Sisi

Sisi (2009), AT/DE/IT
Laufzeit 180 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama

- Kritiker
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2 Kommentare
Sisi - Bild 2458132
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von Xaver Schwarzenberger, mit Martina Gedeck und Andrea Osvárt

Sie ist eine der faszinierendsten und schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: die junge Elisabeth, Herzogin in Bayern, und spätere Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, genannt Sisi. Ihr Charisma, ihre Schönheit und ihr tragischer Lebensweg, ihr Einfluss auf die zeitgenössische Politik, ihre Beliebtheit beim Volk und ihre Rebellion gegen das starre Protokoll des Wiener Hofs begründen ihre bis heute andauernde Bekanntheit. Die Verfilmung ihres Lebens “Sissi” (wie Elisabeth auch genannt wurde) in den 1950er Jahren mit Romy Schneider in der Hauptrolle zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Filmen aller Zeiten.


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Kommentare (2) — Film: Sisi

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Ute Wetter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Über die Genauigkeit der Historie dieser Sisi-Filme läßt sich streiten. Beide sind nicht wirklich historisch genau. Ich bin mit den Romy Schneider Filmen groß geworden (Jahrgang 1954) und habe sie schon sehr oft genüßlich angeschaut. Aber die neue Sisi Verfilmung hat auch was. Vor allem bringt sie viel mehr Spannung in die Beziehung zwischen Franz-Josef und Sisi.
Die alte Sissi-Verfilmung passt zu dem romantischen-rosa-verkitschten Gemälde der Nachkriegszeit und wird auch heute noch ihre Liebhaber finden.
Aber ich muß für die Neuverfilmung mal eine Lanze brechen: In die heutige Zeit mit ihren mordernen Werten passt die Verfilmung der Sisi viel besser. Ihre anfängliche Scheuheit, hat sich dann in eine durchaus anmutige, ihren Mann betörende Frau entwickelt. Das hat die echte Sisi auch getan. Die ihm späteren Leben dazugekommene Flucht in die Einsamkeit und Depression ist in beiden Filmen nie thematisiert worden. Und mal ehrlich, die Darstellung dieser Tragik im Leben der Kaiserin Elisabeth würde viel vom Mythos zerstören.
Ich genieße inzwischen beide Filme gleichermaßen gern und kann mir vorstellen, das die kleinen Mädchen dieses Jahrhunderts mit der Neuverfilmung genau so romantisch umgehen wir damals ihr Mütter und Großmütter.

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Marie Krolock

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Um Gottes Willen! Was haben sie nur Sis(s)i angetan! Ich bin noch zu entgeistert, um mehr zu schreiben....
Ein paar Tage später habe ich mich dann doch wieder beruhigt.
Grundsätzlich stehe ich jeder Sissi-Verfilmung sehr positiv und neugierig gegenüber. Zwar bin ich mit der Romy Schneider Sissi-Trilogie aufgewachsen, die ich gefühlte 1 Mio. Mal gesehen habe und mindestens genauso oft noch sehen werde und die ich sicher auch immer als schönste Verfilmung ansehen werde - trotzdem habe ich mich auf die Neuverfilmung gefreut. Leider habe ich bereits nach 15 Minuten gedacht: "Was zum Teufel.....". Das darf doch alles nicht wahr sein. Trotzdem hielt ich bis fast bis zum Ende aus (habe nur abgebrochen, um zur Arbeit zu fahren). Allerdings denke ich nicht, dass die letzten 15 Minuten so umwerfend waren, dass sie meine Meinung grundlegend geändert hätten - aber für den Fall, dass doch, gebe ich nicht 0 Punkte sondern 0,5.
Die Sisi-Darstellerin ist für mich eine einzige Enttäuschung. Offenbar hat sie nur zwei Mimiken drauf. Große Kuhaugen bei Überraschung, Freude, Angst und stumpfes Gesicht beim Rest. Hat sie überhaupt mal gelächelt? Ich kann mich gar nicht erinnern. Hat sie Romys Liebreiz? Auf keinen Fall! Das einzig Schöne ist ihre Haarpracht und ihre Kleider. Nur hat das leider nichts mit der Schauspielerin zu tun.
Franz-Josef - nun ja, sehr bubihaft, nichtssagend. Er soll 7 Jahre älter als Elisabeth sein? Sieht man nicht unbedingt - manchmal sah Sisi viel älter aus.
Die Erzherzogin ist eigentlich nicht so schlecht besetzt, auch Max hat ein paar Sympathiepunkte bekommen. Auch sie kommen aber nicht an die Sissi-"Originale" heran. Wobei Sophie hier nicht ganz so böse erscheint, wie in der Trilogie - wie sie es wohl auch wirklich nicht war.
Punkteabzug gibt's definitiv für die Dialoge. Zum Teil sind die wirklich grauenhaft und so schwülstig (nichts gegen Kitsch etc.).
Max (der Vater) zu Sisi: "Du wirst schon bald wissen, was ich meine.... ich fürchte, zu bald". Sisi sagt - nichts. Nachfragen? Ach, warum denn. Sie sieht zudem aus, als höre sie gar nicht zu.
Franz zu Sisi: "Bist Du glücklich?" Sisi: "Wie könnte ich nicht". Kuh-Augen - mehr nicht.
Max (Franz' Bruder - der im übrigen auch ganz nett war) zu Sophie "Habe ich Dich je enttäuscht?" Sophie: "Du hast mich niemals enttäuscht. Seit dem Tag Deiner Geburt nicht". (DAS ist wirklich mal Einsatz, schon als Baby perfekt). ARGH
Wunderbar auch Sisis Worte: "Wir machen ein Picknick - es ist schön, etwas aus anderen Ländern zu erlernen". (ach ja, das berühmte Picknick - nicht die Sprache, nicht Literatur, nein, das Picknick).
Ein guter Ansatz war zweifellos, die "echte" Sisi einfließen zu lassen. Ihre Gymnastik-Sucht (wobei ihre Reckübungen aussahen, als hinge dort ein nasser Sack), ihre Eitelkeit und Selbstbestimmtheit. Wunderbar. Heißt es aber gleichzeitig, dass es dadurch moderner wird? Eine furchtbare Szene ist Sisis und Franz' Hochzeitsnacht. Sie kommt im "Nachthemd" inklusive Gefolge ins Schlafzimmer, dort steht Franz - in voller Uniform MIT Säbel. Was soll das denn? Als Geste der Leidenschaft legt er dann doch den Säbel ab. Uiiii. Was sollte diese Szene aussagen? Ihre Jugend gegen seine Reife? Absurd. So weit, so gut (bzw. nicht gut). Sisi, das unschuldige junge Ding, ziert sich ein wenig. Franz, der fürsorgliche Gatte, säuselt: "Ich werde nichts tun, was Dir nicht gefällt. Also, was möchtest Du machen". Sisi voller Ungestüm: "Es ist so eine wundervolle Nacht. Lass uns in den Park gehen". Sisi und Franz rennen also an den Hofdamen und Müttern der beiden vorbei in den Park - und an den Hofwachen (die Szene war recht lustig). Keiner hält sie auf oder folgt ihnen. Der Mond scheint in ein Pavillon, sie gehen hinein, ich ahne böses... und wirklich... sie treiben es in dem Pavillon!! NATÜRLICH!! Das ist wirklich naheliegend (vorallem, weil die echte Sisi sich tatsächlich Zeit gelassen hat, bis es dann doch passierte - und ganz sicher nicht im Pavillon im Park (wobei ich nicht dabei war)). Als Höhepunkt durfte man dann auch Sisis Brüste (!) begutachten - das will ich nicht sehen! Ich frage mich wirklich warum das in die Verfilmung musste, damit sich auch Jüngere für das "TV-Ereignis" begeistern oder warum?
Und hat jemand gesehen, dass ein Diener, der Max beim Einsteigen geholfen hat, Kaugummi gekaut hat? Ich dachte, ich sehe nicht richtig.
Alles in Allem ein Fiasko von vorne bis (fast) hinten. Liebes ZDF (und Gefolge): wenn ihr das nächste Mal 11 Millionen übrig habt, dann schenkt sie mir, anstatt nochmal SOETWAS zu produzieren. Ich war dermaßen enttäuscht! :-( Über die Weihnachtstage kommt nun wieder die zauberhafte Romy Schneider, die mit ihrer Schönheit und Anmut immer noch unerreicht ist - ich freue mich darauf.

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istvan

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ok...außerdem ist die "volksnähe" total übertrieben, und wieder einmal sieht man, wie das "gendering" über historische fakten hinwegfährt. Kaiserin Elisabeth war sicher KEINE Emanze und Revoluzzerin in diesem Sinne. In Wirklichkeit war sie anfangs scheu, später Depressiv...und der Ausgleich mit Ungarn war genau genommen weniger ihr Verdienst als eine Folge des Deutschen Krieges von 1866..und er war er, der die Monarchie in den Abgrund gestürzt hat durch die nationalistische magyarisierungspolitik der Ungarischen Regierung....anyways...von der ausstattung her gut gemacht, nur leider wurde viel pulver verschossen....und es ist auf jeden fall nicht mit einer historischen doku zu verwechseln


istvan

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ok hab den film jetzt fertig gschaut....der is echt enttäuschend....haarsträubende historische ungenauigkeiten, schlechte dialoge. was haben sie aus dem ausgleich mit ungarn gemacht....HILFE! Sogar die alte Romy Schneider Version ist historisch korrekter!!!


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