Sophie Scholl - Die letzten Tage

Sophie Scholl - Die letzten Tage (2005), DE/FR
Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 24.02.2005

6.7 Kritiker
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
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47 Kommentare
Sophie Scholl - Die letzten Tage - Bild 27216
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von Marc Rothemund, mit Julia Jentsch und Gerald Alexander Held

Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Studentin Sophie Scholl (Julia Jentsch) zusammen mit ihrem Bruder Hans (Fabian Hinrichs) in der Münchner Universität verhaftet. Tagelange Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr (Gerald Alexander Held). Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich schützend vor die anderen Mitglieder der “Weißen Rose” und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte. In Nächten voller Ängste und Zweifel öffnet sie sich im Gefängnis nach und nach ihrer Zellengenossin Else Gebel (Johanna Gastdorf) und findet so zu ihrer inneren Stärke zurück. Beim Schauprozess vor dem “Volksgerichtshof” unter dem berüchtigten Richter Roland Freisler (André Hennicke) bietet Sophie dem Regime zum letzten Mal furchtlos die Stirn, kämpft couragiert für die Ideen der “Weißen Rose” – und schreitet schließlich erhobenen Hauptes zu ihrer Hinrichtung.

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Kritiken (4) — Film: Sophie Scholl - Die letzten Tage

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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4.5Uninteressant

Rothemunds Verdienst ist, dass er viele Menschen wieder an den studentischen Widerstand gegen Hitler und seine mutige Protagonistin erinnert. Wer mehr darüber wissen will, der kann aufs Original zurückgreifen: "Die Weiße Rose" von Michael Verhoeven ist auf DVD erschienen.

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mnn

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Bei einer so vom Grundtenor abweichenden Bewertung würden mich bei einem "Kritiker" dann doch die Gründe dafür Interessieren...


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Julia Jentsch könnte mit ihrer zeitlosen Sophie Scholl zum Gesicht einer Generation werden, so intelligent, ehrlich und stark wie sie auftritt. Marc Rothemund gestattet ihr einige wenige schwache Momente; einen kurzen Zusammenbruch nach dem Todesurteil, eine Träne nach dem Abschied von ihren Eltern. Soviel muß reichen bei einer Ikone für das 21. Jahrhundert.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.5Ganz gut

Ob Hitlers letzte Tage oder Sophies Untergang, das Muster ist dasselbe: Historische Strukturen fallen der Faszination über "bedeutende" Persönlichkeiten zum Opfer. Andererseits liefert "Sophie Scholl - Die letzten Tage" ein wichtiges Gegengift zum Film "Der Untergang". Die Rollen von Opfern und Tätern werden wieder grade gerückt. Dass Märtyrer nicht geboren, sondern gemacht werden, zeigt Rothemund allerdings nur in Ansätzen.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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9.5Herausragend

Das Drehbuch entstand nach, in den Stasi-Archiven entdeckten Vernehmungsprotokollen des Falles. Subtil und dadurch besonders beklemmend zieht der Film den Zuschauer in seinen Bann. Keine Effekthascherei, sondern sachliche Nüchternheit und brillante Darsteller, die das Grauen des bürokratischen Nazi-Terrors perfekt widerspiegeln. Zwei Tage vor dem 62. Jahrestag von Sophie Scholls Hinrichtung kommt dieses eindringliche Plädoyer für Zivilcourage in die Kinos...

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (43) — Film: Sophie Scholl - Die letzten Tage

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ebda3522

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Packender Film! Vor allem Julia Jentsch ist hier einfach nur grandios!!!

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statist

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Bewertung7.0Sehenswert

Für Julia Jentschs Leistung würde ich 10 Punkte gesondert geben.

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A-Wax

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Bewertung9.5Herausragend

Sehr guter, bewegender und vor allem wichtiger Film über den Widerstand der Weißen Rose bzw. der Geschwister Scholl.

Julia Jentsch als Sophie Scholl liefert eine brilliante Leistung ab und trägt den kompletten Film. Sie ist eine sehr talentierte deutsche Schauspielerin, die hoffentlich noch viele solcher Rollen spielen wird.

Kein leichter Stoff, sondern ein Film in den man sich reinarbeiten muss. Aber es lohnt sich auf jeden Fall!

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BibbelDiBubb

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Bewertung7.5Sehenswert

Zuerst warens acht Punkte, ich hab die Wertung aber noch einmal minimal geändert, denn ein Ausgezeichnet hätte der Film nur dann verdient, wenn der Darsteller von Hans Scholl nicht so abgrundtief schlecht gewesen wäre.

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Azazil

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Bewertung7.0Sehenswert

Ehrlich gesagt hatte ich etwas mehr erwartet. Als deutscher Film bekommt er noch 0,5 Punkte Bonus von mir. Die Schauspieler sind wirklich überzeugend, aber irgendwie springt der Funke nicht über. Vielleicht liegt es an den Dialogen, vielleicht auch an der etwas tristen Inszenierung, ich weiß es nicht. Streng genommen eignet sich Sophie Scholl - Die letzten Tage gut als Schulfilm und vermutlich werden ihn viele auch von dort kennen. Jedenfalls, leider schafft es dieser Film die moralische Überlegenheit der Mitglieder der Weißen Rose nur über die Unsicherheit der Nazis zu verkörpern und überlasst die restliche Argumentation der heutigen Denkweise. Hätten sich die Nazis so einfach verunsichern lassen wie es hier dargestellt wird, gäbe es wohl diesen Film nicht, außer vielleicht als Science Fiction.

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fabel

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Bewertung6.5Ganz gut

Es gäbe so ein feines Bild ab:
Die drei Widerstandskämpfer der weißen Rose stehen dort im tristen Warteraum und fiebern ihrer Hinrichtung entgegen. Genüsslich zieht jeder von ihnen ein letztes Mal an der Zigarette, bevor die Tür aufgeht, und der erste in Richtung Guillotine abtransportiert wird. Bevor die Tür ins Schloss fällt, dreht sich der Kopf nochmal um, und ein Lächeln ist zu entdecken. Dann ertönt eine Stimme aus dem Off: „Mit ihr macht selbst das Sterben Spaß.“
Wäre Zigarettenwerbung noch erlaubt, dieser Spot würde einschlagen wie eine Bombe. Kein Wunder bei diesen Vorbildern.

Keine Helden

Sophie Scholl und Bruder Hans sind keine Helden. Sie sind nichts anderes als Menschen mit Idealen, die für etwas einstehen. Menschen, die ganz genau wissen, dass ihr Tun eines Tages einfach schiefgehen muss und sie dafür büßen werden – schlimmstenfalls mit dem Tod. Menschen, die für ihre Gedanken und ihren Glauben an eine bessere Welt sogar ihr eigenes Ende in Kauf nehmen. Die Scholls im Speziellen stehen für den unnachgiebigen Wunsch nach Freiheit.
Heutzutage wird man von der Polizei für derlei Gedanken verprügelt und getötet. Der Fleck Erde, wo diese Träume in Erfüllung gehen, muss noch entdeckt werden. Dennoch kämpft man hierfür weiter. Dies verdient fraglos Respekt und große, hochachtungsvolle Anerkennung. Und selbstverständlich auch ein filmisches Denkmal. Wir sind schließlich in Deutschland.

Kluge Herangehensweise

Drehbuchautor Breinersdorfer vermeidet es, einen abgehackten und oberflächlichen Gesamtblick auf das Leben der Scholls und das Wirken der Verschwörer zu werfen, stattdessen überzeugt seine Idee, sich speziell auf die letzten Tage Scholls im Gefängnis zu konzentrieren. Basierend auf den Mitschriften aus den Verhören des ermittelnden Nazi-Mannes Mohr (Alexander Held) mit Sophie Scholl (Julia Jentsch), rekonstruieren er und Regisseur Rothemund ihre letzten Tage und Nächte, fangen ihr Leiden und ihr standhaftes Eintreten für die Sache und ihre Loyalität zu ihren Mitstreitern ein. So verringern sie die Gefahr, in die üblichen Fallen zu tappen. „Sophie Scholl“ ist keine x-te Vergangenheitsbewältigungs-Geschichte, „Sophie Scholl“ ist auch keine bloße Geschichtsstunde, brave Heldenverehrung oder reine Abhandlung von verschiedenen Lebensmomenten, nein, der Oscar nominierte Film entwickelt sich gerade in den Verhörszenen zu einem packenden Psycho-Duell. Ort, Zeit und Anlass sind da zweitrangig.

Wenn Worte meine Sprache wären …

Es ist besonders Held und Jentsch zu verdanken, dass die Verhörszenen so imponierend herüberkommen. Ihre Gestik, ihre Mimik, ihre Rollenauslegungen, unnachahmlich gelungen.
Held kann als Good Cop, Bad Cop in einem bestechen, dessen Einstellung gegenüber seiner Kontrahentin sich im Laufe der Zeit in stille Sympathie verwandelt; Jentsch dagegen stellt Sophie als junge, intelligente Frau dar, die es Faust dick hinter den Ohren hat. Doch in einer der stärksten Augenblicke des Filmes offenbart sie, dass sie trotz der nach Außen getragenen Stärke innerlich tief angezählt und auch erst 21 ist. Sie steht kurz vor ihrem Ableben und bricht fast zusammen, winselt wie ein Hund, erst jetzt ihr klar, was sie alles für die gute Sache aufgibt. Jentsch gibt ihr bestes, mehr (echte) Emotionen kann man als Darsteller kaum erzeugen.
Ermöglicht werden ihre überzeugenden Leistungen durch einen gehalt- und substanzvollen Inhalt der Dialoge. Mit Wörtern halten sie ihren kleinen Privatkrieg aus. Wortjonglage mit größtmöglicher Wirkung.
Dadurch entsteht eine schöne Charakterisierung der beiden Protagonisten. Die eine ist eine mutige Kämpferin, der andere ein Opfer des Systems. Hier treffen zwei konträre Standpunkte aufeinander, das zieht immer.
Minimalistisch mag es sein, bloß durch Verhöre und dem daraus resultierenden Rededuell punkten zu wollen, maximal ist hier der Ertrag.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten

Es ist ja nicht so, dass „Sophie Scholl“ ein einziges Duell beinhaltet. Leider ist aber genau dies der Schwachpunkt, denn außerhalb des Verhörraums gibt es mehr negatives als positives.
Zuallererst ist da der Vorzimmerhitler zu nennen. Ein Running Gag zur Erheiterung der Gemüter soll er wohl darstellen, leider ist er fast schon eine Zumutung.
Ein wenig nötiger ist da schon die Rolle Hans Scholl, der etwas kurz kommt, da es – wie der Titel es ja schon klarmacht – hier mehr um Sophie gehen soll. Fabian Hinrichs bleibt im Vergleich zu Jentsch nicht nur weniger Screentime vorbehalten, er bleibt auch ziemlich blass, sein Auftritt im Gericht ist der negative Höhepunkt, seine restliche Darstellung nicht immer einwandfrei, oft wirkt er einfach nur hölzern. Das kann er besser.
Auch die Szenen mit Johanna Gastdorf sind etwas zu pathetisch geraten, als dass sie unter die Haut gehen. So raubt man auch Gastdorf alle Chancen, ihre wahren Qualitäten auszuspielen. Ihre Rolle schwebt lange zwischen Gut und Böse, man weiß nie so ganz, ob sie die ist, für die man sie hält, oder ob sie letztlich nicht doch eine Spionin ist. Chance vertan, Potenzial nicht ausgeschöpft.
Oben hatte ich sie schon kurz angeschnitten, die Gerichtsszene, der – aus inszenatorischer Hinsicht – Schwachpunkt des Streifens. Völlig billig inszeniert, und Andre Hennickes Darstellung von Freisler ist nahezu unerträglich. Laientheater.

Erfrischend anders

Am Ende überwiegt jedoch die Freude über ein konzeptionell gut durchdachtes, schlaues Drehbuch, das deutlich hervorsticht aus dem deutschen Nazifilm-Allerlei. Filmisch gibt es großartige Passagen im Verhörraum, doch andererseits komplett verhunzte Teile.
Gehobenes Mittelfeld.

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hoffman587

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Immerhin, der andere von beiden war bestimmt schlimmer. ;D


fabel

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Das hab ich im Nachhinein allerdings auch gedacht.:-D

@mr.goodkat:
Danke erstmal, und nein, ich fand Hennicke auch trotz Vergleich Realität/Film nicht wirklich überzeugend.;)
Aber ich stimme mit dir überein: es gibt wirklich viel schlimmere Filme aus Deutschland, die ähnliche Themen behandeln - aber auch noch bessere.;)


Dezibelchen

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Bewertung9.0Herausragend

Intensiv und bedrückend, der Film geht unter die Haut. Die Schauspieler machen einen großartigen Job, allen voran Julia Jentsch.
Obwohl das Ende bekannt ist schafft der Film ist immer wieder mich zu fesseln und Spannung zu erzeugen.

Und jedes Mal, wenn Sophies Mutter wieder fest stellt "dann wirst du also nie wieder bei uns vor der Tür stehen" heule ich mir die Augen aus.

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theProphet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der besten Filme die im schulischen Rahmen gezeigt wurden, es lebe die Idee!

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based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Guter Film. Möge sie in Frieden ruhen...

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JohnnyKee

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Bewertung9.5Herausragend

Endlose Gespräche, müde Knochen, Tag und Nacht. Ruhe bewahren, klar bei der Sache bleiben, jeden Satz gut durchdacht. Denn einmal gesagt ,gibt es kein zurück. Worte können Welten bewegen, Worte können Menschen tückischer verletzen als Waffen, Worte können alles verändern, Worte können umschmeicheln, Worte können jedem zum Verhängnis werden, Worte entscheiden über Leben und Tod. Aber letztendlich sind es doch nur Worte?

Hier wird unerbittlich und rücksichtslos gekämpft. Nur mit Worten, mit nichts als Worten. Mit einer unglaublichen Intensität schreiten Jentsch und Held zur Tat, jeder nach der eigenen Überzeugung. Hart, kompromisslos, intensiv, groß, atemberaubend, faszinierend, ohne Worte! Was die beiden Darsteller hier leisten hat man noch nicht gesehen. Einzelne Blicke sagen mehr als tausend Worte, kontrolliert und minimalistisch agieren die beiden und setzen ein gigantisches Feuerwerk der Schauspielsuperlative frei. Die Dialoge sind die Stars. Jedes mal eine größere Explosion der Gefühle, ein verheerenderer Schlag mitten ins Gesicht, jedes Mal unglaublicher und unvorstellbarer, jedes Mal wendet sich das Schicksal aller. Und jedes mal wenn du denkst du hättest gewonnen folgt der nächste Schlag in die Magengrube. Das nächste Wortgefecht das sämtliche Kraft kostet. Denn über die gesamte Zeit hat sich etwas entwickelt. Eine Verbindung. Eine Verbindung zu allem, zu jedem. Man teilt jetzt ihren Schmerz, ihre Gefühle, ihr Leid, ihre letzte Kraft, ihr Schicksal, einfach alles. Sophie Scholl ist ein Meisterwerk. Ein schlichter Film, ein ruhiger Film, ein tragischer Film, einer der besten deutschen Filme überhaupt!

„Worte regieren die Welt!“

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

seven

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Stark geschrieben, verdammt stark Johnny!


JohnnyKee

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Ach sev, du bringst mich in Verlegenheit! ;DDD


Der Boernd

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Bewertung9.5Herausragend

großartiger film

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AgentGuhl86

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was vielen deutschen Möchtegern-Historienfilmen fehlt, ist in der Verfilmung der letzten Tage von Sophie Scholl und ihrem Bruder mehr als deutlich enthalten: Authentizität! Und das von Anfang an. Dabei muss die großartige Schauspielleistung aller Darsteller hervorgehoben werden, die nie einen Zweifel daran lassen, es könnte sich um eine ausgedachte Geschichte handeln.
Wer – so wie ich- sich vorher mit dem Leben und Schaffen von Sophie Scholl und der Weißen Rose nicht beschäftigt hat, der wird hier bewundernd anerkennen müssen, welchen Mut diese Person aufbrachte im Streben ihre Meinung gegen das unmenschliche Naziregime und dessen Ideologie zu verteidigen. Sie hat sich geopfert um ihre Freunde im Widerstand zu schützen und das bis zum letzten Atemzug. Eine großartige Persönlichkeit und dieser Film ist definitiv eine goldene Möglichkeit sich mit ihr anzufreunden.

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Christina-Maria von Gusinski

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr guter, bewegender Film, der Szenen beinhaltet, die sich auch gut für die Bühne eignen, zum Beispiel der Dialog zwischen Sophie und dem Nazi-Komissar, als er sie zum Geständnis bringt. Habe lange überlegt, diese Szene für meine eigene Schauspielprüfung zu nehmen, mich dann aber doch für 'Die bitteren Tränen der Petra von Kant' entschieden.
Das Ende hat mich geschockt, obwohl ich es natürlich aus dem Geschichtsunterricht kannte. Aber gerade die Darstellung mit totalem Schwarzbild und ausschließlich über den Ton hat mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt.

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Oskar Gleit

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Bewertung6.5Ganz gut

Und wieder ein Film über die Geschwister Scholl!!!

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Discostu

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Bewertung7.0Sehenswert

Leider konzentriert sich "Die letzten Tage" etwas zu sehr auf die Geschwister Scholl, ohne die Strukturen der weißen Rose näher zu beleuchten und ich wage auch zu bezweifeln, dass sich die Nazis in Wirklichkeit auch so leicht von Scholls Argumenten verunsichern ließen wie Mohr und die Verhandlungszuschauer im Film, aber durch die sehr guten Darsteller und die hohe Authentizität ist dieser Film trotzdem durchaus sehenswert.

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Alan Harper

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Bewertung9.5Herausragend

Dieser Film ist ein Meisterwerk in seinem Bestreben der Erinnerung an einige der ehrbarsten Widerstandskämpfer unserer Geschichte. Er vermittelt neben vielen essenziellen Ideen einer gerechten, ehrlichen und erstrebenswerten Gesellschaft vor allem die Gewissheit über die Macht und den Einfluss eines mutigen Geistes. Bewegend!

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Hellbilly

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wirklich guter Film - es ist wichtig, dass auch diese Seite des Dritten Reiches wieder aufgearbeitet wird und gerade das jüngere Publikum nicht nur von knoppschen "Dokumentationen" über Hitlers Schäferhunde und NS-Kriegsverbrechen beeinflusst wird. Es gab auch neben Stauffenberg noch Widerstand, aber irgendwie erfährt er nicht die eigentlich verdiente öffentliche Aufmerksamkeit.
Julia Jentsch spielt erstklassig und verschafft der Rolle die nötige Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit.
Jedoch war das Highlight für mich persönlich die Darstellung einer typischen nationalsozialistischen Gerichtsverhandlung und die Schärfe und Aggressivität von Roland Freisler. Soweit ich das beurteilen kann, bewegt sich der Film hier sehr nah an der Realität.
Insgesamt sehr zu empfehlen!

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doctorgonzo

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Bewertung7.0Sehenswert

Ausgezeichnet gespielt. Und mit einer überzeugenden Dramaturgie versehen. Ein beeindruckendes Dokument eines schwarzen Kapitels.

Aber mal abgesehen davon geht mir dieses, mindestens seit der Wiedervereinigung anhaltende, Getue à la "Nicht alle waren Nazis" echt auf den Senkel. Dieses permanente Schwenken der Gutmenschenflagge in bösen Zeiten ist unnötig. Wohl in jedem totalitären System gab es Menschen, die den Mut hatten, Widerstand zu leisten. Das rechne ich diesen Personen hoch an, ich bezweifle, dass ich mutig genug wäre. Aber diese Alibi-Vergangenheitsbewältigung, dank der heute plötzlich keiner das Parteiabzeichen getragen haben will (ob nun NSDAP oder SED), ist unerträglich und peinlich. Klar, kein Mensch sollte so dumm sein, um mit Stolz sagen zu können, ich war/bin Nazi, aber die NSDAP hatte bereits 1933 fast 4 Millionen Mitglieder und musste sogar Aufnahmestopps verhängen, am Kriegsende waren es 7,5 Millionen. Wenn wir als Deutsche unsere Geschichte seit der Machtergreifung der Nazis filmisch aufarbeiten, geht es fast ausschließlich
a) um Leute, die gegen das böse Herrschaftssystem der jeweiligen Zeit kämpften und jeder somit rufen kann "wir waren ja nicht alle so" oder es gibt
b) gänzlich unkritische Werke, die nur die geschichtlichen Ereignisse verbrämen und Politik und Ideologie der Zeit ganz entspannt ausklammern, so wie der dämliche Film "Dresden".
Bei deutschen Filmen über das Dritte Reich geht es entweder um tapfere Widerständler, oder um nichtssagende Liebesgeschichten vor der Leinwand ebenjener Zeit. Bei deutschen Filmen über die Zeit der DDR geht es um tapfere Widerständler, (N)Ostalgie oder um nichtssagende Liebesgeschichten vor der Leinwand ebenjener Zeit.
Soll das alles sein, was wir in Sachen Aufarbeitung unserer Vergangenheit draufhaben?
Natürlich sind auch hervorragend inszenierte und gespielte Werke darunter, nicht zuletzt das international gefeierte "Das Leben der Anderen", aber auch das war mehr die Studie über (fiktive) Persönlichkeiten, als eine wirkliche Auseinandersetzung.
Es tut mir leid, dass ich für diesen Ausbruch die Kommentarliste über diesen ordentlichen Film zumüllen musste, aber das musste raus.

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doctorgonzo

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Keine Sorge, ich verstehe Dich. Es geht ja weniger ums suchen, als darum, dass ich diese Einseitigkeit beklagenswert finde. Das Problem hat Deutschland zwar nicht exklusiv, aber es fällt eben hier gerade sehr auf. Klar ist es künstlerisch reizvoll, sich mit solchen Figuren zu identifizieren, aber es geht bei diesen Filmen ja garnicht mehr ums Beleuchten und selbst wenn, das ist alles nicht das Dramatische. Mir geht es weniger um die Personen von damals, egal, ob Mitläufer, Aktive oder Widerstandskämpfer, mir geht es darum, dass zu oft in derlei Werken herausgekehrt wird, dass eben nicht alle Unterstützer des jeweiligen Regimes waren und man eben solche Charaktere als quasi Entschuldigung präsentiert, anstatt, so blöd es klingt, entpannter mit dem Erbe der Schuld umzugehen. Es gibt kein Volk, das eine blütenweiße Weste hat, aber in Deutschland bringt man dafür immer noch halbgare und fadenscheinige Ausreden vor und das ist gleichermaßen traurig wie peinlich. Was im Dritten Reich und auch in der DDR an Unmenschlichkeit passiert ist, ist durch nichts zu entschuldigen, damit muss man sich einfach abfinden, dass es so ist. Da hat es keinen Zweck, ein permanentes "Ja, aber..." zu streuen, in dem man Widerstandskämpfer wieder und wieder porträtiert, nur um zu zeigen, dass nicht jeder Deutsche systemtreu war. Damit streut man zu sehr den Eindruck, dass das was damals passiert ist, die Sache und Schuld einiger weniger war und damit würde man der Angelegenheit nicht gerecht werden. Das ist das, was mich wirklich stört.


Alan Harper

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Wie zuvor ein klares "Ja" zu deiner Auffassung gegenüber der Unmenschlichkeit und Verbrechen von Regimen. Und auch zu deiner Ansicht von einer "Einseitigkeit" im deutschen Film. Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass Filme wie eben "Sophie Scholl" oder auch "Das Leben der Anderen" den Eindruck vermitteln, dass es eine große Zahl an Menschen gab, die sich im Untergrundkampf gegen die machthabenden Instanzen beteiligten. Die Zahl derer, die aktiv im Widerstand tätig waren - so zeigt doch eigentlich immer auch der Film - war gering im Vergleich zu Machthabenden und Mitläufern. Zugegeben, bei "Sophie Scholl" agieren insgesamt relativ wenig Protagonisten, sodass dieser Punkt nicht unbedingt im Vordergrund steht und wahrscheinlich auch nicht eineindeutig aufgezeigt wird. Dennoch steht hier eine kleine Gruppe "Die weiße Rose", mit 5-6 Hauptagierenden, gegen eine "untätige" Gesellschaft und ein ganzes System. Das machen im Film nur eben Aspekte deutlich, die unwesentlich für die Handlung und damit eben nicht vordergründig sind. Die Wirkung dieser Wenigen war aber tatsächlich beträchtlich.
Wie auch immer, um Aufklärung zu betreiben, empfinde ich den Film als eines der wesentlichen Instrumente im Bildungssektor.
Da wir uns da ja nun aber nicht 24/7 bewegen, schalte ich jetzt gleich noch einmal - und in Gedenken deiner Worte und der Bilder eines angemessenen "Erbes der Schuld"- "Inglorious Bastards" ein.
Und wie zuvor, danke für deinen intakten Menschenverstand!


Filmkenner77

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Grandioses Plädoyer für Humanität und Freigeist. Einer der bewegendsten Filme der letzten Jahre mit hervorragenden Schauspielleistungen.

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FordFairlane

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Bewertung5.0Geht so

Wiedermal ein Film der sich gut für den Geschichtsunterricht eigenet, aber kein Wiedersehwert hat!

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