Sleep Tight - Kritik

ES 2011 Laufzeit 101 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 05.07.2012

Kommentare zu Sleep Tight

  • 5 .5
    Nergal 25.11.2014, 22:50

    Also ich muss gleich mal sagen das ich mit Jaume Balaguerós Werken noch nie wirklich anfangen konnte. The Nameless war träge und unmotiviert und Darkness war einfach nur frech zusammengeklaut (zum größten Teil von The Shining). Einzig Rec konnte ich ein paar gute Szenen abgewinnen. Danach verliefen sich die Interessen für einen weiteren Streifen im Sande.
    Nun hat aber, leider Gottes, beim letzten Videothekenbesuch meine Freundin sich diesen Streifen ausgesucht.

    Und er beginnt typisch Balagueró. Lahm, zäh und träge. Der Film dümpelt total langsam vor sich hin und man beobachtet Cesar bei seinen ersten kleinen "Streichen". Aber irgendwie ist die komplette erste Stunde fast nur davon geprägt die Bewohner des Hauses vorzustellen und zu zeigen wie Cesars Arbeitstag aussieht. Das war so ermüdent, das ich den Film schon ausschalten wollte. Doch dann zeigte sich der psychopathische Hausmeister langsam immer mehr von seiner finsteren Seite.
    Doch leider kam diese Wendung viel zu spät und nur wirklich in den letzten 20 Minuten. Gerade mal ein Mordopfer und ein eingeschüchtertes Mädel gehen auf das Konto von Cesars Obsession für Clara...da wäre wohl Raum für mehr gewesen wenn der Herr Balagueró früher die Spannungsschraube angezogen hätte. So bleibt nur das verschenkte Potential und die Tragik dass das Talent des Cesar-Darstellers nicht ausgenutzt wurde. Schade

    Fazit: Der Film funktioniert vielleicht als abgründiges Drama über einen glücklosen Mann und seine Obsession, doch als Psychothriller leider viel zu lahm und träge.

    P.S.: einen Punkt mehr gab es für die Leistung der Hauptrolle und seiner verblüffenden Ähnlichkeit zu Trevor Philips aus GTA 5

    Fazit:

    • 7
      Polyphem 06.11.2014, 04:56

      Das Leben ist eine Badewanne, die vor lauter Blut überläuft. Glückliche Menschen baden im Blut aus alltäglichen, systematischen Hungertod, Umweltzerstörung und Krieg. Ihr Glück speist sich aus Ignoranz, schliesslich kann sich kein Richtiges im Falschen ergeben. Andere hingegen haben Pech, sie lernen die Katastrophen zu sehen und ihnen erwächst etwas psychopathologisches. Der Film probiert nun folgendes: Was wäre, wenn dieses Pech auf Glück trifft? Wer würde triumphieren?

      César ist ein verlassener, verkommener, verächtlichter und geknechter Schatten, der in den dunklen Ecken glücklicher Lebenswelten anderer Menschen und von deren süßen Schmerz lebt. Er macht sie krank, bringt Plagen über sie, schläfert sie ein und nimmt ihnen schleichend die Lebensqualität. Die Glücklichen wissen nicht wie ihnen geschieht, plötzlich haben sie eine "Pechsträhne" und sie sind nicht mehr so potent, erfolgreich und ihres Glückes Schmied. So als ob hinter ihrem Rücken sich eine Katastrophe vollzieht und auf sie zurückschlägt. Diese Katastrophe könnte ein ehemaliger Liebhaber, aber auch der nette Nachbar, also irgendein soziales Verhältnis anrichten. Plötzlich wohnt in allen Menschen die Hölle und es wird das Schlimmste von ihnen erwartet sowie empfangen.

      Der Psychopath hat in unseren finsteren Zeiten Hochkonjunktur, denn in ihnen gilt, dass man niemanden mehr vertrauen kann, dass Beziehungsunfähigkeit eine Massenerscheinung ist, dass Alter als Mangel gilt und der Mensch ständig austauschbares Nichts ist. Menschliche Eigenschaften werden in unserer kapitalistischen Produtkionsweise nicht mehr gebraucht, sofern sie keinen Profit abwerfen.So vegetiert César's alte Mutter auch folgerichtig isoliert und vergessen im Krankenhaus ihrem Tod entgegen. Gefragt sind vielmehr Effizienz, Leistungsfähigkeit und Kaltblütigkeit. Neueren Untersuchungen zufolge sind Menschen mit einer narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeit etwa drei- bis viermal häufiger in Machtpositionen vertreten als im Bevölkerungsdurchschnitt.

      Insofern spiegelt sich im Schicksal von César eine gesellschaftliche Dynamik ab, die beängstigender und tragischer nicht sein könnte. Der Psychopath wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft, der Mensch mit Empathievermögen, seiner ganzen Verletzlichkeit und Unvollkommenheit, wird dagegen irrelevant. Die Pointe ist: Der Gestörte gewinnt, weil er aufgehört hat Mensch zu sein, weil er gelernt hat so flexibel zu sein wie es der Markt vorschreibt. Er ist nicht an Gefühle gebunden. Kann er kein Elend mehr produzieren, dann bringt er sich eben um. Und wenn es ihm auch noch gelingt für seine Schandtaten Sündenböcke herbei zu schaffen, wie im Film dargestellt, dann ist es dem staatlichen Gewaltmonopol sogar Recht.

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      • 8
        Sonnenverehrer67 03.11.2014, 11:33

        "Die fabelhafte Welt der Amélie"- nur in Böse.

        • 8
          mondauge 09.08.2014, 00:54

          Das spanische Kino hat mich immer schon angelockt, da es anders als das deutsche Kino internationalen Flair zu erzeugen vermag. Mit Sleep Tight erhält man einen atypischen Vertreter des Psychothrillergenres der weder dem üblichen Spannungsaufbau folgt noch viel physische Gewalt aufweist. Trotz Überlänge ist der Film nicht langweilig und hat Suspense-Momente, ohne durch Kopieren anderer Filme aufzufallen. Großartig innovativ ist er aber auch nicht. Bei dieser Filmfülle, gerade in diesem Genre, ist es seine Leistung sich abheben zu können.

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          • 9
            Fexel 27.07.2014, 17:24

            Habe diesen Film, als er ins Kino kam, zusammen mit einem Freund geguckt. Die herrlich misanthropische Art von Caesar hat uns durchweg amüsiert. Wir fanden den Film sehr oft lustig. Im Kino saßen zwei Frauen neben uns. Die haben getuschelt, es sei ja Schlimm, wie der Hausmeister sich verhalte. Wir haben den Film aber eher als zynisch schwarze Horrorkomödie gesehen. Traurig fand ich ihn nicht. Man kann es zwar in diese traurige Richtung deuten - Warum aber, sollte man das tun? :D

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              rudi_thebest 19.07.2014, 00:45

              Fantastisch gruselig!

              • 7 .5
                Maniac 11.06.2014, 23:27

                Recht abgründiger Thriller dessen Handlung sehr geschickt aufgebaut wird.
                Sind viele Menschen im Geiste doch ziemlich im Arsch, so sind es aber auch genau die jenigen, die doch von einer überaus hohen Intelegenz verfügen. Nach aussen völlig gelassen und im Keller 100 Leichen. Das sollte doch zu denken geben und verstreut auch ein beängstigendes Gefühl. Gerade in der heutigen Zeit , wem kannst du trauen, wem nicht.
                Genau dieses Gefühl machte sich nach diesem Streifen in mir breit und wenn mich ein Film zum nachdenken anregt dann hat er etwas bewirkt und sein Ziel zumindest nicht verfehlt.

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                • 5 .5
                  Johannes Jarchow 08.06.2014, 00:39

                  Richtig böse ist SLEEP TIGHT nicht. Mir gefallen vor allem die Szenen, die die Tragik der Hauptfigur ausarbeiten (wollen), aber es bleibt bei simplen Oberflächen. Es fehlt an Ambivalenz und Dynamik und Lebendigkeit. SLEEP TIGHT ist wie mittelmäßiges Theater auf einer harten Sitzgelegenheit, von der aus man hinter die eindimensionalen Kulissen sehen kann.

                  Bunnyfaktor: 6.5

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                    MomoKeks123 07.06.2014, 19:51

                    ein echt guter film.sehr interessant, teils spannungsgeladen und auf eine weise perfide, die sehr beängstigend war...dieser film hat mich zum nachdenken gebracht und vielleicht auch ein bisschen vorsichtig, denn er zeigt, dass nicht immer alles so ist wie es scheint...

                    • 7
                      inceptionfan 07.06.2014, 09:21

                      Jaume Balagueros Filme gefallen mir eigentlich meistens ziemlich gut und auch "Sleep Tight" war wieder ziemlich gut gelungen! Mit Luis Tosar hat man hier einen wirklich guten Hauptdarsteller gefunden, der perfekt diese Rolle verkörpert. Die Story braucht eine ganze Weile, um in Fahrt zu bauen, aber baut eine großartige Atmosphäre auf und ist wirklich bösartig in vielen Momenten. Vor allem das Ende hat mir dann noch unglaublich gut gefallen. Trotzdem finde ich, dass der Film zwischendurch ein paar kleinere Längen hat, wo ich mir so gedacht habe, dass man da noch etwas mehr hätte rausholen können. An der filmischen Inszenierung gibt es aber sonst eigentlich nichts zu kritisieren. Vor allem die Kamera und der Soundtrack sind hier noch sehr gut gelungen.
                      Fazit: "Sleep Tight" ist jetzt kein absolutes Muss, aber ein gelungener, kleiner, bösartiger Psychothriller, den man sich zwischendurch gut ansehen kann!

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                        Audreyfan 05.06.2014, 18:22

                        Man kennt ja das übliche Lied in Romanzen, im Leben, vom andauernden Glücklichsein. Der Mensch strebt nach Glück. Man möchte abends tanzend und lachend nach Hause kommen und am nächsten Morgen nach einem tiefen, langen Schlaf fröhlich aufwachen im sicheren, gemütlichen Haus, wohlwissend um das eigene glückliche Leben. Jeder möcht so leben, oder?

                        César nicht. Er hasst Glück, vor allem das der anderen. Am besten fühlt er sich, wenn andere Menschen unglücklich sind und er das bewirkt hat. Wie wenn einer sich freut, jemanden Tag verschönert zu haben, freut er sich daran den Tag zerstört zu haben.
                        Doch anscheinend reicht es ihm nicht seinen Chef und seine Mutter zu ärgern, dem Hund den Magen zu verderben oder wichtige Gegenstände zu stehlen. Er ist "verliebt" in Clara und diese Verliebtheit versucht er auszuleben, indem er sich jeden Abend unter ihrem Bett versteckt, wenn sie schläft zu betäuben, ein paar Unglücke für sie für den nächsten Tag vorzubereiten und dann neben ihr zu schlafen und am nächsten Tag wieder den Alltag von vorne anfangen zu lassen. Den gestohlenen Gegenständen, verunreinigten Cremes und Kakerlakenangriffen setzt er noch eins drauf, indem er ihr Mails, Sms und Briefe schickt, die augenscheinlich von einem perversen Stalker kommen. Geschickt wie César ist, muss natürlich nicht er dafür büßen, als die Briefgeschichte auffliegt, sondern der Sohn der Putzfrau. Zumindest zwei Leben hätte er damit vorerst zerstört.

                        Es ist ein beängstigendes Gedankenspiel, das jemand ganz bewusst dir Pechsträhnen und Unglück zufügen könnte; dass wenn du morgens in deinem sicheren Haus aufwachst, es vielleicht gar nicht so sicher ist und dass der vertrauenswürdige Mann in Wahrheit ein Psychopath sein kann.

                        Lange können Césars Aktionen nicht gut gehen, er übernimmt sich, versucht sich selber zu übertreffen und riskiert zu viel. Immer bedrohlicher wird die Situation und immer mehr Leben müssen zerstört werden, damit er erfahren kann, was für ihn wahres Glück ist.

                        Sleep Tight bringt eine interessante Idee auf, die sich zum Glück nicht abnutzt bis zum Ende und über die man auch gerne weiterdenken kann. Abgesehen davon bleibt der Film aber im recht normalen Bereich.

                        http://planetofpictures.blogspot.de/2014/06/sleep-tight-es-2011-jaume-balaguero-ich.html

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                        • 7
                          AddictedToIan 05.06.2014, 00:09

                          Balagueró enttäuscht mich nie. "Sleep Tight" ist alles, was man von einem Psychothriller erwatet. Kein Rumgekrieche im Dunkeln oder Terroranrufe nachts um Zwei - hier wird auf den Putz gehauen und das ganz ohne große Effekte. Vollkommen clichéfrei, endlich! César ist ein manipulativer Misanthrop und möchte seinem Lieblingsopfer das Lächeln vom Gesicht fegen. Und das mit drastischen Mitteln. Ich find' es nicht mal überzogen, César handelt hier nicht als Sinnlostäter oder wegen einer persönlichen Fehde wie sonst üblich im Genre. Er will der Guten nur an den Kragen, weil sie immer so ekelhaft gute Laune hat.
                          Endlich, endlich habe ich einen Film rund um einen intelligenten Psychopathen der Extraklasse gefunden, der ganz genau aufpasst, dass er keine dummen Fehler macht. Gerade das macht für mich den Reiz von "Sleep Tight" aus: Man denkt mit und schaltet nicht ab, wie bei 0815-Thrillern, bei denen schon klar ist, wie die Handlung ablaufen wird. Ob Kakerlaken in der Wohnung freilassen oder nächtliche Besuche, so ziemlich alles, was dem Standardzuschauer Unbehagen bereitet, wird hier wie auf einer Checkliste abgehakt. Ammis aufgepasst, so macht man einen Psychothriller! Verdammt spannend, verdammt gut gespielt, verdammt genau das, was ich erwartet habe. Könnte vielleicht nur einen Tick schneller ablaufen, sodass mehr Handlungsspielraum vorhanden wäre.

                          SPOILER

                          Ich hab jetzt nicht ganz verstanden, was Claras Freund da gefunden hat und woher er wissen sollte, dass César das gewesen ist. Waren das nicht ein Fläschchen Chloroform und eine Atemmaske oder sowas?

                          Und dass er das nervige Kind nicht schon am Anfang einfach aus dem Weg geschafft hat, find ich ein wenig fahrlässig. Er könnte das Kind doch irgendwo im Niemandsland aussetzen, ich meine, Kinder verschwinden ständig und auf ihn zurückzuführen wäre das überhaupt nicht.

                          • 7 .5
                            SchwarzeRose80 31.05.2014, 22:24

                            Boah, ist der einfach nur böse, bose, böse :-)
                            Klar gibt es, wenn man danach sucht, ein paar logische Ungereimtheiten bei Sleep Tight zu bemängeln. Dennoch ein guter, ruhiger spanischer Thriller, mit meiner Meinung nach überzeugender schauspielerischer Leistung! Da kann man nur hoffen, dass es sowas nicht in echt gibt!!!

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                              francester 14.05.2014, 19:09

                              Als ich in Buenos Aires das schöne Leben genossen habe, sind mir immer diese Portiers aufgefallen, die am Hauseingang standen und dem Haus ein Gesicht gaben. Sonderliche Gestalten zumteil, bei denen ich mich jeweils fragte, was Sie den gesamten Tag wohl so machen würden. Nun ja, nach Sichtung dieser kleinen spanischen Perle, hatte ich doch ein ziemlich grosses Grinsen im Gesicht.
                              Der Film ist von Anfang bis zum Schluss sehr Spannend, nie übertrieben, menschlich und zugleich abgründig böse. Ich kann mir gut vorstellen, dass die M eisten von uns am Ende des Filmes wenig ratlos und schockiert zurückgeblieben sind, haben Sie doch sympathien für einen Soziopathen bekundet. Die ist besonders dem grandiosen Schauspieler Luis Tosar zu verdanken. Dieser Film bekommt von mir eine gute 7, für mehr reicht es leider nicht aus, ist die Geschichte trotzallem ein wenig zu dünn.
                              Film unbeding anschauen, 2011 gab es nicht viele bessere Thriller!

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                                Terrorwoelfin 22.04.2014, 23:51

                                Hat mir sehr gut gefallen. Spannend und dramatisch. Man sollte keinen total gruseligen Horrorfilm erwarten,sondern sich vielleicht an den Film "Sliver" erinnern. Bloß das jemand mit Schlüsseln in die Wohnungen kommt und keine Cams installiert hat. Dieser Film macht einen auch nachdenklich weil er zeigt wie viele Menschen zu gerne an ihrem erbärmlichen Gejammer teilhaben lassen müssen und es nicht ertragen wenn andere glücklich sind.

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                                • 8 .5
                                  JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak 16.04.2014, 20:50

                                  [...] Jaume Balaguerós Psychothriller ist nicht nur ungemein bedrohlich, er lässt den Zuschauer so nah an seinen Psychopathen ran, dass man sich fast mit ihm identifiziert. Man fiebert mit ihm mit, obwohl er es doch ist, dem das Handwerk gelegt werden muss. Mit fortlaufender Spielzeit verfängt man sich immer mehr in einer Spannungsspirale, die hauptsächlich daraus besteht, wann und ob César über sein erst sehr überlegtes, aber irgenwann nur noch reagierendes, spontanes und immer waghalsiger werdendes Terrorspielchen stolpert. César droht alles aus den Händen zu gleiten, sein Gerüst aus geschickten Intrigen und Hinterlistigkeiten wackelt immer stärker, je mehr er sich in seinen Wahn steigert. Und wir werden fast zu Mittätern, da wir das Treiben durchgehend aus seiner Perspektive erleben, die gängigen Sympathiemechanismen für die Opfer bald nicht mehr greifen, da wir zu sehr involviert sind. Natürlich sind die Rollen zwischen Gut und Böse noch klar verteilt, Césars Taten klar als abscheulich, perfide und zu tiefst grausam dargestellt. Dennoch, bald schon ertappt man sich erschrocken dabei, eigentlich der falschen Person insgeheim die Daumen zu drücken. Ein gewollter Schachzug von Balagueró, was in der Form zwar nicht gänzlich neu ist, jedoch immer wieder faszinierend und clever, wenn es denn aufgeht. Bei „Sleep Tight“ ist das der Fall. [...]

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                                    KinkyFish 11.04.2014, 10:48

                                    Enthält vielleicht SPOILER.... Der Film hat mich mit einem Gefühl des Ekels hinterlassen und dem starken Wunsch, kurz unter mein Bett zu sehen! ^.^ Die angespannte Atmosphäre hat mich den ganzen Film über sehr gefesselt, ich war eigentlich ständig nervös.
                                    Allerdings erinnert mich die Geschichte sehr stark an ein Buch, das ich vor 10 Jahren gelesen hatte. Dean Koontz "Stimmen der Angst" hatte damals schon eine ähnliche Wirkung auf mich und ist mir wohl auch deshalb so gut in Erinnerung geblieben.

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                                      Kai_Asmus 23.03.2014, 10:33

                                      Sleep Tight ist an Gemeinheiten kaum zu überbieten. César ist mein unangefochtenes Lieblingsarschloch. Herrlich fies!!!

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                                        pischti 19.03.2014, 16:55

                                        Wie man durch kleine europäische Produktionen immer mal wieder positiv überascht wird ist wirklich toll. "Sleep Tight", ein spanischer seichterer aber wirklich guter Psychothriller hat mir richtig gut gefallen, wobei mit "seicht" einfach nur die Gewaltdarstellung gemeint ist, denn rein inhaltlich passieren ziemlich böse Sachen. Es gibt viele Gründe dafür, dass es sich um einen sehr gelungenen Film handelt. Zum einen nimmt man sich Zeit, die Hauptfigur bis ins Detail zu charakterisieren, der Zuschauer bekommt einen guten Einblick in sein psychopathisches Ich, zum anderen ist das ganze Geschehen einfach wahnsinnig spannend inszeniert, brilliant gespielt und das gelungene Ende rundet den ganzen Film hervorragend ab. Auch wenn einige Szenen von der Logik her ein kleines bisschen kränkeln, was mich nicht sonderlich stört, fährt "Sleep Tight" zurecht eine recht ordentliche Community- und Kritikerwertung ein. Definitiv empfehlenswert, hat mich teilweise ziemlich gefesselt und ist eine richtige Perle abseits dieses ganzen Hollywood-Mainstreams.

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                                          jorg.hoffmann.9849 26.01.2014, 12:29

                                          César arbeitet als Portier in einem Mietshaus in Barcelona. Und obwohl ihn die Mieter des Hauses kaum wahrnehmen, weiß César alles über sie! Denn er beobachtet sie genau, kennt all ihre intimsten Geheimnisse. Insbesondere die von Clara , einer lebensbejahenden jungen Frau. Doch Claras unbeschwerte Haltung verursacht bei César die reinste Übelkeit. Erst wenn er ihre Ausgelassenheit ein für alle Mal zerstört hat, kann er Ruhe finden. Das Elend anderer Menschen ist Césars Lebenselixier. Er liebt nichts mehr, als Leid zu säen und blüht erst auf, wenn dieses wächst. Mit Clara hat er nun sein perfektes Opfer gefunden und ist bereit, ihr das Leben zur Hölle zu machen…

                                          Sleep Tight, ist ein ungewöhnlicher Thriller.Regisseur Jaume Balagueró,der schon mit Rec ein Achtungszeichen setzte,hat keine Gnade und erzählt seine Geschichte aus der Perspektive des Hauptdarstellers und so ist der Zuschauer ein Mittäter und das macht den Film zu einem Ereignis,daß man selten so intensiv beobachten kann.Spanische Filme,gerade in diesem Genre,sind recht selten,aber mir ist vor geraumer Zeit,ein spezieller Film mit Kidnapped aufgefallen,der sich in Sachen Psycho und Suspense von vielen Hollywoodproduktionen absetzt,gerade in Sachen Auflösung.Oder der Psychothriller Julias Eyes,der war auch klasse.

                                          Auch dieser,fiese Thriller spielt mit Urängsten und schickt die Zuschauer auf einen perfiden Trip.Hauptdarsteller Luis Tosar, spielt seine Rolle überragend,man weiß stellenweise garnicht, ob man mit Ihm mitfiebern oder verabscheuen soll.Sleep Tight ist eine Perle des Spannungskinos,die ich so noch nicht gesehen habe und dafür gibts 8/10 von mir.

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                                            Hauserfritz 04.01.2014, 00:42

                                            Ein eher aussergewöhnlicher Film wo sich die Meinungen sicherlich spalten. Es ist halt einer dieser freakigen Filme die einerseits durch ihre absolute "Aussergewöhnlichkeit" glänzen aber wiederum natürlich durch das krankhafte Thema abschrecken. Entweder man mag dieses Genre oder man findet es idiotisch. Ich persönlich mag es.

                                            Endlich mal was Neues, ungesehenes nach all den massigen 0815 Produktionen die ich in letzter Zeit gesehen habe. Spanische Filme muss ich mir für die Zukunft unbedingt vormerken.

                                            Sleep Tight hat es tatsächlich geschafft, was viele Filme nicht zustandebringen. Obwohl der Film für einen Thriller/Horrorfilm sehr ruhig ist, schafft er es trotzdem mich alle paar Minuten wieder an den Stuhl zu fesseln. Umgebung und Charaktere sind genial gewählt, alle Darsteller machen ihren Job, insbesondere Luis Tosar den ich ehrlichgesagt bisher noch nicht kannte.

                                            Ausserdem hat mich der Film auch in den Bann gezogen, weil er mich dazu brachte mit dem "Täter" mitzufiebern anstatt wie gewöhnlich mit den Opfern. Auch das Ende gefällt mir diesbezüglich sehr, da es sich von den normalen Enden solcher Filme deutlich unterscheidet (mehr dazu kann ich nicht sagen^^).

                                            Der Film hat meine absolute Empfehlung und ist wohl auch so etwas wie ein Geheimtipp!

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                                              Realizator 27.12.2013, 19:58

                                              Spannen vom Anfang bis zum Ende und mit einem Hauch von frischer Luft wie nur manchmal europäische Filme haben. Sehr empfehlenswert

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                                                horro 19.12.2013, 23:49

                                                Herrlich abgründig und unwiderruflich zerstört. Balaguero beweist einmal mehr, dass Potenzial in dem steckt, was man nicht sieht. Was ein zum Untergang geweihter böser Mensch alles anrichten kann, wenn er denn will, ist eindrücklich. Nihilistisch zieht sich der Sog in die Tiefe des Verderbten. Schlussendlich wandeln die Wendungen auf einem schmalen Grat, zwischen Hoffnung und Ohnmacht.

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                                                  countcount 10.12.2013, 20:21

                                                  Vielleicht hab ich ja Heute einen besonders kritischen Tag erwischt. Aber ich fand den Film einfach nur langweilig, nervig und schlecht. Und das in fast jeder Hinsicht. Warum tue ich mir so einen Schund nur an? 0815 Dialoge und B-Schauspieler. Einzig für das Ende vergebe ich die 0,5 Gnadenpunkte. Da bin ich leider den doch eher guten Bewertung auf den Leim gegangen.....

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                                                    RoosterCogburn 09.12.2013, 16:52

                                                    César ist todunglücklich. Genauer, er hat in seinem Leben nie erfahren was Glück bedeutet. Er trägt sich im Vorspann mit Selbstmordgedanken. Warum nur? Ein Rückblick soll mich als Zuschauer erleuchten. César wacht neben einer wunderschönen Frau auf. Das soll seine Freundin sein? Was ist passiert, das dieser Mann sich später mit Suizidgedanken plagt? Doch er verhält sich für den Freund recht ungewöhnlich. Entfernt sich auf sehr merkwürdige Weise von seiner Partnerin und aus ihrer Wohnung. Folgendes bringt die Erleuchtung und setzt den wahren Horror preis.

                                                    *** Wer den Film nicht kennt, folgender Absatz enthält Spoiler. ***
                                                    César ist der Hauswart und schleicht sich des nachts in die Wohnung seiner Angebeteten um sie zu betäuben UND sich zu ihr zu legen. Was schon an sich schlimm genug ist. Aber der Film schafft es, mich auf Césars (also des Täters) Seite zu holen. Ich schwitze mit ihm, wenn er Gefahr läuft entdeckt zu werden. Denn seine Angebetete bemerkt nichts von all dem. Das Risiko wird für César größer als die Nachbarstochter etwas wahr nimmt.
                                                    ***Spoiler Aus!***

                                                    Durch die Vorstellung der „Was wäre wenn?“-Handlung beeinflusst Script und Inszenierung den Zuschauer und versucht mich dabei zu manipulieren. Zumindest zeitweise gelingt ihm das auch. Es gab Situationen, in denen ich mit dem Hauswart César unwillkürlich mitgefiebert habe. Obwohl mir andererseits bewusst ist, welche Rolle er in dem Szenario darstellt. Hier wird einfallsreich die Vorstellung vom sicheren Heim auf den Kopf gestellt.
                                                    Ein unterschwellig gruseliger Psycho-Thriller, der mit einfachen Mitteln effektiv arbeitet.

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