Sunshine - Kritik

Sunshine

US/GB · 2007 · Laufzeit 107 Minuten · FSK 12 · Katastrophenfilm, Science Fiction-Film, Thriller · Kinostart
Du
  • 7

    Als ich "Sunshine" zum ersten Mal sah kam er frisch in die Videotheken und da fand ich den Film zu abgehoben und wirr. Ich konnte einfach nichts damit anfangen.

    Als ich ihn gestern noch einmal sah änderte sich meine Meinung zum Film doch sehr. Er ist zwar immer noch recht wirr zum Ende hinaus, aber ich kann die gesehenen Bilder nun besser einordnen. Die Atmosphäre vom Film ist unglaublich dicht und bedrückend. Die Ängste der Besatzung ist sehr gut in Szene gesetzt. Die Bilder sind teilweise atemberaubend schön. Durch diese Punkte und auch durch den fantastischen Soundtrack von John Murphy bekommt der Film seinen ganz eigenen Wiedererkennungswert.

    Toll inszenierter SciFi Film mit einer dichten Atmosphäre, der aber gegen Ende vom Zuschauer so einiges an Vorstellungsvermögen abverlangt.

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    • 6

      Die ersten 2/3 des Films sind ne 8 oder 9 Wert,
      leider bricht der film dann komplett, 3-4

      Also im durchschnitt noch ne 6

      • 8
        RedMoon-1973 21.05.2017, 19:13 Geändert 21.05.2017, 19:20

        Plot:
        Die Sonne stirbt, die Erde leidet unter einem solaren Winter. Eine Expedition die zur Sonne geschickt wird, soll mithilfe einer nuklearen Reaktion die Kraft der Sonne wiederherstellen.

        Pro:
        phantastische Bilder
        Phantastischer Soundtrack
        packende Handlung
        Sehr gute Darsteller
        tolle Kulissen

        Contra:
        Spannungseinbruch nach ca. 1,5h

        Fazit:
        Ich sehe den Film nun zum zweiten mal und plötzlich merke ich wieder, wieso ich diesen Film aus dem Sinn verloren habe. Es ist das letzte Drittel.

        Für die ersten zwei Drittel hat der Film von mir eine 9-10 verdient. Danach verfällt der Film von einem wissenschaftbasierten Sci-Fi Abenteuer in einen düsteren Psycho-Gore-Horror-Thriller mit übernatürlichen Elementen, die sehr stark an Event Horizon erinnern und einfach nicht ins Geschehen passen. Es wirkt einfach absolut fehlplatziert. Man wird plötzlich aus der eigentlichen Handlung herausgerissen, katapultiert in eine Art 80er-Hellraiser-Horrorwelt und wünscht sich sehnlichst, dass das ein Ende hat, um zu sehen, ob die Crew die Sonne retten kann. Am liebsten hätte ich diese Elemente komplett herausgeschnitten. Zum Glück sind sie nicht sehr lang.

        Abgesehen davon hat man hier einen Film mit phantastischen visuellen Effekten vor sich, der sich zudem mehr oder weniger tiefgründig mit der menschlichen Psyche beschäftigt: "...würdest du dich opfern um die ganze Menschheit zu retten?"

        Die Bildersprache erinnert stark an Interstellar und müsste ich beide bewerten, würde Sunshine für mich das Rennen machen.

        Als i-Tüpfelchen bekommt man von John Murphy (Kick Ass, 28 Days Reihe) mal erneut einen phantastischen Soundtrack spendiert, der mich diesmal stark an Oblivion von M83 erinnert (wobei Oblivion später kam).

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        • 7

          Man wird an Event Horizon erinnert und auch ein Nachfolger, Europa Report, kommt mir unweigerlich ins Gedächtnis. Ein Problem dieses Filmes ist seine Zweiteilung:

          -Spoiler beginn-

          der erste, wesentlich längere Teil handelt von der Reise zur leuchtschwachen Sonne. Dieser Erzählstrang wird durch den Umweg zum alten Raumschiff erweitert, was noch immer gut miteinander harmoniert. Die Erkundung des ersten Schiffes ist spannend und man hat so einige Ideen wie die Handlung sich weiter entwickeln könnte...aus diesen Gedanken wird man abrupt gerissen, als die Handlung von einer Enzeit-Sci-fi-Atmosphäre in einen medizinisch klar unrealistischen Nightmare-on-milkyway-Actionhorror umschlägt. Mit dem einfachen Gedanken eines "och nöööö...." sieht man dann, wie der Film in turbulenter Actionhandlung all das verspielt, was in den ersten 2/3 des Films muehsam aufgebaut wurde.

          -Spoiler ende-

          Schade, da wäre mehr drin gewesen, hätte man den ersten Teil der Handlung einfach atmosphärisch fortgesetzt.

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          • 7

            Wie schon viele hier vor mir bin ich beeindruckt von den Bildern und der Atmosphäre des Films. ABER der Schluss ist dann wirklich nicht mehr passend zum Ablauf des Geschehens.
            Nichts gegen Überraschungen oder Wendungen in einer Story aber hier passt es nicht zusammen. Da war eine "8" drin.

            1
            • 6

              Danny Boyle, was war das, nicht aufgepasst in theoretischer oder elemetarer Astrophysik oder wer war dein Berater? Ohne Zweifel tolle Bilder aber die Logik speziell Sonne/Bombe/Freddy Krüger eine Katastrophe. Nähere Erläuterungen hinsichtlich des Plots unter Lesch Kosmos oder Alpha Centauri. ;-) Die Cutterfrequenzen erinnerten mich stark an ein Musikvideo. Apropo Musikvideo, der Soundtrack des Films inklusiver Abspann, TOP. Schöner Fantasy-Horrorfilm mit einem Hauch von Science Fiction.

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              • 6
                Naxx 04.02.2017, 13:27 Geändert 12.02.2017, 13:50

                Also ich liebe Sci- Fi-Filme und besonders die mit Horrorelementen. Vom Konzept des Filmes war ich schon begeistert, aber hier hat man sich selbst ins Bein geschossen. Die Effekte waren ab der 2. Hälfte hart überdreht und den großen Showdown fand ich total an die Wand gefahren. Richtig schlecht.

                Dabei lief der Film so gut an. Packender Überlebenskampf im Weltraum mit stimmiger Kulisse und tollen Bildern. Die Crew fand ich ok ( Chris Evans, naja, dafür fand ich Hiroyuki Sanada toll besetzt ) und den Schwung zum Psycho- Horror fand ich eigentlich richtig cool. An manchen Stellen konnte mich Sunshine überzeugen, aber dann verstolpert sich der Film doch in manchen Szenen ( sei es Logik, Dialoge usw. ) und lässt mich den Kopf schütteln. Lieber Event Horizon anschauen.

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                • 9

                  Danny Boyle ist ein Regisseur, der entweder richtig in die Scheiße greift (Trance, 28 Days Later) oder ein ganz großartiges Werk abliefert (127 Hour, Steve Jobs).

                  Sunshine gehört zu letzterem und überzeugt durch Optik, Score, Handlung und seinen Cast. Fantastisch!

                  Drehbuch kam übrigens von Alex Garland, den viele erst später durch Ex Machina kennen gelernt haben.

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                  • 5 .5

                    Hat mich Jetzt nicht gerade vom Hocker gehauen.....
                    Der Film macht optisch eine unfassbar gute Figur, da gibt es Bilder zu sehen die sind einfach nur atemberaubend.
                    Das reicht allerdings bei weitem nicht um einen guten Film zu machen.
                    Die Story absolut nichtssagend, Umsetzung aufgrund dämlicher Dialoge mehr als gescheitert und dann wo ist bitte die Charakterentwicklung geblieben????
                    Absolute Fehlanzeige.....
                    Konnte weder mitfühlen, noch hat mich der Film emotional getroffen.
                    Alles was bleibt sind fantastische Bilder mit guten Schauspielern in einem sehr schlechten Drehbuch.

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                    • 7 .5

                      Filme dieser Art werden viel zu selten gemacht. Dieser hier, strahlt eine schöne und subtile Mystifizierung der Sonne aus. Einem Stern so nahe zu kommen muss einfach sehr komplizierte fast schon religiöse Gedanken verursachen.

                      Zum augenscheinlich polarisierendem Ende: Je näher die Crew dem "Sonnen-inneren" kommt desto "verrückter" wird das ganze. Am Ende ist es dann mehr und mehr Fantasterei. Zwar kursieren im Netz die ein oder anderen Theorien dazu aber dies bleibt am Ende dann doch dem Zuschauer überlassen für wie ernst er das ganze nimmt.

                      Gute Science Fiction war im Kino schon immer schwer zu kriegen, also nehmen was man kriegen kann oder !? Fragwürdiges Ende hin oder her.

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                      • 6

                        Dürfte sich ziemlich mit der Bewertung decken, die ich damals beim Kinostart gegeben habe, interessante Ansätze, sehr beeindruckender Score, der den Film in den besten Szenen grandios unterstreicht. Aber leider auch ziemlich öde Charaktere , nervige Dialoge, Längen und die Wendungen gegen Ende waren auch nicht 100 Prozentig stimmig.

                        • 5 .5

                          Chance vertan, schade. Die ersten ca. 70 Minuten beginnen recht vielversprechend und wecken Hoffnungen auf einen mindfuckartiges Ende. Was sich jedoch im Schlussdrittel abspielt, spottet jeder Beschreibung. Ich will hier nicht unnötig spoilern, deshalb gehe ich nicht weiter auf die Handlung ein. Aber nach dem recht guten Beginn hätte ich schon einen etwas ambitionierteren Schluss erwartet - auch wenn ich schon vorgewarnt war, dass er nicht besonders gut sein würde...

                          Auf der Habenseite kann der Film dafür seine düstere Atmosphäre sowie wie durch die Bank guten (und größtenteils mittlerweile auch sehr namhaften) Darsteller verbuchen. Alles in Allem ist "Sunshine" ganz okay, recht viel mehr aber auch nicht.

                          • 0

                            ***SPOILER***
                            Ich halte Danny Boyle für einen fähigen guten Regisseur, jedoch bei SUNSHINE hat er voll in die Scheiße gegriffen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich angepisst ich nach dem Film aus dem Kino gegangen bin. An sich war der Film für's Genre, für's Production Design, für die Visuals und das Casting nicht schlecht, jedoch war der Schluß des Filmes derart unsinnig und grenzdebil, dass es einem alles andere vorher madig gemacht hat. Schade! Aber defnitiv nicht zu empfehlen!

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                            • 9

                              Mein Fazit:

                              Ein atemberaubender Film, ich kann es nur so sagen. Die Story ist sowohl originell als auch realitätsbezogen. Das ausgerechnet Alex Garland das Drehbuch geschrieben hat, hat bei mir ein erstauntes „Oh“ entgleiten lassen.

                              Von Anfang an spielt der Film im All. Die Special Effects, die Computer-Animation und die Idee und Ausstattung (inklusive des liebevoll sprechenden Computers) sind so optimal abgestimmt, das ich überhaupt keinen Zweifel daran habe, das es tatsächlich mal so sein könnte. Als der Board-Computer selbstständig die Kontrolle über das Schiff nahm, mußte ich bei dem darauffolgenden Dialog zwischen Computer und Crew schmunzeln. Ein sehr eigensinniges System *smile*

                              Die Schauspieler sind bis auf zwei (Chris Evans und Cillian Murphy) gänzlich unbekannt. Dennoch zeigen sie alle eine Top-Leistung und ich bin mir sicher, das dieser Dreh selbst für erfahrene Schauspieler eine große Herausforderung gewesen wäre. Toll umgesetzt, die Geschichte!

                              Aber es gibt auch ein paar Kritikpunkte. Ich persönlich denke, das Menschen mit psychischen Störungen sehr wohl überlegen sollten, sich diesen Film anzusehen. Denn er fordert auch vom Zuschauer einiges ab. Die visuellen Effekte können -meiner Meinung nach- bei einem labilen Menschen schon Anfälle auslösen! Und zwischendurch wirkte die Geschichte etwas unglaubhaft. Es verlief dann ins Unnatürliche, wobei der Rest des Films authentisch wirkte!

                              Alles in allem ein tolles Kino-Erlebnis.

                              Anmerkung: Die Rezension stammt vom 03.04.2008.

                              • 3

                                Ja ja ... "Event Horizon" lässt grüßen.

                                • 7

                                  Gerade eben angeschaut den Streifen.
                                  Ich muss sagen dass mir der Film bis zu dem Moment, als Herr Strong die Bühne betritt, eigentlich locker ne 8+ -Wertung wert gewesen wäre... Aber diesen Bruch in der Storyline empfand ich als zu krass und irgendwie passt er auch nicht so wirklich zum Filmaufbau bis dahin.....Erinnert echt zu arg an Event Horizon - leider . Soll jetzt echt nicht bös klingen, Event H. ist ein sehr guter Film, aber Sunshine hat einen völlig anderen Ansatz und irgendwie passt es mit dem "geläuterten" Strong gegen Ende halt net so ganz.....Meine Meinung.
                                  Ansonsten fand ich die Besetzung sehr passend und visuell ist der Streifen sehr, sehr gelungen und hoch beeindruckend, wie ich finde. Im Kino war der Film sicherlich ziemlich atemberaubend.....Dafür hab ich den Mist mal studiert - und jetzt gammel ich hier auf der Erde rum... ;-))))

                                  Grüße aus dem schwarzen Wald,
                                  thorfynn aka Heavy aka Michael

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                                  • 3 .5

                                    Das war ja wohl nichts. 'The Core' trifft 'Event Horizon'.

                                    *Spoiler*

                                    Oder mit anderen Worten, beknackte Handlung ohne Zuhilfenahme von Logik oder Physik trifft gegen Ende auf einen verrückten irren mit (scheinbar) übermenschlichen Kräften, der den Untergang aller will. Na toll. Charaktere werden angerissen, handeln zutiefst irrational und unmotiviert, dann sind sie tot und man weiß auch nich, was das gerade sollte. Schade, dabei hatte der Film ganz gut angefangen, war sich dann aber leider völlig The Core mäßig für keinen Quatsch zu schade. Aber wenigstens den Zünder noch rechtzeitig aktiviert, bevor man in die Sonne fliegt, damit spaltbares Material an einen Ort gelangt, der seine Energie aus Kernfusion generiert. Naja gut.

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                                    • 7 .5

                                      Leider wirkt der Film gegen Ende etwas...überzogen. Starke Bilder, ein guter Soundtrack, ein überzeugender Cast und viel Spannung. Leider wurde auch viel Potential verspielt.

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                                      • 6
                                        TheMadHatter 04.12.2015, 11:08 Geändert 04.12.2015, 11:57

                                        "Sunshine"
                                        (Achtung Spoiler!)

                                        Die Sonne stirbt und die Erde ist in einer Art Eiszeit gefangen. Ein mutiges Team von Wissenschaftlern und Astronauten begibt sich auf die lange Reise zur Sonne in einem Raumschiff, im Gepäck eine gigantische Atombombe, die das Fusionsfeuer der Sonne neu entfachen und die Erde retten soll.
                                        An sich eine interessante Ausgangslage. Optisch gesehen ist der Film toll umgesetzt: man bekommt die eisige, leere Welt des Alls, die eingesperrte Crew in ihrem Raumschiff und die gewaltige Sonne, die alles in den Schatten stellt, zu sehen.
                                        Die Stimmung ist teilweise recht düster und wird von einem passenden Soundtrack gut unterstützt. Wissenschaftlich gesehen hat der Film leider einige Mängel aufzuweisen.
                                        Was mich auch noch ein Bisschen gestört hat, war, das die ganze Mission von vorne herein sehr improvisiert und etwas unprofessionell wirkt. Immerhin sollen an Bord einige der besten Köpfe der Wissenschaft sein. Dafür verhalten sie sich in Stresssituationen aber ziemlich panisch und leichtsinnig.
                                        Insgesamt aber ein spannender Film mit ein paar (für die Crew) überraschenden (für den Zuschauer recht vorhersehbaren) Wendungen.

                                        Cillian Murphy überzeugt in der Hauptrolle, doch manchmal hätte ich mir noch mehr Emotionen in seiner Darstellung gewünscht. Er wirkt schon am Anfang ziemlich pessimistisch und leicht phlegmatisch. Aber das sollte vermutlich auch so werden.

                                        Bewertung: 6/10 (ganz gut)

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                                        • 1

                                          ??? Also wenn dass ein Film ist, weiss ich nicht, was ich bislang gesehen habe :-(

                                          • 7 .5

                                            Sunshine ist für das relativ geringe Budget ein ziemlicher Beeindruckender Eintrag ins Sci-Fi-Genre. Ein vielseitiger Direktor und talentierte Schauspieler zeigen wie eine solche Extreme Situation auf die Psyche drücken kann, unterstrichen von einem tollen Soundtrack. Die Effekte sehen wunderschön aus und brauchen sich nicht vor Riesen-Blockbustern zu verstecken.
                                            Das Szenario und die Charakter wirken allen glaubhaft, sodass man wirklich gefesselt ist. Das Alles nimmt allerdings eine scharfe Wendung in der letzten halben Stunde als plötzlich ein so idiotischer Plot Twist passiert, dass man mein meint man schaue gerade einen anderen Film. Die Kamera und seltsame Filter stören dabei auch.
                                            Faszinierender Sci-Fi-Film, der sich nicht vor großen Genrekollegen verstecken muss, aber mit sehr schwachem 3. Akt.

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                                            • 7

                                              ich kann mich an keinen anderen film erinnern der so stark verläuft, und dann kurz vor ende sich so krass selbst nach unten zieht.
                                              habe den film mit meiner mutter geguckt, gegen ende dann in meinem kopf: "hab ich was verpasst? habe ich ne szene geguckt aber sofort wieder komplett vergessen?hatte ich einen schlaganfall?.." , 5 sekunden später fragt meine mutter mich orginal: " hab ich was verpasst?.:"

                                              wären filme superhelden, wäre sunshine hulk mit amputierten füssen.

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                                              • 7

                                                *VORSICHT: SPOILER*

                                                Optisch, akkustisch und auch thematisch Top-Science/Fiction, ohne Frage. Aber leider stimmt so einiges bei der Logik nicht so ganz. Es soll die Welt gerettet werden, aber das Wissenschaftler- und Astronautenteam verhält sich in viel zu vielen Krisenmomenten derart unprofessionell, dass die Frage durchaus berechtigt ist, welcher geistiger Tiefflieger für deren Rekrutierung verantwortlich ist. Einige Katastrophen im Film werden ja garadezu von den Figuren selbst meist sehr leichtfertig herbei provoziert.

                                                Beispiele:
                                                - Ein Crewmitglied bemerkt, dass bei der Winkeländerung zur Schattengewinnung einige Schiffsteile von der Sonne verbrannt werden könnten, worauf die Pilotin einfach so sagt, die werden doch eh nicht gebraucht. Also wenn ich Millionen Km weit weg von der Erde in Sonnennähe im Weltall schwebe, möchte ich schon in einem voll funktionsfähigen und unbeschädigten Schiff fliegen wollen. Die Pilotin rechtfertigt diese Entscheidung, indem sie soviel wie MÖGLICH Schatten gewinnen wolle. Klüger wäre es wohl gewesen, woviel Schatten wie NÖTIG zu gewinnen und dafür das Schiff unbeschädigt zu halten.

                                                - Das dabei durch die Hitzeerzeugung im Schiff der überlebenswichtige Sauerstoff-garten abfackelt vernimmt man erst, als es schon längst zu spät ist. Ja haben die keinen Feuermelder im Gewächshaus? An dieser Stelle möchte Michelle Yeoh die Schleusen zu dem voll in Flammen stehenden Garten öffnen lassen und gefährdet so die anderen Schiffssegmente und Menschenleben. Den Typ, der ihr das untersagt nennt sie dankenswerterweise ein Arschloch.

                                                - Das weltrettende Schiff scheint überhaupt geradzu zu Sabotage einzuladen. Keiner kommt auf die Idee, die Verbindungsschleuse zu IKARUS I zu beaufsichtigen oder zumindet über ein Alarmsystem zu sichern. Sie kann einfach mal so gesprengt werden. Die vier Besatzungmitglieder, die zu IKARUS I übergegangen sind haben natürlich keine Raumanzüge angezogen und schauen in die Röhre.

                                                - Keiner stellt sich die Frage, warum die Schleuse explodiert ist. Scheinbar ist das normal, wenn man sie benutzt.

                                                - Nachdem auf IKARUS I eine Aufzeichnung des offensichtlich wahnsinnig gewordenen Captains gefunden wurde, kommt niemand auf die Idee, dass dieser vielleicht noch am Leben sein könnte. Immerhin hat das Schiff ja noch ein voll funktionierendes Lebenserhaltungssystem samt voll blühenden Sauerstoffgarten.

                                                - Michelle Yeoh bemerkt, dass der Sauerstoff für die Mission noch reichen könnte, würde nur eines der fünf überlebenden Crewmitglieder zuvor sterben. Als man unmittelbar darauf den zur Exekution vorgesehenen Crewmen mit aufgeschnittenen Pulsadern auffindet, stellt sich keiner die Frage, warum der Computer den Sauerstoffverbrauch immer noch für fünf Personen berechnet hat. Sogar bei mir ist an dieser Stelle sofort ein Licht angegangen. Aber bei den Wissenschaftlern vergeht erst einmal kostbare Zeit bis Capa drauf kommt.

                                                - Natürlich informiert Capa keinen der Anderen über seinen Verdacht, so das diese allein und völlig unvorbereitet auf den irren Widersacher stoßen. Tolles Teamverhalten.

                                                Weil ich ein Science/Fiction-Fan bin und ich auch bloße Versuche für intelligentes SiFi-Kino positiv dotiere, gebe ich SUNSHINE noch gnädige 7 Punkte, mein Mauszeiger hat aber zuvor schon sehr lange auf 6 bis 6.5 verweilt.

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                                                • 6 .5

                                                  Optisch gesehen ist dieser Film erste Sahne. Wirklich tolle Effekte und beeindruckende Bilder machen dieses Werk von Danny Boyle zu einem Erlebnis. Bis zu einem gewissen Punkt hat mir die Story auch gefallen. Genauso wie Cillian Murphy, Chris Evans und Michelle Yeoh die hier als Raumfahrer überzeugen. Nur leider nimmt der Film in der letzten halben Stunde einige Wendungen mit denen ich mich nicht so recht anfreunden konnte. Es scheint als wurde die eigentlich gute Story nicht richtig zuende gedacht. Weshalb der Film aufgrund des weniger gelungenen Endes nicht der ganz große Wurf ist.

                                                  10
                                                  • 5 .5

                                                    Ei ei ei.. ei ei eieiei..
                                                    Für mich, Physik und Logik liebend, ist allein schon der Aufhänger Haar sträuben!!..
                                                    So toll und drastisch die Optik ist - so ist die Logik das genaue Gegenteil..

                                                    Kleines Beispiel mit spuren von *SPOILER* ..

                                                    - auf der Erkenntnis von dem Team das sie einen töten müssen, um genügend Sauerstoff zu haben um die Bombe abzuwerfen, wird festgestellt dass das wahrscheinlich ebenso dem ersten Team ergangen sein muss..
                                                    Nur irgendwie wird hier die Tatsache weggelassen, dass das alte Schiff eine florierende Flora in der Herstellung von Sauerstoff besitzt.. lol

                                                    Genauso schlecht ist, das nicht wirklich gezeigt wird was nun mit XOXO passiert und so - bei der Öffnung, wo ihm die Japanerin ins Visier knallt..

                                                    *SPOILER ENDE*

                                                    Allein schon die idiotische Idee, das eine Bombe die verbrauchte Energie/Rohstoff wieder auffüllt - ist eigentlich schon mit ner Himbeere zu belohnen..

                                                    So ein Schmarn...

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