Spike Lees Spiel des Lebens

He Got Game (1998), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Kinostart 21.01.1999

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von Spike Lee, mit Denzel Washington und Ray Allen

Jake Shuttlesworth sitzt im Knast seine Strafe wegen Mordes an seiner Frau ab – eine Tat, die er im Affekt bei einem Familienstreit begangen hatte. Er soll einen Freigang gewährt bekommen, unter der Bedingung, dass er innerhalb einer Woche seinen Sohn Jesus, einen begnadeten Basketballspieler, dazu überredet, in der Mannschaft der Universität zu spielen.

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Kommentare (3) — Film: Spike Lees Spiel des Lebens


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A-Wax

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Film der zwar Basketball als vermeintliches Hauptthema hat, aber im Grunde eine komplexe Vater-Sohn-Geschichte beinhaltet. Denzel Washingten ist wie immer großartig. Die Darstellung von Jesus ist dagegen nicht immer ganz gelungen, hier merkt man einfach das Ray Allen ein großartiger Basketball-Spieler ist und die Schauspielerei wohl doch eher ein Hobby bleiben sollte.

Neben einem erstklassigen Soundtrack (komplett von Public Enemy eingespielt) weiß vor allem der Hauptplot zu überzeugen. Das einzig wirklich störende ist die Nebenhandlung mit Milla Jovovich als Prostituierte.

Alles in allem ein sehr guter Spike-Lee-Joint.

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Shorty06

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

He got Game von Spike Lee.
Spike Lee erschuf 1998 mit He got Game einen Film, der nicht leicht zu kategorisieren ist. Basketball spielt eine zentrale Rolle in diesem Film, doch Spiel des Lebens auf ein Sportdrama zu reduzieren würde dem Film nicht gerecht werden, er ist so viel mehr.
Denzel Washington brilliert als abgewrackter aber smarter Gefängnisinsasse, dessen talentierter Sohn für ihn eine Chance auf vorzeitige Haftentlassung darstellt. Überraschend großartig spielt der NBA Profi Ray Allen als Jesus Shuttlesworth, der personifizierte, metaphorische Erlöser.
Spike Lee verpackt Situationskritik an den Sportmedien, die Talente völlig überhypen und sie somit einem großen Druck aussetzen, familiäre Probleme, Gesellschaftskritik, Sport und Einsamkeit in seinen Film. Wunderbar photographiert und mit einem gewohnt tollen Soundtrack unterlegt zeigt Spike Lee hier wieder einmal sein außergewöhnliches Talent. Legenden des Basketballs standen hier in Nebenrollen zur Seite. Spike Lee dankt es mit einem Liebesbrief an den Sport und gibt seiner Community trotz aller Schwierigkeiten einen Schimmer der Hoffnung auf den Weg. 'Cause Jesus saves.

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Leicht religiös überhöhtes Familiendrama, mit einem gewohnt guten Denzel Washington, der aber auf angenehm hohen Niveau begleitet wird.

Wirklich positiv finde ich an dem Film, dass er auch den keineswegs Basketball-begeisterten Zuschauer an die Hand nimmt und eine kleine Begeisterung in ihm weckt - zumindest ist dem Film das bei mir gelungen.

Die Story ist ansonsten leider nicht besonders dicht, und wenn "durch den Film quälen" auch wirklich zu harte Worte sind -- ein kleines bisschen ging es mir schon so. Der freakige Auftritt von John Turturro hat dafür wieder mal Spaß gemacht.

Insgesamt aber durch seine unentschlossene Dramaturgie kein fesselnder Film mit einem wirklich extrem kitschig-peinlichen Ende.

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