Stephen Kings Es - Kritik

It

US · 1990 · Laufzeit 192 Minuten · FSK 16 · Horrorfilm, Thriller
Du
  • 5

    Hellwach durch den Jetlag liege ich um vier Uhr früh in einem Hotelzimmer, Downtown San Diego, und warte darauf, dass der Tag beginnt. Aber das schöne am amerikanischem Fernsehen ist es, dass immer irgendwo ein Film läuft. Und so komme ich noch mal in den Genuss von Stephen Kings Es, den ich mir so wahrscheinlich nicht nochmal angesehen hätte (und ihr in den Genuss dieser Zeilen, die ich im Urlaub wohl nicht geschrieben hätte, wenn ich nicht darauf warten würde, dass die Stadt langsam aufwacht).

    "Es" gehört zu diesen Filmen, wo es aus heutiger Sicht nicht mehr ganz nachvollziehbar ist wie er (oder es) zum Kinderschreck einer ganzen Generation werden konnte. Zum größten Teil liegt es sicher daran, dass Es auf Kinderjagd geht, statt notgeilen Teenys im Wald aufzulauern. Was ihn (oder es) natürlich für Kinder um ein Vielfaches schrecklicher wirken lässt als ein Hockeymaskenträger an einem See. Außerdem ist der Kindsmord in seiner Vorstellung schon schrecklich genug, so kommt Es auch ohne blutige Effekte aus, während viele andere Horrorfilme ohne ihre Effekte schnell einschläfernd wirken.

    Diese psychologische Wirkung steht und fällt nur leider mit der Fantasie (bzw. Bereitschaft) seines Zuschauer. Und an dieser Stelle haperts mittlerweile gewaltig beim Film. Budgetmäßig wurde hier wahrscheinlich schon das Maximum herausgeholt, es gibt immer wieder atmosphärische Szenen, insbesondere die Kinderschauspieler machen einen tollen Job. Leider ist der Film aber überseht mit, naja, lächerlichen Effekten, die mittlerweile eher zum schmunzeln anregen.

    Auch der Teil mit den Erwachsenen, und die immer wieder zwischengeschobenen Kinderszenen, rauben dem Film zum Ende hin seine Dynamik und sind ohne Kenntniss des Buches wahrscheinlich auch nur bedingt verständlich.

    Da aber die Bilder und Trailer zum neuen Es ziemlich geil und stimmig wirken, will ich mit dem ersten Versuch mal nicht so sein. Denn wie Eingangs erwähnt, reichte es damals immerhin für schlaflose Nächte einer ganzen Generation.

    9
    • 6 .5
      expendable87 21.06.2017, 16:38 Geändert 21.06.2017, 21:28

      In Tommy Lee Wallace's Horror-Klassiker von Stephen King gründen sieben Freunde den 'Club der Verlierer' und nehmen es mit einem Kinder-fressenden Dämon auf, der seit vielen Jahren das Städtchen Derry terrorisiert...!
      ...
      Ansprechender Clowns-Horror, der ganz schön in die Jahre gekommen ist und demnach nicht mehr die selbe Wirkung zeigt, wie noch vor über 25 Jahren!
      Nichtsdestotrotz versprüht IT selbst heute noch jede Menge Charme...die Story und ihre Erzählform weiß ebenso wie die Darsteller und ihre Figuren-Zeichnung durchaus zu gefallen!
      Auch der in der Kanalisation hausende Kinder-Schreck >Pennywise< bringt genügend Farbe in den ganzen Alptraum!
      ...
      Zu kritisieren ist allerdings, dass die Romanverfilmung ein paar Clowns-Nasen zu lang geraten ist und ihr dadurch in der zweiten Hälfte mehr und mehr die Luft ausgeht!
      Durch einige Szenen (Stichwort: Showdowns), die aufgrund unpassender Effekte eher lächerlich als unheimlich daher kommen, büßt der Monster-Kult zudem ein Teil seiner an und für sich einnehmenden Atmosphäre ein!
      ...
      Fazit: E-cht S-ehenswert
      Zumindest für diejenigen, die mit ES schon damals Bekanntschaft machten!
      Ob dass in den Startlöchern stehende Remake ein mörderischer Spaßmacher wird, oder sich als alberne Zirkusnummer entpuppt, bleibt vorerst abzuwarten...!
      ...
      6 / 10 knallenden Luftballons

      18
      • 6

        Für´s Fernsehen entschärfter King Horror der damals aber ganz ordentlich gruselte.

        5
        • 10

          der beste Horror Clown Film das ich sah, gruselig von anfang an bis Ende

          1
          • 5 .5
            Cheshirescalli 04.05.2017, 20:36 Geändert 04.05.2017, 20:40

            Leider hatte ich nicht das Glück diesen Klassiker zu seiner Blütezeit bestaunen zu können.
            Aus heutiger Sicht verbreitet Pennywise kein wirkliches Grauen bei mir, und das obwohl ich eine riesige Angst vor Clowns habe.
            Trotzdem finde ich den Film, mit dem Retro-Auge betrachtet, doch sehr stimmungsvoll und auch die Darstellung des "Dämons" (oder was auch immer - habe das Buch leider nicht gelesen) in Kostüm/Maske und Schauspiel von Tim Curry gut gelungen.

            Was mir überhaupt nicht zugesagt hat, war das Ende...
            Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber mir persönlich blieb alles zu unerklärt und es fügte sich auch nicht wirklich gut an das vorher Geschehene an. Schade.

            Ich freue mich auf das Remake, das hoffentlich kein reiner Jump-Scare-Horrorfilm wird, den Charme dieser Verfilmung einfängt und mir dazu vielleicht sogar ordentlich Angst einjagt.

            1
            • 7

              Hinter schmalen Gullyschlitzen, in engen Abflussrohren und zwischen dunklen Kanalschächten tritt das Böse in Tommy Lee Wallaces „It“ zum Vorschein, damit ihm ein Kind nach dem anderen zum Opfer fällt. Das „Böse“ ist dabei wortwörtlich zu nehmen, denn der bedrohliche Schrecken, der das fiktive Städtchen Derry im US-Bundesstaat Maine heimsucht, tritt mit wechselhaftem Erscheinungsbild sowie in den unterschiedlichsten Formen des Terrors auf.
              Am markantesten hat sich jedoch die Gestalt von Pennywise, dem Clown mit den roten Haaren und den rasiermesserscharfen Zähnen, ins popkulturelle Gedächtnis eingebrannt. Ein Aussehen, das kleine Kinder zum Lachen bringen soll, und eine Stimme, die unschuldige Freundlichkeit und teuflischen Sadismus in sich vereint, machen Pennywise zur unvergesslichen Horror-Figur, die von Wallace in wohl dosierten, aber umso eindringlicheren Auftritten entfesselt wird und sich in die tiefsten Urängste der jungen Bewohner von Derry einnistet.
              Der Regisseur inszeniert den als zweiteiligen TV-Film angelegten Stoff in der ersten Hälfte als großartiges Schauermärchen, in dem sich nostalgische Bruchstücke verträumter Kindlichkeit mit verstörend-surrealen Horrorsequenzen paaren. Geschickt wechseln die Zeitebenen zwischen der Gegenwart im Jahr 1990, in dem sich eine quer durchs Land verstreute Gruppe Erwachsener aufgrund eines vor langer Zeit abgegebenen Schwurs wiedervereinigen will, und einer Gruppe von Kindern, die 30 Jahre zuvor eine innige Freundschaft knüpfen.
              Mit der Geschichte von sechs Jungs und einem Mädchen, die allesamt durch Benachteiligungen wie einem Sprachfehler, Übergewicht, einer eher kümmerlichen Statur oder einem ärmlichen, gewalttätigen Elternhaus verbunden werden, entsteht Stück für Stück ein liebevoll gezeichnetes Coming-of-Age-Porträt. Von erwachsenen Einflüssen auffällig unberührt, wird dieser unschuldige Bund erst durch gleichaltrige Tyrannen auf die Probe gestellt und schließlich von einem übernatürlichen Schrecken erschüttert, der nur scheinbar gebannt werden kann.
              In der insgesamt knapp über drei Stunden langen Handlung überträgt Wallace die Narben und Traumata der Vergangenheit wirkungsvoll auf die Figuren der Gegenwart, die sich im erneuten Kampf mit den mitunter in Vergessenheit, aber niemals in Unsichtbarkeit geratenen Dämonen ihrer Kindheit vor allem sich selbst stellen müssen. Das Schauspiel der Erwachsenen-Darsteller mag stellenweise ungelenk und überfordert erscheinen, doch bei näherer Betrachtung spiegeln sich darin auf präzise Weise sämtliche Unsicherheiten, Ticks, Macken und Ängste wider, welche die Kinder aus dem Jahr 1960 unaufhörlich bis ins Jahr 1990 begleitet haben.
              An eine limitierte Fernsehfilm-Ästhetik gebunden nutzt der Regisseur bedächtige Einstellungen und atmosphärische Kamerafahrten, durch die „It“ zum ungewöhnlichen Epos mutiert, das faszinierend zwischen überlanger Serien-Proportionalität und verdichteter Kino-Intensität pendelt. Ein großes Manko hierbei: Messen lassen muss sich Wallaces Film zwangsläufig an der gewaltigen Romanvorlage von Stephen King, auf der dieser Film beruht. Dass über 1000 Buchseiten auf gut 3 Stunden komprimiert wurden, lässt in der Dynamik zwischen den Figuren sowie der Dramaturgie innerhalb beider Zeitebenen immer wieder Lücken aufklaffen, die Wallace aufgrund seines handwerklichen Geschicks zumindest fähig überbrückt.
              Retten kann aber auch er das miserable Finale nicht, welches der packenden Geschichte um eine Vision des Bösen, die auf ewig allgegenwärtig im Unterbewusstsein verankert sein sollte, einen unpassenden Abschluss spendiert, der sich in seiner banalen Auflösung mitsamt kitschigem Happy-End auf allen Ebenen falsch anfühlt. Ein außergewöhnliches, zutiefst atmosphärisches und angenehm schauderhaftes Experiment bleibt der Film aber trotzdem.

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              • 6 .5
                999CINEASTOR666 17.04.2017, 13:26 Geändert 17.04.2017, 16:42

                Stephen Kings Es (OT: It / AT: Es / Stephen King's It) / US/CA / 1990

                >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                Seit langem mal wieder STEPHEN KINGS ES gesehen. Ich hatte ihn gar nicht mehr so in Erinnerung.
                Das Buch, das ich selbstverständlich nicht gelesen habe, soll über 1500 Seiten umfassen, aber rechtfertigt das eine Laufzeit von 3 Stunden. Meines Erachtens nicht, denn es wird erzählt und erzählt und erzählt, ohne das großartig viel dabei rumkommt. Das liegt natürlich auch daran, dass zwei Geschichten erzählt werden, und zwar die als Erwachsene in der Gegenwart und die als Kinder in der Vergangenheit. Mir hätte es tatsächlich besser gefallen, wenn dies nacheinander erzählt worden wäre. Ich habe zwar an und für sich nichts gegen diese Erzählstruktur, doch die Rückblenden aus der Kindheit sind einfach zu lang und nehmen deswegen den Drive raus. Die Rückblenden gefallen mir zwar außerordentlich gut, doch in der Form wirkt es im Ganzen sehr lang gestreckt und deswegen etwas weit­schwei­fig. Doch da das Ganze sehr interessant ist, fühlt man sich selten gelangweilt. Außerdem wird man durch viele spooky Sequenzen auf Trab gehalten, ohne dass die Szenen albern wirken und das ist bei einem kinderfressenden Dämon in Clowns-Montur eine kleine Herausforderung.
                Die Kinder-Schauspieler haben mir allesamt sehr gut gefallen, doch die Erwachsenen-Schauspieler haben irgendwie nicht zu ihren Kinder-Pendants gepasst.
                Tja, im Grunde hat Es mir sehr gut gefallen, aber ein schnelleres Erzähltempo oder generell eine geringere Laufzeit wären nicht nachteilig gewesen. Etwas mehr Blut hätte auch nicht geschadet und ein nicht ganz so trashiges Ende. Ich bin zwar Trash nicht abgeneigt, aber das war hierzu etwas unpassend.

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                • 2 .5

                  Man muss es doch mal ehrlich aussprechen: dieser Film ist über fast alle Maßen beschissen. Wirklich. Ich hatte mich jahrelang prophylaktisch vor dem Film gegruselt, ohne ihn zu kennen, bzw. nur unter Kenntnis eines Vorschau-Fetzens auf Kabel 1, in dem Tim Curry die Hauer zeigt. Mit 6 beeindruckt einen das auch noch, genau wie der edgy Motorradhelm des Dorftrottels, auf dem ebenfalls das zahnige Pennywise-Konterfei prangte. Jetzt sitzt der Dorftrottel (vermutlich) im Knast und ich sitze abermals über dem wirklich unterhaltsamen Buch und frage mich, wie um alles in der Welt geglaubt werden konnte, diese zahnlose (hihi), um nahezu alle relevanten Aspekte der Vorlage beschnittene Gurke Trash-Fernsehen könnte/würde irgendwen aus den Latschen hauen. Tief in mir drin bin ich nämlich der Überzeugung, dass viele auch nur so eine Art Hörensagenangst vor diesem Film aufgebaut haben, weil Pennywise mal für 2 Sekunden den Rachen aufreißt und man aber genau das im Alter von 6-10 (wasweißich) in der Vorschau gesehen hat. Seid ehrlich! 2,5 Punkte wenigstens dafür, dass Tim Curry ausnahmsweise nicht aussieht wie eine Mischung aus Fernsehkabarettist und Uwe vom Böhse-Onkelz-Fanclub, aaaber das ist nun eigentlich auch keine wirkliche Leistung. Tschüss, duuu...jetzt hätte ich fast mieser Pausenclown gesagt.

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                  • 4 .5
                    Nospheratu99 07.03.2017, 09:15 Geändert 07.03.2017, 09:21

                    >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
                    Es heißt ja immer, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt. Bei Stephen King scheint das irgendwie umgekehrt zu sein, insbesondere wenn man die Verfilmungen seiner Bücher betrachtet. Der gegenständliche Streifen ist da ein schönes Beispiel dafür, selten war ich bei einer King-Verfilmung enttäuschter als bei dieser hier. Natürlich entsteht beim Lesen ein individueller Eindruck, ein Kopfkino, das ein Regisseur klarerweise nicht hundertprozentig treffen kann, aber gerade hier wirkt das Dargebotene im Vergleich mit meiner Vorstellung blass und schwach. Ob das an der windelweichen Umsetzung, den matten Spezialeffekten oder der einfachen Optik lag, kann ich im Detail nicht sagen, wahrscheinlich ist es eine Mischung aus alledem. Jedenfalls fehlte viel von der Atmosphäre der Kleinstadt, die im Buch eigentlich von der ersten bis zur letzten Seite fühlbar ist.
                    Das Beste dabei war noch die Geschichte um die Kinder und die Beziehung der handelnden Personen untereinander. Da hatte man sich relativ genau an das Buch gehalten und das tat dem Ganzen auch gut. Tim Curry brachte einen exzentisch-manischen Clown zwar ansprechend, aber ohne jeglichen Grusel, überhaupt fehlte dem Ding eine latente Spannung. Gefahr strahlte das Böse jedenfalls kaum aus, zum Teil wirkte der Clown wie Freddy Kruger in den späteren Teilen, als das Ganze schon ins Lächerliche gezogen wurde.
                    Ansprechend hingegen wie gesagt die Entwicklung der Charaktere, wobei mir der Teil mit den Kindern besser gefallen hat. Die erwachsenen Charaktere wurden durch die Bank mit erfahrenen und bekannten Darstellern besetzt. Diese schafften es zwar immer wieder, Atmosphäre aufzubauen, jedoch konnte diese durch die schwache Inszenierung aber nicht durchgängig gehalten werden. Ich hätte mir etwa in einigen Phasen - besonders in den grusligen - eine explizitere Inszenierung gewünscht, diese hauptabendgerechte TV-Umsetzung machte mich nicht glücklich. Die Überlänge hingegen absolut nötig, einen achthundert-Seiten-Wälzer kann man in eineinhalb Stunden einfach nicht erzählen. Da gab es auch die nötige Zeit zur Entfaltung der Charaktere und er Handlung, genützt wurde diese aber nur zum Teil.
                    Die Darsteller boten zwar durch die Bank Qualität, kamen aber oft nicht zur Geltung. John Ritter, Richard Masur, Richard Thomas und Anette O´Toole, von denen wissen wir, dass sie die Charakterdarstellung drauf haben, die machten ihre Sache ganz gut. Der Clown war mit Tim Curry ebenfalls bestens besetzt, dieses exzentrisch-nonchalante Gehabe kann er wie kein zweiter. Bei den Kindern möchte ich mich nicht zu stark auslassen, da hatte man mit der Synchronisation kein gutes Händchen.
                    Fazit: In seiner Gesamtheit leider nicht zu empfehlen. Grundsätzlich bot der Stoff so viel Potential, das hier leider nur wenig ausgeschöpft wurde und eine mit viel Wohlwollen bestenfalls mittelprächtige Umsetzung ergab. In die viereinhalb ist der King-Bonus bereits eingearbeitet.

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                      der cineast 03.03.2017, 16:42 Geändert 18.05.2017, 12:18

                      Ein Clown löst Phobien oder Traumata aus. Als Kleinkind nimmt man ihn meistens als ein harmloses Geschöpf wahr. Später dann, als Grundschüler, empfinden viele Menschen ihn als fratzenhaftes, unheimliches und verstörendes Monster. Der langsame übertritt in die Pubertät beginnt. Plötzlich können friedliche Elemente etwas Gruseliges und Schreckliches erhalten. Der Blick wird klarer. Die Welt gefährlicher. Der Clown ist ein fatales Symbol für unschuldige Freude, die plötzlich zu panischer Angst werden kann. Aus jeder Öffnung, aus jeder Wunde, aus jedem Spalt und jeder Furche sucht der Clown Pennywise die pubertierenden Kinder heim. Er kann nur an emotional verletzte, gepeinigte und verwahrloste Menschen herantreten, ihre seelischen Qualen sind für ihn der Eintritt. Und auch die Stadt Derry, die wie ein kleiner Körper und Organismus funktioniert, ist durchzogen von Verletzungen und Leid. Hier schlüpft der dämonische Clown aus Abflüssen, Rohren und Gullideckeln empor, ein Ausdruck von den markanten, unebenen und hässlichen Rissen einer vermeintlich einfachen und sauberen Kleinstadt. Im Herzen dieser Stadt hat das Böse sein Nest. In den kanalartigen Kellergewölben haust es. Der Herd einer Erkrankung von innen. Ganz aus sich heraus. Die Beschäftigung mit den persönlichen Frakturen und Kränkungen führt eben immer zur eigenen Dunkelheit, die bei zu viel Pein lebendig und mörderisch werden kann. ES lebt in uns allen.

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                        Dr.Hasenbein 11.01.2017, 19:40 Geändert 11.01.2017, 19:44

                        Hm, das ist also der Film der mich als Kind in Angst und Schrecken versetzt hat?
                        Hm!
                        Ich habe "Es" nun wirklich seit ca 15 Jahren nicht mehr gesehen und war eigendlich gespannt und dem Film gegenüber (dank meiner Erinnerungen) positiv eingestellt.
                        Hm, naja, manchmal spielt uns unsere Erinnerung halt auch mal einen Streich!
                        Nein jetzt mal ernsthaft, der Zahn der Zeit hat doch ganz schön an Stephen Kings "Es" genagt und von der bedrohlichen Atmosphäre ist nun wirklich nicht mehr viel übrig geblieben.
                        Mit einigen Jahren Abstand bleibt nur noch ein unspannender und schlecht gespielter TV Film übrig der weder schocken noch über die gesamte Laufzeit packen kann. Die miesen TV Kameras tun dann noch ihr übriges.
                        Klar, die Sehgewohnheiten haben sich mit der Zeit geändert, und gerade Filme (oder Serien) die fürs TV gedreht wurden überstehen die Zeit schlechter als Kinofilme.
                        Trotzdem, ich hatte "Es" in so guter Erinnerung, und schließlich hat dieser Film eine ganze (naja fast) Generation an Gruselfans gepägt. Und Pennywise dürfte auch jedem Genrefreund ein Begriff sein.
                        Jetzt habe ich mich aber doch (fast) nur gelangweilt und mich über die miese schauspielerische Leistung (inklusive schlechter deutschen syncro) geärgert.
                        Und Tim Curry ist auch überhaupt nicht mehr bedrohlich oder gruselig (ganz im Gegenteil)!
                        Was den Film dann aber dann doch wieder etwas heraus reißt ist die Geschichte an sich, die wie früher mitreißend und spannend ist.
                        Nur eben leider nicht in diesem Film.
                        Vielleicht gelingt es ja dem dieses Jahr startenden Remake der Geschichte gerecht zu werden und die Jahre besser zu überstehen als es diesem Film hier geglückt ist.
                        Aber egal, die gute Erinnerung werde ich mir trotzdem nicht nehmen lassen.
                        Nochmal werde ich ihn mir aber besser nicht ansehen um nicht auch noch die restliche Illusion kaputt zu machen.
                        Realistisch betrachtet, 4 Punkte! Nostalgisch gesehen aber 9!

                        • 8 .5

                          Einer der Klassiker unter den Stephen King Bücher als auch Verfilmungen.
                          Der Film basiert auf die literarische Vorlage "ES" und geht knapp 3 Stunden lang.

                          Seien wir ehrlich , Stephen King ist schon ein Meister der Horror/Psycho Geschichten. Auch dieser Film schafft es wunderbar die literarische Vorlage und dessen Fassaden gut umzusetzen. Der Film ist schön schaurig und verliert nie an Ernsthaftigkeit auch wenn viele wohl denken das der Film wie so manch andere wo ein "Horrorclown" vorkommt , ungewollt komisch ist.

                          Aber nichts da , das Szenenbild ist echt super gehalten und was man auch sagen muss , die Schauspielerische Leistung ist super.

                          Das einzige Manko ist einfach , das der Film 3 Stunden geht da auch die literarische Vorlage an die über 1000 Seiten fasst um genau zu sein 1537 Seiten.
                          Irgendwann hofft man schon auf eine Art Höhepunkt aber da der Film irgendwie "alles" umsetzen muss wie es eben in den Büchern ist zieht es sich ein bisschen

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                          • 6 .5

                            Meine Eltern waren selber Schuld, das ich diesen damals sah. Wer schreibt schon mega groß auf eine VHS Kasette "ERST AB 18" in ROT und sichtbar? :P

                            Zum Film selber - klar die Effekte sind in der heutigen Zeit sehr out of time, oder? Nein, denn genau das macht diesen Charme des Filmes auch mit aus. Der Film ist echt gutz gespielt und eben komplett aus der Sicht der Kinder gehalten, was ich einfach nur passend finde.

                            Die Geschichte dahinter löst sich im ersten Teil leider nicht auf, was ich etwas schade fand doch ist es echt gut gemacht und gespielt und klar, der Film prägte viele Kindheiten! Auch denkt man sich, durch die langen Rückblicke kommt der Film nie zum Punkt, doch ergibt sich zum Ende hin alles und löst sich auf.

                            Könnte den Film immer wieder schauen :)

                            • 8 .5

                              Ein Film der ich mir in meiner Kindheit oft angesehen habe und mein Interesse für Horrorfilme wurden erweckt insbesonder die Verfilmungen von Stephen King.

                              Ich persönlich mag das mit dem ersten Teil , zweiter Teil bei Es nicht ich hatte schon die VHS als ganzer Film und auch meine England Import DVD (Mit deutschen Tonspur ) ist auf einer Disc . ich hoffe wirklich das der Film als einem raus kommt .wen das nicht der Fall ist ,für mich mich einen Grund die Blu-Ray nicht zu kaufen .

                              Es ist absolut einer meiner Lieblings Horror Filme und wie oft ich diesen Schinken schon gesehen habe , ich habe das zählen aufgegeben . Mir ist die Stadt Derry und auch die Kinder ans Herz gewachsen . Der Film hat eine gute Atmosphäre die nie langweilig wirken trotzt 180 Film Minuten voralem wegen den Sympathischen Charakterien .

                              Der Plot

                              Die sieben Hauptfiguren (Bill Denbrough, Mike Hanlon, Ben Hanscom, Beverly Marsh, Stan Uris, Richie Tozier und Eddie Kaspbrak) sind zwölf Jahre alt, als sie sich 1960 kennenlernen. Sie verbindet, dass jeder wegen seiner Andersartigkeit benachteiligt wird: Bill stottert, Mike ist schwarz, Ben ist übergewichtig, Beverly ist arm und wird von ihrem Vater misshandelt, Stan ist Jude, Richie ist hyperaktiv und Brillenträger und Eddie klein und von seiner Mutter kränklich gehalten. Sie nennen sich deshalb Klub der Verlierer. So schließen sie sich zusammen, da sie von den anderen Kindern nicht akzeptiert werden. Probleme bereitet ihnen vor allem Henry Bowers, ein 14jähriger Junge, der gerne kleine Kinder verprügelt doch in letzter Zeit verliert Henry langsam den Verstand und es bleibt nicht mehr nur bei Prügeleien.
                              Gleichzeitig verschwinden in der Stadt Kinder oder werden ermordet. Eines der Opfer war Bills jüngerer Bruder Georgie. Durch Berichte und mit Hilfe des Fotoalbums des jungen Mike Hanlon stellen die Kinder fest, dass alle 30 Jahre etwas Schlimmes in Derry passiert. Sie stellen sich dem Grauen und begegnen ihm in der Kanalisation von Derry. Dort, so haben sie herausgefunden, hat Es seine Behausung. Und das Schlimmste ist, dass Es die Gestalt der größten Angst der Person, die Es gerade überfällt, annehmen kann. Meist tritt Es aber in der Gestalt des Clowns Pennywise auf. Doch auch Henry folgt den Hauptfiguren mit seinen Prügelfreunden in die Kanalisation, dabei werden zuerst Henrys Freunde von Es getötet und letztlich scheint es so, dass auch Henry das Leben verliert.

                              In der Kanalisation verletzen sie Es und verschwinden in dem Glauben, Es getötet zu haben. Sie zerstreuen sich über die ganze Welt. Bill wird ein erfolgreicher Schriftsteller, Ben Architekt, Beverly Modedesignerin, Richie wird Komiker, Stan Unternehmensberater und Eddie leitet ein erfolgreiches Chauffeur-Unternehmen. Sie alle erinnern sich nicht an ihre Kindheit. Nur Mike ist in Derry geblieben und weitaus nicht so erfolgreich wie die anderen. Er ist Leiter der Stadtbibliothek. Mike trommelt die Gruppe wieder zusammen um Es endgültig zu erledigen .

                              Der Film ist ein Horror - Märchen . Schon wie Tim Curry Pennywise spielt erinnert an eine böse Hexe in einem schönen Märchen . Auch die Kinder werden als lieb und auch teilweise schutzlos empfunden aber zusammen sind sie stark . Und die Erwachsenen in diesem Film werden als streng , unsympathisch und eher bös wirkend dargestellt , ähnlich wie bei Narnja (Märchen ,Fantasy Film) . Das bringt zwar den nötigen Schwung in dem Film aber auch wen die Charakter tiefgründig dargestellt sind sind es meist Steryotypen Charakter aber das muss nicht immer zum Nachteil für den Film sein .

                              Nach dem der Klub der Verlierer dem Schwur wen Es nicht Tod ist wieder sie alle wieder zurück kehren werden um Es zu töten übernehmen die Erwachsenen Darsteller den Film . Was einwenig die Stimmung des Film trügt , aber immer noch Spannung hat am Film eigentlich schadet es nicht es muss ja voran mit der Story gehen . Der Schuss des Filmes geht über 30 Minuten und wieder in der Kanalisation wieder die gleichen Szenen zB die mit Georgie irgendwie ist es langweilig und man hofft das der Film doch noch ein Ende hat .

                              Was ich schade finde ist das Pennywise am Schuss des Filmes als sein richtiges ich kommt eine Spinne, die katastrophal gemacht ist das mir fast den Urin kommt und den tollen Film beinahe zerstört .

                              Die Darsteller agieren super miteinander ZB Jonathan Brandis (Teenie Idol ) der den Jungen Bill spielt als erwachsenen wird er von Richard Thomas ( bekannt als John-Boy aus der Serie The Waltons). Tim Curry ist als Es das Highlight es macht richtig Spass ihm zu zusehen . Auch wen er für mich nicht mehr so böse wirkt eher witzig aber angst macht er mir keine.

                              Der Film verzichtet auf brutale Szenen was im Stephen King Orginal Roman ganz anders geschrieben ist . Der Roman ist gruselig und blutrünstig .Ich hätte dem Film FSK 12 gegeben aber er ist ein Horror Film und möchte sein Publikum nicht verärgern mit einer FSK 12 auf dem DVD Cover .

                              Der Film wurde fürs Fernseher gemacht und nicht fürs Kino aber nach guten Kritiken kam der Low-Budget Film doch im Kino . Als er das erstemal im deutschen Tv anfangs 90 er lief als" Es "die Serie in vier teilen . Nervtötend für mich wen ich ehrlich sein darf . Die Premiere wurde damals bei diesem Film vermasselt .

                              Die Blu-Ray kommt im September und das schöne Steel Book erst im November . Ich hoffe das der Film als ein Film kommt und nicht zwei Disc oder Scheibe umkehren sonst behalte ich meine Dvd aber das Steel macht mich wirklich an und der Film ist natürlich "Must have" und gehört in jede Sammlung.

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                              • 7 .5

                                Es.... Klassiker nach Stephen King, der trotz seiner ordentlichen Spielzeit nicht langweilig oder einschläfernd wirkt. Auch wenn viele den Clown gruselig finden, finde ich persönlich das Design eher ungruselig, da gibt es bessere und schaurigere Clown Designs. Beispiel der Clown aus "Terrifier". Atmosphärisch und gut aufgebaute Story, die typisch für King ist. Nur das Ende hat mir persönlich nicht gefallen, das war mir zu trashig, obwohl ich Trash sonst mag. Trotzdem, ne fette Empfehlung.

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                                • 10
                                  fanatixx 28.11.2016, 21:18 Geändert 28.11.2016, 21:19

                                  meiner meinung nach einer der besten filme die ich je gesehen habe. warum? - naja ich finde die athmosphäre klasse, soundtrack klasse, schauspieler ebenso und pennywise hat sich damals (da es auch mein erster horrorfilm war) einfach in mein gedächtnis geprägt auch wenn nicht NUR positiv haha^^
                                  generell bin ich ein sehr großer fan von stephen king, habe alle seine werke gelesen und das obwohl ich nicht gerne lese. so wirklich negatives habe ich nicht an dem film auszusetzen und rate jedem der ihn noch nicht gesehen haben sollte dieses nachzuholen!
                                  der roman bietet natürlich deutlich mehr zwischensequenzen und wirkt deshalb nicht so kurzatmig, man sollte erst den film sehen und danach das buch lesen, man wird es nicht bereuen.
                                  die individuellen geschichten der schauspieler in bezug auf ängste der kindheit und erfahrungen des erwachsen werdens, sind einfach grandios umgesetzt worden!
                                  10/10

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                                  • 6

                                    Vor gut 25 Jahren liefen die Quotenzähler von Sat.1 heiß, als Es zum ersten Mal im Free TV ausgestrahlt wurde. Wenn man sich heutzutage die Frage stellt, warum Es seiner Zeit eine derartige (Kollektiv-)Faszination auslöse, ist die Antwort darauf doch recht klar: Für einen Fernsehfilm besaß Es Ausmaße, die man eher einem Blockbuster zurechnen würde, war erstklassig besetzt und hat so gekonnt mit Tim Curry als aus Gullydeckeln hervorlugender (Höllen-)Clown Pennywise geworben, dass man sich dieser 180-minütigen Stephen-King-Adaption einfach hingeben musste. Bis zu diesem Punkt kann man diese Indikatoren auch auf die heutige Zeit transferieren, wenngleich sich das Fernsehen natürlich rapide weiterentwickelt hat (die Effekte von Es wirken freilicht nicht mehr zeitgemäß). Zum Film selbst: Zum Film selbst: Als King-Verfilmung – ein über 400.000 Worte messendes, sich über 1500 Seiten erstreckendes Mammutwerk - ist Es natürlich unzureichend. Die psychologische Tiefe der Vorlage, immer in Kombination mit dem Tauchgang in menschliche Urängste, die auf dem Boden des Herzens gedeihen, lässt sich erahnen, findet hier jedoch keine akkurate Grundierung – was bei, immer noch, äußerst knappen 180 Minuten auch nahezu unmöglich scheint. Dafür muss man den Schauspielern im nächsten Schritt ein großes Lob aussprechen, fertigen sie hier doch immerhin einige ordentliche Psychogramme an, was für die richtige Anbindung zum Zuschauer sorgt. Obgleich Es darüber hinaus unverkennbar in die Jahre gekommen ist, beweist Regisseur Tommy Lee Wallace erneut, dass er ein wunderbarer Handwerker ist, schöpft gekonnt aus dem Bilderrepertoire allseitiger Ängste und erzählt Es in der ersten Hälfte als richtig ordentlichen, nostalgisch-klassischen Coming-of-Age-Film, bevor die zweite Hälfte unter der Last der Vorlage und einem überhastet-lückenbehafteten Narrativ zusammenbricht. Das letzte Wort allerdings, wie könnte es anders sein, ist Tim Curry zugedacht, der als eine Ausformung des ungreifbaren Bösen durch seine beunruhigende Ausstrahlung regelrechte Schächte in die Eingeweide gräbt. Pennywise ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind.

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                                      J-S-S 05.11.2016, 22:38 Geändert 05.11.2016, 22:42

                                      Ich gehöre nicht zur Zielgruppe von "Stephen Kings ES", vor allem nicht 26 Jahre nach Veröffentlichung. Trotzdem fand ich den Film phasenweise ansprechend und gut umgesetzt. Positiv aufgefallen sind mir vor allem die gut ausgebauten Verknüpfungen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter der Figuren.

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                                      • 10

                                        Ich bin mit diesem Film aufgewachsen und liebe ihn so wie er ist. Besonders den Soundtrack finde ich lobenswert weil er einfach perfekt zum Film passt. Man denke an diese lustige Cirkus/Karussel Musik als er im Buch rumtanzt, die übrigens auf der DVD auch im Auswahlmenü läuft^^ Der erste Teil des TV-Zweitelers ist klar der bessere aber auch die erwachsenen Darsteller machen meiner Meinung nach einen guten Job. Bin gespannt auf das Remake im nächsten Jahr. Einen der neuen Schauspieler habe ich schon bei der Serie "Stranger Things" kennengelernt :-)

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                                        • 7 .5

                                          Kritiker reduzieren Tommy Lee Wallace Verfilmung wird gerne auf die fulminanten Auftritte von Tim Curry als Pennywise-Inkarnation von Es reduziert. Und auch wenn seine Auftritte ganz klar zu den schaurigen Highlights gehören, hat die TV-Adaption von Stephen Kings Meisterwerk weit mehr zu bieten. Trotz zahlreichen Kürzungen fängt Wallace den charakteroreintierten Ansatz der Vorlage ein, indem er sich Zeit für die einzelnen Charaktere nimmt. Sie schaffen die Grundlage dafür, dass die Auftritte des namenlosen Bösen erst richtig zur Geltung kommen. Indem wir die Charaktere ernst nehmen, können wir auch ihre Ängst ernstnehmen.

                                          Inszenatorisch wirkt das ganze nach über 25 Jahren natürlich etwas angestaubt, bewegt sich mit Sugesstivschnitten und einige Planfahrten aber immernoch meilenweit über der üblichen TV-Standardkost der beginnenden 1990er-Jahre.

                                          "Es" beschert mir auch heute noch Gänsehaut und das muss die geplante Neu-Interpretation erstmal hinbekommen. Ich bin freudig gespannt.

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                                          • 6 .5

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                                            Tim Curry spielt hier hervorragend, kriegt man richtig Angst, bin mal gespannt auf die Neuinterpretierung nächstes Jahr.

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                                            • 5

                                              Trotz einer Laufzeit von drei Stunden muss der Film die Dramaturgie des Romans opfern: In beinahe jeder Szene lässt Stephen Kings ES in irgendeiner Form das Böse auf seine Protagonisten los und wirkt dabei recht atemlos und letztlich zu uninspiriert, weil die Zwischentöne des Romans fehlen. Zudem [...]

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                                              • 6 .5

                                                Der Film kommt ans Buch nicht ran, ist aber trotzdem eine der besseren King-Verfilmungen. Kann mich noch gut erinnern das der Trailer in den 90ern immer schön im Nachmittagsprogramm von Sat.1 lief, mit Pennywise im Gulli, das war als Kind schon echt hart.

                                                Als ich mich dann Jahre später endlich getraut hab, der erste Teil der TV-Fassung ist wirklich stark und gruselig, wenn es dann im zweien Teil auf das schon im Buch typisch verhunzte King-Ende zugeht wirds dann merklich schwächer, nicht nur wegen der überschaubar guten Animationstechnik dieser Zeit.

                                                Aber er ist zweifellos im Gedächtnis geblieben.

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                                                  sachsenkrieger 09.08.2016, 22:59 Geändert 09.08.2016, 23:00


                                                  Um es mal kurz zu machen, war ES einer der Romane Kings, die mich am meisten beeindruckt haben. Das tat nicht nur der Horror, der einen während des Lesens völlig unvermeidlich in Angstzustände versetzt, sondern auch die herzerwärmende Geschichte um den "Club der sieben glücklichen Verlierer". Diese wunderbare Ode, dieses Epos an eine bedingungslose, kompromisslose Freundschaft, wie wohl nicht nur ich, sie niemals kennenlernen durfte. 7 Freunde, 7 Außenseiter, 7 Kinder, die sich allem entgegenstellen, das den Ort ihrer Kindheit, zu zerstören droht. Sie stellen sich den eigenen Ängsten, stellen sich der Interesselosigkeit, der Apathie und Hoffnungslosigkeit ihrer Umgebung entgegen, um nicht von dem Grauen aus der Tiefe, irgendwann einer nach dem anderen aufgefressen zu werden. Das Böse in Derry, der tollwütige Clown, die äonenalte Spinne im Netz. Das sind all die Dinge, die ein Ort wie Derry, der sinnbildlich für alle menschlichen Ansiedlungen steht, tief in seinem Inneren, im Untergrund verbirgt. Und immer mal wieder, alle 30 Jahre, einmal in jeder Generation, bricht der Damm, läuft das Fass aus Neid, Gier und Hass über und es kommt zu einer Serie an Untaten. Die unter dem Clownskostüm lauernde Spinne ... das kann jeder von uns werden.

                                                  Das Buch eines von Kings stärksten und magischsten. Der Film mit 180 Minuten viel zu kurz, um dem über 1500 Seiten starken Buch gerecht zu werden. Trotzdem ist Tommy Lee Wallace ein anständiger Film gelungen, der besonders viel Wert auf die hervorragende Charakterzeichnung des Buches legt. Besonders die Kinderrollen, sind hervorragend besetzt und so macht zumindest mir, der erste Teil des Films wesentlich mehr Spaß. Zum Ende hin, kommt leider wieder einmal, die damals noch ernüchternd schlechte CGI zum Tragen. Wirklich gruselig wird es eigentlich auch zu keinem Zeitpunkt. Da empfiehlt es sich doch eher, sich das Buch zu schnappen, mitten in der Nacht in den Keller zu gehen, um sich dann den ganzen Schinken, mit der flackernden Taschenlampe in den zitternden Fingern, vorm leise tropfenden Wasserhahn der Waschküche durchzulesen. Kein Meisterwerk, aber eine Meßlatte, die eine Neuverfilmung erst einmal überspringen muss...

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                                                    Ziemlich lieblos gedrehte, schlecht besetzte (John-Boy!) Verfilmung.
                                                    Die Punkte gibts nur für das - empfehlenswerte - Buch, das ist purer Horror.

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