Beachtlich an dem Film ist nicht die Geschichte, sondern die leichtfüssige Erzählweise. Fast unverschämt offen fängt die Kamera Tobis verklemmtes Begehren ein. Zärtlich und bittersüß die Momente versteckten Anhimmelns. Die Doppeldeutigkeiten freundschaftlichen Körperkontaktes. Was für den überzeugten Hetero Achim lediglich Ausdruck inniger Kumpelhaftigkeit ist, ist für Tobi ein ständiger Balanceakt zwischen Sehnsucht und Zurückweisung.
Wunderbar die Szenen in denen allein Tobis Blicke Bände sprechen. Wenn er kurz davor war Achim zu gestehen das er schwul ist und im letzten Moment einen Rückzieher macht und vorgibt mit einem Mädchen geschlafen zu haben.
Kurz darauf tanzt Achim mit seiner Freundin, Tobi wird von der seinen auf die Tanzfläche gezwungen und knutscht pflichtschuldig mit ihr… den Blick die ganze Zeit auf den unerreichbaren Freund gerichtet.
Die subtile Komplexität und Wahrhaftigkeit eines "Brokeback Mountain" zum Beispiel, der ebenfalls Natur und Mensch in den Kontext unerfüllter Liebe setzte, erreicht Marco Kreuzpaintners ausnahmslos gut gemeinter Film natürlich nicht. Dennoch versteht es die sensibel erzählte und aufrichtige coming of age-Geschichte mit einigen brillant inszenierten Sequenzen und sorgfältigem Drehbuch zu begeistern, nicht nur des gelungenen Scores, sondern auch der glaubwürdigen Jungdarsteller wegen. Dass Kreuzpaintner das richtige Gespür für den intimen Stoff entwickelt, schützt ihn leider nicht vor unnötigen Klischees, Albereien und einem allzu friedfertigen Ausgang: Allen recht machen kann man es bei einem derartigen Stoff nämlich nicht.
Ein Film, der Leuten, welche die für sich selber richtige Richtung noch suchen, sicherlich weiter hilft. Denn dieser Film ist gefühlvoll inszeniert, grandios gespielt und berührend. Dass man so ein Thema in deutschen Lande so offensiv angeht und es so offensiv inszeniert, hat mich gefreut. Einziges Manko für mich allerdings war die zu schrägen dargestellten schwulen Ruderer, bei denen leider voll in die Klischeekiste gegriffen wird. Zu tuntig für mich und leider weichte dieses von der restlichen Erzählweise ab. Deshalb gibt es schon Abzüge, aber man sollte sich den Film auf jeden Fall mal angeschaut haben und sich nicht vom Produktionsland abschrecken lassen.
es geht wohl auch in deutschland. es ist schade, dass die hollywoodblockbuster so sehr die überhand übernommen haben, dass so kleine deutsche filme nur billig oder schlecht inszeniert werden. so nicht bei sommersturm! marco kreuzpaintner griff eine schwerwiegende thematik auf und hat diese glanzvoll verfilmt. auch die darsteller taten ihr bestes, um dem film witz, die richtige dramatik und einen touch romantik einzuhauchen.
Wieder ein deutscher Film der ein interessantes Thema beleuchtet.
Wie schon bei "Crazy" spielt diese schwere Rolle erneut Robert Stadlober und beweißt auch hier seine schauspielerischen Fähigkeiten.
Das Thema selbst ist so noch nicht sehr oft angeschnitten worden und wenn dann auf eine zu unpassende Weise.
Dieser Streifen findet aber gut die Balance zwischen ein paar lustigen Szenen und der Ernsthaftigkeit, welche bei solchen Themen passend sind.
Aber die Darsteller rund um Robert Stadlober wirken alle etwas zu glatt und klischehaft, grade die feministisch angehauchten männlichen Ruderer sind einfach etwas zu übertrieben.
Generell fand ich gut, dass man einen guten Coming Out-Film aus Deutschland sehen durfte.
Ich fand's interessant wie das Thema behandelt wurde, aber für meine Begriffe wurde der Konflikt nicht realistisch genug dargestellt. Man hat sich an zu vielen Klischees aufgehangen und ich hab mich am Ende des Films echt gefragt ob die Natur alle Männer schwul macht?! In "Brokeback Mountain" waren die beiden Kompenten auch untrennbar... mhm....
Ich hatte mir die DVD gekauft, nachdem ich einen 10 Minuten Ausschnitt auf youtbe gesehen hab. Ein wirklich wunderschönes Drama, das ein Heikles Thema anspricht. Für mich hat "Sommersturm" vor allem durch den Charme der Schauspieler und seinen leicht bissigen Humor gepunktet! Die Rollen hätten nicht passender besetzt werden können ;)
Viel verschenktes Potential...zu viel...!
Eine eigentlich sehr dankbare und interessante Story wird durch träge erzählweise und unausgegorene Seitenstränge verwässert. Schade.
Witzig, kurzweilig, geschliffene Dialoge, atmosphärisch, realistisch & selbstironisch mit (nicht ganz ernst gemeinten) Cliches bereichert! Eine Glanzstück des deutschen Films und der Robert ist zum Knuddeln!
Schwierige Thematik verpackt in einem schnörkel- und kitschlosen Film über ein Coming Out. Dramatisch, lustig und mit talentierten Jungschauspielern besetzt bietet das Werk von Marco Kreuzpaintner kurzweilige Unterhaltung mit kritischem Unterton. Gutes Kino aus Deutschland.
Beim ersten Mal ansehen ein wenig enttäuscht, dann bei diversen Videoabenden mit Freunden wieder ausgegraben - macht definitiv mehr Spaß, wenn gemeinsam angeschaut!
Sommersturm - Kritik
DE 2004 Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 02.09.2004
Kritiken (2) — Film: Sommersturm
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenBeachtlich an dem Film ist nicht die Geschichte, sondern die leichtfüssige Erzählweise. Fast unverschämt offen fängt die Kamera Tobis verklemmtes Begehren ein. Zärtlich und bittersüß die Momente versteckten Anhimmelns. Die Doppeldeutigkeiten freundschaftlichen Körperkontaktes. Was für den überzeugten Hetero Achim lediglich Ausdruck inniger Kumpelhaftigkeit ist, ist für Tobi ein ständiger Balanceakt zwischen Sehnsucht und Zurückweisung.
Wunderbar die Szenen in denen allein Tobis Blicke Bände sprechen. Wenn er kurz davor war Achim zu gestehen das er schwul ist und im letzten Moment einen Rückzieher macht und vorgibt mit einem Mädchen geschlafen zu haben.
Kurz darauf tanzt Achim mit seiner Freundin, Tobi wird von der seinen auf die Tanzfläche gezwungen und knutscht pflichtschuldig mit ihr… den Blick die ganze Zeit auf den unerreichbaren Freund gerichtet.
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenDie subtile Komplexität und Wahrhaftigkeit eines "Brokeback Mountain" zum Beispiel, der ebenfalls Natur und Mensch in den Kontext unerfüllter Liebe setzte, erreicht Marco Kreuzpaintners ausnahmslos gut gemeinter Film natürlich nicht. Dennoch versteht es die sensibel erzählte und aufrichtige coming of age-Geschichte mit einigen brillant inszenierten Sequenzen und sorgfältigem Drehbuch zu begeistern, nicht nur des gelungenen Scores, sondern auch der glaubwürdigen Jungdarsteller wegen. Dass Kreuzpaintner das richtige Gespür für den intimen Stoff entwickelt, schützt ihn leider nicht vor unnötigen Klischees, Albereien und einem allzu friedfertigen Ausgang: Allen recht machen kann man es bei einem derartigen Stoff nämlich nicht.
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Kommentare (21) — Film: Sommersturm
Kommentar schreibenvuvuzela 2012/01/16 01:38:59
Kommentar löschenInteressantes Jugenddrama, mit ganz hervorragenden Jungschauspielern, die in der anspruchsvollen Story ihr Talent zeigen.
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marilyn pooh 2010/09/19 10:21:12
Kommentar löschenDer Trailer beginnt mit dem Soundtrak von Nada Surf "Blond on Blond" ... diese Tatsache überzeugt, mir den Film anzusehn, "Gemerkt" !
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fabel 2010/04/07 18:25:11
Kommentar löschenEin Film, der Leuten, welche die für sich selber richtige Richtung noch suchen, sicherlich weiter hilft. Denn dieser Film ist gefühlvoll inszeniert, grandios gespielt und berührend. Dass man so ein Thema in deutschen Lande so offensiv angeht und es so offensiv inszeniert, hat mich gefreut. Einziges Manko für mich allerdings war die zu schrägen dargestellten schwulen Ruderer, bei denen leider voll in die Klischeekiste gegriffen wird. Zu tuntig für mich und leider weichte dieses von der restlichen Erzählweise ab. Deshalb gibt es schon Abzüge, aber man sollte sich den Film auf jeden Fall mal angeschaut haben und sich nicht vom Produktionsland abschrecken lassen.
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*frenzy_punk<3 2009/12/28 11:06:25
Kommentar löschenes geht wohl auch in deutschland. es ist schade, dass die hollywoodblockbuster so sehr die überhand übernommen haben, dass so kleine deutsche filme nur billig oder schlecht inszeniert werden. so nicht bei sommersturm! marco kreuzpaintner griff eine schwerwiegende thematik auf und hat diese glanzvoll verfilmt. auch die darsteller taten ihr bestes, um dem film witz, die richtige dramatik und einen touch romantik einzuhauchen.
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wieselohv 2009/10/08 17:17:04
Kommentar löschenEin sehr schöner Film über die erste Liebe, Selbstfindung, Identität, Toleranz und wahre Freundschaft. Den Film muss man unbedingt gesehen haben.
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Yuhlia 2009/07/02 15:59:01
Kommentar löschenGuter und trauriger Film, den man gesehen haben muss.
Der auch beweist, dass nicht nur Hollywodd gute Filme macht :)
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Sanylein 2009/06/19 05:21:39
Kommentar löschenGuter Coming Out Film der aber teils etwas seltsam ist .
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JimiHendrix 2009/06/17 01:48:09
Kommentar löschenWieder ein deutscher Film der ein interessantes Thema beleuchtet.
Wie schon bei "Crazy" spielt diese schwere Rolle erneut Robert Stadlober und beweißt auch hier seine schauspielerischen Fähigkeiten.
Das Thema selbst ist so noch nicht sehr oft angeschnitten worden und wenn dann auf eine zu unpassende Weise.
Dieser Streifen findet aber gut die Balance zwischen ein paar lustigen Szenen und der Ernsthaftigkeit, welche bei solchen Themen passend sind.
Aber die Darsteller rund um Robert Stadlober wirken alle etwas zu glatt und klischehaft, grade die feministisch angehauchten männlichen Ruderer sind einfach etwas zu übertrieben.
Generell fand ich gut, dass man einen guten Coming Out-Film aus Deutschland sehen durfte.
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Nayuma 2009/01/13 19:13:18
Kommentar löschenIch fand's interessant wie das Thema behandelt wurde, aber für meine Begriffe wurde der Konflikt nicht realistisch genug dargestellt. Man hat sich an zu vielen Klischees aufgehangen und ich hab mich am Ende des Films echt gefragt ob die Natur alle Männer schwul macht?! In "Brokeback Mountain" waren die beiden Kompenten auch untrennbar... mhm....
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BlancheNeige 2008/11/02 22:39:28
Kommentar löschenIch hatte mir die DVD gekauft, nachdem ich einen 10 Minuten Ausschnitt auf youtbe gesehen hab. Ein wirklich wunderschönes Drama, das ein Heikles Thema anspricht. Für mich hat "Sommersturm" vor allem durch den Charme der Schauspieler und seinen leicht bissigen Humor gepunktet! Die Rollen hätten nicht passender besetzt werden können ;)
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sumaru 2008/10/29 13:49:13
Kommentar löschenViel verschenktes Potential...zu viel...!
Eine eigentlich sehr dankbare und interessante Story wird durch träge erzählweise und unausgegorene Seitenstränge verwässert. Schade.
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Larissa Lätita 2008/09/25 21:48:36
Kommentar löschenwieder mal ein Film der zeig, dass immer noch nicht alle Meschen mit dem Thema um gehen können und ihr vorurteile haben....
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patcharisma 2008/08/14 23:31:48
Kommentar löschenWitzig, kurzweilig, geschliffene Dialoge, atmosphärisch, realistisch & selbstironisch mit (nicht ganz ernst gemeinten) Cliches bereichert! Eine Glanzstück des deutschen Films und der Robert ist zum Knuddeln!
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Pardus 2008/08/04 09:13:30
Kommentar löschen8 Punkte... und zwar ausnahmlos für die guten bilder und stadtlobers solide leistung. gar nich mal so schlecht, der kleene :-)
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Beezle 2008/08/03 14:33:36
Kommentar löschenEine schwierige Hauptrolle - aber souverän gemeistert von Robert Stadlober. Respekt.
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AylaView 2008/08/02 22:38:59
Kommentar löschenSchwierige Thematik verpackt in einem schnörkel- und kitschlosen Film über ein Coming Out. Dramatisch, lustig und mit talentierten Jungschauspielern besetzt bietet das Werk von Marco Kreuzpaintner kurzweilige Unterhaltung mit kritischem Unterton. Gutes Kino aus Deutschland.
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biney 2008/05/18 19:10:33
Kommentar löschenBeim ersten Mal ansehen ein wenig enttäuscht, dann bei diversen Videoabenden mit Freunden wieder ausgegraben - macht definitiv mehr Spaß, wenn gemeinsam angeschaut!
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Dienstag 2008/03/22 21:36:32
Kommentar löschenNur eins: Sommerstrurm ist besser als Brokeback Mountain!
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Honduras 2008/01/28 22:41:13
Kommentar löschenein toller film mit schönen bildern und einem viel zu wenig im deutschen Film behandeleten Thema...
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bunny 2007/10/02 18:47:51
Kommentar löschennette geschichte, kann aber auch stellenweise etwas nerven.
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