Stephen Kings Es - Kritik

US 1990 Laufzeit 192 Minuten, FSK 16, Horrorfilm, Drama, Thriller

  • Alles in allem ein guter Film mit Höhen und Schwächen.
    Eine gute Darstellung liefert Tim Curry.Die Rolle des Pennywise ist nahezu
    unschlagbar gespielt.Die wohl größte Schwäche ist das grauenhafte,darbietungslose Ende.
    Wenn man während des gesamten Films gut aufgepasst hat,versteht es nicht.
    Und nach langer Überlegung will man es auch nicht verstehen.
    Aber dennoch ist diese Romanverfilmung sehenswert.

    • Filmfan30 18.12.2014, 19:29 Geändert 18.12.2014, 19:56

      Zitat Bill Denbrough: Ich schreibe meine Drehbücher selbst, denn wenn schon jemand mein Buch bei der Verfilmung verschandelt, dann will ich es selbst sein.

      Tja, King, schade. Ein Griff ins Klo. Hättest andere ranlassen oder es besser machen sollen.

      Dann wäre der Film auch ein Schocker geworden und kein lächerlicher Abklatsch eines der gruseligsten Schock-Bücher, die ich je gelesen habe.

      2
      • 6 .5

        Ich habe das Buch gelesen, bevor ich den Film gesehen habe und dadurch fand ich den Film wahrscheinlich nicht so gut wie er eigentlich ist. Es wurde mir persönlich einfach zu viel weggelassen, auch wenn ich es verstehen kann, da das Buch ja nicht gerade dünn ist und kaum unwichtiges enthält, aber es wurde ja die Gesamtstory rausgelassen. Also, dass "ES" ein Wesen aus einem anderen Universum ist, etc.
        Trotzdem war der Film nicht schlecht und ich würde ihn auch wieder schauen.

        • 6

          Als Kind noch für gruselig befunden, schaute ich den Film ein weiteres Mal als "grown up". Leider fand ich ihn dann plötzlich langweilig. Ich glaube der Film ist einfach nichts für Erwachsene, da er im fortgeschrittenen Alter einfach unfreiwillig komisch wirkt. Jetzt habe ich - zu einem bewusst gewählten Zeitpunkt aufgrund der bevorstehenden Neuverfilmung - endlich mit dem Buch angefangen, welches mich schon immer interessiert hat, mir jedoch schon immer zu dick war.
          Das Buch lässt den Film doch recht alt aussehen...

          • 8

            Der gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsfilmen, aber "Es" ist DER Horrorfilm schlechthin. Gehört definitiv auf die Nr. 1 aller Horrorfilme. Finde ich. Pennywise ist einfach unübertroffen. Muss ich mir mal wieder ansehen.

            • COULROPHOBIE IN FRANKREICH: Clown-Krieg zu Halloween
              "Züchte Raben" und sie werden dir die Augen aushacken. Die Sozial- und Wirtschaftskrise in Frankreich zieht ihre Halloween-Verkleidung an.
              Zusammenfassung:
              "PARIS – Evil, armed clowns sow terror as part of an eerie trend that spreads from city to city: While this may sound like Hollywood’s latest horror blockbuster, it’s real and happening in France.

              Police have jailed or arrested more than a dozen teenagers across the country in recent weeks after they dressed up as the pranksters and wreaked havoc on the streets, at times armed with pistols, knives or baseball bats, sometimes beating people up.

              The phenomenon in France has even prompted anti-clown vigilantism, forcing police to step in to try and quell growing hysteria."

              Ein Clown ist ein Artist," dessen primäre Kunst es ist, Menschen zum Lachen zu bringen." Aber, wenn es nichts mehr zu lachen gibt, kann die Maske ihre andere Seite zeigen.

              20
              • 8 .5

                Ein Meilenstein, super verfilmt (für die damalige Technik) und von der Handlung ja hats dem Original leider einiges geklaut, aber der Film hat guten Charakter. So gruselt man sich, muss auch mal kurz schmunzeln und ja, man muss ihn gesehen haben!

                • 5 .5

                  Ich habe zuerst das Buch gelesen und bin dann an den FIlm mit der Erwartung rangegangen, dass er nicht so gut sein wird wie das Buch.
                  Und das stimmt auch zu großen Teilen. Die erste Hälfte ist viel zu kurz, alles ist zu schnell erzählt. Selbst zwischen den einzelnen Sätzen sind kaum mal Pausen. Auch die Besetzung fand ich zum Teil komisch. Nicht weil sie schlecht gespielt haben, nein, dass ging meistens klar. Was ich meine ist: Im Buch wird der erwachsene Bill als Mensch mit Glatze dargestellt. Es werden sogar einige Witze drüber gemacht. Und dann nimmt man als Schauspieler nicht nur einen mit vollen Haare, sondern auch noch einen, dessen Haare so lang sind, dass er sie als Pferdeschwanz tragen.
                  Das Ende hingegen war einfach nur furchtbar schlecht. Im Buch wird es so gut und detailliert dargestellt und dann im Film so verunstaltet. Ich will jetzt darüber nicht zu viel verraten.
                  Sollte wirklich ein Remake in die Kinos kommen hoffe ich, dass es ein Zweiteiler wird und die einzelnen Filme länger werden.
                  Was aber sehr positiv ist sind die Szenen mit Pennywise.

                  Fazit: Gut anzuschauender Horrorfilm mit einigen Horrormomenten, aber auch mit sehr vielen Schwächen.

                  • 10

                    Ein Kultfilm - das Buch ist zwar noch um einiges besser, aber den Film finde ich auch gut verfilmt. Als Kind zum ersten Mal gesehen, war ich sehr geschockt und hatte grosse Angst vor diesem Clown. Aber auch heute noch schaue ich ihn mir gerne an und finde die Geschichte des Films sehr gut. Tim Curry spielt Pennywise einfach genial.....

                    1
                    • 7 .5

                      Absoluter Klassiker und neben Misery,The Green Mile und natürlich Carrie die beste King verfilmung (imo)... Tim Curry machts möglich ;-)

                      • 7

                        Dieser Clown macht einen krank! Einer der wenigen "älteren" Horrorfilme, die ich wirklich richtig gruselig fand!!!

                        • 9

                          Obwohl ich Stephens Bücher jedes mal besser finde. Muss ich zugeben neben Shining besitzt dieser Film ein gewissen Kick, der mich erstarren lässt und mich hinter mein Kissen verstecken lässt. Ich möchte damit sagen, viele ''Horror'' Streifen, unterstreichen meine Angst und innere Spannung so wie diese beiden. Vielleicht liegt es auch nur an meine Phobie. Wer weiß. Zwar ein Abzug zu Besetzung, aber dies ist etwas anderes.

                          • 6

                            Hab den Film nur einmal als Jugendlicher gesehen gehabt, als King-Fan beinahe eine Sünde dachte ich mir. Nach erneuter Sichtung muß ich feststellen, das der Film nicht so gut gealtert ist, leider sieht man dem Film die TV-Produktion übel an. Die erwachsenen Darsteller enttäuschen leider fast alle mit Overacting, während die Kinder richtig gut sind.

                            Leider sind auch die Special Effects nicht gerade der Hit, (Spoiler) das Monster am Ende ist richtig enttäüschend!

                            Großer Lichtblick ist jedoch Pennywise der Clown, die Verkörperung des Bösen ist so richtig fies eklig gemein und toll gespielt vom fast nicht erkennbarem Tim Curry.

                            Die Jugengeschichte erinnert in den besten Szenen an Stand by me... ehrlich gesagt freu ich mich auf ein besseres Remake. Mit under the Dome ist ja bewiesen worden, wie das geht.

                            • 7 .5

                              Die Verfilmung kommt nicht an die geniale Vorlage heran, bietet aber dennoch eine spannende Umsetzung der wichtigsten und besten Schlüsselszenen mit ordentlichen Schockmomenten. Leider merkt man, dass der TV-Film nun doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Aber eine neue Verfilmung soll ja schon in Planung sein.

                              • 8 .5

                                Eine ordentliche Verfilmung von einem außergewöhnlich guten Buch und ich bin neben einem Filmjunkie auch eine Leseratte!

                                • 7

                                  "Na da sind sie ja alle: Das fette Schwein,die Zopfliesel,der Jude,der Stotteraugust,der Schwindsüchtige und die Brillenschlange"

                                  Hier gibt es Spoiler wie Luftballons im Zirkus also Vorsicht!

                                  Stephen Kings ES ist ein Klassiker, ohne Frage. Aber meines Erachtens kein zeitloser. Er ist nur noch bedingt gruselig und eine Frischzellenkur was die CGI angeht hätte zumindest ich in Form eines (guten) Remakes nichts dagegen. Seth Green könnte z.B. mittlerweile einen der Erwachsenen spielen und Tim Curry immer noch Pennywise. Trotzdem ist der Film äußerst sehenswert was aber durch die Bank weg den Darstellern geschuldet ist, die angführt von Tim Curry als Pennywise eine grandiose Leistung abgeben!

                                  "Dein Haar ist Winterfeuer, heiße Januarglut, mein Herz brennt lichterloh."

                                  Um was geht es also? Um Freundschaft, Widerstand, Zusammenhalt und darüber die Angst zu überwinden! Sich nicht unterkriegen zu lassen und das eigene Leben zu riskieren um Leben zu retten. Derry ist ein verschlafener Ort, von Pennywise gelähmt und über Jahrhunderte verseucht und eine Gruppe von 7 Kindern, der Club der Verlierer schließt sich zusammen dies zu beenden. Bekommt "ES" bei der ersten Begegnung nur eine kleine Klatsche muss sich die ungleiche Gruppe Jahre später wieder zusammenraufen als klar wird: Ein alter Job muss um jeden Preis beendet werden!
                                  Und wiedereinmal wird der Mut und der Zusammenhalt der Gruppe auf eine besondere Probe gestellt!

                                  "Verzeihung Madam, läuft Ihr Kühlschrank ? Wenn ja, dann halten Sie ihn fest, sonst läuft er weg hahaha..."

                                  Wie schon erwähnt ist die CGI nicht mehr die Rede wert, die Dialoge und die Darstellerische Leistung aber hebt diesen Film immer noch von der breiten Masse ab! Außerdem ist Pennywise zu einer ikonischen Horrorfigur sondergleichen geworden.

                                  "Willst du einen Luftballon ? Die fliegen, sie fliegen alle! Und wenn du auch hier Unten wärst Georgie, bei uns, dann könntest du auch fliegen!"

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                                  • 8 .5

                                    ES hätte 10 Punkte bekommen wenn das Ende nicht so dämlich gewesen wäre...

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                                    • 8 .5

                                      gebt es zu, seit dem Film habt ihr Angst vor Clowns :D Ich hab ihn leider schon gesehen als ich so ungefähr 4 - 6 war :D

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                                      • 6

                                        Nachdem ich das Buch aktuell zum zweiten Mal (und zum ersten Mal in der Originalsprache) gelesen habe, war ich sehr gespannt darauf, nun zum ersten Mal die Verfilmung zu sehen. Es ist natürlich schwierig, einen solchen Film zu bewerten - einerseits weil er selbstverständlich schon etwas gealtert ist, andererseits weil man immer die Vorlage "vor Augen" hat, und natürlich auch, weil man schon so, so viel von diesem Film gehört hat und sich entsprechend einige Erwartungen entwickelt haben. Da ich den Film zum ersten Mal sah hatte ich somit auch nicht diese Kindheits- und Jugendalter-Assoziationen, die viele Leute haben.

                                        An und für sich war der Film für mich weitaus besser als erwartet. Die Story wurde schön nacherzählt, die Charaktere (zumindest die meisten, und zumindest die Kinder) waren relativ passend dargestellt - was mir sehr wichtig war - und obwohl der Film eine, vor allem für die damaligen Verhältnisse, stolze Laufzeit von genau 3 Stunden aufweist, war man eigentlich durchweg gut unterhalten.

                                        Es ist selbstverständlich, dass bei einer Verfilmung von einem 1400-Seiten-Buch nicht für alles Platz ist und vieles fehlt. Auch wenn es schade ist, so fand ich es absolut in Ordnung, dass viele Begegnungen mit ES weggelassen wurden, dass die recht ausführliche Entstehung und Entwicklung der Gruppe abgekürzt wurde, und dass die Hintergründe der Stadt nur sporadisch erwähnt wurden. Dies war alles gut, kurz und knapp eingearbeitet, und nicht unbedingt nötiger Stoff wurde elegant umgangen. Auch die geänderte Reihenfolge der Story fand ich okay: Mehr oder weniger zuerst die Kinder abzuhaken, und auch die Reihenfolge der Telefonanrufe so zu ändern, wie sie geändert wurde, war sicherlich hilfreiche für den Spannungsaufbau und wirklich günstig gewählt.

                                        Schade finde ich jedoch, dass die Hintergründe von ES fehlen. Es ist klar, dass dafür kein Platz ist, aber etwas mehr auf die Allmächtigkeit und die Größe dessen, mit was man es zu tun hat, einzugehen, wäre sicherlich möglich gewesen.

                                        Was ES angeht, ist allerdings mein größter Kritikpunkt der Folgende: Der Clown ist zu omnipräsent.

                                        Wer das Buch ließt weiß eindeutig: ES ist nicht gleichzustellen mit Pennywise - dies wird zwar im Film selbstverständlich auch gezeigt, allerdings wird dieser Clown so häufig vor die Kamera gehalten, dass man nicht anders kann, als ES ausschließlich mit diesem Clown zu assoziieren. ES ist die Form, vor der jeder sich individuell am meisten fürchtet, ES ist Derry, und ES ist überall. Und NICHT in Form des Clowns, der uns ständig daran erinnert, dass er gefährlich ist, ohne jemals etwas Gefährliches zu tun. Nein, er steht nur da, und spricht Drohungen aus, fast ohne jemals in Aktion zu treten. Es ist klar, dass dem Film ein Aushängeschild gut tut, und vielleicht wäre er weitaus weniger bekannt geworden, wenn ihm nicht das Gesicht von Pennywise hervorgehen würde. Doch der Clown ist in diesem Film so dermaßen überrepräsentiert und kraftlos, dass er einfach nur nervt und man bedauern muss, wie flach ES dargestellt wird. ES den Zuschauer unweigerlich mit dem Clown assoziieren zu lassen finde ich 1. Nicht der Vorlage gerecht und 2. der Entität ES als solcher nicht gerecht.
                                        Pennywise ist auch leider keineswegs gruselig, aber der Film gibt einem durchweg den Eindruck, man solle ihn für gruselig halten. Auch wenn er das meiner Ansicht nach im Buch auch nur bedingt ist - zumindest meiner Interpretation nach. ES tritt in so vielerlei Gestalten und Variationen auf, dass die Spannung einen mehr voran treibt, als die Angst. Oftmals saß man als Leser ungläubig da, aber selten war es Angst die einen beherrschte, sondern eher das Stauen über die Kreativität und die lebhaften Umschreibung, die King uns bietet - und die Macht, den Leser in das Kind hinein zu versetzen und den Zauber und diese Bedrohung, die in Derry vor sich geht, durch die Augen eines Kindes zu sehen. Pennywise ist für die Kinder gruselig, durch dessen Augen man sieht, nicht für den Erwachsenen. Dies höchstens 27 Jahre später in Form von negativen Assoziationen. Verzweiflung in Angesicht der ganzen Situation, und Angst vor dem was kommen mag, vor der finalen Form von ES und die Frage, wie sieben Kinder es schaffen werden, sich dem zu stellen, sowie die Angst vor den Formen, durch die ES für jeden Charakter individuell eine Furcht am Limit der Erträglichkeit zu kreieren vermag, fand ich weitaus essenzieller, als die Angst vor dem Clown.
                                        Doch im Film ist Pennywise keineswegs eine echte Bedrohung - ich weiß nicht, ob man dies 1990 so wahrgenommen hat, allerdings wäre es selbst dann noch lange kein Vergleich zu der Macht, die ES in der Vorlage hatte. Aber dies wäre wohl schlichtweg, in Anbetracht der Notwendigkeit einer Kürzung, nicht möglich gewesen.

                                        Apropros Macht. Wo ist Bill?

                                        Ich habe damit gerechnet, mich in der Verfilmung von den so sympathischen, liebevoll bis ins Detail ausgearbeiteten Charakteren als erstes verabschieden zu müssen - überraschenderweise war dies jedoch gar nicht der Fall. Klar kann man Charaktere in 180 Minuten nicht so entwickeln wie auf 1400 Seiten, allerdings fand ich die Schauspieler - insbesondere die Kinder - größtenteils sehr passend gewählt und abgesehen von kleinen Äußerlichkeiten (insbesondere den strahlend feuerroten Haaren von Bill und Beverly, die fehlten, obwohl sie im Buch so häufig thematisiert werden - sogar in Form eines Gedichtes) kamen diese den Originalen sehr nahe.
                                        Dass die erwachsene Ausstrahlung, die Führerqualitäten und schlichtweg das Charisma des jungen Bill im Film auch nur annähernd so überwältigend dargestellt werden wie im Roman hätte ich gar nicht erwartet - und dabei war der Charakter meiner Meinung nach sogar durchaus gut dargestellt. Lediglich das kaum vorhandene Stottern und somit die Gegensätzlichkeiten dieses Charakters - die Eigenschaft, die seine "Aussätzigkeit" überhaupt rechtfertigt - fehlt quasi vollkommen. Es wird angesprochen, das er stottert, und an wenigen, SEHR wenigen Stellen war dies auch dezent zu vernehmen. Doch dieses gewaltige Auftreten des Jungen, der wie ein Erwachsener wirkt, den selbst ein Fremder sofort als den Anführer identifiziert, zu dem jeder sich in Not und bei Fragen wendet, der Junge, der alles antreibt und alles auf sich trägt, der ES besiegt, und für den die andern ohne Frage sofort ihr Leben geben würden, verliert eben all seinen Glanz, sobald er zu reden beginnt. Diesen liebenswerten Fehler, diese Verletzlichkeit darin und das, was ihn abgrenzt und einschränkt und ihm das Leben schwer macht, ist für ihn der Grund, warum er dem "Losers' Club" angehört, und warum er zu den Kindern gehört, die in den Barrens spielen. Dass diese wichtige Eigenschaft fehlt, fand ich extrem schade und hat mir - so schön der Charakter auch ansonsten dargestellt und getroffen wurde - leider zum Großteil die Darstellung des jungen Bill verdorben.
                                        Das was uns geboten wurde ist kein Stottern in Vergleich zur Vorlage - das ist nicht Stuttering Bill, das ist schlichtweg eine Rechtfertigung für die Eigenschaft "Ich habe früher gestottert und dann nicht mehr, und jetzt stottere ich plötzlich wieder". Ich hätte gerne die Geduld aufgebracht, mir seine Sätze in der dreifachen Dauer anzuhören, denn dadurch hätte der Charakter so viel gewonnen. In der Darstellung des Erwachsenenalters wurde dies aber immerhin schöner durchgezogen.

                                        Wo wir zu dem Pferdeschwanz kommen. Der Kritikpunkt wird eventuell weniger nachvollziehbar sein, und ist sicherlich nicht rational zu erklären, muss aber erwähnt werden. Hätte der junge Bill richtig gestottert (und dann bitte auch noch seine roten Haare gehabt), dann wäre der Charakter einfach perfekt gewesen. Wo das Gelegenheits-Stottern des erwachsenen Bill wirklich schön dargestellt wurde, so hat mich dieser Pferdeschwanz fast schon provoziert - ich bestehe nicht unbedingt auf das lichte Haar, das die Erscheinung des erwachsenen Bill ausmacht, aber der Pferdeschwanz hat wie ich finde nicht im Geringsten zu dem Charakter gepasst und mich einfach abartig gestört. Ist sicherlich eine sehr subjektive Wertung, aber das war mir jedes Mal, wenn dieser Charakter vor der Kamera war, ein Dorn im Auge. Ansonsten fand ich zwar die Darstellung der erwachsenen Charaktere nicht ganz so treffend wie die der Kinder, aber im Großen und Ganzen immer noch okay.

                                        Es ist klar, dass es einer Verfilmung eines solchen Werkes (fast) immer an Intensität mangelt. Nicht nur bezüglich der Entität ES sowie den Charakteren, sondern natürlich auch bezüglich der Etablierung der Gruppe, sowie den Dingen, die im Buch wichtig waren (wie beispielsweise Silver oder die Wichtigkeit von Mike als 7. Person und als "Lighthouse Keeper"), und die im Film fehlten, doch dies ist natürlich auch nachvollziehbar und sicherlich völlig normal. Dennoch finde ich es schade, dass mehr Zeit damit verschwendet wurde, einen winkenden und drohenden Clown zu zeigen, als sich an der Darstellung der eigentlichen Hauptmotive des Romans zu bemühen, wie Kindheit, Angst und deren Macht bzw. deren Zauber.

                                        Wo wir bei dem finalen Kampf gegen ES wären und bei "He thrusts his fists against the post and still insists he sees the ghosts.".

                                        Der Schluss - der Sieg über ES - hat mich weniger gestört, als das Finale im Kinder-Part des Films. Was war denn das? Wie bereits erwähnt, ist klar, dass man Zeit sparen musste - doch an dieser Stelle habe ich mich dennoch fragen müssen, wie es denn jetzt so schnell dazu kommen konnte. Dass die zwei wichtigsten Begegnungen mit ES im Kindesalter zusammengelegt wurden war absolut in Ordnung, doch dass ES schon wieder die Gestalt dieses Clowns annahm, und wirklich (fast) nur mit dem Silber besiegt wurde hat mich doch sehr stark gestört und dem ganzen "Halbfinale" extrem an Kraft geraubt. Dass die (eigentlich nur fast) finale Form von ES hier ausgespart wurde (bzw. kurz angedeutet wurde - wobei ich dies zunächst für die Schildkröte gehalten habe), war ja klar in Hinsicht dessen, dass man sich dies für das Finale aufsparen wollte, was halt erst im nächsten Teil und anderthalb Stunden später kommen würde. Dennoch hat der Film unter diesem schwachen Finale des Kinder-Parts für mich sehr gelitten - dann hätte man vielleicht lieber, wie im Buch, das Kinder-Finale mit dem Erwachsenen-Finale überlappen lassen. So hat nämlich auch das allmähliche Erinnern der Charaktere mit dem Erzählen der Story überein gestimmt, was im Buch sehr wirkungsvoll war und im Film getrost hätte übernommen werden können - auch wenn dann vielleicht eher das Gefühl von einer Länge in der Mitte entstanden wäre.
                                        Was das eigentliche Finale angeht, so fehlte selbstverständlich viel, aber es war meiner Ansicht nach äquivalent zum Rest des Films: Ordentlich gekürzt und weit entfernt von Perfektion, doch auch wenn die Intensität fehlte war es unter'm Strich in Ordnung, denn die Essenz war da, und die technischen Möglichkeiten waren eben eingeschränkt. Schlichtweg die Atmosphäre hätte man stimmungsvoller gestalten können - während ES im Buch in einer Nacht- und Nebel-Aktion besiegt wurde, so schien der Ausflug in die Kanalisation im Film eher wie ein netter Sonntags-Ausflug im Sportwagen bei hübschem Wetter.

                                        Unter’m Strich: Vieles vom Zauber fehlt, aber es ist ein 1400-Seiten-Buch, und der Film dauert 3 Stunden - es ist dem Film positiv anzurechnen, dass er die Essenz der Story in den 3 Stunden abhandeln konnte, und mit Sicherheit sind die Kernpunkte alle vorhanden. Einiges hätte man - meiner Ansicht nach - noch getrost weglassen können; beispielsweise das Ende mit Audra und Bill auf Silver, was einfach in Anbetracht der Tatsache, dass der "Charme des Fahrrads" in dem Film gar nicht behandelt wurde, recht wenig Sinn ergab. Genauso die Bullies, die im Vergleich zur Spielzeit rest überrepräsentiert und überhaupt nicht ausgearbeitet waren. Aber klar, man selbst würde immer einiges anders machen. Alles in Allem daher die Bewertung mit 6,0 Punkten - der Film ist immer noch, in Anbetracht der wahnsinnig guten Vorlage und meinen Erwartungen an den Film, "ganz gut" gelungen. Man war gut unterhalten, es hat Spaß gemacht, die Charaktere waren größtenteils nah an der Vorlage und der Kern der Story war enthalten.

                                        Doch auch wenn die Essenz der Story gut gefasst wurde, so fehlen mir die höheren und eigentlichen Motive hinter der Story, hinter ES. Kindheit, Angst, Freundschaft und der Zauber hinter allen Dingen. Während das Buch uns einen Spiegel vorhält und uns zeigt, dass es Dinge gibt, die zu groß sind, um sie mit unserm menschlichen Verstand zu fassen, ist der Film damit beschäftigt, uns dauernd Pennywise aufzudrücken. Doch bei ES geht es nicht um Pennywise. Es geht um Bill Denbrough - um Stephen King. Um die Kindheit. Um uns alle.

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                                        • 7

                                          Ein film bei dem ich nicht vergessen werde wie schlecht das Ende war. Dennoch ist es für mich in großen Teilen ein schöner Film über ein Kinderabenteuer in dem ein böser Clown namens Pennywize für Horror sorgt. Trotzdem habe ich ihn gut in Erinnerung.

                                          • 2

                                            Wirklich ganz mies. Da muss man schon ganz viel selbst hineinfantasieren, um den gruselig zu finden. Der Film selbst schafft das gar nicht. Als Teenager war er oke, heute gar nicht mehr.

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                                            • 2

                                              Keine Ahnung, ob die Leute, die Tim Currys Spiel alias Pennywise hier in den Himmel loben, beziehungsweise als einzigen Vorzug dieses Films auflisten, überhaupt die Vorlage von Stephen King kennen, oder in ihrem Leben jemals irgendetwas Unheimliches gesehen haben... aber gruselig war diese deplatziert alberne, miese Performance ganz bestimmt nicht und auch davon abgesehen taugt diese trashige TV-Adaption nicht viel. Die Drehbuchautoren haben die Vorlage, welche mir damals so manchen Albtraum beschert hat, scheinbar wahllos zerfleddert. Die Umsetzung hat mit Horror nichts zu tun. Wobei, doch: Schauspieler und Effekte waren wirklich zum Fürchten schlecht! Fast peinlich das zu sagen, aber: Bitte, bitte, bitte ein Remake, welches einem der verstörendsten Romane überhaupt würdig ist!

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                                              • 6 .5

                                                Ein absoluter Kultfilm, den jeder King- und Horrorfan mal gesehen haben sollte.
                                                Sicherlich kann dieser Film nicht mit unseren heutigen Spezialeffekten mithalten, aber dennoch bekommt man schon ordentlich Gänsehaut.

                                                Leider wird im Film viel weggelassen, was im Buch genauer beschrieben ist. Dann würde der Film aber noch länger gehen als er ohnehin schon geht. Was die Länge des Films angeht: Ich finde, dass sich der Film sich wirklich hinzieht und das gegen Ende schon fast langweilig wird.

                                                Dennoch sorgt der Film allemal für ordentlich Gänsehaut und zieht eine Clownsphobie mit sich.

                                                • 6

                                                  ,,Es'' ein gealterter Kulthorrorfilm mit einen beachtlichen Laufzeit.
                                                  Das Buch habe ich nicht gelesen-was ich aber dringentst nachholen sollte.
                                                  Pennywise ist sicher eine der unheimlichsten Erscheinungen der Filmgeschichte.

                                                  Die Idee die Geschichte der sieben Charaktere zu erzählen ist ansich gut und auch sehr spannend umgesetzt-stellvertend der Clown als Symbol ihrer Kindheitsängste.
                                                  Gegen Mitte kommt aber gähnende Langweile auf, man weiß was kommt-aber man fragt sich auch was es in der Zwischenzeit noch zu erzählen gibt.
                                                  Bis zum Finale muss man sich doch durchwinden.

                                                  • 7 .5

                                                    ..er hat immer noch die selbe Wirkung, wie beim ersten Mal...klar hat er heute gesehen einige Schwächen, zum Beispiel das Ende sehe ich heute eher mit einem Lächeln, doch Pennywise macht mir immer noch eine riesen Angst...