Shutter Island - Kritik

US 2010 Laufzeit 138 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 25.02.2010

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Kritiken (28) — Film: Shutter Island

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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10.0Herausragend

[...] Schon in den ersten Minuten schlägt Shutter Island den Zuschauer mit präzisen, starken Bildern und einem wuchtigen Soundtrack in seinen Bann. Scorsese beweist hier schon sehr bald einmal mehr, dass er sowohl ein Händchen für die Schauspielerauswahl besitzt, als auch für Bild- und Tonkompositionen, respektive für Personen, die ihr Handwerk verstehen und seine Version des Films adäquat umzusetzen wissen. So unvermittelt wie wir in die Geschichte geworfen werden, so unvermittelt beginnt auch die Zusammenarbeit von Daniels und Aule aka Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo, die, obwohl Ruffalo zuweilen zum reinen Stichwortgeber degradiert wird, eine schöne und überzeugende Chemie untereinander entwickeln. [...]

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

[...] Bei der Suche nach Wahrheit lebt der Film durchgehend von der tragenden Darstellung DiCaprios und von der bedrückenden Atmosphäre. Eine Flucht von der Insel ist unmöglich. Zu weit ist der Weg zum Festland und zu hoch sind die Klippen. Man kann sich zwar verstecken, doch das Entkommen selbst ist unmöglich. Sobald der Sturm aufzieht und die Insel kontrolliert, zeigt sich nicht nur die unbändige Kraft der Natur, sondern auch Teddy Daniels Charakter wird immer weiter verschoben und verdreht, um sich immer tiefer in sein eigenes Chaos zu stürzen. Seine Vergangenheit wird zum Gegenwartsgefühl. Realität und Traum werden vermischt und das Fünkchen Wahrheit, welches an jedem dieser Momente haftet, muss Stück für Stück sorgfältig zusammengefügt werden. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

regiseurin

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Ja das Gesamtergebnis is dadurch zum Glück nicht beeinträchtigt =)


SoulReaver

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:)


Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

Teddy Daniels: "An diesem Ort frage ich mich..."
Chuck Aule: "Was denn Boss?"
Teddy Daniels: "Was wäre schlimmer, zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben?"

"Shutter Island" - Der Film mit dem 'Aha'-Effekt.

So sehr ich Leonardo DiCaprio früher verschmäht habe, so sehr liebe ich ihn heute. Durch seine ganz besondere schauspielerische Art prägt er diesen Psycho-Thriller, er zeigt mir einmal mehr das er einer der wohl besten Schauspieler geworden ist.
Doch DiCaprio sollte hier nicht alleine gelobt werden, der 2te Star ist Regisseur Scorsese, die Atmosphäre die er hier geschaffen hat, wirkt dermaßen gruselig, so sehr das man dem Protagonisten einen viel schöneren Ort wünscht. Auch kann man Scorsese eine perfekte Inszenierung vorwerfen, die Traumsequenzen die immer wieder vorkommen sind abwechslungsreich. Der Score unterstützt diese Atmosphäre perfekt und sorgt für Gänsehaut.
Über den Inhalt will ich nicht viel verraten, da kann man ganz leicht spoilern, "Shutter Island" ist perfekt zum miträtseln.
Die Geschichte wirkt absolut nicht harmlos, man kriegt persönliche Schicksalsschläge zu sehen die man niemanden wünscht, eine Insel mit einer Irrenanstalt voller verrückter Krimineller und ein Klasse Verwirrspiel.
Das Ende schockt sehr und man fragt sich so sehr wie der Hauptdarsteller was man nun glauben soll.
Fazit: Eine der Besten Filme aus dem Jahre 2010 mit einem sehr starken Leonardo DiCaprio. Für Fans von Thrillern, Psycho-Filmen gewürzt mit einer Prise Mysterie, ist "Shutter Island" sehr zu empfehlen.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 37 Antworten

Mr.Film

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Ich zwing immer wieder gerne Leute dazu Filme zu schauen :P


Filmkenner77

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Brillanter Thriller und wirklich ein Film, über den man auch nachher noch herrlich diskutieren und philosophieren kann.


evants.com: eventsandtrends.com

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8.0Ausgezeichnet

In Tradition Alfred Hitchcocks hat Regisseur Scorsese einen düsteren Psychothriller gedreht, der durch Noir-Elemente, gekonntem Einsatz des Scores, starker Kameraarbeit und einer nicht leicht zu durchschauenden Story von Anfang an Spannung aufbaut. Scorsese lässt den Zuschauer die Handlung die meiste Zeit aus Sicht der Figur des "Teddy" Daniels erleben, sodass die Blickwinkel anderer außen vor bleiben. Was ist Wahrheit, was nicht? Die Puzzleteile setzen sich erst langsam zusammen, bis die Handlung auf ein unerwartetes Finale zusteuert. Düster, spannend, unterhaltend - das ist "Shutter Island".

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Klangarchitekten

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Den "Score" finde extrem aufdringlich eingesetzt. Man nimmt ihn separat wahr, und dadurch unterstützt er nicht den Aufbau der düsteren Atmosphäre.


JonnyvsSherlock

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Er kam mir auch erst etwas aufgessetzt vor. Doch dann verhalf er dem Spannungsaufbau durch die Musik so zur Perfektion, dass ich mich an die krachige Stimmung gewohnt hatte. Sehe ich sehr positiv!


the gaffer: the-gaffer.de

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8.0Ausgezeichnet

"Shutter Island" droht zum einen, auf den erwähnten Twist reduziert, zum anderen als Genre-Übung eines Altmeisters abgetan zu werden. Die einen bemängeln die Vorhersehbarkeit (dazu später mehr), die anderen die oberflächlichen Freuden, welche er bietet. In jedem Fall aber ist “Shutter Island” ein absolut typischer Scorsese und dieses Urteil bezieht nicht nur seine Markenzeichen, sondern auch seine wiederkehrenden Problemzonen mit ein.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

Üppiges Ausstellkino voller "Guck mal hier und guck mal da"-Momente, das sich neben genretypischen Trash-Einlagen und sogar milden Naziploitation-Elementen beinahe pausenlos durch die Filmgeschichte manövriert und beherzt zum großen Erkennungsraten einlädt (Extrapunkte für die obligatorischen Powell/Pressburger-Referenzen). An der Geschichte des bewusst irreführend als Psychothriller vermarkteten Films hat Martin Scorsese offenbar keinerlei Interesse, fast hämisch führt er sie vor und fügt ihr nach und nach konfuse und völlig irrelevante Details bei, ehe sich das Gedankenkonstrukt auch als solches zu erkennen gibt – inklusive eines Schlusstwists, der keiner ist, sondern bereits von der ersten Szene an entsprechend vorbereitet wird (wunderbarer Kommentar zur lausigen Blendwerkdramaturgie der vielen Twistorama-Stinker in den letzten Jahren!), bis dann doch noch eine zweideutige Wendung nach der Wendung folgt und sich der Film somit durchaus raffiniert als absolut gradlinig erweist. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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5.5Geht so

In den 1970er Jahren hatte er Robert DeNiro, nun scheint Regie-Legende Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio einen neuen Lieblingsdarsteller gefunden zu haben. „Shutter Island“ ist nun bereits die vierte Zusammenarbeit und es wird bestimmt auch nicht die letzte sein.
„Shutter Island“, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane, der bereits die Vorlagen zu den grandiosen „Mystic River“ und „Gone Baby Gone“ verfasste, ist ein lupenreiner Psycho-Thriller der mit den klassischen Stilmitteln des Genre arbeitet. Dabei legt Scorsese den Fixpunkt klar aus Suspense statt auf andauernde Schockeffekte. Unterstützt wird dies durch die wirklich hervorragende Arbeit von Kameramann Robert Richardson. Er setze bereits frühere Filme von Scorsese sowie einige Werke von Oliver Stone, Quentin Tarantino und den Coen Brüdern ins richtige Licht.

„Shutter Island“ steht und fällt mit seiner Atmosphäre. Die ist zwar optisch ohne Zweifel, aber dem Film gelingt es nicht sich spannungstechnisch zu steigern. Hat der Film eine konstante Ebene der Spannung erreicht gibt es keine Spitzen mehr. Natürlich ist die Konstante nicht schlecht, aber sie verliert nach und nach an Sogwirkung was den Film teilweise unglaublich phlegmatisch ja fast schon übermüdet wirken lässt. Diese Trägheit, die man durchaus als missglücktes Stilmittel bezeichnen kann, verhindert einfach dass der, hinter seiner mysteriösen Fassade doch recht konventionelle Thriller, an cineastischer Attraktivität gewinnt.

Scorseses „Shutter Island“ hält den geschürten Erwartungen nicht stand, aber er ist gewiss kein wirklicher Reinfall. Der Film versteht es durchaus die Geheimniskrämerei interessant zu gestalten und die typischen Genrephrase wie „Ich bin nicht verrückt“ wurden wirklich hübsch in Szene gesetzt. Das Problem liegt wohl einfach darin, dass der Film sichtbar Potenzial hat, dies aber nie so einsetzt dass man davon überzeugt ist, dass die Macher das Beste aus der Geschichte herausgeholt haben. Lediglich der alle letzte Satz, über den man während des Abspanns noch einmal grübeln sollte, nutzt das vorhandene Potenzial bis zum letzten Tropfen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Herausragend

«Shutter Island» ist durch die vielschichtige Handlung, die perfekte Inszenierung und die überragenden Schauspieler ein meisterhaftes Kunstwerk.

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mdaxx

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Ja meiner Meinung nach nicht :D da ich fand das es ein unzureichendes Ende gab ;)


Elisabeth Maurer

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7.0Sehenswert

...Scorsese zeigt in den Filmen DiCaprio als Mann, der gegen äußere Mächte seine Identität und seine Weltvorstellung zu verteidigen sucht, ohne dabei die Übersicht und die Kontrolle zu verlieren. Mit Shutter Island aber vollzieht er eine Wendung. Um dies zu erzählen, läßt er die Zuschauer durch seine Sicht sehen und mit ihm sehr langsam die reale Wahrheit erkennen. So zweifelt auch das Publikum bis zum Schluß. Dies liegt an der Art der Inszenierung, die den Zuschauer psychisch und körperlich den Weg der Hauptfigur mitfühlen läßt. ...

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Elisabeth Maurer

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... man kann doch noch was ändern, habs grad etwas entschärft, hoffentlich ists ok so...


Christian Alt

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tststs :D


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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8.0Ausgezeichnet

Das Paar Scorsese/DiCaprio ist ein eingespieltes Team, das merkt man dem Streifen zu jeder Sekunde an. Während der erfahrene Regisseur locker eine perfekt düstere Grundstimmung zwischen Psychothriller und Film Noir aus dem Ärmel schüttelt, spielt DiCaprio einen sehr überzeugenden Marshall, der durch seine Migräne und die Anspannung mehr und mehr zu einem psychischen Wrack wird. Die Story schafft es sogar durch geschickte Kniffe und Details, meine Theorie über das Ende des Films über den Haufen zu werfen und mich am Ende doch nur mit Anstrengung wieder davon zu überzeugen, dass ich Recht hatte, nur um doch noch in einem kleinen Fragezeichen in den Abspann überzugehen.

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Ruuthi41

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Echt gut ausgedrückt, was das Ende anbelangt!


Corsovilla: SchönerDenken

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5.0Geht so

Scorsese malt diesen Psychothriller mit dickem Pinsel – und das gilt gleichermaßen für Kameraführung, Ausstattung, Score und Dialogpathos. Das kann einem zuviel werden, muss aber nicht. Und so ist “Shutter Island” für den einen ein gelungener Genrevertreter und für den anderen schwer erträgliches Psychogelaber im Pseudo-Noir-Gewand. (Mehr im Podcast)

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

Die größte Hürde, die Scorsese zu bewältigen hatte, war das Überwinden der Genre-Grenzen. Von einem Regisseur seines Kalibers erwartet man keinen einfachen Genrefilm mit dem man sich nur mal die Zeit vertreiben will. Doch stellt sich "Shutter Island" förmlich die ganze Zeit als nichts anderes dar. Es werden alle möglichen Klischees zelebriert, bekannte Filmtricks geremixt, ein Mash-Up aus Filmen aus Scorseses Jugend.
ACHTUNG SPOILER!
Allerdings entblößt sich mit der Schlusswendung, dieses vorgefertigte Konzept, der Film wird sichtbar, die Bilder werden hohl. Es ist die Entmystifizierung des Helden sowie seiner Welt in der es weder Gott noch Moral nur Fortschritt, Wissenschaft und Medizin gegen alles gibt. Das geträumte Leben als filmisches Werk, als würde DiCaprio mit der Hand nach dem Publikum greifen und sie fragen warum er in einem Rahmen gefangen ist. Besonders zum Ende hin, tief-traurig, entblößt sich das "Verrückt-Sein" doch nur als eine Betäubung innerer Wunden, die nicht verheilen wollen. Sie sollen nicht verheilen, sie können es nicht. Manche Verluste können nicht überwunden werden.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Die Fakten: „Shutter Island“ arbeitet mit Überraschungen, deren Wirkung fast allein über Bestehen oder Durchfallen beim Zuschauer entscheidet. In jedem Fall nicht zu vergessen ist dabei die gelungene Atmosphäre. Nicht allzu sorgfältige Spezialeffekte werden durch eine auf sehr interessante Weise fast minimalistische Tonkulisse, eine detailgespickte Inszenierung und die namhafte Besetzung locker ausgeglichen. Leonardo DiCaprio spielt seit nunmehr etwa zehn Jahren, meistens unter Scorseses Fittichen, gegen sein „Titanic“-Bubi-Image an und ist damit immer glaubwürdiger geworden. In „Shutter Island“ krallt er sich fast allen Raum der Szenen für eine recht fesselnde Darbietung, die den Psychothriller erst zum Psychothriller macht. Marc Ruffalo („Zodiac – Die Spur des Killers“) ist als Sidekick sympathischer Durchschnitt. Viel Präsenz gibt es dafür dann noch von einem schön subtilen Ben Kingsley („Lucky#Slevin“). [...]

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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9.5Herausragend

Nur wenige Regisseure erreichen mit ihren Filmen sofort den selben Level fast universeller Spannung wie die Martin Scorseses. [...] Er erfüllt nicht nur die wünsche des breiten Publikums, sondern auch die von eingefleischten Cineasten. [...]

Marty hat es wieder vollbracht, einen fesselnden und wirklich schön gemachten neo-Noir abzuliefern, der mit den umwerfendsten visuellen Effekten stolziert, die man in diesen Jahren im Kino gesehen hat.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.5Sehenswert

[...]Mit „Shutter Island“ hat sich Marin Scorsese an die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dennis Lehane gewagt, der sich auch für die literarische Vorlage für Clint Eastwoods Rache-Epos „Msytic River“ verantwortlich zeigt. „Shutter Island“ ist mit Sicherheit kein ganz typischer Scorsese, schon allein weil man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass Scorsese von der ersten Sekunde an auf das Stilmittel handwerklicher Übertreibung setzt. Wenn die beiden Marshalls in den ersten Minuten des Films zum düsteren Anwesen der Anstalt gefahren werden, während sich der drohende Sturm bereits ankündigt, dann wird dies von Scorsese mit einem krachenden Score unterlegt, der die gewollte Anlehnung von „Shutter Island“ an die Filmgeschichte geradezu überakzentuiert. In dieser Art und Weise geht es dann über die gesamte Spielzeit weiter, ob es sich nun um den Regen handelt, der mit unvermittelter Wucht auf die Dächer prasselt, oder ob es die gellenden Schreie sind, die immer wieder aus der Dunkelheit der ominösen Station C hallen. Scorsese gefällt sich in „Shutter Island“ offensichtlich darin, sich in einer ausdrucksstarken Bildsprache zu verlieren. Man sollte dies zwar nicht als ziellose Experimentiererei fehldeuten, dafür sitzt nach wie vor quasi jedes Bild, jede Szene perfekt, aber die immer wiederkehrenden Momente in denen Scorsese Asche oder Papier kunstvoll durch die Luft tanzen lässt, verleihen „Shutter Island“ immer wieder einen sehr expressionistischen, für Scorsese durchaus untypischen, Touch.[...]

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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6.5Ganz gut

Shutter Island ist technisch meisterhaft, wie es nur ein Film vom visionären Regisseur Martin Scorsese sein kann, und ein fast unerträgliches Maß an Spannung siedet und bricht gelegentlich in den zwei Dritteln des Films aus. [...] Aber es gibt auch Schwachpunkte. Wenn sich der Film auf die Irrenanstalt fokusiert, die düstere Geschichte - eine Hitchcockian Einstellung nach Dennis Lehanes Roman - ist nervenaufreibend und erbarmungslos. Aber sie verliert an Dampf wenn der Film sich in Rückblenden schlängelt und eine treffende Lösung hilft da nicht.[...] Trotz der Makel, Shutter Island ist es wert sich die fühlbare beklemende Welt die Scorsese erschaffen hat anzusehen.

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jlorenz1

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beklemende > beklemmende


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Hochglanztrash mit unwiderstehlichem Setting, der sein enormes Potenzial dank einer erstaunlich planlosen Regie nicht im Ansatz auszuschöpfen vermag. Scorsese entfernt sich seit nunmehr 20 Jahren immer weiter von der Grandiosität, die ihn in den 70ern und 80ern ausmachte und liefert kaum noch akzeptable Routinearbeit ab, mit erheblichen Timingproblemen, einem sagenhaft ruppigen Schnitt und höllischen Computer-Rückpros - alles Sachen, die man einem weniger beleumundeten Regisseur mit Recht um die Ohren gehauen hätte. Nach einer enervierend holprigen ersten Dreiviertelstunde kriegt SHUTTER ISLAND dann doch noch etwas Grip, aber letztlich ist manches zu kurz, vieles zu lang und die schlußendliche Auflösung wohl für keinen, der in den letzten Jahren im Kino war, eine echte Überraschung. Ein sturer DiCaprio müht sich redlich, das Ganze zusammenzuhalten, während sein Kollege Mark Ruffalo im schlimmen Bill Paxton-Modus ganz schön abfällt. Der Fels in der Brandung heißt Ben Kingsley; der packt den Film ein und nimmt ihn mit nach Hause.

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Filmsuechtiger

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Ben Kingsley als Fels in der Brandung ist ganz klasse geschrieben! Mein Lacher des Tages!


Hisayasu S

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Gerade nochmal gesehen, gefällt mir immer noch nicht. Seh's aber umgekehrt: Der erste Teil ist noch am Besten, irgendwann ist das Teil aber dann auserzählt, dauert aber trotzdem noch ne Dreiviertel Stunde, in deren Schlußteil der tolle Ben Kingsley vorsorglich alles trotzdem nochmal ganz ausführlich erklärt.


Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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8.0Ausgezeichnet

Shutter Island ist Scorseses Hommage an die Albtraumfabrik, ein Schwelgen in Krimi-Abgründen und Horrorhistorie: von Hitchcock zum italienischen Farbkünstler Mario Bava, von Sam Fullers hysterischem Irrenhausklassiker Shock Corridor zu Schauerstücken von Val Lewton. [...] Bis in den zwiespältigen Schlusssatz zelebriert der Filmemacher grandios eine seiner zentralen Obsessionen: das Kino als Ort des Grauens und der Gnade.

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Martin Thomson: Schnitt Martin Thomson: Schnitt

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9.0Herausragend

Ein zerfallender Film(alb)traum ist Scorsese hier gelungen. Als würde David Lynch zu den Filmen von Fritz Lang träumen. Als wären diese Träume, in denen alles Körperliche metaphorisch und alles Metaphorische physisch wird, in den Bilderlabyrinthen von Stanley Kubricks Shining gefangen und als würde Hitchcock die Lebenden aus ihrer obszönen Lust heraus ihren Geist sehen zu wollen, bestrafen. Es ist der Alptraum eines Filmhistorikers, aber auch der Alptraum eines katholischen Filmemachers, den Scorsese mit Shutter Island träumt. Von Caligari zu Hitler und wieder zurück: Zur Insel, weit vorbei an dem filmischen Ethikunterricht eines Saving Private Ryan und nur knapp vorbei an der ätzenden Pop-Historie eines Inglourious Basterds zur Shutter Island.

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Gerrit Booms: Schnitt Gerrit Booms: Schnitt

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5.5Geht so

Scorsese scheint über all den Zitaten, Referenzen und Ausstattungsideen vergessen zu haben, daß sich Bedrohung eigentlich nur durch innere Logik breit machen kann. Erst, wenn etwas tatsächlich und verständlich nahe kommt, erzeugt es auch Spannung. Doch rund um den omnipräsenten US-Marshall DiCaprio, entschuldigung, Teddy Daniels bleibt alles abstrakt.

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Xander8112: Xanders Blog

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6.0Ganz gut

[...]
Shutter Island macht nicht wirklich viel aus seinen Möglichkeiten, was schade ist. Man hätte die Geschichte mit Sicherheit straighter und mit technisch ausgereifteren Mitteln erzählen können. Vielleicht fehlte mir da ja auch, um es mal so zu sagen: der Zugang zu dem Film. Aber so richtig begeistert bin ich nicht.

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Ulrich Behrens

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10.0Lieblingsfilm

Scorseses "Standard-Crew" – vor allem Dante Ferretti und Thelma Schoonmaker –, aber und besonders auch Robert Richardson hinter der Kamera zaubern eine düstere Atmosphäre, die an die besten Traditionen der Filmgeschichte nahtlos anknüpfen kann. Dass Scorsese dabei an alt bewährte Mittel anknüpft, stört mich nicht im geringsten. Denn hinzu kommt, dass die Art und Weise, wie er diese Geschichte erzählt, sich in diese Atmosphäre nahtlos einfügt.

Es mag sein, dass mancher, der den Roman nicht kennt, trotzdem schon bald ahnt, welche Lösung die Geschichte in sich birgt. Aber selbst wenn dem so sein sollte, bleibt "Shutter Island" ein visuelles und erzählerisches Ereignis auf höchstem Niveau.

Die Geschichte führt den Betrachter auf viele Fährten. Spuren werden überall gelegt, ziehen sich weiter durch die Handlung, verknüpfen sich mit anderen Spuren, verlieren sich hier und da. Wie ein Labyrinth entfaltet sich die Suche nach einer verschwundenen Frau. Wie ein Labyrinth ist auch das Hospital, durchzogen von Gängen, unterirdischen Zellen, Winkeln, nicht genutzten Räumen usw. Auch die Insel selbst, zerklüftet, birgt geheime Räume, Höhlen, einen alten Friedhof. Das Mysteriöse, Verschlungene verortet sich überall – in der Anlage der ehemaligen Festung, der Insel selbst, aber vor allem in den handelnden Personen. Niemand ist wirklich im Gleichgewicht oder identifizierbar. Die Unschärferelation zwischen den Personen ist enorm: Glaubt man, jemanden identifiziert, "dingfest" gemacht zu haben, erweist sich sofort jemand anders als unscharf, als "anders", als fremd.

Das gilt auch für Daniels selbst. Seine Alpträume, Tagesphantasien und Erinnerungen an existentiell belastende Erlebnisse treffen auf eine Realität, die er, je weiter er nach der verschwundenen Frau sucht, immer weniger fassen kann. Die psychischen Störungen der Insassen des Ashecliffe Hospital, die enorme Spannung zwischen "definiert normal" und "definiert krankhaft", scheinen auf die ganze Insel und alle, die sich dort befinden, übergegriffen zu haben. Kurz, es gibt nichts, an dem man sich festhalten könnte.

Die Haltepunkte jedenfalls sind variabel, relativ, bedingt. Und die Lösung des Rätsels selbst, die Scorsese am Ende bereit hält, ist auch nur eine relative. Denn gerade die allerletzte Szene des Films lässt wiederum einen Hauch von Zweifel aufkommen – Zweifel an einer wirklichen, handfesten, eindeutigen, sicheren "Lösung".

Ich würde noch weiter gehen. Shutter Island ist eine Art autopoietisches System, ein System also, das sich selbst erzeugt, in dem der Unterschied zwischen Erzeuger und Erzeugnis nicht besteht. Eine spezielle Form der Kommunikation, die sich von Kommunikationen anderer Art unterscheidet und abgrenzt, erzeugt das System, was Shutter Island ausmacht. Der spezifische Kommunikationskontext der Psychologie (hier auf dem Stand von 1954, dem Jahr, in dem "Shutter Island" spielt), der das Verhältnis von Patient und Arzt bestimmt, ist wesentlicher Bestandteil dieses Systems. Alle Fremdeinwirkungen auf diesen Kommunikationszusammenhang sind Störungen und werden ignoriert oder eliminiert. Jeder auf Shutter Island ist diesem Kommunikationskontext unterworfen – auf Gedeih und Verderb. Selbstverständlich ist Shutter Island nicht ohne Verbindung zur Außenwelt. Die Psychologie, die hier den Kontext entstehen lässt, ist nicht auf der Insel produziert worden. Doch die Entwicklung zu einem System ist tatsächlich autopoietisch. Oder wie Luhmann schrieb:

"Ein soziales System kommt zustande, wenn immer ein autopoietischer Kommunikationszusammenhang entsteht und sich durch Einschränkung der geeigneten Kommunikation gegen eine Umwelt abgrenzt. Soziale Systeme bestehen demnach nicht aus Menschen, auch nicht aus Handlungen, sondern aus Kommunikationen." (Niklas Luhmann: Ökologische Kommunikation, 1986, S. 269) "Autopoietische Systeme können ihre Strukturen nicht als Fertigprodukte aus ihrer Umwelt beziehen. Sie müssen sie durch eigene Operationen aufbauen und das erinnern – oder vergessen." (Niklas Luhmann: Soziologische Aufklärung 6. Die Soziologie und der Mensch, 2008).

In "Shutter Island" wird diese Idee jedoch weitergetrieben. Für Scorsese, behaupte ich einmal, steht dieses "System Shutter Island" (neben der historischen Einordnung des Romans im Jahr 1954, auch durch Lehane) für andere, letztlich für alle Systeme der menschlichen Gesellschaft. Denn entscheidend – nach Sicht des Films – ist die Frage: Wer ist das Monster? Die Unschärfe jeglicher Antwort auf diese Frage ergibt sich mir nach dem Film schlagartig. Die Verdrängung des "Bösen" weist eher auf die Struktur des "Bösen", denn auf "einen Bösen". "Ein Böser" ist schnell ausgemacht. Jeder SS-Arzt wie Mengele, jeder KZ-Aufseher wie Höss oder jeder Diktator wie Hitler sind als personeller Fokus "des Bösen" identifizierbar. Doch der Faschismus z.B. als System ist nur verständlich durch seine spezifische "autopoietische" Kommunikationsstruktur (Führerprinzip, Volksgemeinschaft, Rassismus, speziell Antisemitismus usw.). Diese spezifische Kommunikation schafft erst den Faschismus als System, das sich aus sich selbst produziert und sich selbst reproduziert. Nur das Verständnis dieses spezifischen, anderes ausschließenden Kommunikationssystems lässt es auch zu, es (in seinen "Grundannahmen") zu bekämpfen.

Dem heilsamen, Wunden schließenden, Konflikte, vor allem auch innere Konflikte lösenden Moment der Geschichte, die Scorsese erzählt, haftet am Schluss des Films (gerade durch die letzte Szene) etwas Trügerisches, Zweifelndes, Misstrauisches an – die Frage, ob dieses System "Shutter Island" wirklich aus sich selbst heraus etwas "lösen" kann. Lösen, ablösen, auflösen, den Knoten entwirren. Ist das tatsächlich möglich? Insofern geht "Shutter Island" über seine konkrete Geschichte hinaus. Der Film hat meinem Gefühl nach enorme zivilisationskritische Momente, wobei Scorsese sich wie immer jeglicher "Botschaft" enthält. Insofern knüpft "Shutter Island", trotz seiner ganz andersartigen Dramaturgie, an seine früheren Filme, insbesondere auch "Gangs of New York" und "Aviator", an.

Ich will es dabei belassen. "Shutter Island" empfinde ich als einen weiteren Geniestreich Scorseses – trotz so mancher Unkenrufe anderer. Zu erwähnen ist schließlich, wie großartig DiCaprio diesen Teddy Daniels spielt, dessen Figur hier eindeutig im Vordergrund steht, unterstützt von einer sorgfältig ausgewählten Schauspielergarde, die ihr Bestes gibt. Und last but not least fügt sich die Musik des Films wunderbar in die Handlung ein.

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An.Ba.

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Dazu gibt es wirklich nichts mehr zu ergänzen. Doch muss ich nochmals auf das Ende deuten, denn wirklich, man denkt man hätte alles durchschaut, jetzt käme die Rettung, der Kampf, die Zwiesspalt und dann eine solche 180 C -wendung.
Eigentlich bin ich filmen mit solchen wendepunkten und besonders mit solchen endings abgeneigt, doch wie kann man bei einer solchen story, solchen, dem zuschauer klar gestellten fragen, welche gleichzeitig fein eingefedelte Fallen sind und den Rätseln um die vermisste Frau, die am Ende doch gar nicht so eine große Rolle spielte, abgeneigt sein?
Für mich ein Meisterwerk der Filmkunst.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Rein stilistisch und schauspielerisch ist Martin Scorceses neuem Werk wenig vorzuwerfen. Shutter Island will ein edler B-Film sein, eine klassische Mystery-Geschichte mit klischeehaften Figuren, die alle dem Kino der 50er und 60er Jahre entsprungen scheinen. Schneidige Männer mit Hüten, voller Machismo und Entschlossenheit. Unheimliche deutsche Psychologen. Kriegstrauma und Verschwörungstheorien. Geifernde Irre und geheime Botschaften. Alles soweit ganz schön und effektiv.

Bis auf ein paar häßliche Blue-Screen-Effekte zu Beginn und am Ende, kann sich der Film auch optisch sehen lassen, bringt die düstere, surreale Welt von Shutter Island effektvoll auf den Punkt. Das Problem des Films ist nicht, wie einige deutsche Kollegen feststellten, das sich der Film sehr ernst nähme und dabei doch nur ein Big-Budget-B-Film sei. Denn Scorcese setzt sehr bewußt auf dieses Look&Feel, die Klischees und Stilisierungen klassischer Pulp-Filme. Das ist alles Teil des Konzepts und somit stört es auch nicht, wenn die Figuren nicht gerade Musterbeispiel tiefschürfender Charakterentwicklung sind.

*SPOILER AHEAD*

Was weit mehr stört ist, die absolute Vorhersehbarkeit des Ganzen, denn Scorceses ist sich leider nicht zu schade die abgeschmackteste Auflösung zu wählen, die diese Geschichte haben kann. Schlimmer noch: Er verkauft sie tatsächlich als überraschenden Twist, auch wenn jeder der den Trailer gesehen hat sich wahrscheinlich schon denken kann, was es wirklich mit Dicaprios Figur auf sich hat. Von Anfang an schwankt dieses Gefühl mit, spätestens ab der Mitte steuert der Film sehr eindeutig auf diese Auflösung zu und ich hoffte im Kino wirklich, das es dabei nicht bleiben würde. Das noch irgendeine wirklich überraschende Wendung nach dem Twist käme, die die Geschichte im Kopf nochmal herumdrehte.

Dem ist leider nicht so. Das mag der Buchvorlage geschuldet sein, aber da Hollywood auch sonst keine Bedenken hat, Bücher für die Adaption umzuschreiben, kann das alleine als Entschuldigung nicht gelten. Nicht nur das Scorceses diese hundertfach in Spielfilmen, TV-Serien und Büchern gesehene Auflösung als Überraschung verkauft, er verschenkt das Ende auch komplett darauf diese offensichtliche Wendung noch mal ausführlich aufzuklären, fast so als würde er sein Publikum für zu beschränkt halten, diese banale Wendung zu kapieren. Das ist ärgerlich, denn bisher war Scorcese kein Regisseur der seine Zuschauer so von oben herab behandelt und eher darauf bedacht war sie herauszufordern. Mit Shutter Island liefert er einen toll gespielten, streckenweise sehr stimmungsvollen und spannenden Film ab, der durch seine Auflösung und den letzten Akt leider mit dem Arsch einreißt, was die Hände vorher kunstvoll aufgebaut hatten. Kein Totalausfall, aber gemessen an Scorceses eigenem Werk schon ein kleine Enttäuschung.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

faxe

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Volltreffer


dbeutner

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Schöne Kritik. Aber auch wenn ich selbst es genau so sehe, dass die Ausführlichkeit der Auflösung völlig nervt (ich empfinde die zweite Hälfte, insb. das letzte Drittel zwischen langweilig und Zumutung) muss man sehen, dass selbst hier in Kommentaren immer noch - vielleicht nicht die hellsten, aber die gibt es ja nunmal - ZuschauerInnen meinen, den kompletten Film offen interpretieren zu können. Vllt hat Scrosese mit diesen Leuten Mitleid und wollte ihnen etwas mehr Chance geben... ;-)


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]„Shutter Island“ ist mit seinem bis in die blanke Panik hineingesteigerten Leonardo DiCaprio, seinen elegant-verstörenden Bildern, einer umwerfenden Soundkulisse, mit der man aus dem Film auch ein höchstwertiges Hörspiel hätte produzieren können, und Martin Scorseses so zitierfreudiger wie inspirierter Inszenierung eine weitere erstklassige Zusammenarbeit des Filmemachers und seiner Muse des 21. Jahrhunderts geworden. Der Story fehlt es zwar in einigen Momenten an Durchsetzungsvermögen gegenüber Daniels‘ manchmal etwas bemüht-obskuren Visionen, dafür sind auch diese überwiegend optisch toll umgesetzt und gipfeln in einer schockierenden Auflösung. Einen Gruselkracher sollte man von „Shutter Island“ nicht erwarten, stattdessen gibt es eine finstere Reise in die Abgründe des menschlichen Verstandes, die glaubwürdig und ohne billige Effekthascherei unternommen wird und sich auf ihre Weise in den Verstand des Publikums bohrt.[...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

ChristiansFoyer

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Ja, ist ein HörBUCH, Dennis Lehanes Roman gelesen von Oliver Rohrbeck. Ich meine oben aber, dass man mit der Tonspur des Films 1:1 ein erstklassiges HörSPIEL produzieren könnte, so im Stil von Sachen wie z.B. "Gabriel Burns" ;)


Ruuthi41

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"Gabriel Burns" kenn ich nicht, aber ich weiß, was du meinst.


José Garcia: Textezumfilm

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4.0Uninteressant

Dramaturgisch erweist sich das Drehbuch von Laeta Kalogridis als schlichtweg redundant. Dies liegt nicht nur in der Film(über-)länge von 138 Minuten begründet, sondern vor allem in der Überdeutlichkeit der Verfilmung. Was Dennis Lehane in der Romanvorlage wunderbar in der Schwebe beziehungsweise für unterschiedliche Interpretationen offen lässt, nimmt in Scorseses Inszenierung eine von Anfang an allzu eindeutige Entwicklung, weswegen Scorseses Film die doppeldeutige Auflösung des Romans im Sinne seiner einseitigen Auslegung abändert. Martin Scorsese lässt Teddy Daniels sehr früh und wiederholt Alpträume erleben, in denen sich ein zweifaches Trauma manifestiert: Seine Frau Dolores (Michelle Williams) starb bei einem Feuer – Teddy glaubt, dass der Brandstifter in Ashecliffe einsitzt. Andererseits holen den US-Marshal die Erinnerungen an die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau immer wieder ein, bei dem er an einem Massaker beteiligt war. Die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwinden zunehmend. Teddy droht, den Verstand zu verlieren.

Im Vergleich zu seinen frühen Regiearbeiten, etwa „Taxi Driver“ (1976) und „Wie ein wilder Stier“ (1980), in denen Scorsese ein feines Psychogramm von Menschen zeichnete, die von ihren inneren Dämonen getrieben wurden, ist „Shutter Island“ lediglich handwerklich solides Ausstattungskino

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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5.5Geht so

Dennis Lehane, der die Romanvorlage geschrieben hat, charakterisiert SHUTTER ISLAND als bewusstes Spiel mit Genre-Versatzstücken, reiner Pastiche aus Gothic und Noir. Scorsese jedoch versteht das als Freifahrtschein, die Geschichte nicht mehr ernst nehmen zu müssen, sich, anders gesagt, von der narrativen Sorgfaltspflicht zu entbinden. Ungefähr so: Weil der Zuschauer ohnehin weiß, was ihn erwartet, ist es die Mühe, ihn auf falsche Fährten zu locken, gar nicht erst wert. Als Spannungskino ist SHUTTER ISLAND dementsprechend eine dröge, deutlich zu lange Angelegenheit. Statt dessen konzentriert sich Scorsese auf die letzte Tugend, die ihm geblieben ist: virtuoses Ausstattungstheater von genussvoller Künstlichkeit.

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alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

In dem bildgewaltigen Psycho-Thriller „Shutter Island“ spielt Martin Scorsese einmal mehr mit den Grundzügen des Kinos und schwelgt in wunderschönen Einstellungen. Sein düsteres Psycho-Versteckspiel ist eine Hommage an das gute alte Kino. Der große New Yorker Regisseur kehrt in der abgewandelten Romanverfilmung von Dennis Lehane zu seinen Lieblingsthemen zurück: der Sünde und der Suche nach Erlösung fern der Kirche. Wie in der jüngeren Scorsese-Vergangenheit muss sich der Kinogänger bei „Shutter Island“ auf die große Leo-Schau einlassen. Denn DiCaprios genialem Spiel des traumatisierten Kriegshelden unterwirft sich in der Produktion fast alles. Nur die stoisch aufspielenden Altmeister Ben Kingsley und Max von Sydow wissen trotz der von Scorsese allmächtig inszenierten DiCaprio-Präsenz sich in den Szenen Raum zu erspielen. DiCaprios Sidekick Mark Ruffalo wirkt wie so oft überfordert und wurde zu Recht zum Stichwortgeber degradiert. Und die Geschichte? „Shutter Island“ ist ein stimmungsvoller Retro-Thriller – eigentlich ein klassissches B-Movie-, dessen Stoff einen schnell fluchen lässt. Dabei ist die Pulp-Geschichte doppelbödig angelegt und macht auch im Umkehrschluss Sinn. Was ist hier eigentlich inszenierte Realität? Scorsese und Lehane spielen mit der Wahrnehmung eines seelisch Verkrüppelten. Am Ende traumatisieren oder wahlweise enttäuschen sie das gesamte Kinopublikum. Viele werden sich ärgern, andere an David Finchers, der anfangs für die „Shutter Island“-Regie vorgesehen war, „The Game“ denken und ich freue mich einfach nur über Scorseses nimmermüde Lust am Inszenieren und Zitieren. Denn „Shutter Island“ sieht fabelhaft düster aus, hört sich toll an und begeistert allein durch die wahnwitzigen Traumsequenzen. Das ist bisweilen nicht nur perfektes und atmosphärisch dichtes Hitchcock-Kino, sondern grenzt an einen atmosphärischen Overkill. Trotzdem ist Scorseses Retrokurs gelungen. Ähnlich wie in Sam Raimis „Drag me to Hell“ schuf er eine Perle des Genre-Kinos und eine Feierstunde des Kinos.

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Anavrin

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Jub, wird dem Werk voll und ganz gerecht!


The_Comedian

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Besonders gelungen finde ich den Verleich zu Fincher´s ´The Game´.


D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.0Ausgezeichnet

Doch nicht unbedingt der aus schrillen Pulp-Elementen zusammengebaute Plot ist so entscheidend, sondern die ungemein kraftvolle wie kunstvoll stilisierte Inszenierung Scorseses, welche die Insel als ein Inferno menschlicher Abgründe erscheinen lässt. Gerüchte sind im Umlauf, dass das Ärzteteam (Ben Kingsley und Max von Sydow) mit grausamen Methoden am Menschen experimentiert. So erweitert Scorsese, begleitet von donnernder musikalischer Untermalung György Ligetis, die Geschichte, changiert zwischen Traum, Wahnsinn und einer Dämonologie der USA zur McCarthy-Zeit, die immer auch durch die Bilderwelt des Kinos führt. So souverän wie in Shutter Island verfügte Scorsese über seine Mittel schon lange nicht.

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Kommentare (580) — Film: Shutter Island


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Becci-Fandorin

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Bewertung6.5Ganz gut

Für mich ein Film der völlig überbewertet ist.
Ganz nett, okay. Auch unterhält der Film ganz gut aber um ehrlich zu sein, hat mich das Ende nicht überrascht. Insgesamt fand ich die Sache ziemlich vorhersehbar.
Ich mag Leo ja aber andere Filme mit ihm gefallen mir deutlich besser.
Nichtsdestotrotz ist der Film zum einmaligen Anschauen durchaus geeignet.

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inceptionfan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Shutter Island" ist einfach ein absolut großartiger Psychothriller! Leonardo DiCaprio spielt wirklich hervorragend und der Film schafft es einfach wunderbar, eine absolut unheimliche und bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die nicht selten für richtige Gruselmomente sorgt. Dazu ist die Handlung spannend, verwirrend und kann am Ende wirklich überraschen. Mir persönlich waren nur ein paar wenige Momente zu langatmig inszeniert, die die Handlung teilweise ein wenig ausgebremst haben und es ist eben ein Film, den man im Normalfall nicht noch einmal anschaut, wenn man das Ende einmal kennt.
Fazit: "Shutter Island" ist ein wirklich großartiger Psychothriller mit tollen Schauspielern, gruseliger Atmosphäre und einer überraschenden Story.Sollte man ruhig gesehen haben!

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Deadbirth

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schon seit einiger Zeit mein absoluter Lieblingsfilm. Einige mögen meinen, der Film sei zu lang, aber ich hätte mir sogar ein paar Minuten mehr gewünscht. Das offene Ende stört mich nicht - ganz im Gegenteil. Genau so ist es richtig, da man sich dadurch automatisch weiterhin mehrere Tage mit dem Film im Kopf befasst - was soll man nun glauben?

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sweeneytodd

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich war dies der zweite Film des Gespanns Scorsese-DiCaprio. Während ich von "Aviator" sehr enttäuscht war, hat mich dieser Film absolut mitgerissen. Zugegeben, die Handlung eines Horrorfilms in einer Psychatrie ist alles andere als neu, aber wurde perfekt umgesetzt. Nicht zuletzt durch einen Leo in Hochform und einem überragenden Ben Kingsley.
Sehr überrascht bin ich, dass das Ende hier so dermaßen gefeiert wird. Auch ich finde es richtig gut, aber wirklich innovativ und neu war es nicht. Ich habe bereits viele Filme gesehen, die ähnlich endeten und bereits vor dem Twist hatte ich schon so eine Ahnung, in welche Richtung das Ganze gehen würde. Dies soll jedoch keine Kritik sein. Der beste Film, den ich seit Langem gesehen habe.

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LexFuzzington

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer dieser Abende am Wochenende wo man nicht so richtig weiss, was man so machen soll. Nach Filmen geschaut, gedacht 'hey dicaprio geht immer' und echt begeistert! Hätte ich nicht erwartet. Brutal guter Film!

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EinfreierElf

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film wirbelt dein Gehirn zusammen mit all deinen Sinne mal mächtig durch! Total spannender Film mit einer krassen End-Auflösung. Das war so wirklich nicht zu erwarten. Außerdem sind die Bilder (Thrillermäßig), Scorseses Blick-Führende Inszenierung und die Schauspielleistung von DiCaprio großartig!!

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ArtYunkie

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film ist nicht nur ein vorbildliches Beispiel eines ungepflegten Genres. Sondern viel mehr eine Transzendenz des menschlichen Verstandes, die durch die bekanntliche Schauspielkunst eines Leonardo DiCaprio so realistisch rüber gebracht wird, das es noch Stunden nach dem Film zu Gedankenüberflutung oder Diskussionsrunden führen kann.

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preLLeR

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ganz stark,muss man gesehen haben.

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KingLee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Leonardo,leonardo..Ja wo zu brauch man den nen oscar
Wen man so Geil überzeugt wie in diesem Film.
Was für ein Krasser Film.Und was für ein Twist am Ende
Ein grandioser,kranger,geiler,psycho-thriller.Sehenswert, immer wieder aufs Neue
Wow leonardo Wow...scheiss auf den Oscar du hast es drauf....

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wirklich großartiger Film, der mich in all seinen Punkten überzeugen konnte.
Die Handlung ist wirklich bis zur letzten Sekunde spannend und damit eine der besten Buchverfilmungen, die ich je gesehen habe.
Das Drehbuch ist sehr facettenreich und weist damit nicht nur Thrillerelemente auf, sondern schafft es auch mit Traumelementen und den Abgründen der Menschlichkeit zu spielen.
Die Darsteller Ben Kingsley und Leonardo DiCaprio spielen einfach einwandfrei und schaffen es einen eine Gänsehaut auf die Haut zu zaubern.

Also einen wirkliche Empfehlung: Schaut euch alle Shutter Isand an, er ist ein großartiger Thriller und soviel mehr.

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BlackLevel

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Bewertung9.0Herausragend

(Dieser Kommentar, enthält SPOILER)

SHUTTER ISLAND ist oberflächlich betrachtet ein düsterer Mystery-Thriller, im Kern jedoch ist es vielmehr ein raffiniert inszeniertes Psychodrama..

Mich persönlich konnte dieser Film, erst bei einer zweiten Sichtung vollkommen überzeugen. Scorsese wusste genau was er tat, in dem er dem Zuschauer eben nicht ein völlig überkonstruierten Twist vorsetzte, sondern stück für stück des Rätsels Lösung aufdeckte und doch genug Freiraum für die eigene Interpretation ließ.

Das gesamte Setting des Filmes ist überragend..
Von den Kulissen der Anstalt, über die Schauplätze der Insel, bis hin zu den Erinnerungs und Traum Szenarien, ist alles fantastisch in Szene gesetzt worden und erzeugt, im Einklang mit dem genialen Score, eine enorm packende Atmosphäre.

Die Besetzung spielt ebenfalls gut auf, besonders DiCaprio und Ben Kingsley gefallen in ihren Rollen und können vollends überzeugen.

SHUTTER ISLAND ist ein sorgsam ausgearbeiteter Film, über die psychologischen Mechanismen der Verdrängung..

Herausragend!

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racaesya

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Bewertung9.5Herausragend

Ich liebe, liebe, lieeebe diesen Film. Hab ihn mir schon zwei mal angesehen und freue mich jetzt schon irgendwann den Film ein drittes mal anzuschauen. Ich muss zugeben, dass Ende macht mit schon verrückt und gleichzeitig traurig.
Verrückt weil ich nicht genau weiß ob Leonardo wirklich ein psycho ist oder ob er von den anderen verarscht wird.
Traurig weil er, entweder wirklich krank ist, aber denkt er wäre ein Marshal oder er ist wirklich ein Marshal und wird verarscht, dass er ein psycho ist, der arme Leo.
Es gibt viele Verwirrungen im Film ob er verarscht wird oder nicht. Ich denke aber schon dass er der Psycho ist, sonst ergibt vieles keinen Sinn, wie der Therapeut, der sein angeblicher Partner Chuck sein soll oder die ganzen Albträume und Hallizinationen von Kindern und von seiner verstorbenen Frau sind.
Wie auch immer ein sehr sehr gut geschauspielter Psychothriller von allen Figuren vorallem Leonardo DiCabrio (mein Lieblingsschauspieler mal so nebenbei :))

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max.subzero.1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Will gar nicht zu tief ins Detail gehen - schauspielerisch ganz stark. Ruffalo, DiCaprio und Kingsley passen wunderbar zusammen. Und ein Ende, das Interpretationen in alle Möglichen Richtungen offen lässt. Stark.

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roman.zechmeister.50

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach hammer

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Sydraves

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Shutter Island" handelt um die namensgebende Insel, auf der psychisch kranke Schwerverbrecher gebracht werden. Marshal Daniels soll hier mit seinem Partner das Verschwinden von einer Patienten klären, doch alles wirkt so, als würden sowohl Patienten als auch Pfleger ein Geheimnis hüten...

Dies ist ein Film, bei dem man nicht viele Worte verlieren braucht, um zu sagen, dass er grandios ist! Die Szenarien sind ausdrucksstark und authentisch, ebenso wie es die Schauspieler sind. Die Story ist umwerfend und trifft exakt meinen Geschmack, entsprechend spreche ich hiermit meine vollste Empfehlung aus.

"Shutter Island" sollte in einer ernsten, kleinen Runde geschaut werden, in der es kein Problem darstellt, ruhig zu bleiben, da der Film unglaublich fesselnd ist. Gegebenenfalls schaut man diesen auch alleine oder mit nur einem weiteren Zuschauer, da die Spannung beibehalten werden sollte.

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Eponine07

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Enthält Spoiler!!!
Nach diesem Film kriege ich irgendwie immer Kopfschmerzen, weil ich einfach nicht weiß was ich glauben soll. War er nun wirklich verrückt oder haben sie ihm eine Gehirnwäsche verpasst? Ich komme irgendwie nie auf meine Antwort, es gibt zu viele Hinweise die darauf führen, dass er seine Frau wirklich getötet hat, aber auch zu viele Sachen die dagegen sprechen, wie zum Beispiel, dass Ben Kingsley ihm fast zu Ende die Fotos seiner toten Kinder zeigt, nicht aber seiner Frau, was zu der Theorie passt, dass Leo gar nicht verrückt war und seine Frau wirklich bei einem Brand gestorben ist. Ich weiß es nicht und es macht mich fast wahnsinnig, dass ich nicht auf einen grünen Zweig komme!!!
Jetzt aber zum Film: Er ist natürlich unglaublich spannend und packend, die Schauspieler sind super allen voran natürlich Leonardo DiCaprio <3 aber auch Mark Ruffalo find ich in diesem Film toll, er kann meiner Meinung nach gut neben Leo mithalten, auch Michelle Williams ist in diesem Film akzeptabel. Shutter Island ist bis jetzt so der einzige Film von Scorsese den ich wirklich gut finde

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Tq1991

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich gucke Filme sehr ungerne mehr als ein mal.
Aber diesen Film werde ich mehr irgendwann noch ein drittes mal anscheuen.
Tolle Atmosphäre, großartiges Schauspiel.

Das Ende ist m.M.n. in die eine oder in die andere Richtung interpretierbar.
Noch Monate nach dem Film diskutiere ich ab und an mit meiner Freundin über das Ende :D

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Jose.Callejon

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Story fasziniert von der ersten bis zur letzten Sekunde, man kann sich den Film wirklich öfter (bzw. muss es fast sogar) ansehen, ohne dass es langweilig wird. Und die Interpretationen gehen ja bis heute auseinander, einfach toll.
Als Fan von Psychothriller war ich vollends bedient.
Die schauspielerischen Leistungen, v.a. von Leo: weltklasse.

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realtd3

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Bewertung9.0Herausragend

Lord, this bitter earth
Yes, can be so cold
Today you're young
Too soon, you're old
But while a voice within me cries
I'm sure someone may answer my call
And this bitter earth
Ooooh may not
Oh be so bitter after all

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Jek-Hyde

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist aber auch eine verrückte Welt.
Ständig wird man von Wasser durchgeschüttelt, oder es fliegt einem was um die Ohren. Asche, Blätter, oder Wasser in allen Aggregatszuständen und Formen, oder am schlimmsten Gedanken.
Shutter Island ist sozusagen die Mutter aller Gedankenverwuschtel-Irrenhaus Filmen.
Ein nicht ungeringer Schuss Twin Peaks und Traumata die einige knacken, + eine Spur Oliver Sacks (Ihr wisst was ich meine ;)) Gekonnt streckt Scorsese alles bis in die endlosesten Übertreibungen.
Keine Verschwörung ist zu groß.
Kein Irrer zu verrückt.
Kein Pfleger zu einseitig und dumpf.
Kein Professor Nazi genug.
Kein Schatten zu tief...
...und kein Plot zu kafkaesk.
Die Wahrheit kann schon gefährlich und verwirrend sein, aber wenn ihr sie wissen wollt, werdet ihr wohl den Filme euch beschaffen und ansehen müssen. Ich denke er ist einer Flog übers Kuckugsnest überlegen...ja, ich vergleiche gern Äpfel mit Birnen. Das findet man auf der Stelle einen Unterschied, toll, oder?

SPOILER (der kann auch nicht GROSS genug geschrieben sein)

Sicher, der Film ist darauf ausgelegt, dass man rätselt, aber ehrlich gesagt kann man so den Film nicht bis zum Schluss genießen und so wurde er nach der ersten Sicht eine 8/10 oder so.
Ehrlich gesagt habe ich den Schluss jetzt erst gerafft. Ich dachte die „Platte" wehre einfach wieder auf Anfang gesprungen...aber das sollte nur den Anschein erwecken. Er wollte mit der Wahrheit nicht leben und gaukelte allen so einen Rückfall vor, hoffte die Lobotomie würde ihn von den Erinnerungen befreien...
...so ein Irrer aber auch.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass wenn ihr schon irre seit, dann solltet ihr nicht nur wissen, wie man das versteckt aller Dexter. Es kommt nicht darauf an, dass ihr kleine, massenmordende Ptrick Batemänner seit, sondern dass ihr nach dem Spielen wieder aufräumt. Mann beklagt sich nicht, wenn ihr ein paar Frauen mit einem Beil kleinhackt...solange ihr danach wieder hübsch sauber macht.
Kurz= Was du auch tust, mach uns kein Spittel und wir sehen darüber weg ;3

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