Sleep Tight - Kritik

ES 2011 Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 05.07.2012

Setze Sleep Tight auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Sleep Tight auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (12) — Film: Sleep Tight

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Jaume Balaguerós Psychothriller ist nicht nur ungemein bedrohlich, er lässt den Zuschauer so nah an seinen Psychopathen ran, dass man sich fast mit ihm identifiziert. Man fiebert mit ihm mit, obwohl er es doch ist, dem das Handwerk gelegt werden muss. Mit fortlaufender Spielzeit verfängt man sich immer mehr in einer Spannungsspirale, die hauptsächlich daraus besteht, wann und ob César über sein erst sehr überlegtes, aber irgenwann nur noch reagierendes, spontanes und immer waghalsiger werdendes Terrorspielchen stolpert. César droht alles aus den Händen zu gleiten, sein Gerüst aus geschickten Intrigen und Hinterlistigkeiten wackelt immer stärker, je mehr er sich in seinen Wahn steigert. Und wir werden fast zu Mittätern, da wir das Treiben durchgehend aus seiner Perspektive erleben, die gängigen Sympathiemechanismen für die Opfer bald nicht mehr greifen, da wir zu sehr involviert sind. Natürlich sind die Rollen zwischen Gut und Böse noch klar verteilt, Césars Taten klar als abscheulich, perfide und zu tiefst grausam dargestellt. Dennoch, bald schon ertappt man sich erschrocken dabei, eigentlich der falschen Person insgeheim die Daumen zu drücken. Ein gewollter Schachzug von Balagueró, was in der Form zwar nicht gänzlich neu ist, jedoch immer wieder faszinierend und clever, wenn es denn aufgeht. Bei „Sleep Tight“ ist das der Fall. [...]

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

mnj

Antwort löschen

Klasse Film, sehr intensiv. Mr Brooks schlägt ja in eine ähnliche Kerbe, hast du vielleicht Tipps für weitere Filme dieser Art?


JackoXL

Antwort löschen

Grob das Remake von Maniac, das ja auch konsequent aus der Täterperspektive erzählt wird, wobei der Film eher dem Slasher Genre zuzuordnen ist. "Henry - Portrait of a Serial Killer" würde mir noch einfallen, auch extrem intensiv und vernichtend nihilistisch. Wenn mir noch was einfällt ergänze ich.


CINEMAN.ch

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

In Jaume Balaguerós noch nicht umfangreichem Werk spielt das Genre des Horror-Films die Hauptrolle, aber manchmal ist er gnädig und dreht nur einen Thriller. Für das unabgehärtete Publikum ist das allerdings immer noch happige Kost, die der einen oder anderen schwer- bis unverdaulich aufstoßen wird. Die hohe handwerkliche Qualität von Regie und Kamera lässt indes niemanden entrinnen, sobald die Vorführung begonnen hat. Schade nur, dass das Drehbuch zwei Klassen tiefer spielt, denn plausibel ist die Geschichte eines Madrider Concierges nicht, der Zufriedene ins Unglück zu stürzen sucht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Was?!" Das ging mir während des Abspanns durch den Kopf. Ich habe wirklich 100 Minuten hinter dem Bösen gestanden, habe ihn insgeheim angefeuert, mich gefreut wenn er Erfolg hatte mit seinen perfiden Plänen und auch bei den schlimmsten Taten war ich auf seiner Seite. "Sleep Tight" ist eine Empathie-Falle und bin ihr auf den Leim gegangen. Warum auch nicht? Hauswart Cesar ist ja auch nett und so einsam. Der Film nutzt einfache Mechaniken damit ich als Zuschauer auf seiner Seite bin. Ich wurde fast blind für das Böse in diesem Film.

SPOILER
Als Cesar z.B. die kleine Erpresserin Ursula gegen Ende bedrohte, hat es mich wirklich gefreut, dass er dem kleinen Schulmädchen endlich mal zeigen konnte, wer das Sagen hat. Erst später, als ich schon aus dem Kino war, wandelte sich die Sympathie in Entsetzen. Bin ich wirklich ein so schlechter Kerl, dass es mich wahrscheinlich sogar gefreut hätte, wenn er die Kleine vom Balkon gestoßen hätte?
SPOILER ENDE

"Sleep Tight" ist für mich ein wirklich sehenswerter Thriller, der nicht auf vordergründig Spannungseffekte und -Schocks setzt, sondern meist eher subtil und perfide zu Werke geht. Zwischendrin täten dem Film zwar ein paar fesselnde Momente mehr gut, aber wenn ich recht überlege, habe ich schon lange keinen so guten Thriller mehr gesehen, der dazu noch wunderbar stimmungsvoll inszeniert ist. "Sleep Tight" ist für mich bisher eine der filmischen Entdeckungen des Jahres und jetzt geh ich ins Bett, obwohl so sehr wie ich mit Cesar mit gefiebert habe, vielleicht auch unters Bett.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

cyranorick

Antwort löschen

Ich habe auch nur drauf gewartet, dass die nervige Nachbarstochter aufs Pflaster knallt.. also keine Sorge XD


ihre-herrlichkeit

Antwort löschen

Es war aber auch ein Drecksblag.


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

[...] Der Böse als Sympathieträger – eine einst gewagte, heute zumindest spannende Prämisse, die spätestens Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960) salonfähig machte und in „Sleep Tight“ perfektioniert wird. Dabei meistert Hauptdarsteller Luis Tosar die überaus knifflige Gradwanderung zwischen unheimlichem Perversling, beliebter Vertrauensperson und tragischem Opfer. Diese drei Gesichter muss und kann Tosar allesamt glaubhaft verkörpern und stimmig miteinander vereinen. Man kann sowohl die Bedrohung, die von dem Mann ausgeht, als auch seine traurigen Motive gut nachempfinden. Und damit hat der Film sein Hauptziel bereits erreicht. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Zu offensichtlich gefällt sich der Regisseur in seiner Rolle als Manipulator, als dass sein Film eine wirklich beunruhigende Wahrhaftigkeit entwickeln könnte.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...] Höhepunkt dieser Identifikation mit César bildet eine lange Sequenz in der er versucht aus Claras Wohnung zu entkommen ohne von ihr und ihrem Freund gesehen zu werden. Eine bekannte Situation, die Balagueró dennoch zum möglichen Spannungshöhepunkt treibt, da er stets in Césars Perspektive bleibt und sich nicht ablenken lässt. Man drückt die Daumen und wünscht diesem „Helden“, dass er es schafft zu entkommen, ganz egal wie gemein er ist. „Sleep Tight“ beweist eindringlich, wie unwichtig dem Zuschauer Moral und Anstand sind. Jede Figur, egal wie schlecht sie ist, bleibt eine Projektion, die wir mit unseren eigenen Gefühlen aufladen. In Wirklichkeit sind wir es, die den Film durchleben, niemand sonst. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Marie Krolock

Antwort löschen

Meckern hilft.. nun hat's geklappt :)


Kubrick_obscura

Antwort löschen

Cesar wollte dein Glück verhindern :D


Sascha Koebner: Filmdienst Sascha Koebner: Filmdienst

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Regisseur Jaume Balagueró, der seine Erfahrung mit Genrestoffen wie den Zombie-Filmen „Rec“ und „Rec 2“ sammelte, und seinen Darstellern gelingt es, die Empathie der Zuschauer zu manipulieren.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Die Spannung fehlt nicht, das Ambiente stimmt. Eine ausgefuchste Idee wird filmisch interessant präsentiert. Regisseur , Drehbuchautor und Kameramann verstehen auf ihrem Gebiet ihr Handwerk.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christina Freko: Radio Köln Christina Freko: Radio Köln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die konstante Anspannung, die das exakt bemessene Erzähltempo verursacht, nimmt bis zur letzten schockierenden Minute des Films nicht ab.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian Wolf: outnow.ch Christian Wolf: outnow.ch

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Nach Mientras Duermes wird es einigen sicher schwerfallen, nachts gut zu schlafen. Jaume Balagueró erzeugt mit simplen Mitteln und dem grandiosem Schauspiel von Luis Tosar und Marta Ertura unheimlich viel Spannung.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
5.0Geht so

[...] Die Abgründigkeit des Protagonisten befördert den Zuschauer in ein ständiges Wechselbad der zu vergebenden Sympathien: In einer herausragenden Suspense-Szene zwingt Balagueró zur Identifikation mit dem Psychopathen, aus dessen Perspektive der Film konsequent die Geschichte eines Menschenhassers erzählt. Als quasi "pervertierte Version von Amélie" (Balagueró) ist "Sleep Tight" ein oft sehr spannender, sehr feinfühliger und immer interessanter Film, der aber nötige Zuspitzungen vermissen lässt. Formal bewegt sich Balagueró allzu sehr auf zuverlässige Inszenierungsstrategien, die der reizvollen Prämisse nicht die filmische Kraft verleihen, die sie verdient hätte. [...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

MIENTRAS DUERMES/SLEEP TIGHT ist ein wohltemperierter Anti-Wohlfühlfilm, präzise gesetzte Bösartigkeiten bis zum letzten Moment.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (109) — Film: Sleep Tight


Sortierung

Terrorwoelfin

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Hat mir sehr gut gefallen. Spannend und dramatisch. Man sollte keinen total gruseligen Horrorfilm erwarten,sondern sich vielleicht an den Film "Sliver" erinnern. Bloß das jemand mit Schlüsseln in die Wohnungen kommt und keine Cams installiert hat. Dieser Film macht einen auch nachdenklich weil er zeigt wie viele Menschen zu gerne an ihrem erbärmlichen Gejammer teilhaben lassen müssen und es nicht ertragen wenn andere glücklich sind.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Deadbirth

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ziemlich zäher, langweiliger Anfang, baut dann aber ziemlich auf und hält die Spannung. Hätte mir allerdings mehr Tiefe bei den Schauspielern gewünscht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KinkyFish

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Enthält vielleicht SPOILER.... Der Film hat mich mit einem Gefühl des Ekels hinterlassen und dem starken Wunsch, kurz unter mein Bett zu sehen! ^.^ Die angespannte Atmosphäre hat mich den ganzen Film über sehr gefesselt, ich war eigentlich ständig nervös.
Allerdings erinnert mich die Geschichte sehr stark an ein Buch, das ich vor 10 Jahren gelesen hatte. Dean Koontz "Stimmen der Angst" hatte damals schon eine ähnliche Wirkung auf mich und ist mir wohl auch deshalb so gut in Erinnerung geblieben.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

pischti

Antwort löschen

Jo, ein totaler Geheimtipp im Genre. Habe ihn vor ein paar Wochen auch gesichtet und war sehr positiv überrascht. So geht ein spannender Psychothriller :)


Kai_Asmus

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Sleep Tight ist an Gemeinheiten kaum zu überbieten. César ist mein unangefochtenes Lieblingsarschloch. Herrlich fies!!!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

pischti

Antwort löschen

Coole Sache, hast ihn Dir auch angesehen. Ja, der Film hat was.


pischti

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie man durch kleine europäische Produktionen immer mal wieder positiv überascht wird ist wirklich toll. "Sleep Tight", ein spanischer seichterer aber wirklich guter Psychothriller hat mir richtig gut gefallen, wobei mit "seicht" einfach nur die Gewaltdarstellung gemeint ist, denn rein inhaltlich passieren ziemlich böse Sachen. Es gibt viele Gründe dafür, dass es sich um einen sehr gelungenen Film handelt. Zum einen nimmt man sich Zeit, die Hauptfigur bis ins Detail zu charakterisieren, der Zuschauer bekommt einen guten Einblick in sein psychopathisches Ich, zum anderen ist das ganze Geschehen einfach wahnsinnig spannend inszeniert, brilliant gespielt und das gelungene Ende rundet den ganzen Film hervorragend ab. Auch wenn einige Szenen von der Logik her ein kleines bisschen kränkeln, was mich nicht sonderlich stört, fährt "Sleep Tight" zurecht eine recht ordentliche Community- und Kritikerwertung ein. Definitiv empfehlenswert, hat mich teilweise ziemlich gefesselt und ist eine richtige Perle abseits dieses ganzen Hollywood-Mainstreams.

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Mac_C_Tiro

Antwort löschen

Besonders dank des genialen Luis Tosar eine echte Perle. Schöner Kommi, trifft genau mein Empfinden beim ansehen.


pischti

Antwort löschen

Danke Bert! :D


jorg.hoffmann.9849

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

César arbeitet als Portier in einem Mietshaus in Barcelona. Und obwohl ihn die Mieter des Hauses kaum wahrnehmen, weiß César alles über sie! Denn er beobachtet sie genau, kennt all ihre intimsten Geheimnisse. Insbesondere die von Clara , einer lebensbejahenden jungen Frau. Doch Claras unbeschwerte Haltung verursacht bei César die reinste Übelkeit. Erst wenn er ihre Ausgelassenheit ein für alle Mal zerstört hat, kann er Ruhe finden. Das Elend anderer Menschen ist Césars Lebenselixier. Er liebt nichts mehr, als Leid zu säen und blüht erst auf, wenn dieses wächst. Mit Clara hat er nun sein perfektes Opfer gefunden und ist bereit, ihr das Leben zur Hölle zu machen…

Sleep Tight, ist ein ungewöhnlicher Thriller.Regisseur Jaume Balagueró,der schon mit Rec ein Achtungszeichen setzte,hat keine Gnade und erzählt seine Geschichte aus der Perspektive des Hauptdarstellers und so ist der Zuschauer ein Mittäter und das macht den Film zu einem Ereignis,daß man selten so intensiv beobachten kann.Spanische Filme,gerade in diesem Genre,sind recht selten,aber mir ist vor geraumer Zeit,ein spezieller Film mit Kidnapped aufgefallen,der sich in Sachen Psycho und Suspense von vielen Hollywoodproduktionen absetzt,gerade in Sachen Auflösung.Oder der Psychothriller Julias Eyes,der war auch klasse.

Auch dieser,fiese Thriller spielt mit Urängsten und schickt die Zuschauer auf einen perfiden Trip.Hauptdarsteller Luis Tosar, spielt seine Rolle überragend,man weiß stellenweise garnicht, ob man mit Ihm mitfiebern oder verabscheuen soll.Sleep Tight ist eine Perle des Spannungskinos,die ich so noch nicht gesehen habe und dafür gibts 8/10 von mir.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hauserfritz

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein eher aussergewöhnlicher Film wo sich die Meinungen sicherlich spalten. Es ist halt einer dieser freakigen Filme die einerseits durch ihre absolute "Aussergewöhnlichkeit" glänzen aber wiederum natürlich durch das krankhafte Thema abschrecken. Entweder man mag dieses Genre oder man findet es idiotisch. Ich persönlich mag es.

Endlich mal was Neues, ungesehenes nach all den massigen 0815 Produktionen die ich in letzter Zeit gesehen habe. Spanische Filme muss ich mir für die Zukunft unbedingt vormerken.

Sleep Tight hat es tatsächlich geschafft, was viele Filme nicht zustandebringen. Obwohl der Film für einen Thriller/Horrorfilm sehr ruhig ist, schafft er es trotzdem mich alle paar Minuten wieder an den Stuhl zu fesseln. Umgebung und Charaktere sind genial gewählt, alle Darsteller machen ihren Job, insbesondere Luis Tosar den ich ehrlichgesagt bisher noch nicht kannte.

Ausserdem hat mich der Film auch in den Bann gezogen, weil er mich dazu brachte mit dem "Täter" mitzufiebern anstatt wie gewöhnlich mit den Opfern. Auch das Ende gefällt mir diesbezüglich sehr, da es sich von den normalen Enden solcher Filme deutlich unterscheidet (mehr dazu kann ich nicht sagen^^).

Der Film hat meine absolute Empfehlung und ist wohl auch so etwas wie ein Geheimtipp!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Realizator

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Spannen vom Anfang bis zum Ende und mit einem Hauch von frischer Luft wie nur manchmal europäische Filme haben. Sehr empfehlenswert

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

horro

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Herrlich abgründig und unwiderruflich zerstört. Balaguero beweist einmal mehr, dass Potenzial in dem steckt, was man nicht sieht. Was ein zum Untergang geweihter böser Mensch alles anrichten kann, wenn er denn will, ist eindrücklich. Nihilistisch zieht sich der Sog in die Tiefe des Verderbten. Schlussendlich wandeln die Wendungen auf einem schmalen Grat, zwischen Hoffnung und Ohnmacht.

bedenklich? 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

filmschauer

Antwort löschen

@horro: Es wundert mich etwas, dass du als Genre-Spezialist den offenbar erst jetzt vor die Linse bekommen hast. Ich war mir eh ziemlich sicher, dass der dir sehr zusagen würde.


horro

Antwort löschen

der hat hier eine lange Zeit einfach nur so vor sich hingelegen; zwischenzeitlich hab ich den völlig vergessen, deshalb so spät ... um so netter war jetzt die Überraschung :)


countcount

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Vielleicht hab ich ja Heute einen besonders kritischen Tag erwischt. Aber ich fand den Film einfach nur langweilig, nervig und schlecht. Und das in fast jeder Hinsicht. Warum tue ich mir so einen Schund nur an? 0815 Dialoge und B-Schauspieler. Einzig für das Ende vergebe ich die 0,5 Gnadenpunkte. Da bin ich leider den doch eher guten Bewertung auf den Leim gegangen.....

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

César ist todunglücklich. Genauer, er hat in seinem Leben nie erfahren was Glück bedeutet. Er trägt sich im Vorspann mit Selbstmordgedanken. Warum nur? Ein Rückblick soll mich als Zuschauer erleuchten. César wacht neben einer wunderschönen Frau auf. Das soll seine Freundin sein? Was ist passiert, das dieser Mann sich später mit Suizidgedanken plagt? Doch er verhält sich für den Freund recht ungewöhnlich. Entfernt sich auf sehr merkwürdige Weise von seiner Partnerin und aus ihrer Wohnung. Folgendes bringt die Erleuchtung und setzt den wahren Horror preis.

*** Wer den Film nicht kennt, folgender Absatz enthält Spoiler. ***
César ist der Hauswart und schleicht sich des nachts in die Wohnung seiner Angebeteten um sie zu betäuben UND sich zu ihr zu legen. Was schon an sich schlimm genug ist. Aber der Film schafft es, mich auf Césars (also des Täters) Seite zu holen. Ich schwitze mit ihm, wenn er Gefahr läuft entdeckt zu werden. Denn seine Angebetete bemerkt nichts von all dem. Das Risiko wird für César größer als die Nachbarstochter etwas wahr nimmt.
***Spoiler Aus!***

Durch die Vorstellung der „Was wäre wenn?“-Handlung beeinflusst Script und Inszenierung den Zuschauer und versucht mich dabei zu manipulieren. Zumindest zeitweise gelingt ihm das auch. Es gab Situationen, in denen ich mit dem Hauswart César unwillkürlich mitgefiebert habe. Obwohl mir andererseits bewusst ist, welche Rolle er in dem Szenario darstellt. Hier wird einfallsreich die Vorstellung vom sicheren Heim auf den Kopf gestellt.
Ein unterschwellig gruseliger Psycho-Thriller, der mit einfachen Mitteln effektiv arbeitet.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

vanilla

Antwort löschen

auf den Punkt gebracht, klasse;-)


RoosterCogburn

Antwort löschen

thx ;)


albi0211

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Sehr ruhiger Psycho-Thriller der sich langsam aufbaut. Der Film hat mich sehr in seinen Bann gezogen. An manchen Stellen tut einem der Psychopath Cesar schon leid und anderen möchte man ihn höchstpersönlich außer dieser Welt entfernen.

Da sieht man mal wieder, was man mit wenigen Schauspielern und nur einem Haus als Kulisse für großer Kino erschaffen kann!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

StrawStar

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein spannender Thriller, der auch mit weniger reißerischen Mitteln als der vergleichbare THE RESIDENT (2010) ans Ziel kommt. REC-Regisseur Jaume Balagueró beweist ein weiteres Mal, dass er mit dem beschränkten Raum eines Wohnhauses gut zu arbeiten weiß. Das wohlig beunruhigende Gefühl des Film liegt gerade in den kleinen Gesten und vertrauten Alltagssituationen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Walterwhite53

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Sehr grosse erwartungen! So viele positive Kommentare und Bewertungen. Ich schreibe es kurz und knapp. Ich hoffe ich werde nie an alzheimer erkranken, da ich dann wieder die Kommentare hier lese und nach dem Film wieder nicht verstehen kann, was an dem Film gut sein soll. Vom lesen her gefiel mir die Story. Da hast du aber falsch intepretiert mein Junge. Ja egal hab es jetzt hinter mir. Der Film ist wie eine Darmspiegelung, da man sich auf das Ende freut. Über Geschmack lässt sich streiten. Langweilig + in die länge ziehend = Erwartungen nicht erfüllt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Co-Pilot

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Tjoah, nicht schlecht... aber durch (nach und nach) immer häufigere Logiglöcher ist mir (grade zum Ende hin) etwas die (Anfangs) große Spannung abhanden gekommen. Das die Spanier recht ordentliche Filme machen können ist ja unlängst kein Geheimnis mehr, dementsprechend ist Sleep Tight auch als durchaus positiv einzuordnen.

Jedoch sind hier und da etwas häufig "Störfaktoren" aufgetreten, welche mit etwas besserer Sichtung des Scriptes vemieden hätten werden können.

*SPOILER-ALERT*
Beispielsweise hätte man bereits nach der Verhaftung des Putzfrauensohnes von polizeilicher Seite aus vom Jungen weg und hin zum Hausmeistertäter kommen müssen.
Auch die Schwangerschaft ist aber sowas von vermeidbar (im Sinne von Vaterschaftsanalyse) gewesen...
Ausserdem hat der gute César alle seine Briefe brav ohne Handschuhe verfasst - die spanische Polizei arbeitet wohl heutzutage noch immer ohne entsprechendes Werzeug der Aufklärung(?)
*SPOILER-END*

Naja, mit ein wenig Augenzudrücken und Phantasie ists ein guter Film,; leider ist mir beides heute nicht so gelegen gekommen ;)

Auch hätte mir besser gefallen wenn der Gute Psycho das ganze Haus terrorisiert hätte & nicht nur Clara - dadurch wurde es hier und da mal etwas langatmig. Auch frag ich mich weshalb er die Hunde attackiert hat? Darauf wurde nicht weiter eingegangen. Klar um die alte Verónica zu schocken, aber das wars dann auch schon? Und bei Clara zieht er alle Register des Psychoterrors? Alles etwas frikelig aus meiner Sicht. Da war mehr mehr drin... Sehr süß übrigens die kleine Iris Almeida - die wird in 10Jahren bestimmt mal ein Model oder so, sehr hübsch.

Ich fand den Psychostalker eigentlich sehr sympathisch - ich habe auch oft das Gefühl eine Dauerkarte für ein deprimiertes Dasein gelöst zu haben & würde gern den ganzen Glückshänseln die Welt zerstören. Insofern war ich auf Césars` Seite ;) Unterm Strich ein doch eher innovativer Film, das ist wohl die größte Stärke von Sleep Tight.

Fazit;
Neutral gestartet mit 5,0 Punkten geht Sleep Tight mit teils überraschenden, durchaus spannenden & leider auch etwas eigendemontierten 6,5 Punkten in the books.
*kann man anschauen*

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

vanilla

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

erneut was Gutes aus Spanien. Langsam überrascht es mich gar nicht mehr, denn das Niveau der Filme aus dem Baskenland ist stets sehr hoch.
Dieser Psychothriller besticht vor allem durch seine guten Darsteller, vor allem Luis Tosar (CELL 211) und eine interessante, eigenartige Geschichte. Vieles wird nur angedeutet und das gefiel mir sehr. Es gab genug freaky-movies in den letzten Jahren, sodass ich hier sehr dankbar war, dass man viele Szenen der Phantasie der Zuschauer überlassen hat.
Die Spannung bleibt bis zum heftigen Ende erhalten. Man versucht ständig hinter das Motiv zu kommen, was sich aber als kompliziert erweist.
Schokierend ist eher die Story und nicht die Bilder, so hab ich einen Psychothriller gern.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BattlemasterIZ

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sleep Tight ist ein durchweg glaubwürdiger und beängstigender Psychothriller.
Die Geschichte entwickelt sich in einem langsamen Tempo. Für diese Art von Film, wohl genau richtig um die Charaktere zu zeigen.
Hauptdarsteller (Luis Tosar) spielt hier genial den Hausverwalter César, der alle Seiten der Identitätsstörungen,
der psychopathischen Seiten stark verkörpert. Der Teil des perfiden Treibens, ist wirklich spannend, eine wirklich beklemmende Atmosphäre herscht hier. Einige Betrachter werden mit der Zeit sogar Sympathie für César aufbauen. Andere werden den nur hassen.
Die perfiden Tricks die Psychopathen an den Tag legen sind schon enorm. Aber erschreckend real.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmfreak21

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich kleiner, böser aber starker Film. Obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe, bin ich dennoch nicht enttäuscht worden.
Der Film baut sich stark auf und bleibt bis zum Schluss wirklich hängen.
Starke Worte und ein eindrucksvoller Schauspieler!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kai.lam.161

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film der ganz anders ist als die meisten Hollywoodproduktionen. Hauptfigur ist Cäsar, der Hausmeister der sich das Ziel gesetzt hat, die Untermieterin Clara unglücklich zu machen. Man vergesse alle ethischen Werte und jeglichen Glauben an ein gutes Ende. Böse Böse Böse und Genial gemacht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Markbln

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

HALLOWEEN SEASON 2013
Part 4

Oh, was gibt es stilvolle Hausentrées.
Der Eingang in SLEEP TIGHT versetzt einem in eine andere Welt. Kostbare Hölzer, schmiedeeiserner Aufzug, repräsentative Treppen und Conciergetresen.

César ist Concierge und Hausmeister in diesem prachtvollen Haus in Barcelona. Kurz wird er am Anfang vorgestellt, genauso wie die illustren Bewohner, die er freundlich begrüßt und verabschiedet. Bis auf den Hausverwalter: er ist ihm nicht wohl gesonnen und will ihn loswerden. César bleibt freundlich. Ruhig sieht ihn der Zuschauer bei seiner Arbeit. Bei den ersten Aufnahmen wirkt der Mann wie eine sportliche, halbglatzige Ausgabe von Robbie Williams, aber er kann nicht singen. Dafür hat er ein anderes Talent: César dringt in die Wohnungen der Bewohner ein.

Man erfährt zunächst wenig über den unglücklichen, suizidgefährdeten Mann. Er hat eine pflegebedürftige Mutter und eine gescheiterte Liebe. "Es gibt immer einen Weg, glücklich zu sein. Du musst ihn nur finden" sagt eine Ratgeberstimme aus dem Radio. Aber César will nicht mehr suchen. Der Vierziger versucht vielmehr, den anderen den Spaß zu verderben. Er stalkt Clara, eine attraktive, naive Bewohnerin, die immer lacht und sorglos glücklich zu sein scheint. Man ist fast angewidert, genau wie César.
Er versucht sie anzubaggern - ohne Erfolg. Erst als er mit tierischen Mitteln nachhilft, rennt die Begehrte schreiend durchs Haus. Jetzt geht's los. César triumphiert. Sein Gesicht zeigt alle Facetten der Schadenfreude. Herrlich, wie die fröhliche Musik den einsetzenden Horror böse untermalt. Das ermuntert ihn, sich Abend für Abend in Claras Wohnung zu schleichen, unter ihrem Bett liegend wartet er auf sie. Seine Obsession steigert sich in Wahn. Als sie einen Lover mit nach Hause bringt, schlägt die Stunde des Suspense.

Lange nicht mehr so einfache wie geile Spannungsmomente gesehen. Regisseur Jaume Balagueró schafft es mit SLEEP TIGHT spielend, dass sich Zuschauer auf Césars Seite schlagen, ein perfider Trick. Dem eigentlichen Oberhorror, im eigenen Zuhause von Fremden bedroht zu sein, wird hier der "sympathische" Eindringling entgegengestellt. Sehr geschickt mit minimalen Mitteln erzählt staunt man wieder einmal, wie manipulierbar man ist.

Manche Handlungsstränge hätten unbedingt weiter ausgeführt werden können. Der Plot um die durchtriebene kleine Ursula z.B, ein Kommissar als "Beihelfer" könnte dagegen knapper sein. Dafür gibt es einen Lover als Badegast, den man nicht vergisst. Hardcore. Am meisten bleibt jedoch der intensivst spielende Luis Tosar als César in Erinnerung. Ein begnadeter Schauspieler, der subtil kleinsten Gesten enormen Ausdruck verleihen kann. Seine gestörte Psyche sorgt für schockierende Szenen. Sie treibt den Film in ein Finale, dass zwar etwas vorhersehbar, aber so böse inszeniert ist, dass Patti Pages Schlusssong ganz sicher in Erfüllung geht: "Keep me in mind".

Suspensefaktor: 8
Gorefaktor: 6
Thrillfaktor: 8

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

SKURRIL

Antwort löschen

Böser Film, das mag ich! :)


RoosterCogburn

Antwort löschen

hab den Film kürzlich gesehen. empfinde ebenfalls das Luis Tosar sehr viel zum psychohorror der handlung beiträgt. wie er hauswart César darstellt ist beeindruckend.



Deine Meinung zum Film Sleep Tight