Snow

Snijeg (2008), BA/IR/FR/DE
Laufzeit 99 Minuten, Drama, Kinostart 09.04.2009

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von Aida Begic, mit Zana Marjanovic und Jasna Beri

Sechs Frauen, ein alter Mann und fünf Kinder leben in Slavno, einem kleinen Dorf, das fernab der Welt zu liegen scheint und doch in den 90er Jahren vom Krieg in Bosnien heimgesucht worden war. Jetzt soll ihr Dorf für ein Ferienzentrum an Serben verkauft werden. Sollen die Frauen das Angebot wahrnehmen und ihr verlassenes Dorf abgeben? Oder sollen sie bleiben? Das vielversprechende Debüt einer jungen Filmerin, sanft und berührend. Witzig ist es selten im vom Balkankrieg zerstörten, bosnischen Dorf Slavno. Nur wenn die überlebenden Frauen ihre verstorbenen Ehemänner und andere tote Familienmitglieder pantomimisch darstellen, um ihre Kinder aufzuheitern, wird, so makaber dies auch klingen mag, gelacht. Die verbliebenen Dorfbewohner in Aida Begiæs Snow (Snijeg) müssen sich zwei Herausforderungen stellen: Zum einen dem täglichen Kampf ums Überleben, zum anderen der verzweifelten Suche nach vermissten und tot geglaubten Angehörigen. Unter der frustrierten Dorfbevölkerung keimt jedoch neue Hoffnung auf, als ein zufällig vorbeikommender Lastwagenfahrer verspricht, sämtliche Erzeugnisse aufzukaufen, und ihnen somit zu bescheidenem Wohlstand zu verhelfen. Zeitgleich versucht jedoch ein grosser Baukonzern, sich die gesamten Ländereien anzueignen und alle Bewohner aus ihrer Heimat zu vertreiben. Nur Alma, eine der Anwohnerinnen, deren Ehemann im Krieg fiel, glaubt noch an den finanziellen Aufstieg ihres Dorfes durch den Handel mit eingelegtem Obst.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Snow

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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9.0Herausragend

Mit ihrem Debütlangfilm Snow gelingt der 1976 in Sarajevo geborenen Aida Begic auf eindrucksvolle Weise, das ganze Drama des Balkankrieges in Bilder zu fassen und den Verlust spürbar zu machen, ohne dass dazu die Kriegshandlungen selbst gezeigt werden müssen. Humor und tiefe Trauer, der triste und entbehrungsreiche Alltag und beinahe magische Elemente formen eine ganz eigene, sehr authentisch wirkende Stimmung, die bewegt und berührt. Nach No Man’s Land von Danis Tanović (2001) und Jasmila Zbanics Grbavica - Esmas Geheimnis (2006) ist dies ein weiterer Spielfilm, der die Folgen des Krieges in Bosnien beleuchtet. Und er steht seinen beiden Vorläufern in nichts nach. Ein sehr ruhiger, aber umso eindringlicherer Film über die Folgen eines beinahe vergessenen Krieges.

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pixtur

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein langer, schwerer Film zu einem wichtigen Thema. Manche Bilder sind schön.

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biney

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Bewertung5.0Geht so

Ein leiser, ruhiger Film, der eine interessante, bewegende Geschichte erzählt. Sehenswert, aber man muss die richtige Portion Willen mitbringen, denn "ruhig" ist nicht mit "harmlos" gleichzusetzen.

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