Star Trek VI - Das unentdeckte Land - Kritik

Star Trek VI: The Undiscovered Country

US · 1991 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 8

    Für mich der beste der "alten" Filme. Na klar, diese Allegorie auf die SU ist schon etwas sehr auffällig geraten und irgendwie auch nicht so ganz stimmig, da im Star Trek Universum ja eigentlich die Föderation im Sozialismus lebt und nicht etwa die Klingonen. Aber vielleicht war die SU auch einfach so weit vom Sozialismus entfernt wie die Klingonen mit ihren archaischen Riten.
    Und warum geht ein hunderte Welten umspannendes Imperium eigentlich unter, wenn ein Mond explodiert? Das beiseite gelassen haben wir hier einfach einen stimmigen Weltraum-Politthriller, mit großartigen Effekten (Stichwort: Klingonisches schwereloses Blut) und tollen Darstellern, die einfach Spaß machen. Selbst wenn sie in Sibirien landen.
    Christopher Plummer als Chang läuft sogar Montalbans Khan noch den Rang ab. So poetisch war Star Trek im Kino nie wieder (in den Serien schon). Für mich Platz 3 der Reihe.

    • 9 .5

      Diese 1:1-Umsetzung von UdSSR und Klingonen-Empire behagt mir nicht, weshalb ich immer so tue, als ob ich nichts über Gorbatschow und Gulags wüsste, dann ist der Film perfekt...

      • 6 .5

        Definitiv besser als Teil 5, vor allem, da die Handlung wieder besser und sogar wichtig für die Zukunft im Franchise ist, aber so ganz warm wurde ich auch nicht...

        • 6 .5
          RoboMaus 31.03.2017, 07:45 Geändert 01.04.2017, 06:57

          Der wohl politischste Star Trek. Hier geht es weniger um ein Weltraum-Abenteuer, wie es der unpassende Titel suggeriert, sondern um Diplomatie, politisches Taktieren, Verrat im Rahmen eines Komplotts auf höchster Ebene, sowie die Gerichtsverhandlung als Schauprozess, wobei das von den Herrschenden gewollte Urteil schon vorher feststeht.

          Die Klingonen nehmen als Standard-Bösewichte des Weltraums hierbei die Rolle der ehemaligen Sowjetunion ein, die im Produktionsjahr 1991 gerade erst zerfallen war. Man merkt es deutlich an manchen Äußerungen, wie die von Spock, dass sich die Klingonen durch exorbitante Militärausgaben selbst in den Bankrott getrieben hätten...... oder am klingonischen Schauprozess gegen Kirk, wie er in totalitären Systemen üblich ist.

          Mir ist Star Trek als packendes Weltraum-Abenteuer lieber, das in der Auseinandersetzung mit den Klingonen zwar stellenweise eingeflochten ist, aber insgesamt nur etwa ein Drittel des Plots einnimmt. Spannung kommt eher selten auf, obwohl einige gute Ideen dabei sind, wie das diplomatische Essen der Enterprise-Führung mit den ungehobelten Klingonen. Auch der sonst bei Star Trek so präsente Humor blitzt in dieser Folge weniger durch.

          Trotz allem ist das immer noch ansprechende, kurzweilige Unterhaltung, umso mehr, wenn man den politisch motivierten Inhalten etwas abgewinnen kann.

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          • 7

            Auf jeden Fall besser als sein Vorgänger. Vielleicht nicht der beste Star Trek Film, aber definitiv kein schlechter. Der Film mag sich zwar ein wenig ziehen, aber ist sehr gut gespielt. Der Film versucht auch nicht so penetrant tiefgründig zu sein wie sein Vorgänger. Wie für Star Trek typisch, bekommt man eine Geschichte über die Bemühung um Toleranz und Frieden. Hier wird einem also ein wirklicher tieferer Sinn geboten und nicht so eine Pseudo-Tiefgründigkeit im Gegensatz zum Vorgänger. Auch ein paar humorvolle Stellen sind zu loben (z.B. Kirk: "Mr. Spock, wir sind doch alle Menschen." Spock: "Diese Bemerkung finde ich beleidigend, Captain."). Dieser Film fühlt sich an, wie eine lange klassische Star Trek Folge und das ist ein gutes Gefühl (auch wenn es in der Serie Folgen gab die besser waren, als dieser Film).

            • 7 .5
              Copacabanasun 21.12.2016, 18:28 Geändert 28.12.2016, 17:21

              Road to Nemesis #6: Star Trek VI - Das unentdeckte Land
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              Im sechsten Teil kommt es auf einem klingonischen Planeten zu einer Katastrophe.
              Diese bringt die Klingonen mächtig unter Druck.
              Der Klingonische Kanzler will mit der Föderation einen Friedensvertrag schließen.
              Um sicher zu den Verhandlungen auf der Erde zu gelangen, soll die Enterprise unter dem Kommando von Cpt. Kirk die Cronos 1, das Raumschiff des Kanzlers durch das Föderationsgebiet geleiten.
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              Noch immer trauert Kirk um den Tod seines Sohnes, wofür die Klingonen verantwortlich sind.
              Nur widerwillig nimmt Kirk diese Mission an. Was nur allzu verständlich ist.
              Wie könnte man solchen trauen, oder auch nur Ansatzweise daran denken, mit ihnen Frieden zu schließen.
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              Mit das schwerste ist es über seinen eigenen Schatten zu springen. Besonders wenn dieser Schatten einen Frieden verdeckt, mit einem Volk, dem man im Inneren nichts Gutes wünscht.
              Doch diesen Hass darf man nicht die Oberhand überlassen. Man muss die Vernunft und das beste für alle im Blick haben. Das ist das wichtigste. - Hass darf man keinem Boden geben. Denn dort wo er wächst, kommt nie etwas Gutes hervor.
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              Nach einem weniger gelungenen Essen mit den Klingonen, kommt es zu einem Szenario mit dem niemand gerechnet hat.
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              Es folgt ein sehr spannendes Puzzle-Spiel im Weltraum. Die Suche nach den Schuldigen und den Hintergründen.
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              An Teil 6., merkt man deutlich die Handschrift des Regisseurs Nicholas Meyer der mit "Der Zorn des Khan" den besten Teil der Reihe inszenierte.
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              Nachdem sich Leonard Nimoy, und William Shatner höchstpersönlich um die Realisierung von Teil 3, 4 und 5 kümmerten, und sie dafür nicht gerade mit Lob überschüttet wurden (ausgenommen Teil 3), spürt man bei diesem Star Trek-Film wieder mehr Festigkeit in der Handlung und auch die Charaktere stehen besser im filmischen Licht.
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              "Das unentdeckte Land" weißt eine gut durchdachte Geschichte auf, und will uns vor Augen halten, das man für den Frieden, einiges riskieren muss, es aber das richtige ist, egal wie schwierig es zu sein scheint diesen zu realisieren.
              *Lieber Schweißperlen haben auf der Stirn der Verhandlungen wegen. Als Blut an den Händen des Krieges wegen*
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              Leider wird es immer welche geben die lieber Krieger sein oder bleiben wollen, und nichts von Frieden halten unter Völkern.
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              Sehr schöne Star Trek-Perle, die eine wunderbare Figur und viel Spaß macht.
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              • 8 .5

                Ein durch und durch gelungener Abschied der Original-Crew.
                Die Geschichte ist sehr facettenreich und stets spannend. Die Darsteller legen sich alle noch einmal richtig ins Zeug und holen aus ihren Figuren alles heraus. Dazu gibt es gute Action und tolle Dialoge.
                Nicht umsonst wird Teil 6 von vielen hier als Sci-Fi-Krimi beschrieben. Ich finde, diese Beschreibung passt perfekt.
                Der Film bietet einfach all das, was Star Trek so beliebt gemacht hat.

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                • 9 .5
                  Georg Arkin 23.07.2016, 13:36 Geändert 23.07.2016, 13:38

                  Für mich der zweitbeste ST-Film von allen. Hier hat man eine spannende Geschichte mit Krimi- und Thriller-Elementen und einem sauber inszenierten Finale. Bis zum Schluß weiß man hier nicht, wer der eigentliche Feind ist. Das ist im ST-Universum mal erfrischend anders und macht diesen Film zu etwas Besonderem. Ebenso erhalten hier auch die Klingonen die Gelegenheit zu zeigen, daß Sie keine grobschlächtigen Krieger sind, wie sie bis dahin gezeigt wurden.

                  Tricktechnisch auf der Höhe der Zeit, selbst heute noch, wie ich finde. Dabei unterhält der Film auch durch die gelegentliche lockere Art, wie sie gerade für die alte Crew typisch ist/war. Ein würdiger "echter" Abschluß für sie, nachdem ja eigentlich der 5. Teil den Abschluß bilden sollte. Zum Glück hat man noch diesen Film gemacht.

                  Fazit: Die alte Star Trek Crew nochmal at its best. "TaH pagh taHbe" gilt hier mehr denn je.

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                  • 8

                    Da ich derzeit einen Star-Trek-Marathon mache und bisher nur einzelne Teile wie "Zurück in die Gegenwart" kannte, war ich von diesem Werk sehr überrascht.

                    Die Vorgänger waren allesamt sympathisch gedreht und harmonisch zu schauen. Bei diesem Teil aber kann man, meiner Meinung nach, das erste Mal von einem spannenden Blockbuster sprechen.

                    Was die Vorgänger nicht wirklich aufbringen konnten war Spannung und von der Eigenschaft gibt es bei diesem Star Trek Film jede Menge. Der Film wirkte sehr kurzweilig im Gegensatz zu seinen meisten Vorgängern, die eher mehrere Längen hatten.

                    Auch die Elemente eines Politthrillers tun dem Film wirklich gut und machen einen Großteil seiner Qualität aus. Die schauspielerische Leistung von Shatner, Nimoy, Kelley, Doohan, Koenig und Nichols finde ich in ihrem letzten (alleinig) gemeinsamen Film noch mal um einiges besser als sonst.

                    Trotz fehlendem Score wie er zum Beispiel bei "Der erste Kontakt" sehr prägend ist, wirken viele Szenen emotional und mitreißend, was definitiv auf gute schauspielerische Leistungen zurückzuführen ist.

                    Für mich der bisher beste Teil der Reihe. Ich freue mich auf das Treffen der Generationen.

                    • 9 .5
                      RockyRambo 11.04.2015, 17:13 Geändert 02.05.2015, 18:11

                      Der letzte Teil der die komplette Besatzung der Originalsdserie aufweisen kann ist ein wahres Meisterwerk. Das klingonischen Imperium droht durch die Explosion eines ihrer Monde das Ende. Während Kirk (der den Tod seines Sohnes durch die Klingonen noch nicht vergessen konnte) nicht dagegen hätte wenn die Rasse der
                      Klingonen komplett Ausgelöscht würde tendiert Spock zu einem Friedensabkommen zwischen den Klingonen und der Föderation wodurch es zu einem großen Streit der beiden Freunde kommt. Als dann auch noch der Klingonische Kanzler Gorkon kurz nach einem Treffen ermordet wird deuten Spuren darauf hin das Kirk der Mörder ist. Er und Pille werden dafür vor ein Gericht der Klingonen gestellt können aber aus der Haft fliehen und schaffen es gerade noch ein Komplott welches sowohl von führenden Mitgliedern der Föderation und der Klingonen gestartet wurde und den Zweck hatte den Krieg weiter fortzusetzen aufzuhalten. Der Kalte Krieg im Star Trek Universum findet hier und jetzt sein langverdientes Ende.

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                      • 10

                        Der beste Star Trek Film: Gute Story, witzige Momente,wandlungsreiche Handlung...

                        • 9 .5

                          Der einzig wahre Science-Fiction-Krimi !!!

                          • 5

                            Ein fetter Kirk.
                            Ein ausgelaugter Spock.
                            Tja was soll man sagen.
                            Kein Star Trek mehr.
                            Aber einmal gucken schadet nicht.

                            • 8

                              "Das unentdeckte Land" eine würdige Abschlussvorstellung für die original Star Trek Crew dar. Dadurch, dass Kirk hier lernt seine Vorurteile über die Klingonen zu überwinden schließt sich ein Kreis, was von den Drehbuchautoren toll gelöst wurde. Dadurch das der Film eine Analogie der Ereignisse darstellt, die zum Fall des eisernen Vorhangs und der der Berliner Mauer geführt haben dringt er zum Kern dessen vor, was Star Trek ausmacht. Denn in ihren besten Momenten hat die Serie unserer Realität den Spiegel vorgehalten, und uns dadurch gezeigt, was wir tun könnten um die zahllosen politisch-gesellschaftlichen Konflikte unserer Zeit zu lösen. Es wäre gut gewesen, wenn auch der zehnte Film "Nemesis" diesen Weg gegangen wäre, aber da waren die Drehbuchautoren wohl nicht clever genug.

                              • 9

                                Langes Star Trek-Erinnerungswochenende, die Sechste... Film ab!
                                In der Tat der erste (und einzige) Star Trek-Film, den ich seinerzeit im Kino gesehen habe... und der überragende Beweis dafür, daß man die Filme am besten auf der großen silbernen Leinwand sehen muss, um wirklich überwältigt zu sein. Ich glaube, ich war sogar drei- oder viermal während seiner, bei uns leider sehr kurzen, Laufzeit drin... und hätte das Taschengeld es hergegeben, wär ich wahrscheinlich jeden Tag ins heimische Kino gepilgert.
                                Dieser letzte, der krönende Abschluß mit der Stammmannschaft, hat einfach alles... Story, Effekte, Humor, Politik, Darsteller... es stimmt einfach alles.
                                Inzwischen ist auch wieder die liebevolle und tiefe persönliche Freundschaft unseres Triumvirates wieder da angekommen, wo sie zu Zeiten der Fernsehserie schon lange war... so weit hätte sich Kirk in Zorn des Khan vermutlich nicht geöffnet, über seine tiefsten Ängste und persönlichen Vorurteile zu sprechen (angedeutet wurde es dort beim Thema älter werden, aber es wurde nie weiter ausgebaut), über seinen Ärger, daß Spock ihm die Möglichkeit bietet, über seinen eigenen Schatten zu springen, indem er den klingonischen Kanzler durch Föderationsgebiet eskortiert und ein festliches Essen an Bord der Enterprise arrangiert. Und es ist ja nicht so, als wäre Kirk mit seiner vorurteilsbeladenen Meinung allein... seine Offiziere teilen sie ebenso wie die klingonischen Gäste an ihrer Tafel. Und man muss sich doch nur mal die aktuellen Nachrichten zu Beginn der 90er oder heute ansehen... Kirk ist nie allein... damals, mit Ende des Kalten Krieges, schauten alle misstrauisch auf das sich nach dem Zerfall der Sowjetunion neu bildende Russland (Gorkon wird erschossen, Gorbatschow wurde gottlob nur abgesägt)... heute ist es nicht anders... wieder schauen wir alle misstrauisch nach Osten, nach Russland, und die Propaganda drückt uns an den Rand des nächsten Kalten Krieges...
                                So aktuell Star Trek VI damals gewesen ist, so aktuell ist er auch heute noch. Weg mit den Vorurteilen, weg mit der Angst vor einem vielleicht übermachtigen Feind, lasst uns die Hände reichen und ein Bündnis bilden, aus welchem wir beide gestärkt hervorgehen werden. Nichts anderes ist die Botschaft dieses Films. Aber solange persönliche Interessen dagegen stehen (wie im Film durch Militär, vertreten durch Admiral Cartwright, oder Wirtschafts- und Vormachtsinteressen, die ich jetzt einfach mal den Romulanern unterstelle) und die Propaganda dann auch noch gezielt dagegen arbeitet, werden wir das ursprüngliche Ziel, für welches die Föderation bei Star Trek eigentlich stehen sollte, nämlich das friedliche Miteinander abseits von Neid und Gier zum Ziele der Selbstverwirklichung (wie es Picard wunderschön in Star Trek VIII umschreibt), vermutlich auch in den nächsten dreihundert Jahren nicht erreichen.
                                Und so schließe ich mit den Worten der Tischgesellschaft, die sich in mein Gedächtnis gebrannt haben wie keine anderen:

                                General Chang: Sie müssen uns verstehen, Captain. Unser Volk braucht Raum.
                                Kirk: Erde, Hitler, 1938.

                                Also denn... Tagh pah taghbe

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                                • 9

                                  Shakespear war ein Klingone !
                                  Ich liebe diesen Film. Die Story hat viel von aktuellem Weltgeschehen, ist durchgehend logisch. Die Schauspieler geben wie immer ihr bestes und es gibt einige ikonische Scenen (Sein oder nicht-sein, das ist hier die Frage, Aschenputtel und die Suche nach dem passenden Schuh,...).
                                  Es gibt Aktion, Humor und für die damalige Zeit überagende Effekte. Es ist einwürdiger Abschluss.

                                  • 9

                                    Dies ist er, der beste klassische Star Trek Film! Leider auch der letzte...
                                    Hier ist alles drin (sogar flacher Humor, siehe Knie), die Story ist toll, es gibt wichtige Einträge ins ST-Kontinuum und insgesamt stimmt endlich mal alles! Punkt.

                                    • 7 .5

                                      Ein würdiger Abschluss für die "alte Crew" von der Enterprise. Der sechste kommt dabei fast an den meiner Meinung nach besten (vierten) Teil heran. Besonders überzeugend sind auch hier die Bezüge zu den damals wie heute sehr aktuellen, tagespolitischen Themen. Spannung ist vorhanden, ebenso Action und die Stimmung passt auch. Wahrlich sehenswert.

                                      • 6

                                        Sichtlich geprägt von den GAU's und Revolutionen im Herzen Europas, erhebt „The Undiscovered Country“ Star Trek erstmals ganz konkret in einen politischen Kontext. Fiktionalisierte Zeitgeschichte sozusagen, deren Integration in den Mikrokosmos "Star Trek" geradezu logisch erscheint. Die Klingonen stecken nach ihrem ganz persönlichen Tschernobyl mitten in der Wirtschaftskrise, die interplanetaren Beziehungen sind zerrüttet und finden schließlich ihre direkte Konfrontation in einem angespannten Arbeitsessen, an dessen Anschluss der Mordanschlag auf den klingonischen Kanzler die Friedensbemühungen endgültig torpediert. Von Shakespeare-Referenzen und Justizdrama in der ersten Hälfte, zum Gefängnis- und Verschwörungs-Thriller in der zweiten - „The Undiscovered Country“ schlägt nach zwei hemmungslos trashigen Vergnügungsfahrten (zum Glück) wieder ernstere Töne an. Am hin-konstruierten Plot-Aufhänger kann man sich stoßen, trotzdem sorgt er für Zug und den nötigen Drive in der Dramaturgie, ehe Meyer das Tempo mit der Gerichtsverhandlung wieder spürbar drosselt. Den Handlungsspielraum anschließend um den Aufenthalt im Strafgefangenenlager zu erweitern, hilft „The Undiscovered Country“ dabei ebenso sehr, wie es ihm schadet, gerät Meyer doch etwas aus der Spur, ehe das konventionelle Finale um den vereitelten Attentatsversuch und die anschließende, schnörkellose Auflösung das Ding effektiv nach Hause fährt. Nostalgisch wird dieser sechste und damit letzte gemeinsame Auftritt der Original-Crew nur zu seinen letzten Minuten und auch da sind es eher die wehmütigen Blicke der Brücken-Mannschaft, die den Abschied schwerer machen als erwartet. Bis zum Morgengrauen und noch viel weiter. Oder so.

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                                        • 9

                                          Sie können es immer noch! In diesem Film beweisen Kirk, Spock, Pille & Co. nochmal, was einen guten STAR TREK Film ausmacht und es gelingt ihnen auch. Die Klingonen werden hier gezwungen, über das Verhältnis mit der Förderation nachzudenken und James T. Kirk wiederum über sein persönliches Verhältnis zu den Klingonen. Dazu gibt es wieder Action, Spannung, Humor und Selbstironie vom Feinsten. Obendrein retten sich die Freunde mal wieder gegenseitig aus der Patsche, es gibt neue Ausserirdische (Chamäleoniten) und es blitzt auch wieder mal gelungen der Humor durch. Ich muss zugeben, ich hätte liebend gern noch viele weitere Abenteuer dieser Art gesehen. So bleibt nur ein dickes Dankeschön an die Besatzung für die tollen Abenteuer und einen guten Flug zum zweiten Stern von rechts und dann geradeaus bis zum Morgen.

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                                          • 5 .5

                                            Nette ältere Leute in schicken Uniformen wirken, als wenn sie auf einer Convention auftreten. Aber schön bunt ist der Film.

                                            • 8 .5

                                              Phase 2 meiner Star-Trek-Komplettsichtung ist abgeschlossen, die TOS-Crew feiert ihren Abschied. Ein letztes Mal also startet die Originalcrew um Captain James Tiberius Kirk mit der Enterprise, ein letztes Mal begibt sich sein Team, bestehend aus Captain Spock, Dr. Leonard H. "Pille" McCoy, Captain Montgomery "Scotty" Scott, Commander Pavel Chekov, Commander (Nyota?) Uhura und Captain Hikaru Sulu (Dienstgrade zur Zeit des Filmes), auf große Mission. Zum Glück lässt sich so der Abschied um knappe zwei Stunden aufschieben.
                                              Ungewohnt politisch gestaltet sich die Handlung des sechsten Filmes der Science-Fiction-Reihe. Ohne allzu viel zu spoilern, werde ich kurz die Handlung umreißen. Durch eine selbstverschuldete Umweltkatastrophe sind die Klingonen gezwungen, der Vereinten Föderation der Planeten ein Friedensangebot zu unterbreiten, um den Untergang ihrer Rasse zu verhindern. Terroristen versuchen dies durch einen Anschlag zu verhindern.
                                              Schnell wird deutlich, dass die Story sehr von den politischen Ereignissen der Entstehungszeit des Films (Release 1991) beeinflusst ist. Annäherung von Ost- und Westblock im All, sozusagen. Somit kehrt des letzte volle Lebenszeichen der Urcrew zurück zu den Ursprüngen des Franchises, das schon immer durchzogen war von ethischen und (zurückhaltend) politisch motivierten Botschaften.
                                              Seinem letzten gemeinsamen Film würdig leistet sich der Cast keine Ausfälle und als besonderes Schmankerl sieht man mit Grace Lee Whitney als Janice Rand eine meiner absoluten, viel zu früh entfernten Rollen. Natürlich ist meine Sichtweise als naiver Hardcorefan in keinster Weise objektiv, dennoch denke ich, dass ich richtig liege, wenn ich behaupte, auch in den Nebenrollen seien keine Ausreißer nach unten festzustellen. So entseht eine einzigartige, völlig überzeugende Atmosphäre, woran vermutlich auch der reale - und auch heute brandaktuelle (Nahost!) - Hintergrund einen Anteil hat. Schön, dass am Ende alles stimmt.
                                              Von technischer Seite gibt es im Prinzip nicht viel zu berichten, in alter Star-Trek-Manier hat man sich größtenteils auf schöne Modelle und die altbewährten Effekte verlassen. Einzig in einer Szene wurde in Schwerelosigkeit herumwabbelndes Blut eher unschön animiert. Einen Aussetzer, der aber vor allem an der Entstehungszeit liegt und vernachlässigbar ist, finde ich aber durchaus vertretbar.
                                              Nun, mit "Star Trek VI - Das unentdeckte Land" endet eine Ära. Ich blicke zurück an viele tolle Geschichten, die ich, mal mit Anspannung, mal mit Amüsement, mal mit Trauer, aber immer mit Begeisterung vor dem Bildschirm mitverfolgt habe. Kurzer SPOILER Wenn Spock am Ende zur Befehlsverweigerung rät und Kirk Peter Pan zitiert, um ein letztes Mal in die Tiefen des Raums vorzudringen SPOILER ENDE, dann muss ich schon aufpassen, dass ich kein Tränchen verdrücke. Eine schöne Zeit ist vorüber und ich freue mich auf neue Abenteuer mit einer neuen Crew.
                                              TaH pagh taHbe'!

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                                              • 7

                                                Der letzte Teil mit der alten Crew zeigt für mich zum ersten mal eine Story mit einer überzeugenden Grundidee. Damit verabschieden sich Spock und Co nochmal mit einem Höhepunkt. Der Film ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch spannend. Letzteres ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal unter den ersten sechs Filmen.

                                                • 7 .5

                                                  Mit diesem Film haben Kirk, Spock und Co einen würdigen Abschied von der Enterprise. Der Film ist zu heutigen Maßstäben zwar nicht mit den besten Effekten gemacht worden, ist aber dennoch sehr schön anzuschauen. Die einzelnen Szenen sind meiner Meinung nach alle sehr stimmig und schön gestaltet worden. Auch sonst ist der Film sehr unterhaltsam, und doch spannend gemacht. Ein gelungenes letztes Abenteuer der Enterprise unter dem Kommando von James T. Kirk.

                                                  • 7 .5

                                                    Teil 6 der "Star Trek - Stardate Collection": Star Trek VI: Das unentdeckte Land

                                                    Nach dem unterdurchschnittlichen 5. Filmabenteuer um James Tiberius Kirk und seiner Crew, bekamen sie noch eine Chance um sich beim 25. Franchisejubiläum würdig von Publikum zu verabschieden.
                                                    Diese wurde auch genutzt. Der Regisseur Nicholas Meyer, welcher auch Star Trek II inszenierte und maßgeblich am Drehbuch von Teil IV beteiligt war, kehrt zur Enterprise zurück und präsentiert ein Abenteuer welches sich wieder sehen lassen kann.
                                                    Kurz gesagt, sehen sich die Klingonen aufgrund einer verheerende Katastrophe gezwungen über Frieden zu verhandeln. Aufgrund dessen ereignet sich ein Verrat in den die Enterprise verwickelt wird.
                                                    Das interessante an dieser Story ist, dass sie nicht von Action getrieben wird. Sie bedient sich an Ereignissen die zu dieser Zeit brandaktuell waren (Tschernobyl, Ende des kalten Krieges, Fall der Mauer) und wandelt diese in tatsächliche Ereignisse um. Der Mond Praxis steht dabei für Tschernobyl, der Kalte Krieg steht... naja, für den Kalten Krieg zwischen Föderation und Klingonischem Imperium und der Fall der Mauer steht für das Verschwinden der "Neutralen Zone" falls es Frieden gibt.
                                                    Wichtiger Bestandteil des Films ist auch der Abschied der ersten Enterprise Crew. Eine abenteuerliche Reise endet.
                                                    Etwas Melancholisch wird man schon, wenn man so gut wie alle Abenteuer dieser Menschen mitverfolgt hat und nun von "Ruhestand" gesprochen wird.
                                                    Das Setting ist ewas düster, wenn auch nicht so düster wie bei Meyers erstem Star Trek Film.
                                                    Schauspielerisch scheint sich die Crew der Enterprise vom Debakel des letzten Films erholt zu haben und sie ziehen noch einmal alle Register.
                                                    Abgerundet wird dies von Kim Cattrall (Lieutenant Valeris), David Warner (Kanzler Gorkon) und Christopher Plummer (General Chang). Letzterer fällt besonders positiv auf, da er einen so viel besseren Gegenspieler abgibt als Christopher Lloyd (Star Trek III) oder Laurence Luckinbill (Star Trek V).
                                                    Die Effekte finden wieder zurück auf das gewohnt gute Niveu, doch optisch hatte ich das Gefühl ich sehe mir einen Fernsehfilm an. Das Bild wirkte einfach nicht wie in einer Kinoproduktion.
                                                    Am Ende ist "Das unentdeckte Land" ein würdiger Abschied von der "alten" Crew, welcher sich immer wieder sehen lassen kann.

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