass das eigentliche Handwerk nie vergessen wird.
Zwar kann Ballhaus aufgrund nachlassender Gesundheit nicht mehr den kongenialen Kamerapartner geben, aber Robert Richardson (dem Oli Stone und Tarantino auch schon mehrfach erfolgreich vertraut haben) steht ihm da wenig bis gar nicht nach und fängt das hervorragend arrangierte Setting samt Darstellern entsprechend hochwertig ein.

Die Akteure ihrerseits branden hier mit meerischer Urgewalt und gleichzeitig subtil wie ein Hauch Seebrise.
Di Caprio, von Sydow, Kingsley, Levine ebenso wie die drei Damen, Williams, Mortimer (die einfach in jeder zu spielenden Zeit zeitlos wirkt) und Clarkson liefern hier Großes ab. Auch Ruffalo bietet hier eine der besseren Leistungen seiner wechselhaften Filmografie.
Mit jeder Zusammarbeit Scorsese/Di Caprio wird das Ganze organischer, mehr als nur ein gekonntes Miteinander, einfach eine schon fast übersinnlich zu nennende Verbindung, die (und das will wirklich was heißen) im HInblick auf das gemeinsame Gesamtwerk recht locker auf einer Stufe mit Scorsese/de Niro steht.

Beklemmend, frustrierend, brillant und mitreißend.

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Elektroaffe

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Bewertung9.0Herausragend

Scorsese und DiCaprio - das passt einfach. Ich kenne nahezu keinen Film, der derart fesselnd ist und den Zuschauer völlig in seinen Bann zieht.

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piedro

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider sehr vorhersehbar.

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DeLarge

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Bewertung7.0Sehenswert

!Spoiler sind im Kommentar enthalten!
Also was ich wirklich sagen muss ist, dass der Film einfach geile Kameraeinstellung hat. Licht, Bild, Optik und Position sind einfach herausragend. Meisterhaft. Beeindruckend. Einfach sau geil! Zum Film bis zum ersten Plottwist nach ca 20-30min war ich echt überrascht, der hat volle kanne gezündet, aber danach leider hatte ich schon einfach die Vorahnung wohin das alles Gipfelt. Ich konnte einfach nicht mehr überrascht werden und konnte mir das meiste erahnen. Zwar sorgte der Film für die ein oder anderen kleinen Überraschungen, aber dennoch war mir die Story zu vorhersehbar und zudem nicht so extrem stark. Also ich muss zugeben das der Cast echt sau gut ist und ich ein Fan von Michelle Williams Fan bin. Zwar haben mir manchmal die Dialoge nicht so ganz gefallen und so ein paar sachen, wie das runter klettern an der Klippe fand ich jetzt nicht so ganz Optimal. Im großen und ganzen aber ein sehr guter Film, der sicherlich nochmal angeschaut wird.

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Kamil90

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Bewertung7.5Sehenswert

Wieder ein Mal hat das mittlerweile allseits bekannte Erfolgsduo Scorsese und DiCaprio zugeschlagen, was bislang ja durchaus immer als Indikator für ein erfolgreiches, poliertes und qualitatives hochwertiges Filmerlebnis aufzufassen war, doch wie sieht es mit Shutter Island aus?

U.S. Marshal Teddy Daniels hat es nicht leicht: vom Grauen des zweiten Weltkriegs traumatisiert und vom Tod seiner Frau erschüttert wird er im Jahre 1954 zu einer auf einer kahlen und abgeschotteten Insel liegenden Anstalt für gefährliche Geisteskranke beordert, um dort eine entflohene Patientin wiederzufinden. Doch statt sich kooperativ zu verhalten, zeigen sich die Leiter der Anstalt dort seltsam abweisend und schon bald kommen Dinge ans Licht, bei denen er sich langsam fragen muss, ob der wahre Grund für seinen Aufenthalt nicht vielleicht doch ein anderer ist.

Shutter Island funktioniert als Thriller wahnsinnig gut und Scorsese schafft es meisterlich seinen Schauplatz in einen fürchterlich unbequemen Ort zu verwandeln, an dem sich immer mehr Fragen ergeben und sich ein immer mehr Gänsehaut-erregendes Unbehagen ausbreitet, wo nicht nur Leonardo DiCaprio - solide spielend wie eh und je - ins Stolpern gerät, sondern auch der Zuschauer bewusst wie der Hund an der Leine geführt wird - und ich habe diese Rolle gerne ausgeübt. Der Film lebt definitiv von seinen Twists und Mindfuck-Momenten, in die man auf spannend inszenierte Weise hineingestoßen wird, bis man sich mit einem durchaus befriedigenden Ende konfrontiert sieht.

Und obwohl das alles richtig positiv klingt und ich Shutter Island in vielerlei Hinsicht auch als guten Film bezeichnen würde, hat er im Endeffekt doch weniger Eindruck bei mir hinterlassen, als ich es gedacht hätte - und das schlimme ist, ich kann nicht mal mit Bestimmheit erklären wieso. Es ist einer dieser Filme, wo mir noch irgendwas gefehlt hat, das ihn zu einem außerordentlichen Erlebnis hochkatapultiert hätte. Vielleicht liegt es daran, dass er auf seine Weise zu glatt wirkt, ich die Auflösung irgendwo habe kommen sehen und der Soundtrack teilweise fürchterlich gesetzte Höhepunkte wahrnimmt - ich kann es nicht ganz auf konkrete Aspekte hinunter kalkulieren, aber ein leicht fader Beigeschmack bleibt für mich doch.

Der Film kriegt von mir trotzdem definitiv eine Empfehlung an all die ausgehändigt , welche sich auf einen spannenden Thriller freuen möchten, der mit einigen dramatischen Überraschungen aufwartet, bloß umgehauen hat es mich persönlich eben leider nicht.

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A-vienna

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Bewertung10.0Herausragend

Wer den Film noch nicht geschaut hat, kann einem nur leid tun.

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Jaja Binks

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Bewertung10.0Herausragend

Achtung "Mini" Spoiler!

Selten so einen guten Film gesehen!
Herausragende Figuren und eine krasse Wendung.
Dabei stellt man oft fest das die menschliche Psyche ein komplexes Gebiet ist. Ich selbst wäre als behandelnder Arzt sicherlich schon selbst verrückt geworden...

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gassifan2410

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Bewertung6.5Ganz gut

Hab das Ende bis heute nicht kapiert.
Kann mir jemand helfen? Bitte?

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arzutomta

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Spoiler
Am ende ist rausgekommen, das er die ganze Zeit ein Patient war.
Spoiler Ende


Django87

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SPOILER
Das Detektiv spielen ist seine Therapie!!!


dertyp

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Bewertung9.5Herausragend

!!!Dieser Kommentar könnte Spoiler enthalten!!!

Klasse Story! Klasse dargestellt!

Passend zu "Shutter Iland" ein Zitat aus dem Film "Adaption":
"Ich verrate ihnen ein Geheimnis... der letzte Akt macht den Film. Verblüffen sie am Ende, dann wird"s nett. Da können Fehler drin sein, Probleme, aber verblüffen sie am Ende und sie landen einen Hit."

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Stryflon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte eine lange Vorfreude auf diesen Film, da ich mir immer wieder vornahm ihn endlich anzusehen, jedoch immer wieder etwas dazwischen kam. Umso größer war also die Erwartung an Shutter Island, trotzdem ich mir keine Informationen zum Film vorher angesehen hatte. Ich wusste nur: Dieser Film soll gut sein und DiCaprio wieder in einer glänzenden Rolle (seit Inception glaubte ich das auch ohne Zweifel).

Kann los gehen: Der Anfang war recht ruhig. Viel musste zunächst erzählt und aufgeklärt werden, passend zum Krimi-Touch, den dieser Film hat. Ein U.S. Marshall muss also einen Vermisstenfall lösen. Das da irgendwas nicht stimmt, ist von Beginn an klar. Und von dem Punkt an wirkt Shutter Island sehr vorausschaubar. Man vermutet schon wie alles endet und im weiteren Verlauf ist man sich dessen auch immer sicherer.

Plötzlich bekommt der Film jedoch eine Wendung vom Krimi zum Psycho-Thriller. Alles, was einem eigentlich längst klar schien wird völlig aufgehoben und es steigert sich bis zum grandiosen Ende, welches ich seit The Sixth Sense schon lange nicht erlebt hatte.

Letzen Endes wurden die Erwartungen erfüllt und Shutter Island bietet eine gute Unterhaltung. Ein sehr guter Film, der einen schönen Platz in der heimischen Sammlung verdient.

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Ascheriit

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Bewertung6.0Ganz gut

Eigentlich ein ganz guter Film, mit einem wie gewohnt sehr guten DiCaprio (für ihn gibt es auch die Punkte) aber es ist schon schade, wenn man schon vor der Hälfte des Films ahnt auf was das ganze hinausläuft und dann am Ende sogar recht hat.
Vielleicht hab ich ja schon zu viele Filme mit so einem Twist gesehen...

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.5Sehenswert

"Shutter Island"; Scorseses vierte Zusammenarbeit mit Di Caprio und auch wenn man das nach "Gangs of New York" oder spätestens bei "Aviator" nicht mehr für möglich gehalten hätte, Leonardo wird unter diesem Meisterregisseur einfach immer stärker in seinem Spiel!

Zwei US-Marshalls führt ein Fall in den 50er Jahren auf eine Irrenanstalt, die sich auf einer abgelegenen Insel befindet, bei ihren Nachforschungen in der Umgebung von Psychopathen wie unglaubwürdigem Wachpersonal und mysteriösen Ärzten(starke Auftritte von Sir Ben Kingsley und Max von Sydow) decken sie immer mehr Geheimnisse über die Psychatriemethoden der 50er auf und stoßen auf geheime Experimente, in deren Mittelpunkt die Marshalls selbst zu stehen scheinen.
"Shutter Island" ist ein toller Thriller der alten Schule der neben seinen großartigen Schauspielern und seiner spannend erzählten Geschichte vor allem durch eine unheimliche, wie dichte Atmosphäre überzeugt, die Altmeister Scorsese hier erschafft.
Ein packendes Verwirrspiel wird einem hier geboten, eine Insel von der man nicht mehr entkommen kann, ein Unwetter das heraufzieht und eine Umgebung von Menschen, denen man nicht vertrauen kann, in denen so gut wie jeder wahnsinnig sein könnte, bis man selbst an seinem Verstand zweifelt.
Dir Art und Weise wie die Story dem Zuschauer hier nahe gebracht wird, ist am Ende doch recht einfach aber grade mit den simplen Mitteln von Flashbacks und verwirrenden Geschichten, schafft man es hier den Zuschauer zu faszinieren und an den Bildschirm zu fesseln.

Ein sehr guter Film ist "Shutter Island" auf jeden Fall aber das nächste Meisterwerk des legendären Regisseurs war dieses Werk für mich noch nicht, denn auch wenn die düstere Atmosphäre über die gesamte Laufzeit aufrecht erhalten wird, so zieht sich der Film schon im Mittelteil an der ein oder anderen Stelle leicht in die Länge, wozu das komplette Grundgerüst dieses Streifens am Ende in sich zusammen zufallen droht, wenn die Geschichte einen doch sehr konstruiert wirkenden und damit leicht unglaubwürdigen Ausgang findet.

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The Freewheelin Fonda

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Was Ben sagt ;) (kennst mich zu gut :D)


vanilla

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Ja, das hab ich schon verstanden.
Aber für ein Menschenleben sind halt Manche doch bereit mehr zu opfern als für Andere annehmbar ist.
Deshalb ist es hier vollkommen in Ordnung.
Aber, kann dich trotzdem gut verstehen.


howartwollowitz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gruselige Psycho Analyse mit spitzen Cast bzw. einem Sehr guten Ruffalo und einen nicht weniger guten Dicaprio.
Sehr Empfehlenswert.

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filmmaedchen

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Bewertung5.0Geht so

Nicht schlecht. Besser als Milch, aber auch kein Milchshake.

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SmooliEntertainment

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Bewertung9.0Herausragend

1. Sichtung: Spannender Paranoia-Krimi mit guten Schauspielern und einem tollen Twist.

2.- x. Sichtung: Hier wird erst deutlich wie perfekt inszeniert, choreographiert und aufeinander abgestimmt der ganze Film ist. Und zwar von Anfang bis Ende. Kleinigkeiten, wie Gesten, Pausen in Gesprächen, einzelne bedachte Wörter, aber auch größere Faktoren, wie das starke Drehbuch, die schlaue Darbietung von Mark Ruffalo und die grandiose(!) Kameraarbeit von Robert Richardson (was hat dieser Mann für eine beeindruckende Filmographie) kann man wohl erst ab der 2. Sichtung von SHUTTER ISLAND richtig einordnen und wertschätzen.

Martin Scorsese hat hier einen Film geschaffen, der verwirrend, spannend, mitreißend und in sich schlüssig funktioniert, dass es auch beim wiederholten Ansehen noch eine Freude ist. Er macht nicht den Fehler, sich auf den Twist zu verlassen, mit dem Hintergedanken, dass der die Leute schon begeistern wird.
Nein, er kreiert etwas, bei dem der Twist beinahe zur Nebensache wird. Bei der erneuten Sichtung ist nicht die Frage "Was passiert?", sondern "Wie passiert es?". Und dass das genau so spannend wie bei der Erstsichtung ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Sondern das Werk eines Großmeisters.

_Smooli

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clarkkent

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Bewertung10.0Herausragend

Der film hat eigendlich alles was man sich wünschen kann.
ich hab danach das Buch gelesen, und weiß warum Scorsese De Caprio gewählt hat.
TOP

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der-eugster

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Bewertung3.5Schwach

ACHTUNG: MASSIVE SPOILER- Und dieser Film lebt nur von seinem Plottwist, ist also gespoilert so gut wie unschaubar.

Scorsese, du reißt nix mehr...
Shutter Island basiert grob auf einer wahren Begebenheit, "MKULTRA" war ein in den 50er bis 70er Jahren als Antwort auf Hirnwäscheforschungen der Nordkoreaner durchgeführtes Projekt der CIA, bei dem unwissenden Patienten in Gefängnissen und Krankenhäusern psychoaktive Substanzen wie Mescalin oder LSD verabreicht wurden (teilweise in extrem überdosierten Cocktails). Diese Aktionen dienten der Erforschung der Bewusstseinskontrolle und führten zu Todesfällen sowie enormen physischen und psychischen Schäden bei den betroffenen. Anstatt nun auf dieses Thema aufmerksam zu machen, wird der Stoff eine eine schwache fiktionale Geschichte umgesponnen. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit MKULTRA ist offensichtlich nicht erwünscht- lautet die ich möchte fast sagen faschistoide Botschaft des Films doch genau wie bei "Das Cabinet des Dr. Caligari" 80 Jahre zuvor, wer die Autorität, dargestellt durch einen in den letzten Szenen geradezu fürsorglichen Ben Kingsley, in Frage stellt, ist übergeschnappt. Für die Opfer von MKULTRA muss Shutter Island geradezu zynisch wirken.

Doch was hat der Film abgesehen von merkwürdigen moralischen Botschaften zu bieten? Leider gar nichts. Ja, der Film ist recht gut so konstruiert, dass die zweite, durch den Plottwist eröffnete Sichtweise auch funktioniert. Es ist aber ein sehr unangenehmer Trend, dass Hollywood in den letzten Jahren hauptsächlich solche "Wenn du den Schluss gesehen hast, ist der Rest des Films ganz anders"-Filme produziert und hauptsächlich darauf Wert gelegt wird, dass einen der Film beim ersten Mal anschauen aus dem Hocker haut, man beim zweiten Mal über die Anspielungen, die man erst jetzt versteht "Aha!" ruft- und man ihn danach ganz unten in der DVD-Kiste vergraben kann. Filme, die mehrmals funktionieren sind in den Fast-Food-Zeiten von The Sixth Sense und The Village offensichtlich nicht erwünscht.

Nur so kann die dramaturgische Schludrigkeit des Mannes erklärt werden, der immerhin GOODFELLAS (!) vorzuweisen hat.
Einen Mann mit einem dramatischen Schicksal auszustatten reicht heute nicht mehr, es müssen dutzende sein: Der Hauptcharakter war natürlich in Dachau und hat seine Frau erschossen, nachdem diese seine drei Kinder ertränkt hat. Im übrigen ist er auch noch alkoholsüchtig, auch wenn darauf kaum eingegangen wird und dieser Aspekt wie viele andere lose hingeschmissene Versatzstücke, die zur Tiefenentwicklung des Charakters beitragen sollen, auch einfach so aus dem Drehbuch gestrichen hätte werden können. Wenn man gleich dabei ist, hätte man auch gleich sämtliche der perfekt inszenierten KZ-Szenen herausnehmen sollen- diese waren nämlich, auch wenn es zynisch klingt, leider nur Eye-Candy.

Fazit: Ein seelenloses Produkt der neuen Hollywoodart, das nebenbei bemerkt bis auf einige wirklich sehr gut gemachte Szenen genauso aussieht wie alle anderen Thriller, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind- wenn man sonst keine Stimmung erzeugen kann, reicht es anscheinend, einen Blaufilter drüberzulegen.

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der-eugster

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Dann erklär doch mal, warum. Deine Rezension zu dem Film besteht ja nur aus einem Satz, der auch nicht erklärt, was an SI so toll ist.
Wenn du nicht meiner Meinung bist, kannst du das ja auch auf eine freundlichere Weise anmerken und mir zeigen, was dir an meinem Kommentar nicht passt. Versteh nicht warum die Leute Kritik an ihren Lieblingsfilmen immer persönlich nehmen.


A-vienna

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Achtung Spoiler !!

Bei Filmen zu denen schon relativ viel geschrieben wurde, spare ich es mir generell lange Kritiken/Kommentare zu schreiben. Warum X mal das gleiche schreiben, wenn es doch so oft perfekt aufgelistet wurde ? Beispielsweise schreibst du, dass der Film nur von einem Plot Twist lebt, das ist schlichtweg falsch ! Es ist am Ende noch nicht einmal klar ersichtlich ob er tatsächlich Psychisch krank war oder nicht. Das ist das schöne an diesem Film, jeder kann sich am Ende eine eigene Meinung bilden. Das wäre nur ein Punkt von vielen, die ich bei deinem Kommentar zu kritisieren hätte. Ich will jetzt auch nicht intensiv darauf eingehen was mich an deinem Kommentar stört, zumal es DEINE Meinung ist und ich dich wohl kaum umstimmen kann, indem ich dir deine falsche Wahrnehmung vom Film aufzeige. Wie gesagt ist und bleibt es deine Meinung was du vom Film hältst. Ich muss dir aber recht geben, dass meine vulgäre Anmerkung unangebracht war. Sorry



Deine Meinung zum Film Shutter Island