Sklavin des Herzens
Under Capricorn (1949), GB/US Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.11.1950
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Skala 0 bis 10
38 Bewertungen
3 Kommentare
Keine
von Alfred Hitchcock, mit Ingrid Bergman und Joseph Cotten
Australien, 19. Jahrhundert. Der Pferdepfleger Sam Flusky verliebt sich in Henrietta, die aristokratische Tochter seines Arbeitgebers. Beim Versuch gemeinsam durchzubrennen, kommt Henriettas Bruder ums Leben. Sam wird des Verbrechens bezichtigt und muss für lange Zeit ins Zuchthaus. Jahre später leben beide in Sydney, doch ihre Ehe scheint unglücklich. Während Sam zum erfolgreichen Geschäftsmann aufgestiegen ist, leidet Henrietta an Depressionen und ist dem Alkohol verfallen. Cousin Charles, der nach Australien gekommen ist, nimmt sich ihrer an. Doch als er sich in sie verliebt, beschwört er eine Katastrophe herauf, denn Henrietta hütet ein furchtbares Geheimnis.
Cast & Crew
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Alfred Hitchcock
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Ingrid Bergman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lady Henrietta Flusky
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Joseph Cotten
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sam Flusky
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Michael Wilding
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Charles Adare
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Margaret Leighton
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Cecil Parker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gouverneur
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Denis O'Dea
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Corrigan
Regie
Schauspieler
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Jack Watling
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Harcourt Williams
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Alfred Hitchcock
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gastauftritt
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Hume Cronyn
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James Bridie
- Genre
- Melodram
- Zeit
- 19. Jahrhundert
- Ort
- Australien
- Handlung
- Durchbrennen, Große Liebe, Klassengesellschaft, Verlust des Bruders, Zuchthaus
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Sklavin des Herzens
Trailer zum Film Sklavin des Herzens
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Kommentare (3) — Film: Sklavin des Herzens
Kommentar schreibenPyro 91 2012/02/09 18:41:25
Kommentar löschenIch finde "Sklavin des Herzens" ist ein stark unterschätzes Werk. Mir gefällt das Setting im frühen 19. Jahrhundert, die Schauspielleistungen von Bergman, Cotten, Wilding und Leighton, der wunderbare Score und wie sich im Verlauf der Geschichte immer mehr Geheimnisse offenbaren. Zwar besteht der Film zu 99 % aus Dialogen, doch das stört mich wenig, da ich an den Charakteren sehr interessiert war. Vor allem die Parallele zwischen dem Hausmädchen und Bergmans Charakter, die alles tun um den Herr des Hauses zu beschützen, selbst wenn es um Mord geht.
Es werden Themen wie Selbstaufopferung, Depression, Alkoholismus, Klassenunterschiede, das Anhaften an die Vergangenheit und noch einiges mehr angesprochen. Kein klassischer Hitchcock mit viel Suspense (obwohl es doch ein, zwei Moment gibt) aber dafür ein berührendes Drama.
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Schlegel 2010/12/30 15:25:19
Kommentar löschenHab ich doch nun "Sklavin des Herzens" im BR gesehen und, aha, Ingrid Bergman spielt mit großer Geste und Joseph Cotten sowieso. Spannend. Wenn das aber die X von der Volksbühne oder der Y vom Burgtheater machen, wird mir langweilig. Warum? Weil sich XY hinter ihrem "ACT" verstecken, ständig, während Bergman verletzlich ist, jede Sekunde ist sie das, und je grösser ihr Spiel, desto verletzlicher wird sie. Ein Hitchcock kann erst Hitchcock sein, wenn es Schauspieler gibt, die das tragen und erden: die Plansequenzen, die Kunstsprache, die stilisierte Deko. Schon deshalb wäre Hitchcock im deutschen Sprachraum nicht nur nicht mehr möglich, er wäre noch weniger möglich als vor 30 Jahren. Sowas denk ich mir, wenn die "Sklavin des Herzens" im BR läuft.
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Kubrick_obscura 2010/08/24 22:17:07
Kommentar löschenWährend die 10-Minuten-Einstellung in "Rope" noch in experimentellen Schuhen steckte und das adaptierte Theaterstück letztendlich wirklich wie ein Theaterstück wirkte, da die Kamera nur in der Lage war sich größenteils in der Horizontalen zu bewegen und sich strikt an die 180°-Regel halten musste, erreichte sie in "Under Capricorn" ein professionelles Level und so konnte Hitch anscheinend frei von technischen Grenzen seiner Kamera freien Lauf lassen.
Vorteilhaft ist dazu, dass der Film seine Schnitte nicht mehr zu verstecken braucht, wie zuvor noch "Rope", da der ganze Film wie ein One-Shot wirken sollte. Hier gibt es Schnitte und auch wenn es wenige sind fallen sie nicht stärker auf. Sie verschwinden gänzlich zwischen den vielen Plansequenzen.
"Under Capricorn" ist ein Gesellschaftsporträt, intimes Drama und im Kern das Psychogramm einer gebrochenen Frau, gespielt von Ingrid Bergman. Der Film erzählt überwiegend aus einer Handlungsdynamischen Perspektive, der halbnahen Einstellung. Selten geht der Film totaler und noch viel seltener (aber dafür umso wirkungsvoller) wagt die Kamera eine Nahaufnahme. In der Halbnahen kann man am besten Dialoge inszenieren, da man 2 Schauspieler gleichzeitig filmen kann und sie immer noch nah genug ist um den Zuschauer filmisch daran teilhaben zu lassen. "Under Capricorn" lebt von den intensiven Rededuellen, oftmals auch dem Geschwafel, dass nur Teppich für allerhand Subtext ist und natürlich von den Blicken, die sich die Figuren zuwerfen.
Bei all der stilistischen Raffinesse, die man leicht als Manierismus falsch verstehen könnte, zeigt die Wirkung des Films eindeutig, dass er nicht anders funktioniert. Montage hätte den Film zerstört. Sie macht nur Sinn, wenn jemand etwas heimlich sieht (Schlussszene: Hettie beobachtet Milly) und darauf reagiert. Die Dialoge im Film leben aber von ihren schnellen gleichzeitigen Reaktionen, die man nicht hintereinander schneiden kann. Trotzdem hat das alles nichts mit Theater zu tun.
Auch wenn der Film damit beinah kokettiert. In der Mitte des Films spielt Ingrid Bergman einen 8-Minütigen Monolog. Die Kamera ist die ganze Zeit auf sie gerichtet. Durch das genaue Choreographieren von Bewegungen, nähert sich die Kamera immer mehr Bergmans Gesicht, ohne dass es bewusst wahrgenommen wird. Erst als wir ihr ganz nah sind und Hettie ihr Geheimnis lüftet, merken auch wir, dass wir ihr ganz nah sind. Es ist mehr als eine schauspielerische Glanzleistung. So habe ich die Bergman noch nicht gesehen. Ich war einfach nur geplättet.
Der Film ist mehr Psychodrama als Suspense-Thriller, schon gar keine Hitchcock-Komödie und zudem ein etwas angegrauter Kostümfilm. Doch hinter all der Kulisse steckt wirklich etwas ganz wahrhaftiges, greifbares, herzzerreißendes ...
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