Stiefbrüder - Kritik

US 2008 Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 11.09.2008

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    Stiefbrüder. Jeder weiß was gemeint ist: aus der stetig steigenden Scheidungsrate resultierende Patchwork-Familien, die gern mal wild zusammengemixt sind, sich aber in der Regel trotzdem ganz gut verstehen und zusammenraufen.
    Das ist das, was man bei diesem Titel vermuten könnte, letztlich klatscht uns Adam McKay in Kombination mit Will Ferrell hier allerdings eine aberwitzige Komödie vor den Latz, die zwischen Genie und Wahnsinn hin und her rangiert. Hier werden Familienteile zusammen geführt und wieder entzweit und das alles mithilfe einer Story, die völlig aus den Fugen gerät. Die Kluft zwischen völlig normalen Eltern und deren kindlichen End-30er-Söhnen, die eigentlich schon längst aus dem Hotel Mama ausgezogen seien müssten, scheint immer größer zu werden. Dabei werden Klischees nicht nur bedient, sondern in ihrer Formvollendung dargeboten und zwar in unverwechselbarer Weise.
    Der neue Familienvater wandelt sich vom anfangs noch verständnisvollen Mann zum geldgeilen Monsterdaddy, allerdings wird er mit den beiden Stiefbrüdern Dale (John C. Reilly) und Brennan (Will Ferrell), die ein apokalyptisch nervendes (Anti-)Duo bilden, vor eine Mammutaufgabe gestellt, bei der man nur verzweifeln kann.
    Zwischendrin bekommen wir dann absurde, flache Comedy, die sich am äußersten Rande der Verrücktheit bewegt.
    Das Ding hier ist einfach komplett irre, über weite Teile aber auch verdammt genial. Allein das Intro ist bahnbrechend. Ich frage mich nicht umsonst über die gesamte Laufzeit des Films, ob die Drehbuchschreiber Adam McKay und Will Ferrell beim Schreiben dauerbekifft waren und/oder vorher aus einer Psychiatrie ausgebüchst sind, schwer erklärlich bleibt eine derartig abstruse Kreativität allemal.
    Mit fortschreitender Lauflänge und den immer schlimmer werdenden Eskapaden, die unsere Stiefbrüder hier fabrizieren, begibt sich der schwarze Humor in die makabersten Gefilde herab, die man sich vorstellen kann. Das ist streckenweise wirklich bitterböse, für schwache Gemüter könnte es also etwas holprig werden, letztlich komplettiert Regisseur Adam McKay damit sein humoristisches Werk zu einer gänzlich andersartigen Komödie, auf die man zugegebenermaßen stehen muss, ansonsten könnte es nämlich schwierig werden.
    "Stiefbrüder" ist eine verkappte, durchgeknallte Hommage an das Erwachsenwerden, zeigt uns dessen Abgründe in alle möglichen Richtungen auf und erklärt uns auf äußerst kreative Weise, dass viele Menschen in Wirklichkeit nicht so tolerant und emphatisch sind, wie sie es vorgeben zu sein.
    Das dürfte nicht jedermanns Sache sein, mit der geistigen Lupe lassen sich aber die "zwischenmenschlichen Feinheiten" erkennen, bis das Ganze dann wieder zum infantilen Kinderquark übergeht.
    Das Teil hat mich mit seinen überzeugenden Darstellern und seinem absolut verrückten Drehbuch komplett aus den Socken gehauen und mithilfe seines schwarzen Humors und seinem Alltagsbezug gefesselt, wie selten eine Komödie zuvor, denn eins müssen wir uns eingestehen: wir alle bleiben die Kinder von unseren Eltern, das Erwachsenwerden müssen wir aber dann doch irgendwie selbst hinbekommen.

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    • 6 .5
      Polyphem 18.06.2015, 15:35 Geändert 18.06.2015, 15:38

      Für einen kurzen Moment hatte der Film die Form eines Einhorns. Prestige weltweit! Weltweit! Computer! Schwarze Lederhandschuhe! Mir hängt schon die Nudel aus der Hose heraus. Das verlangsamt den Puls. Lass die Erde auf Dich hernieder rieseln. Kann man Kleidung im Geschirrspüler waschen? Ich war 22 Jahre lang Anhalter in der Galaxis nun bin ich kein Tyrannosaurus Rex mehr! POW! Pow!! POW!! Holzfäller Jack!!!

      "Stiefbrüder" bewegt sich auf dem Niveau von "Dumm und dümmer". Genau genommen haben Will Ferrel und John C. Reilly vor die dümmsten Vollidioten der Welt zu sein. Ihnen fällt auch mit vierzig nicht ein, erwachsen zu sein. Dabei bewegen sich die Lausbuben von vulgären Peinlichkeiten filigran bis zur absurden Tragikkomik. Alberner Wohlfühlklamauk mit traditionellen Familienwerten und einem Drachen, einem Nachtfalken im musikalischen, tränenreichen, hochemotionalen Duett bis die soziale Kälte explodiert.

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      • 5

        Vielleicht hätte ich einfach betrunken sein müssen um den Film wirklich lustig zu finden

        • 6 .5
          ju.ku.750 02.05.2015, 16:22 Geändert 02.05.2015, 20:32

          "Du warst tot ,ich hab dich sterben sehen."
          "Ich hab nur so getan, ich hab durch Ninjakräfte meinen Puls verlangsamt."

          Stellenweise zwar etwas zu albern, aber dennoch unterhaltsam und gut für Zwischendurch.

          Wer so wie ich auf den Humor von Will Ferrell steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten.

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          • 9

            Was Comedy angeht ist das genau mein Geschmack. Was habe ich gelacht.Grandios die beiden!!!!!!

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            • 8

              Eine weitere geniale Komödie mit dem wie immer grandiosen Will Ferrell.

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              • 8

                drache vs. nachtfalke!

                leckeres sößchen besteht aus ketchup und mayonnaise!

                general custer war u.a. architekt!

                velociraptor, der hausfrauenspiegel, tobey maguire

                wer will fleißige handwerker sehn? dädädädädädädä...

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                • 3 .5

                  Ein Will Ferrell Fan werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr, soviel steht spätestens nach diesem Film fest.
                  Die Grundidee von den kindgebliebenen Stiefbrüdern fand ich anfangs noch ganz interessant, doch mit zunehmender Dauer verliert sich der Film in seinem flachen, immergleichen Fäkalhumor.
                  Da darf ein Seth Rogen natürlich nicht fehlen...

                  • 7 .5

                    Da kann ich nur drüber lachen, sonst nüschtz.

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                    • 4

                      Jaja, ich habe mich mal wieder an einer Will Ferrel Komödie versucht. Einige Grinser waren drin, aber letzten Endes hat mich der Fremdschämfaktor doch in den sicher Schlaf gewogen...wo ich noch mal hin und wieder ein Auge losgemacht habe, um kurz zu grinsen, und dann guten Gewissens weiterzudösen.

                      Fazit: STIEFBRÜDER ist der perfekte Film, wenn man keine Lust hat Filme zu gucken.

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                      • 8

                        Will Ferrell du Gott!

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                        • 8

                          erstklassiger Unterhaltungsfilm, der gekonnt mit zotigen und abgedrehten Witzen glänzt und abschließend Applaus geerntet hat

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                            Der Film ist absolute Klasse. Wo will ferell emotionell singt, und John C reiley alles kaputt macht. Konzept ist auch genial

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                            • 3

                              Einer der dümmsten Filme, die ich je gesehen habe. Mehr mag ich einfach nicht sagen.

                              • 4

                                Der 39-jährige Brennan (Will Ferrell) wohnt immer noch bei seiner Mutter Nancy. Der 40-jährige Dale (John C. Reilly) wohnt ebenfalls noch zu Hause bei seinem Vater Robert. Als sich Nancy und Robert eines Tages kennen lernen, ein Paar werden und schließlich heiraten, macht das Brennan und Dale zu Stiefbrüdern.

                                Bei "Stiefbrüder" hat man eigentlich eine gute Ausgangslage für eine Komödie gegeben denn zwei Vierzigjährige, die noch bei ihreren Eltern daheim wohnen, da ist auf jeden Fall Potenzial für viele Lacher da, leider kann der Film dieses nicht wirklich ausnutzen. Das Ganze ist dann doch zu stumpf gehalten, Brennan und Dale benehmen sich viel zu sehr wie kleine Kinder, das ist alles ein bisschen ZU extrem und kommt daher eher unglaubwürdig und gewollt daher. Trotz alle dem ist der Film für einige lustige Momente zu haben, was vor allem an Will Ferrell liegt. Der ist von Natur aus schon total witzig und auch hier im Film sorgt er immer mal wieder für klasse Gags, die mich immer wieder bei Laune gehalten haben. Wer Will Ferrell also mag, der kann sich den Film ruhig mal anschauen, insgesamt wäre hier aber trotzdem mehr drin gewesen.

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                                • 6 .5

                                  Step Brothers 6,5/10

                                  Bin ein großer will Ferrell Fan, Film war ganz witzig. Nichts überragendes aber gut anschaubar

                                  • 8 .5

                                    "Du warst Tot, ich hab dich sterben sehen"
                                    "Ich hab nur so getan, ich hab durch Ninjakräfte meinen Puls verlangsamt"
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                                    Wahnsinn, dieser Film bringt mich immer wieder zum Lachen!
                                    Will Ferrell und John C. Reilly als 40 - jährige Kinder hauen soch richtig auf die Kacke! Zum Fremdschämen, vielleicht, macht aber dann doch zuviel Spaß, dass man hier "Stiefbrüder" verurteilen könnte. Typischer Ferrell - Humor! Ich stehe darauf! Jeder der auf extrem verhaltensgestörte Komödien steht, sollte mal einen Blick riskieren! ;)
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                                    LG
                                    der reiDi
                                    -
                                    PS: Extended-Version, sehr empfehlenswert!

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                                    • 7

                                      gewalt gegen kinder ist voll ok

                                      5
                                      • 2 .5

                                        Ich versteh diesen Will Ferrell einfach nicht. Es gibt Filme, da gefällt er mir wirklich, wie im grandiosen Anchorman oder auch Schräger als Fiktion und dann gibt es wieder Filme, in denen ich vor Fremdscham fast erstarre. Stiefbrüder ist so ein Film.
                                        Eine Komödie mit typischem Storyverlauf rund um zwei 40-jährige Stiefbrüder, welche es allerdings geistig nie aus der Teenagerzeit herausgeschafft haben und die sich im Humor auch höchstens dieser Altersklasse bedient.
                                        Für mich war der Film daher leider absolute Zeitverschwendung.

                                        • 6 .5

                                          Auch wenn dieser Streifen nicht Jedermann Geschmack ist war ich bestens unterhalten. Der Humor ist zwar ziemlich flach und zum Teil dämlich. Aber "Stiefbrüder" hat seine Momente und hat mich überzeugt!!

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                                          • 6

                                            Stiefbrüder ist nach "Ricky Bobby" die zweite zusammenarbeit zwischen Will Ferrell, John C Reilly und Ferrells Stammregisseur Adam Mckay.
                                            Und wie es bei Ferrell Komödien meistens der Fall ist, entweder man mag sie oder man haßt sie.
                                            Und wer schon bei "Ricky Bobby" die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen hat,
                                            der sollte auch um "Stiefbrüder" einen weeeiiiten Bogen machen.
                                            Denn die Humorschiene wird konsequent weitergeführt.
                                            Ferrell und Reilly sind sich für keinen noch so dummen, plumpen, infantielen und peinlichen Witz zu schade,
                                            und mehr als einmal wird der Bogen bis zum fremdschämen überspannt
                                            aber trotz allem hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert.
                                            Was natürlich den beiden Hauptdarstellern zu verdanken ist,
                                            denn Ferrell ist in seinen Rollen so dämlich dass es wirklich komisch ist,
                                            und Reilly schafft problemlos den Spagat zwischen anspruchsvollen Rollen und diesen hier.
                                            "Stiefbrüder" ist zwar nicht der beste Ferrell Film und kann nie mit "Die Eisprinzen",
                                            "Die etwas anderen Cops", " Anchorman" oder " Schräger als Fiktion" mithalten,
                                            hat aber eine wirklich lustige Grundidee und zwei Trottel in Höchstform zu bieten.

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                                            • 8 .5

                                              ´´Ich will auch leckeres Sößchen´´

                                              Lustiger Film.
                                              Durch diesen Film ist mir Will Ferrel zum Ersten mal positiv aufgefallen.

                                              Auf jeden Fall eine sehr gute Komödie. Man muss den Humor halt mögen.

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                                              • 5

                                                Die besten Momente (FAST alle) leider schon im Trailer herausposaunt, dennoch kann der Film sich sehen lassen als nettes Popcorn-Kino und seichte Komödie mit schlüpfrigen Gags ;)

                                                • 6 .5

                                                  An manchen Stellen wirklich zu dumm und übertrieben, aber der Film ist auch an manchen Stellen echt witzig !!!
                                                  Für zwischendurch eine nette Komödie, mehr aber auch nicht !!

                                                  • 7 .5

                                                    Zwei fast 40 Jahre alten Kinder die immer noch lachen wenn jemand Penis oder Vagina sagt. Jupp, genau meine Humorschiene :D
                                                    Sehr hohe Gagdichte allerdings sollte man eben wissen dass es immer noch ein Film von und mit Will Ferrell ist also derbe Witzchen und Sprüche. Ferrell bekommt diesmal mit John C. Reilly einen Partner an die Seite gestellt der mindestens mit Ferrell mithalten kann und auch noch überzeugender ist als Co-Act als z.B. Galifinakis in "Die Qual der Wahl".

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