Sleeping Beauty

Sleeping Beauty (2011), AU Laufzeit 104 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller


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5.1
Kritiker
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5.6
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577 Bewertungen
59 Kommentare
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von Julia Leigh, mit Emily Browning und Rachael Blake

Emily Browning geht in Julia Leighs Sleeping Beauty einem recht ungewöhnlichen Nebenjob nach, um sich ihr Studium finanzieren zu können.

Handlung von Sleeping Beauty
Die junge Lucy (Emily Browning) muss sich ihr Studium mit verschiedenen Nebenjobs finanzieren. So versucht sie sich als Putz- oder Kopierkraft und schluckt auch mal eine Magensonde, wenn dafür Testpersonen gesucht werden. Auch als Prostituierte verdient sie sich ihren Lebensunterhalt. Doch dann stößt sie auf eine etwas ausgefallenere, aber lukrative Stellenanzeige und sie ergattert eine Stelle als schlafende Schönheit. Dabei wird sie mit Drogen betäubt und soll sich Männern hingeben, die – von ihr unbemerkt – an ihr alle erdenklichen Fetische und erotischen Fantasien ausleben können. Am Morgen danach erinnert Lucy sich nicht mehr an die Geschehnisse der letzten Nacht und auch ihre Wahrnehmung scheint in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Lucys Neugierde ist geweckt und so will sie verbotenerweise herausfinden, was mit ihr passiert, wenn sie eigentlich in einen schlafähnlichen Zustand versetzt wird.

Hintergrund & Infos zu Sleeping Beauty
Die australische Autorin und Filmemacherin Julia Leigh (The Hunter) übernahm bei Sleeping Beauty die Regie. Inspiriert wurde sie von einem selbst erlebten, wiederkehrenden Albtraum, in dem sie träumte, dass sie beim Schlafen beobachtet wird.

Ehe Emily Browning für die Hauptrolle als schlafende Schönheit engagiert wurde, war Mia Wasikowska als Lucy vorgesehen. Doch aufgrund von Terminengpässen im Rahmen der Dreharbeiten zu Jane Eyre (an der Seite von Michael Fassbender) musste Mia Wasikowska ausscheiden. Emily Browning (unter anderem bekannt aus Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse und Sucker Punch) wurde von der Regisseurin Gerüchten zufolge dazu gezwungen, sich vor dem Beginn der Dreharbeiten zu Sleeping Beauty den Lars-von-Trier-Film Antichrist (2009) anzuschauen, um sich mit der Performance von Charlotte Gainsbourg vetraut zu machen. (AH)

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Kommentare (58) — Film: Sleeping Beauty


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Hartmut Wastian

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Bewertung5.0Geht so

Schöne Frau, dichte Atmosphäre, aber leider bis zum Schluss keine Geschichte. Wer was warum macht, wird nicht angeschnitten, die Charaktere bleiben oberflächliche Schablonen. Daraus hätte man viel mehr machen können.

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dAShEIKO

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Bewertung3.5Schwach

Als rätselknackendes Mädchen in Lemony Snicket kam sie mir schon erwachsener vor. Jetzt, da Emily Browning ihr Teenieimage mit ach so skandalösen Nacktszenen abstreifen möchte, sei ihr zu besseren Drehbüchern oder besserer schauspielerischer Leistung geraten - dann gerne auch nackt.

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8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Alte, reiche, geile aber impotente Männer dürfen das androgyne Kindmädchen Lucy (Emily Browning) begrapschen und begaffen, aber nicht penetrieren.
Obwohl optisch streng stilvoll durchgehalten, bleibt der Film eine leere Hülle. Es ist die distanzierte Emotionslosigkeit, die das Geschehen hinter einem Schleier von Langeweile vernebelt. Die wenigen verbalen Ausrutscher sollen in ihrer Ansatzlosigkeit schockieren oder wenigstens überraschen, wirken aber inhaltlich und dramaturgisch deplatziert. (‘Willst du mich heiraten?‘ Oder zu einem Fremden ‘Ich würde gern deinen Schwanz lutschen.‘). Es ist ein Sexfilmchen ohne Sex, bisweilen ein peinlicher sinnfreier Ringkampf. Der Schluss ist charakteristisch für den ganzen Film: ein Schrei! Aus! Da nickt der Zuschauer zustimmend. Er würde gern das gleiche tun. Manche Szenen verpuffen sinnlos: aufwachen, aufstehen und Höschen anziehen, wieder hinlegen und weiterschlaft…?!
Die ‘schlafende Schönheit‘ kann man im weitesten Sinne – wenn man so will - verbal mit Dornröschen assoziieren, inhaltlich eher nicht. Im Märchen lag die schlafende Königstochter nicht als Ausstellungsstück auf der Paradecouch, sie wartete vielmehr umgeben von einer dornigen Rosenhecke auf ihren Prinzen, der sie wachküsste. Von alledem ist hier nichts zu finden. Alte geile Böcke spielen die Schweinerolle. Wen interessiert das noch? Und selbst Lucys Wunsch mit versteckter Kamera aufzuzeichnen, was da in ihrer schlafenden Bewusstlosigkeit mit ihr passiert, bleibt ihr Geheimnis. Da lob‘ ich mir doch einen Softporno à la David Hamilton. Den Film hier braucht keiner. K.V.

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Sigmund

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Bewertung9.0Herausragend

Dass ich einen Film mit derart vielen Schwächen so gut finden könnte, hätte ich bis gestern nicht gedacht. Aber SLEEPING BEAUTY ist trotz mehrerer misslungener Szenen, einigem Manierismus und seiner durchweg dürftigen Figurenzeichnung für mich eine der ganz großen Entdeckungen der letzten Zeit. Ja, wenn ich auf seine Qualitäten zu sprechen komme, drohen mir vor Begeisterung die Superlative auszugehen, und das kommt nicht alle Jahre vor.
Herausstellen will ich hier drei Beispiele, die dem geneigten Leser hoffentlich näher bringen können, was ich meine.
Da wäre zum einen die Grundidee, die eines der wichtigsten Themen unserer Zeit, den Missbrauch von Macht, aufs Anschaulichste zuspitzt: Während schon für gewöhnliche Bordellbesucher der Umstand einen Menschen zu kaufen oft einen größeren Reiz ausmacht als der Sex an sich, wird hier das Objekt der Begierde sogar narkotisiert um dem Willen des Kunden vollends gefügig zu sein.
Erfreulicherweise, und damit komme ich zum zweiten Punkt, gelingt es dem Film dann auch, mehrere unvergessliche Bilder für das zu finden, was ein solches Ausgeliefertsein bedeutet. Besonders eindrücklich fand ich den Moment, in dem einer der Kunden die bewusstlose, nackte Dame auf die Arme nimmt und sie dann etwas ungelenk und kaum gebremst zu Boden fallen lässt wie eine Rinderhälfte.
Auch gelingt es der Regisseurin Julia Leigh, trotz gemächlichem Erzähltempo ein beachtliches Maß an Spannung zu erzeugen, was u.a. daran liegt, dass ihre kühle Studie einem immer wieder die rechte Dosis an ebenso ungeahnten wie unverbrauchten Bildern beschert, die mitunter buñuelsche Qualität erreichen.
Grandios auch die Darstellung der emotionalen Armut einer rein materiellen Welt anhand der Chefin dieser Liebesdienste, deren Lob und Sorge um die Protagonistin fast anmutet wie eine Art vergiftete Mutterliebe, die sich nicht aus Anteilnahme speist, sondern nur noch aus dem Antrieb, ihre beste Cashcow durchzubringen.
Sensationell klug wird es zum Höhepunkt des Filmes hin, nämlich seinem Ende. Ich kann mir nicht vorstellen dass es mehr als eine Handvoll Filmemacher gibt, die auf eine ähnlich brillante Idee gekommen wären um zu zeigen, was es mit sich bringen kann wenn jemand sich völlig schutzlos einer kalten Willkür überlässt. Um der Spannung willen will ich es nicht verraten, aber origineller, zwingender und bitterer als hier lässt sich kaum ausdrücken wie einem Menschen sein Heiligstes gestohlen wird.
Meisterwerrrrk!

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Jenny von T

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Ja, verteidigen zu MÜSSEN, weil die eigene Meinung eben nicht von allen geteilt wird. Oder macht es dich nicht auch ein bisschen wütend, wenn andere nicht die Qualitäten eines Films anerkennen, die du in ihm zu sehen glaubst? Das meine ich damit.


Sigmund

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Absolut. Am schlimmsten schmerzt es wenn Leute Filme wegen irgendwelcher Nebensächlichkeiten madig machen, während ihnen der Blick und das Gefühl für tiefere Schönheit, Größe und Kunst völlig abgeht. Jaaa, das ist oft subjektiv. Aber nicht immer.


.aurora

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Bewertung9.0Herausragend

Noch viel düsterer und beklemmenderer Film als erwartet. Das Cover ist aber auch dermaßen unpassend.
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso einige das Ende bemängeln. Ich dachte in den letzten Sekunden des Films "genau hier sollte er aufhören.." und schon kam der Abspann - perfekt.
Der Film hat mich generell sehr überrascht. Vorallem Emily Browning. Schade, dass sie anschließend diesen albernen Babydoll Sucker Punch Mist mitgemacht hat.

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Sigmund

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Genau!


Stefan Ishii

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Bewertung7.5Sehenswert

"Sleeping Beauty" besitzt hier bereits eine beachtliche Anzahl an Kommentaren. Allerdings findet sich soweit ich das überblicke lediglich in einem einzigen davon der Hinweis auf den Ursprung dieses Filmes. Julia Leigh zeigt uns einen gänzlich anderen - eben weiblichen - Blickwinkel auf Yasunari Kawabatas "Die schlafenden Schönen" (einem meiner Lieblingsschriftsteller - kann ich wirklich nur empfehlen).

Im Gegensatz zu Vadim Glownas "Das Haus der Schlafenden Schönen" (in gewisserweise trotz örtlicher Umverlagerung am werktreuesten) oder der Gabriel-García-Márquez-Verfilmung "Erinnerung an meine traurigen Huren" zeichnet sich "Sleeping Beauty" mit seinem weiblichen Blick auf die Thematik aus. Im Roman und den bisherigen Verfilmungen geht es zentral um die älteren Herren, die schmerzerfüllt und traurig auf ihr lange vergangenes Leben zurückblicken. Nun stellt Leigh Fragen zu den Frauen. Was bewegt sie? Welches Leben führen sie? Wie gehen sie damit um?

Dass mir Lucy zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch ist, spielt für mich tatsächlich keine Rolle. Der Film ist sowieso äußerst künstlich... "Sleeping Beauty" ist für mich nunmal in erster Linie eine interessante Variation eines meiner Lieblingsbücher (was eine Bewertung für mich wirklich schwierig macht). Doch "Sleeping Beauty" spielt auch noch in einer Szene auf einen weiteren großen Roman vom Literaturnobelpreisträger Kawabata an: "The Master of Go" (wurde leider nie ins Deutsche übersetzt).

Der Film ist in meinen Augen absolut großartig insziniert! Ich mag's wirklich sehr: Das Tempo; die Kameraarbeit; die langen, fast ungeschnittenen Sequenzen mit dezenten Kameraschwenks; sowie der zurückhaltende Einsatz von Musik. Genau das, was ich liebe. Lediglich die Schlafszenen (und damit verbundenen Aktivitäten) sind mir teilweise etwas zu lang. Irgendwie finde ich es falsch, sich zu stark damit auseinandersetzen zu müssen.

Trotzallen warte ich noch immer auf die ultimative (im Idealfall japanische) Kawabata-Verfilmung. Bisher kommt kein Film dem grandiosen Buch nahe.

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homosapiokokke

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Bewertung7.5Sehenswert

puh ziemlich tiefgründiger Film mit viel Spielraum für Vermutungen und des Zuschauers Gedanken. Diese verlorene Seele die gefangen in der Realität und einer absurden abartigen Welt der Macht, Dominanz und Geld ist. Absolut tief gehender Film.

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spanky

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Bewertung4.0Uninteressant

Die Abwesenheit inhaltlicher Struktur mag als künstlerisches Stilmittel gedeutet werden, letztlich scheint aber alles Geheimnisvolle an dieser Geschichte gänzlich ohne Grundlage auszukommen. Man mag zwar thematisch am selben Strang ziehen, wie Kubrick mit "Eyes Wide Shut". Aber wenn ich hier Vergleiche mit Lynch lese, kriege ich Herpes. Wo ist hier die Zwischenwelt, wo die Magie? Erstwelt-Problemchen mit ein wenig Erotik aufgemotzt, mehr ist das nicht. Die als Erzählstil beabsichtigte Teilnahmslosigkeit schlägt damit voll auf den Betrachter durch. Gähn...

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sibisch

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Bewertung0.0Hassfilm

Emotionslos langweiliger und mühsamer Film. Am ende denkt man einfach"Und jetzt?" was wollte der Film uns sagen ?..

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Sigmund

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Sitzt ein Nilpferd vor der Mona Lisa...


HxC_Moe

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Bewertung6.5Ganz gut

Sehr ruhiger Film, schön gefilmt und Emily Browning ist natürlich echt schön anzusehen. Leider steckt dahinter ziemlich wenig, was eigentlich Schade ist, denn der Film hatte so seine Momente. Die Darsteller sind allesamt sehr hölzern, aber das sollte wohl so sein, Spannung ist quasi nicht vorhanden und auch sonst ist der Film irgendwie ein wenig einschläfernd. Aber Respekt für die Leistung von Emily Browning.

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TheAvenger68

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Die Darsteller sind allesamt sehr hölzern.
Aber Respekt für die Leistung von Emily Browning ?
Verstehe ich nicht.


HxC_Moe

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Ich sagte ja, ich gehe davon aus, dass es so sein sollte (Vom Schauspiel her) Bei der Leistung von Emily Browning meine ich eher die Leistung in dem Sinne, was sie in dem Film über sich "ergehen lassen muss".


Acry

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein ruhiger, künstlerischer Film, der zwar nicht besonders viel Handlung besitzt, aber in sich sehr stimmig ist. Emily Browning spielt wie immer großartig und somit ist der Film, entgegen der meisten Meinungen hier, durchaus sehenswert.

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horro

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da gibt es gottlob schon auch noch andere Meinungen als die von dir erwähnten ... ganz starker Film und irgendwie bleibt der haften :)


Elzzbth

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Bewertung3.0Schwach

was zum..

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heikschn

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein Film, der viel verspricht und davon nicht viel einhält. Ein besserer Regisseur hätte aus der insgesamt sicher ganz interessanten Geschichte sicher wesentlich mehr machen können. Mich erinnerte der Film entfernt an Eyes Wide Shut. Die Story kommt zunächst wie ein Thriller daher. Was passiert in den Stunden der Narkose? Doch während in Kubricks letztem Film den ganzen Film über eine beängstigende und bedrückende Atmosphäre geschaffen wird, mag bei Sleeping Beauty keine wirkliche Spannung aufkommen. In beiden Filmen empfindet man eine klare Distanz zu den Hauptcharakteren. Während jedoch Eyes Wide Shut von den beeindruckenden Bildern lebt, wirkt Sleeping Beauty zu kalt und steril, ist seine Inszenierung zu lahm. Schade!

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Moonchild0

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Bewertung6.0Ganz gut

Es ist schwierig diesen Film zu bewerten, ich mag außerdem keine Filme die ZU viel Interpretationsspielraum lassen. Schön anzusehen ist er auf jeden Fall, ein bisschen mehr Erotik hätte vl. nicht geschadet ;)
Alles andere ist Auslegungssache, man könnte stundenlang darüber nachdenken welche Szene uns was sagen möchte bzw. was die Aussage dieses Films ist - aber er macht keine Lust darauf darüber nachzudenken. Wenn "Sleeping Beauty" zu Ende ist hat man ihn nach ein paar Stunden wieder vergessen.......
Wirklich schade, man hätte mehr daraus machen können.

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Frankie Dunn

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Bewertung3.0Schwach

So etwas wie Story, Figurentiefe und Botschaft schadet den meisten Filmen nicht, und auch hier, auch hier, wäre es nicht schlecht gewesen, zumindest darüber nachzudenken, eine Prise von all dem in den Film Sleeping Beauty einzubauen. Natürlich kann man in einzelne Details der Inszenierung munter seinen Senf hineininterpretieren. Bloß, wozu?

Hätte ich Sleeping Beauty allein gesehen, wäre nach 20 Minuten Schluss gewesen. So war es doch noch ein munterer Filmabend mit einigen (sicher nicht von der Regisseurin gewollten) Lachern und ein paar mehr oder weniger geistreichen Gedanken zum Film. Wie man mit ungewöhnlichen, sperrigen Filmen Interesse und Faszination beim Zuschauer erzeugt, beweist Lars von Trier. Das hier jedoch...nein, es ist an Beliebigkeit in gewisser Weise nicht zu überbieten, was besonders angesichts des Themas und des künstlerischen Anspruchs erschreckt. Wenn andere Zuschauer hier wirklich Interesse dran finden und ihnen gelungene Interpretationsansätze durch den Kopf schießen, kann ich verstehen, dass sie diesen Film gut bewerten, aber mir erschließt sich kein Interesse daran, obwohl ähnliche Filme (von renommierteren Regisseuren) durchaus meinen Geschmack trafen. Komplett misslungen ist er sicher nicht, aber langweilig und nichtssagend, ergo reine Zeitverschwendung. Schlimmer als die Nichtexistenz einer Story erwies sich für den Film zudem die grauenhafte Hauptfigur. Zum Schauspiel kann man schwer etwas sagen ohne die Drehbuchvorgaben zu kennen, aber eine vielschichtige und interessante Figur sieht definitiv anders aus! Diagnose und einziges Attribut dieser Figur nach 104 Minuten: Antriebslosigkeit. Erkenntnisgewinn: Antriebslosigkeit ist scheiße. Mehr steckt nicht drin in 104 Minuten Laufzeit.

Ich will nicht sagen, dass Fassbenders Penis allein diesen Film direkt auf ein ausreichendes Niveau gebracht hätte, aber ein kleiner Hauch von McQueens Shame hätte in Sleeping Beauty schon wehen und den Film in einem ganz anderen Licht strahlen lassen dürfen. 3.0 - Regisseurin und Hauptdarstellerin gleichermaßen im Dornröschenschlaf

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father911

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Bewertung5.5Geht so

Mit eben dieser Melancholie, die mein Vorredner anspricht, kann ich nichts anfangen. Ja, MEIN Problem, ich weiss. Bei "MELANCHOLIA" lag die Dunst irgendwann unmotiviert nackt auf nem Stein. Hier ist die Hauptdarstellerin zu 60% der Zeit nackt zu sehen und ich frage mich auch - muss ich deswegen den Film gut finden ?

Hab ne Nacht drüber geschlafen - NEIN ist meine Antwort. Eine schlüssige Geschichte, die auch ein paar Antworten gibt, gehört schon dazu, nackte Lolitas alleine reichen halt nicht.

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Shawnee

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ein nichtssagender Trailer weckte Interesse, doch der Film ist bis auf seine wirklich exzellente Wahl der Hauptdarstellerin, "still", dabei schon fast zu "still".
Indie-Filme hin, Indie-Filme her. Ich glaube niemand hat gegen eine Geschichte etwas einzuwenden, bei der man auch mal den Kopf benutzen darf. "Sleeping Beauty" ist dafür aber wieder ein Beispiel wie man es kaum verkehrter machen könnte. Da gibts die Figuren bei denen man nie genau versteht, wer das eigentlich ist, sowie die seltsamen Kamerafahrten und Handlungsstränge, die zwar visuell schön gemacht, dabei allerdings kaum nachvollziehbar sind. Zu guter letzt hat man hier auch noch eine Drehbuchdebütantin, die "sich NICHT von der Inspiration suchen lässt" - Na, herzlichen Glückwunsch.
Sollte sich die Dame vielleicht doch nochmal entschließen, sich von der Muse küssen zu lassen, dann probieren wir es nochmal. Alle weiteren, 66-Seiten langen Skripte von ihr, müssen allerdings nicht nochmal für das Medium Film adaptiert werden.

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Carver

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Bewertung7.5Sehenswert

„Ich denke, also bin ich.“ (René Descartes)

Die schlafende Schönheit denkt nicht - sie ist nicht.

Wenn ich an allem Zweifel, wessen kann ich mir eigentlich dann noch sicher sein? Sind wir vielleicht alle nur, wie Shakespeare einst schrieb, „[...] aus solchem Stoff wie Träume [...], und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.“? Wie kann ich überhaupt in so einer Welt, in der nichts gewiss scheint, meiner eigenen Existenz gewiss sein?

Letzteres führt uns wieder zum oben aufgeführten Zitat. Indem ich mich selbst als zweifelnd/denkend erkenne, werde ich mir meiner eigenen Existenz sicher. Durch den Akt der Reflexion, verobjektiviere ich mich, erkenne mich als zweifelnd, werde mir dadurch meines Zweifelns bewusst und erlange Selbstbewusstsein.

Unsere schlafende Schönheit zweifelt nicht, sie reflektiert nicht, sie hat kein Bewusstsein. Wie in einem Traum geht sie durchs Leben. Sex mit Unbekannten, Verlust der Wohnung, Drogen, Arbeitslosigkeit, Prostitution. Ihr Leben ist ein Klischee, ein nicht endender Alptraum. Wir als Zuschauer erkennen das kommende Unheil, wollen ihr zu rufen, sie packen und wach rütteln. Doch auch wir sind machtlos - auch wir sind gefangen in einem Traum.

Lediglich Selbsterkenntnis kann sie aus ihrem Schlaf erwecken. Aber sie handelt wie Susanne aus „Figaros Hochzeit“ von Wolfgang Amadeus Mozart, die sagt: „Beweisen, daß ich recht habe, hieße anerkennen, daß ich unrecht haben kann.“ Der Ursprung der Selbsterkenntnis ist damit alles andere als der zarte Kuss eines Prinzen - es ist ein schmerzhaftes Eingestehen.

Die Unfähigkeit zur wirklichen Selbstreflexion, dieses sich nicht eingestehen wollen, das zu sein, was man ist, entstammt ihrer Unaufrichtigkeit. Die Unaufrichtigkeit (nach Jean Paul Satre) ist eine Flucht vor dem was man ist. Nichts kann sie damit wirklich berühren. Alles was ihr widerfährt ist wie im Schlaf, es passiert ihr nicht. Denn sie ist das, was sie nicht ist.

Aus eigener Kraft heraus ist es ihr unmöglich ihrer Unaufrichtigkeit zu entkommen. Das was sie braucht ist eine Krücke zur Reflexion einen Spiegel wie die Figur des Harry Hallers in Hermann Hesses Roman „Der Steppenwolf“. Die Prothese zur Reflexion und damit der Weg zur Selbsterkenntnis unserer schlafenden Schönheit ist kein Spiegel - es ist eine Kamera!

Zum Schluss erkennt sie. Sie wacht auf und schreit – Ende.

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MovieJayDiva

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film hat mich ziemlich mitgenommen. Diese Vorstellung das Jemand so ein Leben führen muss ist grauenvoll. Ich hab mich richtig in den Film hineinversetzen können. Er war eigentlich wirklich gut gemacht. Es war einfach zu verstehen und die Art und Weise auf die die Verzweiflung und die Trauer von Lucy gezeigt wird ist wirklich interessant. Ich finde den Film echt gut. Nur was mich wirklich sehr sehr enttäuscht hat war das Ende. Es kam so rüber als hätte der Regisseur plötzlich keine Lust mehr gehabt und so ist der Film zu ende. Dieses offene Ende wo der Zuschauer sich aussuchen kann wie es weiter geht und was wieso weshalb warum passiert und bla bla bla... das gefällt mir gar nicht. Als der Film zu ende war wurde ich aus meinem Mitfiebern und Mitgefühl total herausgerissen. Ich muss gestehen ich habe das Ende nicht wirklich verstanden und deshalb auch noch Gegooglet was das soll. Und trotzdem ist mir nicht ganz klar geworden was das jetzt aussagen soll.
Der Film ist im ganzen echt empfehlenswert! Er zeigt was Menschen tun können wenn sie am Rande der Verzweiflung stehen. Und zusätzlich was sie sich alles gefallen lassen müssen. Das Ende ist echt schade... Aber ansonsten ein toller Film!

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Hetzer86

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Bewertung7.0Sehenswert

Jaaaa, haha!
Endlich, die Sucker-Punch-Lolita lässt ihre Hüllen fallen!
Emily Browning in einem Fast-Porno, geil!
Na schön, sie schläft dabei die halbe Zeit, aber hey - Titten!
Mir doch bumms, was die Beweggründe ihrer Figur sind oder welche Misstände von wemauchimmer hier aufgezeigt werden sollten. Lief so nebenher und die Story ging mir von Anfang an am Ar*** vorbei... Aber das macht nix, denn:
TITTEN - Yeah!!
Und jetzt runter mit dem Fummel, du....

Whoo Whopp!

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Hetzer86

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Wer kauft sich denn heutzutage noch Pornos?


father911

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titten ?



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