Sinister - Kritik

Sinister

US · 2012 · Laufzeit 114 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Kriminalfilm, Thriller · Kinostart
  • 8 .5

    Schockierender Film, der sehr gut Spannung aufbaut. Exzellentes Gruselkino das Albträume verursachen kann.

    2
    • 7

      Die Atmosphäre müsste eigentlich super sein, denn von der Umsetzung her seh ich da wenig Mängel. Die gruseligen Bilder waren visuell gut gemacht, es gab auch kein Jumpscare-Fest, aber irgendwie war der Film nicht so ganz einnehmend, weswegen er mich etwas kalt gelassen hat. Vielleicht lag es an Ethan Hawkes Charakter, der sehr unsympathisch ist. Der Twist am Ende ist bisschen doof, der Film verschenkt viel Potential im Gruselfaktor. Für Genrefans immer noch sehenswert

      • 6 .5

        sehr guter soundtrack

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        • 6 .5

          Vom Prinzip her recht spannend gemacht, aber der Film verschenkt viel Potenzial. Im Endeffekt war er nicht sonderlich gruselig aber dennoch unterhaltsam. Kann man auf jeden Fall mal anschauen.

          • 4

            Wer hier seine versiffte Unterhose wechseln muss hat wahrscheinlich auch sonst arge Probleme mit der Dunkelheit.
            Dabei hat "Sinister" durchaus einige schaurige Bilder zu bieten und wirkt auch sonst angenehm düster.
            Wenn Ethan Hawke in der Nacht auf der Couch einschläft bricht ein stimmungsvoller Wechsel zum Sonnenaufgang die Szene.
            Man katapuliert den Zuschauer nah an Super 8 Material, die Kamera fährt ganz dicht an die Staubpartikel und zeigt wahrhaft verstörende Szenen.
            Warum man aber eben diese mit simplen Tricks komplett schreddert wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.
            In der ganzen Bösartigkeit spielt man mit Soundeffekten die äußerst tödlich auf Oma wirken.
            Statt ruhig konzentriert draufzuhalten ohne peinlichen Jump-Scare, dreht man die Soundkulisse lieber auf Trommelfellterror.
            Peinlich wird es aber erst wenn man in die typische Geisterbahn fährt mit kleinen Bratzen die in Zeitlupe den Boden knarzen lassen.
            Für die Story sicher richtig, für den Horrorfan unfassbar belangloser Scheiß.
            Der Mythos hinter dem Kinderfresser versackt in stupiden Einheitsbrei und entlädt sich wirkungsvoll im Finale.
            Ein gutes Beispiel warum moderne Horrorfilme oftmals nicht funktionieren.
            Traurig um die Idee denn die Ausführung ist kotzige Standardware.

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            • 6 .5

              Familie zieht in Haus wo vorher ein Verbrechen geschehen ist. Und dann dürfen besondere Vorkommnisse natürlich nicht fehlen. Soweit also nicht viel Neues für einen Horrorfilm.
              Aber Hawke spielt gut und ein paar gezielte Schockmomente regen den Puls hoch.
              Insgesamt gelungener Gruselfilm der bei mir vor allem noch mit seiner Auflösung am Ende punktet.

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              • 6 .5

                Netter Gruselschocker, leider mit vielen Jumpscares. Die Idee mit den Super-8-Filmen ist aber genial, sie schockieren und ziehen den Zuschauer auf merkwürdige Art und Weise in ihren Bann. Das viel kritisierte Ende finde ich recht gelungen.

                1
                • 6

                  Horrorctober 2015 #1:

                  Der Oktober hat endlich begonnen und mit ihm die wohl beste Zeit des Jahres für Horrorfilme. Den Auftakt in meinem ganz persönlichen Horroctober macht "Sinister", ein eher gewöhnlicher Gruselstreifen, der dennoch einige Überraschungen für mich parat hatte. Das beginnt schon bei der Besetzung des Protagonisten. Ethan Hawke als Hauptdarsteller in einem Horrorfilm, kann das funktionieren? Oh ja, sogar sehr gut. Denn seien wir mal ehrlich, der Mann ist einfach ein sympathischer Zeitgenosse und genau diese Tatsache macht ihn zu einer optimalen Identifikationsfigur für den Zuschauer. Gerade weil man ihn gut aus anderen Produktionen und völlig anderen Rollen kennt wirkt er in einem Gruselfilm erfrischend und unverbraucht. Dass er in einem Film wie "Sinister" natürlich nicht die beste Leistung seiner Karriere abliefert sollte klar sein, aber das was er macht funktioniert hervorragend. Die nächste Überraschung: "Sinister" ist wohl der erste Horrorfilm der Blumhouse Productions, der mich, zumindest stellenweise, überzeugt hat. Wer die Produktionsfirma nicht kennt, einfach mal googlen. Die stehen hinter gefühlt 75% der erfolgreichen Horrorfilme der letzten Jahre ("Paranormal Activity", "Insidious" & Co), die sich bei mir jedoch meistens zwischen Langeweile und Abneigung bewegen. Nicht so "Sinister", und das obwohl der Film eigentlich nicht viel anders macht als seine Kollegen.

                  Zugegeben, "Sinister" braucht eine gewisse Zeit um in Fahrt zu kommen. Gerade in der ersten Hälfte funktioniert der Spannungsaufbau nur teilweiße und die vereinzelten Grusel- und Schockmomente bleiben vorhersehbar und wenig effektiv. Ab der Hälfte nimmt der Film jedoch zusehends Fahrt auf und baut bis zu seinem gelungenen Höhepunkt eine unheimliche Atmosphäre auf. Auch wenn in der zweiten Hälfte immer noch nicht alle Szenen funktionieren, so schafft es der Regisseur dennoch einige wirklich gruselige Momente zu erzeugen. Dabei sollte man auch den Härtegrad in den immer wieder gezeigten Snuff-Videos loben, denn die bekommt man in größeren Horrorfilmen eher selten zu Gesicht und schlagen dadurch auch auf den Magen des Zuschauers. Gerade in Sachen Jumpscares hätte sich Scott Derrickson etwas zurücknehmen können, aber die scheinen im modernen Horrorfilm ja unverzichtbar zu sein. Inszenatorisch und storytechnisch erfindet "Sinister" das Rad zwar nicht neu, das muss er aber auch gar nicht. Die eher generische Geschichte reicht in Kombination mit der soliden Machart des Films auf jeden Fall dazu aus den ein oder anderen unheimlichen Moment zu erzeugen. Der ganz große Wurf ist "Sinister" dabei zwar nicht, wirklich viel falsch kann man mit dem Streifen aber auch nicht machen.

                  Hier geht's zur kompletten Liste:
                  http://www.moviepilot.de/liste/horrorctober-2015-vitellone

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                  • 7 .5

                    Ich wusste gar nicht was ich am Anfang von Sinister denken sollte, ich zog schon ein kleines Fazit mitten im Film, denn der Aufbau solch einer Geschichte ist meist ziemlich Ausgelutscht und kennt man aus anderen Filmen, aber die zweite Hälfte des Films hat mich eines besseren belehrt.
                    Sinister ist eigentlich nicht Schlecht, aber auch nicht wirklich gut, ein Film den man einmal gesehen hat und dann Jahre wieder im Regal verstauben lässt, denn die Anregung ihn nochmals zu schauen bedarf mir nicht.

                    ( Spoiler )
                    Das Ende fand ich ganz schön Hinterhältig für den Zuschauer, womit man nicht gerechnet hätte.
                    ( Spoiler Ende )

                    Aber sonst solide Kost.

                    • 6 .5

                      Eigentlich gar nicht so schlecht, bis zum enttäuschenden Ende :( Deshalb gibt es von mir nur eine 6.5

                      • 7
                        Filmkenner77 20.09.2015, 14:54 Geändert 20.09.2015, 14:56

                        "Sinister" ist nach langer Zeit endlich noch einmal ein Gruselfilm, der schockt und durch seine düstere Atmosphäre überzeugt. Dabei gelingt es dem Streifen, Spannung zu erzeugen und Genrevertreter, die in letzter Zeit mehr auf Wackelbilder gesetzt haben (Stichwort "Found Footage"), um eine künstliche Authentizität herzustellen, deutlich in die Schranken zu weisen.
                        "Sinister" ist nicht allzuweit entfernt von "Insidious", der meiner Ansicht nach ein wenig zu sehr gehypt wurde und mir im Vergleich zu "Sinister" weniger gut gefällt.
                        Regisseur Scott Derrickson, der mit Stoffen wie dem schwachen Remake "Der Tag, an dem die Erde stillstand" nicht immer ein glückliches Händchen bewies, erfindet das Rad nicht neu, kann sich aber auf den stark und absolut glaubwürdig aufspielenden Hauptdarsteller Ethan Hawke verlassen, der den Film mit seiner Präsenz zweifellos bereichert.
                        Die Spannungsspitzen sind gekonnt gesetzt, die Stimmung durchweg gut mit Bild und Musik untermalt. Auf allzu plakative, derbe Effekte wird bewusst verzichtet, so dass sich vieles auch im Kopf des Zuschauers abspielt und deshalb umso wirkungsvoller erscheint. So sehr Hawke auch überzeugt, so stark werden die anderen Charaktere von seinem Spiel in den Hintergrund gedrängt und bleiben letztlich weitestgehend eindimensional. Die Story selbst ist nicht wirklich innovativ (Elemente von "Zimmer 1408" und anderen Geisterhausfilmen sind erkennbar), setzt die bekannten Puzzleteile aber so sorgsam zusammen, dass der Film ohne größere Längen bleibt und zu unterhalten weiss. "Sinister" entpuppt sich etwas überraschend als gelungenes, durchaus klug durchstrukturiertes Genrekino nach einer Reihe von Enttäuschungen in den letzten Jahren.

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                        • 7 .5

                          spannender Horrorstreifen mit doch überraschend grausamen Ende

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                          • 6 .5

                            Sinister ist einer dieser Filme, bei denen doch ein wenig Potential verschenkt wurde.
                            So fängt er ziemlich gut und verstörend an mit dieser Sequenz der Ermordung einer Familie in ihrem eigenen Garten.
                            Viel Anlaufzeit benötigt es dann auch nicht. Der Spannungsbogen wird in der Folge wenig später gut angesetzt, hält dieses Level über den ganzen Film und steigert diesen immer wieder etwas an. Eigentlich ein Widerspruch, da eigentlich nicht so richtig viel über 3/4 der Laufzeit passiert, aber es der Film dennoch schafft über seine recht düstere Atmosphäre und über die Angst des Zuschauers "guten Grusel" zu erzeugen. Weniger ist eben doch manchmal mehr.
                            Extra-Lob gibt es dabei an Ethan Hawke, der seine Sache richtig gut macht und auch als einziger wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
                            So eine Kleinigkeit hat mir jedoch noch im Großen und Ganzen gefehlt, dass ich den Film jetzt über die "ganz-gut-Grenze" hieven würde.
                            Dennoch muss ich sagen, dass Sinister wieder ein Lichtblick zwischen all diesen "Möchtegern-Gruselfilmen" ist, da er es definitiv schafft einen gewissen Thrill- und Gruselfaktor beim Zuschauer zu erzeugen und diesen auch recht lange aufrecht erhält!

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                            • 8

                              Sinister war ja in aller Munde. Die größten Lobeshymnen habe ich vernommen. Ist Sinister auch für mich ein Horror Meisterwerk, das so unheimlich ist, dass man nicht mehr unter der Bettdecke hervorkommt? Nein. Ist es trotzdem ein guter Film geworden? Ja. Sinister hat mich trotz der üblichen Horror Probleme überzeugt. Beim Drehbuch gibt es zwar ein paar Hänger, dafür überzeugt der Film atmosphärisch total und hat ein nahezu perfektes Finale.

                              Der Schriftsteller Ellison Oswalt zieht mit seiner Familie in ein neues Haus, um für sein neues Buch über eine Mordserie zu recherchieren. Seine Familie ist davon nicht allzu begeistert, da Ellison seine Familie oft wegen seiner Arbeit vernachlässigt hat. Als er auf dem Dachboden eine geheimnisvolle Kiste entdeckt, ahnt er noch nicht, was für ein grausiges Geheimnis sich darin befindet. Auf den enthaltenen Videobändern sind Familien zu sehen, die auf brutalste Art ermordet wurden. Doch die jüngsten Kinder wurden stets verschont, allerdings sind sie spurlos verschwunden. Als Ellison sich noch intensiver mit den Videos beschäftigt, bemerkt er nicht, dass auch sein Leben in Gefahr ist.

                              Sinister hat eigentlich nur das gleiche Problem, was viele Horrorfilme der heutigen Generation haben : Unnötige Jumpscares und nervige Lückenfüller. Jede Szene, bei der man sich erschrecken soll, kann man schon Sekunden vorher voraus ahnen, weswegen ich mich bei Sinister so gut wie nie gegruselt habe. Zudem beschäftigt sich der Film auch mit total uninteressanten Dingen. Was sollte bspw. die ganze Aktion mit der Nachtangst vom Sohn? Es hat einfach keinen Sinn gemacht, dass dieses Thema überhaupt im Film war.

                              Sinister ist trotzdem für mich ein starker Vertreter in diesem Genre, denn die Atmosphäre ist einfach grandios. Ich war von Anfang an voll in dem Film drin und der düstere Touch ist einfach irre gut in Szene gesetzt. Auch optisch macht der Film unfassbar viel her und wirkt zu keiner Sekunde wie ein billiger B-Horrormovie. Was das Ganze dann nochmal komplett aufgewertet hat, war das sensationelle Finale, welches ich absolut brillant fand. Es kam für mich total unerwartet und das Ende war für mich schockierend, aber auf eine perfide Art auch beeindruckend.

                              Ethan Hawke bekommt hier zwar keine Mammutaufgabe, kann aber als energischer Schriftsteller, der bei der Suche nach der Wahrheit oft die wichtigen Dinge im Leben vergisst, gänzlich überzeugen. Seine Ängste und seine Entschlossenheit bringt er hier sehr gut herüber und ich hätte nicht gedacht, dass sein Charakter in diese bestimmte Richtung geschrieben wird. Auch Juliet Rylance als verzweifelte, aber doch recht loyale, Ehefrau überzeugt zum größten Teil. Zwar gibt es auch hier den obligatorischen Ehekrach, der aber immerhin gerechtfertigt in die Story platziert wurde. Die beiden Kinderdarsteller machen ihre Sache zwar auch sehr gut, aber auf den Sohn hätte man meiner Meinung nach komplett verzichten sollen, da er hier ein völlig unnötiges Gewicht in der Geschichte hat.

                              Fazit : Sinister ist ein wirklich starker Genre Vertreter, der zwar erst zum Finale hin richtig scary wird, dafür aber mit einer tollen Atmosphäre und einem gut aufgelegten Ethan Hawke punkten kann. Gegruselt oder gar erschrocken habe ich mich nie, aber der Film macht auch gar nicht erst den Fehler (so wie viele Horrorfilme leider) und beschenkt sich auf diese Elemente, sondern bietet deutlich mehr Inhalt. Von mir eine überraschend gute Empfehlung.

                              8/10

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                              • 6

                                Bitte nicht gleich von den Ziffern in der Bewertung abschrecken lassen. "Sinister" ist tatsächlich finster, unheilvoll und böse. Der Film ist vor allem unheimlich atmosphärisch. Mittlerweile werden wir jährlich unter Fluten neuer Genre-Beiträge begraben. Und viel zu häufig tauchen wir enttäuscht wieder auf und stellen fest, dass es keine wirkliche Neuerung mehr gibt. Oder dass die Diagramm-Kurven der angezogenen Spannungsschraube und der des Gezeigtem leider nicht proportional zueinander verlaufen.

                                Bei "Sinister" ist jemanden dann doch wieder mal gelungen, diesem Trend entgegenzuwirken. Zumindest im Ansatz, was ja einem echten Schocker ebenso zuträglich ist. Ethan Hawke spielt also einen Sachbuch-Autor, der sich mit blutigen Verbrechen beschäftigt und diese mit detektivischem Eifer aufschlüsselt. Das hat ihm einst Ruhm gebracht, nun hockt er mit Frau und Kindern in einer Mörderbude. Und findet Super-8-Heimvideos der besonders perfider Machart vor. Jemand macht sich den Spaß und löscht Familien seit Jahrzehnten brutal aus, während die Kamera schön draufgehalten wird.

                                Langsam setzten sich die Bilder auch beim von Hawke gespielten Helden im Kopf fest. Je tiefer er mit seinen Recherchen in die Materie eindringt, deutet sich gar das unsagbar Böse persönlich als Urheber dieser Verbrechen an. Junge junge.

                                Natürlich ist "Sinister" letzten Endes irgendwie Murks. Aber bis zum Abspann bietet der Film zwei nennenswerte Stärken. Co-Autor und Regisseur Scott Derrickson hat die definitiv bessere Variante von "Kinder Des Zorns" gedreht. Klar, sein Film basiert nicht auf Stephen King, trotzdem wird "Sinister" dem Motiv dämonischer Einflussnahme von Kindern besser gerecht als jeder Teil der schlechten Endlosserie. Auch schwingt bei den Gräueltaten ein wenig vom Geiste des unerreichten "Ein Kind Zu Töten" mit.

                                Wenn "Sinister" kurzzeitig unsere kleinsten als unheimliche, diabolisch grinsende Schaueregstalten präsentiert, welche die Auslöschung ihrer Familien als Kinderspiel betreiben. Schockierend wie in den Siebzigern ist das vielleicht nicht mehr, dafür schön fies.

                                Ebenso ist es Derrickson hoch anzurechnen, dass er sich auf Atmosphäre verlässt, als abgedroschene Spuk- und Horror-Taktiken aufzuzählen. "Sinister" ist wirklich ein Film, den ich als entfernten Verwandten von "The Shining" wahrnehme, als den als x-ten Wiedergänger eines Poltergeistes. Dabei müssen wir schon dankbar sein, dass keine Türen knarren oder Stühle von unsichtbarer Hand verrückt werden, um uns Angst einzujagen.

                                Nein, "Sinister" besitzt nicht die Raffinesse eines Kubrick. Dennoch schlägt sich der Film ganz wacker, wenn er die Umgebung in eine fast undurchdringbare Schwärze taucht. Der Boogy Man quasi aus jeder Ecke auftauchen könnte.

                                Womit wir auch schon bei der größten Schwäche des Films wären, die ironischerweise aus jener Stärke direkt resultiert. So subtil und unheimlich "Sinister" sich auch gibt, es passiert dann doch zu wenig. Ethan Hawke meint, langsam durchzudrehen, während der Dämon Burghuul ihn wirklich im Blick hat. Besagte Höllenkreatur sieht übrigens aus wie der Bruder von Slipknot-Gitarrist Jim Root, mit Maske, versteht sich. Doch so gut die Handhabung des bedrohlichen Untertons auch gelungen ist, außer Streitigkeiten mit der Frau und den verschenkten Angstzuständen des Sohnes passiert kein wirklich aussagekräftiger Schock-Moment.

                                Bei "Sinister" schleicht das Grauen auf leisen Sohlen herum. Und vielleicht ist es auch die beste Idee, dass unser Held die Geister-Kinder nur "erahnen" kann. Dennoch ist es ein gar zweischneidiges Schwert, wenn ein "Horrorfilm" immer nur vom Horror erzählt und dann am Ende plötzlich losknallen will. Hier ist es der leider äußerst vorhersehbare Twist mit dem bösen Kind, das eben doch unter dem Bann des Mr. Boogie steht. Ja, das ist böse und gemein, aber nicht wirklich überraschend genug, damit sich "Sinister" dauerhaft als Spitzenreiter im Feld etablieren können wird.

                                Nun muss ich noch gestehen, dass auch der packendste Streifen leidet, wenn er immer wieder in der Fernsehausstrahlung durch Werbeblöcke aufgebröselt wird. Vielleicht lässt da auch die Aufmerksamkeit etwas nach. Trotzdem bleibe ich dabei. "Sinister" fesselt zwischendurch, hat großes Potenzial und krankt leider doch am Schluss. Einer der besseren Genrefilme, wenn auch kein Überflieger.

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                                • 6 .5

                                  Wie vielleicht bekannt ist habe ich immer meine Probleme mit Horrorfilmen. Auch bei "Sinister" bin ich nicht ganz ohne Vorurteile an die Sache herangegangen. Aber dieser Low-Budget Streifen war dann doch nicht so schlimm. Das liegt in erster Linie an Hauptdarsteller Ethan Hawke. Er spielt einen Buchautoren der den nächsten großen Hit landen muss. Das Besondere ist das er über spektakuläre Mordfälle schreibt und deren Hintergründe aufdeckt. Doch in diesem Fall ist er näher am Verbrechen als er denkt. Fans von Blut und Gewalt werden bei diesem "Gruselkrimi" eher enttäuscht sein. Der Film lebt eher von seiner besonderen Atmosphäre und Mr. Hawke. Auch das Finale hat mich ein wenig überrascht und den Streifen dann eigentlich noch gerettet. Bin jetzt eher nicht für einen 2. Teil aber so ist das nunmal in diesem Genre.

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                                  • 8

                                    Atmosphärisch dichter, düsterer Albtraum. Mir hat zwar nicht alles gefallen, weil zB einiges doch zu früh vorhersehbar war, dennoch hatte ich oft Angst. Die Handlung rund um die Protagonisten fand ich originell, realitätsnah sowie spannend umgesetzt. Das Ende konnte mich wegen der Durchschaubarkeit nicht vom Hocker reißen, davor hat das Krimi-Gruselkonzept samt Soundtrack für mich allerdings gut funktioniert.
                                    Lobenswert ist darüber hinaus insbesondere die Leistung von Ethan Hawke, den ich mir jetzt gar nicht mehr anders vorstellen kann, als als käseweißen Autor, dessen Nervenkostüm zwischen Neugier und Panik sichtlich mitgenommen wird. Ab und an hätte ich ihn schon mal in den Allerwertesten treten wollen, doch so bleibt der Film in sich plausibel - schaurig.

                                    • 8

                                      Immer diese Morde, warum muss es so viele geben? Das werden sich die einen fragen. Aber Schriftsteller Ellison Oswalt freut sich über jeden Mord, den er erforschen kann und darüber dann ein Buch schreibt. Was die einen geschmacklos finden, begeistert andere. Jaja der Ellison ist schon so ein Problemkind. Wo wir gerade schon bei Problemen sind, diese bekommt der Ellison auch, nachdem er sich ein paar Super 8 Tapes anguckt, welche er auf dem Dachboden seines neuen Hauses gefunden hat und auf diesen Tapes sind gewiss keine schönen Sachen zu sehen. So das ist soweit die Story und ich muss sagen, der Film fängt recht zäh an und die Bilder auf den Tapes machen schon eine ganz gute Atmosphäre, aber sie sind dann doch irgendwie zu lang. Die Gruselatmosphäre kommt dann eher so die letzte dreiviertelstunde aber die hat es auch ganz schön in sich. Ein paar Jumpscares hier und da dann mal ein paar rumhuschende Personen und eine gewaltige Ladung Nebel. Wenn das so einfach ist, warum bekommt es dann nur ein zehntel oder weniger der Leute, die einen Horrorfilm machen hin? ich verstehe es nicht, aber das hört sich gewiss alles recht einfach an. Aber wahrscheinlich steckt da noch mehr dahinter, als ich aufgezählt habe. Die Schauspieler sind in Sinister eigentlich alle recht überzeugend und besonders Ethan Hawke hat mih sehr überzeugt. Was man unbedingt noch erwähnen sollte ist, der recht furchteinflößende Soundtrack. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und behaupte es ist einer der erschaudernsten Horrorsoundtracks. So in den letzten 10 Minuten des Films dachte ich mir, ich geb ihm wahrscheinlich so 6,5 -7 Punkte aber das bitterböse Ende hat es dann nochmal rausgehauen. Von daher einer der besten Gruselfilme der letzten Jahre knapp hinter The Conjuring.

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                                      • 3 .5
                                        Florian_Wayne 31.08.2015, 02:16 Geändert 31.08.2015, 02:16

                                        Kaum Höhepunkte, mäßige Spannung, absolut vorrausschaubar und klischee-belastet

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                                        • 6

                                          Also warum auch immer... mich beschleicht das Gefühl, dass ich alt werde. Früher war ein kleiner Psychohorror doch auch kein Problem.

                                          Also mal zum Einstieg:

                                          "Sinister" ist ein düsterer Film mit einigen Schockmomenten (Sound sei Dank!)
                                          Ethan Hawk überzeugt durchschnittlich als Whiskey trinkender "Crimescene"-Autor (gibt´s das Wort?) in seiner Midlifecrisis, der auf dem Dachboden des neuen Hauses eine mysteriöse Kiste mit alten Super 8 Filmen findet.

                                          Die Filmchen, die er darauf entdeckt belasten ihn schwer (verständlich - wenn ich nur einen so einen Film "entdecken" würde... da bräuchte ich mehr als eine Flasche Whiskey um mich zu beruhigen).

                                          Natürlich kann er der Versuchung nicht wiederstehen und schaut weiter, er möchte ja immerhin einen neuen Roman schreiben.

                                          Das Übliche passiert:

                                          Mysteriöse Zeichen an Wänden, unheimliche Kinder die durch´s Haus geistern und ein böser böser Fratzenmann (wie ich diese Typen hasse! ... ausgenommen Freddy Krüger, der war vergleichsweise... hmm "sympathisch" - naja, zumindest hat er gesprochen und auch mal gelächelt.)

                                          Dann gibt es da noch die Ehefrau, die für die Handlung allerdings nicht wirklich relevant ist, da ihr Mann ohnehin nachtaktiv ist und nicht viel mit ihr redet (Ethan Hawk ist in diesem Film allgemein sehr schweigsam... ganz "ungewohnt")

                                          Dann wären da noch die lieben Kinderlein (Junge, Mädchen), ein grantiger Dorfsheriff und ein etwas unbeholfener Deputy... achja, ein Experte/Professor für paranormale Kultkunde (whatever) kommt glaub ich zwei mal via Skypekonferenz vor (nicht so wichtig)

                                          Also die Story ist nicht unbedingt neu (viele klassische Elemente, Schreckmomente, Dämonen, Gesichter auf Fotos/Videos... wie schon gesagt.) Doch der Schluß ist dann, wie ich finde trotz aller Klischee´s gelungen. (Ich hatte allerdings schon anfänglich eine gewiße Vorahnung... naja ich hör lieber auf, bevor ich spoiler.)

                                          Zum Abschluß möchte ich noch ganz gerne etwas sagen:

                                          Entweder liegt´s wirklich daran, dass ich alt werde - oder es ist einfach keine gute Idee sich alleine in der Nacht solch einen Jumpscaremovie anzusehen.

                                          Na dann, viel Vergnügen damit!

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                                          • 8
                                            MCsebi 31.08.2015, 01:09 Geändert 31.08.2015, 01:17

                                            So muss ein Horror-Schocker sein: düster, nervenzerfetzend, verstörend und hart! Außerdem finde ich es cool hier mit Ethan Hawke (der seinen Job gewohnt gut macht) mal ein sehr bekanntes Gesicht zu sehen, was ja heutzutage in Horrorfilmen immer seltener wird. Natürlich gibt's auch hier das ein oder andere Horror-Klischee zb. lässt der Protagonist gerne mal das Licht aus und schleicht nachts im völligen Dunklen durchs Haus. Aber ich meine: Wo ist die Spannung hin wenn es dort plötzlich taghell ist? ;)
                                            Fazit : Mit Insidious der beunruhigenste Horrorfilm den ich je gesehen habe!

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                                            • 5 .5

                                              für die jüngeren ein neter grusel aber mir war das doch alles zu wenig...(auch wenn ich das ende gut fand)

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                                              • 9 .5

                                                in Bezug auf Atmosphäre, Story und Spannung für mich einer der besten Horrorfilme der Geschichte. Hoffentlich wird Teil 2 demnächst ähnlich gut.

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                                                • 8 .5

                                                  Guter Horrorfilm, bei dem die Handlung jedoch erst aufgebaut wird und man am Anfang etwas Geduld haben muss. Danach jedoch sehr creepy

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                                                  • 8

                                                    + Die Story geht klar
                                                    + seeehr nice Atmosphäre
                                                    + Starker Ethan Hawke
                                                    + Ziemlich creepy

                                                    - hin und wieder langweilig, hinzu kommen diese ausgelutschten Versteckspiele
                                                    - Ethan Hawke hat von an Anfang an keine Chance irgendetwas auszurichten

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