Handwerklich ist Forsters Film ohne Makel: Kunstvolle Überblendungen, Traumsequenzen und Déjà-vus sind eindrucksvoll und stimmig inszeniert. Die große Form kann allerdings nicht verdecken, dass die Geschichte nur ein Vorwand ist. Sie bleibt bis zum Schluss ein wirres Konglomerat aus scheinbar beliebigen Eindrücken, das auch dadurch nicht interessanter wird, dass der Zuschauer nicht weiß, was wirklich passiert und was Einbildung ist.
Das hat man schon gehaltvoll gesehen - "Fight Club", "The Sixth Sense" und "Memento" lassen grüßen.
Nicht der in der Zusammenfassung genannte Trip, sondern der Plot ist ein Albtraum! Zum Glück hat der Regisseur mit "Schräger als Fiktion" gezeigt, dass er es viel besser kann.
Rätselfilm, der keine Fragen stellt, durchgestylt und hohl. Diese blasierten so-als-ob-Filme von Marc Forster gehen mir langsam auf den Keks. Warum zum Schmiedl gehen, wenn man den Schmied haben kann (hier: Lynch, Haneke)?
Verwirrendes Meisterwerk , sollte man sich aufjedenfall anschauen. Man muss auf Kleinigkeiten achten sonst schnallt man vieles nicht und empfindet es als unnützliches Gelaber. Kann/Sollte man sich auch öffter angucken .
Hab mich schwer getan damit. Von allen Seiten Empfehlungen bekommen und dann Sätze gehört wie: "Musst du dir mehrere Male anschauen!" Das weckt in mir immer Misstrauen. Jetzt hab ichs endlich geschafft und war konzentriert wie lang nicht mehr. Der Film ist ein Sammelbecken von Details und Bezügen und funktioniert auf vielen Ebenen gleichzeitig. Man kann das Ganze, wenn man möchte, als glänzende Oberfläche abtun und vielleicht wusste der Regisseur des Öfteren selbst nicht, was er für Interpretationstiefe erreicht. Aber ihn wegen des Endes zu verteufeln ist mir unmöglich. Dafür hat es sich zu oft angekündigt. Was ich gesehen habe, hat mich berührt, das ist es was letzten Endes zählt.
Verwirrung und grundsätzliche Fragelosigkeit hat Stay bei mir erzeugt. Das war mein erstes Gefühl während des Abspanns.
Eine Freundin hatte ihn mir empfohlen, sie fand ihn sehr gut und warnte mich auch gleich vor, dass wir unsere Auf- und Erklärungsansaetze danach austauschen müssen. Geguckt. Getan. Es gibt ja ein Haufen von unterschiedlichen Interpretationen der ganzen Geschichte. Nahtoderfahrung, Traum, Schizophrenie...
Ich hätte mir mal Stift und Zettel als staendige Begleiter krallen müssen. . .
Teilweise scheint es wie bloße Aneinanderreihung von Bildern und konfusen, komplett verworrenen Situationen. Und dieses Ende. Ich habs anfangs einfach nicht geschnallt und tue es teilweise immer noch nicht.
Ich hatte ab ungefähr der Mitte des Film eine bestimmte Auflösungstheorie. Nämlich die, das der Psychiater Sam und der Patient Henry ein und dieselbe Person sind. Also dass Henry oder Sam sich die jeweils andere Person nur einbildet. Und das wird in gewisser Weise auch stimmen. Aber wahrscheinlich nur in Henrys Kopf. Er stellt sich Henrys Persönlichkeit und Leben so vor in dem kurzen Augenblick, in dem sich Sam über ihn beugt.
Oder alle im Film vorkommenden Personen sind reine Hirngespenster Henrys. Zusammen sind sie Henry und jeder steht für ein Merkmal bzw. eine Seite seiner Persönlichkeit. Henrys Figur ist der labile und depressive Henry. Sam ist der erfolgreiche, selbstbewusste Henry und Leila ist der kreative Part seines Charakters.
Vielleicht aber ist auch alles - inbegriffen des Unfalls - eine Illusion.
Dann ist da noch dieses Autounglück, welches Henry als Kind erlebt hat, bei dem auch seine Eltern verstorben sind. Seine Eltern spielen den ganzen Film eine passiv wichtige Rolle also wird dieses tragische Erlebnis der Ursprung von allem sein.
Dann ist da diese Frau am Unfallort, die man staendig sagen hört "Er ist doch noch ein Kind". Ich nehme an, das Henry schon während dieses Unfalls als halbwegs Erwachsener die Erinnerungen aus der Vergangenheit - also seiner Kindheit - mit der Gegenwart vermischt. Oder er eigentlich auch ein Kind ist, dass sich selbst anders wahrnimmt oder das er seine Vergangenheit noch einmal erlebt und sie mit der möglichen Zukunftsvision total miteinander verknüpft während er dem Tod bedeutend nahe ist.
Andere Ereignisse könnte ich mir dann auch erklären , dass Henry sich schuldig für den Tod seiner Familie fühlt und sich deswegen im Traum bei ihnen entschuldigen möchte, beispielsweise dadurch, dass er den Vater wieder sehend macht.
Trotzdem existieren tausende Fragezeichen über meinem Kopf. Die kranke Psychiaterin. Seine angebliche Freundin aus dem Theater und vor allem dieser Verlobungsring.
Eine Theorie passt einfach nie vollends mit einer anderen zusammen.
Mein abschliessendes Fazit ist, dass mich der Film von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann gezogen hat. Das Wundern und endlose Herumrätseln macht mich zwar wahnsinnig aber auch sehr zufrieden.
ohja ich erinner mich ... die find ich natuerlich sehr sexy :D aber warum seh ich nie jemanden auf der strasse , der auch so stilsicher ist ;)
da hat sich wahrscheinlich auch jeder zuerst gefragt was das soll... so kann man doch niemanden rumlofen lassen.. da gibs bestimmt noch eine millionen kleine unauffällige details die alle irgendwie zusammen hängen und irgendeinen tieferen sinn ergeben..
da wären wir wieder beim stift und zettel.... :)
Aber er ist doch kein Kind während des Unfalls? Die Frau am Unfallort sagt das auch nur, weil er noch so jung ist. Den Rest hast du meiner Meinung nach gut interpretiert.
sehr guter film doch das ende ist ziemlich verworren und man kommt als normal sterblicher nur schwer darauf was jetzt eigentlich los ist ... doch auch wenn ich höre das alles nur in seinem kopf sich abspielt kommt mir das alles nicht ganz schlüssig vor ... vielleicht werde ich es ja noch verstehen und stay dann für meinen lieblingsfilm halten ;)
ich habe mir nochmal ein paar forendiskussionen durchgelesen und jetzt wird mir so ziemlich alles schlüssig ... cih werde mir die tage den film nochmal angucken ......
Tolle Schauspieler, interessantes Design, aber das Ende hätte ich ohne Erklärung wohl nie geschnallt... Wahrscheinlich müßte man den jetzt wirklich noch ein zweites Mal sehen, aber wahrscheinlich würde ich mich wieder die meiste Zeit fragen, warum Ewan McGregor viel zu kurze Hosen anhat... und immer noch nicht durchsteigen. Würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen.
Spoiler: Ryan Gosling sieht den guten Ewan doch in Wirklichkeit am Boden liegend aus der absoluten Froschperspektive. Daher erscheint ihm Ewans Hose zu kurz, und so zieht sich das wohl durch den kompletten Film.
Hab's jetzt sogar schwarz auf weiß:
Why are Ewan's character's trousers so short?
The explanation is that when he kneels next to Ryan on the street at the end, from Ryan's perspective, when he looks at him, his pants are up. So from his perspective he sees short pants.
aus einem Interview mit Marc Forster
http://www.timeout.com/film/news/963/marc-forster-q-a.html
Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass der Film in die übliche vertwistete Pseudo-philosophisch-Schiene rutschen würde, doch er konnte sich vorher immernoch fangen und meine Aufmerksamkeit somit wachhalten.
Ryan Gosling spielt gewohnt herausragend und Ewan McGregor sammelt mal wieder das ein oder andere Sympathiepünktchen.
Ein Versuch das Klammern an die eigene Realität als einziges Mittel der Existenz darzustellen? Vllt. auch der Versuch eine Kurz-vor-dem-Tod-Situation und die damit Verbundene eigene Realität zu zeigen? Oder auch das Aufarbeiten eines Todes in eigenen Händen? Vielmehr scheint das am Ende alles verbunden, ja vielmehr einzig ohne die Komponente "Zeit" zu erklären. Wer Gesprächsstoff sucht nach einem Filmabend: Go 4 it =)
Am Ende könnte ich glatt meine Virtine zerdeppern, aus dem Sessel springen, hektisch den DVD-Player aus dem Regal reißen und rein damit. Dann schreien. Toben. Brüllen. Letztendlich mit den Füßen in die Glasscherben treten und an Diphterie sterben. Und das alles nur wegen des Films, der ohne das Ende ganz toll gewesen wäre.
Visuell eindrucksvoll! Schauspielerisch fast makellos! Schnitttechnisch sehr innovativ! Thema: Realität und Illusion. Handlung: Keine Ahnung. Ein Film, den man mehrmals sehen muss.
Was der Film hier möglicherweise meint (Forster selbst kann es im Interview auch nicht so genau erklären und McGregor stottert sich irgendwas zusammen), verstehe ich so: Zeit, Raum, Personen, ihre Gefühle und Erinnerungen u.a. sind ein Ganzes (Sein) und für unseren Verstand nicht erfassbar, weswegen er gerne mit uns Achterbahn (besonders emotional) fährt.
Die Personen in Forsters Film bekommen mehr oder weniger einen Zugang zu dieser umfassenderen Perspektive, was sie irritiert bis verstört und das versucht der Regisseur angestrengt in Bilder zu packen, eingerahmt von einer allerdings gewöhnlichen Story (Wettlauf gegen die - im banalen Sinne - Zeit).
Ich mag auch sehr gern Filme, bei denen es immer wieder noch etwas zu entdecken gibt, mag sein, dass sich bei Stay in diesem Sinne auch noch ein zweites Schauen lohnen würde, aber für mich hat der Streifen fast null Atmosphäre.
Das Rätselhafte und im Prinzip Unfassbare klarer zu zeigen - natürlich weiterhin ohne es zu erklären zu versuchen, hätte dem Projekt vielleicht besser getan, so scheint es mir, als wird mit den vielen visuellen Stilmitteln der Zugang zum Thema gleich wieder zugekleistert.
Bis man am Ende endlich versteht, wohin das Ganze führt, muss man eine Menge Sackgassen über sich ergehen lassen. Aber am Ende muss ich sagen, war es das wert. Nicht immer ganz stimmiger, aber interessanter Film mit einem guten Ryan Gosling.
Ein Film der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion geschickt verschwimmen lässt und einen immer weiter in die Irre führt. Die Struktur und der Aufbau von Stay erinneren stark an einen David Lynch, denn auch hier faszinieren die intensive Spannung und eine visuell berauschende Optik. Kein Mainstream-Popcorn-Movie, sondern ein Streifen, der erst nach mehrmaligem Schauen die Konfusität sinken lässt.
Ich mag Filme, die man vielleicht erst ein zweites oder drittes Mal anschauen muss, bevor man sich die mysteriösen Ereigenisse zusammenreimt.
Bei diesem Film hatte ich jedoch keine Hoffnung, dass sich bei mehrmaligem Schauen irgendetwas zusammenreimt.(mysteriöse Blindenheilung, ein Fremder wird für den eigenen Vater gehalten, u.s.w)
Als ich mir den Film von einem Freund habe erklären lassen, wurde alles klarer. Es steckt doch eine vernünftige Erklärung hinter allem.
Außerdem ist der Film, vor allem wg. seiner gelungenen Optik und wg. des Mitwirkens von Bob Hoskins lohnenswert.
Der Film beginnt. Man denkt sich "Aha, beginnt etwas wirr, wird sich aber bestimmt bald alles aufklären und dann wird ein "normaler" Ablauf folgen". Aber man irrt sich. Der Film läuft weiter und wird wirrer. Und immer dann, wenn man glaubt, die Handlung nimmt bekannte Züge an, wird's wieder wunderlich. Man ist während der ganzen Laufzeit auf einer Suche nach Erklärungen, man wartet auf eine Auflösung. Dann kommt der Schluß. (Fast) alles löst sich auf, mit einem Schlag hat man den Film verstanden, man kommt ins Grübeln, denkt nach, ist noch lange gepackt. Den "Sixth sense" mit (entfernt) ähnlichem Thema möchte man ein zweites Mal sehen um zu prüfen, ob man das überraschende Ende nicht doch schon vorher hätte entschlüsseön können. "Stay" bleibt fester im Kopf, weniger technisch, man muss ihn nicht zweimal sehen. Einer der seltenen Filme, die auch nach Ende noch das Hirn anregen.
Mach einen guten Thriller/Film aus, dass der Zuschauer einen klares Ende vor sich findet und alles gleich auf anhieb versteht?
Polarisierend setzt Stay andere Maßstäbe, verwirrt, bestürzt, lenkt ab. Faszinierend sitzt man am Schluss und muss sich selber erst über Realität und Fiktion im Klaren werden.
Er reiht sich definitv in meine Hall of Fame von Lieblingsfilmen ein!
"Stay" ist ohne Zweifel einer der am besten inszenierten Psycho-Thriller überhaupt. Vergesst bitte den so hochgelobten "The sixth Sense", der beim zweiten Sehen, wenn das Ende bekannt ist, etwa so spannend und interessant ist wie eine Folge der Oliver Geißen Show. Denn "Stay" bietet wirklich das ultimative Thriller-Erlebnis und kann nicht nur mit einem überraschenden Ende, sondern auch mit mit einem brilliant umgesetzten Hauptteil punkten.
Der Film entführt den Zuschauer auf einen merkwürdig anmutenden Trip, der mit zunehmender Laufzeit immer undurchsichtiger und verwirrender wird. Man wartet gebannt und gespannt auf das Ende, das die Auflösung dieser sonderbaren Handlung bieten soll. Wie auch immer, die Auflösung bietet zwar Ansätze zur Erklärung, so ganz wird alles beim ersten Sehen aber nicht klar. Aber gerade das macht "Stay" aus: Noch nie habe ich einen Film gesehen, bei dem ich hinterher so sehr das Gefühl hatte, ihn noch einmal sehen zu müssen / wollen. Jede Szene oder jedes Detail, die ich mir ins Gedächtnis rief oder an die ich erinnert wurde, scheint eine bestimmte Bedeutung zu haben, die aber erst am Ende des Film wirklich klar wird.
Neben der überaus intelligent konstruierten Story überzeugt Stay aber auch unter allen filmtechnischen Aspekten. Die beiden Hauptdarsteller Ewan McGregor und vor allem Ryan Gosling spielen wahnsinnig authentisch, so dass die Situationen des scheinbar paranoiden Studenten und des helfenden Psychaters sehr deutlich werden. Auch der Soundtrack ist sehr gelungen und unterstützt die gespannte Stimmung des Films.
Vor allem aber bietet "Stay" ein Meisterwerk der Film-Optik. Die Kameraeinstellungen und die Schnitttechnik sind einfach fantastisch und führen zu den besten Szenenübergängen, die man sich vorstellen kann. Warum Kamera und Schnitt in "Stay" keinen Oscar bekommen hat, ist mir unbegreiflich. 2004 wurde Cutter Matt Chesse schon für Marc Forsters "Wenn Träume fliegen lernen" nominiert, "Stay" hätte es umso mehr verdient gehabt.
Fazit: Mit einmaligem Ansehen ist es bei "Stay" nicht getan; dieses optische Meisterwerk muss man mwhefach auf sich wirken lassen, um alle Feinheiten zu erkennen.
Optisch tatsächlich ein Leckerbissen, schickt der Film den Zuschauer auf eine wirre Achterbahnfahrt. Welche leider nur das meiner Meinung nach enttäuschende Ende doch ziemlich vermiest wird.
Einmal sehen ist okay, aber definitiv kein Film der zum immer wieder angucken einlädt, außer man ist sehr fasziniert von der Detektiv Jagd nach den oftmals doch sehr wagen Hinweisen auf das Ende.
optisch interessanter und innovativer Film
Jedoch hat mich die Story zu keinster Zeit gefesselt(wie es zum Beispiel bei Mulholland Drive und Donnie Darko der Fall war) und das Ende ist eine Unverschaemtheit
Zunächst einmal:
"Stay" bietet dem Zuschauer ein visuelles Festmahl aus absolut perfekten und mehr als oscarreifen Schnitten, genialen Kameraeinstellungen und einem abartig guten Soundtrack.
Für mich ist "Stay" in diesen drei Kategorien einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe.
.
Doch leider bin ich mit komplett falschen Erwartungen an den Film gegangen: Ich habe ein seichtes Popcorn-Kino mit leicht philosophischem Hintergrund erwartet, das den Zuschauer ncht allzu sehr überfordert.
Was ich jedoch zu sehen bekam war weniger ein Film als ein meisterhaftes Kunstwerk des modernen Kinos.
.
Der Streifen nimmt den Zuschauer mit auf einen höllischen Trip durch ein zu entflechtendes Gewirr aus Illusion und Realität und nur allzu oft stellt sich einem die Frage "Was soll das Ganze?".
.
Das Ende, soviel sei verraten, bietet jedoch nur Erklärungsansätze, nicht aber eine eindeutige Lösung. Der Zuschauer wird dazu gezwungen sich die Geschichte noch einmal vor Augen zu führen und seine eigene Interpretation zu entwerfen. Durch die im Film gegebenen Ansätze soll dieses Unterfangen erleichtert werden, doch sobald der Abspann anfängt, steht man relativ hilf- und ratlos vor der Frage nach dem Sinn von "Stay".
.
Fest steht: Dieser Film ist, wie "Donnie Darko" auch, ein überaus intelligenter und offener Streifen, der keineswegs alles vorkaut, sondern eine gewisse Aufgeschlossenheit und Bereitwilligkeit zum Nachdenken vom Publikum erwartet.
.
Fazit: "Stay" ist Kunst und ebenso als solche zu behandeln. Man muss ihn sich nach einer gewissen Zeit, die bei jedem nach eigenen Ermessen in der der Länge variiert, wiederholt ansehen, wenn man ihn durchdringen will.
Dass eine schlechte Besetzung vorlege kann ich gar nicht nachvollziehen. Ryan Gosling und auch McGregor glänzen in ihren Rollen und die Undurchsichtigkeit ist schlichtweg Programm.
@patcharisma über Jim C. alias Dr.Pepper:
Er würde nicht sagen HALT DIE SCHNAUZE! sondern hätte eine Peitsche genommen und ihm in die Fresse gehaun, DAS HÄTTE ER GEMACHT, du dumme SAU!!!
Die Auflösung ist für das ganze Set-Up doch ein wenig dürftig. Davor schafft Forster eine toll gemachte Albtraum Stimmung in einer cleanen Pharma-Meds Welt. Und Ryan Gosling, der bereits in "Half Nelson" brillierte, darf zeigen was alles in ihm steckt.
Kritiker — Ganz gut 6.2
Der Film Stay wurde von 15 Kritikern bewertet.
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Handwerklich ist Forsters Film ohne Makel: Kunstvolle Überblendungen, Traumsequenzen und Déjà-vus sind eindrucksvoll und stimmig inszeniert. Die große Form kann allerdings nicht verdecken, dass die Geschichte nur ein Vorwand ist. Sie bleibt bis zum Schluss ein wirres Konglomerat aus scheinbar beliebigen Eindrücken, das auch dadurch nicht interessanter wird, dass der Zuschauer nicht weiß, was wirklich passiert und was Einbildung ist.
Das hat man schon gehaltvoll gesehen - "Fight Club", "The Sixth Sense" und "Memento" lassen grüßen.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
Kommentar gefällt mir Antworten
Synopsis: ZeitGeist
Nicht der in der Zusammenfassung genannte Trip, sondern der Plot ist ein Albtraum! Zum Glück hat der Regisseur mit "Schräger als Fiktion" gezeigt, dass er es viel besser kann.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare — Sehenswert 7.2
Der Film Stay wurde von 868 Mitgliedern bewertet.
Schlegel 2010/02/04 03:05:26
Rätselfilm, der keine Fragen stellt, durchgestylt und hohl. Diese blasierten so-als-ob-Filme von Marc Forster gehen mir langsam auf den Keks. Warum zum Schmiedl gehen, wenn man den Schmied haben kann (hier: Lynch, Haneke)?
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Sanylein 2010/02/01 03:45:35
Verwirrendes Meisterwerk , sollte man sich aufjedenfall anschauen. Man muss auf Kleinigkeiten achten sonst schnallt man vieles nicht und empfindet es als unnützliches Gelaber. Kann/Sollte man sich auch öffter angucken .
Kommentar gefällt mir Antworten
BeHelmet 2010/01/22 01:21:51
Hab mich schwer getan damit. Von allen Seiten Empfehlungen bekommen und dann Sätze gehört wie: "Musst du dir mehrere Male anschauen!" Das weckt in mir immer Misstrauen. Jetzt hab ichs endlich geschafft und war konzentriert wie lang nicht mehr. Der Film ist ein Sammelbecken von Details und Bezügen und funktioniert auf vielen Ebenen gleichzeitig. Man kann das Ganze, wenn man möchte, als glänzende Oberfläche abtun und vielleicht wusste der Regisseur des Öfteren selbst nicht, was er für Interpretationstiefe erreicht. Aber ihn wegen des Endes zu verteufeln ist mir unmöglich. Dafür hat es sich zu oft angekündigt. Was ich gesehen habe, hat mich berührt, das ist es was letzten Endes zählt.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
svunzel 2010/01/20 16:42:43
Verwirrung und grundsätzliche Fragelosigkeit hat Stay bei mir erzeugt. Das war mein erstes Gefühl während des Abspanns.
Eine Freundin hatte ihn mir empfohlen, sie fand ihn sehr gut und warnte mich auch gleich vor, dass wir unsere Auf- und Erklärungsansaetze danach austauschen müssen. Geguckt. Getan. Es gibt ja ein Haufen von unterschiedlichen Interpretationen der ganzen Geschichte. Nahtoderfahrung, Traum, Schizophrenie...
Ich hätte mir mal Stift und Zettel als staendige Begleiter krallen müssen. . .
Teilweise scheint es wie bloße Aneinanderreihung von Bildern und konfusen, komplett verworrenen Situationen. Und dieses Ende. Ich habs anfangs einfach nicht geschnallt und tue es teilweise immer noch nicht.
Ich hatte ab ungefähr der Mitte des Film eine bestimmte Auflösungstheorie. Nämlich die, das der Psychiater Sam und der Patient Henry ein und dieselbe Person sind. Also dass Henry oder Sam sich die jeweils andere Person nur einbildet. Und das wird in gewisser Weise auch stimmen. Aber wahrscheinlich nur in Henrys Kopf. Er stellt sich Henrys Persönlichkeit und Leben so vor in dem kurzen Augenblick, in dem sich Sam über ihn beugt.
Oder alle im Film vorkommenden Personen sind reine Hirngespenster Henrys. Zusammen sind sie Henry und jeder steht für ein Merkmal bzw. eine Seite seiner Persönlichkeit. Henrys Figur ist der labile und depressive Henry. Sam ist der erfolgreiche, selbstbewusste Henry und Leila ist der kreative Part seines Charakters.
Vielleicht aber ist auch alles - inbegriffen des Unfalls - eine Illusion.
Dann ist da noch dieses Autounglück, welches Henry als Kind erlebt hat, bei dem auch seine Eltern verstorben sind. Seine Eltern spielen den ganzen Film eine passiv wichtige Rolle also wird dieses tragische Erlebnis der Ursprung von allem sein.
Dann ist da diese Frau am Unfallort, die man staendig sagen hört "Er ist doch noch ein Kind". Ich nehme an, das Henry schon während dieses Unfalls als halbwegs Erwachsener die Erinnerungen aus der Vergangenheit - also seiner Kindheit - mit der Gegenwart vermischt. Oder er eigentlich auch ein Kind ist, dass sich selbst anders wahrnimmt oder das er seine Vergangenheit noch einmal erlebt und sie mit der möglichen Zukunftsvision total miteinander verknüpft während er dem Tod bedeutend nahe ist.
Andere Ereignisse könnte ich mir dann auch erklären , dass Henry sich schuldig für den Tod seiner Familie fühlt und sich deswegen im Traum bei ihnen entschuldigen möchte, beispielsweise dadurch, dass er den Vater wieder sehend macht.
Trotzdem existieren tausende Fragezeichen über meinem Kopf. Die kranke Psychiaterin. Seine angebliche Freundin aus dem Theater und vor allem dieser Verlobungsring.
Eine Theorie passt einfach nie vollends mit einer anderen zusammen.
Mein abschliessendes Fazit ist, dass mich der Film von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann gezogen hat. Das Wundern und endlose Herumrätseln macht mich zwar wahnsinnig aber auch sehr zufrieden.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
paeko 2010/01/20 16:47:48
besser hätte man es nicht ausdrücken können ;)
cool finde ich ja die sache mit den zu kurzen hosen von ewan mcgregor ...^^
Alle 3 Antworten zeigen
svunzel 2010/01/20 17:29:49
ohja ich erinner mich ... die find ich natuerlich sehr sexy :D aber warum seh ich nie jemanden auf der strasse , der auch so stilsicher ist ;)
da hat sich wahrscheinlich auch jeder zuerst gefragt was das soll... so kann man doch niemanden rumlofen lassen.. da gibs bestimmt noch eine millionen kleine unauffällige details die alle irgendwie zusammen hängen und irgendeinen tieferen sinn ergeben..
da wären wir wieder beim stift und zettel.... :)
BeHelmet 2010/01/21 23:18:18
Antwort löschen
Aber er ist doch kein Kind während des Unfalls? Die Frau am Unfallort sagt das auch nur, weil er noch so jung ist. Den Rest hast du meiner Meinung nach gut interpretiert.
endlesssporadic 2010/01/09 18:57:59
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier auf Zwang eine Art "Mindfuck" Movie entstehen sollte.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
BeHelmet 2010/01/17 00:02:44
Antwort löschen
Stimmt. Das ist sein Konzept.
paeko 2010/01/05 00:07:52
sehr guter film doch das ende ist ziemlich verworren und man kommt als normal sterblicher nur schwer darauf was jetzt eigentlich los ist ... doch auch wenn ich höre das alles nur in seinem kopf sich abspielt kommt mir das alles nicht ganz schlüssig vor ... vielleicht werde ich es ja noch verstehen und stay dann für meinen lieblingsfilm halten ;)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
paeko 2010/01/05 00:13:29
ich habe mir nochmal ein paar forendiskussionen durchgelesen und jetzt wird mir so ziemlich alles schlüssig ... cih werde mir die tage den film nochmal angucken ......
Lockenheada 2009/12/28 06:23:02
Was kann das für ein Film sein.
90% davon sind irrelevant und hätten mit jedem x-beliebigen Zeug gefüllt worden sein.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Miss Sophie 2009/12/24 16:22:42
Tolle Schauspieler, interessantes Design, aber das Ende hätte ich ohne Erklärung wohl nie geschnallt... Wahrscheinlich müßte man den jetzt wirklich noch ein zweites Mal sehen, aber wahrscheinlich würde ich mich wieder die meiste Zeit fragen, warum Ewan McGregor viel zu kurze Hosen anhat... und immer noch nicht durchsteigen. Würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen.
Kommentar gefällt mir 4 Antworten
Chrisetoph 2009/12/24 16:32:32
Spoiler: Ryan Gosling sieht den guten Ewan doch in Wirklichkeit am Boden liegend aus der absoluten Froschperspektive. Daher erscheint ihm Ewans Hose zu kurz, und so zieht sich das wohl durch den kompletten Film.
Miss Sophie 2009/12/24 16:35:39
Echt jetzt? Krass! Also, dann hätte ich aber wirklich viiieeel früher auf die "Auflösung" kommen sollen! ;-)
Alle 4 Antworten zeigen
Chrisetoph 2009/12/24 16:38:03
Hab's jetzt sogar schwarz auf weiß:
Why are Ewan's character's trousers so short?
The explanation is that when he kneels next to Ryan on the street at the end, from Ryan's perspective, when he looks at him, his pants are up. So from his perspective he sees short pants.
aus einem Interview mit Marc Forster
http://www.timeout.com/film/news/963/marc-forster-q-a.html
Miss Sophie 2009/12/24 16:41:17
Dann muß ich meine Bewertung noch mal ändern und der Film kriegt einen halben Punkt mehr! :-) Danke fürs Antworten und Nachgucken, Chrisetoph!
maniacmonkey 2009/09/09 23:29:33
Ab und zu hatte ich das Gefühl, dass der Film in die übliche vertwistete Pseudo-philosophisch-Schiene rutschen würde, doch er konnte sich vorher immernoch fangen und meine Aufmerksamkeit somit wachhalten.
Ryan Gosling spielt gewohnt herausragend und Ewan McGregor sammelt mal wieder das ein oder andere Sympathiepünktchen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mr.Floppy 2009/08/16 23:34:41
Ein Versuch das Klammern an die eigene Realität als einziges Mittel der Existenz darzustellen? Vllt. auch der Versuch eine Kurz-vor-dem-Tod-Situation und die damit Verbundene eigene Realität zu zeigen? Oder auch das Aufarbeiten eines Todes in eigenen Händen? Vielmehr scheint das am Ende alles verbunden, ja vielmehr einzig ohne die Komponente "Zeit" zu erklären. Wer Gesprächsstoff sucht nach einem Filmabend: Go 4 it =)
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
stalker 2009/07/01 15:42:45
Am Ende könnte ich glatt meine Virtine zerdeppern, aus dem Sessel springen, hektisch den DVD-Player aus dem Regal reißen und rein damit. Dann schreien. Toben. Brüllen. Letztendlich mit den Füßen in die Glasscherben treten und an Diphterie sterben. Und das alles nur wegen des Films, der ohne das Ende ganz toll gewesen wäre.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
StefanSangrero 2009/05/21 20:32:41
Visuell eindrucksvoll! Schauspielerisch fast makellos! Schnitttechnisch sehr innovativ! Thema: Realität und Illusion. Handlung: Keine Ahnung. Ein Film, den man mehrmals sehen muss.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Broken_Psycho 2009/08/14 15:21:18
...und ein Film, über den man endlos diskutieren kann^^
Haze 2009/05/21 00:58:53
Spannend, bizarrer und düsterer Psycho-Thriller, der schauspielerisch sowie optisch einfach toll gemacht ist.
Kommentar gefällt mir Antworten
maslobojew 2009/04/14 09:50:53
Was der Film hier möglicherweise meint (Forster selbst kann es im Interview auch nicht so genau erklären und McGregor stottert sich irgendwas zusammen), verstehe ich so: Zeit, Raum, Personen, ihre Gefühle und Erinnerungen u.a. sind ein Ganzes (Sein) und für unseren Verstand nicht erfassbar, weswegen er gerne mit uns Achterbahn (besonders emotional) fährt.
Die Personen in Forsters Film bekommen mehr oder weniger einen Zugang zu dieser umfassenderen Perspektive, was sie irritiert bis verstört und das versucht der Regisseur angestrengt in Bilder zu packen, eingerahmt von einer allerdings gewöhnlichen Story (Wettlauf gegen die - im banalen Sinne - Zeit).
Ich mag auch sehr gern Filme, bei denen es immer wieder noch etwas zu entdecken gibt, mag sein, dass sich bei Stay in diesem Sinne auch noch ein zweites Schauen lohnen würde, aber für mich hat der Streifen fast null Atmosphäre.
Das Rätselhafte und im Prinzip Unfassbare klarer zu zeigen - natürlich weiterhin ohne es zu erklären zu versuchen, hätte dem Projekt vielleicht besser getan, so scheint es mir, als wird mit den vielen visuellen Stilmitteln der Zugang zum Thema gleich wieder zugekleistert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
felifee 2009/04/07 00:59:30
teilweise etwas verwirrend, aber bis zum ende spannend und absolut sehenswert
Kommentar gefällt mir Antworten
Bauglir 2009/03/26 17:31:31
Behäbiges Dahin-Halluzinieren in MTV Ästhetik und mit fadem Plot, der in einer abgelutschten Alles-ist-nur-Illusion Botschaft gipfelt.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
denise 2009/02/25 18:59:31
Bis man am Ende endlich versteht, wohin das Ganze führt, muss man eine Menge Sackgassen über sich ergehen lassen. Aber am Ende muss ich sagen, war es das wert. Nicht immer ganz stimmiger, aber interessanter Film mit einem guten Ryan Gosling.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
fooxy 2009/02/20 23:44:54
Ein Film der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion geschickt verschwimmen lässt und einen immer weiter in die Irre führt. Die Struktur und der Aufbau von Stay erinneren stark an einen David Lynch, denn auch hier faszinieren die intensive Spannung und eine visuell berauschende Optik. Kein Mainstream-Popcorn-Movie, sondern ein Streifen, der erst nach mehrmaligem Schauen die Konfusität sinken lässt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Iwan Goratschin 2009/01/22 13:30:06
Ich mag Filme, die man vielleicht erst ein zweites oder drittes Mal anschauen muss, bevor man sich die mysteriösen Ereigenisse zusammenreimt.
Bei diesem Film hatte ich jedoch keine Hoffnung, dass sich bei mehrmaligem Schauen irgendetwas zusammenreimt.(mysteriöse Blindenheilung, ein Fremder wird für den eigenen Vater gehalten, u.s.w)
Als ich mir den Film von einem Freund habe erklären lassen, wurde alles klarer. Es steckt doch eine vernünftige Erklärung hinter allem.
Außerdem ist der Film, vor allem wg. seiner gelungenen Optik und wg. des Mitwirkens von Bob Hoskins lohnenswert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
Spatzi 2008/12/11 13:04:22
Alles in allem wer einen Film mit hohem Anspruch sehen will und mit Niederlagen leben kann der sollte hier auf jeden Fall mal reinschauen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Meckerprinz 2008/11/25 22:48:49
Der Film beginnt. Man denkt sich "Aha, beginnt etwas wirr, wird sich aber bestimmt bald alles aufklären und dann wird ein "normaler" Ablauf folgen". Aber man irrt sich. Der Film läuft weiter und wird wirrer. Und immer dann, wenn man glaubt, die Handlung nimmt bekannte Züge an, wird's wieder wunderlich. Man ist während der ganzen Laufzeit auf einer Suche nach Erklärungen, man wartet auf eine Auflösung. Dann kommt der Schluß. (Fast) alles löst sich auf, mit einem Schlag hat man den Film verstanden, man kommt ins Grübeln, denkt nach, ist noch lange gepackt. Den "Sixth sense" mit (entfernt) ähnlichem Thema möchte man ein zweites Mal sehen um zu prüfen, ob man das überraschende Ende nicht doch schon vorher hätte entschlüsseön können. "Stay" bleibt fester im Kopf, weniger technisch, man muss ihn nicht zweimal sehen. Einer der seltenen Filme, die auch nach Ende noch das Hirn anregen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
dieanna 2008/11/12 20:14:29
Mach einen guten Thriller/Film aus, dass der Zuschauer einen klares Ende vor sich findet und alles gleich auf anhieb versteht?
Polarisierend setzt Stay andere Maßstäbe, verwirrt, bestürzt, lenkt ab. Faszinierend sitzt man am Schluss und muss sich selber erst über Realität und Fiktion im Klaren werden.
Er reiht sich definitv in meine Hall of Fame von Lieblingsfilmen ein!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chrisetoph 2008/09/01 12:31:18
"Stay" ist ohne Zweifel einer der am besten inszenierten Psycho-Thriller überhaupt. Vergesst bitte den so hochgelobten "The sixth Sense", der beim zweiten Sehen, wenn das Ende bekannt ist, etwa so spannend und interessant ist wie eine Folge der Oliver Geißen Show. Denn "Stay" bietet wirklich das ultimative Thriller-Erlebnis und kann nicht nur mit einem überraschenden Ende, sondern auch mit mit einem brilliant umgesetzten Hauptteil punkten.
Der Film entführt den Zuschauer auf einen merkwürdig anmutenden Trip, der mit zunehmender Laufzeit immer undurchsichtiger und verwirrender wird. Man wartet gebannt und gespannt auf das Ende, das die Auflösung dieser sonderbaren Handlung bieten soll. Wie auch immer, die Auflösung bietet zwar Ansätze zur Erklärung, so ganz wird alles beim ersten Sehen aber nicht klar. Aber gerade das macht "Stay" aus: Noch nie habe ich einen Film gesehen, bei dem ich hinterher so sehr das Gefühl hatte, ihn noch einmal sehen zu müssen / wollen. Jede Szene oder jedes Detail, die ich mir ins Gedächtnis rief oder an die ich erinnert wurde, scheint eine bestimmte Bedeutung zu haben, die aber erst am Ende des Film wirklich klar wird.
Neben der überaus intelligent konstruierten Story überzeugt Stay aber auch unter allen filmtechnischen Aspekten. Die beiden Hauptdarsteller Ewan McGregor und vor allem Ryan Gosling spielen wahnsinnig authentisch, so dass die Situationen des scheinbar paranoiden Studenten und des helfenden Psychaters sehr deutlich werden. Auch der Soundtrack ist sehr gelungen und unterstützt die gespannte Stimmung des Films.
Vor allem aber bietet "Stay" ein Meisterwerk der Film-Optik. Die Kameraeinstellungen und die Schnitttechnik sind einfach fantastisch und führen zu den besten Szenenübergängen, die man sich vorstellen kann. Warum Kamera und Schnitt in "Stay" keinen Oscar bekommen hat, ist mir unbegreiflich. 2004 wurde Cutter Matt Chesse schon für Marc Forsters "Wenn Träume fliegen lernen" nominiert, "Stay" hätte es umso mehr verdient gehabt.
Fazit: Mit einmaligem Ansehen ist es bei "Stay" nicht getan; dieses optische Meisterwerk muss man mwhefach auf sich wirken lassen, um alle Feinheiten zu erkennen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Borknager 2008/08/14 19:56:59
Optisch tatsächlich ein Leckerbissen, schickt der Film den Zuschauer auf eine wirre Achterbahnfahrt. Welche leider nur das meiner Meinung nach enttäuschende Ende doch ziemlich vermiest wird.
Einmal sehen ist okay, aber definitiv kein Film der zum immer wieder angucken einlädt, außer man ist sehr fasziniert von der Detektiv Jagd nach den oftmals doch sehr wagen Hinweisen auf das Ende.
Kommentar gefällt mir Antworten
Benni-THE-KING 2008/07/31 17:44:49
optisch interessanter und innovativer Film
Jedoch hat mich die Story zu keinster Zeit gefesselt(wie es zum Beispiel bei Mulholland Drive und Donnie Darko der Fall war) und das Ende ist eine Unverschaemtheit
bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten
MasterTNQ 2008/07/29 00:20:16
Zunächst einmal:
"Stay" bietet dem Zuschauer ein visuelles Festmahl aus absolut perfekten und mehr als oscarreifen Schnitten, genialen Kameraeinstellungen und einem abartig guten Soundtrack.
Für mich ist "Stay" in diesen drei Kategorien einer der besten Filme, die ich seit langem gesehen habe.
.
Doch leider bin ich mit komplett falschen Erwartungen an den Film gegangen: Ich habe ein seichtes Popcorn-Kino mit leicht philosophischem Hintergrund erwartet, das den Zuschauer ncht allzu sehr überfordert.
Was ich jedoch zu sehen bekam war weniger ein Film als ein meisterhaftes Kunstwerk des modernen Kinos.
.
Der Streifen nimmt den Zuschauer mit auf einen höllischen Trip durch ein zu entflechtendes Gewirr aus Illusion und Realität und nur allzu oft stellt sich einem die Frage "Was soll das Ganze?".
.
Das Ende, soviel sei verraten, bietet jedoch nur Erklärungsansätze, nicht aber eine eindeutige Lösung. Der Zuschauer wird dazu gezwungen sich die Geschichte noch einmal vor Augen zu führen und seine eigene Interpretation zu entwerfen. Durch die im Film gegebenen Ansätze soll dieses Unterfangen erleichtert werden, doch sobald der Abspann anfängt, steht man relativ hilf- und ratlos vor der Frage nach dem Sinn von "Stay".
.
Fest steht: Dieser Film ist, wie "Donnie Darko" auch, ein überaus intelligenter und offener Streifen, der keineswegs alles vorkaut, sondern eine gewisse Aufgeschlossenheit und Bereitwilligkeit zum Nachdenken vom Publikum erwartet.
.
Fazit: "Stay" ist Kunst und ebenso als solche zu behandeln. Man muss ihn sich nach einer gewissen Zeit, die bei jedem nach eigenen Ermessen in der der Länge variiert, wiederholt ansehen, wenn man ihn durchdringen will.
Kommentar gefällt mir Antworten
Muffin Man 2008/07/26 12:56:47
Ein bemühter Möchtegern-Lynch mit allzu offensichtlicher Auflösung. Visuell stark mit durchdachten Bildkompositionen, das wars dann aber auch.
Kommentar gefällt mir Antworten
Kubrick_obscura 2008/06/12 20:35:19
"Stay" ist eine beeindruckende optische Spielerei mit einer etwas dünnen Handlung.
Kommentar gefällt mir Antworten
Dr. Pepper 2008/02/27 13:57:27
DER FILM IST DER LETZTE SCHEISS!!! Total undurchsichtig erzählt und mit sehr schlechter Besetzung!!!! :(
Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Wombat 2009/06/03 09:47:39
Dass eine schlechte Besetzung vorlege kann ich gar nicht nachvollziehen. Ryan Gosling und auch McGregor glänzen in ihren Rollen und die Undurchsichtigkeit ist schlichtweg Programm.
Alle 3 Antworten zeigen
patcharisma 2009/06/22 16:10:41
Was da wohl User Jim C. antworten würde?
Klaus Kinski 2009/08/03 02:00:22
@patcharisma über Jim C. alias Dr.Pepper:
Er würde nicht sagen HALT DIE SCHNAUZE! sondern hätte eine Peitsche genommen und ihm in die Fresse gehaun, DAS HÄTTE ER GEMACHT, du dumme SAU!!!
Jonni 2008/02/20 10:29:21
Die Auflösung ist für das ganze Set-Up doch ein wenig dürftig. Davor schafft Forster eine toll gemachte Albtraum Stimmung in einer cleanen Pharma-Meds Welt. Und Ryan Gosling, der bereits in "Half Nelson" brillierte, darf zeigen was alles in ihm steckt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Deine Meinung zum Film Stay
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.