Silver Linings - Kritik

Silver Linings Playbook

US · 2012 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
  • 10

    Beim Film ist es wie in der Musik, - das wahre Können und die vollendete Größe zeigen sich, wenn die leisen Töne gespielt werden.
    "Silver Linings" tut dies auf wunderbare Weise. Der Film meistert die Problematik der Genre-Mischung, reizt zum Lachen, ohne je albern zu sein, macht traurig, ohne rührselig zu sein, und er bietet grandiose Dialoge, lakonisch, schlagfertig, komisch und ernst.
    Die ernste Thematik einer psychischen Erkrankung wird nicht zur Schau gestellt, nicht begafft, sondern trägt die Handlung, ohne sie zu lähmen. Der Soundtrack passt wie ein maßgeschneiderter Anzug, und die Schauspieler sprühen vor Lust auf dieses tolle Drehbuch. Schade nur, dass bei den vielen Nominierungen bei der Oscarverleihung 2013 für dieses Juwel nur ein Oscar heraussprang, aber es war immerhin der für die beste weibliche Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence.
    Ich habe diesen Film ins Herz geschlossen.

    • 8

      Silver Linings hat Charakter und Aussagekraft. Es gibt viele Passagen, wo man erschrocken von den Handlungen der Schauspieler ist, was jedoch in den Film ganz normal ist. Aber auch in Hinsicht der Schauspieler erwartet man solche Handlungen. Vor allem von Jennifer Lawrence.

      • 10

        - - - White Shadow Waltz with Yolanda & Francis - - -

        Es ist Freitag, der 22. Dingens im Jahr 2000 sonst was. Francis betritt die wöchentliche Sitzung der freiwillig aufgezwungenen Antiaggressionsgruppe und sein angestammter Stuhl ist noch frei. Sein lautes, Türe quälendes und knarziges Erscheinen unterbricht die seelische wie tränenreiche Entblätterung eines neuen Teilnehmers und Yolanda die Gruppenleiterin blickt Francis verdutzt und dringlich an. Dieser macht die Tür ganz langsam auf, so dass die ungeölte Brandschutztür ziehend pfietscht - als ob man mit dem schlimmsten Stück Kreide über eine grünliche, schieferartige Tafel zieht und sich die Nervenenden in den Ohren strecken wie kräuseln. Brrr! Francis imitiert eine Art übertriebenes Schleichen, verzieht den krümeligen Mund, tapst zu seinem Stuhl und ist seit einiger Zeit die Ruhe selbst, hört den anderen Teilnehmern zu, unterbricht nicht ständig alle und redet eben nur dann, wenn er dran ist. Als sich der neue Teilnehmer setzt, wird Francis von Yolanda angesprochen.

        Yolanda; "Francis, wie schön, damit Sie unserer kleinen Runde doch noch beiwohnen. Ihr eventuelles Erscheinen ist immer mit einer gewissen `Vorfreude´ und auch einer kribbelnden `Unruhe´ verbunden. Entweder kommen Sie zu viel zu zeitig, schon mal am völlig falschen Tag oder drei mal die Woche, obwohl sie nur für einen Tag eingeteilt wurden. Erklären Sie uns doch bitte, warum sie heute zwanzig Minuten zu spät sind Francis - nur für die lange `Liste´ halber."

        Francis; "Was soll ich sagen Yolanda. Seit gewissen, vergangen und bereuten Vorfällen - nur für die `Liste´ halber - besitze ich ja gezwungenermaßen kein mobiles Telefon mehr und die Uhr in meiner Wohnung ist schon vor einigen Wochen stehengeblieben."

        Yolanda; "Und wenn sie die winzige AA oder AAA Batterie mal wechseln würden oder sich einen Kalender zulegen könnten?"

        Francis; "Ich wollte sie ja wechseln Yolanda, hatte aber gerade da einen - rein emotional gesehen - sehr schwierigen Moment, den die Uhr leider nicht wirklich überstand und von Kalendern halte ich so viel, wie von giftbunten wie leuchtenden Gardinen und Schnickschnack für ulkige Wohnregale. Aber ich fand eine altes Schulbuch, tief in der Mülltonne der Nachbarn, und fühlte große Faszination. Unter anderem - es ist wohl ein Heimatkundebuch für die zweite oder dritte Klasse, der Einband fehlt leider - steht da eben drin, wie man die Zeit nach der Sonne liest. Ich lebe nun seit einiger Zeit nach dem jahreszeitlich abgestimmten Stand unserer lebensspendenden Sonne und denke, dass dies meinem Stresslevel ungemein hilft Yolanda."

        Yolanda; "Im Nachbarmüll Francis? Die Zeit nach der Sonne? Francis, wir brechen dieses interessante Gespräch nun ab - mal davon abgesehen, dass es seit zwei Tagen wolkenbehangen ist und durchweg regnet. Wie letzte Woche angekündigt, reden heute keine bereits involvierten Mitglieder über ihre Fort- oder Rückschritte. Nach dieser Sonnenuhr-Story weiß ich auch gar nicht so recht, wo sich einige Mitglieder gerade befinden könnten und ich werde auch keinen direkt anschauen."

        Yolanda schaut lange genug zum andauernden Trainingshosen-Fan Francis und der blickt summend in die Runde.

        "Wie ihr alle wisst, veranstalten wir nach unserer heutigen Sitzung ein kleines, alkoholfreies und musikalisch unterlegtes Buffet, da die Einrichtung ihr zehntes Jubiläum krönt. Heute sind wir nur hier, um uns mal `fallen´ zu lassen. Wir werden bei sanftem Jazz einfach mal die Seele baumeln lassen. Jeder sucht sich einen Partner oder eine Partnerin und dann lassen wir uns rücklings in die Arme des Anderen fallen. Wir haben hier teils große Fortschritte zusammen gemacht, die wir wahrscheinlich nur zusammen erreichen konnten und nun wird es Zeit, dass wir uns auf eine neue Stufe des gewonnenen Vertrauens begeben."

        Yolanda lächelt zufrieden in die Runde und plötzlich bricht Francis in keuchendem, unnatürlich ins ulkige gezogenen, zerrenden Gehuste aus, krümmt seinen Oberkörper, sein Gesicht wird knallrot und unter heftigen Plustern in seine Ärmel, spratzeln feuchte Müslireste durch die Runde. Er verlässt seinen wankend kippelnden Stuhl, winkt wie ein geistesabwesender Zappel-Hans durch die Mitglieder und tänzelt sich hustend durch die schief schabende wie quietschende Tür.

        Yolanda neigt ihre Augenbrauen nach oben und stimmt enttäuscht an; "Natürlich musste das jetzt passieren! Das ist schon das zweite mal, dass ihn Entspannungskurse mit Musik oder sonst was aus der Bahn werfen. Entschuldigt mich bitte kurz."

        Francis sitzt vor dem Raum der therapeutischen Einrichtung und schaut unter der Flut aus Neonlicht in den langen, sterilen und weißen Gang, setzt seine Kopfhörer auf und hört seine Okkervil River Playlist. Gerade sieht er etwas älter aus, als seine 30 Lenze es vermuten lassen und die vielleicht vier fünf Jahre ältere Yolanda begibt sich zu ihm. Sie setzt sich links neben ihn und er nimmt den rechten Kopfhörer doch wieder raus.

        Yolanda; "Francis, sie müssen sich jetzt verdammt noch mal öffnen, zu mir in die Einzelsitzungen kommen und mir wirklich von Grund auf berichten, wo ihre Reise hingehen soll. Ich weiß, dass sie alles verloren haben. Ihre Familie will momentan nicht viel mit ihnen zu tun haben und der Job den Sie machen müssen, nun, der macht sie offensichtlich auch nicht besonders glücklich. Ihre zynischen Angriffe belasten immer und immer wieder das Karma der Gruppe. Wir wissen beide, damit Sie aus ihrer Schuld heraus verlassen wurden, dass Sie nur hier sitzen, weil sie sich gehen ließen und nun auf Krampf alles gerade biegen wollen, trainieren wie ein Wahnsinniger und es jedem - auf eine sehr sehr seltsame Art - Recht machen wollen."
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        Francis; "Ich habe jemanden kennengerlernt Yolanda. Ich hatte es nun lange nicht in mir vernommen, aber einige unvorbelastete Treffen waren mal wirklich eine großartige Abwechslung zu "du bist an allem Schuld und sieh zu, dass es wieder wird".

        Yolanda; "Erzählen sie ruhig Francis."

        Francis; "Als Sie das gerade mit der Entspannung und dem Fangen des Gegenüber ankündigten, musste ich - das zweite mal in kurzer Zeit - an das Gefühl denken, das man nur verspürt, wenn man getragen, gefangen oder umarmt wird. Dieser innige Gedanke daran, das bröselige Frühstücksmüsli und der Smooth Jazz den Sie immer spielen - warum macht mich das eigentlich immer so wütend? Ich hatte schon viel zu lange kein Happy End mehr in einem Teil meines Lebens."

        Yolanda; "Hm."

        Francis; "Wissen Sie, als ich noch sehr jung war, trainierte und kämpfte ich einem Ringerverein und war eigentlich auch ganz gut..."

        Yolanda muss kichern und meint; "Gott, Francis, entschuldigen Sie bitte, aber ich stelle mir gerade vor, wie Sie in einem Ringerdress umherhüpfen...das war jetzt nicht professionell, sorry."

        Francis sieht jetzt noch sehr viel älter aus, als 30; "Jedenfalls fuhr mein Vater immer mit auf die vielen Turniere, feuerte mich immer lautstark an und auch wenn ich niemals so gut wurde, wie er es in seiner Jugend war, genoss ich dieses eine besondere Gefühl nach den vielen gewonnen Kämpfen - dieses gehörte nur uns beiden. Ich sprang nach dem schmatzenden Siegerschlag des Schiri und des knackigen Gong der Ringrichter immer sofort auf, rauschte mit kindlichem Lachen, wedelnden Haaren und kraxelnden Armen wie Beinen über die gedämpfte Matte und rannte in meinem blauen Trikot zu meinem Vater hin und sprang in seine Arme. Er fing mich auf und hielt mich oft lange Momente hoch, trug mich langsam zur Bank und wir saßen dann oft ewig da, warteten beobachtend auf den nächsten Kampf, wogen Schwächen der anderen ab und waren einfach da. Irgendwann verloren sich diese Erlebnisse leider und er kam immer seltener mit auf die Kämpfe. So ist es wahrscheinlich mit den Abschnitten des Lebens, den Menschen um einen herum und dem Happy End für jede Episode, dem Silberstreifen am Rande der Wolken. Ich las letztens das Buch Silver Linings Playbook von Matthew Quick und fand mich darin leider sehr straff wieder, was ich nun ändern will Yolanda."

        Yolanda; "Das war sehr gut und wichtig Francis. Ich weiß, was sie mit dem Gefühl meinen, einfach mal `gehalten´ zu werden. Da gibt es übrigens auch eine sehr amüsante Verfilmung zu dem Buch. Bradley Cooper und Jennifer Lawrence spielen da mit, den kann ich ihnen gerne mal leihen. Ich muss mich doch noch für ihren neulichen `Payback´-Tipp Revanchieren."

        Francis; "Echt jetzt?! Ich glaube, ich habe neulich das Cover des Filmes in einem E-Markt gesehen, griff aber leider zu dem Film `Robert - Die Puppe des Teufels´, aber das bereden wir mal lieber irgendwann in einer der Einzelsitzungen. Jedenfalls bin ich seit neustem großer Wolkenfan und mag die schlierenden Sonnenuntergänge sehr. Und gerade wenn es nach Tagen des Regens mal aufklart, sieht man oft silberne und fahle Streifen an den Wolkenrändern, ein beinahe greifbares `Happy End´ Yolanda, jeden Tag und endlich im Sinne von `zu Ende´ in seiner Wirkung. Obwohl ich ihn immer verteufelt habe, vermisse ich den gleichmäßigen Trott mancher 08/15 Tage, als noch alle da waren, als ich in Gedanken vor und zurück sprang, warme Umarmungen, ehrliches Lachen und der Duft von Kaffee und Brötchen für alle am Sonntagmorgen. Alles weg, alles fort und ich kann nie wieder dahin zurück und ein `Happy End´ an diese Episode kleben. Ich mag Wolken, ich mag Harmonie und Geschichten, die das Gute mitnehmen.

        Yolanda; "Daher rührt das mit der Sonnenuhr:-) Wir gehen jetzt beide wieder rein und dann genießen wir den Abend hier. Glauben Sie mir, dieser Tag heute wird ein gutes Ende nehmen Francis. Haben Sie denn am Wochenende etwas mit ihrer neuen Bekanntschaft vor?"

        Francis; "Ja, tatsächlich. Wir beide fahren auf ein Konzert der Band Okkervil River - so etwas habe ich schon ewig nicht mehr gemacht - und da werden wir dann sehen, was mit uns passiert. Wollen Sie mal hören Yolanda?"

        https://soundcloud.com/okkervil-river/05-white-shadow-waltz

        Francis reicht Yolanda den rechten Ohrhörer und beide hören sich ein Lied der Band an. Sie sitzt links von ihm und der Kopfhörer spiegelt sich über das Kabel an den beiden. Anschließend gehen die beiden wieder rein und lassen sich `fallen´. Manche Tage enden und manche enden eben nicht. Manchmal kann man nicht mehr zurück, auch wenn man sich in nichts anderes wähnt...one day is enough...sometimes.

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        • 9

          Großartig und toll und großartig. Zwei tragische Persönlichkeiten treffen hier aufeinander und liefern sich einen sympatisch-leidenschaftlichen Schlagabtausch der Extraklasse. Und da müssen wir den prima Darstellungen von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper danken. Hervorragende Schauspielleistung!!! Damit füllen sie die weiße Kinoleinwand von links unten bis rechts oben vollständig aus. Die Story ist recht simpel, aber schön anzuschauen und durchaus bewegend. Ich habe einen guten Film erwartet und einen noch besseren gesehen.

          • 7 .5

            Klasse Cast,eher schwächere Handelung aber trotzdem sehenswert.

            • 4 .5
              Kieke 04.07.2016, 00:26 Geändert 04.07.2016, 00:29

              Auszug aus einer Diskussion über Jennifer Lawrence.

              Silver Linings ist auf den erste Blick nicht faschistisch. Davon abgesehen, das die Story total banal ist, und die Charaktere natürlich alle super toll und gut aussehen, und eigentlich keine wirklichen Probleme haben, wie, wie das nun mal echten Psycho-Freaks so ist , gibt es doch einige Anzeichen, die einen, in Bezug auf ihre vorherigen Filme aufhorchen lassen. Beispielsweise wird der Roman "Herr der Fliegen" erwähnt. Ein Roman, der in parade Beispiel für den Faschismus ist. Auch hier antwortet Lawrence in ihrem provokativen Nihilismus, "Ja, Ja, die Welt ist schlecht ...".
              Die Herabsetzung des Intellektuellen, findet man in vielen ihrer Filme wieder, ebenso, wie auch in HIMYM. Ebenso findet sich auch hier das Motiv wieder, was schon in Hunger Games auftauchte, und in noch einem Film, dessen Namen ich nicht erinnern, kann, der aber genauso fragwürdig ist . Das Umfeld, in dem sie sich befindet, sei es Familie oder Eltern, sind von Motiven des Caos bestimmt:
              Die Eltern verwetten ihr Geld, ein anderen mal, sind sie Alkoholiker, oder sonst was. Die Lösung aus dem Caos zu entfliehen, ist immer die Gleiche: Fleiß, Disziplin und Unterordnung. Das Individuum wird verlacht und ersetzt durch ein Opportunes Etwas, das einer der Grundpfeiler des Faschismus ist. Nur durch die "schweigende Mehrheit kann der Faschismus bestehen".n:
              Silver Linings kommt somit durch die Hintertür, und ist nur in Bezug auf ihre anderen Filme zu verstehen. Nein. auf den ersten Blick propagiert Silver Linings keinen faschistoide Ästhetik. Er setzt jedoch die Grundlagen für einen faschistischen Charakter, was in Bezug, das der film ausschließlich für Junge Leute gedacht ist, die das ganze natürlich nicht überblicken können, eher als fragwürdig einzustufen ist.

              • 10
                rockadude 28.05.2016, 21:26 Geändert 28.05.2016, 23:50

                Wie lange habe ich diesen Film vor mir hergeschoben! Heute war es soweit, denn er lag bei den Sonderangeboten für 7,99€ dabei.

                Was soll ich sagen?
                Hätte ich mir diesen doch nur früher angeschaut.
                Aber was macht diesen Film von David O. Russell jetzt so besonders?

                Ganz sicher nicht die Handlung an sich, diese folgt im Grunde den herkömmlichen Mustern einer Lovestory und ist ebenso simpel gestrickt.
                Es sind zwei andere Aspekte die diesen Film zu einem Juwel machen.

                Es ist die Art der Inszenierung einmal und wie sich der eigentlichen 08/15 Handlung angenähert wird. Sie wirkt echt, real und wie aus dem Leben gegriffen. Es wird nichts wirklich beschönigt, aber auch nichts verteufelt. So wie es im Leben nun manchmal ist. Es gibt gute und schlechte Zeiten. Noch dazu wird das ganze weitestgehend kitschfrei inszeniert, was irgendwie dann auch gegen die genreüblichen Konventionen verstößt.
                Das gefiel mir, diese erfrischend andere Art einen Film dieser Gattung zu inszenieren.

                Und dann wäre auch Aspekt Nr. 2: DIE FIGUREN!
                Alle Charaktere wirken durchweg sympathisch obwohl jeder sein Kreuz zu schleppen hat. Pat mit seiner bipolaren Störung die es ihm schwer macht im Leben wieder Fuß zu fassen, Tiffany die seit dem Tod ihres Mannes jeglichen Halt im Leben verloren hat, Pat's Vater der hoffnungslos wettsüchtig ist, Pat's Mutter die versucht die Familie zusammenzuhalten aber völlig überfordert damit ist, der befreundete Nachbar der unter dem Druck seiner Ehe leidet....
                Sie alle haben Probleme, aber das macht sie sympathisch, weil es sie realistisch macht und sie so echt wirken.

                Zu verdanken ist das den durch die Bank weg fantastischen Schauspielern. Bradley Cooper ist ne Wucht, Jennifer Lawrence ebenfalls eine Naturgewalt, Robert DeNiro war schon lange nicht mehr so gut wie hier ( wo waren Sie die ganze Zeit Mr. DeNiro ).
                Ganz besonders war ich hier von Chris Tucker beeindruckt. Hier beweist er das er tatsächlich was kann und zu mehr in der Lage ist als nur das nervig quietschende Plappermaul ala Eddie Murphy zu miemen und das trotz humorvoll angelegter Rolle sogar subtil ( ohne Spaß, ich dachte beim schauen echt "Scheiß die Wand an, der Kerl kann schauspielern" ).

                Einzig am Ende erlaubt sich der Film ein wenig Kitsch, aber geschenkt. Der Film ist insgesamt einfach zu klasse als das dies negativ ins Gewicht fallen könnte!

                Also Chapeau Mr. Russell, ich war restlos begeistert! Von mir eine klare Empfehlung!

                1
                • 7

                  Sympathisch, Gefühlvoll, traurig, vorhersehbar und gesellschaftskritisch. Eine sehenswerte Tragikkomödie, in dessen Zentrum die LIEBE aufbegehrt. Hat mir gefallen, wobei Cooper sich ganz schön verbiegen musste, um als Schauspieler wahrgenommen zu werden. :) Frau Lawerence ist ne pure Wucht. Ausführlichkeiten folgen später...

                  1
                  • 7

                    Hat mir eigentlich sehr gut gefallen, obwohl hier mal wieder das übliche Schema F bezüglich des Handlungsverlaufs angewendet wird, aber der Cast wirkt einfach nur irrsinnig sympathisch, wohl auch, weil die Hauptpersonen ihre Ecken und Kanten haben. Und prinzipiell habe ich hier auch nichts gegen das Happy End, nur frustrieren mich derartige Happy Ends zur Zeit ein wenig. Jennifer Lawrence ist echt ein Augenschmaus. (Dasselbe kann man aus weiblicher Sicht wohl auch für Bradley Cooper sagen). Mein Daumen geht klar nach oben.

                    • 9

                      Die wohl originellste und Phenomenalste Romatikdramödie der letzten Jahre, die einen sofort packt und bis zum Schluß und auch drüber hinaus nicht mehr losläßt.
                      Phantastisch agierende Schauspieler machen aus diesem Augenschmaus was ganz besonderes, das sich ganz klar vom Hollywood Schablonenhaftem Getue weit abhebt und das ist auch gut so, gerne mehr davon.
                      Für mich jetzt schon KULT!

                      9
                      • 5 .5

                        Ganz Witzige Dialoge und Szenen, toller Cast und leider ein typisches amerikanisches Honigsüses Ende, nicht besoders gut aber auch nicht schlecht, mit einem Wort Durchschnittlich!

                        2
                        • 8 .5
                          Marty_NB 17.03.2016, 17:50 Geändert 18.03.2016, 17:33

                          Toller Film!
                          Die Schauspieler machen ihre Sache richtig stark und die einzelnen Charaktere sind alle ein bisschen, bis ziemlich verrückt, was diesen Film oft extrem sympathisch macht. Insgesamt ein gutes Drehbuch, gute Inszinierung und an einigen stellen wird man immer wieder überrascht von der Handlung, welche sich in einem guten Tempo entwickelt und zu einem guten Ende kommt. Also, eine wirklich positive Überraschung. Hatte ich so nicht erwartet und lohnt sich meiner Meinung nach auch, wenn man eig. kein großer Liebhaber dieses Genre ist. Denn ein guter Film bleibt ein guter Film und Silver Linings ist ein guter Film.

                          1
                          • 8

                            Nach vier Jahren mal wieder gesehen und erstaunlich gut gereift! Nach eigenen Erfahrungen in diesem Bereich muss ich sagen: "Silver Linings" trifft den Nagel auf den Kopf! Der Humor ist spot-on und auch die dramatischen Elemente sitzen wunderbar. Es gibt nur sehr wenige Filme zu diesem Thema, die realistisch, unterhaltsam und empathisch an die Sache rangehen. "Silver Linings" gehört dazu. Und ein großer Spaß ist es noch dazu. Habe schon lange nicht mehr so lachen müssen. :D

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                            • 8
                              Petr 14.03.2016, 19:15 Geändert 15.03.2016, 13:08

                              Schöne und außergewöhnliche Liebesgeschichte zweier komplexer Charaktere, die abseits des Idealbildes scheinbar psychische Probleme haben und nicht recht in die Gesellschaft passen. Nur gemeinsam schaffen sie es nicht nur sich selbst zu "heilen" und sich so besser in die Gesellschaft zu fügen, nein sie kommen auch noch zusammen.

                              Toll, dass hier mit Bedacht gezeigt wird, wie tief und zuerst unschön Persönlichkeiten sind, die aber trotzdem eine Schönheit besitzen, wenn man sich ihrer Person und ihrer Geschichte mit Toleranz und Verständnis nähert.

                              Verrückt fand ich beide nicht. Er tickt öfter mal aus und sie fickt sehr häufig mit wechselnden Sexualpartnern. Beide stört ihr Zustand, er passt auch nichts ins gesellschaftliche Bild, aber sie haben auch einiges erfahren müssen, was sie zu dem machte, was sie sind.

                              Die wahre "Verrücktheit" spiegelte sich im Umfeld von Pat, der männlichen Hauptfigur, wieder. Während deren Verrückheiten zwar Pats eigene "Verrücktheit" stärken und einen Genesungsprozess hindern, gelten sie in der Gesellschaft nicht als "verrückt", weil sie sich zumeist abseits des öffentlichen Lebens zuhause im typischen Bild amerikanischer Vororte abspielen.

                              Die Grenzen zwischen Verrücktheit und Normalität sind willkürlich und fließend und immer nur Resultat einer jeden Gesellschaft. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade die Person Pat heilt, die als einzige ebenfalls als verrückt gilt.

                              So bleibt ein schöner Film mit dazu genialen Darstellern, der Zuschauer gerne mal mit der Frage nach Normal und Unnormal und deren Ursachen zurücklässt.

                              Schaut euch auf jeden Fall die deletetd Scenes an. Ich frage mich, warum die besten Szenen des Films rausgeschnitten wurden.

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                              • 7

                                he ich war ganz verblüfft ich hatte den film oder zumindest einen teil des filmes schon mal gesehen, doch weil mir der zu verwirrend war, gab ich den keine chance.

                                Es handelt sich um eine Komödie zwischenzwei psychisch gestörten Menschen.
                                Der Film ist sehr ernst, und auch die lustigen Szenen wie sich in Mülltüten einpacken, der rotzfrechen und anstrengenden Jennifer Lawrence, konnten mich nicht wirklich packen.- Es ist und bleibt eine ernste Handlung
                                Er war sehenswert.

                                • 8 .5
                                  Flynn_Hardy: Cellurizon.de 12.03.2016, 21:49 Geändert 14.03.2016, 09:09

                                  [...]Was für ’ne Fahrt, was für ein seltsamer Film, den Russell vermutlich mit einem permanenten verschmitzten Grinsen im Gesicht gedreht hat, zumindest den finalen Akt, der seine RomCom-Narration gleichzeitig bespringt und ihr in die Eier tritt. Tanzende, unperfekte Sexyness, Hemingway-Antipodismus und der Schlüssel zu allem: Bradley Cooper und Jennifer Lawrence, die auf’s famoseste an allem vorbei spielen, was dieser Film mit Patrick Dempsey und Katherine Heigl in den Hauptrollen geworden wäre.[...]Fazit: Eigenwilliges Querköpfigkeitskino, das seine durch und durch klassische RomCom-Narration mit Genuss und schelmischem Grinsen durch den Quark des Wirrsinns dreht und trotzdem ans Herz geht. SO muss ‘ne romantische Komödie gleichzeitig aussehen und demontiert werden.[...]

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                                  • 9

                                    Regisseur und Drehbuchautor scheint von psychischen Problemen voll die Ahnung zu haben. Er schildert hier das Psychogramm einer amerikanischen Gesellschaft, in der offenbar alle Figuren etwas an der Klatsche haben, durchgeknallt oder upgespaced sind. Der Fachmann würde diagnostizieren ihnen fehlt die Impulskontrolle. Alle rasten bei jeder kleinen Störung sofort aus und rücken Möbel. Vater Pat Sr. (Robert De Niro) hat einfach nur die Bodenhaftung verloren. Er könnte sich um Kopf und Kragen verwetten.
                                    Aber wie der Filmtitel zu Recht darauf hinweise, gibt es für alles und jeden einen ‘Silberstreifen‘ am Horizont.
                                    Und es ist eine echt nette Romanze. Patrick (Bradley Cooper) wurde gerade aus der Klinik entlassen (manisch-depressive Störung). Darf sich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses seiner Ehefrau Nikki nicht nähern und verarbeitet das, indem er sich in Tiffany (spitze Jennifer Lawrence) verliebt. Die kann hier echt gut auf Emotionen machen: unterdrückte oder mühsam unter Kontrolle gebrachte. Wenn’s daneben ging, war’s halt ein unvorhergesehener Ausraster. Sie überzeugt in ihrer unverblümten Emotionalität. Da kommt am Ende ein bisschen ‘Dirty Dancing‘ Feeling auf. Das Drehbuch hat auch seine Sternchen. Um seinen Sohn zur Höchstform zu zwingen, meint Pat Sr. ‘Wir müssen eine Spur von Brotkrumen legen‘ (sic!). Und auf dem Weg zum Bücherwurm lehnt Patrick alles ab, was keinen Silberstreifen enthält wie z.B. Hemingway oder ‘Den Herrn der Fliegen‘.
                                    Obwohl es keinen Zweifel über das Happy End gibt, dauert es noch ein wenig. Es wird also ein spannendes, glückliches Ende inklusive Familienidyll. Preiswürdig nett.

                                    • 1 .5
                                      Irony 03.02.2016, 17:34 Geändert 03.02.2016, 17:35

                                      Sehr langweilig und Jennifer Lawrence konnt ich nicht ausstehen. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hat die immer ein Gesichtsausdruck, der mich aggressiv macht. Und ich rede jetz nicht von ihrer Rolle, die sie in diesem Film gespielt hat, sondern überhaupt. Vielleicht kommt mir das auch nur so vor, sorry an alle Fans dieser Frau.

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                                      • 7

                                        Es ist mutig eine romantische Komödie zwischen zwei psychisch gestörten Menschen zu drehen. Der Regisseur David O. Russell der mich mit dem bierernsten Boxer-Drama „The Fighter“ überzeugen konnte weiß auch hier seine Darsteller zu Höchstleistungen anzutreiben. Denn einzig und allein dadurch steht und fällt diese Tragikomödie.

                                        Doch trotz eines in Mülltüten eingepackten, dauerhibbelig umherjoggenden und toll aufspielenden Bradley Cooper und der im Gegenpart absolut lebensverneinenden, nicht mehr schlampigen, rotzfrechen, sehr direkten, wortgewitzten Jennifer Lawrence will mich das alles nicht wirklich packen. Irgendwie war das anfangs alles zu ernst um lustig zu sein. Und zu lustig um tragisch zu sein. Und mitunter auch einfach eher nervig als unterhaltsam. Da wurde durcheinandergebrüllt. Da werden auch die Nerven des Zuschauers ziemlich strapaziert. Doch ab der Hälfte hatte der Film bzw. hatten mich die beiden dann auch irgendwie eingewickelt.

                                        Es ist ein wenig schade, dass der Film im weiteren Verlauf so vorhersehbar daherkommen muss und uns leider nur eine gängige romantische Komödie im Deckmantel eines speziellen besonderen Paares auftischt. Allerdings mit einem Paar was man so sicherlich noch nicht gesehen hat. Die Chemie stimmt zwischen Bradley und Jennifer. Ohne Frage. So verrückt, eigen und sympathisch ist es eine reine Freude diesen beiden zuzusehen. Und auch die restlichen Darsteller wissen zu überzeugen. Schön mal wieder Chris Tucker witzeln zu sehen. Schön mal wieder de Niro spielen zu sehen.

                                        Und ja trotz einiger Schwächen löst dieser Film eben doch diese gute Gefühl aus. Ein kleines Serotoninbonbon für die Synapsen. Und quasi nebenbei trichtert er uns eine herrlich beruhigende Botschaft ein. Denn sind wir doch mal ehrlich. Haben wir nicht alle einen an der Waffel?

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                                        • 8 .5

                                          SILVER LININGS ist ein Film, der die Meinungen der Zuschauer spaltet. Einige sehen eine gefühlsmäßig maßlos überzeichnete romantische Komödie für absolute Optimisten, während andere in David O. Russels Film einen der innovativsten, schönsten, menschlichsten und intensivsten Film der letzten Jahre erkennen. Eines ist sicher, Geschmäcker sind (selbstverständlich) verschieden und somit auch die Sicht auf diverse Filme, doch ich bin teilweise zugegeben recht überrascht, wie wenig Anerkennung SILVER LININGS unter anderem entgegengebracht bekommt.

                                          SILVER LININGS ist für mich persönlich ein ganz besonderer Film und vielleicht steht er bei mir gerade deswegen unter einem so guten Stern. Doch dazu später mehr...

                                          SILVER LININGS ist eine Tragikomödie mit Tiefgang und Hirn. Ich bin abgesehen von diesem Film hier kein großer Fan von David O. Russel, aber mit SILVER LININGS hat dieser Mann ein wunderbares Werk gedreht, das stets den richtigen Spagat zwischen Freude, Spaß und Witz und den leisen Tönen voller Ernst, Gefühl und Schmerz trifft. SILVER LININGS zeigt, was man aus romantischen (Tragi)Komödien alles rausholen kann, wenn man sich nur richtig an die Geschichte und die Charaktere heranpirscht.

                                          Dreh und Angelpunkt des Filmes ist Pat (Bradley Cooper). Dieser leidet unter einer bipolaren Störung, nachdem er seine untreue Frau mitsamt ihrem Liebhaber unter der Dusche erwischt, und letzteren brutal zusammengeschlagen hat. Nun hat er seinen Job verloren, eine einstweilige Verfügung am Hals und ist aufgrund seiner Krankheit ständig aggressiv, impulsiv und uneinsichtig im Bezug auf seine heikle Situation. Nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik versucht Pat, sein Leben langsam wieder in den Griff zu bekommen. Er zieht wieder bei seinen Eltern (Robert De Niro und Jackie Weaver) ein und will nicht's sehnlicher als seine Ex zurückzugewinnen. Doch natürlich mach ihm das Leben ein Strich durch die Rechnung, was Pat emotional enorm runterzieht. Eine Art Seelenverwandte findet er einzig in der ebenfalls emotional und psychisch kaputten Tiffany (Jennifer Lawrence), welche sein Leben nachhaltig beeinflussen wird...

                                          Zugegeben, SILVER LININGS fällt auf den ersten Blick unter die Kategorie der üblich daherkommenden und simpel sowie vorhersehbar gestrickten RomComs. Dies mag durchaus so sein, doch David O. Russel macht aus diesem Grundpolster letztlich vielmehr als andere übliche Genrevertreter, was SILVER LININGS wahrscheinlich auch so besonders macht und aus der Masse herausstechen lässt. Denn Russel macht vieles besser als manch anderer Film ähnlicher Art. Er spielt besser mit seinen Charakteren, er verpasst ihnen Kratzer, was sie letztlich enorm menschlicher wirken lässt, er weiß seine Emotionen besser und passender einzusetzen und schießt trotz dessen nie über die gefühlsbetonte Belastungsgrenze heraus, kommt also ganz ohne übermäßigen Schmalz oder triefenden Kitsch aus.

                                          Selbst wenn die Geschichte manchmal etwas überspitzt daherkommen mag, weiß sie durchweg zu überzeugen. Zwei eigenwillige Seelen, skurril und emotional gewaltig angeknackst, die vielleicht gerade deshalb so menschlich und nah daherkommen, eben weil das Ganze ein wenig überspitzt und trotzdem feinfühlig erzählt ist.

                                          Tief in diesen gekränkten Seelen, zwei eigentlich ganz anders daherkommende Menschen. Auf der einen Seite Pat, der in einem entscheidenden Moment schlichtweg die Kontrolle über seine Wut verloren hat (aber seien wir mal ehrlich, wer kann's ihm, auch wenn es natürlich nicht korrekt ist, wirklich verübeln?) und immer wieder von seinen schmerzlichen Erinnerungen an die Vergangenheit eingeholt wird. Auf der anderen Seite Tiffany, die sehr früh geheiratet und ihren Mann sehr früh verloren hat, ihren Kummer danach in Medikamente und Sex ertränkt hat und mittlerweile eine zutiefst gekränkt Persönlichkeit ist, die ihre wahre Schönheit unter einer Schutzschicht versteckt hält. Nach außen hin eine abgewrackte und aufgeblühte Frau, innerlich ein sensibles und verletzliches Wesen. Sicher, die Vorwürfe, der Filme stelle die psychischen Erkrankungen als zu "positiv" dar oder romantisiere sie zu sehr, sind durchaus berechtigt. ABER, hier handelt es sich um einen Film (TragiKOMÖDIE), der die Schattenseiten ebensolcher Krankheiten nebenbei bemerkt durchweg aufrechterhält, da die beiden Protagonisten immer wieder von ihren Problemen eingeholt werden und ihre psychischen Beschwerden somit nie außer acht gelassen werden.

                                          Diese beiden Protagonisten ergeben ein wirklich großartiges Duo, was, neben den toll gestalteten Charakteren, vor allem an Bradley Cooper und Jennifer Lawrence liegt. Die beiden harmonieren, und das hätte ich nie für möglich gehalten, wirklich sehr gut miteinander. Bradley Cooper, den ich sowieso viel lieber in ernsteren Rollen anstatt als Pausenclown sehe, zeigt hier durchaus eine seiner besten Leistungen. Ich bin bei weitem nicht der größte Bradley Cooper Fan, aber in meinen Augen hat er hier definitiv RICHTIG gut gespielt! Daneben, die fantastische Jennifer Lawrence, die für ihre Rolle als Tiffany sogar mit einem Oscar geehrt wurde, was mich damals sehr für sie gefreut hatte! Jennifer Lawrence stiehlt mit ihrer grandiosen Nebenrolle jedem die Show. Sie spielt ihre (schwierige) Rolle ungemein facettenreich und charismatisch, in einigen Momenten gar faszinierend gut. SILVER LININGS ist wohl DAS Beispiel, dass Jennifer Lawrence, und das sage ich obwohl ich die HUNGER GAMES Filme nicht ausstehen kann, eine wahrlich brillante Schauspielerin ist! Und, was man auf keinen Fall unerwähnt lassen sollte, auch der große Robert De Niro, der für mich immer DER GRÖSSTE und mein absoluter Lieblingsschauspieler bleiben wird, zeigt in seinen alten Jahren, wo er ja bekanntermaßen auch viel Schrott gemacht hat, eine äußerst motivierte und gelungene Leistung. Toll!

                                          Aber warum hat SILVER LININGS nun eine solche Bedeutung für mich? Ich habe den Film das erste Mal gesehen, als ich mich psychisch in einer ziemlich schwierigen Phase befand, wenngleich auch nicht so fatal wie es bei Pat und Tiffany der Fall ist und auch nur für geraume Zeit. Es waren scheiß Wochen, aber irgendwie hat mit SILVER LININGS, gerade Jennifer Lawrence, geholfen besser und einfacher mit den Dingen klarzukommen, weshalb ich den Film deswegen schon ein bisschen in's Herz geschlossen habe...

                                          Somit bleibt SILVER LININGS für mich ein wie schon gesagt besonderer Film, den ich mir immer wieder anschauen kann. Ein witziges, intensives, und toll erzähltes Erlebnis, vollgestopft mit Dialogen der Spitzenklasse, einem ruhigen und dennoch stimmigen Score von Danny Elfman und natürlich ganz famosen Schauspielern, dessen Kritik ich dennoch in einiger Hinsicht nachvollziehen kann. Aber ganz ehrlich, das ist mir egal!

                                          SILVER LININGS ist für mich persönlich ein wichtiger Film, ein ganz toller Film!

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                                          • 9

                                            Robert De Niro und seine Eagles :D...Feel Good Movie mit Sypathischen Schauspielern, auch nach dem 2. anschauen ein starker Film.

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                                              CarrionFairy 18.01.2016, 10:28 Geändert 18.01.2016, 10:57

                                              der film ist prinzipiell tatsächlich ein drama - dramatisch scheiße nämlich. ansonsten reiht sich dieser oberflächliche bullshit in die sonst auch allgemeine romanzette ohne sinn und verstand ein.
                                              ich hab's fast nicht geschafft, den überhaupt zu ende zu sehen und kann mich nicht erinnern, wann ich mich zuletzt so fremdgeschämt hab.

                                              den film mit einem medizierten bipolaren protagonisten zu beginnen, macht ihn noch lange nicht tiefsinnig oder außergewöhnlich. ein flacher charakter, den man letzten endes auch gar nicht kennen lernt, weil er nichts zu bieten hat. der klischeehaft betrogene und dekompensierte beweis für verbitterte, dass nicht alle männer fiese schweine sind, aber dabei dann vielleicht einen an der klatsche haben.
                                              dabei sieht er natürlich trotzdem blendend aus. wäre er nämlich ein fieser nerd, dann wäre es nicht süß und liebenswürdig, sondern creepy. sexuelle belästigung ist nur, wenn der mann scheiße aussieht.

                                              dieser verpaart sich dann mit, tadadada, trommelwirbel.... natürlich einer (rein zufällig um 15 jahre jüngeren) geistesgestörten und manipulativen - nennen wir es beim namen - nutte. das checkt er sogar recht schnell selbst, aber da er ja selbst so liebenswert irre ist und sie so unglaublich independent und cray cray - niemand tut etwas für mich, ich werde so ausgebeutet, ich stalke dich beim joggen, süß, oder? - stört er sich nicht weiter daran. es ist nämlich aus irgendeinem grund überhaupt kein problem, diese geltungsgeile und hysterische scheiße als liebe zu verkaufen.

                                              auch hier gibt es keinen weiteren tiefgang. was wissen wir denn eigentlich? dass ihr mann tot ist. dass sie eine (s. o.) nutte ist und zurecht gefeuert wurde (ohne scheiß, was ist eigentlich los!?). dass sie zwar nicht tanzen kann und es praktisch nur hobbymäßig in ihrer (natzürlich voll individuell und süß verschrobenen) garage zum besten bringt, sich aber trotzdem aus darstellungsgeilheit in weißen leggings bei einem tanzwettbewerb anmelden muss. dass sie hysterisch bei seiner familie herumflippt, was vollkommen unangebracht ist. dass sie penetrant ist. dass sie aus irgendeinem belanglosen grund, den ich nichtmal mehr erinnern kann, obwohl ich den film gestern gesehen habe, eine mordspeinliche szene in der öffentlichkeit reißt, bei der sie sich als opfer sexueller belästigung darstellt.

                                              sorry, seit wann ist das sympathisch? das sind menschen um die man im echten leben einen intergalaktischen bogen machen würde. nicht, weil sie eine psychische störung haben und ein paar pillen schmeißen, sondern weil sie - und insbesondere diese pseudogothic nutte - scheiße sind. wer mit ihr befreundet oder gar zusammen sein will, ist tatsächlich schwer gestört - und nicht irgendwie special oder besonders. nein, einfach nur gestört und ohne jegliche fähigkeit zur abgrenzung.

                                              eine unverschämtheit ist das. und ja, ich meine das ernst. ich hatte hier flashbacks zu 500 days of summer. es ist nämlich, ob wir wollen oder nicht, eine simple tatsache, dass uns solche medien beeinflußen. von anfang an ist vollkommen glasklar, dass er seine besessenheit, seine fremdgehende frau zurückzubekommen, einfach mal verlieren wird, sobald er etwas anderes in aussicht hat. no offence. ich hab sicher auch schon beziehungshopping gemacht, aber bitte verkauft mir doch nicht diese lieblose und kranke verbindung als etwas wahres und berührendes. bei 500 days of torture hat er seine "große liebe" sogar einfach nur durch eine tante ersetzt, die genauso aussieht wie die davor. das haben auch alle gefeiert. wenn ich mir die rückmeldungen zu alleine diesen 2 werken ansehe, dann muss ich keine weitere forschungsarbeit investieren, um zu sehen, dass das bindungs- und beziehungsverhalten heute absolut kaputt ist.

                                              hier eine zusammenfassung dessen, was am anderen geschlecht in den letzten jahren glorifiziert wird und als begehrenswert vermarktet:

                                              männer: sensible, puschelige typen mit pumperkörper und sanften träumen, die dabei dann aber in einem augenblick voller leidenschaft doch mal jemandem die fresse polieren können, weil ein 100%es weicheiimage letzten endes doch keine pussy abbekommt. dabei verdient man sein geld mit so dies und das und hört dabei musik aus den 60er-90ern - voll interessant und special.

                                              frauen: heiß und verrückt. das ist voll leidenschaftlich und tough. szenen sind nur ausdruck ihrer wilden und unterdrückten sexualität und spannender persönlichkeit. sie sind dabei auf niemanden angewiesen und lassen sich von niemandem etwas sagen. wenn sie sich wie müll verhalten, muss trotzdem der mann angekrochen kommen - denn das ist romantisch. auch hier sind arbeit, ambitionen und realistische ziele vollkommen überschätzt, man schlägt sich mit schreiben, schauspielern und kellnern durch - das ist süß. und unterstreicht nochmal die unabhängigkeit.
                                              man drängt sich überall in den mittelpunkt und muss jedermanns volle aufmerksamkeit haben, geschieht dies nicht, führt dies erneut zur akzeptierten szenen. denn wir haben ja schon geklärt, dass das völlig ok ist.

                                              beide sind dabei trotzdem voll die guten eltern und familientypen, probleme löst man mit alkohol und leidenschaftlichem sex.

                                              nicht witzig. nicht berührend. nicht nachvollziehbar. nicht romantisch. nicht außergewöhnlich.
                                              wenn ich mir diese scheiße ansehe, wundert es kein stück mehr, dass die gesellschaft infantil vor sich hin feiert in blanker angst vor wahrer verantwortung und panik vor älterwerden. es gibt nichts schlimmeres als gewöhnlich zu sein, sagte schon mena suvari in american beauty. na dann hipstert doch alle künstlich und sensationsgeil daher und nennt es leben.

                                              dieser tanzschund hat mich dann komplett zerstört. dirty dancing für arme und behinderte!

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                                                TobivanTobsen 13.12.2015, 13:19 Geändert 13.12.2015, 13:40

                                                Zum großen Glück ist Bradley Cooper hier Hauptdarsteller. J. Law zum Glück eher nicht, obwohl ich laut der Werbung dachte, sie ist hier im MP. Ja, ihr sexy Tanz... Aber mit Robert De Niro gibts einen Pluspunkt mehr. Ist ein lockereres Drama.

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                                                  Der Film hat eine tolle Geschichte und die Rollen sind auch gut besetzt. Jennifer Lawrence und Bradley Cooper sind ein richtig gutes Duo. Der Film ist auf jedenfall sehenswert.

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                                                    Die Chemie zwischen den beiden ist gigantisch! Ein weiterer Film des Duos; das konnte nur gutgehen.