Sparrow

Man Jeuk (2008), HK/CN
Laufzeit 87 Minuten, FSK 0, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 04.09.2008

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8.0 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.0 Community
126 Bewertungen
15 Kommentare
Sparrow - Bild 1327428
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von Johnnie To, mit Simon Yam und Kelly Lin

Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach. Hätten Kei und seine drei Kumpels nur diesen Ratschlag beherzigt, als sie sich von einer geheimnisvollen Schönen den Kopf verdrehen ließen. Die vier “Sparrows”, Honkong-Slang für Taschiendiebe, finden sich zusammengeschlagen wieder. Denn die mysteriöse Frau ist die Geliebte des Tycoons Fu. Sie will ihn verlassen und braucht dafür die Hilfe der vier Gauner. Nur wenn sie ihren Reisepass stehlen, kann sie Hongkong den Rücken zukehren.

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Kritiken (3) — Film: Sparrow

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Diesen Film zu beschreiben ist nicht leicht. Der Film hat einen leisen Humor, der einen immer wieder schmunzeln lässt. Die Geschichte um die vier Taschendiebe und die geheimnisvolle Lei, die die vier auf ungewöhnliche Art und Weise für einen Diebstahl anheuert, wird mit einer grossen Gelassenheit und Ruhe erzählt. So viel Ruhe, dass man sich ganz darauf einlassen muss, sonst besteht wohl schnell die Gefahr, dass man sich langweilt. Die eigentliche "Hauptrolle" im Film spielt die Stadt Hongkong, die Bilder der Stadt sind von atemberaubender Schönheit und einem besonderen Blick für die architektonische Ästhetik geprägt. Auch sonst besticht der Film so sehr durch formale Perfektion, dass der Inhalt manchmal (leider) fast etwas in den Hintergrund gerät. Kein Film für jedermann, sondern ein Leckerbissen für Liebhaber der leiseren Töne...

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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9.0Herausragend

Johnny To selbst bezeichnet seinen Film als Hommage an das Hongkong der Vergangenheit, an die Stadt seiner Jugend. Leicht nostalgisch und stark fetischisiert kommt denn auch alles in The Sparrow daher. Doch selbst die Frau-mit-Zigarette-im-Cabrio-Nummer samt exzessivem Weichzeichnereinsatz und Lippenstiftspuren auf der Zigarette, die aussieht, als sei sie einem Werbefilm der 60er Jahre entnommen, ist nicht aufdringlich.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.0Herausragend

[Dies] ist ein reflektierter Film, in dem er sich Rechenschaft ablegt über das eigene Tun. Der Gestus der Überbietung, das Virtuosentum im Komparativ ist hier nicht nur einer etwaigen Eitelkeit des Regisseurs geschuldet, sondern ein zentrales Motiv des Films.

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Kommentare (12) — Film: Sparrow

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Tyler__Durden

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Bewertung7.5Sehenswert

Soll der Titel des Filmes zwar nicht eine Analogie auf das geflügelte Tierchen sein (welches im Film aber trotzdem nebenbei bemerkt als prophetisches Zeichen herumflattert), sondern eher die Profession der flinken Hände umschreiben welche unsere vier Protagonisten hier ausüben, so kann ich es nicht anders als den lieben Spatzen als repräsentatives Qualitätsmerkmal für den Film zu nehmen. Denn genauso wie ein Spatz ist auch der Film ein elegantes sowie hübsches kleines Unterfangen von Johnnie To. Nun mag dieser Spatz inhaltlich nicht durch unkonventionelle Muster glänzen, doch schafft es der immer wieder erneut überraschende To formell einfachsten filmischen Standarten durch simpelste Verschiebung in den Konventionen Nuancen hinzuzufügen und seinen Film somit zu einer durchweg überragend spaßigen Angelegenheit machen. Das mag auf den ersten Blick nicht groß oder tief anmuten ist aber auch gut so da dies eh nur oberflächliche Komplimente sind, für solcherlei Filme nicht zu gebrauchen.

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derblonde

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Bewertung5.0Geht so

Handwerklich top, aber einfach zu langweilig. Johnnie To kanns besser. Wenigstens spielen viele seiner "Stammschauspieler" mit.

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Oldboy91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Stellenweise wundervoll fotografiert und musikalisch zauberhaft untermalt. Hong Kongs Regiegröße Johnnie To inszeniert in "Sparrow" unterhaltsame, kurzweilige und federleichte Kost für zwischendurch. Empfehlenswert.

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Jack_Torrance

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mich nervt dieses Genörgel à la "Ja, wie kann ein Film nur gut sein, wenn er keine Tiefe hat ?" oder "Ja, der Film ist liebevoll inszeniert und hat mich auch beeindruckt, aber wo bleibt denn die Tiefe ?"
Ich habe mal einer Bekannten, die ich zur obigen Abteilung zähle Lost Highway ausgeliehen. Zwei/Drei Wochen muste ich warten, bis sie sich den Film angesehen hat, sie hatte zu tun, sie war beschäftigt und und und... Doch dann war es so weit - und mit ihrer Reaktion hätte ich rechnen müssen: Sie war außer sich, ich bekam stellenweise das Gefühl, ich müsse mich für das Verleihen dieses Filmes entschuldigen, Aussagen wie "David Lynch ist krank und das sage ich als Psychiaterin !" trieben mir fast schon Tränen in die Augen - und am Ende war ich so eingeschüchtert, dass ich kein Wort zwischen den zwei Backen herausbrachte (Ich sag's doch: Von Außen hin auf selbstbewusst machender Jack Torrance, innerlich nur der Daniel G. ohne Eier !). Sie sagte mir dann Dinge wie "Du musst aufhören, die Filme oberflächlich zu betrachten und auf die Tiefe eingehen !" oder "Hör auf, nur zu genießen und achte darauf, was sich der Regisseur dabei denkt !"
Ich versuchte stellenweise so vorzugehen, versuchte aus ach so tiefsinnigen Filmen den ach so tiefen Kern herauszupulen.
Aber Filme wie diese lehrten mich besseres: Wieso habe ich Regisseure wie Lynch, Tarantino, Jeunet, Kusturica oder eben Johnnie To tausendmal lieber als "hochwertige Künstler" wie Luchino Visconti ? Ganz einfach: Erstere geben ihre Liebe zum Kino, zur Menschheit, zu Kulturen preis, während letztere ach so tiefsinnige Geschichten über ach so große Konquistadores erzählen, die kaum einen interessieren (mit Visconiti habe ich bis jetzt nur solcherlei Erfahrungen gemacht) !
Ich meine: Ist es nicht viel schöner, wenn ein Regisseur seine Liebe zum Kino preisgibt als wenn ein sogenannter "Intellektueller" irgendwas künstlerisch wertvolles herzaubert, nur um komplex und (wie gesagt) intellektuell zu wirken ? Ist es nicht besser, wenn ein Regisseur sich vor einer Kultur verneigt, als wenn ein anderer sie verkrampft zu hinterfragen versucht ? Sind Referenzen ans Kino und an den Menschen nicht schöner, vielleicht sogar wichtiger als irgendwelche nichtssagende Kunst ?

Mein Dank gilt somit Filmen wie Sparrow, die von Kinoliebhabern und nicht von pseudointellektuellen Snobs gedreht wurden, denn Kino und Kunst sind immer noch Herzensangelegenheiten - genau das zeigt mir der Film Sparrow und das ohne zu lehren oder irgendwie intellektuell zu wirken und genau das macht den Zauber dieses Films aus !

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the gaffer

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Der Leopard ist wunderschön, unglaublich lebendig, traurig, such es dir aus.


Jack_Torrance

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Ich bleib bei sterbenslangweilig.


8martin

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Sperling ist eine nette Symbolfigur für die vier Taschendiebe. Die sorgen für Komik und die geheimnisvolle schöne Chun Lei (Kelly Lin) sorgt für amüsante Unterhaltung. Bei ihrer Verfolgung und der Enthüllung ihres Geheimnisses wird es sogar etwas spannend. Lange Passagen kommen ohne Worte aus, dafür sehen wir eindeutige Situationen. Hier sind die lustigen Szenen im Fahrstuhl besonders gelungen. Es wird lange nicht geredet, aber es passiert ganz schön viel am Rande nebenbei. Aber auch wenn alle vier sich gleichzeitig verletzen oder als Beweis einem Polizisten die Handschellen geklaut werden sollen, geht alles ganz locker und leicht dahin. Der bestohlene Dieb oder der Pfeife rauchende Beobachter sind gängige Topoi. Der Wettstreit um die goldene Palme der Taschendiebe ist etwas unscharf. Und das tränenreiche Telefonat von Chun Lei löst verständnislose Verwunderung aus. Dafür gibt es überraschende Wendungen und einen freundlichen, offenen Schluss. Nett, keck, drollig. Wie ein Spatz.

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moviee

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Riesen Regie-Leistung von Johnnie To, einem der besten heutigen Hong Kong Regisseure. Selten habe ich einen solch detaillierten, ruhigen und unbefangenen Film gesehen, der in einem so wahnsinnigen Gegensatz zu seinem Genre steht. Denn dieser Film, der mit unvergleichlich schöner Musik und ruhigen Tönen einen oftmals ja sogar verzaubert, stellt einen Gangsterfilm dar, einen ganz anderen Gangsterfilm. Während normalerweise Gewalt und Macht in diesem Genre an der Tagesordnung stehen, verzichtet "Sparrow" fast vollends auf derartiges und versucht fehlende Actionszenen mit wortkargen Dialogen und eindrucksvollen Bildern zu kompensieren, was ihm auch ausgezeichnet gelingt. Als Zuschauer kann man sich eigentlich nur von den betörenden und äußerst angenehmen Klängen treiben lassen und einem Film beobachten, der ungeheuer liebevoll inszeniert ist und eine absolute Antithese zu seinem Genre darstellt, das von Johnnie To hier völlig neu erfunden wurde.

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Hooded Justice

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Scheiße, verpasst. Dein Kommentar lässt Neid aufkommen.


dustyOn3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ruhige und sachliche Inszenierung ohne großes Aufregen zu erwecken. Ist "Sparrow" (Hong-Kong) etwa der bessere "Open City" (Süd-Korea)?

Klare Antwort: Ja.

Gleiches Schema, ähnlicher Aufbau, andere Herangehensweise. Während Lee Sang-gi bei "Open City" ganz klar die Schiene des bunten Manga-Stils mit abgedroschenem Humor und überzeichneten Charakteren fuhr, so ging Johnny To bei "Sparrow" deutlich filigraner vor. Trotz der vergleichsweise nicht vorhandenen Brutalität und der deutlich dezenteren Atmosphäre, ist "Sparrow" mit Abstand spannender. "Open City" ist da schon mit der mehr schlecht als rechten amerikanischen Serie "Fast Lane" zu vergleichen: Während andere auf dem Gebiet richtig punkten, wurde hier viel zu sehr Wert auf diesen nervtötenden, aufgezwungenen 08/15-Humor gelegt.

Die Handlung fließt flüssig wie Wasser durch die Dialoge und jeder Schritt wirkt einfach verdammt gut getimed. Auch die Hauptdarsteller passen perfekt. Jeder strahlt eine absolute Gelassenheit aus, lässt aber dennoch keineswegs Zweifel an seiner Professionalität aufkommen. Die Handlung wird trotz der simplen Grundlage so auch viel komplexer dargestellt. Hier hat sich Johnny To mit simplen Mitteln ein großartigen Film geschaffen. Ohne Schnörkel, ohne viel Hickhack und bunte Explosionen konnte mich "Sparrow" wirklich überzeugen. Deutlich liebevoller als das koreanische Gegenstück.

Zum Abschluss sei gesagt, dass der Film trotz seiner FSK 0 Freigabe nicht wirklich als solcher Film anzusehen ist. Um die Feinheiten von "Sparrow" zu entdecken bedarf es schon deutlich mehr, als einen starken Magen oder ein an Blut gewöhntes Gehirn. Ein perfekter Beweiß dafür, dass es auch einfach mal wieder anders geht.

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Miike

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Respekt Johnnie, das ist ein wirkliches Kleinod was du da geschaffen hast. Es ist ein Gangsterfilm ja, aber ein vollkommen untypischer. Es wird hier von allzu harter Gewalt abgesehen und auch auf die typischen "coolen" Gangster-Dialoge wird verzichtet, es ist eine Geschichte von Brüderlichkeit und Loyalität mit sehr intelligentem Finale. Das Schöne ist das der Regiesseur die Grundidee des Films (Der Spatz) bis zum Ende beibehält. Vorallen Kelly Lin und Simon Yam können hier schauspielerisch glänzen.

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daScorp

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit Sparrow hat mich Johnnie To tatsächlich sehr angenehm überrascht. Auf den Punkt inszenierte, beschwingte Gaunerkomödie mit guten Schauspieler, tollen Bildern und einem passenden, ausgezeichnetem Soundtrack. Wer keinen Actionfilm erwartet bekommt hier ein wunderbares Stück Kino.

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Kubrick_obscura

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Gangsterfilm ohne Altersbeschränkung? Was nach einem Scherz klingt, entpuppt sich als tiefsinnige und gleichzeitig federleichte Filmspielerei, die den Augen schmeichelt und das Herz erwärmt. Spätestens beim Regenschrim-Finale bekam ich meine Kinnlade nicht mehr hoch.
Mein Appell: SOFORT VORMERKEN!!!

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dustyOn3

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Direkt vorgemerkt.


Abronsius

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Bewertung9.5Herausragend

Wundervoll elegant inszenierte und krampflösende Filmwundertüte.Zuckerfrei!
Vor der Kulisse des alten Hongkongs, angelehnt an die Erzähltechnik und Bildsprache der Nouvelle Vague, erzählt uns Johnny To von einer Frau in Not, deren Rettung vielleicht ausgerechnet vier Trickbetrüger sind. Sensationelles Finale!Natürlich im Regen.

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SteveZissou

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Bewertung7.0Sehenswert

Stilvoller Gaunerfilm der manchmal etwas zu langsam daherkommt und bei dem der letzte Kniff fehlt. Dennoch nicht schlecht.

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