Stander
Stander (2003), CA/DE/GB/ZA Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Drama, Actionfilm, Kriminalfilm
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
45 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Bronwen Hughes, mit Thomas Jane und Dexter Fletcher
Südafrika 1976. Der erfolgsverwöhnte und gute Polizist Andre Stander muss bei einem Aufstand Schwarze erschießen – auch Frauen und wehrlose Kinder. Die Zerissenheit zwischen seiner Schuld und dem politischen System seines Landes, das ein solches Vorgehen gutheißt, lässt ihn nie mehr los. Stander quittiert den Dienst und wechselt die Fronten. Er wird schnell zu Südafrikas erfolgreichstem Bankräuber, da er weiß, wie die Polizei vorgeht. Doch eines Tages wird er gefasst. Aber schon nach kurzer Zeit kann er fliehen und formt dann eine Bankräubergang, die vom Volk bewundert wird. Als die Gang durch Verrat festgenommen wird, gelingt ihm erneut die Flucht, das Verhalten der Polizei immer vorausahnend. Er taucht in den USA unter, wo er aber nicht glücklich wird und lässt es schließlich auf eine Konfrontation mit der Polizei ankommen, da er keine andere Möglichkeit sieht, endlich seinen inneren Frieden zu finden.





















Kommentare (5) — Film: Stander
Mike Myers Thu, 19 Apr 2012 15:54:43 -0000
Kommentar löschen"Stander" ist kein Retro-Porno, sondern erzählt die fast wahre Geschichte von Andre Stander, einem gewissenhaften und linientreuen Polizisten in Südafrikas 70ern. Während der brutalen Studentenaufstände um Soweto im Jahr 1976 muss er unbewaffnete Demonstranten töten und dieses traumatische Ereignis stürzt ihn in eine tiefe Moralkrise. Er beginnt ein kriminelles Doppelleben, in dem er zahlreiche Banken überfällt und kurz darauf sogar dreist am Tatort auftaucht, um seinen Job als Polizist zu erledigen.
Über Andre Standers wahre Motivation, die Seiten des Gesetzes zu wechseln, gibt es verschiedene Aussagen. Das im Film beschriebene Trauma ist nur eine Möglichkeit von vielen und wurde vorrangig gewählt, um den Charakter an uns zu binden. Und sie funktioniert prächtig, gibt sie doch nebenbei gleich eine prima Gelegenheit, gegen Südafrikas ehemalige Rassenpolitik zu schießen. So ist der Film zuweilen nicht nur hoch unterhaltsam, sondern besitzt einen angenehm politischen Hauch, indem er seiner Hauptfigur universelles Schuldbewusstsein auferlegt und gelegentlich zu einer Art Robin Hood für die schwarze Bevölkerung stilisiert.
Bemerkenswert ist noch, dass die aktuelle Regierung hilfsbereit mit Logistik und Material zur Seite stand, um einem der ehemals größten Staatsfeinde und Verbrecher Südafrikas ein doch sehr wohlwollendes Portrait zu zeichnen - was durchaus von ein wenig Größe und Vergangenheitsbewältigung zeugt. Zudem machte man ein noch lebendes Mitglied der Stander-Gang ausfindig, welcher haufenweise authentische Dialoge lieferte, die es fast originalgetreu in den Film schafften. Thomas Jane als Mann der 70er überzeugt bedingungslos, genauso wie seine liebevoll gestaltete Umgebung der langen Haare, Koteletten und blaugeschminkten Augenlieder, die eine fantastische Atmosphäre vermittelt. Und warum erinnert mich das alles nur an das "Sabotage"-Video der Beastie Boys ? :)
Was dem Film letztlich die Größe versagt: Leider suhlt Regisseurin Bronwen Hughes zu sehr in ihrem aufgebauten Ambiente, den ein oder anderen Dreistigkeit vermittelnden Überfall hätte man sich auch sparen können. Genauso geht es Standers Komplizen, die nur dürftig beleuchtet werden und in keinem Vergleich zur komplexen Gefühlswelt des Hauptcharakters stehen.
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Filmkenner77 Fri, 01 Oct 2010 13:08:55 -0000
Kommentar löschenDie Wandlung eines Polizisten zum Gangster wird nicht sonderlich überzeugend dargestellt und irgendwann reiht sich nur noch ein Überfall an den nächsten, ohne dass die Beweggründe der Person wirklich zum Vorschein kommen. Zweifellos ein Film, dem ein wenig die Tiefe fehlt.
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Discostu Sun, 04 Jul 2010 14:49:55 -0000
Kommentar löschenEin durschnittlicher Bankräuberfilm basierend auf einer wahren Begebenheit. Der Versuch, ein differenziertes Bild des Hauptdarstellers zu zeichnen wirkt etwas konstruiert und das Drehbuch schafft es nicht wirklich, eine interessante Geschichte zu erzählen, weshalb auch die Spannung sehr auf der Strecke bleibt. So ist Stander am Ende nur eine hübsch gefilmte Aneinanderreihung von Banküberfällen mit interessanten Einblicken in die Gesellschaft Südafrikas während der Apartheit.
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MoviePunk Sat, 20 Feb 2010 19:31:10 -0000
Kommentar löschenGute Biografie von einer eher unbekannten Person namens Andre Stander. Die Regie von Hughes holt das Maximum aus der dünnen Story raus. Die Musik und die Darsteller sind klasse. An einigen STellen wirds dann doch ein bisschen langweilig und die Action kommt eindeutig zu kurz. Kann man mal gucken aber muss man nich unbedingt.
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RolyK Sat, 08 Nov 2008 10:37:40 -0000
Kommentar löschenBesonders interessant an diesem Film ist sein Wandel: Zunächst sieht alles nach Polit-Drama aus, entwickelt sich aber mehr und mehr zu einem Heist-Movie mit durchaus witzigen Elementen.
Lohnt sich!
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