Silver Linings - Kritik

Silver Linings Playbook

US · 2012 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
  • 10
    Rocket Man 04.02.2017, 15:21 Geändert 04.02.2017, 15:27

    - Excelsio - Die Zeichen nicht Deuten, sondern erkennen -

    Bei der depressiven Laune, die mich manchmal überkommt, kann mir nichts besseres passieren, als einen Film zu sehen, in dem sich zwei vollkommen unterschiedliche und scheinbare kranke Menschen auf ihren richtigen Weg verhelfen. Sind psychisch kranke Menschen krank? Die Antwort könnte Ja lauten. Aber da ich das jetzt schon gesagt habe, werdet ihr merken, dass die Antwort wohl eher Nein lauten muss. Wie bei Menschen mit anderen Behinderungen, vielleicht dem Verlust des Gehöres oder dem Verlust des Sehvermögens, sehen und fühlen diesen Menschen essentielles so viel intensiver, als wir es tun. Sie fühlen den Hass, die Trauer, aber auch die Zeichen des Guten viel stärker als wir. Silver Linings entführt uns in eine wunderschöne, komische und nahegehende Geschichte zweier psychisch kranker Menschen, die eigentlich garnicht krank sind. Sie finden ihren Weg einfach nicht und nutzen unbewusst einander, um die Zeichen, die am Horizont stehen, diesen kleinen Silberstreifen am Nachthimmel, nicht zu Deuten, sondern die Zeichen zu erkennen und ihren richtigen Weg zu finden.

    Dabei tun sie nichts anderes, als wir. Wir, die wir jeden Tag arbeiten, um die Wohnung zu bezahlen, mehr Geld zu verdienen und dieser seltsamen Hoffnung, irgendwann glücklich sein zu dürfen. Aber weder Geld noch Arbeit macht glücklich. Sie füllen das Leben nicht aus. Sie sind der Rand des Blattes. Des Blattes, dass sich 'Story of our sad lifes' nennt. In der Mitte steht 'Story of our lovely lifes'. Die Mitte bleibt oft leer, bis wir einen Menschen treffen, der die Zeilen sinnvoll ergänzen kann.
    Die Zeichen nicht Deuten, sondern sie erkennen. Die Seite füllen. Die eigene Geschichte schreiben. Nicht vorschreiben lassen, was dort zu stehen hat.

    Diese Zeichen könnten alles bedeuten. Sogar der Tod eines geliebten Menschen. In diesem letzten Kommentar von mir, erzählte ich euch davon. Davon, dass einer meiner geliebtesten Menschen aus meiner Familie gestorben ist. Aber das Erlebnis, das ich damit verbinde, stimmt mich keineswegs traurig. Es stimmt mich auf alle Weisen, die existieren, glücklich. Wenn ich daran denke, macht es mich zum glücklichsten Menschen auf der Welt. Denn dieser Mensch wacht über mich. Sein Tod hatte also einen Sinn. Denn er ist nie verschwunden. Ich kann ihn nur nicht mehr sehen. Er ist da. Er wacht über uns, wie ein Engel, an einem wunderschönen Ort, an dem wir uns eines Tages wiedersehen werden. Aber noch nicht heute.

    Auch das Leben voller Leid, Wut und Hass, dass ich von Zuhause kennengelernt habe, trübt die Erkenntnis, dass in allem ein Zeichen stecken könnte. Ich könnte dank dieser Ereignisse heute ein hässlicher, arroganter und zutiefst erschlagener, depressiver junger Mann sein, der alle Chancen scheut, die sich ihm zeigen. Oh Moment. Ganz falsch ist das nicht, bis auf die Tatsache, dass ich mich dem Leid nicht zur Gänze hingegeben habe, obwohl es der Einfachste Weg ist, sondern das Zeichen da oben am Himmel erkannt habe, in den Sternen, wunderschön und unendlich ... Ich werde nie so sein. Ich bin nicht der glücklichste Mensch, oft traurig und ausweglos, verbohrt und zynisch, aber trotzden ein warmherziger und emotionaler Mensch. Einige Zeichen erkenne ich. Im Sommer strahlt die Sonne. Im Winter strahlt sie nicht. Die Zeit dazwischen muss jemand die Sonne ersetzen. Irgendwann wird sie kommen. Die Sonne. Gut Ding will Weile haben und in der Kürze liegt die Würze. Glück kommt selten einfach angeflogen. Glück ist ein Zeichen, unsichtbar, aber spürbar da. Und wenn das Zeichen zu Tränen rührt, dann würgt man es nicht einfach herunter, sondern gibt sich ihm hin. Denn das Glück kann unendlich sein. Aber einen Schritt muss man auch selber gehen.

    Silver Linings ist eine Geschichte des Glücks. Zwei scheinbar kranke Menschen, die sich ergänzen, nicht sofort sichtbar, aber als Zeichen unverkennbar. Sie haben das Zeichen erkannt und die Trostlosigkeit und Trauer des Lebens nicht die Überhand gewinnen lassen. Ein wichtiger Film, ein weiser Film. Ein Film zum verlieben. Und Jennifer Lawrence gehört spätestens jetzt bei mir zu den ganz großen, denn sie spielt witzig, wahnsinnig und emotional so intensiv, dass mich die Tränen wieder verfolgt haben. Ein Film für jeden. Und nicht weniger als 10 Punkte wert. Dankbar und voller Liebe ziehe ich von dannen. Mit einem sanften, quatsch, intensiven Gefühl von Glück in mir. Ich werde heute ganz still und heimlich, ruhig und gefühlvoll glücklich sein meine Freunde. Excelsio.

    20
    • 6 .5

      Gut gespielte Komödie voll absurder Situationskomik. Das dieses Rezept aufgeht, liegt in erster Linie an den tollen Darstellern und einer über weite Strecken straffen und überzeugenden Regiearbeit. Und doch: dem oscarprämierten Film fehlen eine klare Struktur und ein roter Faden, die Story könnte auf wenige Zeilen heruntergebrochen werden. So ist das Endprodukt, rein filmisch gesehen, hochqualitativ und sprengt in seiner unberechenbaren Art mitunter durchaus die gängigen Genreregeln - letzteres wird ihm aber teilweise zum Verhängnis, weil schlicht der Rhythmus fehlt. Das führt zu der irritierenden Frage, was der Film dem Zuschauer letztendlich eigentlich mitgeben möchte.

      • 8

        Ich hätte im vorhinein nie gedacht, dass Bradley Cooper so gut mit Jennifer Lawrence harmonieren würde bzw. könnte.

        Die zwei liefern tolles Schauspiel, wie auch Robert De Niro. Der Film hat Herz und jeder stellt sich seinen Gefühlen und Wünschen gegenüber dem anderen. Das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen. Kein langes hinaus zögern, sondern ein klares, direktes aber schönes und auch realistisches Ende.

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        • 9
          SukiMae 02.01.2017, 06:30 Geändert 02.01.2017, 06:41

          Pat ist manisch-depressiv und Tiffany hat Borderline. Beide kennen die emotionalen Achterbahnfahrten und wie es sich anfühlt, wenn die Leute aus Unwissenheit kopfschüttelnd in ihrer Nähe stehen.
          Es passiert der Supergau: die zwei instabilen, die Normalität und Halt so nötig haben lassen sich aufeinander ein. Jeder statistikverliebte Therapeut schlägt bei dieser Zusammenfassung die Hände über dem Kopf zusammen und betet gen Himmel, seine Patienten mögen sich das nicht zur Blaupause machen.

          Aber warum eigentlich?

          Wer schon einmal eine unglaublich produktive Phase hatte, in der das Selbstwertgefühl geradezu explodiert und alles einen Sinn zu ergeben scheint, kann sich in etwa vorstellen wie es Pat in seiner manischen Periode geht. Er beginnt zu trainieren, er beliest sich, reichlich und seine Hoffnung und Zuversicht scheinen grenzenlos. Ein wahrhaft umwerfendes Gefühl muss das sein, für ihn, denn auf Menschen mit einem weniger heftigen oder gar keinem psychpathologischen Leiden wirkt es merkwürdig und befremdlich, eben manisch und verbissen. Er fühlt sich zu dieser Zeit großartig, energetisch und unbesiegbar. Würde er einen Roman schreiben der aus 4000 Seiten besteht, er wäre in zwei Tagen fertig.

          Wenn dieser Abschnitt endet, stürzt er ab. Er klatscht auf den Boden und sein Hirn platzt aus dem Schädel. Endorphine aufgebraucht, Damage-bar rot, Kopf kaputt. Er kann nicht mehr aufstehen, er weis sein Leben kann nie wieder fröhlich sein. Es ist ein innerliches Gefühl von langsam sterben irgendwo am dunkelsten und kältesten Ort der Welt, nackt und allein. Es gibt keine Hoffnung mehr und niemand, wirklich niemand kann ihm helfen, ihn aus diesem dunklen Loch retten in dem er auf den Boden liegt, zitternd und halb erfroren.

          Das tükische an seiner Krankheit ist, dass jede Bekundung, eine Therapie würde helfen, weniger real als mehr seiner manischen Überzeugung alles regeln zu können geschuldet ist. Er glaubt was er sagt. Die Entschuldigung für seine Taten seiner depressiven Phase entspringen. Und er in stabilen Momenten beinahe unmöglich ernst zu nehmen ist, da seine interpretation der Wahrheit nur solange funktioniert, bis der nächste Abschnitt eintritt.
          Für Pat ist es in der jeweiligen Phase ein leichtes seiner ExFrau die Schuld daran zu geben. Einmal sieht er seinen, dann wieder ihren Fehler. Es wird verziehen, beschuldigt und verzerrt. Die Realität anzuerkennen, dass es vorbei war bevor dies geschah, ist ihm nicht möglich. Er kann es nicht verstehen, es entbehrt sich jeglicher Möglichkeit. Sich mit seiner Frau wieder anzunähern, das wäre die einzig wirksame Medizin. Bis ihm klar wird, sich selbst so zu akzeptieren, mit aller Inperfektheit, mit alles Fehlern und jedem negativen Aspekt seines Lebens, das wäre der erste Schritt in ein vielleicht nicht besseres aber glücklicheres Leben.

          Tiffany ist eine Grenzgängerin. Sie würde gerne leiden, würde gern irgendetwas empfinden, kann die Leere aber nicht füllen. Sie versucht es mit wechselnden Sexualpartnern. Sie ist manipulativ, zerrissen, hat ein Selbstbild, das dem einer Cracknutte gleich kommt. Als ihr Mann starb, warf es sie endgültig aus der Bahn, denn ihr einziger Halt im Leben ist weggebrochen. Sehr darauf bedacht wie SIE sich fühlt versucht sie auch etwas für andere zu empfinden, Liebe und Nähe zuzulassen, kommt aber über bedeutungslosen Sex nicht hinaus, denn die Widersprüchlichkeit ihrer Gefühle lässt das nicht zu. Sie will heranziehen und wegstoßen. Aufheben und Fallen lassen. Die Angst vor dem alleinsein steht der Furcht vor zuviel Kontakt im Weg. Die beiden prügeln sich und Tiffany steht gelähmt daneben, unfähig die Gefühle in ihre Schranken zu weisen, zu Brüllen und es raus zu lassen. Sie versteht nicht, warum nicht jeder so fühlt wie sie. Gefühle stehen ihr doch im Gesicht geschrieben. Sie ist ein offenes Buch. Die leute wollen sie nur einfach nicht lesen. Die ewige Leere und der Hang zum paralysiert sein lässt sie abgebrüht und kalt wirken. Es scheint nichts zu geben, was ihr so etwas wie eine Emotion entlocken oder andere Menschen fühlen lassen könnte. Auch sie sucht nach Freude, findet jedoch nur kaltes Ödland.

          Sie und Pat haben genau diesen Punkt gemeinsam. Die Zeiten der inneren Leere.
          Und hier treffen sie aufeinander.

          Wissend, dass sie verletzt werden kann, tastet sich Tiffany an die Bindung zu einem anderen Menschen heran. Wissend, dass sie ihn erdrücken könnte und nicht-wissend wie sie dagegen kämpfen könnte, lässt sie es zu. Das ist mutig, das ist empathisch und es ist ehrlich.

          Pat bricht aus seiner Manie aus, beginnt zu verstehen, dass seine Obsession für seine Exfrau für ihn in erster Linie ein bekanntes, gewohntes und sicheres Konstrukt ist, dass ihn vorallem vor der vernichtenden Erkenntnis beschützen soll, dass er der Herr über seine Taten und vorallem sein Leben ist. Er entscheidet, was lasse ich zu. Er entscheidet, was will ich, was brauche ich und brauche ich es wirklich?

          Silver Linings ist ein ehrlicher, schöner und ironischer Blick auf zwei sehr zerstörerische Krankheiten. Psychische Leiden dieser Kategorie sind aussaugend und für keinen der Beteiligten angenehm. Es fällt schwer für die Betroffenen ernst genommen zu werden, nicht nur der Irre zu sein oder ignoriert zu werden.
          Sich zu fragen, warum der Gegenüber nicht verstehen kann, dass die Welt mehr als einmal zerfällt.
          Silver Linings ist eine Geschichte von Liebe, selbstliebe und Dankbakeit. Wenn sich zwei Menschen kennenlernen, die sich ohne es zu wissen gegenseitig aus dem tiefen Loch ziehen. Und zu guter Letzt erkennen, dass sie sich gegenseitig und selbst so lieben wie sie sind.

          Ich danke Bradley Cooper und Jennifer Lawrence für diese Kunst. Das hier dargebotene ist über alle Maßen der Inbegriff von Schauspiel.

          Liebe ❤

          8
          • 8

            Zur Tragik der der beiden Hauptcharaktere ein bisschen Humor, Schnulz, Zoff und eine ordentliche Prise Aussergewöhnlichkeit, umgesetzt von zwei netten Schauspielern (die Eine besser als der Andere)...schon haben wir eine schöne und originelle Liebesgeschichte...
            Mir Persönlich nur ein kleinbisschen zuviel vom "üblichen" Schnulz und Zoff....

            • 5 .5

              Wieso wurde das, was im Buch besonders gut gemacht wurde, bis zur unkenntlichkeit verändert?

              • 5 .5

                ich fand den film nicht so toll .... alles sehr flach... nur das ende ist dann doch ganz nett

                • 10

                  Beim Film ist es wie in der Musik, - das wahre Können und die vollendete Größe zeigen sich, wenn die leisen Töne gespielt werden.
                  "Silver Linings" tut dies auf wunderbare Weise. Der Film meistert die Problematik der Genre-Mischung, reizt zum Lachen, ohne je albern zu sein, macht traurig, ohne rührselig zu sein, und er bietet grandiose Dialoge, lakonisch, schlagfertig, komisch und ernst.
                  Die ernste Thematik einer psychischen Erkrankung wird nicht zur Schau gestellt, nicht begafft, sondern trägt die Handlung, ohne sie zu lähmen. Der Soundtrack passt wie ein maßgeschneiderter Anzug, und die Schauspieler sprühen vor Lust auf dieses tolle Drehbuch. Schade nur, dass bei den vielen Nominierungen bei der Oscarverleihung 2013 für dieses Juwel nur ein Oscar heraussprang, aber es war immerhin der für die beste weibliche Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence.
                  Ich habe diesen Film ins Herz geschlossen.

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                  • 8

                    Silver Linings hat Charakter und Aussagekraft. Es gibt viele Passagen, wo man erschrocken von den Handlungen der Schauspieler ist, was jedoch in den Film ganz normal ist. Aber auch in Hinsicht der Schauspieler erwartet man solche Handlungen. Vor allem von Jennifer Lawrence.

                    • 9

                      Großartig und toll und großartig. Zwei tragische Persönlichkeiten treffen hier aufeinander und liefern sich einen sympatisch-leidenschaftlichen Schlagabtausch der Extraklasse. Und da müssen wir den prima Darstellungen von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper danken. Hervorragende Schauspielleistung!!! Damit füllen sie die weiße Kinoleinwand von links unten bis rechts oben vollständig aus. Die Story ist recht simpel, aber schön anzuschauen und durchaus bewegend. Ich habe einen guten Film erwartet und einen noch besseren gesehen.

                      • 8 .5

                        Klasse Cast,eher schwächere Handelung aber trotzdem sehenswert.

                        • 10
                          rockadude 28.05.2016, 21:26 Geändert 28.05.2016, 23:50

                          Wie lange habe ich diesen Film vor mir hergeschoben! Heute war es soweit, denn er lag bei den Sonderangeboten für 7,99€ dabei.

                          Was soll ich sagen?
                          Hätte ich mir diesen doch nur früher angeschaut.
                          Aber was macht diesen Film von David O. Russell jetzt so besonders?

                          Ganz sicher nicht die Handlung an sich, diese folgt im Grunde den herkömmlichen Mustern einer Lovestory und ist ebenso simpel gestrickt.
                          Es sind zwei andere Aspekte die diesen Film zu einem Juwel machen.

                          Es ist die Art der Inszenierung einmal und wie sich der eigentlichen 08/15 Handlung angenähert wird. Sie wirkt echt, real und wie aus dem Leben gegriffen. Es wird nichts wirklich beschönigt, aber auch nichts verteufelt. So wie es im Leben nun manchmal ist. Es gibt gute und schlechte Zeiten. Noch dazu wird das ganze weitestgehend kitschfrei inszeniert, was irgendwie dann auch gegen die genreüblichen Konventionen verstößt.
                          Das gefiel mir, diese erfrischend andere Art einen Film dieser Gattung zu inszenieren.

                          Und dann wäre auch Aspekt Nr. 2: DIE FIGUREN!
                          Alle Charaktere wirken durchweg sympathisch obwohl jeder sein Kreuz zu schleppen hat. Pat mit seiner bipolaren Störung die es ihm schwer macht im Leben wieder Fuß zu fassen, Tiffany die seit dem Tod ihres Mannes jeglichen Halt im Leben verloren hat, Pat's Vater der hoffnungslos wettsüchtig ist, Pat's Mutter die versucht die Familie zusammenzuhalten aber völlig überfordert damit ist, der befreundete Nachbar der unter dem Druck seiner Ehe leidet....
                          Sie alle haben Probleme, aber das macht sie sympathisch, weil es sie realistisch macht und sie so echt wirken.

                          Zu verdanken ist das den durch die Bank weg fantastischen Schauspielern. Bradley Cooper ist ne Wucht, Jennifer Lawrence ebenfalls eine Naturgewalt, Robert DeNiro war schon lange nicht mehr so gut wie hier ( wo waren Sie die ganze Zeit Mr. DeNiro ).
                          Ganz besonders war ich hier von Chris Tucker beeindruckt. Hier beweist er das er tatsächlich was kann und zu mehr in der Lage ist als nur das nervig quietschende Plappermaul ala Eddie Murphy zu miemen und das trotz humorvoll angelegter Rolle sogar subtil ( ohne Spaß, ich dachte beim schauen echt "Scheiß die Wand an, der Kerl kann schauspielern" ).

                          Einzig am Ende erlaubt sich der Film ein wenig Kitsch, aber geschenkt. Der Film ist insgesamt einfach zu klasse als das dies negativ ins Gewicht fallen könnte!

                          Also Chapeau Mr. Russell, ich war restlos begeistert! Von mir eine klare Empfehlung!

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                          • 7

                            Sympathisch, Gefühlvoll, traurig, vorhersehbar und gesellschaftskritisch. Eine sehenswerte Tragikkomödie, in dessen Zentrum die LIEBE aufbegehrt. Hat mir gefallen, wobei Cooper sich ganz schön verbiegen musste, um als Schauspieler wahrgenommen zu werden. :) Frau Lawerence ist ne pure Wucht. Ausführlichkeiten folgen später...

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                            • 7

                              Hat mir eigentlich sehr gut gefallen, obwohl hier mal wieder das übliche Schema F bezüglich des Handlungsverlaufs angewendet wird, aber der Cast wirkt einfach nur irrsinnig sympathisch, wohl auch, weil die Hauptpersonen ihre Ecken und Kanten haben. Und prinzipiell habe ich hier auch nichts gegen das Happy End, nur frustrieren mich derartige Happy Ends zur Zeit ein wenig. Jennifer Lawrence ist echt ein Augenschmaus. (Dasselbe kann man aus weiblicher Sicht wohl auch für Bradley Cooper sagen). Mein Daumen geht klar nach oben.

                              • 9

                                Die wohl originellste und Phenomenalste Romatikdramödie der letzten Jahre, die einen sofort packt und bis zum Schluß und auch drüber hinaus nicht mehr losläßt.
                                Phantastisch agierende Schauspieler machen aus diesem Augenschmaus was ganz besonderes, das sich ganz klar vom Hollywood Schablonenhaftem Getue weit abhebt und das ist auch gut so, gerne mehr davon.
                                Für mich jetzt schon KULT!

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                                • 5 .5

                                  Ganz Witzige Dialoge und Szenen, toller Cast und leider ein typisches amerikanisches Honigsüses Ende, nicht besoders gut aber auch nicht schlecht, mit einem Wort Durchschnittlich!

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                                  • 8 .5
                                    Marty_NB 17.03.2016, 17:50 Geändert 18.03.2016, 17:33

                                    Toller Film!
                                    Die Schauspieler machen ihre Sache richtig stark und die einzelnen Charaktere sind alle ein bisschen, bis ziemlich verrückt, was diesen Film oft extrem sympathisch macht. Insgesamt ein gutes Drehbuch, gute Inszinierung und an einigen stellen wird man immer wieder überrascht von der Handlung, welche sich in einem guten Tempo entwickelt und zu einem guten Ende kommt. Also, eine wirklich positive Überraschung. Hatte ich so nicht erwartet und lohnt sich meiner Meinung nach auch, wenn man eig. kein großer Liebhaber dieses Genre ist. Denn ein guter Film bleibt ein guter Film und Silver Linings ist ein guter Film.

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                                    • 8

                                      Nach vier Jahren mal wieder gesehen und erstaunlich gut gereift! Nach eigenen Erfahrungen in diesem Bereich muss ich sagen: "Silver Linings" trifft den Nagel auf den Kopf! Der Humor ist spot-on und auch die dramatischen Elemente sitzen wunderbar. Es gibt nur sehr wenige Filme zu diesem Thema, die realistisch, unterhaltsam und empathisch an die Sache rangehen. "Silver Linings" gehört dazu. Und ein großer Spaß ist es noch dazu. Habe schon lange nicht mehr so lachen müssen. :D

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                                      • 8
                                        Petr 14.03.2016, 19:15 Geändert 15.03.2016, 13:08

                                        Schöne und außergewöhnliche Liebesgeschichte zweier komplexer Charaktere, die abseits des Idealbildes scheinbar psychische Probleme haben und nicht recht in die Gesellschaft passen. Nur gemeinsam schaffen sie es nicht nur sich selbst zu "heilen" und sich so besser in die Gesellschaft zu fügen, nein sie kommen auch noch zusammen.

                                        Toll, dass hier mit Bedacht gezeigt wird, wie tief und zuerst unschön Persönlichkeiten sind, die aber trotzdem eine Schönheit besitzen, wenn man sich ihrer Person und ihrer Geschichte mit Toleranz und Verständnis nähert.

                                        Verrückt fand ich beide nicht. Er tickt öfter mal aus und sie fickt sehr häufig mit wechselnden Sexualpartnern. Beide stört ihr Zustand, er passt auch nichts ins gesellschaftliche Bild, aber sie haben auch einiges erfahren müssen, was sie zu dem machte, was sie sind.

                                        Die wahre "Verrücktheit" spiegelte sich im Umfeld von Pat, der männlichen Hauptfigur, wieder. Während deren Verrückheiten zwar Pats eigene "Verrücktheit" stärken und einen Genesungsprozess hindern, gelten sie in der Gesellschaft nicht als "verrückt", weil sie sich zumeist abseits des öffentlichen Lebens zuhause im typischen Bild amerikanischer Vororte abspielen.

                                        Die Grenzen zwischen Verrücktheit und Normalität sind willkürlich und fließend und immer nur Resultat einer jeden Gesellschaft. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade die Person Pat heilt, die als einzige ebenfalls als verrückt gilt.

                                        So bleibt ein schöner Film mit dazu genialen Darstellern, der Zuschauer gerne mal mit der Frage nach Normal und Unnormal und deren Ursachen zurücklässt.

                                        Schaut euch auf jeden Fall die deletetd Scenes an. Ich frage mich, warum die besten Szenen des Films rausgeschnitten wurden.

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                                        • 7

                                          he ich war ganz verblüfft ich hatte den film oder zumindest einen teil des filmes schon mal gesehen, doch weil mir der zu verwirrend war, gab ich den keine chance.

                                          Es handelt sich um eine Komödie zwischenzwei psychisch gestörten Menschen.
                                          Der Film ist sehr ernst, und auch die lustigen Szenen wie sich in Mülltüten einpacken, der rotzfrechen und anstrengenden Jennifer Lawrence, konnten mich nicht wirklich packen.- Es ist und bleibt eine ernste Handlung
                                          Er war sehenswert.

                                          • 8 .5
                                            Flynn_Hardy: Cellurizon.de 12.03.2016, 21:49 Geändert 14.03.2016, 09:09

                                            [...]Was für ’ne Fahrt, was für ein seltsamer Film, den Russell vermutlich mit einem permanenten verschmitzten Grinsen im Gesicht gedreht hat, zumindest den finalen Akt, der seine RomCom-Narration gleichzeitig bespringt und ihr in die Eier tritt. Tanzende, unperfekte Sexyness, Hemingway-Antipodismus und der Schlüssel zu allem: Bradley Cooper und Jennifer Lawrence, die auf’s famoseste an allem vorbei spielen, was dieser Film mit Patrick Dempsey und Katherine Heigl in den Hauptrollen geworden wäre.[...]Fazit: Eigenwilliges Querköpfigkeitskino, das seine durch und durch klassische RomCom-Narration mit Genuss und schelmischem Grinsen durch den Quark des Wirrsinns dreht und trotzdem ans Herz geht. SO muss ‘ne romantische Komödie gleichzeitig aussehen und demontiert werden.[...]

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                                            • 9

                                              Regisseur und Drehbuchautor scheint von psychischen Problemen voll die Ahnung zu haben. Er schildert hier das Psychogramm einer amerikanischen Gesellschaft, in der offenbar alle Figuren etwas an der Klatsche haben, durchgeknallt oder upgespaced sind. Der Fachmann würde diagnostizieren ihnen fehlt die Impulskontrolle. Alle rasten bei jeder kleinen Störung sofort aus und rücken Möbel. Vater Pat Sr. (Robert De Niro) hat einfach nur die Bodenhaftung verloren. Er könnte sich um Kopf und Kragen verwetten.
                                              Aber wie der Filmtitel zu Recht darauf hinweise, gibt es für alles und jeden einen ‘Silberstreifen‘ am Horizont.
                                              Und es ist eine echt nette Romanze. Patrick (Bradley Cooper) wurde gerade aus der Klinik entlassen (manisch-depressive Störung). Darf sich aufgrund eines Gerichtsbeschlusses seiner Ehefrau Nikki nicht nähern und verarbeitet das, indem er sich in Tiffany (spitze Jennifer Lawrence) verliebt. Die kann hier echt gut auf Emotionen machen: unterdrückte oder mühsam unter Kontrolle gebrachte. Wenn’s daneben ging, war’s halt ein unvorhergesehener Ausraster. Sie überzeugt in ihrer unverblümten Emotionalität. Da kommt am Ende ein bisschen ‘Dirty Dancing‘ Feeling auf. Das Drehbuch hat auch seine Sternchen. Um seinen Sohn zur Höchstform zu zwingen, meint Pat Sr. ‘Wir müssen eine Spur von Brotkrumen legen‘ (sic!). Und auf dem Weg zum Bücherwurm lehnt Patrick alles ab, was keinen Silberstreifen enthält wie z.B. Hemingway oder ‘Den Herrn der Fliegen‘.
                                              Obwohl es keinen Zweifel über das Happy End gibt, dauert es noch ein wenig. Es wird also ein spannendes, glückliches Ende inklusive Familienidyll. Preiswürdig nett.

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                                                Irony 03.02.2016, 17:34 Geändert 03.02.2016, 17:35

                                                Sehr langweilig und Jennifer Lawrence konnt ich nicht ausstehen. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie hat die immer ein Gesichtsausdruck, der mich aggressiv macht. Und ich rede jetz nicht von ihrer Rolle, die sie in diesem Film gespielt hat, sondern überhaupt. Vielleicht kommt mir das auch nur so vor, sorry an alle Fans dieser Frau.

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                                                  Es ist mutig eine romantische Komödie zwischen zwei psychisch gestörten Menschen zu drehen. Der Regisseur David O. Russell der mich mit dem bierernsten Boxer-Drama „The Fighter“ überzeugen konnte weiß auch hier seine Darsteller zu Höchstleistungen anzutreiben. Denn einzig und allein dadurch steht und fällt diese Tragikomödie.

                                                  Doch trotz eines in Mülltüten eingepackten, dauerhibbelig umherjoggenden und toll aufspielenden Bradley Cooper und der im Gegenpart absolut lebensverneinenden, nicht mehr schlampigen, rotzfrechen, sehr direkten, wortgewitzten Jennifer Lawrence will mich das alles nicht wirklich packen. Irgendwie war das anfangs alles zu ernst um lustig zu sein. Und zu lustig um tragisch zu sein. Und mitunter auch einfach eher nervig als unterhaltsam. Da wurde durcheinandergebrüllt. Da werden auch die Nerven des Zuschauers ziemlich strapaziert. Doch ab der Hälfte hatte der Film bzw. hatten mich die beiden dann auch irgendwie eingewickelt.

                                                  Es ist ein wenig schade, dass der Film im weiteren Verlauf so vorhersehbar daherkommen muss und uns leider nur eine gängige romantische Komödie im Deckmantel eines speziellen besonderen Paares auftischt. Allerdings mit einem Paar was man so sicherlich noch nicht gesehen hat. Die Chemie stimmt zwischen Bradley und Jennifer. Ohne Frage. So verrückt, eigen und sympathisch ist es eine reine Freude diesen beiden zuzusehen. Und auch die restlichen Darsteller wissen zu überzeugen. Schön mal wieder Chris Tucker witzeln zu sehen. Schön mal wieder de Niro spielen zu sehen.

                                                  Und ja trotz einiger Schwächen löst dieser Film eben doch diese gute Gefühl aus. Ein kleines Serotoninbonbon für die Synapsen. Und quasi nebenbei trichtert er uns eine herrlich beruhigende Botschaft ein. Denn sind wir doch mal ehrlich. Haben wir nicht alle einen an der Waffel?

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                                                  • 8 .5

                                                    SILVER LININGS ist ein Film, der die Meinungen der Zuschauer spaltet. Einige sehen eine gefühlsmäßig maßlos überzeichnete romantische Komödie für absolute Optimisten, während andere in David O. Russels Film einen der innovativsten, schönsten, menschlichsten und intensivsten Film der letzten Jahre erkennen. Eines ist sicher, Geschmäcker sind (selbstverständlich) verschieden und somit auch die Sicht auf diverse Filme, doch ich bin teilweise zugegeben recht überrascht, wie wenig Anerkennung SILVER LININGS unter anderem entgegengebracht bekommt.

                                                    SILVER LININGS ist für mich persönlich ein ganz besonderer Film und vielleicht steht er bei mir gerade deswegen unter einem so guten Stern. Doch dazu später mehr...

                                                    SILVER LININGS ist eine Tragikomödie mit Tiefgang und Hirn. Ich bin abgesehen von diesem Film hier kein großer Fan von David O. Russel, aber mit SILVER LININGS hat dieser Mann ein wunderbares Werk gedreht, das stets den richtigen Spagat zwischen Freude, Spaß und Witz und den leisen Tönen voller Ernst, Gefühl und Schmerz trifft. SILVER LININGS zeigt, was man aus romantischen (Tragi)Komödien alles rausholen kann, wenn man sich nur richtig an die Geschichte und die Charaktere heranpirscht.

                                                    Dreh und Angelpunkt des Filmes ist Pat (Bradley Cooper). Dieser leidet unter einer bipolaren Störung, nachdem er seine untreue Frau mitsamt ihrem Liebhaber unter der Dusche erwischt, und letzteren brutal zusammengeschlagen hat. Nun hat er seinen Job verloren, eine einstweilige Verfügung am Hals und ist aufgrund seiner Krankheit ständig aggressiv, impulsiv und uneinsichtig im Bezug auf seine heikle Situation. Nach einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik versucht Pat, sein Leben langsam wieder in den Griff zu bekommen. Er zieht wieder bei seinen Eltern (Robert De Niro und Jackie Weaver) ein und will nicht's sehnlicher als seine Ex zurückzugewinnen. Doch natürlich mach ihm das Leben ein Strich durch die Rechnung, was Pat emotional enorm runterzieht. Eine Art Seelenverwandte findet er einzig in der ebenfalls emotional und psychisch kaputten Tiffany (Jennifer Lawrence), welche sein Leben nachhaltig beeinflussen wird...

                                                    Zugegeben, SILVER LININGS fällt auf den ersten Blick unter die Kategorie der üblich daherkommenden und simpel sowie vorhersehbar gestrickten RomComs. Dies mag durchaus so sein, doch David O. Russel macht aus diesem Grundpolster letztlich vielmehr als andere übliche Genrevertreter, was SILVER LININGS wahrscheinlich auch so besonders macht und aus der Masse herausstechen lässt. Denn Russel macht vieles besser als manch anderer Film ähnlicher Art. Er spielt besser mit seinen Charakteren, er verpasst ihnen Kratzer, was sie letztlich enorm menschlicher wirken lässt, er weiß seine Emotionen besser und passender einzusetzen und schießt trotz dessen nie über die gefühlsbetonte Belastungsgrenze heraus, kommt also ganz ohne übermäßigen Schmalz oder triefenden Kitsch aus.

                                                    Selbst wenn die Geschichte manchmal etwas überspitzt daherkommen mag, weiß sie durchweg zu überzeugen. Zwei eigenwillige Seelen, skurril und emotional gewaltig angeknackst, die vielleicht gerade deshalb so menschlich und nah daherkommen, eben weil das Ganze ein wenig überspitzt und trotzdem feinfühlig erzählt ist.

                                                    Tief in diesen gekränkten Seelen, zwei eigentlich ganz anders daherkommende Menschen. Auf der einen Seite Pat, der in einem entscheidenden Moment schlichtweg die Kontrolle über seine Wut verloren hat (aber seien wir mal ehrlich, wer kann's ihm, auch wenn es natürlich nicht korrekt ist, wirklich verübeln?) und immer wieder von seinen schmerzlichen Erinnerungen an die Vergangenheit eingeholt wird. Auf der anderen Seite Tiffany, die sehr früh geheiratet und ihren Mann sehr früh verloren hat, ihren Kummer danach in Medikamente und Sex ertränkt hat und mittlerweile eine zutiefst gekränkt Persönlichkeit ist, die ihre wahre Schönheit unter einer Schutzschicht versteckt hält. Nach außen hin eine abgewrackte und aufgeblühte Frau, innerlich ein sensibles und verletzliches Wesen. Sicher, die Vorwürfe, der Filme stelle die psychischen Erkrankungen als zu "positiv" dar oder romantisiere sie zu sehr, sind durchaus berechtigt. ABER, hier handelt es sich um einen Film (TragiKOMÖDIE), der die Schattenseiten ebensolcher Krankheiten nebenbei bemerkt durchweg aufrechterhält, da die beiden Protagonisten immer wieder von ihren Problemen eingeholt werden und ihre psychischen Beschwerden somit nie außer acht gelassen werden.

                                                    Diese beiden Protagonisten ergeben ein wirklich großartiges Duo, was, neben den toll gestalteten Charakteren, vor allem an Bradley Cooper und Jennifer Lawrence liegt. Die beiden harmonieren, und das hätte ich nie für möglich gehalten, wirklich sehr gut miteinander. Bradley Cooper, den ich sowieso viel lieber in ernsteren Rollen anstatt als Pausenclown sehe, zeigt hier durchaus eine seiner besten Leistungen. Ich bin bei weitem nicht der größte Bradley Cooper Fan, aber in meinen Augen hat er hier definitiv RICHTIG gut gespielt! Daneben, die fantastische Jennifer Lawrence, die für ihre Rolle als Tiffany sogar mit einem Oscar geehrt wurde, was mich damals sehr für sie gefreut hatte! Jennifer Lawrence stiehlt mit ihrer grandiosen Nebenrolle jedem die Show. Sie spielt ihre (schwierige) Rolle ungemein facettenreich und charismatisch, in einigen Momenten gar faszinierend gut. SILVER LININGS ist wohl DAS Beispiel, dass Jennifer Lawrence, und das sage ich obwohl ich die HUNGER GAMES Filme nicht ausstehen kann, eine wahrlich brillante Schauspielerin ist! Und, was man auf keinen Fall unerwähnt lassen sollte, auch der große Robert De Niro, der für mich immer DER GRÖSSTE und mein absoluter Lieblingsschauspieler bleiben wird, zeigt in seinen alten Jahren, wo er ja bekanntermaßen auch viel Schrott gemacht hat, eine äußerst motivierte und gelungene Leistung. Toll!

                                                    Aber warum hat SILVER LININGS nun eine solche Bedeutung für mich? Ich habe den Film das erste Mal gesehen, als ich mich psychisch in einer ziemlich schwierigen Phase befand, wenngleich auch nicht so fatal wie es bei Pat und Tiffany der Fall ist und auch nur für geraume Zeit. Es waren scheiß Wochen, aber irgendwie hat mit SILVER LININGS, gerade Jennifer Lawrence, geholfen besser und einfacher mit den Dingen klarzukommen, weshalb ich den Film deswegen schon ein bisschen in's Herz geschlossen habe...

                                                    Somit bleibt SILVER LININGS für mich ein wie schon gesagt besonderer Film, den ich mir immer wieder anschauen kann. Ein witziges, intensives, und toll erzähltes Erlebnis, vollgestopft mit Dialogen der Spitzenklasse, einem ruhigen und dennoch stimmigen Score von Danny Elfman und natürlich ganz famosen Schauspielern, dessen Kritik ich dennoch in einiger Hinsicht nachvollziehen kann. Aber ganz ehrlich, das ist mir egal!

                                                    SILVER LININGS ist für mich persönlich ein wichtiger Film, ein ganz toller Film!

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