Jeremy Davies als Snow ist genial mit all seiner Gestik. Ich denke ich muss das erst mal mindestens 10 Jahre sacken sacken lassen. Vielleicht bekomme ich dann noch eine Erleuchtung- bis dahin WOW - hat dieser Film Längen und was wollte mir Soderbergh mit all dem sagen. Eine gute Idee macht noch keinen sehenswerten Film. Ein fast schon religiöses Ende macht die Sache nicht runder. Planlose Ratlosigkeit. Lieber nochmal Moon ansehen.
Der zweite "Solaris" wird weniger in Erinnerung bleiben wegen dem, was da war, sondern dafür, was nicht da war. Es gibt keine Raummonster (Soderbergh verzichtet sogar auf die bei Tarkovski blutbeschmiert durch eine Stahltür brechende Rheya), er verzichtet lange auf Hintergrundmusik und arbeitet mit Stille. "Solaris" ist, wie der völlig verschiedene "Oceans Eleven", eine Stilübung. Wir wissen nun: Soderbergh kann auch das. Aber sonst erfahren wir nichts.
Ich mag die Filme von Soderbergh. Er schafft es, seine Film, egal wovon sie handeln, unterhaltsam zu erzählen. Diese "Readers Digest"-Version von Tarkovskys Film ist ok, aber mehr auch nicht.
Die Verfilmung des berühmten Sci-Fi-Stoffes von Lem hält sich nur grob an die Vorlage (soweit ich mich erinnere) und macht vor allem einen Liebesfilm aus dem Buch. Der Film ist sehr ruhig und unspannend inszeniert. Die Geschichte kann einen hier nicht wirklich fesseln und man entwickelt keine Sympathien für irgendeinen Charakter. Man fragt sich warum ein Remake des Stoffes überhaupt notwendig war, weil doch der Film von Tarkovsky bereits eine gelungene Verfilmung ist.
Es ist schade das die zweite Verfilmung von Stanislav Lems Roman allgemein als schlechter Film gilt. Zwar erreicht "Solaris" nie die Qualität der ersten Verfilmung und konzentriert sich eher auf die Liebesgeschichte, beweist allerdings das auch dieser Aspekt der Handlung wunderbar funktionieren kann.
Denn letztendlich steckt in ihr fast genausoviel philosophisches Potenzial , wie in Tarkowskis Meer der Errinerung und Reflexion. Selbst wenn "Solaris" auf die ästhethische Stille Tarkowskis Version verzichtet, welche damals eine höchst düstere Atmosphäre erzeugte. Stadtessen bietet "Solaris" wunderbare ruhige Effekte voller visuellem Bombast. Dies ist auch einer der Punkte in denen "Solaris" klar macht das er kein Hollywood Mainstream Kino ist. Zu ruhig ist Soderberghs Inszenierung.
Fazit: Soderberghs Version des Lew Romans mag kein Tarkowski sein, aber billiges effekt hascherisches Masinstream Kino ist es auch nicht.
Ein unterschätzter Film !
Ich kenne Menschen - zahlenmäßig sinds mehr Frauen - die haben den Film nur wegen George Clooney gesehen... Nicht etwa wegen der schauspielerischen Fähigkeiten, sondern weil er dort seinen Hintern nackt präsentiert.
Er hat nicht die Art Hintern, die mir gefällt - zu männlich...
Und so blieb mir nur die Langeweile...
Die einzige Frage die man sich nach dem Film stellt: Wofür habe ich 98 kostbare Minuten meiner Lebenszeit verschwendet!?
Kleiner Hinweis noch: Die Frage "Was mache ich eigentlich hier?" stellt man sich während des Films ungefähr 20 mal.
Sehr langatmiger & nicht sonderlich interessanter Film der ungefähr genauso mitreißend anzusehen ist wie das Testbild im Fehrnsehen.
Für mich war nur Darstellerin "Natasha McElhone" sehenswert (die Frau hat einfach was).....
Ansonsten ist das hier nichts was man unbedingt gesehen haben muss....da hat Regisseur "Steven Soderbergh" bessere Filme gemacht wie z.b."Kafka oder Traffic".
Meistens weiß ich im Vorfeld auf was für einen Film ich mich da einlassen, aber das war mal der Hammer.
Der Film hat mich so umgehauen, dass ich sofort in Tiefschlaf gefallen bin und auch noch Stunden danach nicht so recht die Augen öffnen wollte.
Die Frage nach dem tieferen Sinn stellt sich erst gar nicht bei einem Film, der so ausschaut, wie ein 100 Meilen-Rennen ausgetragen von Schnecken.
Das Remake kann dem Original nicht das Wasser reichen.
Der Soderbergh-Film ist trotz der technisch besseren Möglichkeiten und der besseren Optik nur eine mechanische Umsetzung des Buches von Stanislaw Lem, die sich rein auf die leichter erklärbare Beziehungsgeschichte reduziert.
Die Solaris-Umsetzung von A. Tarkovski ist meiner Meinung nach packender und eindringlicher, da der philosophische Ansatz der literarischen Vorlage gut herüber gebracht wird.
Fazit : nett anzusehen, aber im Vergleich zum Original belanglos.
Soderbergh macht mit seiner Version von Lems Science Fiction Meisterwerk wohl ebenso viel richtig wie falsch...leider. Wo das unterkühlte Ambiente der Prometheus doch einem wahren Reigen emotionaler Abgrundbegehungen die perfekte Steilvorlage spielt und generell die Optik verheissungsvoller kaum sein könnte, vergeigen Clooney und McElhone im Fokus der Erzählung mit ihrem maskenhaften Schauspiel nahezu überwältigend. Das mag einerseits vielleicht daran liegen, dass man Clooney als Clooney wahrnimmt (und das wohl auch immer so bleiben wird) und dieser dem gebrochenen Kelvin in keinem Moment nahe kommt. Andererseits aber auch daran, dass Soderbergh zwar durch lange, ruhige, auf Musik beinahe vollkommen verzichtende Dialogsequenzen versucht, in die Charaktere hineinzufilmen, im Endeffekt aber nicht mehr als die Gesichter der Darsteller einzufangen vermag.
Auch beim eigentlichen Hauptdarsteller des Filmes, dem Planeten Solaris, kommt man über die bloße Oberflächenansicht nicht hinaus. Die von Lem ausführlich beschriebene epochale Wirkung der Existenz Solaris' auf die Wissenschaft, die Menschheit und ihrer Selbstwahrnehmung in einem Kosmos, den sie mehr denn je nicht zu begreifen vermögen, klammert Soderbergh komplett aus und stürzt sich stattdessen auf eine Liebesbeziehung mit maximal esoterischer New-Age Qualität, was Ausmaße und Dramatik betrifft.
Zum krönenden Abschluss wird ein Happy End erdichtet, welches in seiner Untiefe nichtmal die Schnulzengötter von Disney zu produzieren gewagt hätten.
Solaris hat eine durchaus interessante Grundidee und schafft es auch (zumindest in den Szenen die auf der Raumstation spielen) eine gewisse Atmosphäre und Spannung zu erzeugen.
Allerdings verliert sich der Film permanent in irgendwelchen Rückblenden und Erinnerungen des Hauptcharakters, die erstens langweilig und zweitens für die Handlung völlig unwichtig sind. Ja, natürlich ist die Beziehung zwischen Chris und seiner toten Frau wichtig, aber man hat den Eindruck Soderbergh ist hier doch etwas übers Ziel hinausgeschossen.
Das Ende ist vermutlich so entstanden: Soderbergh zu seinen Schreiberlingen: "So, Jungs. Wir brauchen noch einen unerwarteten Twist fürs Ende. Wenns schnell geht is' nicht schlimm!"
Man muss dem Film zwar den visuellen Part und die Schauspieler zugute halten, aber trotzdem schafft er es insgesamt bestenfalls auf eine mittelmäßige Bewertung.
Ich werde mir wohl demnächst mal die Buchvorlage und die Tarkovsky-Version zu Gemüte führen.
Die Reise ins All als Reise ins Ich. Sehr verschlankte Fassung des SciFi-Klassikers von Lem, die nicht klar werden läßt, was den Regisseur an seinem Stoff eigentlich reizte. Die schönen Bilder (by Soderbergh himself) des postmortalen Ehedramas täuschen nicht darüber hinweg, daß der philosophische Tiefsinn, den die Langatmigkeit der Erzählung gelegentlich suggeriert, genauso eine Chimäre ist wie die Visionen der Raumfahrer. Zu empfehlen nur für diejenigen, die einen unverbauten Blick auf George Clooneys Hintern genießen wollen.
Normalerweise mag ich ruhige Filme, mit langen, stillen Passagen - Solaris allerdings ist dabei so dermaßen langweilig, dass ich für den Film nur 1.5 Trostpunkte für die schöne Gestaltung des fremden Planeten geben kann. Die Ankunftsszene ist tatsächlich sehr schön anzusehen - mehr kann der Film allerdings in keiner Weise bieten.
Solaris - Kritik
US 2002 Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 06.03.2003
Kritiken (2) — Film: Solaris
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenJeremy Davies als Snow ist genial mit all seiner Gestik. Ich denke ich muss das erst mal mindestens 10 Jahre sacken sacken lassen. Vielleicht bekomme ich dann noch eine Erleuchtung- bis dahin WOW - hat dieser Film Längen und was wollte mir Soderbergh mit all dem sagen. Eine gute Idee macht noch keinen sehenswerten Film. Ein fast schon religiöses Ende macht die Sache nicht runder. Planlose Ratlosigkeit. Lieber nochmal Moon ansehen.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDer zweite "Solaris" wird weniger in Erinnerung bleiben wegen dem, was da war, sondern dafür, was nicht da war. Es gibt keine Raummonster (Soderbergh verzichtet sogar auf die bei Tarkovski blutbeschmiert durch eine Stahltür brechende Rheya), er verzichtet lange auf Hintergrundmusik und arbeitet mit Stille. "Solaris" ist, wie der völlig verschiedene "Oceans Eleven", eine Stilübung. Wir wissen nun: Soderbergh kann auch das. Aber sonst erfahren wir nichts.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (55) — Film: Solaris
Kommentar schreibenaberaber 2012/01/07 13:14:41
Kommentar löschenIch mag die Filme von Soderbergh. Er schafft es, seine Film, egal wovon sie handeln, unterhaltsam zu erzählen. Diese "Readers Digest"-Version von Tarkovskys Film ist ok, aber mehr auch nicht.
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neenchen 2011/09/30 15:37:55
Kommentar löschenDie Verfilmung des berühmten Sci-Fi-Stoffes von Lem hält sich nur grob an die Vorlage (soweit ich mich erinnere) und macht vor allem einen Liebesfilm aus dem Buch. Der Film ist sehr ruhig und unspannend inszeniert. Die Geschichte kann einen hier nicht wirklich fesseln und man entwickelt keine Sympathien für irgendeinen Charakter. Man fragt sich warum ein Remake des Stoffes überhaupt notwendig war, weil doch der Film von Tarkovsky bereits eine gelungene Verfilmung ist.
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Eisbaer11 2011/09/29 09:28:15
Kommentar löschenHatte das Buch gelesen und mich auf die Verfilmung gefreut. Leider kommt der Film nicht an das Buch heran. Hätte man besser machen können!
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DerDude_ 2011/09/22 21:24:50
Kommentar löschenEs ist schade das die zweite Verfilmung von Stanislav Lems Roman allgemein als schlechter Film gilt. Zwar erreicht "Solaris" nie die Qualität der ersten Verfilmung und konzentriert sich eher auf die Liebesgeschichte, beweist allerdings das auch dieser Aspekt der Handlung wunderbar funktionieren kann.
Denn letztendlich steckt in ihr fast genausoviel philosophisches Potenzial , wie in Tarkowskis Meer der Errinerung und Reflexion. Selbst wenn "Solaris" auf die ästhethische Stille Tarkowskis Version verzichtet, welche damals eine höchst düstere Atmosphäre erzeugte. Stadtessen bietet "Solaris" wunderbare ruhige Effekte voller visuellem Bombast. Dies ist auch einer der Punkte in denen "Solaris" klar macht das er kein Hollywood Mainstream Kino ist. Zu ruhig ist Soderberghs Inszenierung.
Fazit: Soderberghs Version des Lew Romans mag kein Tarkowski sein, aber billiges effekt hascherisches Masinstream Kino ist es auch nicht.
Ein unterschätzter Film !
10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
KlapTrap 2011/09/22 22:33:42
Antwort löschenDer ist wirklich richtig derbe unterschätzt !
Ich glaub, ich zieh den gleich mal aus dem Regal.....schon ewig nicht mehr gesehen.
Dorpmaniac 2011/08/15 15:40:28
Kommentar löschenIch kenne Menschen - zahlenmäßig sinds mehr Frauen - die haben den Film nur wegen George Clooney gesehen... Nicht etwa wegen der schauspielerischen Fähigkeiten, sondern weil er dort seinen Hintern nackt präsentiert.
Er hat nicht die Art Hintern, die mir gefällt - zu männlich...
Und so blieb mir nur die Langeweile...
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max-schrebb 2011/08/11 01:25:13
Kommentar löschenDie einzige Frage die man sich nach dem Film stellt: Wofür habe ich 98 kostbare Minuten meiner Lebenszeit verschwendet!?
Kleiner Hinweis noch: Die Frage "Was mache ich eigentlich hier?" stellt man sich während des Films ungefähr 20 mal.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
agynessa 2011/07/17 18:03:00
Kommentar löschenganz gut mit einigen Längen...
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FrankB2B 2011/07/07 20:05:23
Kommentar löschenSehr langatmiger & nicht sonderlich interessanter Film der ungefähr genauso mitreißend anzusehen ist wie das Testbild im Fehrnsehen.
Für mich war nur Darstellerin "Natasha McElhone" sehenswert (die Frau hat einfach was).....
Ansonsten ist das hier nichts was man unbedingt gesehen haben muss....da hat Regisseur "Steven Soderbergh" bessere Filme gemacht wie z.b."Kafka oder Traffic".
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
doctorgonzo 2011/07/07 21:00:33
Antwort löschenDa hat das Original deutlich mehr Kraft...
LieberTheater 2011/06/13 16:29:43
Kommentar löschenMeistens weiß ich im Vorfeld auf was für einen Film ich mich da einlassen, aber das war mal der Hammer.
Der Film hat mich so umgehauen, dass ich sofort in Tiefschlaf gefallen bin und auch noch Stunden danach nicht so recht die Augen öffnen wollte.
Die Frage nach dem tieferen Sinn stellt sich erst gar nicht bei einem Film, der so ausschaut, wie ein 100 Meilen-Rennen ausgetragen von Schnecken.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
oregon 2011/05/30 22:31:24
Kommentar löschenDas Remake kann dem Original nicht das Wasser reichen.
Der Soderbergh-Film ist trotz der technisch besseren Möglichkeiten und der besseren Optik nur eine mechanische Umsetzung des Buches von Stanislaw Lem, die sich rein auf die leichter erklärbare Beziehungsgeschichte reduziert.
Die Solaris-Umsetzung von A. Tarkovski ist meiner Meinung nach packender und eindringlicher, da der philosophische Ansatz der literarischen Vorlage gut herüber gebracht wird.
Fazit : nett anzusehen, aber im Vergleich zum Original belanglos.
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Schneekuchen 2011/09/05 10:19:21
Antwort löschenDu hast alles gesagt was es zu sagen gibt. Danke. Totale Zustimmung.
oregon 2011/09/07 07:48:13
Antwort löschenDanke. Ich bin gespannt auf das Remake von "Dame, König, As, Spion" mit Gary Oldman und auf alle dann erfolgenden Kommentare.
widescape 2011/05/21 23:59:15
Kommentar löschenGroßartig! Habe vor längerer Zeit das Buch gelesen und finde die Umsetzung toll!
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night 2011/03/14 23:26:16
Kommentar löschenDer Film ist nichts für den üblichen Filmkonsum. Er hat seine Schwächen und seine Stärken haben es in sich!
Story 2
Clooney 2
Musik 6
___
10
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night 2011/05/16 12:07:27
Antwort löschenyeah - why not ?
ferdici-levo 2011/01/28 20:56:23
Kommentar löschengeorge clooney warum sind fast all deine filme so hässlich, aber wenigstens bist du ja so hübsch
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Doser 2010/11/08 12:26:33
Kommentar löschenUltimativ schlechtester Film den ich kenne! Gehirn schmilzt vor Langeweile!
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Filmkenner77 2010/09/10 16:16:13
Kommentar löschenSicherlich nicht jedermanns Fall. Eher eine intellektuelle Studie als ein Science-Fiction-Film. Leider recht spannungsarm inszeniert.
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doctorgonzo 2010/09/10 16:32:48
Antwort löschenDeswegen das Original sehen....
camicatze 2010/08/13 21:55:51
Kommentar löschenZu Solaris fällt mir nur ein:
Romantisch, tolle Bilder, TOLLE MUSIK!!! Der Film wirkt wie ein Traum... schön.
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davidleeuw 2010/06/28 14:14:57
Kommentar löschenSoderbergh macht mit seiner Version von Lems Science Fiction Meisterwerk wohl ebenso viel richtig wie falsch...leider. Wo das unterkühlte Ambiente der Prometheus doch einem wahren Reigen emotionaler Abgrundbegehungen die perfekte Steilvorlage spielt und generell die Optik verheissungsvoller kaum sein könnte, vergeigen Clooney und McElhone im Fokus der Erzählung mit ihrem maskenhaften Schauspiel nahezu überwältigend. Das mag einerseits vielleicht daran liegen, dass man Clooney als Clooney wahrnimmt (und das wohl auch immer so bleiben wird) und dieser dem gebrochenen Kelvin in keinem Moment nahe kommt. Andererseits aber auch daran, dass Soderbergh zwar durch lange, ruhige, auf Musik beinahe vollkommen verzichtende Dialogsequenzen versucht, in die Charaktere hineinzufilmen, im Endeffekt aber nicht mehr als die Gesichter der Darsteller einzufangen vermag.
Auch beim eigentlichen Hauptdarsteller des Filmes, dem Planeten Solaris, kommt man über die bloße Oberflächenansicht nicht hinaus. Die von Lem ausführlich beschriebene epochale Wirkung der Existenz Solaris' auf die Wissenschaft, die Menschheit und ihrer Selbstwahrnehmung in einem Kosmos, den sie mehr denn je nicht zu begreifen vermögen, klammert Soderbergh komplett aus und stürzt sich stattdessen auf eine Liebesbeziehung mit maximal esoterischer New-Age Qualität, was Ausmaße und Dramatik betrifft.
Zum krönenden Abschluss wird ein Happy End erdichtet, welches in seiner Untiefe nichtmal die Schnulzengötter von Disney zu produzieren gewagt hätten.
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davidleeuw 2010/06/29 22:30:39
Antwort löschenMit ein paar Tagen Abstand und weiteren Überlegungen, muss ich doch sagen: Soderbergh hat komplett verschissen. Ich hasse ihn für diese Sauerei.
Venom 2010/06/15 17:51:48
Kommentar löschenSolaris hat eine durchaus interessante Grundidee und schafft es auch (zumindest in den Szenen die auf der Raumstation spielen) eine gewisse Atmosphäre und Spannung zu erzeugen.
Allerdings verliert sich der Film permanent in irgendwelchen Rückblenden und Erinnerungen des Hauptcharakters, die erstens langweilig und zweitens für die Handlung völlig unwichtig sind. Ja, natürlich ist die Beziehung zwischen Chris und seiner toten Frau wichtig, aber man hat den Eindruck Soderbergh ist hier doch etwas übers Ziel hinausgeschossen.
Das Ende ist vermutlich so entstanden: Soderbergh zu seinen Schreiberlingen: "So, Jungs. Wir brauchen noch einen unerwarteten Twist fürs Ende. Wenns schnell geht is' nicht schlimm!"
Man muss dem Film zwar den visuellen Part und die Schauspieler zugute halten, aber trotzdem schafft er es insgesamt bestenfalls auf eine mittelmäßige Bewertung.
Ich werde mir wohl demnächst mal die Buchvorlage und die Tarkovsky-Version zu Gemüte führen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Joe Gillis 2010/06/02 23:12:30
Kommentar löschenDie Reise ins All als Reise ins Ich. Sehr verschlankte Fassung des SciFi-Klassikers von Lem, die nicht klar werden läßt, was den Regisseur an seinem Stoff eigentlich reizte. Die schönen Bilder (by Soderbergh himself) des postmortalen Ehedramas täuschen nicht darüber hinweg, daß der philosophische Tiefsinn, den die Langatmigkeit der Erzählung gelegentlich suggeriert, genauso eine Chimäre ist wie die Visionen der Raumfahrer. Zu empfehlen nur für diejenigen, die einen unverbauten Blick auf George Clooneys Hintern genießen wollen.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Lars.D 2010/05/27 13:56:40
Kommentar löschenNormalerweise mag ich ruhige Filme, mit langen, stillen Passagen - Solaris allerdings ist dabei so dermaßen langweilig, dass ich für den Film nur 1.5 Trostpunkte für die schöne Gestaltung des fremden Planeten geben kann. Die Ankunftsszene ist tatsächlich sehr schön anzusehen - mehr kann der Film allerdings in keiner Weise bieten.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
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