Stadt in Angst

Bad Day at Black Rock (1955), US Laufzeit 81 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Western, Kinostart 18.10.1955

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7.0
Kritiker
7 Bewertungen
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7.3
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150 Bewertungen
11 Kommentare
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von John Sturges, mit Spencer Tracy und Robert Ryan

Die Bewohner von Black Rock begrüßen den geheimnisvollen, einarmigen Fremden John J. Macreedy auf ihre Art: Er darf gleich wieder verschwinden. Oder sie sorgen dafür, dass er in einer Holzkiste verschwindet. Spencer Tracy spielt den Kriegsveteranen Macreedy, der nicht verrät, warum er nach Black Rock gekommen ist. Als man ihn bedroht und gewalttätig angreift, reagiert er absolut kaltblütig. Geschickt steigert Regisseur John Sturges die Spannung, als allmählich klar wird, was Macreedy vorhat und welches grausige Geheimnis die Stadt hütet.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (10) — Film: Stadt in Angst


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Einar

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Bewertung6.5Ganz gut

Geheimnisvoll, handlungsarm und mit einer starken Athmosphäre.
Der ganze Film lebt eigentlich nur von seiner Stimmung, weil es keinen echten Inhalt gibt.
Auf den ersten Blick auch ohne Spannung, aber auf einer zweiten Ebene gibt es diese dann doch.
Kann man sehen, muss man aber nicht.
Toll gespielt von Specer Tracy als Stoiker und Robert Ryan.

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Mike Myers

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Es gibt schon Inhalt. Man darf halt nicht vergessen, dass der Film kurz nach dem Krieg mit Japan spielt und um den Hass gegen Asiaten geht es hier primär


Einar

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Diesen Inhalt sehe ich aber eher auf einer zweiten Ebene an. Daher kein "echter" Inhalt. Für mich persönlich war es schon eine sehr maue Handlung, was nicht heißen soll, dass der Film schlecht ist.


Mike Myers

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Bewertung7.5Sehenswert

Weniger ist oft mehr. Großartige Schauspieler, starke Kulisse und immer aktuelle Story über Zivilcourage und Fremdenhass. So einen Film hätte man problemlos nach dem 11.9. wieder drehen können. Anlass und Basis gab es genug...

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

"Stadt in Angst" bezieht seine Reize vorrangig aus der atmosphärischen Grundstimmung, die dank Cinemascope, einiger sehr schönen Kameraeinstellungen und der überzeugenden Besetzung um Spencer Tracy, Ernest Borgnine, Lee Marvin und Robert Ryan zustande kommt.

Obwohl die Laufzeit mit 78 Minuten ziemlich kurz gehalten ist und die Geschichte im Kern gewiss nicht uninteressant ist, bleibt es verhältnismäßig spannungsarm, da das wohlgehütete Geheimnis um Black Rock eigentlich viel zu schnell preisgegeben wird und somit der Storyverlauf fortan sehr vorhersehbar wird. Zudem wirkt das Ende leider eher ein wenig missraten.

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Obwohl in der Szenerie des Westerns angesiedelt, erzählt der spannend inszenierte Film ein sozialkritisches Drama, das in einen Thriller mündet. Meiner persönlichen Ansicht nach, verpasst es das letzte Drittel Handlung und Dramaturgie mitreissend in einen Höhepunkt zu inszenieren. Nach einer derartigen Geschichte und dieser aufgebauten Atmosphäre erwartet man einen passenden Abschluß. Doch ist das Spiel von Spencer Tracy grossartig und der Film fesselt. Auch die Ironie des Ganzen ist nicht zu verachten: Fremdenfeindlichkeit in einem Land das im 2. Weltkrieg selber versucht, diese auf einem anderen Kontinent zu beenden. Wenn es nicht schon längst geschehen wäre, könnte man einen Film daraus machen. "Stadt in Angst" war übrigens der erste MGM-Film, der in CinemaScope gedreht wurde.

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hoffman587

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bad Day at Black Rock

Was fallen uns nicht alles für Filme ein, wenn wir an den Namen John Sturges denken, wir denken wahrscheinlich immer sofort an seine Werke wie "Gesprengte Ketten" oder das Kurosawa Remake "Die glorreichen Sieben", doch auch auch bei diesem Film hier gilt der auch recht unbekannte Spruch: Unbekannt ist nicht gleich schlecht, vielleicht sogar besser (dies bezieht sich so wohl auf die filmische Qualität als auch auf die eben genannte Weisheit).
Nun gut jedenfalls meine ich dies, aber eine weitere Möglichkeit wäre natürlich auch das Alter, aber genug, am besten direkt zu "Stadt in Angst" von wie bereits gesagt John Sturges aus dem Jahre 1955 in Cinemascope gedreht nach dem Roman von Howard Breslin "Black Day at Hondo". Für mache unbekannt versteckt, für wiederum andere heute wieder ein echter Klassiker. Ich verstehe dieses Prinzip ja selbst nicht.

Die Story an sich hört sich zwar zunächst relativ schlicht an, doch ist sie wesentlich tiefgreifender als am Anfang angenommen, eine Auseinandersetzung mit dem Fremdenhass, dem Rassismus zusammengeführt durch eine Tat. Ein wahres Verbrechen in Black Rock, wirklich interessant gemacht, anfangs: Lange Zeit kam kein einziger Zug durch Black Rock, doch eines Tages, macht einer von ihnen dort halt. Ein einarmiger Fremder steigt aus, sein Name: MacReddy. Was er sucht? Einen japanischen Farmer namens Komoko, der nachdem Überfall auf Pearl Harbour auf ungewöhnliche Weise verschwunden ist. Doch statt auf freundliche und hilfsbereite Einwohner zu treffen. Begegnet ihm nur eine eiskalte Mauer des Schweigens. Denn die Vergangenheit dieser Stadt scheint düstere Seiten zu haben. Ein Geheimnis, das nicht gelüftet werden soll...

Dazu noch ein schauspielerisches Ensemble der Extraklasse, man könnte sie somit fast gigantisch nennen, viele große Stars, von ihnen allen sticht natürlich besonders der Hauptdarsteller hervor, nämlich der große Spencer Tracy als einarmiger und wortkarger Anwalt MacReedy, eine echte Herausforderung für ihn, die er selbstverständlich gekonnt löst, hier wieder in absoluter Hochform zu sehen. Tracy macht so einen großen Teil des Films aus, allein seine Präsenz ist unfassbar. Er spielt mit voller Energie und bleibt stets voll bei der Sache. Und neben ihn gäbe es noch weitere hervorragende Darsteller, sie alle wissen in ihren Rollen zu glänzen, eine Besetzung, die hier bei wie gesagt bei Tracy, Anne Francis und Robert Ryan anfängt dann zu Lee Marvin und Ernest Borgnine hinübergeht und bei Dean Jagger und Walter Brennan endet. Ein herausragender Cast, der in jedem Fall dem Film einige Zusatzpunkte einbringt, schon allein vom sehr hoch gehaltenen schauspielerischen Niveau, das hier an den Tag gelegt wird. Auf der einen Seite nun mal MacReddy auf der anderen Seite die Stadtbewohner mit ihrer doch recht unfreundlichen und feindlich gesinnten Art und Verhaltensweise.

Zudem ist Sturges Regie wieder erstklassig, besonders der Anfang des Ganzen ist beim besten Willen unglaublich faszinerend, nervenzerrend und brillant gestaltet, unterstützt mit einer bedrohlichen Atmosphäre, sodass das Ganze so seinen perfekte Einstieg findet, Sturges weiß nun mal wie man Spannung und das tut er hier sehr geschickt und auf eine intelligente Weise, recht gemächlich erzählt mit minimalistischen Mitteln, er lässt die Atmosphäre aber nur so glühen, ich möchte sie glatt als nahezu perfekt beschreiben und dazu noch mit Western-Elementen angereichert. Somit stellte sich bei mir ein Gefühl der Angst ein, eine Gefühl von Unwissenheit, voller Interesse verfolgte ich das Geschehen, na gut ich muss zugeben, trotz der recht gering gehaltenen Länge von ca. 80 Minuten gab es auch zwischenzeitlich kleine Längen, einige zähe Stellen und auch das Finale war mich jetzt nicht der erhoffte große Sprung, da das Ganze in der Hinsicht doch leider etwas verblasst, doch zufrieden bin ich allemal.
Die Kamera kann man weiterhin auch als großartig bezeichnen, gut gealterte Bilder, immer noch transferieren sie diese grandiose Atmosphäre, diese Bedrohung, die von ihr ausgeht, famos, man könnte auch sagen in gewisser Weise beklemmend und wie bereits erwähnt sehr schön sauber in Cinemascope gefilmt. Man spürt förmlich die Spannung, die in der Luft liegt. Ich kann diese Atmosphäre wirklich nicht genug loben, einfach genial.

Des weiteren wurde die Charaktere in dem Masse gut gezeichnet, wie man hätte bereits vermuten können, ja es wird auf ihren Hintergründen aufgebaut und diese sehr intelligent zusammengefügt, auch wenn die ein oder andere Figur dann am Ende doch etwas "vergessen" da steht bzw. verblasst, so wird gerade dies durch die grandiosen Akteure vertuscht, insgesamt aber doch eine recht gute Arbeite, die hier geleistet wurde. Dasselbe könnte man auch zum Score sagen, hochdramatisch und kraftvoll komponiert, in solcher Hinsicht erstklassig und somit für mich auch spannungsfördernd.

Was dann zum Schluss für mich zu sagen bleibt ist, dass "Stadt in Angst" doch ein mehr als gelungener und starker Klassiker ist, mutig und schlau inszeniert, zeigt er die dunklen Seiten Amerikas, kritisch beleuchtet. Dennoch ein Film, der besonders seine größtenteils Energie durch seinem phänomenal aufspielenden Spencer Tracy gewinnt. Trotzdem für mich ausgezeichnet.

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Filmkenner77

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@cpt. chaos Der kommt echt oft im TV. Meist in der Nacht oder auf den dritten Programmen. Ich würde sagen, in den letzten 5 Jahren bestimmt viermal. Da gibts wirklich andere Filme, die nie oder nur alle 20 Jahre im TV laufen. Zum Beispiel "The High and the Mighty" mit John Wayne. Mein Gedächtnis ist gut, aber ich glaube, der lief zuletzt in den 70er Jahren im TV.


cpt. chaos

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@Filmkenner: Ich meine den mal vor ner Ewigkeit gesehen zu haben, fand den, wenn ich mich recht entsinne, bis auf den Schluss recht gut.
Dann werde ich mal die Augen offen halten, vielleicht geht´s ja auch irgendwann im Dritten, ohne ein halbes Vermögen investieren zu müssen... ;o)


filmschauer

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Bewertung6.5Ganz gut

"Stadt in Angst" von Regieveteran John Sturges macht so vieles richtig: Ein mittels CinemaScope wunderbar in Szene gesetztes Setting, welches eine unverwechselbare Atmosphäre eines neuzeitlichen Westerns erzeugt. Dazu ein wirkliches Starensemble an Schauspielern wie Spencer Tracy, Robert Ryan, Anne Francis, Lee Marvin oder Ernest Borgnine. Zu guter Letzt eine spannende und mysteriöse Geschichte, bei der die Motive und Hintergründe lange sehr geheimnisvoll bleiben. Das Potenzial für ein Highlight aus Sturges' ruhmreicher Filmografie waren also gegeben. Leider reißt er es durch seine letzte Viertelstunde selbst ein, wenn es um die Auslösung des Ganzen geht. Im Grunde haben wir es mit einer klar ersichtlichen Message über Argwohn und Fremdenfeindlichkeit zu tun, was in einem Mikrokosmos einer winzigen Kleinstadt mitten im Nirgendwo auch gut vermittelt wird. Dennoch ist es der vordergründige Plot um den verschwundenen Kamoko, der nach einer mustergültigen Einleitung und großartigem Spannungsaufbau nichtdestotrotz durch ein plumpes Finale enttäuscht und das Gesamtergebnis runterzieht. Sehr schade, denn die erste Stunde des sowieso ziemlich kurzen Films ist ansonsten grandios inszeniert und die unterschiedlichen Figuren durch die Schauspieler sehr gut verkörpert, bei dem blutiger Ernst mit trockenem Humor wunderbar Hand in Hand gehen. Insofern ist "Stadt in Angst" nur knapp an einem großartigem Film, vielleicht sogar einem Meisterwerk vorbeigeschrammt.

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FrankB2B

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist und bleibt ein Klassiker ohne jedweden Makel !
Hollywood Legende "Spencer Tracy" als Wortkarger Einhändiger Kriegsveteran McReedy der nur für einen kurzen Zwischenstopp in dem Kuhkaff Black Rock aus dem Zug steigt um einem dort ansässigen Japanischem Einwanderer dessen Sohn in Italien gefallen ist seine Tapferkeitsmedaille zu überreichen und von dem Moment an wo seine Füße den Boden berühren ihm nichts als Feindseligkeit entgegenschlägt.
Sehr schnell wird McReedy klar das die Einwohner von Black Rock ein Dunkles Geheimniss haben und das der Anstifter für all die Feindseligkeiten ein Ortsansässiger namens Smith (Robert Ryan) ist der niemandem gestattet zu reden.
Dieser läst nichts unversucht um McReedy aus der Stadt zu vertreiben und muß letztenendes feststellen das er sich hier mit einem Gegner anlegt dem er nicht gewachsen ist.

"Stadt in Angst" ist für mich neben Filmen wie "Gesprengte Ketten" und "Flucht in Ketten" John Sturges" bester Film und hat dem legendären "Spencer Tracy" für seine Rolle in diesem Grandiosen Streifen eine weitere Oscarnominierung eingebracht.

Ebenfalls wirft "Stadt in Angst" einige interessante Fragen auf :
Schauen diejenigen die das Gesetzt vertreten doch öfters mal woanders hin und lassen Verbrecher gewähren und bestrafen deren Handlungen nicht !

Und das selbst eine Nation wie die Vereinigten Staaten von Amerika die die Freiheit als oberstes Prinzip ansieht und die Gleichheit aller Menschen immer und immer wieder betohnt letztenedes auch mit Antisemitismuss in viel zu vielen Teilen ihres Landes zu kämpfen hat.
Fremdenfeindlichkeit in einem Land das im 2 Weltkrieg selber versucht diese auf einem anderen Kontinent zu beenden.....das ist schon in gewisser Weise Ironisch.

"Stadt in Angst" ist ein sehr interessanter Film der auch wenn nicht unmittelbar beabsichtigt die ein oder andere Sozialkritische Frage an die Ansichten in Bezug auf Gleichstellung der Menschen in den USA stellt und das ist nicht nur legitim es wertet den Film in einem hohen Maße auf.

Ein echter Klassiker aus der Goldenen Zeit von Hollywood mit einer sehr starken Besetzung : Spencer Tracy,Robert Ryan,Ernest Borgnine,Lee Marvin & Walter Brennan !

Herausragend,ein Lieblingsfilm.
FrankB2B.

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Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Schauspielerisch auf höchstem Niveau. Spannender Klassiker mit einem gewohnt genial aufspielenden Spencer Tracy.

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Geistertexter

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Bewertung7.5Sehenswert

Sturges fast ohne Action, selten genug. Spannender Film über Rassismus und Zivilcourage.

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr schöner Film über die Geheimnisse einer Kleinstadt. Gut inszenierter Spannungsbogen, an dem man aber auch dranbleiben muss. Dazu stark besetzt.

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