Sunshine - Kritik

Sunshine

GB/US · 2007 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film, Thriller, Katastrophenfilm · Kinostart
  • 6 .5

    Auf der Sonne sind die Strahlebatterien alle. Also fliegen die letzten Helden los, um mit allem radioaktiven Material, was auf der Erde rumlag, nochmal Feuer in der Sonne zu machen. Sieben Jahre zuvor ist schon einmal ein Häuflein der Aufrechten mit gleichem Ziel losgeflogen, aber leider verschütt' gegangen. Ein schöner Raumfahrtfilm, mit viel Licht und Radau, dämlicher Handlung mit einigen hübschen Episoden. Manchmal verselbständigen sich die Effekte ein wenig. SPOILER: Bei den Schlusssequenzen kommt der amerikanische Honigmann durch. Schöne Bilder über physikalischen Humbug.

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    • 6
      TheMadHatter 04.12.2015, 11:08 Geändert 04.12.2015, 11:57

      "Sunshine"
      (Achtung Spoiler!)

      Die Sonne stirbt und die Erde ist in einer Art Eiszeit gefangen. Ein mutiges Team von Wissenschaftlern und Astronauten begibt sich auf die lange Reise zur Sonne in einem Raumschiff, im Gepäck eine gigantische Atombombe, die das Fusionsfeuer der Sonne neu entfachen und die Erde retten soll.
      An sich eine interessante Ausgangslage. Optisch gesehen ist der Film toll umgesetzt: man bekommt die eisige, leere Welt des Alls, die eingesperrte Crew in ihrem Raumschiff und die gewaltige Sonne, die alles in den Schatten stellt, zu sehen.
      Die Stimmung ist teilweise recht düster und wird von einem passenden Soundtrack gut unterstützt. Wissenschaftlich gesehen hat der Film leider einige Mängel aufzuweisen.
      Was mich auch noch ein Bisschen gestört hat, war, das die ganze Mission von vorne herein sehr improvisiert und etwas unprofessionell wirkt. Immerhin sollen an Bord einige der besten Köpfe der Wissenschaft sein. Dafür verhalten sie sich in Stresssituationen aber ziemlich panisch und leichtsinnig.
      Insgesamt aber ein spannender Film mit ein paar (für die Crew) überraschenden (für den Zuschauer recht vorhersehbaren) Wendungen.

      Cillian Murphy überzeugt in der Hauptrolle, doch manchmal hätte ich mir noch mehr Emotionen in seiner Darstellung gewünscht. Er wirkt schon am Anfang ziemlich pessimistisch und leicht phlegmatisch. Aber das sollte vermutlich auch so werden.

      Bewertung: 6/10 (ganz gut)

      • 1

        ??? Also wenn dass ein Film ist, weiss ich nicht, was ich bislang gesehen habe :-(

        • 7 .5

          Sunshine ist für das relativ geringe Budget ein ziemlicher Beeindruckender Eintrag ins Sci-Fi-Genre. Ein vielseitiger Direktor und talentierte Schauspieler zeigen wie eine solche Extreme Situation auf die Psyche drücken kann, unterstrichen von einem tollen Soundtrack. Die Effekte sehen wunderschön aus und brauchen sich nicht vor Riesen-Blockbustern zu verstecken.
          Das Szenario und die Charakter wirken allen glaubhaft, sodass man wirklich gefesselt ist. Das Alles nimmt allerdings eine scharfe Wendung in der letzten halben Stunde als plötzlich ein so idiotischer Plot Twist passiert, dass man mein meint man schaue gerade einen anderen Film. Die Kamera und seltsame Filter stören dabei auch.
          Faszinierender Sci-Fi-Film, der sich nicht vor großen Genrekollegen verstecken muss, aber mit sehr schwachem 3. Akt.

          • 7

            ich kann mich an keinen anderen film erinnern der so stark verläuft, und dann kurz vor ende sich so krass selbst nach unten zieht.
            habe den film mit meiner mutter geguckt, gegen ende dann in meinem kopf: "hab ich was verpasst? habe ich ne szene geguckt aber sofort wieder komplett vergessen?hatte ich einen schlaganfall?.." , 5 sekunden später fragt meine mutter mich orginal: " hab ich was verpasst?.:"

            wären filme superhelden, wäre sunshine hulk mit amputierten füssen.

            1
            • 8 .5

              Wirklich guter Film.

              • 7

                *VORSICHT: SPOILER*

                Optisch, akkustisch und auch thematisch Top-Science/Fiction, ohne Frage. Aber leider stimmt so einiges bei der Logik nicht so ganz. Es soll die Welt gerettet werden, aber das Wissenschaftler- und Astronautenteam verhält sich in viel zu vielen Krisenmomenten derart unprofessionell, dass die Frage durchaus berechtigt ist, welcher geistiger Tiefflieger für deren Rekrutierung verantwortlich ist. Einige Katastrophen im Film werden ja garadezu von den Figuren selbst meist sehr leichtfertig herbei provoziert.

                Beispiele:
                - Ein Crewmitglied bemerkt, dass bei der Winkeländerung zur Schattengewinnung einige Schiffsteile von der Sonne verbrannt werden könnten, worauf die Pilotin einfach so sagt, die werden doch eh nicht gebraucht. Also wenn ich Millionen Km weit weg von der Erde in Sonnennähe im Weltall schwebe, möchte ich schon in einem voll funktionsfähigen und unbeschädigten Schiff fliegen wollen. Die Pilotin rechtfertigt diese Entscheidung, indem sie soviel wie MÖGLICH Schatten gewinnen wolle. Klüger wäre es wohl gewesen, woviel Schatten wie NÖTIG zu gewinnen und dafür das Schiff unbeschädigt zu halten.

                - Das dabei durch die Hitzeerzeugung im Schiff der überlebenswichtige Sauerstoff-garten abfackelt vernimmt man erst, als es schon längst zu spät ist. Ja haben die keinen Feuermelder im Gewächshaus? An dieser Stelle möchte Michelle Yeoh die Schleusen zu dem voll in Flammen stehenden Garten öffnen lassen und gefährdet so die anderen Schiffssegmente und Menschenleben. Den Typ, der ihr das untersagt nennt sie dankenswerterweise ein Arschloch.

                - Das weltrettende Schiff scheint überhaupt geradzu zu Sabotage einzuladen. Keiner kommt auf die Idee, die Verbindungsschleuse zu IKARUS I zu beaufsichtigen oder zumindet über ein Alarmsystem zu sichern. Sie kann einfach mal so gesprengt werden. Die vier Besatzungmitglieder, die zu IKARUS I übergegangen sind haben natürlich keine Raumanzüge angezogen und schauen in die Röhre.

                - Keiner stellt sich die Frage, warum die Schleuse explodiert ist. Scheinbar ist das normal, wenn man sie benutzt.

                - Nachdem auf IKARUS I eine Aufzeichnung des offensichtlich wahnsinnig gewordenen Captains gefunden wurde, kommt niemand auf die Idee, dass dieser vielleicht noch am Leben sein könnte. Immerhin hat das Schiff ja noch ein voll funktionierendes Lebenserhaltungssystem samt voll blühenden Sauerstoffgarten.

                - Michelle Yeoh bemerkt, dass der Sauerstoff für die Mission noch reichen könnte, würde nur eines der fünf überlebenden Crewmitglieder zuvor sterben. Als man unmittelbar darauf den zur Exekution vorgesehenen Crewmen mit aufgeschnittenen Pulsadern auffindet, stellt sich keiner die Frage, warum der Computer den Sauerstoffverbrauch immer noch für fünf Personen berechnet hat. Sogar bei mir ist an dieser Stelle sofort ein Licht angegangen. Aber bei den Wissenschaftlern vergeht erst einmal kostbare Zeit bis Capa drauf kommt.

                - Natürlich informiert Capa keinen der Anderen über seinen Verdacht, so das diese allein und völlig unvorbereitet auf den irren Widersacher stoßen. Tolles Teamverhalten.

                Weil ich ein Science/Fiction-Fan bin und ich auch bloße Versuche für intelligentes SiFi-Kino positiv dotiere, gebe ich SUNSHINE noch gnädige 7 Punkte, mein Mauszeiger hat aber zuvor schon sehr lange auf 6 bis 6.5 verweilt.

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                • 6 .5

                  Optisch gesehen ist dieser Film erste Sahne. Wirklich tolle Effekte und beeindruckende Bilder machen dieses Werk von Danny Boyle zu einem Erlebnis. Bis zu einem gewissen Punkt hat mir die Story auch gefallen. Genauso wie Cillian Murphy, Chris Evans und Michelle Yeoh die hier als Raumfahrer überzeugen. Nur leider nimmt der Film in der letzten halben Stunde einige Wendungen mit denen ich mich nicht so recht anfreunden konnte. Es scheint als wurde die eigentlich gute Story nicht richtig zuende gedacht. Weshalb der Film aufgrund des weniger gelungenen Endes nicht der ganz große Wurf ist.

                  9
                  • 5

                    Auch wenn sowohl Effekte als auch Soundtrack auf ganzer Linie überzeugen können - das reicht eben nicht, um einen hochwertigen SciFi-Film zu kreieren. Die Spannung ist, außer im Mittelteil, recht lau, die Figuren bleiben uninteressant, und hin und wieder werden bei der Inszenierung grobe Fehler reingehauen (dass Raumschiffe im All keine Laute von sich geben können, hätte Boyle doch von Kubrick und Nolan lernen können).
                    Dass "Sunshine" gegen Ende noch einen Abstecher ins Horrorgenre machen muss, hat mir irgendwie überhaupt nicht reingepasst ... das wirkte eher, als hätte den Drehbuchautor die Kreativität verlassen, sodass er gezwungen war, etwas bei "Alien" und "Prometheus" abzuschauen.
                    Irgendwie schade ... vom Schreiber Alex Garland hatte ich nach seinem Meisterwerk "Ex Machina" mehr erwartet.

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                    • 5 .5

                      Ei ei ei.. ei ei eieiei..
                      Für mich, Physik und Logik liebend, ist allein schon der Aufhänger Haar sträuben!!..
                      So toll und drastisch die Optik ist - so ist die Logik das genaue Gegenteil..

                      Kleines Beispiel mit spuren von *SPOILER* ..

                      - auf der Erkenntnis von dem Team das sie einen töten müssen, um genügend Sauerstoff zu haben um die Bombe abzuwerfen, wird festgestellt dass das wahrscheinlich ebenso dem ersten Team ergangen sein muss..
                      Nur irgendwie wird hier die Tatsache weggelassen, dass das alte Schiff eine florierende Flora in der Herstellung von Sauerstoff besitzt.. lol

                      Genauso schlecht ist, das nicht wirklich gezeigt wird was nun mit XOXO passiert und so - bei der Öffnung, wo ihm die Japanerin ins Visier knallt..

                      *SPOILER ENDE*

                      Allein schon die idiotische Idee, das eine Bombe die verbrauchte Energie/Rohstoff wieder auffüllt - ist eigentlich schon mit ner Himbeere zu belohnen..

                      So ein Schmarn...

                      • 8
                        dfm 04.09.2015, 12:49 Geändert 04.09.2015, 14:06

                        Sehr bildgewaltiger, actionreicher Si-Fi Streifen. Die Effekte sind meiner Meinung nach der Hammer.

                        Der Anfang des Films ist noch eher gemächlich, aber dann geht´s richtig los. Schade das ich den Streifen nicht im Kino gesehen habe, da wirken die Effekte sicher noch 10 mal besser.

                        Mir war er dann aber gegen Ende hin fast zu hektisch muss ich sagen. Darum gute 8 von 10 Punkten.

                        • 6 .5

                          Die Sonne, der Licht und Wärmespender unserer geliebten Mutter Erde droht zu verglühen. Die Crew der Icarus II macht sich auf, einen allerletzten verzweifelten Versuch zu starten, das Leben auf dem ihrigen Heimatplaneten eine Zukunft zu gewährleisten. Dabei ereignen sich unglückliche Ereignisse, die den Erfolg dieser Mission in Frage stellen ...
                          Doch nicht nur das Gelingen der Mission wird hier in Frage gestellt sondern auch
                          der durchgehend aufrechte Unterhaltungswert.
                          Zu Beginn baut Regisseur Danny Boyle eine hervorragenden Grundstimmung auf,
                          die den Blick des Zusehers vorerst wie hypnotisiert auf den Bildschirm starren lässt.
                          Der Film startet äusserst viel versprechend, stumpft im Verlauf aber doch gewaltig ab. Hauptproblem ist hierbei die Flut von Effekten, die zunehmend auf das Publikum hereinbricht. Diese sind durchaus sehenswert ausgefallen aber in ihrer Fülle doch zu viel des Guten sodas sie die bis dato tolle Atmosphäre erdrücken, da diese der aufkommenden Bilderflut nicht mehr viel entgegen zusetzen hat. Auch der Cast, der bis dahin sehr überzeugend agiert, fällt dem zum Opfer den mit den Charakteren gefühlsmässig mit zu gehen fällt fortan schwer, was dem Gesamtkonstrukt einen spürbaren Bruch beifügt.
                          Hinzu kommt das Boyle im letzten Drittel dann versucht, Horrorelemente mit ein zubringen, die das eigentlichen Ziel der Handlung immer mehr nach hinten drängen und das eigentliche Vorhaben zunehmend verheizen.
                          Erstklassig hingegen ist der Score. Passend und sehr stimmig schafft dieser es, den Zuseher bei der Stange zuhalten. Ohne diesen hätte sich dieser Film bei mir wohl spätestens im letzten Abschnitt in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet was schade gewesen wäre denn...
                          Das Finale hat mich aus meiner etwas schläfrigen Lage wieder wach geküsst denn dieses reisst dann doch wieder einiges heraus und bringt die Mission zu einem dann doch versöhnlichen Abschluss.

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                          • 9
                            The_Hitcher 14.07.2015, 22:28 Geändert 14.07.2015, 22:28

                            Ein verdammt spanender, dramatischer, bombastischer und SCHÖNER Sci-Fi-Film! Mit einem einfach perfekt harmonierenden Soundtrack!

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                            • 7

                              Vorhersage: 7.0
                              Bewertung: 7.0
                              Unterhaltsamer Science Fiction-Film mit guter Atmosphäre.

                              • 5 .5

                                Wer die üblichen Verdächtigen aus Drehbuchschreiber Alex Garlands Feder kennt ("28 Days Later"; "Ex_Machina"), der weiß um die minimalistische Prämisse, mit dem seine Filme für gewöhnlich beginnen, was sich dann auch größtenteils durch den kompletten Film zieht. Alles wirkt auf den kleinsten Nenner gebracht (und das ist nicht negativ gemeint), Ausschweifungen gibt es kaum. Sie fühlen sich wie Kammerspiele auf mehreren Ebenen an und "Sunshine" aus dem Jahr 2007, unter der Regie von Danny Boyle, fügt sich nahtlos in dieses Schema ein.

                                Die Sonne stirbt. Die Crew der Ikarus II hat nur einen Auftrag: Nahe genug an der Sonne sollen sie eine atomare Bombe zur Detonation bringen, welche die Sonne, bzw. einen daraus resultierenden neuen Stern, von neuem erstrahlen lassen soll. Die letzte Chance der Menschheit, die sich auf der Erde einem solaren Winter ausgesetzt sieht und ihrem Ende nahe ist.

                                Audiovisuell ist "Sunshine" eine Wucht. Daran lässt sich nur schwer rütteln. Wer einmal die wunderschöne Sonne im Film gesehen hat, der sollte sich eigentlich genauso fühlen wie Searle (Cliff Curtis), der von diesem Anblick förmlich angezogen wird. Diese Bilder strahlen eine Ruhe aus. Selbst in hektischen Momenten bleibt sie entspannt, lässt sich vom Geschehen nicht ablenken. Dabei umschmiegen John Murphys sowie Underworlds ruhige, aber auch elektrisierende Klänge die Bilder in perfektem Maße, vermitteln in ihrer Musik Aussichtslosigkeit und doch Hoffnung. Sie sind ein intensives Erlebnis, was unter die Haut geht. Einfach wunderschön.

                                Weniger schön empfand ich allerdings den kompletten Rest des Films. Die Besetzung lässt dabei kaum Wünsche offen, vom immer gern gesehenen Cillian Murphy über Hiroyuki Sanada, von Chris Evans zu Michelle Yeoh. Und doch schaffte es kaum einer, mich fernab der schönen Bilder mit seiner Art zu fesseln. Außer Sanada und Murphy erschienen sie mir allesamt unsympathisch und viel zu klischeehaft, es nicht wert, um sie auf dieser immer heikler werdenden Mission zu bangen. Was ich allerdings dem Drehbuch ankreiden muss. Statt mich an die Hand zu nehmen, ließen mich Garland und Boyle im Regen stehen und lediglich dabei zusehen, wie eine denkwürdige Entscheidung nach der anderen gefällt wurde. Abgeholt wurde ich von ihnen als Zuschauer höchstens in den letzten Augenblicken noch einmal.
                                "Sunshine" ist ja beileibe kein inhaltsloser Science-Fiction Film. Von Hoffnung und Aufopferungsbereitschaft zur Zeit des nahenden Endes aller, über das Finale, was mich zu einiger Selbstreflexion brachte. Und doch… konnte mich das Geschehen selbst nicht in seinen Bann ziehen. Die Dramaturgie verebbte, weil kein Bezug zu den Figuren vorhanden war, die dunkle angespannte Atmosphäre wurde für ein actionlastiges und unnötig konventionell gehaltenes Finale geopfert, welches den Film viel zu früh und viel zu schnell selbst aus den Angeln hob. Der philosophische Gedanke dahinter mag zwar lobenswert sein, aber an der Umsetzung hakte es im direkten Vergleich doch gewaltig. Plötzlich sieht sich der Zuschauer mit einem experimentellen Schnittgewitter konfrontiert, was den Schluss vom restlichen Film abheben lässt und sich dem selbst angeschlagenen Grundton nicht fügen will, von der plötzlichen Action ganz zu schweigen.
                                Genau das ist etwas, was man von Alex Garland kennt: Einen gemächlichen Einstieg, der dann von einem unpassend aufbrausenden Finale übertüncht wird. War 2002 in "28 Days Later" schon nicht anders, ist auch drei, beziehungsweise fünf Jahre später in "Sunshine" nicht anders. "Bei Ex_Machina" hingegen war es bemerkbar, wie er sich selbst zügelt um sich in seinem Plot nicht zu überschlagen, was sein Regiedebüt wie aus einem Guss erscheinen ließ. So etwas wäre hier nur allzu begrüßenswert gewesen.

                                "Sunshine" verfügt, wie man es von Danny Boyle gewohnt ist, über eine audiovisuelle Wucht der man sich nur schwer entziehen kann. Leider sorgen die Klemmbrettfiguren sowie das große Finale für Unmut, was den Film selbst zu einem sperrigen und leidlich unschönen Spektakel verkommen lässt, was höchstens im letzten Augenblick das zeigt, was es hätte werden können.

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                                • 9 .5

                                  Sollte man sich ohne Gedanken um Story etc. ansehen, in dem Genre kann man das Rad kaum noch neu erfinden, war alles schon mal da. Logiklöcher in Sci-Fi-Filmen zu bemängeln, sorry, das macht sowas von keinen Sinn, also lass ich das auch.
                                  Sunshine sollte man als überlanges, bildgewaltiges Musik-Video betrachten, das irgendwo anfängt, eine Handlung hat und irgendwo aufhört. Der Soundtrack ist gigantisch, so ziemlich einer der besten, die ich je gehört habe, allein das Adagio in D-Minor ist Bombast pur. Wenn man bereit ist, den Film ohne Vorbehalt oder eine Erwartungshaltung anzuschauen, kann man diesen Film wirklich geniessen.

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                                  • 7 .5

                                    "At the end of time, a moment will come when just one man remains. Then the moment will pass. Man will be gone. There will be nothing to show that we were ever here... but stardust."
                                    --Pinbacker

                                    Ein Freund von mir meinte, ich müsse mir "Sunshine" unbedingt anschauen, denn er sei um einiges besser als "Interstellar"! Da ich "Interstellar" für einen der besten Filme halte, die ich je gesehen habe, wurde sofort mein Interesse geweckt.

                                    Leider ist "Sunshine" aber bei weitem nicht so einzigartig, wie Christopher Nolans Beitrag zu diesem Genre. Er kopiert lediglich das, was man schon aus anderen Filmen kennt und hat somit kein Alleinstellungsmerkmal wie Interstellar!

                                    Dennoch bietet der Film wunderschöne Bilder, einen coolen Soundtrack sowie eine sehr düstere und beklemmende Atmospähre.

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                                    • 7
                                      BenAffenleck 25.04.2015, 20:01 Geändert 25.04.2015, 20:03

                                      Ain't no sunshine when she's gone...

                                      Die Sonne hat keine Lust mehr, und möchte den Job an den Nagel hängen. Da die Kollegen (Menschheit) damit nicht einverstanden sind, wird das gesamte restliche spaltbare Material auf der Erde zusammengekratzt, um es der faulen Sau in den Rachen zu stopfen...

                                      Danny Boyle, der schon einige geniale Filme abgeliefert hat, versucht sich hier an seiner eigenen Space Oddity. Das funktioniert gerade die erste Stunde über hervorragend, kommt doch alles Gezeigte und Erklärte wissenschaftlich korrekt und sehr realistisch rüber. Manches Logikloch muss man dann zwar in kauf nehmen, dafür wird man allerdings mit einem grandiosen akustischen und optischen Erlebnis belohnt. Interessant auch, dass hier die Frage aufgenommen wird, wann und ob man einen Menschen zum Wohle Anderer töten darf.

                                      Im letzten Drittel fällt SUNSHINE dann ein wenig ab, weil er unnötigerweise in die Horror-Ecke gepusht wird. Das hätte so nicht sein müssen, und leider nimmt es dem Film viel von seiner Subtilität. Dagegen halten aber immer noch die großartigen Kamerafahrten, der Boyle-typische Schnitt und der wirklich sensationelle Score von John Murphy, der mich auch schon zum Boyle-Film (Produzent) 28 WEEKS LATER begeistern konnte. Hier eine Kostprobe:

                                      https://www.youtube.com/watch?v=hYMseN4XzxI

                                      Somit ist SUNSHINE einer der wenigen Filme, der vor allem durch seine Bilder in Verbindung mit dem Score ordentlich Punkte macht. Cillian Murphy und Rose Byrne dürfen hier zeigen was sie können, und selbst Chris Evans hebt sich positiv hervor.

                                      Fazit: Zu kritisieren gibt es hier genug, aber die Atmosphäre, Bilder und der Score sind eine Wucht.

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                                      • 3 .5

                                        -Spoilergefahr-

                                        Das war also Sunshine... Muss da immer an den Song "Sunshine, Lollipops..." aus den 60ern denken. Hätte auch als Einstieg ein bisschen mehr Heiterkeit versprüht aber lassen wir das.

                                        Der erste Teil war Odel, ich hätte eine Einführung der Charaktere (schlagt mich aber wie z. B. bei Armageddon) etwas spannungssteigernd gefunden und man hätte u. U. so etwas wie eine Bindung aufbauen können.

                                        Der Teil als das andere Schiff betreten wurde war dann schon besser und man verzeiht auch den ganzen Schmarrn mit den ca. 3 Tonnen Staub aus Menschenfleisch, die sich durch den fiesen Spacewind im ganzen Schiff verteilt haben (wer soll das nur sauber machen...).

                                        Dann wurd's irgendwie seltsam mit dem mordenden Schmoorbraten, der sich mal nach 6 Jahren mit Verbrennung 4. Grades (+x) so mir nichts dir nichts auf den zweiten fliegenden Regenschirm mogelt (ohne vom Computer entdeckt zu werden) und dann noch schnell die zwei Schiffe auseinanderreißt... Haben wir zwar alle schonmal gemacht, ist aber ebenfalls Schmarrn.

                                        Dann noch das psychedelische Ende und fertig ist der Murks.
                                        Jeder darf und sollte sich seine eigene Meinung bilden, ich fand ihn aber relativ doof.

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                                        • 2 .5

                                          Musste abbrechen. Typisches Chargieren 6 ewig gleichen englischen Darsteller.

                                          • 7
                                            lars.voigtlander.16 06.03.2015, 21:12 Geändert 06.03.2015, 21:19

                                            Es gibt tatsächlich (wie in fast jedem Film) Logiklöcher... Auch auf eine story hätte man mehr eingehen können. Aber insgesamt guter Weltraum- sci-fi mit top visuellen Effekten

                                            • 8
                                              Fenrisúlfr 18.02.2015, 02:52 Geändert 18.02.2015, 02:54

                                              Was soll ich denn dazu sagen? Nun, ich versuch's mal.

                                              Meine Erwartungen waren jetzt nicht die Wucht, da die meisten meiner MP-Freunde eher bescheiden werteten und der Film von der Story her nicht so die Wucht sein soll - und mein Augenmerk in der Regel auf ebenjener liegt. Visuell beeindruckend und mit geilem Soundtrack? Klingt gut, aber ohne Story eher nicht. doch Sci-Fi + Cillian Murphy + Rose Byrne + Chris Evans haben mich dann dazu getrieben, ihn anzusehen.

                                              Ich muss sagen, es gibt durchaus Parallelen zu Interstellar: Könnte jetzt ja Schlagwörter nennen, aber das wären zu krasse Spoiler für beide Filme. Trotz allem sind die Filme jedoch total verschieden und nicht wirklich zu vergleichen.

                                              So viel lässt sich zur Story des Films von meiner Seite aus sagen:
                                              Die Thematik hat mich schon mal überaus angesprochen, weil ich Menschlichkeit und Co. schon immer sehr interessiert, weshalb ich auch so begeistert von Interstellar, aber genug von dem Film, es geht hier um einen anderen. Wie gesagt, Thematik war überaus interessant und was der Film sofort geschafft hat, war, mich schon nach wenigen Minuten zu packen.
                                              Und genau das wünsche ich mir von meinen Filmen. Mitfiebern, Spannung. Na ja: Handlung!
                                              Diese liefert der Film meiner Meinung wesentlich geiler als von vielen hier beschrieben und ich war sehr positiv überrascht von den guten Wendungen und dem ganzen Drumherum.

                                              Was allerdings eher ein Minuspunkt ist, ist, dass ich das Ende für etwas wirr hielt. Ich musste dann nochmal im Internet checken, ob ich da jetzt nicht einen Schritt verpasst habe. Im Kern hab ich auch alles mitbekommen, trotzdem ging das da wohl ein wenig zu schnell. Also, wie die jetzt da hingekommen sind, meine ich.

                                              Weiterer Minuspunkt waren teilweise die Charaktere. Diese waren zwar durchaus glaubwürdig, aber eben auch wieder nicht SO glaubwürdig. Man konnte den Charakter erkennen, aber es wurde nicht viel tiefer auf sie eingegangen. Sie waren halt da. Sie waren halt Menschen. Aber gut, der Film dauert auch nur fast 100 Minuten.

                                              Insgesamt hat mich der Film durchgehend gepackt und ich hab oft schon die Zähne zusammenbeißen müssen. Was die Logik angeht, so kann ich nichts dazu beitragen, da ich nicht mal Hobby-Physiker bin und mich damit auch nicht sonderlich auskenne. Ich gehe damit immer davon aus, dass das, was man sieht, immerhin IM Filmgeschehen realistisch ist und dort eben Sinn ergibt. Ob das hier "draußen" wieder "umsetzbar" wäre, ist mir damit egal, wenn's jetzt nicht gerade Transformers sind (obwohl die mit einer geilen Story und interessanten Charakter[entwicklungen] wohl auch cool wären, aber dann wär's eher Camorans Idee gewesen).

                                              Der Soundtrack des Films war oscarverdächtig. Mehr muss ich dazu wirklich nich tsagen. Spitzenklasse.

                                              Die Schauspieler haben sehr gute bis gute Arbeit geleistet. Dass sie nicht umwerfend waren, ist allerdings eher dem Drehbuch bzw. den nicht allzu ausgereiften Charakteren zuzuschreiben, denn Evans hat sehr ordentlich gespielt und bei Murphy und Byrne kam es mir immer so vor, als ob ihre schauspielerische Leistung geradezu danach schreit, genutzt zu werden, wobei die beiden auch sehr gut gespielt haben.

                                              Ach so: Der Film war in der Tat visuell atemberaubend und sollte unbedingt auf einem schönen leistungsfähigen großen Fernseher gesehen werden. Wie so oft wünschte ich mir, den im Kino gesehen zu haben.

                                              Teilweise war ich übrigens ein wenig an Alien erinnert, was aber sehr positiv zum Film beitrug. Die Witze haben übrigens alle sehr gut eingeschlagen. ;)

                                              Jop, so viel zum Film.

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                                              • 5 .5

                                                Zum Teil packend und visuell bombastisch, zum Teil voll übertrieben und sehr nervig.

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                                                • 0 .5

                                                  Achtung Spoiler !!!!
                                                  Der Film beginnt gleich im Weltraum auf dem Raumschiff das auf dem Weg ist die Sonne neu zu entzünden . Der Verzicht auf die ganze Vorgeschichte ,wie Auswahl der Mannschaft ,Training und Vorbereitung wäre bei einen Actionfilm durchaus vom Vorteil . Doch Sunshine driftet dann schnell ab ins Drama und die Frage darf man einen Menschen opfern um die Menschheit zu retten .So ein Genre-Mix kann durchaus funktionieren ,wenn man das positive aus den Genres rausholt . Bei diesen kruden unausgegorenen Mix werden aber die schwachpunkte kombiniert !!! Logiklöcher die groß genug sind um die Sonne zu verschlingen und die Langsamkeit des dramas ohne aber dessen Charakterzeichnung und Tiefe zun haben . Zum schluß kommt dann noch der Horrorfilm dazu was das ganze dann komplett lächerlich macht !!! Untermalt ist das ganze dann von extrem schwacher Musik . Denkt man an Hans Zimmers Meisterleistung in Interstellar so ist das hier nur eins -Schrott . Höhepunkte des Unsinns sind zum Beispiel das Feuer mit Sauerstoff gelöscht wird ???!!!!! Blöder gehts kaum . Auch der Freddy Krüger für Science Fiction Fans ist ,sagen wir mal recht seltsam . Was das ganze soll fragt sich zu diesem Zeitpunkt des Film eh niemand mehr ,man wartet nur darauf das dieser Oberunsinn zu ende geht . Erkennt man bei manchen Film noch was wohl mal angedacht war ist das hier nur ein Mix bei dem vorne und hinten aber mal so gar nichts paßt . Wie man für so einen Blödsinn die Gelder für die wirklich guten F/X bekommen hat bleibt ein Rätzel !!!

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                                                  • 7 .5

                                                    Wie bereits oft erwähnt: Wirklich klasse Bilder und ein starker Soundtrack. Etwas unkonventioneller Sci-Fi und extrem spannend bis zum Schluss. Lediglich die Charaktere bleiben für mich ein bisschen zu blass.
                                                    Dennoch Pflicht für alle Freunde von spannenden Sci-Fi-Streifen, die sich auch gern von toller Musikuntermalung mitreißen lassen!

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