Silver Linings - Kritik

US 2012 Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 03.01.2013

Setze Silver Linings auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Silver Linings auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (51) — Film: Silver Linings

Timo K.: Blockbuster Entertainment

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Spielfreudig verwebter (Robert De Niro), zwangsneurotischer Festivalschlock. Großflächig angepriesen: Kampf-, Dampf- und Tanzwalze Jennifer Lawrence (einfach unerträglich) und Rampensau Bradley Cooper (einfach unerträglich). Ihre zwei Mondgesichter haben mich monatelang abgeschreckt. Da aber David O. Russell mittlerweile als jemand gilt, der nur noch geile Scheiße macht (aus welchen Gründen auch immer), musste ich die geile Scheiße früher oder später ja doch über mich ergehen lassen. Es kam, wie es kommen musste. "Silver Linings" nervt, ist dusselig-doof und braucht für ein schlechtes Gefühl, für eine abweisende Regung, für ein bisschen negativen Menschenschmalz keinen aufrichtigen Schauspieler, der sich Authentizität, Spontanität und Teilnahme bewahrt, sondern einen, der den Stinkefinger an die Fensterscheibe donnert und auf Furienmodus blitzschnell flüchtet. Das ist David O. Russell, das sind seine Charaktere. Längst keine Menschen mehr, keine Menschen aus der Nachbarschaft, sind sie festgebunden am Stilisierten: Karikaturen, Widerlinge, Schreihälse, feilschend um das temperamentvollste Argument, um die ermüdendsten Endloserwiderungen und um das Beklopptsein an sich. So richtig Mensch ist "Silver Linings" irgendwie nicht, eher süßholzgeraspelter Puderzucker in vertrauter Routine, abgeschmeckt mit fetzigen Montagen und selbstbesoffener Cleverness, die sich am Ende selbst in die Klapse einweist. Ein vergiftetes Gute-Laune-Aphrodisiakum, ungefähr so kalt wie Hundeschnauze. Ich habe die DVD wirklich erlöst zurückgegeben.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Prechtl

Antwort löschen

Hab nie verstanden, warum den jeder so toll findet.


Le Samourai

Antwort löschen

Na weil er so toll ist.


JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
5.0Geht so

Ein Film, wie gemacht für die alljährliche Jagd nach möglichst vielen Goldjungs für die Vitrine. So kommt "Silver Linings" rüber und meine Güte, ich würde es ihm ja auch gönnen, wenn er nur das halten könnte, was er verspricht. In der ersten Hälfte macht er auch noch halbwegs Spaß, auch wenn sich hier bereits andeutet, das sich der Thematik (bipolare Störungen) nur oberflächlich bedient wird, um als Aufhänger für eine süße Herzschmelzromanze verschroben-liebenswerter Sonderlinge herzuhalten.

Durchaus charmant und mit einigen nett-witzigen Situationen ausgestattet baut David O. Russell eine Erwartungshaltung auf. Doch mal keine typische RomCom, mit ernsten Ansätzen. Zudem, und wenigstens das hält über die gesamte Laufzeit, wirklich gut gespielt. Bradley Cooper ist überzeugend, wenn auch nicht Oh-mein-Gott-wie-geil-ist-das-denn-überzeugend, aber immerhin. Robert De Niro darf ENDLICH mal wieder ansatzweise etwas spielen, was seinen Fähigkeiten entspricht, allein dafür müsste man "Silver Linings" dann doch fast wieder gut finden. Warum allerdings Jennifer Lawrence jetzt ausgerechnet dafür den anvisierten Goldbubi eingestrichen hat (wäre damals für "Winter's Bone" klar verdienter), ist mal wieder so eine Entscheidung für den kleinsten gemeinsamer Nenner von der fragwürdig-neutralen Jury, die dafür eine Emmanuelle Riva ("Liebe") mit ihrer mutig-berührenden Darstellung einfach mal übergangen haben. So eine alte Dame macht sich halt nicht so gut für kommende Großprojekte, da lieber dem jungen Hüpfer das Teil in die Schuhe schieben, damit später damit prima geworben werden kann. Um eins klar zu stellen: Lawrence wirkt reif und spielt gut, keine Frage, aber das ist doch ein schlechter Scherz. Allein dafür müsste man "Silver Linings" schon wieder nicht mögen. Sei es wie es sei, die Darsteller geben sicher alles und das bleibt auch am ehesten hängen. Dazu einige gut geschriebene Dialoge, wie gesagt, die erste Hälte weckt falsche Hoffnungen.

Aber dann offenbart sich "Silver Linings" als ein riesiger Blender. Ernst zu nehmen sind die geschilderten Krankheitsbilder schon anfangs nur bedingt, trotz gelegentlich bemüht eingestreuter Dramatik, echte Tiefe hat der Film nie. Muss ja auch nicht zwingend, als heiter-amüsante Nummer mit leichtem Zartbitter-Geschmack kann er immer noch funktionieren. Sobald das therapeutische Tanzen ins Spiel kommt, kippt der Film gewaltig. Nun nicht viel besser als jeder der handelsüblichen Vertreter, obwohl immer noch so getan wird, als wäre das jetzt ganz was tolles. Die Luft ist raus und jegliche ehrlich-ernsthaften Ansätze verabschieden sich zugunsten von zwar nicht erschlagendem und leicht verstecktem, dennoch eindeutigem Kitsch. Speziell gegen Ende, als die gesammelten Psychosen alle zu einem Eintopf zusammengerührt und mit flotter Sohle weggetanzt werden, stellt sich Ernüchterung ein. "Silver Linings" weiß den Zuschauer erst anzulocken und einzulullen, um ihm dann den üblichen Kram unterzumogeln. Scheint ja funktioniert zu haben...

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 23 Antworten

stuforcedyou

Antwort löschen

Leider wirklich nicht so dolle wie erwartet


JackoXL

Antwort löschen

Kommt auf die Erwartungen an. Hab's mir ja fast gedacht. ;)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
5.5Geht so

Es ist immer wieder erstaunlich wie Filme bipolare Störungen und andere psychische Erkrankungen verkaufen. Auch "Silver Linings" modelliert sich damit seine ganz eigene Figurenwelt. Aber was soll es? Regisseur O. Russell pocht nicht auf Realismus und trotzdem gelingen ihm wuchtige Szenen, die die negative Kraft solcher Krankheiten kurzzeitig offenbaren. Die wahre Stärke von "Silver Lingings" sind aber seine Dialoge: scharf geschliffen und verspielt beherrschen sie die bittersüße Inszenierung und lassen sogar den Verdacht aufkeimen, dass sich O. Russell nicht mit billigen Genre-Einmaleins versucht ein massentaugliches Ende zu zimmern. Leider erweist sich dieser Verdacht als Finte. Nach knapp zwei Stunden ist „Silver Lingings“ dann doch nicht mehr als ein „Alles wird gut“-Ausruf.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Als jemand der absolut kein Jennifer Lawrence-Fan ist, muss ich zugeben, dass sie ihre Rolle hier (im Gegensatz zur One-Note-Performance in Hunger Games 1) tatsächlich überzeugend, faszinierend und sympathisch spielt. Vor 15 Jahren hätte Juliet Lewis vermutlich die Figur gespielt, vor 30 Jahren Sandra Bernhard. Jetzt macht es eben Jennifer und das macht sie gut, wobei sie das Glück hat die einzige Figur im Film abbekommen zu haben, die nicht auf höchst ennervierende Weise total durchgeschossen ist. Denn auch wenn es im Grunde alles in braven Notting-Hill-Fahrwassern endet und die Kokketerie mit ernsteren Themen nur Makulatur ist, ist es doch erstaunlich was für ein Panoptikum an anstrengenden Figuren Regisseur David O. Russel hier serviert.

Bradley Coopers Pat wirkt die erste Hälfte des Film weniger Bipolar als Borderline-Zurückgeblieben, wenn er sich benimmt wie ein 12jr der seinen Willen nicht kriegt und absolut kein Finetuning für Zwischenmenschliche Kommunikation hat. Was aber angesichts seiner Familie nicht verwundern dürfte, denn so schön es ist Rober DeNiro nach Jahren mal tatsächlich wieder beim Schauspielen zu erwischen, so unerträglich ist seine Figur - genauso wie alle anderen Mitglieder des dauerquasselnden Haushalts, deren Overkill an banalem Geplänkel auch mal einen mittelschweren Amoklauf rechtfertigen würde. Wobei hier wirklich jeder einen Schuss hat, vom stalkenden Polizisten über den sportfanatischen Arzt, den besten Hausfreund oder den grandios überflüssigen Chris Tucker der wie der wiederkehrende Gaststar gefühlt alle fünf Minuten hereinstolpert um nichts zu Handlung beizutragen. Das ist schon alles ziemlich anstrengend und oft nicht halb so lustig, wie es gern wäre - vermag aber dank Jennifer Lawrence Figur und der allmählichen Entwicklung Pats zu so etwas wie einem menschlichen Wesen, dann doch bei der Stange zu halten - bis hin zum schmalzigen Dirty Dancing-Gedächnisende - bei dem sich alle Probleme irgendwie in Wohlgefahllen auflösen und es an versöhnlicher zugeht als in der Kuschelgruppe vom Disney-Betriebskindergarten. Auch wenn bis zum Schluss ungeklärt bleibt, warum sich jemand wie Tiffany für eine Basket Case wie Pat interessieren sollte, geschweige denn seine gesamte Meshpoke gleich mit zu adoptieren.

Für einen flauschigen Sonntagnachmittagsfilm ganz schön, aber irgendwie dann doch weit weniger als die Prämisse zugelassen hätte.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ChristiansFoyer: Cellurizon.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...]Die Geschichte setzt nicht auf die üblichen Adhäsionscharaktere, deren ganze Struktur nur auf möglichst viel Haftung am Zuschauer ausgelegt ist und die sich dadurch nur weiter von ihrem Publikum entfernen. Hinter diesem ganzen Knuddelirrsinn der „Silver Linings Playbook“-Figuren steckt die reine Farce, die Sabotage, Demontage und Neumontage der RomCom. Nach dem Sportfilm „The Fighter“ ist die Adaption des Romanes von Matthew Quick die zweite Übung des David O. Russell in einem aufgebrauchten Genre, der romantischen Komödie und ihres unumstößlichen Reglements. Das Kennenlernen, die Ablehnung, die Annäherung, der kurzzeitige Bruch kurz vor Schluss, die Versöhnung, das seufzende Happy End. Abweichungsfrei folgt „Silver Linings Playbook“ dieser Routine, überbrückt den Gang von einer Station zur nächsten aber nicht mit blinden Romantik- und Liebesbegriffen, sondern mit Weiterverzweigungen der Störungen seiner Figuren, mit Selbstsucht und Wahn, manchmal blanker Arschigkeit. Edler Traumprinz und augenaufschlagend-unschuldiges Prinzessinnenpüppchen? Nee. Ein wahnhafter Irrer mit kaum klaren Momenten der Selbsteinschätzung, der sich mit Training und Müllbeuteljogging in Richtung Körperkult und Kavalier spinnt (wie irrsinnig clever ist DAS eigentlich!?) und eine krakelend-obszöne Fraugöre, die nur deswegen auf den RICHTIGEN wartet, um nicht mehr mit JEDEM ins Bett zu springen und die beide einander mehr in Bindung und Beziehung hineinbetrügen und belügen, als das romantische Empfindungen sie wie auf Wolken dorthin trügen. Ha!

„Silver Linings Playbook“ ist aber nicht vor allem anderen oder allzu selbstzweckhaft um die Meta-Abrechnung mit der RomCom bemüht. Es ist nett, dass diese Ebene da ist, schön, wie pointenreich sie umgesetzt ist und angenehm, dass sie dem Film dennoch nicht das Herz rausreißt. „Silver Linings Playbook“ ist nicht kalt und zynisch, vieles ist schließlich das Produkt einer stark umfesselnden Gefangenheit in sich und den eigenen Empfindungen, mehr noch als den Krankheitsbildern. Pats Papa, der scheinbar Nähe zu seinem Sohn sucht, diese aber nur anzubahnen im Stande ist, wenn der Katalysator Football ihre Vater/Sohn-Beziehung filtert und der zwangsgestörte Aberglaube von Solitano Sr. den Jungen als so eine Art Glücksbringer für seine Mannschaft und damit verbunden seine Wettgeschäfte begreift, ein um korrekte Anordnung im Gesamtbild bemühtes Requisit wie die aufgereihten Fernbedienungen und das omminöse Taschentuch – das alles hat eine Dimension von Tragik und Aufrichtigkeit, der Russell nicht mit Spott oder bewusster Unanteilnahme begegnet. Da weint ein Vater am Bett seines Sohnes, weil ihm für die Zeit, die er gemeinsam mit ihm verbringen möchte, kein anderer Nenner als die Philadelphia Eagles einfällt.[...]

[...]Zur Krönung stülpt Russell dem Film dann noch ein reflexives Happy End über, wie es unwahrscheinlicher und konformer und irgendwie auch verdienter plötzlich überhaupt nicht mehr sein könnte und obwohl sogar Sekunden vor der finalen Liebesbekundung noch losgekeift und rumgemackt wird wischt man sich da auf einmal am Augenwinkel rum. Was für ’ne Fahrt, was für ein seltsamer Film, den Russell vermutlich mit einem permanenten verschmitzten Grinsen im Gesicht gedreht hat, zumindest diesen finalen Akt, der seine RomCom-Narration gleichzeitig bespringt und ihr in die Eier tritt. Tanzende, unperfekte Sexyness und Hemingway-Antipodismus.[...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die offen-ehrliche Art, mit der die verkorksten und teils schwer neurotischen Protagonisten ungefiltert drauflosreden, verschafft ihnen auf Anhieb viele Sympathiepunkte und der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Matthew Quick einen herrlich beiläufigen Humor! Einzig Jennifer Lawrence konnte sich damit bei den „Oscars“ als „Beste Hauptdarstellerin“ durchsetzen, ihr gleichfalls vorgeschlagener Partner und das Nebendarstellerpaar Weaver und De Niro gingen ebenso leer aus wie Regie und Film. Aber auch ohne die offizielle Goldjungen-Krönung gehört „Silver Linings“ schon jetzt zu den Jahresbesten. Weil sich aus dem spleenigen Nerd-Movie mit Independent-Charme eine der aufrichtigsten Liebesgeschichten entwickelt, die Hollywood in jüngerer Zeit zu erzählen wusste.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Ich muss ja zugeben, dass sich Regisseur und Drehbuchautor David O. Russell mehr und mehr in mein Herz zu spielen versteht, denn während ich ihn schon vor Jahren für "I Heart Huckabees" zu vergöttern begonnen habe, sein nächster Film "The Fighter" – obwohl weitaus konventioneller gestaltet – kaum minder überzeugend daherkam, findet er nun mit "Silver Linings" ein wenig zu der Absurdität des Vorgängers zurück, auch wenn man zugeben muss, dass der Film in manchen Segmenten im Grunde auch als klassische romantische Komödie zu funktionieren versteht. Dem steht aber die unterschwellige Tragik der Erzählung entgegen, ebenso der zuweilen überraschend und unerwartet umschwenkende Ton hin zu mehr Ernst und Traurigkeit. Dennoch überwiegt selbstverständlich der lebensbejahende Aspekt, der auch von Hauptfigur Pat Solatano ständig propagiert wird und auch dem Film seinen wohlklingenden Titel verleiht, der im Deutschen wie so oft völlig sinnlos zusammengestutzt worden ist. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Extrem anstrengender Hollywoodschlock, der sich hauptsächlich für die Frage Wer-schreit-am-Lautesten interessiert. Die vorgebliche Authentizität erweist sich ziemlich schnell als totaler fake, wenn eine bipolare Störung als lustiger Tick präsentiert wird, den man sich einfach mal wegtanzen kann. Tanzen lernt man hier übrigens flott innerhalb einer fröhlichen Montage, auch wenn Cooper einem davon im völlig absurden RomCom-Finale nichts mehr zeigen mag. Spielt aber zu dem Zeitpunkt auch keine Rolle mehr, weil der Film kurz vorher in der "Wetten, dass"-Sequenz komplett die Segel streicht. Wenn nicht gerade rumgeschrien wird, greift Russell übrigens zum alten Gimmick "brüllend laute Musikmontage". Zwei Stunden werden zur Ewigkeit.
Das Ganze ist allerdings unverdientermaßen von allen Beteiligten hervorragend gespielt und für Jennifer Lawrence tatsächlich ein beeindruckendes Showcase, besser kann man so eine quasi unspielbare Rolle gar nicht vergolden. Warum sich ihre zum Niederknien anbetungswürdige Figur in einen doppelt so alten Gestörten in häßlichen Football-Jerseys verlieben sollte, vermag der Film nicht zu beantworten. Und sonst auch nichts.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] Die daraus entstehende Geschichte ist nicht weniger als einer der bewegendsten und ehrlichsten Ausflüge, den in vergangenen Jahren ein Regisseur aufs Zelluloid gebannt hat. Abschließende Worte gelten dennoch Jennifer Lawrence und Bradley Cooper, die sich mit atemberaubender Performance durch das starke Drehbuch spielen und als dynamisches Leinwandpaar brillieren. Powerful, emotional, awesome!

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

[...] Das amerikanische Spießertum wird zaghaft angekratzt, wirklichen Tiefgang besitzt „Silver Linings“ zu keiner Zeit und auch wenn das hier natürlich ein lebensbejahender Ausflug sein sollte, belügt sich Russell in seiner heuchlerischen Art und Weise durchgehend selber. „Silver Linings“ ist ein Film für verträumte Optimisten, für Menschen, die sich gerne betüddeln lassen, Realisten hingegen fühlen sich schnell für dumm verkauft und die Suppe aus dem Kessel der ewigen Glückseligkeiten will einfach nicht munden. Letztlich ist es ein Film, der sich jeglichen Schablonen hinwirft, zwar schauspielerisches Talent aufblitzen lässt und auch durchaus seine Momente hat, vor allem in der ersten Hälfte, doch etwas Bleibendes findet einfach nicht statt.

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

JohnnyKee

Antwort löschen

Bisher bester Komm zu dem Film :)


Le Samourai

Antwort löschen

Ich bin auf jeden Fall im falschen Film hier.


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Dass sich „Silver Linings“ durch verrückte Kameraführung und teils wilden Schnitt auszeichnet, ist weniger störend als ein passendes Stilmittel, um dem Publikum die psychisch angeknacksten Hauptfiguren und ihr Gefühlschaos näher zu bringen. Es funktioniert und wir tauchen ein in diese verrückte Welt, die ja eigentlich auch nur das ganz ‚normale‘ Leben ist. „Silver Linings“ erweist sich als im Kern wenig originelle, aber clever aufbereitete, stark gespielte Liebesgeschichte der etwas anderen Art, mit nettem Soundtrack (plus Musik von Danny Elfman in ungewohntem Indie-Gewand), knackigen, natürlichen Dialogen und tollem Finale. Reichlich Witz und Herz, aber wenig Kitsch, dank einer ordentlichen Portion reizender Neurosen, sehr angenehm.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Film: City of Cinema

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Bradley Cooper, ein Sympath wie er im Buche steht. Bisher hatte er mit Rollen wie in "Hangover" oder "Ohne Limit" wenige Möglichkeiten sein ganz großes Talent zu zeigen, doch hat er bereits in diesen Filmen schon mehr als andeuten können, was er reissen kann. Jennifer Lawrence ist da nicht anderst, ich habe bisher zwar nur "Die Tribute von Panem" mit ihr gesehen, doch mehr als Potenzial konnte sie da auch nicht andeuten. Beide glänzen hier jedoch auf ganz großem Niveau, die Art und Weise wie sie die aus dem Leben gegriffenen "Verrückten" spielen, beeindruckt und lässt solche Menschen, die durch bestimmte Ereignisse bestimmte Situationen auslösen um in bestimmte Lebenslagen zu geraten, in einem ganz neuem Licht erstrahlen. Denn sie sind mehr, als nur Verrückte.

Silver Linings. Silberstreifen. Die Silberstreifen am Horizont. Hoffnung in jeder Hinsicht, es gibt immer einen Weg das Beste aus seinem Leben zu machen - egal ob man alles verloren hat. So denkt auch Pat (Bradley Cooper), der nach einem Wutanfall in einer Psychatrie gelandet ist und nun wieder entlassen wurde. Sein Leben hat er total umgekrempelt, Sport ist sein Ventil, 'Excelsior' sein Motto. "Höher hinaus!", ungefähr so könnte man es wohl übersetzen. Das alles soll vor allem einem Ziel dienen: Er will seine Frau zurück, die er wegen diesem Ausraster verloren hat. Doch dann tritt Tiffany (Jennifer Lawrence) in sein Leben.

David O. Russel's Film, der teils als Porträt für viele von uns gelten kann, wird größtenteils durch ganz viel Hingabe bestimmt, das Thema Liebe nimmt endlich mal neue Züge an und ermüdet nicht mit einer altbackenen Lovestoryline. Doch so gut das alles angefangen hat, so sehr es sich sogar nach einem wohlig warmen Indiestreifen angefühlt hat, so wird gegen Ende doch einiges gegen die Wand gefahren. Ja, es ist eine Tragikomödie, das heisst das auch witzige und Feel-Good-Szenen auftauchen (müssen), was auch gar nicht verkehrt ist, jedoch muss man das Finale nicht, das den wohl wichtigsten Eindruck hinterlässt, so dermaßen mit Zuckerguß überströmen lassen. Ja, man freut sich irgendwie, ja, alles super schön, doch erwartet man von einem Film, der die ganze Zeit über so ehrlich war, zum Ende auch die Konsequenz, dass durchzuziehn und den Zuschauer, wenn nötig, schockierend zurückzulassen. Ich habe soetwas jedenfalls lieber, als einen geheuchelten Abschluss.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Mr.Film

Antwort löschen

Ich hab ja nichts gegen Happy Ends. Doch müssen sie ins Konzept passen. Klar, die Meinungen sind dazu bei diesem Film echt zwiegespalten, weil aus verschiedenen Perspektiven wirklich beides passt, aber für mich geht hier eben nur die eine Option. Nämlich ein 'trauriges' Ende. Wer weiss ob er mir beim nächsten Mal nicht besser gefällt, muss zugeben das ich nicht grade in der perfekten Stimmung dafür war.


alex023

Antwort löschen

Hm, dann schau ihn dir noch mal auf BluRay an. Vielleicht findest du dann einen besseren Zugang dazu.


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Robert De Niro wieder in Topform in einem guten Film zu sehen, reicht allein schon um das Cineastenherz höher schlagen zu lassen. Darüberhinaus ist "Silver Linings" eine reizende RomCom in der gerade die zwei als "Irre" deklarierten Hauptfiguren am zugänglichsten sind. Regisseur Russell dekonstruiert die kleinen und großen Macken. Er zeigt auch die Machtlosigkeit gegenüber einer Gesellschaft, die glaubt normal zu sein und die ihre Zwänge doch nur heimlich auslebt. Bradley Cooper und Jennifer Lawrence sind jedenfalls ein wundervolles Paar. Es knistert ab der ersten Sekunde und obwohl der Film mit einem Tanzwettbewerb endet, fühlt er sich ganz anders an als die vielen anderen Liebesfilme, die so ähnlich enden. Zwar ist "Silver Linings" auch eine romantische Komödie, aber ebenso ein ernst zunehmender Pool aus lauter Konflikten, die vor Kraft, Trauer und Aggressionen drohen Feuer zu fangen.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Little Miss Sunshine für abgefuckte Romantiker oder ein ent-hipsterisiertes (500) Days of Summer mit einer schönen "Der Weg ist das Ziel, aber vergiss das Ziel dabei nicht"-Botschaft.

------

Man liest nicht selten, Silver Linings Playbook wäre "so ganz anders als 0815-RomComs". Da bin ich anderer Meinung. Die alte Hollywoodformel kommt auch hier zum Zuge, nur wurde sie durch die anfangs eigenwilligen Charaktere und die Inszenierung besser kaschiert (und einiger Indiemarotten, die aber mehr aufgesetzt als nativ wirken). Die Charaktere sind in ihrer Färbung einzigartig, aber gleichzeitig ohne Probleme in ihre Stereotypen zerteilbar. Die Figuren und ihre Beziehungen zueinander erlauben einem sich sofort darin wieder zu erkennen. Im Grunde ist dies das Geheimnis jedes guten Films - manchmal auch der erfolgreichen.

Pat und Tiffany sind bloß die Spitze des Komplexberges, interessant wird es bei der Familie oder den zahlreichen Nebencharakteren. Aber gut, David O. Russell für seine Schreibe zu loben ist, als würde man John Williams für seine Melodien oder Michael Bay für sein Actionfeuerwerk rühmen. Kalter Kaffee.

Die große Kunst von Russell besteht darin, den Film nicht in den Morast einsinken zu lassen in dem die meisten Vertreter dieses "Genres" (eigentlich beider Subgenres, RomCom und Indiedrama) stecken. Russell schleift nicht alles rund und tunkt es am Ende noch in Zuckerglasur, trotzdem würde ich fast behaupten, SLP ist sein bislang konventionellste Werk. Süffisanteste. Trotz mancher Eigenheiten fühlt sich der Zuschauer am Ende überraschend gut. Es bleibt zwar die Erkenntnis, dass der Film sich kaum von 1000 anderen unterscheidet. Aber es stört nicht, weil - richtig erkannt - die Charaktere das Salz in der Suppe darstellen.

Was mir an Silver Lining Playbook ausserdem sehr zusagte war seine offene und leidenschaftliche Art sich für Toleranz und gegen Vorurteile auszusprechen. Der Film sagt dem Spießertum den Kampf an und das punktet bei mir auch in der millionsten Ausführung.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Endlich der neue David O. Russell! So muss das neue Jahr starten. Mit „Silver Linings“ zeigt einer der talentiertesten US-Regisseure der Gegenwart ein Moralwerk über Verständnis, Hoffnung und die Liebe. Diese lebensbejahende Stück Kino ist eine tragikomische Mischung aus Russells Frühwerk „Flirting with Disaster“ und dem nicht leicht verdaulichen „I Heart Huckabees“ (mit dem ich mich bis heute schwer tue). Wir tummeln uns einmal mehr in dem typisch Russellschen Mikrokosmos: Der Filmemacher katapultiert uns in ein schäbig-schönes Philadelphia voller Menschen aus der immer kleiner werdenden Mittelschicht, die mit Zwangsneurosen, bipolaren Störungen und weiteren seelischen Defekten im krisengeschüttelten Amerika der Gegenwart ihr Leben angehen. In der ungewöhnlichen Liebesromanze spielt Bradley Cooper souverän, Jennifer Lawrence macht auf coole Schnute (steht ihr gut) und Chris Tucker gibt sich auch mal wieder die Ehre. Ihn außerhalb des unerträglichen „Rush Hour“-Kindergartens zu sehen, kann nur gutgeheißen werden. Auch wenn „Silver Linings“ an manchen Stellen etwas überdreht wirkt, ist das Werk stets ehrlich und herzlich, bleibt herrlich unromantisch. Das Wohlfühl-Kino á la Russell ist im Vergleich zu all den gleichgeschalteten Romcom-Ergüssen der vergangenen Jahre eine emotionale Achterbahnfahrt. Gerade die intensiven Zusammenbrüche des Protagonisten sind wundervoll inszeniert und gelingen dank musikalischer Led Zeppelin-Ausbrüche bedrohlich, zeigen die fragile Verfassung der Figur auf hervorragende Weise. Großartig. In „Silver Linings“ ist jeder ein Stück weit abgefuckt. Und trotzdem ist der Kram neben all dem Geschrei, Gekloppe und Nervenzusammenbrüche schön gefühlsduselig. Einfach ein unverlogenes Filmvergnügen. Und einen heulenden(!) Robert De Niro gibt’s auch noch zu bestaunen.

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Selten hat man in den vergangenen Jahren ähnlich spitzfindige Dialoge gehört, dermaßen authentisch wirkende Figuren gesehen und trotz ernster Themen so enorm viel Spaß gehabt. [...] Wahrlich ein Silberstreif am Kino-Horizont.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

KlausTrophobie2011

Antwort löschen

Die authentisch wirkenden Figuren sind doch wohl ein Witz.


Jörg Taszman: Deutschlandradio Jörg Taszman: Deutschlandradio

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Regisseur David O. Russell gehört zu den originellsten Filmemachern in Hollywood. [...] Mit Silver Linings hat er eine hinreißende Komödie gedreht, die ein wenig schräger und origineller ausfällt als typische Hollywoodware mit Stars. Dabei kann er sich vor allem auf seine Darsteller verlassen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Silver Linings ist bei all seiner menschlichen Authentizität nicht nur wahnwitzig komisch, sondern in seinem tiefen Kern auch sehr, sehr romantisch. Und eben nicht mit jener wertlosen, weil realitätsfremd verkitschten Zuckerguss-Romantik [...], sondern mit jener schmerzgeprüften, lebensbejahenden Romantik [...].

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
3.0Schwach

Silver Linings hat zuwenig Leben, um zu interessieren. Vor allem nicht für die Hauptfigur, die man schnell als hoffnungslosen Fall einstuft. [...] Am Ende ist alles in Harmoniesoße und man wundert sich, wie es dazu kam.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Russel bürstet das zuweilen langweilige Genre gegen den Strich und gewinnt der romantischen Komödie ganz neue Facetten ab. [...] So eine ehrliche Liebesgeschichte war aus Hollywood lange nicht zu sehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Mit einem wunderbaren Ensemble rund um Bradley Cooper und die ungemein talentierte Jennifer Lawrence, in dem selbst der zuletzt meist lustlose Robert De Niro Spielfreude zeigt, bevölkert David O. Russell seinen eingängigen wie liebenswerten Film.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Silver Linings Playbook ist ein wunderbarer Film, der von der Anstrengung erzählt, kurz das Gleichgewicht zu halten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Jörg Wunder: zitty, Der Tagesspiegel Jörg Wunder: zitty, Der Tagesspiegel

Kommentar löschen
9.0Herausragend

David O. Russell gelingt mit Silver Linings acht Jahre nach seinem Indie-Hit I Heart Huckabees ein großer Wurf, wobei es vor allem die Aufrichtigkeit und die unerschütterliche Loyalität seinen Figuren gegenüber ist, die die emotionale Wucht und mitreißende Komik dieses auf Festivals gefeierten und für vier Golden Globes nominierten Films erklären.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Christina Raftery: Bayerischer Rundfunk Christina Raftery: Bayerischer Rundfunk

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Die schnoddrige Chemie zwischen den beiden [Jennifer Lawrence und Bradley Cooper] vom Leben gebeutelten Menschen ist hinreißend [...]. An der Schnittstelle zwischen Komödie und Drama liefert Regisseur David O. Russell einen echten Silberstreifen am Kino-Horizont [...].

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Seit "Greenberg" hat es keine Tragikomödie mehr gegeben, die sich mit neurotischen Charakteren so einfühlsam und aufrichtig, so scharfzüngig und auch überaus komisch auseinander setzt. Ein Film wie ein kleines Wunder, so schön und ehrlich, dass man ihn nur lieben kann. [...]

Kritik im Original 41 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Martinmartin

Antwort löschen

Wird vorgemerkt, allein aufgrund des Greenberg Vergleichs. Gibt ja leider nicht allzu viele Fans dieses kleinen neurotischen Juwels!


Le Samourai

Antwort löschen

Sehr sehr gute Kritik, Mr Vincent Vega.


projekt2501: www.2501.eu projekt2501: www.2501.eu

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Pat (Bradley Cooper) ist ein Irrer. Tiffany (Jennifer Lawrence) ist eine nymphomane Witwe, die auf Pat steht. Zwischen Mülltüten, Müsli und Herumgehopse wirds ziemlich lustig, romantisch und ganz schön verrückt. Unbedingt anschauen oder weiterlesen auf 2501...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Silver Linings ist eine der größten Überraschungen des Kinojahres: David O. Russell gelingt es der romantischen Komödie neues Leben einzuhauchen und in Summe gesehen ist der Film nicht weniger als die beste RomCom seit Jahren. Grund dafür sind unter anderem die grandiosen Darsteller: Besonders Bradley Cooper und Jennifer Lawrence liefern Glanzleistungen ab, aber auch die Nebendarsteller von Robert de Niro bis zu Chris Tucker spielen famos. Mit viel Liebe zum Detail erzählt David O. Russell von zwei schwierigen Charakteren, die auf ungewöhnliche Art und Weise zueinander finden. Silver Linings ist dabei sowohl berührend, als auch unterhaltsam und dank der hohen künstlerischen Integrität mit der die Geschichte erzählt wird, gibt es kaum etwas auszusetzen. Silver Linings ist schlicht einer der charmantesten Filme des Kinojahres.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

David O. Russells exzellentes Drehbuch von Silver Linings steckt voller pointierter Dialoge, die sich der Unwägbarkeiten des Lebens annehmen und eine verstörende wie sensible Liebesgeschichte erzählen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Kein Mensch ist perfekt. Nur allzu oft erlauben wir uns ein vorschnelles Urteil über jene, die ihren Imperfektionismus nicht heuchlerisch unter einer Maske verstecken. Konventionen schreiben uns vor, wie wir zu handeln und zu denken haben; was gut und was schlecht ist; was richtig und falsch; was Liebe bedeutet und wen wir zu lieben haben. Doch SILVER LININGS zelebriert das Entsagen dieser – es lebe die ungeschönt-ehrliche Andersartigkeit! Haben wir nicht alle irgendwo unsere schrägen Eigenheiten?

Ab Ende des zweiten Drittels folgt der atmosphärische Bruch. Aus dem schwarzhumorig-finsteren, psychologisch intendierten Charakter-Drama wird allmählich eine zumeist heiter inszenierte romantische Komödie. Glücklicherweise jedoch gelingt es Regisseur David O. Russell, trotz allem hinzugewonnen Optimismus nicht seine maliziösen Wurzeln zu vernachlässigen und den Übergang harmonisch-fließend zu gestalten. Nicht gänzlich ohne subversiven Charakter vollbringt er es, über die gesamte Laufzeit hinaus gleichermaßen selbstironisch wie -reflexiv auf gängige Genre-Sujets zu blicken und dennoch stets als wesentlicher, emotionaler Bestandteil von diesen zu existieren. Kurzzeitig, scheinbar nebensächlich, vermittelt er auf manipulative, aber höchst effektive, Weise das euphorisierende Gefühl des sportfanatischen Zusammenhalts, um die Endorphine kurz darauf in einer brutalen Ausschreitung schon wieder rasch verebben zu lassen – stets spielt SILVER LININGS suggestiv mit den vorhersehbaren Empfindungen des Zuschauers. [...]

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Le Samourai

Antwort löschen

Ja Mann!!!


Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Eine lebendige, vollgepackte, dramatische und gefühlsbeladene, einige Male zu sehr auf die Spitze getriebene Familien- und Liebesstory, die aber filmisch-künstlerisch gelungen ist.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Markus Müller: Movie Maze Markus Müller: Movie Maze

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Das vielleicht einzige, was man den platten, amerikanischen, romantischen Komödien fast immer zu Gute halten kann, ist, dass sie angenehm kurzweilig und leicht konsumierbar sind. Wenn genau dies fehlt, bleibt in diesem Fall nur noch ein zäher Streifen, der mehr sein will, als er eigentlich ist.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

SchnabelPower: filmosophie.com

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

David O. Russel hat objektiv gesehen nichts falsch gemacht. Er hat einen berührenden und gleichzeitig unterhaltsamen Film mit interessanten Charakteren geschaffen, die von überzeugenden Schauspielern dargestellt werden. Bei mir bleibt dennoch das Gefühl, dass David O. Russel hier zu vorsichtig bleibt, sich weder für eine konsequente komödiantische Darstellung, noch für eine intensive psychologische Aufarbeitung seines Themas entscheidet. So kann Silver Linings Playbook in meinen Augen nicht den Charme tragikomischer Independentfilme wie Garden State oder Little Miss Sunshine entfalten. Schade, denn ich möchte Jennifer Lawrence hundertmal lieber als Tiffany in Erinnerung behalten als in der Rolle der Katniss Everdeen!

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Edward Nigma: CinemaForever

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

"It can still be a date, even if you order Raisin Bran."

Wenn sich in „Three Kings“ drei amerikanische Soldaten inmitten des Iraks auf eine Schatzsuche begeben, oder Jason Schwartzman sich in „I Heart Huckabees“ einer existenzialistischen Durchleuchtung unterzieht, wird klar: Regisseur David O. Russell ist kein Thema zu absurd, um daraus einen Film zu machen. In diesem Punkt ähnelt der Regie-Sonderling vor allem seinem Kollegen Wes Anderson („Der fantastische Mr. Fox“), doch anders als Anderson lässt sich Russell lange nicht so eindeutig festlegen. Schließlich sticht gerade sein größter Erfolg, das 2010 angelaufene Boxer-Drama „The Fighter“, durch seinen ernsteren Grundton deutlich aus Russells bisheriger Filmografie heraus und doch schlug gerade dieser Film bei Publikum und Kritikern ein, wie die Faust von Mark Wahlberg. Dementsprechend gespannt erwartete man nun den neuen Film vom Regie-Sonderling, der auf den verheißungsvollen Namen „Silver Linings“ getauft wurde. Und im wahrsten Sinne des Wortes ist „Silver Linings“ wirklich ein Hoffnungsschimmer in der grauen Hollywood-Tristesse geworden.

Nachdem Pat Solatano (Bradley Cooper) seine Frau Nikki (Brea Bee) in flagranti mit ihrem Liebhaber unter der Dusche erwischt hat, bricht für den High-School-Lehrer eine Welt zusammen. Völlig außer Kontrolle schlägt er den fremden Mann krankenhausreif. Doch diese Aktion soll für Pat nicht folgenlos bleiben, denn bei ihm wird daraufhin eine bipolare Störung diagnostiziert und er wird für acht Monate in eine Psychiatrie überwiesen. Obwohl Pat auch nach Ablauf dieser Frist noch mit schweren Wutausbrüchen und seiner Vergangenheit zu kämpfen hat, beschließt seine Mutter (Jacki Weaver), ihn gegen den Rat der Ärzte aus der Anstalt zu holen. Doch im Haus seiner Eltern angekommen, fällt es Pat nicht leicht, sich wieder ein richtiges Leben aufzubauen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Zu sehr trauert er seiner verlorenen Liebe hinterher. Erst als er die ebenfalls psychisch labile Tiffany (Jennifer Lawrence) trifft, verändert sich sein Leben nach und nach zum besseren…

Mit „Silver Linings“ kehrt Regisseur David O. Russell wieder zu seinen Wurzeln zurück und inszeniert eine lebensbejahende Dramödie mit einem leichten Hang zum Wahnsinn. Im Mittelpunkt des Films stehen wie so oft bei David O. Russell Außenseiter, Sonderlinge, die unfähig sind, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Doch Sportjunkie Pat Solatano (Bradley Cooper) wird gerade diese Bürde von seinen Eltern auferlegt. Denn gegen das Anraten der Ärzte holt ihn seine Mutter aus der Psychiatrie und quartiert ihn wieder in seinem alten Zimmer ein. Dabei hätte er ärztliche Aufsicht dringend nötig, denn Pat leidet unter einer bipolaren Störung, gepaart mit heftigen Wutausbrüchen und ist somit nicht nur für sich, sondern ebenso für seine Umwelt eine erstzunehmende Gefahr. Doch auch sein Gegenpart Tiffany (Jennifer Lawrence), ist kein unbeschriebenes Blatt, denn ähnlich wie Pat versucht sie die Dämonen der Vergangenheit mit Psychopharmaka unter Kontrolle zu halten.

David O. Russell beweist ein äußerst feinfühliges Händchen, wenn er seine „kranken“ Protagonisten in Szene setzt. Er offenbart die Krankheit, ohne sie zum Mittelpunkt der Handlung zu machen. Äußert sich Pats Leiden anfangs noch in einzelnen Macken und Ticks, gelegentlichem exzentrischen Verhalten und dessen sozialer Inkompetenz, die für die ein oder andere amüsante Szene sorgt, wird erst im späteren Verlauf so richtig klar, was der gehörnte Ehemann eigentlich durchleiden muss. Wenn Pat plötzlich mitten in der Nacht sein verschwunden geglaubtes Hochzeitsvideo zu finden versucht und darüber immer mehr in Rage gerät, Zeter und Mordio schreit und das Ganze letztendlich sogar in physische Gewalt ausarten lässt, spätestens dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Denn in dieser Szene wird dem Zuschauer nicht nur die Hilflosigkeit des Protagonisten, sondern auch die Hilf- und Ratlosigkeit seiner Mitmenschen erschreckend deutlich vor Augen geführt.

Wer oder was gilt in unserer Gesellschaft eigentlich als geistig gesund? Diese Frage stellt sich einem fast zwangsläufig in "Silver Linings", denn auch wenn im näheren Umfeld von Pat und Tiffany fleißig über deren momentanen Geisteszustand getuschelt wird, kämpft doch eigentlich fast jeder mit seinen eigenen Zwängen einen aussichtslosen Kampf. Wenn Pats Vater - großartig gespielt von Schauspiel-Legende Robert De Niro - Woche für Woche die Football-Übertragung als fast religiöses Event zelebriert und darüber hinaus für eine, gelinde gesagt, dämliche Doppelwette Haus und Hof aufs Spiel setzt, dann ist das ein schädlicher, ein krankhafter Zwang. Genauso Pats bester Freund Ronnie (John Ortiz), der bedingungslos unter dem Pantoffel seiner Frau steht, ihr aber am liebsten an die Gurgel gehen würde und sich permanent in Scheidungs-Fantasien flüchtet. Von einem ausgeglichenen Gefühlshaushalt kann hier wohl kaum die Rede sein. David O. Russell zeigt deutlich, dass die Grenze zwischen geistig gesund und krank eine schmale ist, und zumeist nur durch ein ärztliches Attest definiert wird.

Fazit: Regisseur David O. Russell lässt von vornherein kein Zweifel daran aufkommen, wie seine Feel-Good-Dramödie „Silver Linings“ ausgehen wird. Wenn sich Pat in einer Szene über das negative Ende von Hemingways „In einem anderen Land“ echauffiert und lauthals brüllt: „I mean, the world's hard enough as it is, guys. Can't someone say, hey let's be positive? Let's have a good ending to the story?“, kann dies durchaus als Leitmotiv für den Film genommen werden. Russell entlässt seine Protagonisten mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Film und auch wenn der Weg bis zu diesem Punkt manchmal hart war, hat sich die Mühe letzten Endes doch gelohnt.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Silver Linings Playbook ist ein wenig wie das echte Leben: mal lustig, mal traurig, mal niederschmetternd und manchmal einfach wunderschön.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Silver Linings Playbook ist ein langsamer, sich wiederholender, abschweifender, meist übertriebener kleiner Film – absolut annehmbar, aber nichts Besonderes und von David O. Russel mit einer Dampfwalze inszeniert. Da soll mal einer schlau draus werden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Gaby Sikorski: Programmkino Gaby Sikorski: Programmkino

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die Charaktere sind stimmig, facettenreich mit Ecken und Kanten und dennoch so überzeugend, dass man sich einmal mehr verneigen möchte vor David O. Russell. Er ist wirklich ein Teufelskerl, denn es ist ihm wieder einmal – nach THE FIGHTER (2010) – gelungen, für eine starke Geschichte eine beeindruckende Garde hochkarätiger Darsteller zu verpflichten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Der Film ist mit so großer Liebe für die Charaktere gefüllt, die den Zuschauer komplett übermannt. Tiefgründig und verrückt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Silver Linings Playbook ist einer der besten Filme des Jahres, denn Russell bringt uns so sehr zum Lachen, dass es weh tut. Ein verdammt guter Film.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Regisseur Russel hat Matthew Quicks Roman so angepasst, dass die Macken der Geschichte, oder viel mehr der Charaktere, hervorgehoben werden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Manohla Dargis: New York Times Manohla Dargis: New York Times

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Silver Linings Playbook macht fast alles richtig, bemüht, glücklich, traurig, überraschent und sogar amüsant.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

'Silver Linings Playbook' ist dramatisch, emotional, sogar herzzerreißend, genauso wie witzig und geht seinen ganz eigenen Weg. David O. Russell ist ein Ausnahmetalent.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Russell bringt tiefgründige Charaktere zusammen und lässt sie harmonieren, wie es nur wenige Regisseure schaffen. Silver Linings Playbook ist vielleicht ein Crowd-Pleaser, aber ein Guter.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Silver Linings Playbook ist mit seinen gut gezeichneten Charakteren, dem unkonventionellen Humor und dem unermüdlichen Optimismus unterhaltsam.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Silver Linings Playbook ist so gut, der Film könnte glatt als grandioser Klassiker durchgehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir 1 Antworten

J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Silver Linings Playbook ist eine erwachsene Romantik-Comedy, die über das Standardformat des Genres hinausreicht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

K. Longworth: Village Voice K. Longworth: Village Voice

Kommentar löschen
1.5Ärgerlich

David O. Russell hat einen großartigen Film über die amerikanischen Gesellschaft gedreht - der heißt jedoch nicht Silver Linings.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir 3 Antworten

zmpfl

Antwort löschen

Hab gerade die ganze Kritik gelesen: Der Autor meint damit " I Heart Huckabees".


zmpfl

Antwort löschen

... soweit ich das verstanden hab ;)


Laremy Legel: film.com Laremy Legel: film.com

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Dies ist ein besonderer Film, einer der Sorte, auf den wir das ganze Jahr warten, einer der Art, der uns im Glauben an talentierte Leute, die gemeinsam auf ein künstlerisches Ziel hinarbeiten, bestärkt. Mit der richtigen Schrittgeschwindigkeit, einem großartigen Sinn für den Moment und einigen der unterhaltsamsten Oneliner, die man diesseits der Coen-Brüder-Filme findet, gibt es vieles in Silver Linings Playbook zu mögen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

Kommentar löschen
9.0Herausragend

In einem Drehbuch, welches nie in banale oder uninteressante Sprache verfällt, sind die Szenen zwischen den beiden Hauptcharakteren fast schon mit einer David-Mamet-gleichen Schärfe ausgestaltet, die auf der Leinwand durch die Intimität und den Fokus von Russells Regieführung und das wunderbar harmonische Spiel der Beiden noch verstärkt werden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

David Rooney: The Hollywood Reporter David Rooney: The Hollywood Reporter

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Vergnügt und doch auch ergreifend die Kämpfe, Ängste, persönlichen Störungen und Obsessionen dieser gewöhnlichen Menschen herausstellend ist Silver Linings Playbook so befremdend wie zauberhaft.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Richard Corliss: TIME Magazine Richard Corliss: TIME Magazine

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Die darstellerischen Leistungen der anderen Schauspieler sind Grund genug, in Silver Linings Playbook zu gehen. Der Grund zu bleiben ist Jennifer Lawrence. [...] Sie ist der Silberstreif in diesem weitestgehend gewöhnlichen Playbook.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Russell verleiht Silver Linings Playbook den Flair einer klassischen Romcom, und wertet den Film mit jener Art komplexen Einblicks in das menschliche Verhalten auf, wie Preston Sturges es heute tun würde.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (326) — Film: Silver Linings


Sortierung

EinfreierElf

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die schauspielerische Leistung von B. Cooper und Jennifer Lawrence ist einfach überragend!! Der Film ist einfach nur schön und lustig zugleich. Es bedarf gar nicht einer ausgefallenen Story sondern nur einer perfekten Inszenierung dieser beiden besonderen Charaktere. Das so zu spielen ist nicht leicht, dazu kommen super symphatische und lustige Nebencharaktere (De Niro, Tucker), die auch etwas besonders sind. Das mag vlt. nicht jeder so sehn, deswegen kann er für diesen Zuschauer, der auf gezielte Pointen und eine Standart-Liebeskomödie wartet langweilig werden. Für mich ein überragender Film! Am besten man schaut ihn sich auf Englisch an.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

heikschn

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Silver Linings hat mir nicht so gut gefallen, wie erwartet. Ich hatte einen Film in der Liga von (500) Days of Summer oder Up in the Air erwartet. Dem ist leider nicht so. Probleme die ich ausgemacht habe: Der Film braucht zu lange um in Fahrt zu kommen. Die zweite Hälfte entschädigt zwar für vieles, der erste Teil hätte aber flüssiger, pfiffiger daherkommen können. Die Rollen und ihre Besetzung ist nicht stimmig. Zum einen fehlen gute, charmante Nebenrollen, die in ernsteren Momenten (und zum Beispiel im behäbigen ersten Teil) das Geschehen auflockern. Das wird mit Rollen wie der von de Niro und Tucker probiert, geht aber nicht auf. Zudem halte ich persönlich Cooper und Lawrence nicht für die Bestbesetzungen der Hauptrollen. Beide kratzen mit ihrer Rollenauslegung jeweils nur an der Oberfläche ihrer Charaktere. Letztlich gelingt hier die Gradwanderung zwischen Drama und Komödie nie 100%ig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

OceanSoul

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Liebesgeschichte mal anders - hat mir besser gefallen als erwartet!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rubi27

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Guter Film, hat mir sehr gefallen. Gut gespielt und einfach eine schöne Liebesgeschichte. Lediglich die Synchronstimme von J. Lawrence fand ich schrecklich...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

matthias-schultz

Antwort löschen

deswegen schaut man Filme ja auch in der Originalvertonung! Oder kannst du noch nicht so gut Englisch?


Yersinia_Pestis

Antwort löschen

Filme bevorzugt in der eigenen Muttersprache zu schauen hat rein gar nichts mit den persönlichen Englischkenntnissen zu tun.


Eiri

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Erfrischend! :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Akula00

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich halte Bradley Cooper zwar für eine Fehlbesetzung und die bipolare Störung wird hier eher verhalten richtig und viel zu oberflächlich dargestellt, aber insgesamt ein schöner sehenswerter Film der auch insgesamt die Thematik Bipolar thematisiert, was ich als Betroffener für wichtig halte. Dabei aber auch nicht nur ein Drama draus macht und mit schönen Momenten aufwarten kann.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KAbitz

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

David O Russels starbesetzte Avantgarde gegen Pessimismus. Excelsior !

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tamriel

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Unsympathische Charaktere, langweilige Handlung. Nach 30 min ausgemacht.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Richardlöwenherz

Antwort löschen

und dann den Abend damit verbracht diese Kritik zu verfassen (Y)
Hättest du mal den Film zu Ende gesehen ;)


moep0r

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

So, damit waere mein Jennifer Lawrence Defizit auch endlich beseitigt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

freakualizer

Kommentar löschen
kein Interesse

Vor Ewigkeiten eingeschaltet, schwer gelangweilt gewesen und wieder ausgemacht.
Ein paar Wochen später der erneute Versuch mit identischem Ergebnis.
Finde allerdings auch beide Haupdarsteller nicht berauschend..

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

WZRDOnTheMoon

Antwort löschen

Gehörige Fehleinschätzung - fantastische(r) Schauspieler/Film mMn - aber bekanntlich ja Geschmackssache ;)


max.temmel

Antwort löschen

Bis auf die Tatsache das die wohl überschätzteste Schauspielerin ganz Hollywoods darin beweist wie schlecht sie ist und wie sehr man ihr ansieht, dass sie keine Schauspielschule besucht hat, ein ganz annehmbarer Film


filmfuzzy

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein nachdenklicher Filmtitel und schwer zu übersetzen. Mit „Linings“ ist eigentlich ein Futter eines Kleidungsstückes gemeint. Allerdings gibt es auch ein amerikanisches Sprichwort „Every Cloud has a silver linings“, heißt soviel, wie „jedes Unglück hat, auch sein Gutes. Und dann paßt es genau zu diesem Film.

Der Apfel fällt nicht weit vom Baum, um bei den Sprichwörtern zu bleiben. Pat (Bradley Cooper) war acht Monate in der Psychatrie weil er den Liebhaber seiner Frau halbtot geprügelt hat und sein Vater Pat Sr. (Robert de Niro) hat Stadionverbot bei der heimischen Footballmannschaft den Eagles, wegen einer Prügelei.

Pat wird nach acht Monaten entlassen. Muss aber einige Auflagen erfüllen. Er darf seinem alten Arbeitsplatz, einer Schule, nicht näher als 150 Meter kommen. Auch zu seiner Frau Nicky besteht ein Verbot der Kontaktaufnahme. Außerdem soll er seine Medzin weiternehmen. Das fällt Pat aber sichtlich schwer und er fällt zurück in alte Verhaltensmuster. Was wiederum seine Eltern und die gesamte Nachbarschaft zu spüren bekommt.

So steht jeden zweiten Tag der Ortspolizist vor der Tür um ihn daran zu erinnern, dass bei einem Rückfall die Einweisung in die Anstalt droht. Dann lernt er seine Nachbarin Tiffany (Jennifer Lawrence), eine junge Witwe, die ihren Mann, einen Polzist durch tragische Weise verloren hat. Auch sie stößt mit ihrem unberechenbaren Verhalten und unverblümter Offenheit ihr Umfeld immer wieder vor den Kopf.

Vor allem aber verarbeitet auch Tiffany ein Trauma, das sie noch nicht annähernd überwunden hat, denn sie fühlt sich an dem Unfalltod ihres Ehemannes mitschuldig. Die Art und Weise, wie sie mit der Trauer umzugehen versuchte, brachte ihr dann schnell den Ruf einer Schlampe und sogar den Verlust des Jobs ein. Jetzt lebt auch sie wieder bei ihren Eltern – und ist genau wie Pat längst Expertin in Sachen Psychopharmaka.

Sie freunden sich an und Tiffany soll ihm helfen seine Frau zurückzugewinnen. Sie willigt ein, unter einer Bedingung. Er soll mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnehmen. Pat willigt widerstrebend ein. Doch neue Schwierigkeiten bleiben nicht aus. Als sich auch beide Familien einmischen, ist das Chaos perfekt. Die Lage scheint in jeder Hinsicht aussichtslos, doch entgegen aller Erwartungen zeigt sich am Tag der Entscheidung plötzlich ein Silberstreif am Horizont…

Eine Welt voller Emotionen, Familien mit ihren ganz eigenen, komplexen Sorgen, überraschendem Drama und beiläufigem Witz. Regisseur und
Drehbuchautor David O. Russell („Three Kings", „I Heart Huckabees“) schafft es die Romanvorlagesehr gut umzusetzten und mit Hilfe des gut besetzten Schauspielerteams wurde ein ansehnlicher Film daraus.

120 Minuten – gehobenes Kino mit hohem Unterhaltungswert.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Aoewir

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

steinigt die ketzerische Hure, denn sie lobpreist euren geheiligten Film nicht!

Verstehe beim besten Willen nicht, was an dem so gut und besonders sein soll, außer das die Lawren'schen Möpse wabern wie Onkel Haralds Magengeschwür.
Ich raff es einfach nicht.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Aoewir

Antwort löschen

Absolut ja. und ''Silver Linings'' ist wahrlich nichts besonderes. Würde es sogar als RomCom verbuchen. Auch schade, wofür sich ein Herr DeNiro mittlerweile so hergibt.


Martin.Eyxtra

Antwort löschen

Jennifer Lawrence zieht sich bloss sexy an um Maenner rumzukriegen ... das ist ihr filmcharakter madame!
Anscheinend guckst du dir ne Komoedie an und erwartest ne Hammerstory, aber dieser Film wartet mit guten Schauspielerleistungen auf -sagt auch die academy- und mit seiner Moral und natuerlich dem Ende, was ich bei dem Film wirklich nich kitschig fand, eher nett.


Walterwhite53

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich muss leider zugeben, dass mir der Film gefallen hat. Ich steh nicht so auf Romantik Komödien, doch das ist der beste dieser Art. Ich habe nicht viele gesehen, aber der steht auf platz 1. Bradley Cooper hat überragend gespielt wie ich finde. Die Psychoschiene hat mir sehr gefallen und fand die Story nicht so abgedroschen, wie es die meisten Romantik-Filme sind. Der Humor war angenehm, nicht das ich mich kaputt gelacht hätte, aber es gab eine Menge zum lachen. Vorallem gibt es sowieso momentan nur wenige Komödien, die gut verarbeitet wurden. Leichter Spoiler: Ein Happy End war hier Pflicht! Vor allem wegen dem Buch, dass er gelesen hat und nachdem er um 4 Uhr Nachts die Eltern terrorisierte und nicht verstehen konnte, wieso die Story nicht gut ausging. Robert de Niro spielt den Spielsüchtigen, abergläubischen Vater sehr gut. Die Doublewette war köstlich. Es ist ein sehenswerter Film. Es ist ein schöner Film, der nicht nur die guten Seiten des Lebens zeigt, sondern auch die Probleme mit dem jeder Mensch zu kämpfen hat. Und ehrlich gesagt ich hätte den Lehrer auch verprügelt. Eine 9 ist für eine Romantik-Komödie für mich das Maximum, aber ich lasse mich noch gerne überraschen. Das heisst aber nicht, dass ich mir ab jetzt jede Romantik-Komödie anschaue.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

enzo.wiener.7

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Die schönste Romanze, die ich je gesehen habe

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Moviegod

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderschöner Film! Mehr muss ich eigentlich nicht dazu sagen. Den Oscar für Jennifer Lawrence gab es hier völlig zurecht. Diese Frau spielt einfach überragend. Jetzt freu ich mich gleich noch viel mehr auf American Hustle.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mary84

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Es ist doch immer wieder dasselbe...
Am Anfang dachte ich noch, cool ein witziger und total irrer Film ohne jeglichen übertriebenen Schnulzenkram aber wie soll es anders sein, dass Ende hat es natürlich wieder versaut.
Die schauspielerische Leistung von Mr. Cooper ist wirklich gut aber irgendwie empfand ich es auch ziemlich nervig die erste Hälfte des Filmes, es war hauptsächlich nur laut und es kam einen vor, als wäre er nur ein kleiner bockiger Junge der seinen Willen nicht bekommt. Die Leistung von Lawrence fand ich nicht herausragend, De Niro hat dann doch wieder Farbe ins Spiel gebracht.
Alles in Allem an sich ne gute Story bzw. Idee (bis auf´s Ende, da wäre weitaus mehr Spielraum gewesen) aber einmal gucken reicht dann auch.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

pischti

Antwort löschen

Das Ende war echt beschissen und völlig unpassend für einen Film der Oscarnominierungen aufweisen kann. Lawrence hat mich jetzt auch nicht so vom Hocker gerissen, aber von Bradley Cooper war ich positiv überrascht und sah ihn schauspielerisch klar vor Lawrence.


mary84

Antwort löschen

jap, genau


jondoe

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Wie ichs auch drehe ich kaufe den Beiden die Rollen die sie spielen nicht ab...Über JL kann ich nichts sagen da ich mir noch keine andere Rollen angesehen habe aber Bradley Cooper ist eigentlich ein ganz passabler Schauspieler...Nur wirkt diese Film als würden beide Schauspieler zwanghaft versuchen den Verückten zu mimen ...gibt es nur ein Problem denn man kann eben nicht jede Rolle spielen....was eben hier durchweg wie ein Overacting alla Nicolas Cage wirkt und es somit unrealistisch macht

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Nerada

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

also der Anfang zieht sich leider etwas, aber wenn man die erste halbe Stunde überstanden hat, dann ist es ein echt süßer Film. Trotzdem lebt er eigentlich nur von den beiden Hauptfiguren, weil alles drum herum leider ziemlich hohl ist :/
Kann man sich mal ansehen, aber ist nichts, was man unbedingt gesehen haben muss...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BenAffenleck

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

" Wieso freuen die sich so über 5 Punkte"?......tja, ich denke, weil es manchmal auch einfach reicht, nur Mittelmaß zu sein. Stinkefinger an den Perfektionismus, High Five aufs Leben leben.

Bei mir ist SILVER LININGS schlicht und einfach an den hohen Erwartungen gescheitert. Jedenfalls teilweise. Irgendwas fehlte, um mich emotional so richtig zu kicken. Allerdings habe ich mich aufgrund der extrem schrägen Charaktere des Öfteren beim Langzeitgrinsen ertappt. Dieses drunter und drüber, dieses Charaktere-Chaos, wenn alle mit ihren Spleens in einem Raum sind, macht echt Spaß.

Cooper, Lawrence und DeNiro haben sichtlich Spaß in ihren Rollen. Die Besetzung ist eigentlich auch das große Plus des Films. Und der Top Soundtrack!

Stellenweise ähnlich, aber wesentlich besser: LITTLE MISS SUNSHINE.

Leider nur 7 Geschichtslehrer Fummeleien unter der Dusche für SILVER LININGS.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kai.lam.161

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr gut gemachter kleiner Film. Super Kameraführung, super Schauspielleistung und eine sehr solide Story. Im Grunde ein echt guter Film. So wie er ist, hätte man den Film wohl kaum besser machen können. Sehr solide und immer emfehlenswert. Ist halt nur nicht der Blockbuster der einem Tage lang im Kopf bleibt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Deine Meinung zum Film Silver Linings