Suicide Club

Suicide Club (2010), DE
Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 25.11.2010

admin edit edit group memberships sweep cache
3.6 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.7 Community
75 Bewertungen
18 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Olaf Saumer und Olaf Saumer, mit Andrea Cleven und Klaus-Dieter Bange

Suicide Club von Regisseur Olaf Saumer führt das Schicksal von fünf Fremden zusammen, die sich auf dem Dach eines Hochhauses treffen. Hier wollen sie gemeinsam Selbstmord begehen. Jeder der Fünf hat einen völlig anderen Hintergrund, und trotzdem sind sie vereint in ihrem Wunsch, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Durch einen zwischenfall müssen sie allerdings ihr Vorhaben verschieben und einen Tag gemeinsam – als Suicide Club – auf dem Dach verbingen.

  • Suicide Club
  • Suicide Club
  • Suicide Club
  • Suicide Club

Mehr Bilder (7) und Videos (3) zu Suicide Club


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Suicide Club

Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

Kommentar löschen
5.0Geht so

Olaf Saumer [...] fabriziert [...] einen schönen Handlungsschlenker zum Schluss, auch hat er aus den begrenzten Mitteln visuell einiges herausgeholt. Insgesamt fehlt ihm aber der erzählerische Mut. Kurz und schmerzhaft: Der Film springt nicht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Was als skurriles Outsider-Märchen auf den Spuren eines Wes Anderson beginnt, verliert an Fahrt, als die Logik, dass gerade die todesnahe Verzweiflung sich im Zwang zum chronischen Scherzen entlädt, die ohnehin vorhersehbare Dramaturgie zu erdrücken droht. Der 1976 geborene Olaf Saumer versucht mit seinem Abschlussfilm an der Kunsthochschule Kassel den Spagat, Slapstick mit Drama zu versöhnen. Das schwere Thema der Depression möglichst publikumsfreundlich zu verpacken, kann bei einem Anfänger noch als legitim durchgehen. Es dann aber bei einer spätpubertären Clownerie, garniert mit für die Adoleszenz typischen Sinnfragen und Abgrenzungen zur spießigen Erwachsenenwelt, zu belassen, macht das existenzialistische Unterfangen recht zäh, zumal die Dialoge immer wieder das Niveau eines Drehbuch-Einführungsseminars streifen. Zum Eindruck des Unfertigen gesellt sich der pausenlose Einsatz von melancholischer Indie-Musik, die wohl neben den erzwungenen Plotwendungen davon ablenken soll, dass sich die Ausgangsidee perfekt für einen Kurzfilm eignet, in der Langform aber für ermüdende Redundanzen sorgt. Mitunter gerät auch die Bildsprache farblich allzu kontrastreich und rückt die ohnehin stark typisierten Figuren (der in einer Sackgasse steckende Staubsaugervertreter, die Künstlerin mit Borderline-Persönlichkeit, die Esoterikerin um die 50, den freiheitsliebenden Kiffer mit Banklehre und den gemobbten Schüler) in die Nähe eines Werbeclips.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

O.Baumgarten: Schnitt O.Baumgarten: Schnitt

Kommentar löschen
3.5Schwach

Fünf äußerst unterschiedliche Menschen treffen sich frühmorgens auf dem Dach eines Hochhauses, um sich gemeinschaftlich in den Tod zu stürzen. Blöderweise gehen aber unten Leute spazieren, und so entscheidet man sich, den Selbstmord auf den Abend zu verschieben und, bis es soweit ist, lieber Sätze zu sagen wie: »Tiere sind viel natürlicher. Nicht so künstlich wie wir Menschen.« [...] Nicht gefallen sind am Ende die Figuren. Nicht gefallen hat am Ende auch der Film.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

Kommentar löschen
3.0Schwach

Wenn [...] zum Finale ein weiteres Mal ganz billig in die Trickkiste gegriffen wird um nochmal einen künstlichen Spannungsmoment zu konstruieren, dann verlässt man das Kino am Ende doch mit einem leicht dicken Hals. Was offensichtlich auch für den Filmvorführer bei der Pressevorführung gilt, dem wir deshalb heute auch mal das ziemlich ernüchternde Schlusswort überlassen wollen. Der raunte nämlich beim Öffnen der Türen entsetzt seiner Kollegin zu: "Hoffentlich bekommen wir den Film nicht".

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

Kommentar löschen
2.0Ärgerlich

Olaf Saumer leitet seinen ersten Spielfilm selbstbewusst sein, verliert sich aber in der schwierig zu meisternden Verquickung von sensibler Ruhe und temporeichen Aktionen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (13) — Film: Suicide Club

Kommentar schreiben
Sortierung

Janus Winter

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

SUICIDE CLUB will uns beweisen, dass selbst ein großartiges Grundkonzept verspielt werden kann. Dummerweise ist genau jenes geklaut, aber sei's drum. A LONG WAY DOWN heißt das Original. Eines meiner Lieblingsbücher und sowieso das beste von NICK HORNBY. Auf SUICIDE CLUB habe ich mich also gefreut. Aber was einem hier angeboten wird, ist unter aller Sau. Fünf Provinztheater-Schminknasen bringen selbst die wenigen gut konzipierten Szenen zum Einstürzen. Ganz schlimm fällt immer wieder ein gewisser Mathieu Süsstrunk auf.

Warum die fünf sich umbringen wollen, bleibt ein Rätsel. Warum dann doch nicht erst recht. Zum Ende hin wird es teilweise grotesk schlecht. Lange Einstellungen, komische Hippster-Mucke, blödes Gekicher, sinnfreie Dialoge. Ich wollt ich wär tot, Bettina, ich wollt ich wär tot!

Bunnyfaktor: 3

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LowRidah

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Und die Moral von der Geschicht':
Traue keinen Drogen nicht.
Ahja, und das "Miteinander" ist wichtig. Mehr konnte ich leider nicht mitnehmen.

Der Film: Nicht zu empfehlen!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

fromwonderland

Kommentar löschen

Ohne den Film gesehen zu haben, erinnert die Beschreibung etwas an das Buch " A Long Way Down" von Nick Hornby, kann das sein?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Florian Albrecht

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

ein wunderbarer Deutscher Film. Der Tabuthema mit humorvollen Einlagen mischt, niemals den erhobenen Zeigefinger hat und einfach wirken lässt. Wunderbar gefilmt und gespielte dass man fast von einem Kammerspiel reden mag und doch irgendwo frei und nachdenklich. Der Film hat mir sehr gefallen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TippiTippiTipTip

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mmmmh, verstehe irgendwie überhaupt nicht die Kritiken oben auf der Seite. Ich hab den Film gerade aus der Videothek ausgeliehen und mir eben angeschaut. Und ich bin echt total total total begeistert. Hab mich auch gefragt, warum der Film so unbekannt ist. Finde es ein super deutscher Film. Gucke normalerweise nicht so oft deutsche Filme und kann nur sagen: bei mir hat der Spagat zwischen Drama und Komödie sehr gut funktioniert! Und ich wäre dankbar, wenn es mehr solche Filme in Deutschland geben würde, als diese Hohlbirnenfilme von Herrn Schweiger & Co. Also bitte mehr davon!!! Und DANKE!!!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Momentanaufnahme

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Mit einem Budget von nur 50.000€ überzeugt diese Abschlussarbeit für die Kunsthochschule Kassel durch Qualität und eine spritzige Idee. Der Film startet sofort voll in die Handlung und baut viel Spannung auf, dann wird etwas Wind aus den Segeln genommen und die tragische Ausgangssituation nimmt eine starke Wendung. Dabei kann man als Zuschauer die Gefühlsregungen der Charaktere gut nachvollziehen und wird sich immer wieder der Absurdität des Geschehens bewusst.

Anfangs treffen sich fünf Fremde mit völlig verschiedenen Hintergründen, um sich bei Sonnenaufgang von einem Hochhaus zu stürzen. Doch es kommt, wie es kommen muss, durch Schwäche und Rücksichtnahme verpasst die Gruppe den richtigen Moment und sitzt dann auf dem Dach des Hochhauses fest. Sie beschließen bis zum Sonnenuntergang zu warten, sind damit also gezwungen fast 14 Stunden abzusitzen und haben somit genug Zeit über ihr Vorhaben nachzudenken. Im Verlauf dieser Wartezeit kommt es dann zu allerlei ironischen und absurden Ereignissen, es scheint fast so, als hätte sich eine höhere Macht gegen die lebenden Toten verschworen.

Allein schon durch den rasanten und beinahe endgültigen Start behandelt Olaf Saumer ein durchaus schwieriges Thema. Als Zuschauer fixiert man sich sofort auf die zwei möglichen Enden, den Tod oder das Überleben der vorsätzlichen Selbstmörder, und egal wie es letztlich ausgeht, es besteht immer die Gefahr sich in Klischees und Moralpredigten zu verfangen. Glücklicherweise schafft es der Film diese Hindernisse oft zu umschiffen, obwohl die Charaktere für meinen Geschmack zu sehr dem Selbstmörder-Stereotyp entsprechen und manche Ereignisse gestellt wirken.

Oft passen die Schicksalsschläge aber zum schwarzen Humor der Films und dem absurden Anblick von fünf Suizidkandidaten, die die Lust am Leben eben doch nicht ganz verloren haben. Die Handlung hat durchaus unerwartete Wendungen im Petto, die für Schmunzeln sorgen und den Selbstmord der Fünf immer schwieriger gestalten.

Filmtechnisch hinkt der Streifen einem High-Budget Film natürlich hinterher, die Aufmachung erinnert ein wenig an die 90er Jahre. Aufnahmen mit schöner Tiefenschärfe und starken Emotionen finden sich aber dennoch, der Film wirkt keinesfalls billig. Eine charakteristische Farbkorrektur oder andere Stilmittel, die Suicide Club mehr vom Durchschnitt abheben, wären allerdings definitiv nicht verkehrt gewesen.

Kritisieren will ich die verpasste Chance den Protagonisten wirklich interessante Hintergrundstories zu spendieren und den wenig tragischen Ausgang. Tatsächlich hätte ich mir diesen etwas negativer gewünscht, wenn auch nicht künstlich aufgedrückt. Es gehen einfach zu viele Konfliktsituationen gut aus. Zudem ist der Humor nicht immer so schwarz, wie er es gern wäre, was der ernsten Grundstimmung weiter schadet.

Suicide Club ist insgesamt ein interessantes Einstiegswerk von Olaf Saumer in den Spielfilm: Handlung und Idee laufen so mancher Hollywood-Produktion locker den Rang ab, als Zuschauer fiebert man mit den Protagonisten. Ich kann den Film somit weiterempfehlen, eine halbwegs ernste Stimmung beim Anschauen vorausgesetzt(die hat bei mir leider gefehlt).

Schaut auch mal bei meinem Blog vorbei, wenn euch diese Kritik zusagt: http://momentanaufnahme.patlkli.org/bewegt/filmkritik-suicide-club/

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

fiaskos

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Toller deutscher Film mit viel Herz und Witz! Ist ein Low-Budget Film mit sehr gutem Schauspieler.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

sylviaH

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Also ich hab den Film vor kurzem in der Sneak gesneakt und finde ihn rundum gelungen. Natürlich ist der Film kein Actionfilm sondern eine Mischung aus Drama und Komödie. Und ich finde es sehr gelungen wie beide Genre für sich in dem Film gut rüber kommen. Er hat mich zum lachen und "fast" zum weinen gebacht. Und deshalb finde ich den Film wirklich sehr schön. Gerade wenn man sich etwas down fühlt, sollte man sich den Film anschauen. Ich bin auf jeden Fall mit einem tollen Gefühl aus dem Kino gegangen, trotz des schweren Themas.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bitle

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

der beste war immernoch herrmann die schildkröte..
ich wieß ncih. ich fand das der film sich sehr gezogen hat und iwie nicht wirklich zum punkt kommen wollte. am anfang hatte ich das gefühl das olaf saumer seine idee aus dem buch a long way down von nick hornby hat...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Apophis

Antwort löschen

@ justjust: HÄ?


cinemaalf

Antwort löschen

Abwärts:
hoffentlich ist es Beton


Sheeeeep

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Gesneaked. (Ich hoffe Bandrix hat noch kein Copyright drauf) :D
Erstlingswerk von einem Regisseur aus der Gegend? Da weiß man nicht ob man sich freuen oder heulend den Saal verlassen soll. Die ersten 15 Minuten machen es einem schwer den Film zu mögen und nicht zu gehen (was ca. 50% des Kinos getan haben). Doch ich gab dem Film noch eine Chance, da mir die Ausgangssituation von 5 fremden Menschen die sich gemeinsam zu einem Selbstmord treffen als interessant empfand. Der Film besserte sich zwar, einige lustig-tragische Szenen reihten sich aneinander, doch vollends konnte er nicht überzeugen. Schade, da die Grundidee wirklich Stoff für viele tragisch-komische Momente bietet.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Bandrix

Antwort löschen

Solange du immer erwähnst, wer der geistige Vater dieses Ausdrucks ist, bleiben wir Freunde! ;) :D
Von dem hab ich schon gehört. Schade, das hört sich auf dem Papier nämlich wirklich gut an.


timo7676

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Habe den Film in Saarbrücken auf dem Max Ophüls gesehen. Hatte etwas anderes erwartet, - war dann extrem überrscht wegen der vielen Wendungen und Genrewechsel - ja und dann am Schluss fand ich den Film einfach nur toll und großartig. Mehr solcher Filme in Deutschland und ich würd auch mehr deutsche Filme im Kino schauen. Geniale Grundidee, tolle Inszenierung auch wenn die Schauspieler ab und an schwächeln - ganz großes Kino! Einer meiner Lieblingsfilme des Max Ophüls! Weiter so und mehr davon!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

capracan

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

eigentlich schon spektakulär, Geschichte ist durchaus verbesserungswürdig, aber ich kenn das so von den Japanern, diese shizophrenen Zeitabläufe. Etwas leichtsinnig wirkende Suicidgeschichte mit Splatter-Passagen bei der Durchführung der "speziellen Szenen". Es trifft schon den Tabupunkt vor allem weil mit sang und tanz auf blutigste Weise......

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Thekla

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Ein wunderbarer Einstieg ist dem Film gelungen. Der transportiert für mich sofort die richtige Stimmung. Leider ist bei diesem Film ganz viel verschenkt worden. Konflikte entstehen nicht aus der Gruppe, sondern kommen immer nur von außen. Das wäre an sich nicht nötig gewesen um der Story drive zu geben. Die Schauspieler tragen mir teilweise zu doll auf und auch sonst poltert die Geschichte teilweise dahin. Meine liebste Szene: wenn sie gegenseitig versuchen, zu erraten, welchen Berufen sie nach gehen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch