Sunshine - Kritik

GB/US 2007 Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 19.04.2007

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Kritiken (19) — Film: Sunshine

Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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8.5Ausgezeichnet

'Life in space is impossible.' Zwischen Ridley Scott's ALIEN und dem diesjährigen GRAVITY haben sich schon viele Filme diesem finsteren Umstand eindringlich genähert, ließen einen konzentrierten, konfliktreichen Nukleus an moralisch abwägenden Charakteren (sprich: Menschen) um Verantwortung, Angstbezwingung und Aufopferung im Angesicht des unbarmherzigen Kosmos-Vakuum kämpfen.

Danny Boyle's SUNSHINE stellt da keine Ausnahme dar und folgt zusammen mit Drehbuchschreiber Alex Garland nochmal gekonnt jene Genrepfade - nimmt dabei leider auch irgendwann ein Alien-artiges Monster in Kauf, welches stellvertretend für die Gnadenlosigkeit der Natur (oder jenem extraterristischen Äquivalent) unseren Astronauten das Leben noch schwerer macht, als es eigentlich schon ist.

Im Grunde wären die bloßen zwischenmenschlichen Konflikte im Ringen mit der Gefahr von aussen und innen genug Stoff, um den Narrativ streng packend voranzutreiben - aber zumindest bringt das 'Monster' dann doch offenbar einige abstrakte, übernatürlich-sinnesverzerrende Kräfte mit sich, die u.a. den Schicksals-unabdinglichen Payload in einen endlos-pechschwarzen Tunnel der Orientierungslosigkeit verwandeln (wie das Weltall selbt).

Und hier wird, wie im Gesamteindruck des Films deutlich, womit Boyle dem Zuschauer die atemlos-erdrückende Dimensionen des furchteinflößenden Weltenraums und der brodelnden Sonnenkraft spürbar nahebringt: die stark-ausgeprägte, audiovisuelle Emotionalisierung des Himmelfahrtskommandos, die in ihrer katharsischen Rauschkraft nur von wenigen Filmemachern derartig stimmig erreicht werden kann.

Ob man das nun als esoterischen Kitsch und Überdramatisierung sehen will, bleibt jedem selbst überlassen. Mir persönlich stiegen im stetigen Aufbau die kribbelnden, herzlichen Elementarteilchen der angespannten Nachempfindung ins Mark. Tolle Sache, wie die Wissenschaft des menschlichen Körpers, je nach Empfindsamkeit (und Sonnenschutzfaktor?) mit überdimensionalen und dramaturgisch überwältigend-konstruierten Science-Fiction-Stoffen korrespondieren kann!

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Der Witte

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Yeehaw, I can dig it :D


dareiDi

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Yeah, super Christian! :)


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.0Ausgezeichnet

So manch einem mag bei der Idee zum Film ein schmunzeln über die Lippen kommen. So hat die Idee die Menschheit drohe zu erfrieren in Zeiten in der die globale Erwärmung immer mehr zu spüren ist schon eine gewisse Ironie.

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SiameseAlex: SiameseMovies

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6.5Ganz gut

Man braucht lediglich die phantastisch kolorierende, atmosphärisch eintauchende Hymne von John Murphy 'Adagio In D Minor' in die Ohren strömen zu lassen, dann fühlt man es: Hier soll etwas Episches geschehen, etwas der Welt so Fernes und doch so Nahes präsentiert, einen Hauch von heroisierter Menschlichkeit vermittelt und tief ins Herz gestochen werden.
[...]
Womöglich muss sich 'Sunshine' jedoch bei zweifellos aller visuellen Stärke eine ins Stocken geratene Charakterentwicklung ankreiden lassen. Denn Cillian Murphy, dessen bisherige Darbietungen aus bspw. 'Batman Begins' und '28 Days/Weeks Later' absolut überzeugen konnten, wirkt hier trotz der fast stetigen, wärmeeinflößenden Sonnenbestrahlung blass bis nichtssagend. Der Plot ist auf ihn zugeschnitten, die übrige Crew ist hölzern gezeichnet, erinnert an schwache Stereotypdarstellungen, denen irgendwas abhanden gekommen scheint. Ohne besagten Plot hier aufzufächern, lässt Drehbuchautor Alex Garland die Eindringlichkeit der ergreifenden Momente vermissen, bricht Storylines an Stellen ab, die es erlaubten weiter erforscht zu werden, eine dramatische Vorgeschichte zu beleuchten, deren Ereignisse aber im Dunkeln verborgen bleiben und eben nicht die mögliche Einbettung in das Gesamtkonstrukt erlauben.
[...]
Die allumfassende Idee hinter 'Sunshine' spiegelt phantastische Atmosphäre in Endzeit wider, vergisst aber auf dem Weg zum rettenden Ufer die eigene Crew und den sich zuspitzenden Konflikt einer derart langen, mit Höhen und Tiefen gespickten Reise an ein unvorstellbar geglaubtes Ende allen Seins, der Sonne ins Auge blickend, die Interessen aller anderen über das Wohl des eigenen stellend, fortzuschreiten und das zu tun, wofür man sich bereit erklärt hat. [...]

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The_Comedian

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... eingemummelt... fantastisches Wort!;-)


ThomasWzS

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Sehr treffende Beschreibung, fast genauso habe ich diesen Film auch erlebt. Doch in einem Punkt vermute ich etwas anderes.
Ich habe mir den Film jetzt 2 mal angeschaut und werde es auch noch ein 3. und 4. mal tun, zu schön und eindringlich ist diese kongeniale Symbiose aus Bildern und Musik, endlosem Raum, der Faszination des gleichermassen lebenspendenden wie todbringenden Sonnenlichts, wahrlich überirdisch.
Das Vergessen die "Idee" hinter "sunshine" weiter auszuführen, wie du schreibst, scheint mir bei Boyle kein Versäumnis zu sein , sondern Mittel zum Zweckl.
Er schafft es tatsächlich durch Weglassen, des so sehnend erwarteten "Mehr" an Story, Beweggründen, Vorgeschichte oder was auch immer ein unstillbares Verlangen zu erzeugen, diese missing links doch noch in dieser so in seinen Bann ziehenden Darstellung zu suchen.
Doch es gibt nicht mehr, es kommt nichts mehr dazu, es ist alles gesagt, gezeigt, gesehen ... es bleibt diese unglaublich ausweglose Einsamkeit im Angesicht der Vernichtung, einzugehen in etwas grösseres als wir verstehen können.
Hier vielleicht auch ein Erklärungsveruch für den Antrieb des wahnsinnig gewordenen Saboteurs, der sich in engem Kontakt auf Gottes Geheiss handeln sieht.
Für mich trotz und wegen diesem ungestilltem Verlangen nach mehr,
das zurückbleibt ... ganz grosses Kino.


Oceanic6: CinemaForever

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3.0Schwach

"So if you wake up one morning and it's a particularly beautiful day, you'll know we made it. Okay, I'm signing out."

Was definiert einen guten Science-Fiction Film? Zunächst einmal ist eine gelungene Atmosphäre unabdingbar. Ebenso gut ausgearbeitete Charaktere. Raumschiffe, die zu "Also Sprach Zaratustra" im All zu tanzen scheinen. Oder vielleicht doch ein Monster, welches die nächsten Generationen des Filmeschaffens beeinflusst. Und dann natürlich das Wichtigste: Ein Sci-Fi Film muss seiner eigenen Logik folgen.

All das weist nun 'Sunshine' nur bedingt bis gar nicht auf. Stereotype Figuren, wobei Cilian Murphy durchaus zu überzeugen weiss, dann Effekthascherei wohin das Auge reicht, Atmosphäre suchte ich zumeist vergeblich. John Murphys Score weiss zu überzeugen, ist aber abgesehen von dem Hauptthema weit davon entfernt, etwas Besonderes zu sein. Was bleibt 'Sunshine' also?
Er scheitert an seiner eigenen Logik oder warum befindet sich die Icarus I nach 7 Jahren immer noch gut erhalten auf dem Merkur, wo der Planet doch schon zig Male durch die Hitze der Sonne heimgesucht wurde?! Danny Boyle macht es einem schon nicht einfach. Durchaus liebe ich seinen 'Trainspotting', aber wie schon '127 Hours' und 'Slumdog Millionär' erweist sich auch 'Sunshine' als technischer Firlefanz, der weit davon entfernt ist, Hintergründe und charakterliche Tiefe zu präsentieren. Philosphische Ansätze sind zwar allgegenwertig, leider jedoch auch nur sehr oberflächlich.

Soweit so gut, idiotische Charaktere werden Emotionalen vorgezogen, Langatmigkeit und Dialoge zum Mitsprechen dominieren. Zwischenzeitig wird dann Klischeehaftigkeit geboten und das unspektakuläre Ende gibt dem Streifen letztendlich den Rest.

Was bleibt, sind Punkte für die Effekte, Cilian Murphy, den Soundtrack und einige wenige gelungene Ansätze. Was jedoch nicht bleibt, sind ein gelungener Sci-Fictioner und erst recht keine Empfehlung.

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Wumz

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Also die Atmosphäre fand ich in dem Film wirklich 1A. Nur das Ende hat mich von einer Bewertung jenseits der 7 Punkte abgehalten. Sehenswert fand ich ihn allemale.


Puni

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Kann ich nahvollziehen, meiner Meinung nach einer der schlechtesten von Boyle. Obwohl da mal wieder eine neue Sichtung her muss.


Dr. Borstel

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9.5Herausragend

Boyle und Garland schicken ihre Crew auf eine audiovisuell überwältigende Reise in Zentrum des Sonnensystems und ihrer eigenen Hoffnungen und Ängste. So brillant kann Science Fiction sein.

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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6.0Ganz gut

[...] Unter Einsatz einer pulsierenden Musik des britischen Elektro-Duos Underworld wird das Vordringen in Grenzbereiche auch für den Zuschauer zu einer audiovisuellen Erfahrung, die sich weniger einer Ausformulierung ihres veritablen conditio-humana-Ansatzes, denn der möglichst unnarrativen Darstellung einer Raum und Zeit auflösenden Weltraumreise verschreibt. Deshalb versteht sich "Sunshine" kaum als konventionelles Genrekino, dafür entwickeln sich seine Figuren zu dürftig, erarbeitet er keine dramaturgische Dichte und auch keinen erkennbaren Spannungsbogen. Boyles Inszenierung ist vielmehr auf eine eigene Stilistik der Science Fiction angelegt. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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8.0Ausgezeichnet

Einen überaus faszinierenden Trip zur Sonnen hat dieser Sci-Fi Film zu bieten. So versteht es der Film immer an den richtigen Momenten zu schweigen und den Zuschauer mit einer wunderschöne Bilderflut zu übergießen, aber "Sunshine" hat noch mehr in Petto: Da wären die guten Darsteller, die grandiosen Toneffekte und vor allem die Atmosphäre, die trotz des fiktionalen Hintergrunds realistisch und bedrückend wirkt. „Sunshine“ hätte das Zeug gehabt zu einen meiner Favoriten zu werden, doch der stilistische Kurswechsel im letzten Drittel stört die Balance des Films erheblich, und dennoch reicht es für mich aus „Sunshine“ in bester Erinnerung zu behalten, als intelligenten wie packenden Trip ins All.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

stuforcedyou

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Als ich ihn zum ersten mal im Kino, auf einer großen Leinwand gesehen habe, hat er mich echt umgehauen. Später auf DVD ebbte die Begeisterung etwas ab. Dennoch ein sehr sehenswerter Film.


honigsau

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mir ging es ähnlich. Nachdem gestern der Film im TV kam, möchte ich die Bezeichnung "genial" wieder zurücknehmen. Auf jeden Fall spannend, aber das letzte Drittel des Filmes schon irgendwie seltsam... was macht Freddy Krüger auf Odysee im Weltraum?


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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6.0Ganz gut

Es bedarf schon einer intensiven Affinität zum Science-Fiction Genre um “Sunshine” auf ganzer Linie lieb zu gewinnen. Die Story in Danny Boyles Film stimmt und auch die darstellerischen Leistungen bewegen sich im oberen Bereich, doch leider scheitert Boyle an der Umsetzung. Zu langsam erzählt er seine Geschichte und mit seinem Genrewechsel in der letzten halben Stunde nimmt er den Film die Chance auf eine gelungene Auflösung!

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Nikias78

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Das war ja wohl hoffentlich geschickte Ironie--oder? ;-)


NostalgiaCritic

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Nunja, eine gelungene Auflösung? Meiner Meinung nach weiss man ab Minute 1 wie der Film enden wird, und wirklich etwas aufzulösen gibt's da ja auch nicht. Ich empfand den Genrewechsel am Ende als eine willkommene Überraschung auf dem Weg zu dem Finale, von dem ich schon zu 99,9% sicher war wie es aussehen würde ;)


Stryke: inderzange.de

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5.5Geht so

“Sunshine” greift finde ich ein sehr “schönes” Szenario auf, jedenfalls ein für mich noch recht wenig behandeltes. Eine Gefahr über die wahrscheinlich die wenigsten bisher richtig nachgedacht haben. Schade ist dann nur, dass der Zuschauer wenig über die Ausmaße der Katastrophe erfährt und auch sonst die Story nur gemächlich dahinplätschert. Einzig gut eingefangen wird die Situation an Bord, denn immerhin befindet sich Schiff samt Crew schon gute 6 Monate auf geplanter Mission. Doch wie gesagt, es startet sehr langsam und das Tempo bleibt auch lange Zeit so. Wirklich überraschende Wendungen gibt es kaum, die Story entwickelt sich wie erwartet und bereits viele Male gesehen. Die große Wende kommt eigentlich erst gut 20 Minuten vor Schluss. Dort nämlich begeht Regisseur Danny Boyle (“28 Days Later”) einen doch recht ungewöhnlichen Genrebruch. Aus einem Sci-Fi-Actioner entwickelt sich ein Horrorthriller und ich für meinen Teil find das eher weniger gut. Im Endeffekt sieht es nämlich so aus als wenn Danny Boyle seine Story damit nochmal gründlich aufbauschen wollte und das auch zu Recht, denn zumindest meine Augen waren gen Ende fast geschlossen. Und trotz der recht ermüdenden Story, so hat der Film doch auch einige Stärken. Zwei große Pluspunkte bei dem Film sind die Optik und der Sound. Für mich war es besonders hart diesen bildgewaltigen Film in einen so kleinen Röhrenfernseher zu quetschen und dann auch noch ohne eine vernünftige Soundanlage. Aber ich kann mir durchaus vorstellen wie imposant er im Kino gewesen sein muss, denn selbst auf kleinem Bildschirm war es doch sehr schön anzusehen was der Brite das so auf die Beine gestellt hat. Also als kleine Empfehlung: Überlegt worauf ihr den Film schauen wollt.
Ein wenig Schade find ich es, dass die psychologischen Aspekte des Kapitäns Pinbaker (Mark Strong - “Der Sternenwanderer”) im Zusammenhang mit der Sonne oder auch das moralische Dilema der Crew in der Mitte des Filmes zu sehr vernachlässigt wurden.

Fazit: Alles in allem rutscht “Sunshine” nur wegen seiner Optik und seinem schönen Soundtrack in die Riege der oberen Durchschnittsfilme. Storytechnisch wär da auf jeden Fall mehr drin gewesen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Boyle zeigt sich bei der Inszenierung äusserst variantenreich, was auch auch daran erkenntlich wird, dass er seinen Darstellern als Vorbereitung neben Sci-Fi-Klassikern wie «2001» und «Alien» auch Filme wie «The Right Stuff», «Das Boot» oder «La salaire de la peur» vorführte. «Sunshine» ist eine brillante Mischung von Versatzelementen aus diesen Filmen, die Boyle und sein Drehbuchautor Alex Garland in ein bündiges Gesamtkunstwerk zusammenfliesen lassen, das auch Anleihen aus Kubricks «The Shining» oder Francis Ford Coppolas «Apocalypse Now» erkennen lässt.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
Sunshine ist unglaublich atmosphärisch, visuell atemberaubend und akustisch fast perfekt. Was ihm dann noch fehlt, ist eine vielleicht etwas weniger langgezogene erste Hälfte. Hätte man das Tempo langsam erhöht, wäre es nicht zu solch einem Bruch gekommen, der dem Film zwar letztendlich gut tut, der mit einer etwas eleganteren Überleitung allerdings auch nicht so plötzlich gekommen wäre.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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3.5Schwach

Wir sind geboren um zu leiden und für die Menschheit unser Leben zu lassen. Inbrünstig wehklagen und zähneknirschen die Helden von der ersten Minute an, wenn sie sich nicht grade weltraumkollernd aufs Maul geben oder stundenlang Techbabble wiederkäuen. Die menschliche Psycho soll hier seziert werden, aber so richtig sympathisch wird einem keine der Figuren und so nimmt man auch ihr Ableben eher teilnahmslos hin. Wenn hier Moral verhandelt wird, dann nur in der inszenatorischen Zahnlücke, die bald darauf wieder einer mittelprächtigen Actionszene weicht.

Das etwas Abstraktes wie das Ende der gesamten Menschheit nicht wirklich fesselt, merkt auch Autor Garland und so zaubert er dann im letzten Akt auch noch einen messerschwingenden religiösen Psychopathen aus dem Hut, der die verbliebenen Schauspieler nach Slasher-Art durchs Raumschiff jagen darf und dabei murmelt er habe Gott gesehen. Wäre der Film trashiger, wäre das vielleicht sogar noch ganz lustig, auch “Event Horizon” war ja wenig mehr als eine aufgejazzte “Spukschloss im Weltall”-Scharade, kam aber wenigstens nicht ganz so bedeutungsschwer daher.

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der cineast

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Genau!


el benko

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fehlende Empathie


Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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1.5Ärgerlich

Danny Boyle verbeugt sich mit seiner verstrahlten, schmal budgetierten Weltraum-Oper vor Klassikern wie Stanley Kubricks 2001er-"Odyssee" und Ridley Scotts "Alien"; doch das Böse bei "Sunshine" ist menschlicher Natur. Und lange Zeit bereitet es nicht nur Genre-Freunden beängstigendes Vergnügen, Boyles Schreckensvision samt der sich einstellenden Konflikte innerhalb der Crew zu folgen. Bis er im ehrenwerten Bemühen zwischen Anspruchs- und Action-Kino in seinem eigenen Lichterballett zu verglühen droht. 107 Science-Fiction-Minuten zwischen Schein und Sein.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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7.0Sehenswert

Boyle hat sich an ein Genre gewagt, in dem es an prägenden Vorbildern nicht mangelt - Stanley Kubricks "2001", Andreij Tarkowskijs "Solaris", auch Ridley Scotts "Alien" -, und es ist ihm gelungen, eine eigene Ästhetik zu finden, ein eigenes Prinzip. [...]

Bedauerlich auch, dass Boyle am Ende zu viel wollte. Er führt eine surreale, pseudoreligiöse Gerichtsinstanz ein, wo er die Menschheit der Selbstzerstörungskraft ihrer eigenen Unzulänglichkeit hätte überlassen können, so wie John Carpenter es in seinem Low-Budget-Debüt "Dark Star" einst getan hat. Trotzdem hat Boyle das Genre um einen Meilenstein bereichert: Er hat den ersten großen Film über die Sonne gemacht, die so noch nie zu sehen war.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

Als ich mir vor gut einem Jahr den Science-Fiction Thriller „Sunshine“ im Kino ansah, war ich doch hinterher einigermaßen enttäuscht, obgleich ich einen recht guten Film gesehen hatte. Das lag einfach daran, dass der Film meiner Meinung nach sehr viel Potential ungenützt ließ, und nach starkem Beginn ebenso stark nachließ. Nun habe ich ihn vor kurzem ein zweites Mal auf DVD gesehen, und mein Standpunkt hat sich nicht wirklich geändert.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

Der Sonne geht die Puste aus, sie verliert immer mehr Energie. Um sie wieder in Gang zu bringen steuern acht Astronauten einen gigantischen Hitzeschild mit einer noch gigantischeren Atombombe zu unserem Stern. Doch sie sind nicht die ersten…

Vor sieben Jahren gab es bereits eine erste Mission, um den ewigen Winter auf der Erde zu beenden. Das SOS-Signal des ersten Raumschiffs empfängt Crew Zwei im Funkloch: durch die starke Sonnenstrahlung ist kein Funkkontakt zur Erde mehr möglich. “Mission unbeirrt durchführen?”, “Erstes Raumschiff ansteuern?” oder “Warum hat die erste Mission eigentlich versagt?” - alles Fragen, die nur Crew allein beantworten kann.

Anfangs war ich recht skeptisch. Zwar gehört Danny Boyle zu meinen absoluten Lieblingsregisseuren (”Trainspotting”, “Kleine Morde unter Freunden”), aber nachdem in den ersten Filmminuten sowohl eine angenehme Computerstimme (”2001″) zu hören als auch ein Holodeck (”Star Trek”) zu sehen war, dachte ich schon, hier folge ein Sci-Fi-Mashup, das alte Ideen nur neu aufbrüht. Doch schnell wurde ich eines besseren belehrt.

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alviesinger: bummelkino

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2.0Ärgerlich

Dieser "Armageddon"-Antipol bietet in der ersten Hälfte zwischenmenschliche Kabbeleien auf einer Raumstastion, dazu noch prachtvoll langweilige Computeranimationen an denen sich Fans der "Space Night" im Bayrischen Rundfunk kaum satt sehen können und verkommt dann zu einem spannungsarmen Space-Slasher mit einem durchgeknallten Sonnenanbeter als Killer. Boyle, wat sollte das denn? Den beiden Posterboys, Yeoh mit Palmengarten-Jahreskarte und der Schmolllippe Byrne kann man nicht ernsthaft die Rollen abnehmen. Hier sollte der Zuschauer dick Lichtschutzfaktor 130 auf die Augen schmieren oder bestenfalls dieses Machwerk universell meiden und lieber im örtlichen Planetarium auf Entdeckungstour gehen.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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5.5Geht so

Die gleißend spektakulären Bilder auf den Kern, den Glutofen unseres Sonnensystems, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um wenig mehr als eine laue Aufwärmung eines anderen Films handelt: nicht von "2001", sondern vielmehr dem Folgefilm "2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen".

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Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa

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6.5Ganz gut

Mit diesem psychedelisch anmutenden Science-Fiction-Thriller präsentiert Boyle eine brillante, menschliche Verhaltensstudie ... Als visuell berauschendes Wunderwerk mit fulminanten Effekten in Szene gesetzt, bietet SUNSHINE sowohl optisch als auch inhaltlich eine ungewöhnliche Expedition in die unendlichen Weiten des Kosmos.

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Kommentare (200) — Film: Sunshine


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ezemeze

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Bewertung0.0Hassfilm

Mann, hab ich mich damals im Kinosessel gewunden! Event Horizon ist da wesentlich besser, was ein solches Sujet angeht...

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elFranzo

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Bewertung9.0Herausragend

Schöne Sci-Fi Perle in meiner privaten Mediathek, die viel zu lange darauf gewartet hat entdeckt zu werden. Klasse Film. Gute Story und gute Charaktere.

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M4chete

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Anfang ist stark und hat tolle Sci-Fi-Atmosphäre. Das Szenario ist zwar nicht besonders glaubwürdig, jedoch werden dadurch die Hoffnung(slosigkeit) an Board und die Schwere der Entscheidungen für den Zuschauer greifbar. Diese Verkettung von menschlichen (Fehl)entscheidungen bringt die Story zunächst vorwärts, diese fängt dann aber leider zu stagnieren und läuft dem tollen Anfang zu wieder. Ausgerechnet die Rolle von Mark Strong, dem wohl begabtesten Mimen des Ensembles, erweist sich als größter Schwachpunkt. Nach anfänglichen Innovationsansätzen wandelt man dann leider wieder auf ausgelutschten Slasherpfaden. Auch das "Einer bleibt zurück und opfert sich" Schema wird ein paar mal zu oft verwendet.
Nach einem etwas pflichtschuldig wirkenden Finale bleiben unterm Strich einige tolle Bilder und ein atmosphärische erste Hälfte. Sci-Fi-Fans können mal eine Sichtung riskieren, Slasher-Fans eigentlich auch.

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Mia_schwein

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Bewertung6.5Ganz gut

fängt stark an, hört schwach auf.
es hätte so viele möglichkeiten gegeben die mission gekonnt an der psyche der mitglieder scheitern zu lassen, oder eine spannende schiff\crew-wechselgeschichte zu erzählen.
nein, stattdessen wird einfach nur der capitan des anderen schiffes verrückt und dreht durch.
und der erinnert einen dann auch noch stark an dr. weir aus 'event horizon'.
schade drum.

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr starker, bildgewaltiger und atmosphärisch dichter Sci-Fi-Thriller, der sich merklich vor großen Klassikers des Genres wie "2001", "Solaris" und "Alien" verbeugt. Die Darsteller sind alle überzeugend, wobei mich Murphy und Evans am meisten positiv überrascht haben.

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SchorschDiego

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich fand ihn gut und war doch enttäuscht. Sunshine ist meiner Meinung nach ein spannender Weltraumthriller, der sein Potenzial aber bei weitem nicht ausschöpft. Mir gefällt die Story, dass ein Team eine gefährliche Mission im Weltall ausführen muss, um die Erde zu retten. Auch wenn das Neuentzünden der Sonne bzw. ein Stern in einem Stern erschaffen durch eine Bombe irgendwie merkwürdig klingt. Darüber kann ich hinweg sehen. Die Crew-Mitglieder, wenn auch sehr stereotypisch, interagieren schön miteinander und ich habe mit Freude auf den ersten Wendepunkt des Films gewartet. Als man dann das Notrufsignal der Icarus 1 entdeckt hat, wow, ich dachte jetzt geht es richtig ab. Der erste Konflikt im Kollektiv und die große Neugier, was man auf der Icarus 1 finden sollte, denn die sollte ja eigentlich verschollen sein…

Und da komme ich zum ersten großen Kritikpunkt. Alles, was irgendwie Spannungspotenzial hat und man richtig gut ausreizen könnte, wird irgendwie total schnell abgekanzelt. Auf einmal war die Crew auf der Icarus 1. Hier hätte man richtig Spannung aufbauen können. Das verschollen gegoltene Raumschiff ist gefunden worden! Eventuell gibt es sogar Überlebende! Ich würde vor Neugier platzen. Diese Chance wurde meiner Meinung nach verpasst…

Auf einmal war der Captain der alten Crew (Pinbacker) auf der Icarus 2. Dieser Schock, diese Wendung hätte man auch besser ausschlachten können. Die religiösen Gründe Pinbackers? Auch nur beiläufig erwähnt. Das Ausmaß oder die Vorgeschichte der Katastrophe? Nur kurz angerissen. Die Zeit, in der sich der Sci-Fi-Thriller zum Horrorthriller wird (Die Jagd des alten Captains des Icarus 1) geht auch sehr schnell vorüber und Szenen, in denen Pinbacker wirklich agiert, gibt es auch kaum zu sehen. Insgesamt zu viele Ansätze, die nicht vollständig entfaltet wurden. Auch wenn mir das alles nichtsdestotrotz gefallen hat, finde ich, hätte man es besser machen können. Und mit 107 Minuten ist der Film auch nicht gerade lang, also wäre Platz für mehr Details und Spannungsaufbau durchaus vorhanden gewesen.

Gerade weil vieles so plötzlich oder schnell kommt, fehlte auch eine gewisse Charaktertiefe. Bis auf „Capa“ und „Mace“ wirkten alle anderen recht farblos. Zu den wenigsten bekommt man einen wirklichen Zugang oder entwickelt großartig Sympathie. Wenn jemand stirbt, okay, akzeptiert! „Wie hieß der Tote nochmal? Keine Ahnung…“ Und das sollte man als Zuschauer eigentlich nicht so einfach hinnehmen. Die Schnelligkeit und Knappheit der Story/Szenen hatte auch zur Folge, dass ich hier und da mal etwas orientierungslos war. Ein Vorredner hat es treffend beschrieben: „Ich kapiere nicht mehr, wer wo und warum is.“ Genau dieses Gefühl hatte ich auch viel zu oft.

Der Film enthält aber eine Passage, die zu den besten gehört, die ich seit langem gesehen habe. Als „Capa“ alleine die Bombe zünden muss und in dem schweren Raumanzug noch zur anderen Station rüber „fliegen“ muss. Im Hintergrund läuft Murphys 'Adagio In D Minor' (was einfach ein universell einsetzbarer und unfassbar geiler Soundtrack ist) und die ganze Dramatik, der ganze Überlebenskampf wird auf einem Schlag so deutlich spürbar. Das war einfach die perfekte Symbiose aus Musik und Bild. Allein diese Szene hat den gesamten Film noch einmal aufgewertet.

Sunshine ist für mich ein Sci-Fi-Thriller im All, der als geeignetes Gegenstück zum gefeierten Gravity herangezogen werden kann. Überlebenskampf, Spannung und Dramatik sowie Symbiose aus Musik und Bild sind (meiner Meinung nach) um Längen besser als bei Gravity. Da kann Gravity meinetwegen realistischer und tollere 3D-Bilder haben, das ist mir völlig egal.

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djstoewi

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Bewertung9.0Herausragend

Extrem stylisher und flashiger Science Fiction Leckerbisse. Der Film lebt von seiner Athmosphäre auch wenn die Handlung stellenweise stockt

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RoboMaus

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Bewertung4.5Uninteressant

'Sunshine' wirkt auf mich überkonstruiert, statisch und ziemlich absurd. Ständig flimmern goldgelbe Gesichter, Bilder der Sonne und von ihr angestrahlte Objekte bedeutungsschwanger über den Bildschirm, doch die Story ist eher konfus und kommt kaum voran. Die Atmo erinnert etwas an 'Event Horizon', aber 'Sunshine' ist Lichtjahre von dem intressanten Plot und der Spannung von EH entfernt. Geplätscher in goldgelb.

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viewer

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Bewertung5.0Geht so

Die recht klassische Wir-müssen-die-Welt-im-Weltall-retten Prämisse funktioniert Spannungstechnisch ganz gut. Für meinen Geschmack gibt es etwas zu viele von den - leider eben auch sehr klassischen -. Momenten, in denen es innerhalb der Crew darum geht, wer sich opfert: zwei müssen raus, um den Schirm zu reparieren, aber dann wird klar, nur einer kann zurück; sie sind auf dem anderen Raumschiff, aber durch eine defekte Schleuse kann man nur mit einem Raumanzug zurück gelangen. Leider gibt es nur einen, die anderen müssten sich also opfern. Dann finden sie doch noch einen Weg, aber: einer muss die Schleuse von Hand öffnen und kann somit nicht mit rüber. Es muss sich also einer opfern. Dann wird klar, dass der Sauerstoff nicht reicht. Einer muss sich noch opfern...
Aber gut, trotz diesen und anderen Kleinigkeiten ist der Film spannend. Doch leider übertreibt es der Film irgendwann mit seinen expressionistischen und mitunter psychodelischen Bildern, wirren Schnitten und seltsamen Standbildern. Bei Zweikämpfen oder den Außenmissionen am Raumschiff geht für mich somit die Geographie verloren. Ich kapiere nicht mehr, wer wo und warum ist. Gerade im Showdown verliere ich den Verlauf der Szene komplett.
DEN EINZIGEN AHA-MOMENT HATTE ICH BEIM ABSPANN. REGIE: DANNY BOYLE! ALLES KLAR. DAFÜR WAR DER FILM ERSTAUNLICH ERTRAGBAR!

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Ener

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Bewertung7.0Sehenswert

Da tue ich mich sehr schwer dran. Zum Teil packende Szenen in großartigen Bildern. Visuell, zumindest technisch, gar nicht so weit weg von Gravity, man könnte meinen, einige Ideen zur bildlichen Umsetzung wurden in Sunshine geboren. Die Story, mal so mal so. Zur Sonne reisen und da ne Bombe reinwerfen, nehme ich erstmal weniger ernst. Ein altes Schiff finden hat einen atmosphärischen Reiz der ausgekostet wird. Die Lückenfüller und der Ausgang, ein Großteil des Feinschliffs, wirken teilweise wie ein Alibi, um die Bilder so zu zeigen wie man es gerne wollte. Eigentlich fand ich den Film eher doof, ähnlich wie Event Horizon. Im Gegensatz zu EH gefiel mir was ich sah aber zum Teil richtig gut. Was die Schwächen zum Teil überwiegt, hat einfach Spaß gemacht zu Schauen. Und das ist wichtig.

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Kai_Asmus

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Bewertung7.5Sehenswert

Event Horizon für Arme. Und doch hat er mir gefallen. Ist sehr düster und extrem atmosphärisch. Aber der Realismus versagt auf ganzer Linie. Die wollen einen Stern, der eine Million Erdmassen hat, mit einer Atombombe wieder in Gang bringen. Das ist genauso als würde man versuchen einen Hochofen mit einem Judofurz wieder in Gang zu bringen. Aber deswegen gehört der Film ja zur Science Fiction. Zudem mag ich Cillian Murphy.

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pischti

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ein Judofurz kann Berge versetzen! :D


BenAffenleck

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Direkt ins Gesicht kann man dann schon mal liegen bleiben...


HulktopF

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

visueller und tontechnischer trip mit einem umwerfenden soundtrack.
dieser film hat eine ziemlich bizarre prämisse.. und der fokus liegt auf dem setting... ich würds fast als anti 2001 setting bezeichnen, zerspringende körper blut und hautfetzen sind hier keine seltenheit und mit einem visuellem stil gepaart der das erlebte noch ne stufe zu steigern vermag.leider wird am anfang nicht klar was eigentlich der hauptteil ist und so muss man sich ersteinmal hineinsehen und nachdenken was überhaupt gezeigt wird, warum dieser pasting-wechsel geschieht und was uns das ganze überhaupt sagen will. wenn man drin ist erlebt man einen ganz großartigen thriller der von schwachsinnigen disasterflicks wie the core startet und dann zu einem event horizon transformiert. interessant in seinem werdegang und gut gespielt. sehenswert

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capracan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jetzt schon das 5. mal gesehen und er ist immer noch sehr bewegend, realistisch und mitreißend, bis auf winzige Szenen die mir noch ein kleines Rätsel sind. Wie der Sinn vom kurzen einblenden der Crew von Icarus 1 und der komische "Toastbrot-Mensch" der für Unruhe sorgt, macht den Film etwas zu sehr mysterisch und behält somit nicht den realistischen Touch, der lange angehalten hat und eher sehenswert ist.

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Kai_Asmus

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Toastbrot-Mensch! Geile Wortschöpfung! :-)


wertikaner

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Ich fand den "Toastbrotmenschen" :D wie du ihn nennst okay, ich interpretierte ihn als Symbol dass wir Menschen uns nie einig sein werden und uns selbst bei der Entwicklung im Weg stehen und es nie Einigkeit zwischen allen Religion etc.. geben wird..und der Fanatismus die Welt zerstören will (egal wie dieser ausgelöst wurde oder in welcher Form er besteht)..

Wenn man denn "Toastbrotmenschen weggelassen hätte, hätte man vielleicht mehr den Epischen Konflikt zur Verhinderung der Zerstörung der Menschheit in den Vordergrund rücken können.

Ich denke der Regisseur wollte irgendwie die Brücke bauen zu Gott,Schöpfung, der Nemesis und das im ganz großen Kontext verstanden haben..nur dass wenn man zuviel nachdenken muss geht halt das Emotionale etwas verloren..hätte er evtl mit mehr Symbolik machen müssen.


Maxsson

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Bewertung7.0Sehenswert

Gewaltige Bilder und die epische Musik John Murphys tragen diesen Film. Die Handlung finde ich etwas zäh. Für die 7 reicht's.

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Herautos

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme den ich je gesehen habe, vor allem durch diesen Hammersoundtrack. Hat eigentlich 20 Punkte verdient, aber geht leider nur bis 10.

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AdPauli

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Bewertung9.0Herausragend

Verwirrende Mischung aus Sci-Fi und Horror. Trotzdem feuriges Ende.

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Kai_Asmus

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Wie Event Horizon!


robin.dean.716

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Damals im Kino war ich schon von der schieren Bildgewalt von 'Sunshine' überwältigt, die Sonne selber, die Atmosphäre, die kleinen Effekte hier und da, die Spannung aufbauen, ohne lächerlich zu wirken.
Sicherlich gibt es hinsichtlich der Logik einige Ungereimtheiten, aber in welchem ScyFy streifen gibt es die nicht...

Auch die Zeichnung und Darstellung der Charaktere überzeugt fast durchgängig, beeindruckend, wie Todessehnsucht entstehen kann.

Über die Jahre habe ich diesen Film immer wieder gerne gesehen und es ist bedauerlich, dass ihm so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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Smiyax

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Bewertung6.0Ganz gut

Schönes Design und starke Atmosphäre. Leider machen das unausgegorene Charaktere und klaffende Logiklücken wieder wett. Dabei hätte es gut werden können ...

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Mr.Joshua

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Bewertung9.0Herausragend

Kurz, Super Film. Tolle Bilder und super Soundtrack: Sunshine (Adagio in D Minor) von John Murphy.

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StevenStone

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Bewertung4.0Uninteressant

Es fühlt sich so an als wird man mitten in den Film geschmissen. Die Story muss man sich irgendwie selbst zusammenbasteln und die Charaktertiefe lässt meiner Meinungs nach stark zu Wünschen übrig.. Also ich habe keinem der Opfer hinterhergetrauert und was soll dieser komische Teufel am Ende ?? Einfach nur unnötig und im gesamten das Potenzial verschenkt. Schade

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Bigburgy

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Du musstest dir die Story selbst zusammenbasteln? Was war daran so kompliziert? Sonne geht aus, die wollen ne Bombe rein werfen um sie wieder anzumachen:D
Was die Charaktertiefe angeht: Ich hab auch keinem hinterhergetrauert, aber das ist auch nicht gewollt. Es geht um diese depremierende Atmosphäre, die Darstellung der Sonne als ein so rießen großes unschlagbares "Monster". Dazu der geniale Soundtrack.
Da muss man einfach eine Gänsehaut bekommen, wenn nicht dann hat man sich den Film warscheinlich aufm Notebook angeschaut mit 128kbs Audiospur, das geht natürlich garnicht bei dem Film. Da er nunmal fast nur auf diese Dinge aufbaut.
Story: 2/10
Charakter: 4/10
Atmosphäre: 20/10
Gesamt: 10/10



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