Stoker

Stoker (2013), GB/US Laufzeit 99 Minuten, FSK 16, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 09.05.2013

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7.0
Kritiker
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7.3
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Kinostart: 09.05.2013
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von Chan-wook Park, mit Nicole Kidman und Mia Wasikowska

In Stoker, dem US-Debüt des koreanischen Regisseurs Chan-wook Park, gerät Mia Wasikowska als Halbwaise zunehmend unter den Einfluss ihres charismatisch-diabolischen Onkels, dargestellt von Matthew Goode.

Nachdem Indias Vater Richard Stoker (Dermot Mulroney) bei einem Autounfall ums Leben kommen, tritt plötzlich Onkel Charlie (Matthew Goode) in das Leben des jungen Mädchens. Obgleich sie zuvor niemals etwas von seiner Existenz gehört hatte, will Onkel Charlie von nun an gemeinsam mit India (Mia Wasikowska) und ihrer psychisch labilen Mutter Evelyn ‘Evie’ Stoker (Nicole Kidman) in einem Haus leben und die beiden unterstützen. Doch schon bald nach Charlies Ankunft hat India den Verdacht, dass ihr charmanter Onkel noch andere Absichten hegt. Aber anstatt sich von dem geheimnisvollen Mann zurückzuziehen, verfällt India komplett seiner dunklen Anziehungskraft.

Hintergrund & Infos zu Stoker
Stoker ist die erste Hollywood-Produktion von Chan-wook Park und damit auch der erste englischsprachige Film des Regisseurs. Der südkoreanische Filmemacher wurde durch seine Rache-Trilogie bekannt, zu welcher die Filme Sympathy for Mr. Vengeance, Lady Vengeance Remake und Oldboy gehören.

Das Skript zu Stoker wurde von Wentworth Miller (Prison Break) entwickelt, der allerdings unter dem Pseudonym Ted Foulke arbeitete. Sein Drehbuch stand 2010 auf der sogenannten Black List der besten, aber noch nicht produzierten Skripts.

Carey Mulligan (Drive) sollte in Stoker zunächst die Rolle der India Stoker übernehmen und Jodie Foster (Der Gott des Gemetzels) war bereits für die Rolle der Evelyn Stoker vorgesehen. Letztlich gingen die beiden Rollen jedoch an Mia Wasikowska (Jane Eyre) und Nicole Kidman (The Others). (AP)

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Cast & Crew


Kritiken (25) — Film: Stoker

LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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6.5Ganz gut

Park Chan-wook spielt in seinem morbiden Familienalbum mit Suspense-Elementen, zitiert mit einer pathologischen Dusch-Szene "Psycho", verhandelt die Annahme und Akzeptanz von Identitäten und Persönlichkeiten wie in "Vertigo" und einen Onkel Charles gab es schon bei "Im Schatten des Zweifels". Das alles geschieht immer stilvoll, wenn auch bis zum Ende nicht ganz eindeutig, denn einige Antworten bleibt der in seinen kunstfertigen Montagen und Bildkompositionen auch verwirrende Psychothriller schuldig in seiner Auflösung.

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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film

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8.0Ausgezeichnet

Unterdrückte Aggression lauert von Anfang an in dieser Märchenwelt, und wenn sie ausbricht, sind die Bilder verstörend.

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Franz Everschor: Filmdienst Franz Everschor: Filmdienst

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7.0Sehenswert

Ob Park Chan-wook glaubte, westlichem Publikum und dessen Bedürfnis nach Erklärungen [...] eine 'logische' Auflösung der Geschichte zu schulden, mit der sein Film endet, ist nicht überliefert. Wer Stoker verstanden hat, könnte auf das pedantische Ende gern verzichten.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

[...] [Stoker ist ein Thriller], der sich in seiner Radikalität, in seiner Darstellung des puren Bösen von der üblichen Handelsware mehr als unterscheidet.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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5.5Geht so

[Der Regisseur] beweist erneut ein gutes Händchen für Atmosphäre, doch ein bisschen mehr vom Irrsinn seiner koreanischen Filme hätte Stoker durchaus vertragen.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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7.5Sehenswert

[...] Ein einzigartiges Puzzlespiel, dessen Suggestionskraft man sich nur schwer entziehen kann.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Unter anderem durch die Missachtung erzählerischer Plausilibilität verliert Stoker zwar an Stringenz. Als stilistisches Crossover bleibt er jedoch durchaus bemerkenswert.

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Christina Raftery: Bayerischer Rundfunk Christina Raftery: Bayerischer Rundfunk

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6.0Ganz gut

Für Fans konsequenter Ästhetik, die zugunsten visuellen Einfallsreichtums auf emotionale Schlüssigkeit verzichten können.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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7.0Sehenswert

In Stoker, seiner ersten Hollywood-Produktion, spielt Filmemacher Park Chan-wook einmal mehr virtuos auf der Klaviatur des Grauens.

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TobiasKniebe: Süddeutsche Zeitung TobiasKniebe: Süddeutsche Zeitung

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7.5Sehenswert

Wer derart ansatzlos die Realität überwinden kann, mit den denkbar einfachsten Mitteln - der wird schon zu Recht als Meister verehrt.

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Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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7.0Sehenswert

Mutwillig werden an ihrem Geburtstag ihre Träume und Wünsche in dunstigem Rauch aufgelöst, den einzufangen unmöglich ist. Mia Wasikowska als nymphengleiche Jugendliche mit leicht autistischen Zügen im sexuell-intriganten Spiel der Macht gefangen, eingesperrt von Mutter (Nicole Kidman) und Onkel (Matthew Goode). Mit dem Animalischen erwacht auch die Sexualität, welche als Sinnbild und Zentrum kosmischer Ordnung fungiert, und häufig mit einem Mutter-Tochter-Konflikt einhergeht. Der Regisseur Park Chan-wook scheint dabei das ganze Netz seiner Symboliken und Figuren um das vielfältig interpretierbare Bild der Spinne zu weben, und scheitert mehr als einmal beinahe an seinen großen Ambitionen, auch wenn er seine Kalender-Philosophie diesmal auf ein homogenes Minimum reduziert. Nach dem anfangs zögerlichen Erwachen der eigenen sexuellen Identität folgt die (feministische) Emanzipation, die in ihrer plötzlichen Erbarmungslosigkeit einem befreienden Kanonenschuss gleicht. Dazwischen tänzelt der Score des talentierten, aber leicht überschätzten Clint Mansell zwischen anstrengender Aufdringlichkeit und audiovisueller Brillanz. Mit seinem Hollywood-Debut inszeniert der Südkoreaner psychologischen Thrill der alten Schule, bei dem ganz klar der Weg das Ziel ist, und verneigt sich währenddessen nicht nur einmal vor dem großen Alfred Hitchcock. Sein verworrenes Beziehungsgeflecht ist dramaturgisch fesselnd und außergewöhnlich vielseitig fotographiert, wenngleich es in seiner großen Fülle an Motiven und Metaphern des Öfteren im Begriff ist, sich selbst das Bein zu stellen.

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_Garfield

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Großartig! Wie gefiel dir Goode?


Arakune

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Ich persönlich mag den schon; hat enorm viel Charisma, was aber auch zu einem Großteil an seinen Rollen liegen mag. Bei STOKER gilt für mich aber eh: Wasikowska > Goode


_Garfield: Blogbusters

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6.5Ganz gut

Formelles Glanzstück, das einen der kreativsten Handwerker unserer Zeit und die faszinierende Mia Wasikowska an ein mäßiges Skript verschenkt. Sehenswert aber allein aufgrund der atemberaubend schönen Montagen und Clint Mansell's elektrisierendem Wumms.

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PeterOsteried: Gamona.de PeterOsteried: Gamona.de

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9.0Herausragend

Mit seinem US-Debüt Stoker liefert Park Chan-wook auf Grundlage eines filigranen Skripts einen packenden, langsam erzählten Thriller ab. Langweilig ist er dennoch nie, denn er lebt von einem konstanten Unbehagen.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.5Sehenswert

[...] Die Dialoge spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Der Regisseur erzählt auf allen filmischen Ebenen, wobei besonders seine außerordentlichen Bild- und Tonmontagen im Gedächtnis bleiben. In einer Mordszene heftet sich die Kamera z.B. an das Ende eines Ledergürtels, der aus dem Hosenbund gezogen wird und Clint Mansells Musik plustert sich lautstark auf bis zur Explosion. [...]

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Oceanic6: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Chan-wook Parks US-Debüt ist ein ebenso stilsicheres wie brillant gespieltes Psychokammerspiel, welches in den besten Momenten die lieblich freche wie auch bitterböse Subtilität eines Alfred-Hitchcock-Thrillers ausstrahlt. "Stoker" setzt aber, obwohl offensichtliche Hitchcock-Hommage, ganz neue Akzente und spielt in seinem eigenen kleinen Universum, wo sich Familienmitglieder unbeirrbar gegenseitig zerfleischen. Dabei fährt Park eine Liebesszene auf, die wunderschöner nicht sein könnte. Und auch wenn der deutsche Zusatztitel "Die Unschuld endet" mal wieder absolut beschränkt klingt, so bringt er doch eine der zentralen Fragen des Films auf den Punkt: Was passiert, wenn Jugendliche vom richtigen Weg abkommen? Die Mitglieder der Familie Stoker können sich an dieser Stelle ebenso wenig dem perfiden Sog der Handlung entziehen wie der Zuschauer, denn "Stoker" schlägt Töne an, wie man sie nicht alle Tage im Kino erlebt und mündet in ein umso konsequenteres Finale. Und Mia Wasikowska untermauert währenddessen in zahlreichen Szenen nach "Jane Eyre" erneut, warum sie zu den größten Talenten unserer Zeit gezählt werden muss.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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8.0Ausgezeichnet

Das ist ein schöner Thriller mit übernatürlichen Anklängen, der dann aber doch sehr direkt und gelegentlich sehr blutig ist, mit schönen visuellen Ideen und eigenwilligen Schnitten, die zuerst rauszureißen scheinen aus der Handlung und dann doch eigentlich nur viel, viel tiefer hineinführen.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.0Ausgezeichnet

"[...]In anderen Händen hätte aus der offensichtlichen Hitchcock-Hommage ebenso ein austauschbarer Mysteryschinken ohne eigene Duftmarke werden können. Doch Park verbeißt sich in den sinistren Figuren und dem verträumten Setting und kreiert daraus seinen individuellen Coming of Age-Stoff. Während sich viele internationale Regisseure für ihren Eintritt in die Traumfabrik glattbügeln und zurechtbiegen lassen, widersteht er der Versuchung des schnellen Geldes für ein halbherziges Cash In-Projekt.[...]"

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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6.0Ganz gut

Der letzte Akt von Stoker macht eine Gruppe zwischen etwas Sensationellem und etwas Dummen. Park ist mehr daran interessiert, zu schockieren und die Motive aufzuzeigen als es narrativ gut darzustellen.

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dbeutner

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Wer ist eigentlich für die Übersetzungen zuständig? "Der letzte Akt von Stoker macht eine Gruppe zwischen etwas Sensationellem und etwas Dummen." :-) "the final act of “Stoker” walks a fine line between the sensational and the silly."


Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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6.0Ganz gut

Stoker, der neue Thriller von Park Chan-Wook ist ein bizarr-perverses, wundervoll inszeniertes Rätsel, das der Zuschauer entweder ergründen oder nicht ergründen möchte.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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7.5Sehenswert

Stoker ist Parks düster lustige und wunderbar verkommene Version von Hitchcocks Shadow of a Doubt.

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Alle Kritiken (25)


Kommentare (59) — Film: Stoker


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Tautou

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Bewertung9.0Herausragend

Lange hatte ich mich auf diesen Film gefreut! Damals waren Nicole Kidman und Clint Mansell die Appetizer, die mein Interesse an Stoker weckten. Von Chan-wook Park kannte ich bis dato nur "Oldboy", einer dieser vielen "Musst du gesehen und vor allem gut bewertet haben"-Filme. Oldboy war für mich aber nur einer dieser "Musst du gesehen haben, weil alle ihn gesehen haben, was jedoch noch lange keinen guten Film ausmacht"-Filme, ich vergaß also auch ganz schnell den Namen des Regisseurs. Und so war Chan-wook Park in Gesprächen immer nur "der Regisseur von Oldboy".

Stoker hingegen fesselt mich von der ersten Sekunde an. Stoker ist überraschend, stilistisch sicher, Stoker ist die Schere, die feine Seide entzweit, geradlinig und unwillkürlich. Stoker ist wie ein Klavier, so verführerisch mit seinen Kurven und Formen, so standhaft und stämmig auf seinen wenigen Beinen, so edel und hochwertig in seiner Erscheinung; um es zu spielen, nimmt man Haltung ein, die man bis zum Ende des Stückes bewahrt. Man ist dann in dieser Trance, in diesem Rausch, immer wird man eins. Da kommt es nicht von ungefähr, dass wir in diesem Film die vielleicht bemerkenswerteste Klavierspielszene der Filmgeschichte vorfinden. Überhaupt verzaubert und lockt Stoker in musikalischer Hinsicht den Gourmet mit einem mannigfaltigen Bouquet. Zwischen Melancholie, alten Klassikern und melancholischen alten Klassikern pendelt sich Clint Mansells Beigabe in die Dynamik der Bilder ein, die ohne Halt und ohne Stopp über den Bildschirm flimmern, ich bin ganz fiebrig.
Stoker ist aber auch wie ein guter alter Wein. Eine feine Note, lieblich rot, die von hoher Qualität zeugt. Kontrastreich zu den sonst so haschgrünen matten und lederbraunen satten Farben im Anwesen der Stokers, der perfekte Schluck zu Verdi, getrunken von Nicole Kidman, die mit mindestens genauso viel Klasse und Stil und Niveau mundet.
Stoker mag ich sehr. Und so wird Chan-wook Park in Gesprächen immer "der Regisseur von Stoker" sein.

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kobbi88

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Ich hoff ja, dass Chan-wook Park irgendwann in Gesprächen einfach nur Chan-wook Park sein wird. Und auf seinen Filmplakaten sollte stehen "Von Regisseur Chan-wook Park". Und nicht "Vom Regisseur von Stoker und der Rache-Trilogie" (oder so.)

Die Klavierszene war wahrhaftig grandios. Hat mich förmlich aufgesogen, in Trance versetzt.

Toller Kommentar... und wenn ich Wein mögen würde, dann noch besser ;)


HIVito

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Bewertung7.5Sehenswert

Geniale Bilder und Kameraführung 1A (danke Chung-hoon Chung! Old Boy, Lady Vengeance, Thirst um einige zu nennen) super Sound und grossartige schauspielerische Leistung. Die Story enthält ein paar Lücken deshalb kann Stoker meiner Meinung nach nicht mit Meilensteine wie Old Boy oder Lady Vengeance mithalten. Stoker ist ein unterhaltsamer Film mit sehr interessanten Charakteren. Über India Stoker hätte ich gerne mehr Hintergrundinformationen gehabt wieso und warum sie so tickt. Auch das Ende hinterlässt mir Fragezeichen. Doch eigentlich sollte uns das bekannt sein, denn wer Chan Wook's Filme kennt, weiss dass seine Filme nie "normal" enden. :)

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blue1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stoker vereint anhaltende Spannung, ansteckende Stimmung, Inszenierung und ein ergreifender Plot auf höchstem Niveau. Als die letzten Töne erklangen, konnte ich nicht anders, als mit einem breiten Grinsen dazusitzen.
Schlicht ein kleines Meisterwerk.

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Strohmes

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Bewertung7.5Sehenswert

puh...ein krasser film! gibt es evtl irgendwo ne plattform, auf der man spoilernd diskutieren kann, was uns dieser film sagen will?^^

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Jade

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Bewertung5.0Geht so

Diese Symbolik ...diese verherende Symbolik...Weniger davon hätte dem Film sicherlich nicht geschadet. Ansonsten: Wtf.

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Bandrix

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Ach, schade. Gerade wegen der Symbolik fand ich "Stoker" wirklich klasse.


hellonearth

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Ich auch. Finds klasse wenn mehr durch Bild gezeigt, als ausgesprochen wird.


Tyler__Durden

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wahrscheinlich Park Chan Wooks komplettester Film. Anders als in seinen vorherigen Filmen findet er hier in Stoker für sein formaler Anspruch das erste mal wirklich einen inhaltlichen Gegenspieler welcher mit ihm auf einer Ebene interagieren kann. Das Kino des Park Chan Wooks war nämlich nie eines der Sensibilitäten oder gar der subtilen Ausdrucksformen. Bei ihm ist jedes Bild, jeder Szeneübergang, jede Farbe sowie jede visuelle Metaphorik einer stilistischen Überzeugung untergeordnet die für Ambiguität wenig am Hut hat. Bei ihm geht es mit der Tür immer sofort ins Haus und am besten ohne Umwege gleich in die Unterwäsche des Gastes. Ein ständiger formaler Frontalaufprall der sich aus seinen Intentionen keinen Hehl macht. Elegant, keine frage aber eben auch sehr vulgär. Dies brachte seine Film bis jetzt nach einer Weile für mich immer etwas zu Fall, da seine inhaltlichen Muster bis dato immer von starker Ernsthaftigkeit geprägt waren, welche für meine Empfindungen dann irgendwann nicht mehr gut mit seiner so bevorzugten Ausdrucksform koexistieren konnte. Form und Inhalt gingen in verschiedene Richtungen und wusste noch nicht einmal davon. Stoker dagegen bietet da nun aber das perfekte Spannungsfeld für seine Bilder, da der generelle Ton des Filmes nun auch von genau der selben Affektiertheit durchzogen wird. Hier passt es einfach wenn das Bild eines Eies, welches unter einem ausgestopften Huhn liegt, sich in das Auge unserer (noch nicht "geschlüpften") Protagonistin verwandelt. Genauso wie es passt wenn sie sich dann komplett beschmutzt (äußerlich und innerlich) in ihr klinisch weißes Bad begibt um sich zu säubern, nur um sich dann endlich ihrer sexuellen Fantasie hinzugeben da die gewalttätige soeben ja auch schon entjungfert worden sind. Ein Film mehr über das Entstehen als das Zerstören. Über das Vervollständigen (eines jungen Mädchens und eines Regisseurs). Ein doch sehr toller Film.

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Hooded Justice

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!


Yadokari

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Ich will trotzdem den alten, bösen und kompromisslosen Park wieder.


MaxN91

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Bewertung9.0Herausragend

So mancher hollywoodfremde Regisseur konnte in der Traumfabrik ja eher schwer Fuß fassen, nun wagt auch einer der interessantesten Regievertreter unserer Zeit den Schritt in die USA: Die Rede ist von Park Chan-wook und seinem Film "Stoker".
Für Fans von Alfred Hitchcock dürfte "Stoker" besonders attraktiv sein, denn nicht nur das Skript ist eine Hommage an den Klassiker "Im Schatten des Zweifels", sondern auch die atmosphärische Gestaltung und die Kamera sind klar vom Altmeister inspiriert. Meine Befürchtung es könne eine Anpassung von Park Chan-wook an das Hollywoodkino geben, wurden von der ersten Sekunde niedergeschlagen. Die Handschrift und der asiatische Einfluss des Regisseurs sind von der ersten Sekunde an zu spüren. Die Handlung des Films beginnt zu Anfang nicht direkt vorzuschreiten, eine seltene Eigenschaft im heutigen Kino, die leider von einigen Kritikern und Zuschauern mit Langeweile verbunden wird. Parks Film bleibt nämlich nicht auf der Stelle stehen, er nimmt sich Zeit die grandiose Atmosphäre zu schaffen, ohne die der Film nicht funktionieren würde. Der Regisseur wählt dafür eine unglaublich künstlerische Bildsprache, die sich besonders durch die bombastischer Kamera und den für mich besten Schnitt seit Jahren äußert- An einigen Stellen vielleicht etwas zu verschwenderisch (im Sinne von zu häufig) eingesetzt. Was anschließend beginnt ist ein grandioser Mix aus Psychothriller und Horrordrama, dessen Geschichte zwar nicht äußerst komplex ist, dafür aber um so besser umgesetzt auf die Leinwand gebracht wurde. Damit dies funktioniert hat Stoker eine ganze Reihe an grandiosen Schauspielperformances zu bieten: Mia Wasikowska als geheimnisvolle, düstere India Stoker, die bis kurz vor Ende fast undurchschaubar wirkt. Besonders gefallen hat mir auch Matthew Goode als Onkel Charlie, dessen äußere Schönheit und innerliche Hässlichkeit den perfekten Psychopathen ausmachen. Seine Aura in diesem Film ist gigantisch, es reicht wenn am Auto lehnt und mit Sonnenbrille in die Richtungen des Zuschauers schaut, um Gänsehaut und Angst auszulösen. Auch Nicole Kidman gefiel mir nach langer Zeit wieder richtig gut, in der Rolle der psychisch angeknacksten Mutter. Zuletzt bleibt zu sagen, dass Wentworth Millers (Michael Scofield!) starkes Drehbuch erst durch die Handschrift von Ausnahmekönner Park Chan-wook sein volles Potential auschöpfen konnte und in ein Ende mündet, dass so konsequent wie genial viele Zuschauer vor den Kopf stoßen wird.
Fazit: "Stoker" ist für mich eine der größten Überraschungen in diesem Kinojahr, nicht weil ich Regisseur Park Chan-wook diese Aufgabe nicht zugetraut habe, sondern weil er sich und seiner Handschrift absolut Treu geblieben ist. Kamera und Schnitt bilden für mich eine Einheit, wie ich es lange in keiner Hollywoodproduktion mehr gesehen habe. So ensteht ein knallharter Psychothriller mit tollen Bildern und hervorragenden Darstellern, dessen Atmosphäre und Inhalt stark an Hitchcock erinnern. Ganz großes Kino.

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MrDepad

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Stoker" ist das US-Debüt von Regisseur Park Chan-wook, der mit "Oldboy" einen der für mich besten Filme aller Zeiten drehte.
Die gerade 18 Jahre alt gewordene India Stoker hat ihren geliebten Vater durch einen Autounfall verloren. Nun ist sie mit ihrer Mutter, zu der sie kein besonders rosiges Verhältnis hat, allein in einem prachtvollen Haus. Bei der Beerdigung des Vaters tritt allerdings der Bruder ihres Vaters, Onkel Charlie, in ihr Leben und einige Dinge verändern sich grundlegend.
Wem diese Geschichte bis hierhin schon bekannt vorkommt, hat vermutlich auch schon einige Filme von Hitchcock gesehen. Das Drehbuch von Wentworth Miller strotzt nur so vor subtiler Spannung, die es in ihren besten Momenten durchaus mit den Werken des Altmeisters aufnehmen kann. Lange Zeit schwebt eine mysteriöse und merkwürdige Ungewissheit über den Ereignissen des Films und man kann die Figuren und Momente gefühlstechnisch nicht so richtig einordnen. Dieses Spiel mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und die Erzeugung einer solch eigenartigen Atmosphäre ist es, was den Film erst einmal von der Masse abhebt.
Abseits der Handlung sorgt allerdings die souveräne Regie von Park Chan-wook selbst für Staunen. Der Film ist ein visuelles Prachtstück, bei dem jede einzelne Einstellung perfekt durchkomponiert daher kommt. Fantastische Kamerafahrten, kreative Überblendungen sowie ein ausgeklügeltes Farbspiel lassen den Film zu einem optischen Hochgenuss werden, der tolle Score tut dann noch sein Übriges.
Die Darsteller machen ihren Job allesamt hervorragend. Im Kern steht das geniale Dreiergespann aus Mia Wasikowska, Matthew Goode und Nicole Kidman, die sich perfekt in ihre Rollen einfügen.
Park Chan-wook hat mit "Stoker" keineswegs seine Handschrift an den Hollywood-Mainstream abgegeben. Im Gegenteil: Der geniale Südkoreaner macht das spritzige Drehbuch von Wentworth Miller, das an einigen Stellen ein klein wenig vorhersehbar ist, zu seinem Eigenen und drückt ihm seinen unvergleichen Stempel auf, was für uns Zuschauer ein absoluter Gewinn ist. Trotz ganz kleiner Mängel im narrativen Sinne zieht einen der Film durch die visuelle Brillanz in seinen Bann und entlässt mit einem wohligen Gefühl in den Abspann.

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MurmelTV

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Bin immer noch traurig, da dieser Film in keinem Kino bei mir in der Nähe gespielt wurde. Jetzt muss ich wohl oder übel bis auf den Heimkinorelease warten! :(

Nach deinem schönen Kommentar fällt es mir nicht gerade leichter! :D


Nutella?!!

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

___- Koennte spoileroide Satzkonstruktionen enthalten. -___
..

Da schlendert unser raffiniertester, womoeglich liebster, suedostasiatischer Gewalt-Aesthet also ueber den Teich um jetzt auch mal richtig im Schlamm der grenzenlosen US of A zu baden..
-Herzlich Willkommen, schreit man dort, und beim euphorischen Arme in die Hoehe reißen entgleitet der ein oder andere papierne Schein mit Benjamin Franklin Portrait aus den Taschen, die seit den nicht lang vergangenen Kuerzungen der regulaer angestellten Traumfabrikanten, wieder etwas ausgepolstert sind.

Fuer leicht befremdliche, frische Originalitaet ist der allgemeine Spekulant natuerlich nur sehr ungern zu haben.. (am Ende geht man noch ein Risiko ein.)
Doch stehen genuegend Koeche am Herd, wird es schon ein bekoemmliches Sueppchen werden, denkt man sich und zieht aus der Hoehe und den Tauschen alle Haende zurate, die sich finden lassen, und stellt sie ausgeruestet mit handelsueblichen Gewuerzmischungen und zwar alten aber ausreichend Salzstreuern dem Kuechenchef zur Verfuegung.
Der Chefkoch bleibt Chefkoch, doch bleibt (evtl. durch zu viel Scottch) der eine oder andere Wurstfinger im Getriebe oder der Ofenklappe stecken und um das Ding nicht zu versalzen, laesst man die eh nur ungenau dosierenfaehigen Streuer besser zu.
Und wie das so mit gut ausgebildeten jungen Gehilfen ist, meinen sie ganz selbstverstaendlich fuer alle Probleme ein Patentrezept parat zu haben.

Ok, (vielleicht) lass' ich das mit den Analogien..
denn eigentlich frage ich mich nur, wie so eine groß/teuer produzierte, jetzt mit westlichen Sparlampen-Rampenlicht-Strahlern bestrahlte, erfolgsorientierter Edelrakete, besetzt mit international funkelnden Sternchen, nur in so wenig Kinosaelen gezuendet wurde; und sie dann doch nicht so viele staunende, in den Himmel blickende Augen hervor rief, bzw. sie nicht ganz so feucht schimmerten wie es beim Bereitlegen der Tempo-Packung vorgenommen war..

Vielleicht haette man keine Rakete bauen sollen, -die mit viel Zischen und Qualmen ploetzlich in die Hoehe steigt und dort fuer nur einen Moment alles hell, in schillernden bunten Farben erleuchtet, aber mit einem lauten Knall zerpufft und kurze Zeit spaeter nur noch kleine gluehende Funken regnen laesst, bevor man, noch geblendet, nur allumfassende, sonstige Schwaerze wahrnimmt, um sich bald an die Verhaelltnisse gewoehnt, wieder ueber kleine, weit entfernte Leuchtpunkte zu erfreuen.

Ist es eben doch nur ein schoener aber kurzweiliger Hohlkoerper zur Zerstreuung?

Ich bin mir gerade nach einigen Tagen Bedenkzeit nicht wirklich sicher.
Waerend der Vorstellung und beim Schließen des Vorhanges ist man betoert, benommen und will in hoechsten Stuecken Lob verteilen, die Arme in die Hoehe reißen,
denn wann hat man schon mal so eine Klangwertschaetzung und Sounddesign zu solch perfekten Schnitten, Bildern und Konstellationen erlebt?

Jedoch dann fragt man sich, auf welches Ziel all diese Muehen (auch der Protagonisten) inhaltlich hinauslaufen, welchem Zweck sehen wir hier von jeder Einstellung und Sekunde gebannt, genießend zu?
Zusammengefasst ergibt sich eigentlich nur eine erklaerende Aussage:
Er ist halt verrueckt.

Wahnsinnige mit Intelligenz und Hyperwahrnehmung im Gegenzug fuer ein humanistisches Defizit (ich wuerde nicht "soziales" sagen, da sie in dieser Disziplin hervorragend, sich (augenscheinlich) nichts vorzuwerfen haben.

Solche 'Superkraefte' bieten natuerlich in diesem Medium genuegend Platz fuer beeindruckende Bild- und TonZauberer sich auf hoechstem Niveau im Exzess auszutoben.
Zwischen allen Maerchen und Prequels kommt ein solches Kammerspiel in bewehrter Hitchcock Tradition und noch anhaltender "Altes Thema - Neue Form"-Phase nur gelegen.

Die Frage ist, welches AesthetikKonzept man vertritt um mit der beeindruckenden aber vielleicht kurzweiligen, formalen Schlagkraft des Films angemessen umzugehen. (Bzw. ob es exportierfaehig ist.)

Fuer die Zukunft halte ich marktorientierte Regie-Exporte jedenfalls nach wie vor fuer unangemessen und nur sehr bedingt funktionsfaehig.
Denn in diesem Fall wird nur (Tarantino-gleich) Gewalt um der Gewalt, der Form, des Stils willen benutzt (bzw. aesthetisiert). Was laengerfristig zu einer Fan-Migration fuehren duerfte.

Auf dem Teller also eine Suppe gewuerzt mit koreanischem Schwarzpulver.
Ein hoch elegantes, privates Familienspiel an dem man zwar seine helle (Form)Freude haben kann, schaut man z.b. Allice Baudelaire beim ergruenden der Raetselhaften Ereignisse zu, dem aber eine Metaebene fehlt wie sie in bisherigen Werken vorhanden war, und nach dieser Kapitaluebung sie hoffentlich, in Gestalt eines Heimspiels, wiederkehrt.
(-so der Wunsch der mir durch den Kopf ging als ich nach der Explosion noch eine Weile in den Himmel schaute und eine Sternschnuppe entdeckte..)

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podrickpayne

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Bewertung9.5Herausragend

Als ich Stoker entdeckt habe, hat der Film mich erstmal vollkommen in seinen Bann gezogen - vor allem, weil ich nicht so recht wusste, was da auf mich zukommen würde. Ich hatte zudem relativ hohe Erwartungen an Stoker, die jedoch sogar noch übertroffen wurden.
Matthew Goode als Onkel Charlie war vollkommen überzeugend - da ist etwas an Charlie Stoker, ich weiß auch nicht. War er mir sympathisch, fand ich ihn gefährlich?
Charlie mit diesem seltsamen Lächeln, als India sagt, wie wären Familie. Charlie, der im Auto anfängt zu heulen. Charlie, der manipuliert. Charlie, die nach der Schule auf India warte. Charlie, der mit Evelyn am Klavier sitzt. Charlie, der mit India am Klavier sitzt. Charlie zum Schluss.
Dasselbe kann ich auch von Mia Wasikowskas Figur India sagen. India ist düster. Sie ist unberechenbar. Dafür, dass sie in den meisten Szenen ist, wissen wir schrecklich wenig, was in ihrem Kopf vorgeht und warum sie das und dies tun.
Nicole Kidmans Figur Evelyn Stoker, ja. Aber India und Charlie waren weitaus interessanter.

Der Wechsel von Szenen war einer meiner liebsten Details. Haare, die sich in ein Feld verwandeln. India, die die Kühltruhe öffnet und Charlie, der im selben Moment die Tür zur Telefonbox öffnet. Die Parallelen zwischen India und Charlie sollten hier auch erwähnt werden. Auf jeden Fall sehenswert!

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kobbi88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ist Hitchcock ein Koreaner?

Park Chan-wook heißt dieser Mann, der versucht, Hitchcock zu sein. Ich finde, er schafft es nicht ganz, mit „Stoker“ an den großen Meister heranzukommen. Aber er ist nahe dran. Vor allem hat er es geschafft, seinen Stil und seine Ästhetik mit nach Hollywood zu bringen. Aber der Reihe nach. „Stoker“ vereint Psychothriller, Horrorfilm und Coming-of-Age-Drama. Der Film fängt sehr langsam an. Vielleicht zu langsam und braucht seine Zeit, bis er endlich in Fahrt kommt, fängt sogar schon leicht zu nerven an. Überhaupt ist die Geschichte schon sehr dünn. Ein wenig zu konstruiert und auch vielleicht ein wenig zu offensichtlich. Und das ist auch der Grund, warum er nicht ganz an Hitchcock rankommt.

Aber…will er das überhaupt? Ich denke nicht. Er verehrt ihn zwar, wie in diesem Film offensichtlich wird. Selten hab ich so viele Anspielungen an Hitchs Filme gesehen. Aber trotzdem zieht er sein eigenes Ding durch. Und dass dieser Thriller doch ein richtig guter wird, das liegt an drei extrem wichtigen Elementen:
Erstens: die Atmosphäre. Beklemmend und unheimlich, aber auch gefühlvoll. Und vor allem in der ersten Hälfte des Films passiert im Kopf des Zuschauers mehr, als es die Leinwand zeigt. Und das finde ich stark. Fantasie anregen, den Zuschauer packen und tief in den Film einsteigen lassen, es fast schon selbst miterleben. Das kriegt „Stoker“ hin.
Wie in jedem guten Thriller sind auch zweitens die Darsteller zu nennen. Nicole Kidman hat mir selten besser gefallen in einer Rolle (okay, ich mag sie auch einfach nicht, darum war das nicht soooo schwer), Matthew Goode hat mit seiner Mischung aus starrem Blick, unerfüllter Sehnsucht und diesem leichten Lächeln eine ultra-unheimliche Aura um sich. Und Mia Wasikowska hat im Film eine so dominierende Präsenz, wie ich es ihr nicht zugetraut hätte. Sie spielt grandios und es gibt nicht viele, die ihr wohl das Wasser reichen können.
Und das dritte ist, wie wohl in jedem Kommentar schon gestanden ist, der Stil. Visuell ist der Film mit das genialste, was man in den letzten 20 Jahren gesehen hat. Wow, nicht mal Park selbst hat diese Optik jemals so genial rübergebracht wie hier. Ein blutiger Spitzer. Gekämmtes Haar, das sich in ein Feld verwandelt. Das Spiel mit Dunkelheit und Licht. Wahnsinnige Kamerafahrten und –Perspektiven. Starre Augen, Anspielungen und Symbole (weiße Lilien!!). Die Geräusch, ein hammermäßiger Schnitt, Übergänge, Überschneidungen, Blenden… Ach, es wäre sinnlos alles aufzuzählen, so viele Ideen hat Park in diesen Film untergebracht. Stilistisch ein wahres Meisterwerk.

„Stoker“ ist unheimliches und atmosphärisches Kino mit herausragenden Darstellern und vor allem einer Ästhetik, wie man sie wirklich nur ganz ganz selten zu Gesicht bekommt. Darum ist es auch umso bedauerlicher, dass die Geschichte im Verhältnis um so viel abfällt. Denn mit einer guten Story, da wäre da ein absolutes Überwerk drin gewesen. Hitch selbst hätte das wahrscheinlich hingekriegt.

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Tautou

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Mensch Kobbi, du hast schon wieder die Musik vergessen (CLINT MANSELL) ;-)


kobbi88

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:)
Liegt vielleicht daran, dass die Musik dann ideal ist, wenn sie nicht übermäßig auffällt, sondern einfach perfekt zur Atmosphäre des Films passt und beiträgt ;)


Boliforce

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ist es merkwürdig, wenn man sich in India Stoker verliebt hat, nachdem man den Film gesehen hat?

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Aronofsky

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Ich kann's verstehen. ;)


wokdav

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Ebenfalls ^^


LadyDeWinter

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich hatte das Glück, Stoker in der Sneak sehen zu dürfen. Erst war ich mir nicht sicher, ob er mir gefallen hat, aber je länger ich darüber nachdachte und die Szenen Revue passieren ließ, desto besser fand ich ihn.
Visuell sehr gut umgesetzt - besonders die Szene mit dem Licht-Schatten-Spiel im Keller fand ich bemerkenswert. Tolle Musikuntermalung und eine sehr eindringliche Geräuschkulisse. Das Brechen von Whips Genick sowie das Geräusch des Blutes, das die Wand hinunterläuft, hatte ich noch Tage später im Kopf.
Matthew Goode war als "gruseliger Onkel Charlie" wirklich sehr überzeugend und auch die Performance von Mia Wasikowska fand ich sehr überzeugend.

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lina.lenz.3

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Warum läuft der Film nur in Stuttgart? o.O In keinem Kino in meiner Umgebung läuft der Film! Wo habt ihr den Film denn gesehen??? :)

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lina.lenz.3

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@ Jek: Sry für die sehr späte Antwort, aber deine Idee finde ich klasse :D Katze klingt gut, wieso nicht gleich ein komplettes Cat-Woman-Kostüm? Ich gehe dann als Joker :D


Jek-Hyde

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Ich gehe als Frank ^ ^


Benjamin Barker

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Bewertung7.0Sehenswert

Regie-Virtuose & Handwerks-Exzentriker Park Chan-wook fegt erstmals im Zeichen einer US-Produktion über die Leinwände, blieb aber offenbar von Einschnitten in seinen künstlerischen Freiheiten verschont. Er gibt vor, was getan wird und wie es getan wird, er ist dabei ersichtlich Schirmherr über Tempo, Aufbau, Farben & Bildkompositionen, was einem Regisseur nun einmal zustehen sollte, aber bei wenigen eine so erkennbare Handschrift trägt, wie bei ihm. Chan-wook hantiert dabei oft im Zeichen eines Malers, "Stoker" erscheint zuweilen als eine Aneinanderreihung erlesener, mehrminütiger Szenen-Collagen, durchzogen und verbunden von roten Fäden optischer Überblendungen. Diese Collagen sind in sich geschlossen, beginnen ruhig und mystisch um dann wie in einem Crescendo stetig anzusteigen und oft in einer Symbiose aus schnellen Schnitten und dröhnender Musik zu ihrem fiebrigen (im wahrsten Sinne des Wortes) Höhepunkt zu gelangen. In den Übergängen zwischen diesen elegisch-morbiden Exponaten gewährt man dem Zuschauer die benötigte Ruhe und führt ihn, wie in einem Museum, zum nächsten Gemälde. Doch hier sind die Wege, selbstredend, nicht kalt-karg und leer, Chan-wook streut minimale Zeitlupen-Spielchen ebenso beiläufig wie drastische Gewaltspitzen. So ist "Stoker" in den Momenten am besten, wenn die Geschichte stagniert und die Aufmerksamkeit einzelner Szenen gilt, was nicht heißt, dass diese inhaltliche Füller sind, Entwicklung von Figuren geschieht oft unterschwelliger, als man meint. Bild-Kompositionen wie das "Klavierspiel-zu-Zweit" oder ein "Nächtlicher Waldausflug" schaukeln sich in Sachen Schönheit und Faszination gegenseitig hoch und am Ende gewinnt - der Zuschauer. Die Geschichte an sich lebt primär von Unwissenheit, der Zuschauer puzzelt am fleißigsten mit, wenn das Motiv noch nicht zu erkennen ist. Dies könnte, wie in meinem Fall, zu zarten Enttäuschungen bei vollendeter Betrachtung des gesamten Werkes führen, leider passen dabei gerade in den letzten Zügen einige Teile nicht aneinander. Matthew Goode ist wohl mit die Entdeckung des bisherigen Kinojahres, musste er sich damals in "Match Point" noch mit der 3. Geige begnügen, erhält er hier die dankbare Rolle des mysteriösen Fremden, der durch bloße Präsenz und aalglattes Auftreten Szenen an sich reißen kann. Er macht das gut. Die Rolle ganz am anderen Ende der Dankbarkeits-Skala ging dann leider an Nicole Kidman, bei der ich mir spürbar unsicher war, ob ich sie ätzend finde, oder nur die Rolle. Wie auch immer, diese Rolle füllt sie aus, was aber nicht zwingend ein Kompliment sein muss.

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Tuvok

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

meine 500. Filmkritik hier

Black Swan“ ähnlich, „Maniac“ ähnlich? Kann man schwer sagen, alles von allem? Ein Psychothriller, sofern er gut ist, wird fast ausschließlich von den Schauspielern getragen. Er sollte so gemacht sein das man erst am Ende erfährt, was die Auflösung ist. Er sollte so gestrickt sein, dass der Zuseher im Kino sich eng an den Sessel drücken muss, damit ihm das Herz nicht aus dem Rücken fällt. Der Film sollte so gestrickt sein dass er spannend ist und logisch, vielleicht schwer durchschaubar, aber trotzdem ohne Logiklöcher. Wenn dann noch Schauspieler mit spielen die durch Ihre Präsenz Schrecken bereiten, Augen haben wie ein Dämon, wenn dazu Musik im Hintergrund zu hören ist, die den Furchtfaktor noch unterstreicht, ja dann kann man von einem Weltklassefilm sprechen.

Ich würde sagen dass der Thriller, des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook, teilweise sehr stark in die Fußstapfen der eben genannten Eigenschaften tritt, obwohl diese sicher nicht vollständig aufgezählt wurden.

Der letzte Film, den Tony Scott vor seinem Tod mitproduzierte, natürlich mit seinem viel berühmteren Bruder Ridley, hat meiner Meinung nach schon einen kleinen Preis verdient. Und dass obwohl der 12 Millionen US $ Film gar nicht spektakulär geworden ist. Aber das muss er nicht, denn wenn Mia Wasikowska eine INDIA STOKER spielte, die in dem Film meiner Meinung nach, eine große Glanzleistung gegeben hat, und noch dazu ein Matthew Goode als CHARLIE STOKER, und das in einem Doppelpack der einem Zuseher ziemlich viel an Gänsehaut abverlangt, ja da kann der Film nur gut sein oder?

Wasikowska ist die neue Ava Gadner würde ich sagen, Mia ist ein einfaches 1989 geborenes Mädchen das bei Ihren Eltern in Canberra lebt, und schon in der Wiege wohl das Schauspieltalent mit der Muttermilch aufgesogen hat, naja ich kann mir sonst nicht erklären dass ein Mädchen einfach so natürlich spielt, obwohl es jung ist, 18 Filme erst hinter sich hat, und sogar eine Grand Dame wie Nicole Kidman an die Wand spielt, die 42 Filme in Ihrer Laufbahn gemacht hat.

Nicole, die 1967 in Honolulu auf die Welt kam, hat in der letzten Zeit viel für Aufsehen gesorgt, seit bekannt ist dass sie 'ne unausstehliche Zicke im Filmbusiness ist, macht aber nichts, sie kann sich das wohl leisten weil sie einfach eine wunderbare Darstellerin ist.

Wenn ich jetzt Mia mit Nicole vergleiche, Mia hat 6 Auszeichnungen genommen, Nicole ganze 41, Mia ist für 14 Preise nominiert worden, Nicole für 79 Preise, aber das sagt noch gar nichts aus, würde ich sagen.

Ich glaube man soll sich den Film am besten unvoreingenommen ansehen und gar nicht an viel denken, was wer wo ist und wann wie gemacht hat, und einfach die Spannung wirken lassen.

Die Geschichte ist gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen. Es geht ja um die vor kurzem 18 gewordene INDIA die mit Ihrer Mutter EVELYN in einem viktorianischen Haus lebt. Ihr Vater, RICHARD (Dermot Mulroney) ist vor kurzem gestorben, Autounfall, da taucht plötzlich CHARLIE auf, der verschollen geglaubte Bruder von RICHARD, dem Onkel von INDIA. Fast keiner wusste was von seiner Existenz, nur Tanzte GIN, GWENDOLYN STOKER ist es, die einige Male etwas Angst vor CHARLIE hat, doch als dann die Haushälterin Mrs. McGARRICK verschwindet, und auf einmal GIN weg ist, da scheint irgendwas nicht mit rechten Dingen zu gehen.

Nun, Filme die mit der Faszination vom Bösen einhergehen, waren schon stets ein großer Punkt in meiner Filmsammlung, geliebt habe ich nur diejenigen die wirklich gut sind, und nun habe ich einen neuen Film den ich mag, zwar nicht ganz ohne negative Aspekte, aber dennoch stark genug um den Film empfehlen zu können.

Ich kenne die Filme von Park Chan-Wook nicht, bis auf 3 Filme die der 1963 in Seoul geborene Regisseur gemacht hat. 2003 hat er mit „Oldboy“ teilweise das Rad neu erfunden, den ich sehr gut fand, obwohl mir das Remake fast noch besser gefallen hat, 2005 den Film „Lady Vengeance“ der etwas morbide wirkte, und den 2006 entstandenen für mich sehr langweiligen „I’m a Cyborg, But That’s OK“ der aber durch seine berauschenden Bilder und blendend interessante Destinationen sehr stark gewirkt hat, doch gefallen hat er mir nicht.

Wer sich bei dem Film, schöne Bilder und geisterhafte Settings erwartet wird enttäuscht sein, dieser Film setzt eher mehr auf Psyche und hervorragende Schauspielerische Leistung, vor allem durch Wasikowska, die in Ihrer Rolle die wenig Text hat, wirklich glänzt. Sicher gibt es eine Menge namhafter junger Darstellerinnen die sehr gut wirken, doch in ihrer Rolle, die sie gespielt hat, wirkt sie einfach gut, glaubhaft und wirklich gruselig.

Der Film, der mit dem Ende des Filmes als Standbild beginnt, verrät trotzdem die Auflösung vom Film, erst kurz vor Ende des Filmes, und das ist wirklich gut so, denn dann wird die Spannung einfach in die Höhe getrieben. Mir ist zwar nicht mehr als 1 oder 2 x ein bisschen das Herz stehen geblieben, und ein oder 2 Szenen hätte ich nicht so genau gezeigt weil sie einfach abartig oder grauslich waren, aber dennoch, der Film ist spannend und gut und fast jede Szene war wichtig für den Film.

Einige Male kommen in dem 98 Minuten Film ein paar Längen auf, aber die sind marginal würde ich mal sagen, viele Erklärungen hätte ich lieber gerne früher gehabt um nicht so lange warten zu müssen, war aber dann dennoch froh auf die Folter gespannt zu sein.

Auf alle Fälle möchte noch was zu Charlie sagen, der ja vom Matthew gespielt wird. Dieser 1978 geborene Darsteller den man aus „Watchmen“ kennt, wird man sich wohl merken müssen denn in der Rolle die er spielte, würde ich sagen, ist er einfach zu 100 % perfekt. Sein Blick, sein Ganz, seine Wirkung, ja ich muss sagen, kein Wunder das sich Evelyn im Film, kurz nach dem Begräbnis von RICHARD etwas verliebt. Kann man verstehen, er ist Charmeur und galant, er ist ein Gentlemen, sehr intelligent, und noch was, das ich nicht sage, da es den Film sonst nicht mehr so spannend macht, bevor man ihn gesehen hat.

Was mir am Film gut gefallen hat, ist die Stilisierung einiger Dinge wie Gegenstände oder Neigungen, die meiner Meinung nach sehr gut geworden sind, was mir nicht gefallen hat ist das Ruhige, das etwas verworrene, man sieht Rückblicke, keine durchgehende Geschichte und man muss sein bisschen Hirnschmalz anstrengen um den Film zu verstehen. Etwas leer hat mich der Film dennoch zurückgelassen, weil oft viele Dinge zu sehr geplant waren, zu sehr Dialog und Drehbuch waren und kein Gang durch die Individualität zugelassen habe. Macht nichts, es ist einfach so, der Film ist anspruchsvoll, er wird vielen gefallen, und er wirkt morbide und krankhaft durch die Präsenz der Stars, aber mehr verrate ich nicht, es ist ein Psychothriller, es ist Horror dabei, er ist spannend, und er hat einige Leerstellen, er wirkt befremdlich und oft auch sehr unmoralisch, wenig verständlich und vieles löst sich erst am Ende auf, der Film ist gut, aber dennoch, ich bin eher im Kino für Action, für Super Spannung für Dinge die mich mich reißen und so gut er war der Film, mehr als 87 von 100 Punkten kann ich ihm dennoch nicht geben, da mir einfach solche Filme, so sehr sie auch super gemacht wurden ,nicht zusagen.

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Jek-Hyde

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Oh mein Gott! Oh mein Gott! Oh mein Gott! Der läuft schon! der Läuft schon! ich muss ins KINO!

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natedb

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Bewertung7.5Sehenswert

Mia Wasikowska, das blasse, unscheinbare Mädchen mit dem eher wenig ausdrucksvollem Gesicht mausert sich langsam ja doch zu einer Charakterdarstellerin. Zu Beginn von "Stoker" machte sie auf mich noch einen recht debilen Eindruck, dies legte sich jedoch mit jeder Minute Film und ich gebe zu, dass ich jetzt sehr viel mehr von ihr halte. Sie füllt ihre Rolle perfekt aus und spielt eine für kleine Hollywood-Sprösslinge sehr gewagte Szene, die ich gerade ihr wahrscheinlich niemals zugetraut und zugestanden hätte. Diese meistert sie jedoch mit Bravour.
Nicole Kidman ist eine Wucht, das war sie schon immer, selbst zu ihrer bemitleidenswerten Botox-Phase - eine reife, makellose Schauspielerin die hier mal wieder unter Beweis stellt, dass sie jede Lorbeere die ihr zuteil wurde verdient hat.
Matthew Goode macht seine Sache auch ganz ordentlich, verblasst aber neben den beiden Grazien, welche ihre Szenen ganz für sich selbst beanspruchen und alles und jeden an die Wand spielen.
Die Handlung selbst ist zwar recht vorhersehbar, jedoch hat das Drehbuch auch die ein oder anderen, schönen und Zitat-würdigen Sätze parat - kaum zu fassen, dass ebendiese aus der Feder von niemand anderem als Prison-Break-Knacki Wentworth Miller stammen. Das insgesamt wohl eher mittelmäßige Drehbuch wird aufgebessert durch das Darsteller-Ensemble und der für Park Chan-wook charakteristischen Kamera-Arbeit, die gekonnt mit Licht und Farben spielt und das Ganze zu einem visuellen Fest für die Zuschauer macht. Auch wenn man dem Film selbst letztendlich nicht viel abgewinnen kann, ist eines nicht zu bestreiten: der absolut grandiose, stylishe Look und die vielen, originellen Einfälle die den Film trotz insgesamt wohl eher verhaltener Spannung absolut sehenswert machen.

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Parz1val

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach dem Tod von Indias Vater, ein Architekt der Ostküsten-Upper Class, nistet sich der ihr bis dato völlig unbekannte Bruder ihres Vates, Charlie, im Haus ein. Bei ihrer Mutter scheint er recht willkommen zu sein, doch India ist gegenüber Charlies perfekten Auftreten von Anfang an suspekt - eine These, die sich verhärtet als sich Mutter und Onkel näher kommen.

Chan-wook Parks US-Erstling ist ein recht typischer, und auch recht westlicher, arthousig-verstörender Psycho-Thriller, wo außer mit der wieder zugegenden (natürlich deutlich zahmeren) Sexualität, expliziter Gewalt und mit der introvertiert-brodelnden India als wieder recht typische PCW-Figur von der Vergangenheit des Regisseurs nicht so viel zu sehen ist. Schlecht ist der Film deswegen nicht, nur verpasst es die Story leider glaubwürdige Red Herrings auzulegen, sodass man recht schnell eine Ahnung von den meisten Vorkomnissen hat - was in einem Film dieser Art gefährlich ist, denn so wollen viele Szenen rätselhafter und vielschichtiger sein, als sie eigentlich sind. Viel gerettet wird dabei durch die geniale Kamera- und Schnittarbeit, die unglaubliche Spannung zwischen den drei zentralen Figuren erzeugen - eine Einladung, die das überzeugende Schauspielerensensemble (Mia Wasikowska, Nicole Kidman, Matthew Goode) gerne annimmt. Gerade Wasikowska überzeugt mit ihrer seltsam viktorianisch anmutenden India.
Kritisieren kann man noch den etwas zu plakativen Einsatz von Symbolismus, sowie einen halbscharigen Subtext - wenn mir PCW verklicken möchte, dass Frauen erst mit High Heels erwachsen sind, dann ist das ziemlich von vorgestern.
Trotzdem (und der mäßigen deutschen Synchro) ein durchaus lohnender Kinobesuch für die Freunde des Seltsamen.

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Hooded Justice

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

»We don’t need to be friends. We’re family.«

Zwar weiß man in der ersten halben Stunde noch so ziemlich wenig, worauf Park Chan-wook außer einem abgründigen Onkel eigentlich in seinem »Stoker« hinauswill, doch ahnen wir schon, dass es rätselhaft, seltsam und poetisch wird. Park Chan-wook würde sicherlich auf alles verzichten, nur nicht auf seine traumhaft verspielte Bildarbeit. Und so auch in »Stoker«. Demnach glänzt – vorsichtig ausgedrückt – nicht unbedingt die geheimnisvolle Handlung, die, hätte sie ein Jedermann gedreht, nicht mehr als Durchschnitt wäre – kühle Mutterseelen und böse Onkels kennen wir schon. Viel interessanter ist dessen Aufmachung, sein Spannungsaufbau und sein Verstand, den Master of Suspense im Grabe grinsen zu lassen – ob zynische Gesprächsfetzen, Onkel Charlies, Duschszenen, Krähen oder horrende Gewalt. Am besten ist »Stoker« nämlich, wenn er so konsequent, stilsicher und voller kleiner grausiger Abstecher seine Geschichte ins Detail erzählt. Hitchcock hätte es gefallen. Nicole Kidman als unterkühlte Mom und Mia Wasikowska als latentes, zart autistisches Mädchen in ihrem schwierigsten Alter sind atemberaubend.

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Hooded Justice

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Ne, ganz regülar im Programm. http://www.studio-filmtheater.de/index.php?option=com_movie&view=detail&cid=511&Itemid=7


Hooded Justice

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Alle hören: http://www.youtube.com/watch?v=JeUETaQZivk