Man of Steel - Kritik

Man of Steel

CA/GB/US · 2013 · Laufzeit 143 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Science Fiction-Film · Kinostart
  • 6

    Wohl der beste Superman Film, Cavill kommt der Rolle schon ziehmlich überzeugend rüber.
    Die erste hälfte des Films überzeugt sehr, man wird schön in die Thematik eingeführt. Auch flashbacks in die Kindheit von Clark passen gut in das gesammt Bild und verdeutlichen den inneren zwist von Superman.
    In der zweiten Hälfte scheppert es dann, aber richtig. Wobei der "Endkampf" dann doch sehr übertrieben ist...

    Aber dennoch sehenswert, dafür das ich Supermann als den wohl langweiligsten Superhelden finde wurde ich gut unterhalten.
    Da stört selbst die Laufzeit von 2,5std nicht.

    • 6

      Vorweg! Henry Cavill ist der sicher bisher beste Supermann-Darsteller! Der Film selbst ist Anfangs durchaus interessant, verflacht aber mit Fortdauer bis es am Ende eigentlich nur noch kitsch ist.

      • 7 .5

        Selbst aus so einem undankbaren Stoff wie Superman, dem langweiligsten Superheld überhaupt, macht der gute Zack noch einen sehenswerten Film. I should've known! Und dass das Kostüm immer noch lächerlich aussieht, dafür kann er ja nichts. :D

        6
        • 8

          Lieber Man of Steel,
          Du bist klasse.
          Besonders wenn die beiden Typen in der Stadt kämpfen und alles kaputt geht.

          Sammy

          P.S. Kennst Du Batman?

          1
          • 5 .5

            Die erste Hälfte fand ich überraschend gut. Dann aber erschlug mich nur noch seelenlose Blockbuster-Action ohne jegliche eigene Note, und zum Abspann hatte sich das Gesehene bereits untrennbar mit Erinnerungen an Independence Day und Matrix Revolutions vermischt. Es gibt eben viel voll auf die Fresse, und kräftig bombastisch ist's auch, aber nichts von dem ganzen Gekrache konnte mich mitreißen. Im Gegenteil, gelegentlich musste ich sogar vergnügt vor mich hinkichern, weil die Materialschlacht so trashig wurde.
            Ich muss mir wohl den hier remake-ten Superman II (1980) nochmal ansehen, denn so schlecht kann der nun auch wieder nicht gewesen sein.
            Viel zu hohe Wertung für den anfangs recht vielversprechenden Versuch, Supi zu rebooten. Nichts zu danken.

            3
            • 9

              Das war bombastisch , was hier abgeliefert wurde. Unglaublich in was für einer Geschwindigkeit hier die Erde ihrem Erdboden gleich gemacht wird. Hab ich so unfassbar schnell und zerstörerisch noch nicht gesehen. Deswegen ganz klare Empfehlung

              • 7

                SPOILER

                Ich bin eigentlich kein Fan von Superman. Ein unbesiegbarer Außerirdischer rettet die Menschen vor außerirdischen Gefahren. Als Mensch rennt er dann mit Brille rum, und keine Sau erkennt den Helden, der am Vorabend noch die Welt gerettet hat. Aber Nolan und Snyder verpassen dem schimmernden Superhelden eine düstere Optik, verleihen ihm ein wenig Selbstzweifel und angestaute Wut und Hans Zimmer ballert wie gewohnt mit bombastischen Sounds um sich.
                Komischerweise gefiel mir der Film besser, wenn Superman nicht gerade Wolkenkratzer einreißt und seinem Gegenspieler die Visage poliert.
                Das Verschleiern, seiner besonderen Kräfte, das ständige Verstecken und Verheimlichen wird in mehreren kurzen Rückblenden ganz ordentlich getroffen. Man gönnt dem armen Clarke einfach, dass er seinen Widersachern mal so ordentlich auf den Deckel gibt.
                Die ruhigen Momente profitieren auch von der erstaunlich Star-bestückten Besetzung. Kevin Costner und Diane Lane machen ihren Job gut als Adoptiveltern, auch wenn Costner nur gefühlte 10 Minuten auf der Leinwand zusehen ist. Russell Crowe seh ich sowieso immer gerne und als götter-ähnlicher Vater von Superman muss er sich nicht groß anstrengen, um zu überzeugen. Ein paar Weisheiten, eine kurze Kampfszene, Crowe hätte mehr Zeit verdient.
                Am meisten verschwendet wird Laurence Fishburne, dessen Rolle eigentlich vollkommen überflüssig ist. Aber egal. Henry Cavill gibt einen charmanten Superman ab und Amy Adams darf neben extrem hohen Absätzen, die taffe Reporterin mimen und überzeugt dabei wie immer, auch wenn die Rolle sicher keine Herausforderung für die Amerikanerin war.
                Wenn Snyder dann seine Effektorgie, die durchaus nett anzusehen ist, auf den Zuschauer lässt, entsteht früher oder später etwas Leerlauf. Der erste Flug von Superman hat mich wirklich begeistert. Das sah großartig aus und hat Spaß gemacht. Auch die Rettungsaktionen am Anfang des Film enthielt so etwas wie Spannung. Leider dreht Synder im letzten Drittel zu sehr auf und zerstört einfach viel zu viel. Natürlich kämpfen da zwei Außerirdische, die den Menschen gegenüber so übermächtig sind, dass Hochhäuser, Stahlträger und selbst der Asphalt kein wirkliches Hindernis darstellen. Trotzdem hatte ich während dieser Szenen traumatische Flashbacks an Transformers 3.
                20 Minuten weniger hätten's dann im Endeffekt auch getan. Den Action-Overkill etwas runterschrauben und die Ansätze des Erzählens und der Charakterbeschreibung etwas hochschrauben, dann hätte mich der Film bestimmt richtig überzeugt. So sitze ich nach 140 Minuten etwas ratlos auf der Couch. Zum einen hatte ich echt viel Spaß, wurde mit tollen Bildern beeindruckt und durfte Michael Shannon, den ich in Boardwalk Empire immer gern' gesehen habe, als fiesen Bösewicht sehen. Andererseits ermüdet das Effektgewitter zum Ende hin und dem Streifen geht etwas die Puste aus.
                Trotzdem: Ich wurde positiv überrascht und schon wesentlich mieser unterhalten.

                8
                • 10

                  Danke Mr. Zack Snyder

                  • 8

                    Der beste Superman Film überhaupt!

                    • 6

                      Eigentlich hatte ich nicht unbedingt vor Batman v Superman zu sehen, aber weil die Meinungen jetzt so deutlich auseinander gehen, wie bei kaum einem Blockbuster, werde ich mir die Tage wohl doch selbst ein Bild machen. Vorher musste ich demenstprechend noch Man of Steel nachholen, den ich auch noch nicht kannte. Ich muss dazu sagen, dass ich Superman immer relativ blöd fand, weil er einfach alles kann und zudem ein relativ glatter langweiliger Typ ist.
                      Gleich der Beginn lässt nichts gutes erahnen: Mäßig getrickste, hässlich designte Raumschiffe bekriegen sich in einer nichtssagenden Welt, die auch George Lucas für die neuen Star Wars Filme zu beliebig gewesen wäre. Dazu eine hochentwickelte Alien-Rasse, die davon überrascht wird das ihr Planet explodiert, weil der Kern instabil wurde...Nagut. Was dann folgt ist aber eine wirklich sehr gelungene Stunde Film die prägende Ereignisse aus dem Leben Supermans stilvoll zeigt und dabei keine Langeweile aufkommen lässt. Zudem ist der Look hier angenehm erdig und natürlich. Für einen Moment war ich wirklich begeistert. Zudem it Herny Cavill einfach prädestiniert für diese Rolle.
                      Als dann allerdings Supermans Widersacher auftaucht und seine wirklich hässlich getricksten Raumschiffe auch gleich noch mit auf die Party bringt, verliert der Film in meinen Augen enorm. Der zurückgenommene Look weicht hässlichen Zooms, Effekten die zwischen gut und scheiße schwanken und Videospielästhetik in den Fights. Wer immer sich diesen Mist mit dem Kampf gegen die Greifarme ausgedacht hat, sollte mal seine Berufswahl überdenken... Klar das ist eine Comicverfilmung schön und gut, aber es ist ein enormer Bruch zur guten ersten Stunde. Das ganze ist sehr spaßbefreit inszenziert und nimmt sich viel zu ernst.
                      Ich meine damit bestimmt nicht, dass es marvelmäßige "Gute-Laune-Beliebigkeit" sein muss, ich kann auch diesem düsteren Stil etwas abgewinnen, aber er wird erstens nicht konsuequent durchgezogen und zweitens kommen Sätze wie "wir haben den Phantomantrieb zum Hyperaumantrieb umgebaut!" bierernst auch nochmal einen Zacken uncooler rüber.
                      Was am Ende bleibt ist eine gelungene erste Stunde (abzüglich der Eröffnungssequenz) und ein überzogenes verschenktes Ende. Wie dieser relativ reflektierte und die Menschen liebende Superman, der sich stehts im Griff hat und sich beleidigen und bespucken lässt, ohne zurückzuschlagen, sich mit Batman anlegen kann scheint mir rätselhaft und in diese Richtung gehen ja auch viele Kritiken. Ich bin gespannt

                      • 8
                        HeartOnFire 30.03.2016, 23:44 Geändert 31.03.2016, 00:29

                        Hätte nicht gedacht, dass ich den immer noch so hart feiere^^

                        "Man of Steel" ist nicht weniger als die bisher beste Superman-Verfilmung und hat es geschafft den Mann aus Stahl endlich zu einer interessanten und vielschichtigen Figur zu machen.

                        Zudem ist das ganze visuell und inszenatorisch ein Meisterwerk. So muss ein guter Blockbuster aussehen!
                        Ein Film wie ihn heutzutage nur noch Snyder und Nolan hinbekommen.

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                        • 6

                          Ganz interessant. Führt ja irgendwie WATCHMEN fort. Jede Menge Kollateralschäden und Supi muss halt auch mal töten. Entsprechend trist und unheldig fällt die Stimmung aus. Find ich persönlich also geiler als Fuckvengers 5, weil total krude. Snyder hat einen an der Waffel. Dieses Gezoome muss er aber wieder lassen.

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                          • 7

                            Guter Einstieg in die DC Filme

                            • 10

                              Bester Film ever!

                              • 8 .5

                                Das nenn ich einen Blockbuster. Visuell ein Augenschmaus und eine bombastisches Finale! Superman wirkt kühler...und es ist alles etwas düsterer. Ein etwas anderer Superman bzw. Man of Steel! Klasse Unterhaltung.

                                • 6 .5
                                  manuel.luger.3 25.03.2016, 22:32 Geändert 25.03.2016, 22:46

                                  Effektmäßig erste Sahne, Besetzung top aber die Action... mann, mann, mann...

                                  So eine Zerstörungsorgie. Das war eindeutig zu viel des guten. Manchmal ist weniger einfach mehr. Leider schaffte es der Film auch nicht einen Spannungsbogen zu erzeugen. Vielleicht hat er mich aber auch einfach nicht so richtig gepackt.

                                  Ich bleib dann doch lieber bei Marvel's Lockerheit. Iron Man und Co.
                                  Die einzigen "DC" Superheldenfilme die mich ordentlich gepackt haben, sind Nolan's 3 Meisterwerke die Batman's Story behandeln. Mal sehen ob ich mich auch weiterhin mit dem DC Universum beschäftige. War ja bis vor kurzem eher abgeneigt mir auch BVS anzusehen. Zwischenzeitlich wurde mein Interesse durch die starken Trailer wieder etwas zum Leben erweckt. Nach Man of Steel schwindet dieses aber leider wieder ein wenig.

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                                  • 3

                                    [...]Im letzten Drittel lässt "Man of Steel" schließlich die Leinen für ein ermüdendes Finale los, klaut Designelemente bei "Mass Effect" und "Prometheus", die Action und Fightchoreo bei der "Matrix"-Trilogie und x-beliebiegen Alieninvasionsszenarien, ständig krachen Supermenschen ineinander und schleudern sich durch die Gegend und der Showdown hat seinen Ehrenplatz in der Explosionspornosammlung von Michael Bay sicher. Das dauernde zoom-in, zoom-out-Spielchen nervt alsbald nur noch, genau wie der ernüchternde Originalitätsmangel, denn: ob ein außerirdischer Lichtstrahl nun für Ärger sorgt, wenn er von der Erde in den Himmel hinaufschießt (nach "Transformers 3" schon bei "The Avengers" nichts neues mehr…), oder wenn er aus dem Himmel in die Erde hineinschießt (siehe "Star Trek")… well, auch hier könnte man mit Pornos und Perspektiven anfangen, letztlich bleibts eine all zu bekannte Form der Penetrierbedrohung.[...]Alles in "Man of Steel" schreit und strebt nach Größe und alles landet so heftig auf der Fresse, wie Superman bei seinem ersten Flugversuch. Goyer und Nolan rupfen an Supes’ Background und dem seiner Nähsten teils radikal herum, um alles mit viel mehr Bedeutung aufzuladen und den Überhelden einen verlust- und entbehrungsreicheren Weg beschreiten zu lassen, ehe ihm das Cape um die Schultern weht. Doch der narrative Zickzackkurs zerbröselt wie Krypton selbst und ist im Kern ebenso ausgehöhlt. "Man of Steel" dringt in keine seiner Fragen wirklich mit Nachdruck und erzählerischer Stringenz ein, sie nur konstant zu stellen und auf artsy-artsy-superfartsy zu tun genügt halt nicht. Don’t just bring stuff up, give shit a meaning, dammit![...]

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                                    • 8 .5

                                      Nach den wenigen Filmen, dich ich bislang von Snyder gesehen habe, kann ich sagen: Man of Steel weist dieselben typischen Eigenheiten auf: Jedes Bild könnte man sich als Poster an die Wand hängen, die musikalische Untermalung ist stets bedeutungsschwanger, in jeder Hinsicht ist alles, was man aufdrehen kann, auf Maximum aufgedreht. Jede Szene ist eigentlich nichts mehr als ein bewegtes Bild, eine Aussage für sich allein. Schnitt, nächstes Bild. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen Szenen scheint lose, vage, fraglich. Am Ende sagt man sich: Ja, sah ganz nett aus, aber irgendwie hat mir eine Geschichte, eine Gesamtaussage gefehlt. Fünf Punkte, weil optisch goil.

                                      Dann zieht etwas Zeit ins Land, man denkt vielleicht doch nochmals über diese oder jene Szene nach, hat vielleicht das Glück, hier auf MP oder sonst wo im Neuland auf einige interessante Gedanken zum Film zu stossen … und irgendwann macht es Klick! und man versteht, dass man sich hat blenden lassen.

                                      Die vermeintlich lose aneinander gereihten Szenen-Bilder erzählen eine Geschichte, sozusagen eine Geschichte hinter den Bildern. Man of Steel ist nicht die Geschichte, wie Superman die Menschheit vor Zod rettet. Man of Steel ist die Geschichte, wie Superman seinen Platz in dieser Welt findet. Diese Geschichte wird uns nicht so platt wie beispielsweise in Thor vorgetragen, der sich gut als klassisches Gegenbeispiel macht. Thor ist ein arroganter Schnösel, der meint, die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, der meint, alles und jeden besiegen zu können, einfach, weil er nie eine andere Erfahrung gemacht hat. Nachdem er im jugendlichen Übermut über die Stränge geschlagen hat, wird er auf eine Reise der Läuterung geschickt. Er lernt, was er lernen soll, wird fähig zu lieben, und kehrt als passender Nachfolger für Odin zurück. Diese Geschichte hören wir in immer neuen Variationen immer wieder gerne, sie wird linear erzählt, ist für jeden verständlich dargestellt und unterhaltsam umgesetzt. In Synders Man of Steel muss sich der Zuschauer die Geschichte selbst zusammenreimen. Er muss selber den Zusammenhang zwischen den Bilder-Szenen herstellen und sich fragen: Was soll mir das nun sagen? Dies ist die erste Hürde fürs Verständnis des Films. Die zweite Hürde ist, dass jeder Superman kennt und ganz genaue Vorstellungen davon hat, wie die Geschichte lauten müsste. Bloss: Diese erwartete Geschichte ist in Man of Steel nicht zu finden. Muss man die Geschichte selber suchen und sucht man am falschen Ort, kann man sie nicht finden. Die dritte Hürde ist, dass uns die Geschichte, die uns Snyder erzählt, nicht passt. Wir wollen einen Superman, der alles für die Menschen gibt und sie beschützt – ohne Zweifel und ohne Zögern. Wir wollen einen Superman, der in der Endschlacht hier ein Menschlein und dort ein Menschlein rettet, der keine Rücksicht auf sich selbst nimmt und sich als der Retter erweist, den wir gerne hätten. Aber das finden wir nicht in Man of Steel. Also verwerfen wir den Retter, der nicht der Retter ist, den wir gerne hätten. Diese dritte Hürde sorgt dafür, dass von den vielleicht zehn Prozent der Zuschauer, die am richtigen Ort nach der Geschichte suchen, nochmals die Hälfte strauchelt und vor dem Ziel liegen bleibt.

                                      Ich will damit nicht sagen, dass nur eine kleine, erlesene Schar von Zuschauern in der Lage ist, den Film wirklich zu verstehen. Wenn es so wäre, würde ich gewiss nicht dazu gehören, weil ich schlichtweg zu wenig Ahnung von der Materie habe. Meine Aussage ist: Der Film verweigert sich geradezu einem Verständnis. Snyder scheint zwar auf epische Bilder und Musik zu stehen, weshalb dies sicherlich einen grossen Selbstzweck verfolgt, aber ich glaube, er will uns auch ein Stück weit hinters Licht führen, uns blenden. Er will uns seine Sichtweise nicht aufs Auge drücken. Er will, dass wir sie selbst entdecken und unseren eigenen Standpunkt dazu einnehmen. Witzigerweise blendet uns Snyder, indem er uns seine Botschaft so platt ins Gesicht klatscht, dass wir sie nicht mehr erkennen können. Wir sehen quasi den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

                                      Weshalb nehmen die Geschehnisse auf Krypton derart viel Raum im Film ein? Weshalb sehen wir so wenig von Clark Kent? Weshalb dreht sich der Endkampf nur um eine kryptonische Fehde und wird den Menschen so wenig Beachtung geschenkt? Weil Superman nicht «unser» Held ist. Wir sähen ihn gerne als eine moderne Jesus-Figur, hätten gerne, dass er ein Mensch geworden wäre, um uns zu retten. Diverse Szenen spielen mit diesen Erwartungen: Der Vater sendet den Sohn, alles (der gesamte Code) ist im Sohn, der Sohn wird wie einst Mose (als Typus für Christum) in einem Schiffchen weggegeben und von Fremden grossgezogen, Lichtspiele deuten ein Kreuz an etc. pp. Aber das sind nur unsere Erwartungen. Der Man of Steel ist nicht ein Mensch geworden, um uns zu retten. Er ist, was er schon immer war: Ein Fremder. Er sieht die Rettung der Menschheit nicht als seine Bestimmung, er nimmt nur am Leben hier teil, weil er nun mal nichts anderes hat. Nur zu deutlich muss er jeden Tag erfahren, dass er nicht dazu gehört. Seine Taten führen nicht dazu, dass die Menschen bewundernd vor ihm niederfallen, sondern haben zur Folge, dass sich die Menschen von ihm abwenden (hierin ist wieder eine Parallele zur Geschichte Christi zu sehen). Die Szene nach der Schulbusszene zeigt dies zum Beispiel. Von Beginn weg weiss Kal-El, dass er nicht dazu gehört. Endlich, endlich findet er die Erklärung für sein Anderssein – nur um feststellen zu müssen, dass es so etwas wie eine Heimat nicht mehr gibt. Dann trifft er wenigstens auf die Letzten seiner Art, aber nur, um festzustellen, dass diese alles zerstören wollen, was ihm von seinen Pflege-/Adoptiveltern als wertvoll vermittelt worden ist. Der Endkampf dreht sich nicht um Zod vs. die Menschheit, sondern um Kal-El vs. Clark Kent. Er muss sich entscheiden, ob er für immer der Aussenseiter und alleine bleiben (in der bekannten Fremde) oder ob er in die unbekannte Heimat zurückkehren will. Deshalb spielen die Menschen im Endkampf keine Rolle. Deshalb reagiert der Man of Steel auch so auf den Ausgang des Kampfes. Superman ist nun einmal nicht Clark Kent, der sich einen Latexanzug und eine Unterhose darüber anzieht, sondern Kal-El, der sein Aussenseiterdasein mit einer Brille und einem netten Lächeln verschleiert. Vielleicht gehe ich zu weit, aber ich denke, dass damit auch der Schwäche Supermans ein symbolischer Gehalt verliehen wird: Das Einzige, was stärker als der Man of Steel ist, ist sein Verlangen nach einer echten Heimat, von der Kryptonitsteine der letzte Überbleibsel sind. Ist es nicht verständlich, dass das Angebot, endlich dazu zu gehören, endlich so etwas wie eine Heimat zu haben, die stärkste Anfechtung für den Fremdling darstellt?

                                      Alles in allem ist Man of Steel kein weiteres Puzzlestück im Mythos um Superman, sondern eine Demontage der Erwartungen an den Mann aus Stahl, der halt doch auch «nur» so was wie ein Wesen wie wir ist. Wer insofern noch in der Kindheit feststeckt, als er nichts lieber als auch ein Superman sein würde, wird von Man of Steel enttäuscht sein, denn das Fazit des Films ist: Lieber nicht mit Superman tauschen wollen! Bei einer nüchternen Betrachtung (sofern eine solche in Bezug auf Superhelden überhaupt möglich ist) muss eigentlich jeder von selbst zu diesem Schluss gelangen. Diese für einen Superheldenfilm ungewöhnliche Sichtweise ist beachtenswert und meiner Meinung nach nahezu makellos umgesetzt. Man of Steel kann als der erste erwachsene Superman-Film bezeichnet werden, womit er natürlich bei allen, die ihren Kindheits-Superman nochmals auf der Leinwand sehen wollten, grandios scheitern musste.

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                                      • 6 .5
                                        Desmond42 23.03.2016, 16:58 Geändert 31.03.2016, 10:19

                                        Nachdem Snyder sich mit dem überaus kontrovers aufgenommenen "Sucker Punch" als Hollywood-Auteur profiliert hatte, war natürlich abzusehen, dass ein von ihm direkt darauf im Rahmen eines großen, übergreifenden Studioprojektes, wie man es bei Marvel vorfindet, gedrehter Film, für ähnliche Kontroversen sorgen würde, wenn auch nicht in so großem Maße. Ein Held wie Superman dürfe nicht töten, hieß es, und in der Tat ist ein Akt, der ein Leben beendet, in keinem Fall als heldenhaft anzusehen, unabhängig von den Bedingungen. Doch die Frage, die man sich vielleicht stellen sollte, ist: Macht der Umstand, dass diese Tat in Anzug und Cape ausgeführt wird, dass der Täter ein "S" auf der Brust trägt, dass er von übermenschlicher Macht ist, sie zu einer als heldenhaft dargestellten Tat? Macht allein die Tatsache, dass sie in einem "Superman"-Film zu sehen ist, sie schon zu etwas, das nicht gezeigt werden sollte?

                                        Sieht man sich den Umstand näher an, kann man zunächst einmal in Betracht ziehen, dass der Film zumindest gar nicht mal den Titel "Superman" trägt, und das aus gutem Grund. Die Anlehnung an den Batmans Heldentum infrage stellenden "The Dark Knight" in Form eines sich nicht auf den Helden selbst, sondern dessen Mythos beziehenden Titels, erfolgt keineswegs zufällig, denn Superman ist hier noch kein Held, ist noch nicht "super". Was er ist, ist das, was der Titel impliziert, zudem übermittelt durch eine Kombination aus Snyders mittlerweile zu einer Faschismus-Parodie gewordenen Optik mit Nolans kühl getränkten Tiefenebenen: Ein "Mann aus Stahl", ein Unzerstörbarer, jemand, der absolute Macht besitzt, oder, noch besser formuliert, jemand, der absolute Macht IST. Somit war Superman immer schon viel mehr ein Symbol als ein Charakter, ein Symbol, das der Hoffnung dienen soll, das aber, erkennbar nicht nur an der rot-blauen Färbung seines Anzuges, gekoppelt ist an den amerikanischen Staat und dessen Machtausübung, wie es eigentlich seither die meisten Superhelden sind. Und diese bringt eben alles andere hervor als nur Wohlwollen, sondern ist ein Quell des Leides. Aus diesem Schatten gelöst zu werden, ist essenziell, um ein Symbol für das absolute Gute als solches profilieren zu können, und der wichtigste Schritt, das zu vollbringen, ist die Erkenntnis über diesen Schatten. Während also diverse andere Filme des Genres jenen gezielt ausblenden, indem sie Helden zeigen, die trotz ihrer militaristischen Machtausübung auf der sicheren Seite bleiben und Schäden vermeiden, zeigt Snyder mit "Man of Steel", dass gerade das nicht möglich ist, dass zu große Macht den Bezug zur Welt verlieren lässt, und dass man nicht blind darauf vertrauen kann, dass eine über den Dingen stehende Kraft alles richtig macht. Die Gewissheit, sich auf einen rettenden Helden verlassen zu können, existiert nicht, und "Man of Steel" setzt den ersten Schritt, das zu erkennen.

                                        Dass derartige Darstellung von Macht bei Snyder mit den Lehren Nietzsches und Darwins einhergeht, ist man bereits gewohnt, "Man of Steel" bezieht sich jedoch noch auf andere Denkrichtungen, was ihn, unabhängig von "Watchmen", dessen sämtliche philosophischen Elemente aus dem Graphic Novel übernommen wurden, zum möglicherweise am stärksten philosophisch verankerten Snyder macht. Dass der junge Clark Kent in der Szene als er von Gleichaltrigen in die Ecke gedrängt wird, Platon liest, ist kein Zufall, dann das politische System Kryptons, dessen Antithese Superman darstellt, ist nichts anderes als eine zur Dystopie entartete Version des Idealstaates aus der Politeia, die zu einem System verkommen ist, das die gesellschaftliche Rolle seiner Individuen festlegt, was den daraus ausbrechenden Superman zu einem Zeichen der Selbstbestimmung macht, die wohl den elementarsten Aspekt des menschlichen Lebens ausmacht. Umso wichtiger ist es somit, diese Figur, damit sie dem Konzept der Selbstbestimmung gerecht wird, radikal mit den Konsequenzen ihrer Macht zu konfrontieren, mit nichts Geringerem als der Intention, aufzuzeigen, welche Fehler sie als politisches Symbol macht, um sie von diesem Hintergrund zu lösen, sie unabhängig, sie frei zu machen. Im Kontext dessen geht es beim Finale nicht darum, dass das Zulassen der Zerstörung oder die Tötung Zods ethisch gerechtfertigt seien, sondern darum, dass auch Superman in seiner bisherigen Funktion Grenzen hat, an diese stößt, und zu unethischem Handeln gezwungen wird, was Henry Cavills Gesichtsausdruck als so reuevoll übermittelt wie es bisher kaum in einem Film des Genres angesichts fast immer vorkommender massiver Zerstörung zu sehen war.

                                        Man hört oft, "Man of Steel" wäre nicht die Geschichte eines Helden, sondern der Weg, zu einem Helden zu werden, ich persönlich würde das verneinen, und stattdessen sagen: "Man of Steel" ist der Versuch, von einem Helden zu einem Menschen zu werden. Am Ende ist Superman keines von beidem, aber hat die Chance, alles davon zu werden.

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                                        • 9

                                          Der bislang beste Superman, den es je gab! Der brachiale Stil des Films spiegelt die enorme Stärke dieses Superhelden wieder. Im Gegensatz zu den meisten anderen Superhelden ist Superman fast schon ein Halbgott und so verkauft es auch der Film. Die epischen Kampfszenen sind wuchtig und suchen ihres Gleichen, trotzdem mangelt es dem Film nicht an Emotionen. Der Soundtrack klingt kolossal und untermauert die Szenen perfekt. Hans Zimmer hat enorm gute Arbeit geleistet. Gänsehaut hatte ich mehrfach. Interessant finde ich auch, wie der Mythos "Superman" behandelt wird, beispielsweise Seine Herkunft oder die Bedeutung seines Zeichens auf der Brust. Für den einen Zuschauer mag die Action zu gewaltig und dominant sein, allerdings sehe ich darin genau den richtigen Stil, um die Macht dieses Helden zu demonstrieren. Insgesamt eine tolle Interpretation des stärksten Superhelden und leider viel zu unterbewertet!

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                                            Diese Review wird wahrscheinlich Spoiler enthalten, seid vorsichtig!

                                            Ihr seid gewarnt...

                                            Als erstes muss ich wohl gestehen, dass ich die klassischen Donner-Filme nicht gesehen habe (ich weiß, in die Ecke mit mir), ich kenne von der klassischen Filmreihe glaube nur Returns, aber den habe ich wahrscheinlich nur einmal als Jungspund vor Jahren ohne das wirkliche Vorhandensein von Filmkenntnissen an einem Sonntag Nachmittag auf Prosieben oder so gesehen und man, sogar damals empfand ich Returns als langweilig und ich war da noch leicht zu begeistern und hatte, wie schon erwähnt, kaum Kenntnisse im Bereich Film. Aber das, was ich hier sehen musste, empfand ich als schwach...
                                            Ich bin kein großer Fan von Snyder's Stil und der sticht hier auch besonders hervor. Die Action wirkte die meiste Zeit so stumpf, unspektakulär, überkonstruiert und unübersichtlich, dass es nach einer gewissen Zeit einfach nur noch wehtat, zuzusehen. Dann kamen die teilweise eher weniger guten Effekte noch hinzu, die das Gesamtbild weiter runterzogen.
                                            Die Darsteller wirkten letztendlich alle, wirklich ALLE, als ob sie geistlich abwesend wären. Sie zeigten keine Emotionen und hatten im Grunde alle denselben leeren Blick drauf. Dann kamen noch so dumme Szenen wie Jonathan's Opfer hinzu, wo er der Meinung ist, dass er sich für einen Hund opfern müsste! Klar, die Familie Kent hing bestimmt an diesem Hund und das kann ich gewiss verstehen, aber wisst ihr, woran die Familie sicherlich noch mehr hing??? Genau: An JONATHAN!!!
                                            Zur Story sage ich nichts, wer hier was großes in diesem Bereich erwartet hat, der ist selbst Schuld! Aber die Ausstattung des Films ist echt klasse und der Score ist von Hans Zimmer, da füge ich jetzt mal nichts mehr hinzu...
                                            Mir gefiel im Grunde auch, das es doch recht düster zuging, funktionierte in der Praxis wegen der Probleme des Films dann aber doch weniger...
                                            Ich hoffe jetzt einfach mal, dass Batman v Superman besser wird, aber wenn ich mir so die Trailer anschaue, dann bezweifle ich das...

                                            • 5
                                              Locutus 15.03.2016, 16:53 Geändert 15.03.2016, 16:58

                                              Bevor ich nächste Woche dann Batman vs Superman: Dawn of Justice im Kino sehen werde, musste ich mir natürlich nochmal den quasi Vorgänger zu dem Film ansehen. An meiner damaligen Einstellung dazu hat sich nichts geändert: Es ist zwar der meiner Meinung nach stärkste Superman Film, trotzdem ist er immer noch an sich maximale Durchschnittskost.

                                              Spoiler!

                                              Die Story ist vorhersehbar und irgendwo auch unglaublich generisch. Auf die zig Logiklöcher gehe ich mal nicht ein, das würde schier den Rahmen sprengen. Da kommt ein Alien, welches seinen Planeten verloren hat und will natürlich die Erde an sich reißen und die Menschheit vernichten. Warum? Weil er es kann! Denn es wird nie im Film erklärt, warum er unbedingt die Erde wandeln möchte. Ist das notwendig, damit er Nachwuchs "produzieren" kann? Oder macht er es einfach nur aus Bosheit um Superman eins auszuwischen oder gar aus Langeweile? Ich glaube, ich weiß weshalb: Weils im Drehbuch stand und Superman schließlich jemanden braucht, den er verprügeln kann. Und da hätten wir schonmal die komplette Story. Superman kommt auf Erde, muss sich mit seinen Kräften arrangieren, Zod kommt, will Erde vernichten (pardon "wandeln" und zu einem 2. Krypton verarbeiten), wird von Superman aufgehalten. Tiefe? Fehlanzeige. Interessante Charaktere? Ebenfalls nicht vorhanden. Man hätte wenigstens eine Rachestory aufgreifen können. Das Superman Zod aus Rache wegen des Mordes an seinen Vater töten möchte. Er deshalb in einem moralischen Konflikt steht. Zwar auch nicht besonders originell, würde jedoch den Haufen Pavianen wenigstens etwas mehr Tiefe und mehr Charakter geben als "man bin ich böse". Charakterzeichnung nennt man sowas. Warum nur Mr Nolan? In der Dark Knight Reihe hats doch auch geklappt.

                                              Spoiler Ende.

                                              Technisch ist der Film in Ordnung. Auch wenn das CGI (vor allem in der Anfangsszene auf Krypton) teilweise recht komisch fast schon billig, aussah. Aber an sowas ist man ja mittlerweile gewöhnt. Auch der Endkampf war recht anstrengend zum Zusehen. Insgesamt kein technisches Meisterwerk aber auch keine Katastrophe (wie Gods of Egypt würg). Eben so wie die meisten Superhelden Filme in letzter Zeit.

                                              Etwas positives hat jedoch der Film. Falls mir mal wieder einer dieser Helden mit dem Argument kommt, dass DC ja so viel erwachsener wäre, als Marvel, brauche ich ihm nur diesen Film zeigen um sein Argument in der Luft zu zerreißen.

                                              Ich hoffe doch, das ich nicht so enttäuscht aus Dawn of Justice gehen werde. Da muss mehr kommen. Viel mehr, als in diesen recht schwachen Intro.

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                                              • 5

                                                Ich glaube da paßt das Zusammenspiel mit Christopher Nolan nicht. Plus und plus ergibt ja minus. Das ist nicht zack sniders Stil. Ich hätte mir gewünscht er hätte den Film so ähnlich wie watchmen gemacht. Ich werde mal den Christopher Nolan die schuld geben dass der Film Mittelmaß geworden ist. zack sniders soll filme auf seine Art machen

                                                • 7 .5

                                                  Fassen wir zusammen: BUMM! KABUMM! PENG! SWOOOSH! *kapputgeh*CRASH! BOOMM! WHEEEEOOOOO-CRASH! *einstürz* BRRRROOOOMM! TSCHAKTSCHAK! BAAAAAAMMM!
                                                  Wenn man mal so richtig abschalten und eine praktisch ununterbrochene Zerstörungorgie anschauen will lautet meine Empfehlung: man of steel

                                                  • 3 .5
                                                    Draco_Meteor 24.02.2016, 07:21 Geändert 18.03.2016, 10:01

                                                    Ich hab DC eigentlich nie gemocht, ganz besonders Superman
                                                    Nach der mehr als gelungenen Dark Knight Trilogie
                                                    wollte ich einfach mal diesem film auch ne chance geben und wurde ziemlich enttäuscht
                                                    man hat hier versucht die düstere Atmosphäre von Batman zu kopieren
                                                    woran man kläglich scheiterte
                                                    auch unterhaltungswert hat dieser film kaum
                                                    Außerdem nerven die scheiß Rückblenden extrem
                                                    Anstatt den film zu beginnen als er auf die erde kam

                                                    Der Anfang war zu lang und unspektakulär
                                                    Und es dauert auch viel zu lang bis mal was passiert
                                                    Die charaktere waren platt
                                                    Und auch die story hatte keine tiefe
                                                    Zum schluß noch 80% CGI
                                                    Wovon 90% Michael Bay"s ursprung sein könnten

                                                    Als lasches Popcornkino ganz ok