Spider-Man 2 - Kritik

US 2004 Laufzeit 127 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Drama, Kinostart 08.07.2004

  • 9
    CrimsonK 21.03.2015, 08:57 Geändert 21.03.2015, 09:01

    Wow, wie gut ist dieser Film bitte?

    Ist Spiderman 2 underrated? Bei IMDB und OFDB kommt der Film nur auf eine 7,3, während er bei der kritischen Moviepilot-community sogar gar nicht erst die 7 erreicht. Die Metakritikseite Rottentomatoes zeigt sich freundlicher mit einem Metascore von 94% und einem Audiencescore von 81%.

    Ich habe SM 2 2004 im Kino gesehen und als gut aber nicht überragend abgespeichert. Über 10 Jahre und hunderte Filme mehr Erfahrung und auch gefühlte 20 neue Superheldenfilme später, muss ich meine Meinung gewaltig nach oben schrauben.

    Sam Raimi schafft es einen Film zu kreieren, der zu 1/3 eine hervorragende Komödie ist, 1/3 ein Drama und zu 1/3 aus toller Action besteht. Das hört sich jetzt nicht spektakulär an, aber gerade diese Mischung ist keine Selbsverständlichkeit.

    Peter Parkers tragische Figur mag den Leuten durch die anderen 2 Punkte etwas flöten gegangen sein. Aber das ist kein Vorwurf, denn Sam Raimi schafft es ein zu Tränen rührendes Drama in einen Mantel aus Humor zu legen. Und so kann man gar nicht anders als zu schmunzeln und kichern, wenn Peter seinen Job verliert, in der Uni abkackt, seine Miete nicht zahlen kann, keine Zeit mehr für seine einsame Tante hat, seinen besten Freund, dessen Vater er getötet hat, nie besucht oder irgendetwas in Sachen Mary Jane zu unternehmen, was nicht in einer Katastrophe endet. Ja sogar bei der Verbrecherjagd versagt er.
    Und alle eben erwähnten Nebenfiguren plus Doc Oc bekommen eine ebenfalls dramatische Storyline, die wirklich sehr gut herausgearbeitet sind und alle mit Peter Parker zusammen hängen.
    Färbt Spideys Kostum schwarz, lasst die Stadt überwiegend im Dunkeln und nehmt den Humor aus dem Film, und was bleibt (und ich stehe dazu) ist the Dark Knight (natürlich ist der Joker der bessere Antiheld und auch die Darstellung war besser).
    Aber das funktioniert so nicht, denn J.K. Simmons ballert dir elegant ein Feuerwerk an Jokes ins Gesicht und man kringelt sich vor lachen.

    So ist SM2 einer der lustigsten Filme, die ich seit langem gesehen habe und das liegt auch an dem treudoofen losergesicht von Tobey Maguire.

    CGI altert immer schlecht, doch dieser Film ist 10 Jahre später immer noch fantastisch anzuschauen. Einfach nur atemberaubend wie Spidey sich mit der Kamera direkt hinter ihm durch engste Lücken schwingt, aus 50 Metern Höhe auf autos kracht oder auf ihn geworfene Autos stoppt.
    Generell ist die Kameraarbeit so unglaublich gut. Die Zoom in and out sind pulsbeschleunigend und wenn Peter Parker gerade MJ küssen will, die Kamera sich in der Kussbewegung einmal von MJ auf Peter dreht, in sein Gesicht zoomt, seine Pupillen sich weiten, die Zeit einfriert, das Bild langsam rauszoomt und in Superslowmotion ein Auto in drehender Bewegung auf das Cafe, indem sie sich befinden, zufliegt etc. Just wow. So eine gute Actionszene habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Ich denke, das liegt auch daran, dass sie in SM 2 so rar gesäht sind, während man im Avengerszeitalter einfach Reizüberflutet wird.

    Wenn Spidey der Anzug reisst, weil er so krass seine Muskeln anspannen muss um einen Zug zu stoppen. Einfach Gänsehaut. Spiderman ist generell noch ein verletzlicher Held. Das Spinnenkostüm am Ende des Films hat mehr Risse, Brand und Schweissflecken als saubere Stellen. Und genauso muss es halt auch sein.

    Sam Raimis art zu Filmen. Die Übergänge. Die bereits erwähnten Zooms. Die Evil Dead Anspielung. OMG als Doc OC das erste mal Ausrastet. Diese Szene isoliert ist so düster und übel, wundert mich, wie er die so durch die FSK Boxen konnte. Aber wie gesagt, diese super ernste Film wirkt halt nicht so, weil man sich nur schwer von Lacher zu Lacher entspannen kann.

    Für die 3 bis 4 Leute, die bis hierhin gelesen haben und bei denen ähnlich viel Abstand zum Release von SM2 besteht. Gönnt euch den Film noch einmal und seit erstaunt wie gut und komplex er ist.

    Warum hat Sam Raimi eigentlich so wenig Filme? Der Mann kann so gut Inszenieren.

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    • 8 .5

      Nach wie vor ist diese Trilogie, zusammen mit The Avengers, die bisher beste Comic-Realverfilmung, die ich mir bisher zu Gemüte geführt habe.

      • 9

        Spider-Man. No more.

        Die High School ist geschafft und die drei Freunde Peter, Harry und Mary Jane gehen neue Wege. Während sich MJ wacker am Schauspiel-Himmel versucht, studiert Peter am College und will eine Abhandlung über den berühmten Otto Octavius schreiben. Glück für ihn, dass ausgerechnet Harry mit Oscorp dessen Forschungen unterstützt. Doch ein geplantes Experiment geht gehörig schief und Peter muss sich der Frage stellen: Kann Spider-Man die Bedrohung abwenden oder was soll aus seinem Leben werden?

        Unglaublich, aber wahr: Mit Teil 2 packt Sam Raimi noch eine Schippe drauf und lässt das Fanherz noch eine Oktave höher hüpfen. Peter hat eine Entscheidung getroffen, genau, wie er es seinem Onkel Ben versprochen hat. Doch als er merkt, dass MJ ihr Leben ohne ihn weiterlebt, ist er sich plötzlich nicht mehr sicher. Somit wird in diesem Teil die beeindruckende Sinnkrise unseres Helden thematisiert, bei der man sich unweigerlich irgendwann fragt, was man eigentlich selbst tun würde. Mit Alfred Molina findet man nach Willem Dafoe zudem einen würdigen Nachfolger als Widersacher vor. Molina haucht Doc Oc Leben ein und meistert dies mit einer sehenswerten Hingabe. Auch wieder dabei ist natürlich J.K. Simmons in seiner absoluten Paraderolle. An dieser Stelle empfiehlt sich die Sichtung von 'Spider-Man 2.1', in der J. Jonah Jameson mit einer urkomischen Szene glänzt. Sam Raimi verliert selbstverständlich auch nicht die Freundschaft von Peter und Harry aus den Augen, die sich nach Spider-Mans Taten aus Teil 1 deutlich verändert. Das Ende verspricht viel, James Franco zeigt hier nochmals Bestleistung. Und was passiert mit Mary Jane? Kirsten Dunst hat etwas das Rot rausgenommen, verzaubert den Zuschauer trotzdem und sieht unglaublich toll aus, wenn sie mit ihrem Hochzeitskleid durch New York City rennt. Ihr Blick am Ende hinterlässt ein Jucken im Nacken, eben genau wie ein Spinnenbiss...

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        • 6 .5

          Ganz Ok. Nur das Ende mit dem geläutertem Schurken hätte es nicht gebraucht.
          Da wäre mir ein Anständiger Endfight lieber gewesen.

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          • 6 .5

            Der Film zeigt fokusiert sich mehr auf Dramatischer Ebene und zeigt die Probleme eines Superhelden auf, kommt in dem Film ganz gut rüber, ist meiner Meinung nur etwas zu viel aufgetragen. Ein tick mehr Action mit Spannung wäre das Sahnehäubchen gewesen.

            • 5 .5

              "Spider-Man 2" verliert meiner Meinung nach im Vergleich zum Vorgänger etwas an Potential, ist aber immer noch ein guter Film. Halbwegs jedenfalls. In manchen filmbezogenen Medien wird ja Raimis "Spider-Man"-Trilogie (zumindest die ersten zwei Teile) auf Superheldenfilme bezogen tatsächlich mit Nolans "Dark Knight"-Trilogie gleichgesetzt, was man ja irgendwie schon als stark übertrieben werten kann, oder? Denn auch wenn sie gut gemacht ist und tolle Bösewichte hat, kann sie mit einem solchen Meisterwerk in allen Belangen nicht mithalten. Auch da es ein eindeutuges Problem mit dieser Reihe gibt, und zwar dass sich die Story ständig wiederholt. (SPOILER!) Peter Parker hat im privaten Leben Probleme, blüht als Spider-Man auf, J. Jonah Jameson ärgert sich über alles und am Ende entführt der Antagonist der Handlung Mary Jane, stirbt aber dann durch eigenes Verschulden. Letzteres wurde diesmal ja sogar ziemlich gut eingesetzt, in Form einer Wiedergutmachung, wobei er sich opfert, um sein eigenes Werk ungeschehen zu machen. Somit ist Doctor Octopus klar ein interessanter Gegenspieler, kam aber meiner Meinung nach nicht ganz an den Grünen Kobold vom ersten Teil ran. Eine würdige Fortsetzung ist "Spider-Man 2" aber mit Sicherheit.

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              • 9 .5

                Prima Fortsetzung!!! Dieser Film hat meiner Meinung nach den Ersten übertroffen! Der Bösewicht ist sehr interessant(und weniger lächerlich als Der Grüne Kobold(die Rüstung!)) und die Effekte haben sich auch sehr verbessert, kein Wunder, warum dieser einen Effekte-Oscar gewann!Peter Parker geht es in diesem Film leider nicht so gut, da einfach alles schief geht: er verliert seine Kräfte, er verliert die Liebe seines Lebens, wird gehasst durch die Lügengeschichten des Daily Bugle, wird schlechter in der Schule usw. Obwohl er sein Heldenleben aufgeben will, braucht ihn die Stadt, da sie bedroht wird vom bösen Dr. Octopus(einer meiner Lieblingsbösewichte :D!) Der Film hat nichts von seinem Charme verloren, er ist echt super und unterhält besser als so manche Filme. Top! Wie haben die Macher das gemacht? ,,Ein bisschen Übung, Sport und immer den Spinat aufessen!" :D

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                • 8

                  Eine gelungende Fortsetzung von einem tollen Fim, er ist spannen und hat eine tolle Besetzung.

                  • 8

                    Für mich der beste Teil von Raimis Trilogie. Eine Menge Action, tolle Effekte und mit Alfred Molina als Doc Oc bestens als Gegenspieler besetzt. Macht Spaß!

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                    • 10

                      Tatsächlich noch besser als Teil 1. Eine grandiose Story, mit glaubwürdigen Charakteren und sensationeller Action. Genial!

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                      • 5 .5

                        Man kann sich den Film anschauen;man sollte aber nicht zu viel erwarten.

                        • 8

                          Das Sam Raimi es schafft das Niveau des ersten Teils zu halten, hätte ich von vorne rein nicht gedacht, aber es ist ihm tatsächlich gelungen. Spider-Man 2 ist ein Paradebeispiel für eine gelungene Fortsetzung, denn hier schafft man es sich qualitativ auf einer Höhe zu bewegen, ohne dabei einen drauf setzen zu müssen oder die Storyline kopieren zu müssen.
                          Statt sich auf Peter´s Entwicklung zu konzentrieren, setzt man den Fokus sehr auf Harry´s Entwicklung, die hier interessant und auch etwas diabolisch in Szene gesetzt wird. Parkers und Marry Janes Beziehung intensiviert sich hier, aber auch die zwischen Harry und Marry Jane weitet sich ein wenig aus, wodurch es zu einer interessanten Dreiecksbeziehung kommt.
                          Auch Dr. Octupus weiß hier als Bösewicht durchaus zu überzeugen und ist trotz seines Humors immer noch Ernst zunehmen. Raimi bekommt es auch hier hin die Entwicklung vom Wissenschaftler zum verrückten Bösewicht anschaulich zu inszenieren.

                          Spider-Man 2 ist eine äußerst gelungene Fortsetzung, die für Fans es ersten Teils ein absolutes Muss ist.

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                          • 6

                            Mit Abstand der beste der 3 Filme. Tolle Schauspielleistung von James Franco und Alfred Molina.

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                            • 8 .5

                              Der Film ist cheesy aber mit Abstand der Beste Teil seiner Trilogie :)
                              Baut gut auf Teil 1 auf wie Peter versucht den Spagat zwischen seinem Masken dasein und seinem Privatleben zu kombinieren. Und einer der besten Kampfszenen (2. Fight Spidey vs. Doc Ock) im Superhelden Genre.

                              • 8 .5

                                "Alle Menschen lieben Helden. Sie stehn für sie an, bejubeln sie, schreien ihren Namen und erzählen dann Jahre später, wie sie stundenlang im Regen standen um einen kurzen Blick von dem zu erhaschen, der ihnen gezeigt hat, wie man ein bisschen länger durchhält. Ich glaube in jedem von uns steckt ein Held, für den wir ehrlich sind, wir uns Kraft verleihen, uns Wahrhaftigkeit lehrt, und wenn wir sterben, sterben wir mit Stolz. Auch wenn wir manchmal standhaft sein und das aufgeben müssen, was wir uns am meisten wünschen. Manchmal sogar unsere Träume.“

                                Im Jahre 2004, also am Anfang der Superhelden-Welle in den Kinos dieser Welt, lieferte uns Sam Raimi bereits eine der bis heute besten Verfilmungen dieses Genres. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass Spider Man 2 für der beste Superhelden-Film nach Nolans „Dark Knight“ – Meisterstücken ist.
                                Woran das liegt?
                                Diese Fortsetzung des bereits sehr guten Vorgängers liefert einfach alles was ich von ihm erwartet habe statt (wie bei vielen Sequels leider üblich) einfach nur höher, weiter, mehr: Eine gelungene Story, die zwar nicht wahnsinnig komplex daherkommt, einen aber auch nicht völlig für dumm verkauft und die Themen des ersten Teils gekonnt weiterspinnt, einen genialen Gegenspieler, sympathische Charaktere durch die Bank, passende Darsteller und vor allem gute Action und einen hohen Unterhaltungsfaktor.
                                Doc-Oc ist einer der besten Bösewichte weil er zum einen eigentlich im Herzen ein guter Mensch ist, dennoch die meiste Zeit absolut bösartig und vor allem weil er dem Helden zu keinem Zeitpunkt unterlegen wirkt und so der Film immer spannend bleibt. Die Actionszenen des Films, vor allem der S-Bahn-Kampf sind genial inszeniert, sind technisch State of the Art und versprühen auch heute noch unheimlich Laune beim Zuschauen. Auch die Geschichte um den Helden, der Probleme hat sich der Verantwortung seiner Aufgabe zu stellen und sich zwischen seiner großen Liebe und seiner Maske entscheiden muss wurde in den ersten beiden Spidey-Filmen so gekonnt gezeichnet wie erst danach von Nolan wieder.
                                Fazit: Extrem unterhaltsames Sequel, dass seinen Vorgänger sogar noch knapp übetrumpft und auch im Jahr 2004 für mich noch immer eine Messlatte für Superhelden-Blockbuster darstellt.
                                Und Tobey Maguire ist der bessere Peter Parker!

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                                • 8

                                  Spektakulär, mehr nicht

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                                  • 1

                                    Kann nicht viel sagen bin zu schnell eingeschlafen... Ebenso teil 1 und 3 einfach grottig. Wenn ihr meinen Namen seht wundert ihr euch jetzt vielleicht aber für mich "beginnt" Marvel erst ab 2008, + die X men Reihe.

                                    • 7 .5

                                      Geringfügig schwächerer Teil im Vergleich zum Vorgänger, allerdings bietet Spider-Man 2 einen guten Bösewicht, eine interessante und facettenreiche Story für eine Comicverfilmung und recht ansehnliche Action. Verstecken muss sich dieser Film nicht vor seinen Genre-Kollegen.

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                                      • 7

                                        Ähnlich wie im Vorgänger verwandelt sich eine Mentorfigur von Peter Parker durch einen Laborunfall zu einen Wahnsinnigen – diesmal handelt es sich um den Atomphysiker Otto Octavius, der fortan mit vier Roboterarmen und dem zwanghaften Wunsch sein gescheitertes Fusionsexperiment im größeren Maßstab durchzuführen „gesegnet“ ist. An sich wirkt der Film erwachsener als der erste Teil, obwohl der Mittelteil, in dem Peter Parker sowohl seine Angebetete Mary Jane, sowie seine Spinnenkräfte verliert schon arg schmalzig ist, doch dies mancht eben auch Charme der Trilogie aus und die Beziehung zwischen Peter, MJ und Harry Osborn bilden nun mal die Rahmenhandlung aller drei Filme. Die Action und die Effekte sind auch deutlich besser wie im Erstling, ich erwähne nur die Klopperei nach Ocks Banküberfall. Doc Ock ist an sich auch grandioser Bösewicht in dem Streifen und dass obwohl er kaum etwas von der Persönlichkeit seiner Comicvorlage hat. Spider-Man 2 ist auf jeden Fall die Sternstunde der Trilogie, trotz etwas übertriebenen Kitsch.

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                                        • 7 .5

                                          Mit „Spider – Man 2“ ist es Regisseur Sam Raimi gelungen, die Geschichte um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft interessant weiterzuspinnen. Selten hat man so einen Fortsetzung, die den Erstling noch mal übertrifft und das nicht nur an Schauwert. Raimi schafft es erneut, aus dem zweiten Spider-Man – Abenteuer einen richtig guten Mix aus Action, Story und Charaktere zu zaubern. Gemäß der Sequel-Formel aus Hollywood muss alles schneller, lauter und größer sein. Und das ist es auch bei „Spider-Man 2“. Glücklicherweise hat der Regisseur und sein Team aber alles unter Kontrolle, was aus dem echt sehenswerten Blockbuster eine ausgeglichene Comicverfilmung macht, die mit rasanten Actionszenen aufwartet, aber gleichzeitig eine Geschichte erzählt und seine Figuren weiter entwickelt. Man merkt förmlich, wie es dem Regisseur am Herzen lag, eine Superheldengeschichte mit Tiefgang zu erzählen. Auch wenn sich natürlich genug Schauwerte in dem Streifen tummeln, so findet der Film doch immer wieder Zeit sich um seine Figuren und die Geschichte zu kümmern. So muss Superhelden-Kino aussehen !

                                          Trotzdem hat aber auch dieser Film seine kleinen Schwächen und die sind praktisch die gleichen wie beim Erstling. Raimi drückt immer etwas zu stark auf den Kitsch-Button und lässt seinen Hauptdarsteller nach wie vor weinerlich dastehen. Teilweise ist das nicht immer ganz so zum aushalten. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, der etwas stärker mit einfließt.

                                          In Sachen Cast gibt es ein Wiedersehen mit praktisch allen bekannten Gesichtern des ersten Teils. Neu ist Alfred Molina als Dr. Otto Octavius, der als hin und her gerissener Schurke eine tolle Performance abliefert. Maguire, Franco und Dunst legen sich außerdem noch leicht mehr ins Zeug als bei „Spider-Man“.

                                          Für mich ist „Spider-Man 2“ ganz klar der beste Teil der Trilogie über den beliebten Wandkrabbler. Ohne Zweifel kann man diese Fortsetzung als eine der gelungensten des Comic-Genres bezeichnen.

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                                          • 7 .5

                                            Für mich die beste Comicverfilmung der bestimmt letzten 2 Jahrzehnte. Bis auf die Batman-Trilogie da kommt natürlich keiner heran. Das 2. Abenteuer vom Spinnenmann schafft es sogar noch seinen guten Vorgänger zu übertrumpfen. Was an einem noch besseren Bösewicht und den grandiosen Effekten liegt. Der Film entwickelt sich fast zu einem Selbstfindungsdrama in dem Peter Parker den richtigen Weg finden muss. Er muss sich entscheiden zwischen dem Leben als Superheld, seiner großen Liebe MJ und seinen sonstigen Aufgaben. Doch der Film kriegt gerade noch so die Kurve bevor er zu sehr ins Drama rutscht. Das einzige womit ich mich nicht so recht anfreunden kann ist Kirsten Dunst als MJ. Sie schafft es einfach nicht mich so recht zu überzeugen. Wenn man da Emma Stone in den neuen Filmen sieht....tausendmal besser!

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                                            • 6

                                              Lange habe ich mich vor dem "Superhelden"-Genre gedrückt. Heute bin ich dann doch mal über den Schatten gesprungen. Spider Man 2, 20:15 Uhr, Kabel 1. Naja, mal schaun, was ich so davon halten werde, meine Skepsis war zu Beginn an jedenfalls groß.

                                              Und diese Skepsis verflog auch während des Streifens nicht. Zwar ist die Szenerie mitten New York ganz gut, und auch die Actionszenen sind technisch auf hohem Niveau (man merkt dem Film sein hohes Budget an). Jedoch konnte mich die ganze "Superhelden-Geschichte" einfach nicht begeistern. Für Genrefans mag Spider-Man 2 ein absolutes Schmuckstück in der DVD-Sammlung sein, für mich war der Streifen nicht mehr als ein ziemlich unrealistischer, jedoch gut gemachter und graphisch überdurchschnittlicher Action-Science-Fiction-Streifen mit gekünstelter Love-Story.
                                              Daher kann ich nicht mehr als 6 Punkte geben.

                                              • 8

                                                Ein Nachfolger der sich vor dem Erstling nicht verstecken muss.
                                                Gibt wieder viele Gänsehaut-szenen mit viel Gefühl aber auch viel Action, Humor und einen tollen Gegner ;-)

                                                • 7

                                                  Es ist einfach zu viel: Zeit-verschlingendes Studium, hektischer Lieferanten-Job und dann auch noch Tag für Tag ins unbequeme Spinnenkostüm quetschen - „it rides up in the crotch a little bit“. Murphy's Gesetz macht der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft zunehmend zu schaffen. Es ist eine Zeit der Enttäuschungen, denen Parker in einem Lebensentwurf voller überzogener Erwartungen und großer Verantwortung irgendwie zu entgehen versucht.

                                                  Goblin's larmoyanter Sohnemann trauert nach wie vor seinem verstorbenen Vater hinterher und macht – möglichst vertrackten Figurenkonstellationen geschuldet - ausgerechnet Spiderman für dessen Tod verantwortlich, Tante May packt betrübt ihre Umzugskisten und das Mädchen seiner Träume muss Parker nach wie vor von der anderen Straßenseite aus beobachten. Selbst die Miete für sein ranziges Ein-Zimmer-Apartment zahlt Peter in Raten an den Radio-hörenden Osteuropäer gegenüber.

                                                  Raimi lässt seinen zweifelnden Helden seine ganz persönliche Hiobs-Geschichte durchlaufen und zu allem Überfluss tritt nach einem (natürlich) missglückten Fusions-Experiment auch noch der charismatische „Doc Ock“ auf den Plan; eine Figur, der Raimi angenehmerweise auch Zeit vor seiner Wandlung zum asozialen Superschurken einräumt. Ambivalenter als der Trash-Goblin eines over-actenden Dafoe ist dieser von Roboter-Armen gesteuerte Wissenschaftler sowieso.

                                                  Und anders als im naiv-schönen ersten Film, dessen Studio-Diktat zwar nie störend, aber doch zu spüren war, scheint nun sogar Raimi's kreative Kontrolle ausgeweitet. Besonders deutlich wird das in den handwerklichen Raffinessen und nuancierten Stilblüten (Plansequenz), die Raimi um das zentrale Figuren-Karussell anordnet, aber auch immer wieder in sich einkehren lässt, um sie nicht zu sehr in den Fokus geraten zu lassen. Erst wenn es zur Eskalation kommt, lässt er die Kamera wieder wie wild zirkulieren, zoomt ran, zoomt raus, lässt sie wie entfesselt fliegen und dann wieder fallen – sogar die Kettensäge kommt wieder zum Einsatz.

                                                  Selbst die großen Gesten wirken bei „Spider-Man 2“ nie abgedroschen, sondern nur konsequent. Und wenn Spiderman von der Masse dankbarer Bahn-Passagiere getragen wird und M.J. Brautflucht begeht, findet dieses so außergewöhnliche Franchise ganz zu sich und seinen tollen, spannenden Figuren.

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                                                  • 7 .5

                                                    Der beste Teil der Trilogie. Von einem Meisterwerk weit entfernt, aber trotzdem recht gut.