Silver Linings - Kritik

US 2012 Laufzeit 122 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 03.01.2013

  • 7 .5

    Der Film lebt von seinen Schauspielern und den bissigen Dialogen. Cooper, Lawrence, DeNiro nehmen sich da kaum etwas.

    • 8

      Mein Fazit:

      Endlich konnte ich mir diesen Film ansehen. Eine gewisse Erwartungshaltung hatte ich schon.

      Ja, da prallen zwei durchgeknalle Persönlichkeiten aufeinander. Pat, gerade aus der Klinik entlassen und mit einer schlechten Impuls-Kontrolle, macht seiner Familie ein wenig das Leben schwer. Z. B. wirft er mitten in der Nacht ein gerade ausgelesenes Buch durchs geschlossene Fenster, um gleich darauf dann eine Diskussion mit seinen verschlafenen Eltern zu führen (die das Buch selbstverständlich nicht gelesen haben). Der Vater, toll gespielt von Robert de Niro hat ja selbst so seine Macken, ist hoch abergläubig und sucht die Gründe der Erfolge seiner Mannschaft nicht etwa in deren Leistung, sondern in anderen “kosmischen” Begebenheiten.

      Tiffany hat ihren Mann vor einigen Monaten verloren und weil sie wegen dem Kinderwunsch ihres Mannes kein Sex mit ihm wollte, hat sie lieber mit seinen Kollegen geschlafen. Sie beteuert gleich, das sie es nicht mehr macht, das hindert aber den einen oder anderen Kollegen nicht daran, es noch mal bei ihr zu versuchen (klingelt sogar an der Haustür, um zu fragen, ob sie da wäre). Sie mag Pat von Anfang an, jedoch bringt er sie mit seinen unbedachten, aber sehr verletztenden Äußerungen an den Rand des Wahnsinns. Und weil sie nicht völlig uneigennützig den Boten spielen will, fordert sie Pat auf, mit ihr für den Tanz-Wettbewerb zu trainieren und dort mit ihr zu tanzen. Nur widerwillig geht er darauf ein.

      Ehrlich gestanden hatte ich anfangs etwas Mühe, in die Geschichte reinzukommen. Das lag daran, das für mich die Magie des Films nicht ganz eingefangen werden konnte. Das entwickelte sich erst so mit der Zeit. Auch fand ich den Film an einigen Stellen etwas zu harmlos. Nun, es ist ja schon mal gut, das eine solche psychische Erkrankung wie Bipolar-2 überhaupt in einem solchen Film so dargestellt wird. Aber das Thema wird meiner Einschätzung nach nicht richtig deutlich.

      Die Liebesgeschichte zwischen Tiffany und Pat kommt auch erst am Schluss so richtig zum Tragen. Ich persönlich fand sie nicht passend. Beide einzeln finde ich durchaus sympathisch, aber zusammen ergaben sie irgendwie kein stimmiges Paar. Die schauspielerischen Leistungen hingegen sind durchweg positiv zu bewerten. Gerade Jennifer Lawrence hat meiner Einschätzung nach den Oscar schon zurecht erhalten.

      Insgesamt gesehen ist es ein solider Film, der auch Unterhaltungswert hat. Aber es ist kein Film, der mich nun vom Hocker gerissen hat. Daher bekommt er nur 80%.

      • 7

        Ganz nette Liebeskomödie aber warum Jennifer Lawrence gerade für diese Rolle den Oscar bekommen hat konnte ich leider nicht nachvollziehen.

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        • 5
          RoboMaus 26.02.2015, 11:13 Geändert 26.02.2015, 15:36

          'Gib mir mal deinen IPod - ich kann in allen Zimmern Musik für's Baby spielen'
          'Hast du auch Ride the Lightning von Metallica?'
          Led Zeppelin im Score, ein paar herzhaft-witzige Szenen, aber die Story konnte mich nicht packen - erst gegen Ende wird es interessant. Zwei mit auffälligen psychischen Problemen finden sich und machen ihre Umgebung verrückt, Collateralschäden inbegriffen. Dass der Plot überkonstruiert und stellenweise absurd wirkt, wäre noch o.k., aber die Dialoglastigkeit und die oft hektisch, aggressiv geführten Gespräche sind überhaupt nicht mein Ding. Ich erinnere mich, dass ich das schon ein paarmal bei De Niro-Filmen geschrieben habe (Raging Bull, Casino), aber diesmal liegt es nur zum kleinen Teil an ihm. Allein die 10 Minuten-Sequenz nach den Vorfällen beim Footballspiel und über die Wette enthält für mich schon genug Nervpotential für einen ganzen Film. 'Silver Linings' hat aber auch Charme und eine einnehmende Art, mit der die Charaktere zusammengeführt werden und die Dinge sich zum Guten wenden. Leute, die weniger mimosenhaft als ich auf hektische Streitgespräche reagieren, könnten das richtig gut finden.

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          • 8
            hallidalli 25.02.2015, 23:44 Geändert 25.02.2015, 23:58

            Wow ist hier Jennifer hübsch, ein wirklich heisser Feger. Sie ist in ihrer Rolle herrlich durchgedreht und zugleich mega symaptisch. Bin schon froh das es Lawrence getroffen und nicht u.a. Olivia Wilde oder Kirsten Dunst. Ebenso bin ich froh das Bradley Cooper Jennifer zur Seite gestellt und nicht Mark Wahlberg, bei ihm wäre das ganze vermutlich nicht so glaubwürdig gewesen. Alles in allem ein echt entzückender Film der etwas anderen Art.

            • 6 .5

              Im Rahmen der Oscar-Nacht lief dieser Film als Free-TV-Premiere im Fernsehen und dabei wurde man bei der Oscar-Verleihung 2013 schon mit grandiosen Kritiken zu diesem Machwerk überhäuft.

              Immerhin wurde er in den wichtigsten Kategorien (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Bestes adaptiertes Drehbuch) nominiert, und Jennifer Lawrence konnte den Goldjungen dann auch mit nach Hause nehmen.

              Bei diesen Vorraussetzungen sollte man von einem Topfilm ausgehen, oder nicht?
              Meine relativ hohen Erwartungen konnte Silver Linings leider nicht erfüllen.
              Wieso? Darum:

              Die grundlegende Idee ist eine interessante. Der aufbrausende Pat kommt nach fast einem Jahr Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt wieder nach Hause, auf Wunsch seiner Mutter und nur unter strengen Auflagen des Gerichts.
              Er will seine Frau zurückgewinnen, die er beim Fremdgehen erwischt hat, daraufhin ausgeflippt ist und den Liebhaber verprügelte.
              Wegen seiner Beherrschungsprobleme wird er vom Gericht zu einer Therapie verdonnert, mit dem einzigen Lichtblick seine Frau zurück zu erobern.

              Als er jedoch nach Hause kommt, ist die Eingewöhnung nicht leicht. Die Leute haben Vorurteile gegenüber Pat, ihm fällt es schwer sich einzufügen und anzupassen.
              Und dann lernt er noch die vorlaute, ebenfalls etwas verrückte Tiffany kennen, die ihm anbietet, zwischen Pat und seiner Noch-Frau zu vermitteln – aber nur, wenn er dafür mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnimmt.

              Ich versprach mir einiges von diesem inhaltlichen Konstrukt; dramatische Momente, witzige Episoden, gut geschriebene Figuren, vielleicht auch ein bisschen Romantik zum Schluss.
              Das Problem für mich war nur, es kratzte alles zu sehr an der Oberfläche.
              Wieso ist Pat so, wie er ist? Was treibt ihn an, wieso ist er so ungestüm, war er auch vor dem Aufenthalt in der Anstalt so oder hat dieser ihn verändert?
              Wer genau ist er, was denkt er, was fühlt er? All das blickte für mein Empfinden nicht genug durch; man mag Pat zwar, aber hat teilweise Schwierigkeiten, ihm zu folgen.

              Versteht mich nicht falsch, Bradley Cooper spielt die Rolle durchaus sehr gut, auch seine Oscar-Nominierung fand ich gerechtfertigt. Aber um wirklich 100%ig mit ihm zu fühlen, hat es mir nicht gereicht.

              Genau so, bei seinen Eltern, deren finanzielle Probleme zwar angeschnitten werden, aber irgendwie sehr hektisch erzählt und nicht wirklich aufgearbeitet werden.
              Viele Konversationen, viel Durcheinandergerede, wenig (spannender) Inhalt.

              Wirkliche Würze kommt erst mit dem Auftauchen von Tiffany ins Spiel, dargestellt von Jennifer Lawrence.
              Ihre Figur fand ich sehr interessant und entgegen meiner Erwartung auch erfrischend anders. (Absolut verdienter Oscar!)
              Die etwas zu direkte, forsche Tiffany, im Wortgefecht mit Pat, das machte Spaß.
              Für eine Hauptrolle kam mir ihre Rolle aber zu kurz; auch sie hatte zwar eine Hintergrundgeschichte, die ihr aber irgendwie nicht den nötigen Tiefgang zu verleihen schien.

              Die Handlung plätschert ohne wirklichen Spannungsbogen dahin – ab und an mal in die Küche gehen oder ähnliches war während des Films nichts schlimmes, da einen das Ganze ohnehin nicht gebannt am Fernseher hängen ließ.

              / Achtung, Spoiler /

              Und dass sich die beiden am Ende kriegen, war zwar irgendwie klar, fiel aber so abrupt, ohne Erklärung, ohne ein Anbahnen aus, dass es mir so vorkam, als hätte das noch in die letzten 5 Minuten gemusst, weil keine Zeit mehr übrig war.

              / Spoiler Ende /

              Das klingt nun so, als würde ich Silver Linings ganz schrecklich finden – aber das stimmt nicht.
              Es ist ein guter Film, schön in Szene gesetzt und er unterhält auch.
              Wirklich zu loben sind vorallem die schauspielerischen Leistungen, allen voran Cooper und Lawrence.

              Meiner Meinung nach krankt er nur einfach an seinem fehlenden Tiefgang, seiner fehlenden Spannung.
              Gerade mit den hohen Erwartungen, die die Kritiker schürten, sowie dem sehr ansehnlichen Einspielergebnis an den Kinokassen, war der Film für mich nicht der Hammer, den ich erwartet habe.

              Höheres Mittelmaß, ein gut gemachter, aber kein grandioser Film.
              Man kann ihn sich durchaus ansehen, vielleicht sogar öfter, aber mehr als ein schöner Film, mit etwas zu viel verschenktem Handlungspotenzial ist Silver Linings für mich leider nicht.

              • 6

                hab mir viel von dem film versprochen, leider sass ich vor dem fernseher und hab mich gelangweilt... die story fand ich lahm und viele dinge ergaben nicht sinn. bradley cooper war für mich das beste am ganzen film.. warum jennifer lawrence den oscar für ihre rolle bekam, kann ich nicht ganz nachvollziehen. fand ihre rolle ziemlich öde. aber das ist geschmacksache!!!!

                • 6 .5
                  PrettyLittleLiar 24.02.2015, 18:08 Geändert 24.02.2015, 18:23

                  "Silver Linings" wollte ich schon länger sehen, da ich viel Gutes darüber gehört hatte. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und dementsprechend war ich auch etwas enttäuscht. Der Film ist ganz nett und witzig, mehr aber leider auch nicht. Die Story ist wirklich flach, genauso die Charaktere, das einzig wirklich Sehenswerte an diesem Film ist JENNIFER LAWRENCE. Ich liebe diese Frau! Ihre Rolle ist wirklich erfrischend und sie stellt einmal mehr ihr schauspielerisches Talent unter Beweis - der Oscar ist wirklich hochverdient! Film: 5,5 Punkte, für Jennifer Lawrence gibt es einen Punkt extra.

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                  • 7
                    odie.holzmann 24.02.2015, 01:53 Geändert 27.02.2015, 12:52

                    Bisher kannte ich Jennifer Lawrence nur aus "Tribute von Panem" und meine Meinung über sie war nicht wirklich gut, wieder mal ein hübsches Möchtegern-Sternchen, das nicht viel auf der Pfanne hat.
                    Wie voreilig von mir, denn als ich Silver Linings sah, war da plötzlich eine hochtalentierte Vollblut-Schauspielerin die mich auf ganzer Linie überzeugte.
                    Oscar? Total verdient!
                    Doch nun zum Film: Auch die anderen Darsteller legen eine nahezu perfekte Performance aufs Parkett und bringen den Film weit nach vorn. Es handelt sich dabei zwar "nur" um einen Liebesfilm mit Dramatik-Anleihen, aber die Herangehensweise wirkt so erfrischend anders, das es eine Freude ist, zu zuschauen. Doch nun genug gelobhudelt. Schwächen gab es da nämlich auch. So bewegt sich die Story zum Beispiel auf überschaubarem Niveau und nicht alle Dialoge zünden richtig. Ausserdem war der Auftritt von Julia Stiles viiiieeel zu kurz :-) Alles in allem aber dann doch durchaus sehenswert.
                    Fazit: Dieser Film könnte in den Grundlehrstoff jeder Schauspielschule aufgenommen werden.

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                    • 4 .5

                      ui, war der langweilig. beide Hauptdarsteller waren super sympathisch, aber die story war einfach öde.hatte zu tun, bis zum Ende durchzuhalten. wenigstens war das schön....

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                      • 10

                        Gerade wieder angeschaut!
                        Ich liebe diesen Film!
                        Oscar zu recht für Jennifer!

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                        • 10

                          Ich gehöre jetzt auch endlich zu den Leuten, die diesen Film gesehen haben. Und ich hab ihn sofort ins Herz geschlossen!
                          Das ist auch der erste Film, wo mich die Lawrence nich genervt hat. Zwar sieht sie total albern aus, wenn sie wütend auf jemanden zu marschiert, aber trotzdem sehr sympathisch. Und obwohl ich die Konstellation zwischen ihr und dem Cooper seltsam fand, hat es doch erstaunlich gut funktioniert.

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                          • 6

                            Solche Filme sind eigentlich gar nicht so meins, aber nachdem ich ihn eben im FreeTV begutachtet habe, muss ich gestehen, dass er gar nicht übel ist.
                            Die psychischen Erkrankungen die den Anfang des Films sehr gut prägen, werden bei der aufkommenden Liebesgeschichte schnell zur Nebensache, was den Film insgesamt in meinen Augen nicht von anderen Filmen gleichen Genres abhebt. Warum der Film jetzt so ungeheuer Oscar-gehyped ist, versteh ich daher nicht wirklich. Dennoch sind die Figuren gut dargestellt und der Film ist akzeptabel.
                            Wenn die Freundin also mal etwas mit Gefühl gucken möchte und ihr kein Mitspracherecht bei der Genre-Auswahl habt, wählt SilverLinings. Ist definitiv einer der besseren seiner Art, aber trotz Hype immernoch ein total durchschnittlicher Film.

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                            • 4

                              Reichlich überzogen und unglaubwürdig, verzettelt sich zudem, z.B. in ausgedehnten Wett-Diskussionen. Schauspielerisch mäßig, auch Robert De Niro hat nur 1 Minute von der was bleibt. Aber am meisten erschüttert mich, als ich jetzt lese, dass Jennifer Lawrence einen Oscar für ihre Darstellung bekommen haben soll.

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                              • 8

                                Für mich war überraschend, dass ich den Film überhaupt mochte. Normalerweise sind Rom-Coms so überhaupt gar nicht meins, schon gleich 10x nicht, wenn es dann auch noch etablierte Schauspieler-Kombinationen sind. Gegen den inneren Widerstand trotzdem geguckt und fühlte mich sofort gut unterhalten. Die Verbindung Lawrence/Cooper funktioniert einfach irgendwie, ich kann es mir auch nicht erklären, und dann noch Robert De Niros umwerfendes Minenspiel dazu... ich fand es großartig, und ich gebe 8 verdiente Punkte.

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                                • 7 .5

                                  Während diese Zeilen verfasst werden, wird in Hollywood vielleicht schon ein Umschlag mit dem Namen Bradley Cooper als Oscar-Gewinner 2015 zum Öffnen bereit liegen. Was diese Nominierung mit "Silver Linings" zu tun hat?

                                  Ganz einfach, David O. Russell's Drama-Romanze kann mit Fug und Recht als wichtige Etappe des Herrn Cooper auf dem Weg zur ernst genommenen Hollywood-Größe betrachtet werden. Und dafür bedurfte es nur der Rolle des bi-polar-gestörten Pat. Dessen unkontrollierten Ausbrüchen haben ihm den Job und die Ehe gekostet. Nach langer Behandlung zieht Pat wieder bei seinen Eltern ein und steht vor der Herausforderung, sein Leben zu neu zu ordnen. Aber weder die wöchentlichen Therapie-Stunden, Freunde und Familie erweisen sich als hilfreich für dieses Unterfangen. Ausgerechnet die Bekanntschaft mit der ebenfalls durchgeknallten Witwe und ehemaligen Teilzeit-Nymphomanin Tiffany (Jennifer Lawrence) stellt Pat das unmögliche Ziel in Aussicht, mit seiner Frau in Kontakt zu treten. Einzige Bedingung, er muss mit Tiffany an einem Tanz-Wettbewerb teilnehmen.

                                  "Silver Linings Playbook", so der Original-Titel, ist natürlich etwas mehr als nur ein witzig gemeinter Film über mental derangierte. Es ist eine sich langsam anbahnende Romanze, die über mehr als nur das Minenfeld des alltäglichen Lebens hinüber tänzeln muss. Wer sich daran stören sollte, dass David O. Russell kein akribisches Krankheitsprofil und Charakterstudie vorlegt, betrachtet die Absicht hinter dem Film aus dem falschen Winkel. In "Silver Linings" geht es um eine Sinn- und Existenzkrise, die jeden erfassen kann. Genauso wie auch jeder vermeintlich geistig Stabile mit Menschen gestraft sehen kann, die es nur gut meinen und mit ihren Ratschlägen und Aktionen die Notlage nur verschlimmern. Natürlich wirken einige dieser Konflikte bei "Silver Linings" an der Oberfläche angekratzt. Klar ist die Beziehung von Cooper's Figur Pat zu seinen Film-Eltern Robert De Niro und Jacki Weaver so problematisch wie letztlich liebevoll. Es ist halt kein Streifen, der seinen Helden zu Grunde richten will, sondern ihn aufbaut. Im besten Sinne ein etwas anderes Feel-Good-Movie, das vielleicht sogar etwas vorhersehbar abläuft und doch in keiner Minute langweilt.

                                  Damit reiht sich "Silver Linings" mühelos in den cineastischen Triumphzug ein, den Russell's Werk darstellt. Mit seinen Filmen, die immer noch klein und indie wirken, selbst wenn sie mittlerweile mit der Goldstatue im Zielsucher der Weinstein Company und anderer vertrieben werden. Es sind immer wieder interessante Geschichten mit Menschen, mal mehr, mal weniger wie du und ich. Nur in immer wieder neuen, unmöglichen Zwickmühlen und schwierigen Lagen. Was Russell hoffentlich noch lange so abwechslungsreich und mit tollem Gespür für die richtigen Dialoge, einen passenden Soundtrack und ein starkes Ensemble (bei "Silver Linings" begeistern unter anderem noch Julia Stiles, Chris Tucker und John Ortiz).

                                  Unterm Strich ist dies genau der richtige Film für alle, die einen Liebesfilm ohne Schmonzetten-Charakter erwarten und ein Herz für Problemfälle haben. Ja, es ist schon Kitsch, aber doch auch herrlich anders.

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                                  • 8

                                    Auch wenn die Story hauptsächlich aus unwichtigen Banalitäten besteht, überzeugt doch der Cast und die Inszenierung ungemein!

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                                      jeffcostello 22.02.2015, 13:23 Geändert 22.02.2015, 15:08

                                      Viel zu selten sieht man Leinwandpaar zwischen dem es so knistert, prickelt und funkt wie zwischen dem herrlich tumben Bradley Cooper und der explosiven Jennifer Lawrence.
 David O. Russells hektische Regie und die unruhige Kamera spiegeln die aufgekratzen Geisteszustände und die unter der Oberfäche kochenden Emotionen der Figuren wieder. Überhaupt kocht und brodelt es überall in David O. Russells lustvoll und verspielt dargebotenen neurotischem Kleinstadt-Kosmos, diesem wunderbaren Reigen des Irrsinns. Untermalt wird das von Danny Elfmans tollem, intensiv eingesetztem Soundtrack.
                                      
Der Tanzwettbewerb am Ende ist dann der wahnsinnige, symbolische, emotionale Siedepunkt, an dem all die unterdrückten Gefühle endlich verdichtet und offenbart werden können. David O. Russell lässt es zu einem herrlich romantischen Exzess werden, zum atemberaubenden Schlusspunkt eines klugen, warmherzigen und emphatischen Films.

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                                        ranjan2000 13.02.2015, 23:32 Geändert 13.02.2015, 23:32

                                        Wirklich gut gespieltes Drama, etwas vorhersehbar aber darüber kann ich hinwegsehen bei solch einmaligen Charakteren

                                        "The scenes of them dancing, which was boring, but I liked it because they were happy", was Pat zu Anfang über das Buch sagt passt auch auf den Film :D

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                                          Bradley Cooper & Jennifer Lawrence sind tolle Schauspieler und liefern eine geniale Performence, die Story fesselt mich hingegen nicht so sehr. Daher nur 5 Pkt.

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                                            TV Einheit 09.02.2015, 08:37 Geändert 09.02.2015, 13:15

                                            Das Einzige was diesen Film von anderen romantischen Komödien unterscheidet und ihn vermeintlich auch von den anderen Filmen dieses Genres abhebt, ist die psychische Erkrankung der beiden Protagonisten. Letzteres lässt mehr erhoffen, wird aber recht eintönig und öfter mal durch ein zwinkerloses, gegenseitiges Anstarren während der Dialoge dargestellt. Gelegentliches Werfen von Gegenständen trägt nur unwesentlich zur Verbildlichung der Erkrankungen bei: die Tragik, Rührung, Mitleid und jegliche Erkenntnisse fehlen. Auch die daraus resultierende, wenn auch unfreiwillige, dafür menschliche Komik fehlt hier ebenso. Daher ist „Silver Linings“ mir zu brav, zu geleckt und zu spießig: eine gewöhnliche Rom-Com, die sich der Unantastbarkeit des Seelenleidens bedient.

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                                              cycloo77 25.01.2015, 20:40 Geändert 25.01.2015, 21:35

                                              Die wohl originellste und Phenomenalste Romatikdramödie der letzten Jahre die einen sofort packt und bis zum Schluß und auch drüber hinaus nicht mehr losläßt.
                                              Phantastisch agierende Schauspieler machen aus diesm Augenschmaus was ganz besonderes ,das sich ganz klar vom Hollywood Schablonenhaftem Getue weit abhebt und das ist auch gut so,gerne mehr davon.
                                              Für mich jetzt schon KULT!

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                                                Ich muss sagen, wenn zwei so offensichtlich irre aufeinander treffen, hätte ich ein bißchen mehr Action, Radau erwartet. So muss ich sagen, dass die Rolle von Bradley Cooper nur ziemlich nervig dargestellt wird. Da hätte mehr Feuer, mehr Bums, sein müssen.
                                                Aber die Rolle von Jennifer Lawrence ist super. So richtig schön rotzig redet sie daher und man muss sie einfach lieb haben. Ob diese Leistung jetzt allerdings einen Oscar wert ist, wage ich mal in Frage zu stellen. Aber ich stimme oftmals nicht mit der Meinung der Academy überein.
                                                Die Nebenrollen waren ziemlich gut besetzt, muss ich sagen. Julia Stiles als nervige frisch gewordene Mutter und Chris Tucker als Danny haben mir richtig gut gefallen.
                                                Allerdings verstehe ich den Hype um diesen Film wirklich nicht. Die Story ist gar nichts besonderes. Könnte ein von HBO produzierter Nachmittagsfilm sein. Natürlich kann man auch mit eigentlich belanglosen Geschichten einen sensationellen Film erschaffen, aber das ist hier meines Erachtens nach nicht passiert. Dafür spüre ich von den Darstellern einfach nicht genügend Emotion. Es knistert nicht- auch wenn sie einzeln genommen gute Schauspieler sind. Das Ende kam für mich deswegen auch ziemlich überraschend (auch wenn ich es erwartet hatte), denn ich konnte Bradley Cooper seine Gefühle einfach nicht abnehmen.

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                                                • 5 .5

                                                  Ich versteh Jennifer Lawrence' Oscar nicht, Bradley Cooper nervt tierisch in diesem Film, die Story ist so lala... also ich weiß nicht. Ich hab mehr erwartet. Viel mehr. Ohne Erwartungen hätte er mir vielleicht etwas besser gefallen, aber so überbewertet, wie ich diesen Film finde, hab ich echt einfach nur versucht, durchzuhalten. Er ist eigentlich nicht schlecht. Er ist halt... durchschnittlich.

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                                                  • 6
                                                    oliver.roth.5059 11.01.2015, 18:27 Geändert 28.01.2015, 18:09

                                                    +++++ evtl Spoiler++++
                                                    " Silver Linings " ist ein nettes Feel Good - Movie mit einem wirklich schönen Endteil, einer wunderbaren Tanztunierszene und einer glänzend aufgelegten Jennifer Lawrence. Dem Film fehlen aber die Mittel um die Beziehung der beiden Hauptcharaktere tiefer darzustellen( trotz ihrer getroffenen Abmachung und der den daraus resultierenden, hübsch gemachten Tanzübungstunden ) und der Witz um auf der anderen Seite wirklich ( tragi) komisch zu sein. Leider verlässt er sich zwischenzeitlich doch eher auf gewöhnlich inszenierte Klischees und eine sehr vorhersehbare Geschichte, als sich mehr auf das Zusammenspiel der Darsteller zu verlassen, aber Bradley Cooper stößt, bei allem Potenzial, zudem in der Rolle für mich an seine Grenzen. Nicht schlecht aber nur mäßig unterhaltsam und erst in den letzten 20, 25 Minuten wirklich überzeugend. Berührt hat er mich letztlich nicht.