Man of Steel - Kritik

CA/GB/US 2013 Laufzeit 143 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 20.06.2013

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    Da sind Hunderte während der Zerstörungsorgie in Metropolis gestorben und niemanden kümmert es. Nicht mal den Weltverbesserer Superman. So sind halt Götter...

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      Man of Steel (2013, Zack Snyder)

      Vor einigen Jahren noch trat die Filmproduktionsschmiede von DC Comics künstlerisch auf der Stelle. Während die Batman-Neuadaption von Christopher Nolan sowohl bei der Kritik als auch dem Publikum auf begeisterte Reaktionen stiess, steckte die Filmreihe um den urtypischen Superhelden Superman tief in einer Sackgasse fest. Kurzerhand entschloss man sich, niemand anderen als Nolan ein Reboot zum Thema Superman entwerfen zu lassen, und so kam das Projekt „Man of Steel“ in die Gänge. Als Regisseur wurde Zack Snyder verpflichtet, der zuvor bereits Frank Miller und Alan Moore adaptierte und sich – sollte man meinen – mit Comic-Stoffen auskennt.

      Letztendlich aber ist Man of Steel der filmgewordene Beweis dafür, dass ein einfallsreicher Drehbuchautor, ein routinierter Regisseur und ein Genre, in dem beide ausreichend Erfahrung haben, noch lange keine Garantie für einen guten Film sind. Snyders Superman-Streifen lahmt und schwächelt an allen Enden und lässt besonders in Bezug auf Stimmigkeit, Erzählfluss und Figuren so einiges vermissen. Der Protagonist Clark Klent wird nach einem gefühlte zwanzig Minuten langen Prolog vollkommen nebensächlich eingeführt und erhält weder über die Dauer der folgenden zwei Stunden eine halbwegs greifbare Persönlichkeit, noch werden seine Lebensgeschichte und seine moralischen Konflikte glaubhaft verarbeitet. Dazu kommt noch, dass Henry Cavill die an sich schon leblose Rolle ohne jegliche Ausstrahlung oder Charisma spielt, was seinen Superman für mich in Summe zum bislang uninteressantesten und blassesten Superhelden sämtlicher Genrefilme der letzten fünfzehn Jahre macht.

      Die Kritikpunkte an der Hauptfigur lassen sich praktisch Wort für Wort auf sämtliche Charaktere des Films übertragen. Amy Adams als Reporterin, die dem Mann aus Stahl auf die Schliche kommt und ihn später in seinen Vorhaben unterstützt und Michael Shannon als böswilliger Weltraum-General sind höchstens leblose Schablonen ohne nennenswerte interessante Eigenschaften oder Persönlichkeiten, wobei zumindest Shannon über eine starke Leinwandpräsenz verfügt und wenigstens versucht, seinen Fliessband-Antagonisten mit so etwas wie Leben zu füllen. Des Weiteren werden starke Schauspieler wie Laurence Fishburne und Kevin Costner in oberflächlichen Nebenrollen verheizt.

      Aber die hölzerne und seelenlose Figurenzeichnung bleibt nicht das einzige gravierende Problem in Snyders Heldenschinken. Man of Steel hat darüber hinaus so gut wie keine brauchbare Dramaturgie, stattdessen werden sämtliche Szenen uninspiriert aneinandergereiht, die ebenso dünne wie konstruierte Handlung lustlos vorgekaut und mit den üblichen Klischees angereichert. Dazu kommen noch flache, häufig auch prätentiöse Dialoge, uninteressante Rückblenden und eine langweilig sterile Optik mit Wackelkamera. Und zu guter Letzt mündet alles in eine einzige gigantische Actionszene, mit der Snyder wohl versucht, Bewegung in die langatmige Origins-Story zu bringen. Hier kennt Man of Steel keine Gnade: mehr als dreissig Minuten lang werden zwei Städte sowie diverse Raumstationen, Lastwagen, Gebäude und Satelliten in exzessiven, bombastischen Spezialeffekten pulverisiert, zertrampelt und kurz und klein geschlagen. Die digitale Zerstörungswut des an sich nicht besonders spannenden Zweikampfes kennt keine Grenzen und wäre auch dann ähnlich seelen- und belanglos gewesen, wenn die vorangehende Haupthandlung einen emotional involviert hätte. So aber wird sie in ihrer pausenlosen Kinetik aber beinahe schon zum interessantesten, will heissen am wenigsten langweiligsten Teil des Films.

      Fazit: Man of Steel beweist, dass eine Neuinterpretation der Entstehungsgeschichte eines Superhelden nicht bei jedem gut funktioniert und bleibt unterm Strich ein enttäuschend liebloser, uninspirierter Effektbombast ohne wirkliche Ideen oder Akzente. Bleibt nur zu hoffen, dass Snyder für seine kommende Fortsetzung eine Steigerung an den Tag legt.

      Wertung: 4 / 10

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        Ich kann die vielen "schlechten" Bewertungen an dieser Stelle nicht ganz nachvollziehen. Meiner Meinung nach liefert uns Snyder ein wunderbar unterhaltendes Action-Superhelden-Spektakel mit einer tollen Atmosphäre und grandioser Optik. Als ich auch den Namen Nolan gesehen habe, habe ich meine Erwartungen wohl dann doch etwas zu hoch geschraubt, aber schlecht ist der Film auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil, so gehört er für mich nun zu den wirklich guten dieser Sorte. Die Charaktere sind allesamt gut gestaltet und auch mit Superman selbst bin ich schnell warm geworden, was ich anfangs, so muss ich gestehen, nicht gedacht hätte.
        Ich bin sehr gespannt was uns Batman vs. Superman bringen wird und der Auftakt ist mit Man of Steel allemal gelungen.

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          hab mehr von dem film erwartet

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            Wie gern erinnere ich mich an Supergirl. Herrlicher Trash. Superman das Original war sehenswert. Man of Steel ist zwar nicht totaler Schund kann aber wegen der verstrahlten Story nicht immer überzeugen.

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              sachsenkrieger 20.05.2015, 22:06 Geändert 20.05.2015, 22:11

              MAN OF STEEL - Die gefühlt einhundertste Verfilmung des Comic-Helden schlechthin, ist eine der besten Comicverfilmungen überhaupt, aber leider nicht das Meisterwerk, das man von einem Regisseur dieses Formats hätte erwarten können. Loch an Loch ... und hält doch. Zackzack Snyder (300, Watchmen, Sucker Punch) ist es gelungen, seinen schlechtesten, aber trotzdem einen verdammt guten Film zu machen, obwohl er sich dazu eines Drehbuchs bedienen musste, das unter anderem von Goyer und Nolan & Nolan stammt und mehr Löcher aufweist, als die Fassaden der Wolkenkratzer Metropolis` nach dem Angriff der Kryptonier.

              Wenn man nicht allzu genau hinhört, wird man nach einer gelungenen und optisch überragenden Einführung in die Geschichte, sowieso von den Kräften und Flugkünsten des kryptonischen Vollmantelgeschosses überwältigt. Im sich immer steigerndem Kugelhagel der Actionszenen, in denen auch Supie und Zod ihren tödlichen Tanz aufs Pflaster von Metropolis legen, geht jegliches Gefühl für Raum, Zeit und Sinn eh verloren. Man erwacht schweißgebadet und fast vollständig in die Rückenlehnen des Sofas gepresst, aus dieser vor kurzem noch völlig ausweglosen Situation und beginnt nach einem kurzen Moment der Verblüffung, seine plötzlich von irgendwoher aufgetauchte Sternenbanner-Flagge wild zu schwenken.

              Insgesamt ist für eine Comic-Verfilmung mit Blockbuster-Charakter soweit alles in bester Ordnung. Henry Cavill kommt als erster wirklich akzeptabler Mann der Hoffnung erstaunlich sympathisch daher und auch der restliche Cast um Amy Adams, Russell Crowe, Kevin Costner, Diane Lane und Laurence Fishburne zeigt durchweg ansprechende und routinierte Leistungen. Kann man sich für ein eventuelles nächstes Mal nur wünschen, das etwas weniger als eine Kompanie Leute am Drehbuch herumbasteln ... und das Zack Snyder dabei bleibt.

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                dieser film behauptet weder intelligent zu sein noch an anspruch zu besitzen. aber die symbolik und das bild der hoffnung auf ein einziges wesen projiziert bewegt seit jahrzehnten ganze nationen. reeves darstellung hat sich damals in mein kinderhirn gebrannt - rouths darbietung ähnelte sehr an alte zeiten und sorgte für ein heimisches gefühl vor dem fernseher. man of steel donnert sich wie ein erdbeben in mein gedächtnis und wird für immer bleiben.
                schlichtweg war ich davon begeistert, wie männlich kal el gezeichnet wurde und wie unbeholfen er mit seiner kraft wirklich ist. bei all der unkontrollierbaren macht wird das ausmaß erst bewusst, wie es sein könnte, wenn ein übernatürliches, unzerstörbares wesen auf unserem planeten lebt und dann eskaliert.
                während in den anderen verfilmungen superman stets der saubermann war, ist dieser hier mit all den menschlichen facetten der naivität und unbeherrschtheit gezeichnet. hier wird er nicht als heilbringer aller probleme und für die rettung der menschheit dargestellt, sondern als gestrandeter mit den problemen dieser kraft, die ihm gegeben war.
                für mich persönlich der beste superman, trotz der brachialen art und dem konsens zerstörungsorgie.

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                  Ein typischer Snyder. Ich habe bei jeder Sichtung meinen Spaß. Besonders Zod ist genial umgesetzt.

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                    Wer kommt da im blauen Strampelanzug angeflogen? Auf seiner Brust prangt das rote „S“, das Zeichen für Hoffnung. Die Haare wehen im Wind, das männliche Kinn sichert die Aerodynamik aber wer könnte es sein? Richtig, Jesus.
                    In Zack Snyders 143 minütiger Neuverfilmung von „Die Passion Christi“, wird endlich die Hintergrundgeschichte des kleinen Gottes erzählt. Von Papa Gott und seiner... Mama?, wird der süße Baby-Jesus in ein Schiff verfrachtet und vor dem Untergang seines Planeten gerettet. Genug Scheiße gelabert, es handelt sich natürlich um Superman, auch wenn der Vergleich mit Jesus nicht so sehr hinkt wie man zunächst vermuten mag.
                    Nach der mäßigen Wiederauferstehung Christi durch „Superman Returns“ und den alten Trash-Granaten, ist es nun also endlich an der Zeit wieder einen Publikumswirksamen Superman in die Lüfte zu entlassen. Dass der neue „Man of Steel“ erst nach einem bedrohlich-düsteren Anstrich flügge werden darf ist natürlich klar, das gehört heute schließlich zum guten Ton.
                    Nach der obligatorischen Origin-Story kommt es letztlich zum Culture-Clash und ein Überbleibsel aus Kryptons Vergangenheit namens General Zod (Michael Shannon) darf die Erde in ihre Einzelteile zerpflücken. Da hätten wir die Voraussetzungen... aber was bleibt davon?
                    Ich hatte Schlimmeres erwartet. Nach meiner gestrigen „300“-Retrospektive war ich eher auf faschistoiden Dreck (300) als auf blödsinnige Krachwumm (Sucker Punch) eingestellt. Siehe da: Abgesehen von ganz viel Fremdscham hatte ich sogar ein bisschen Spaß.
                    Snyder inszeniert mit „Man of Steel“ eine Charme- und Freudlose Zerstörungsorgie mit heftig religiösem Drall aber so schlimm wie es klingt ist es dann doch nicht. Auch wenn das ganze Zerkloppen von Hochhäusern irgendwann in der Reizüberflutung mündet, lässt Snyder optisch ordentlich die Muskeln spielen. Würden große Explosionen zu meinem Repertoire an Fetischen gehören, dann hätte ich hiermit die Nacht meines Lebens verbracht.
                    Was Rede ich noch lange um den heißen Brei: „Man of Steel“ ist ähnlich substanzlos wie „Sucker Punch“ und nimmt sich selbst viel (viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel) zu ernst. Da ich aber von meinem gestrigen Martyrium abgehärtet war konnte ich die 143 Minuten Fast-Food-Action mit Super-Jesus gut über mich ergehen lassen. Am Ende reicht das für ein „okayes“ Ergebnis.

                    „You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders. [Amen*] *Anm. d. Red.“

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                      Der Snyder kann einfach keine Geschichten zu erzählen.

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                        Alleine das Pete, der beste Freund von Clark Kent (im Orginal ein sportlicher Schwarzer) hier ein fetter Weißer ist und das Perry White, im Orginal ein Weißer hier ein Schwarzer ist, stört mich schon total. Dann auch das die Handlung nicht wirklich mitreißt und Superman sowieso ein lahmer Superheld ist. Ich mein der kann alles und ist so gut wie unbesiegbar, ist doch voll öde, dann doch lieber Watchmen !

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                          Endlich ein Supermann der mal in das Kostüm passt. Super FIlm

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                            Jackieboy 23.04.2015, 20:41 Geändert 23.04.2015, 21:06

                            #gerussellcrowed Ich mochte Russel Crowe als toten Vadder, der stetig auftauchte, um den Leuten ins Gewissen zu reden.

                            Vorab: Man of Steel crowdete sich als meine allererste Begegnung mit dem Mann, den sie überdurchschnittlich begabt nannten daher.
                            Dieser Sachverhalt lässt sich an der Tatsache messen, dass mein Interesse an Comicverfilmungen noch nie auf den höchsten aller Stühle balancierte. Was daran liegen mag, dass ich es als Kind absolut beschert fand, mir Leute in noch bescherten Kostümen anzugucken, die ihr Tagewerk damit verdienten, die tragischerweise hilflose Welt vor dem nächsten Deppen mit der nächsten „Ich-mach-alles-kaputt-weil-ich-als-zehnjähriger-keinen-Brief-aus-Hogwarts-erhalten-habe-Ideologie zu retten.

                            Punkt Eins: Unser Held, der crowegezeugte Muntermann Clark, hier gemeint der Film, nicht der Mensch, beginnt mit Einblicken in eine Welt der Fremde, deren aktuelle Geschichte in kurzen, sehr schwachen, teils peinlich wirkenden Dialogen zusammengefasst wurde, wie es in Fantasygeschichten heutzutage leider immer wieder zu sehen ist. Ich muss gerade seltsamerweise ans Scarface denken... Unerkenntliche Gründe... Vermutlich des Klischees wegen, dass ungecrowete Filme, wie das Liebkästchen unseres Pacinos eine Art Backgroundstorytelling verwenden, in der diese dem Zuschauer nicht mit Nelson Van Aldens Blumengestecken ins Gesicht geprügelt wird. Aber das ist Jammern auf Ebenen, die man verdrängen kann. Eine Scarface-artige Geschichte zu erwarten ist nichts, womit sich der durchgecrowete Supermann befassen möchte.
                            Das leichte seichte Spektakel auf Krypton hinter uns lassend, folgt eine Parade an Zack Snyder'sche Darstellungswunder, die mehr zu bieten haben, als nur einen reinen auf Ästhetik ausgelegten 300-Streifen... Ja, die Geschichte träumte von keinen Guckermännern in Eulenänzugen, war dennoch weit über einer mit 300 gewürzten Speerspitzen gepfefferten Gülle.
                            Man bekommt in der ersten Hälfte von Man of Steel eine stark anzusehende Superheldenherkunftsstory, meiner Meinung nach gut gemischt mit Flachbacks und dem Leidensweg des fettgecroweten Helden in Strumpfhosen. Fand ich im ganzen schön anzusehen ohne Langeweile aufkommen zu lassen.
                            Über die Action zu jammern ist eigentlich ziemlich ungerechtfertigt, war sie doch nicht übertreiben (nicht im Kontext übertreiben), nett anzusehen, jedoch abschreckend, in den Sinne, dass sie fast die komplette zweite Hälfte des dickgecroweten Filmes einnahm. Irgendwann hab' ich sie mir weggewünscht. Größter Vorwurf, den ich zu vergeben habe.

                            Mein Fazit: Ich habe nicht sonderlich viel erwartet. Ich wurde ansehnlich unterhalten, hab' Snyder'sche Darstellung erhalten, was tatsächlich die die einzige Erwartung war, auf dessen ich mir das stählerne Männchen auf den Bildschirm holte.
                            Unterhaltung war vorhanden. Ich bin zufrieden. Zufrieden genug, ich mich mit der „Saga“ anzufreunden, und friedlich ungecrowet auf den Herrn Benjamin Batman warten kann. Ja, da hab' ich Lust drauf. So, ich muss schleunigst urinieren, hab' mäßig zu viel Cola in mich reingeschüttet.

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                              Ein richtiger und realer Superman-Film.
                              Besser kann man ihn nicht machen.
                              "S" steht für Hoffnung, ein Zeichen und kein Buchstabe !!

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                                Als ich damals im Kino war, hatte ich enorme Erwartungen an den Film, man siehe sich die genialen Trailer an. Ich habe einfach nur gehofft, dass Zack Snyder mich begeistern kann. Da ich Snyders Filme recht gerne mag, außer den miserablen Sucker Punch konnte ich sehr entspannt ins Kino gehen. Das Ergebnis war aber noch viel besser als ich es mit vorgestellt habe. Auch nach dem DVD Release habe ich ihn mir wieder angesehen und wurde wieder begeistert, auch wenn das Kino-Feeling gefehlt hat. Da gestern der Trailer zum Film Batman v Superman rausgekommen ist , bekam ich diese gleiche Lust wieder, wie auch damals bei "Man of Steel". Deswegen dachte ich eine Weile über den neuen Mann aus Stahl nach. Denn Snyder hat es mir mit dieser Figur angetan. Auch die alten Superman-Filme sind in Ordnung und Christopher Reeve ist natürlich wegweisend. Und da muss ich gestehen, dass mir Henry Cavill besser als Superman gefällt. Da bin ich wohl einer der ganz wenigen, aber so ist es. Denn Snyder hat mir diese Figur genau so gezeigt, wie ich es immer gehofft habe zu sehen.
                                Genau das was ich in einer Superman Verfilmung sehen wollte, kam endlich vor.
                                Superman selbst würde mir sehr männlich und ohne Eierkneifer gezeigt. Auch natürlich Henry Cavill hat mir super gefallen, sowohl auch sein Outfit.

                                Zum Film: Schauspielerisch ist das natürlich alles keine Höchstleistung, aber das würde doch auch gar nicht passen. Snyder gelingt es mit einem passenden Cast ein super Zusammenspiel zu schaffen. Cavill hat mich völlig beeindrucken können. Spitzen Wahl für den Mann aus Stahl. Auch nicht fehlen darf natürlich seine Liebe Lois Lane, die gut von Amy Adams verkörpert wird. Auch wenn sie nicht wirklich in den Film gepasst hat. Dann wären noch kürzere Auftritte von Kevin Costner, Russel Crow und Laurence Fishburne die mir auch gut in die Welt von Superman gefallen haben.
                                Auch der Bösewicht konnte überzeugen. Gespielt von großartigen Michael Shannon der hier als knallharter Bösewicht hantiert.

                                So Ende mit den unwichtigen Kriterien, jetzt gibt es Materialschlacht bis zum geht nicht mehr :)
                                Klar, ist das auch ein Vorteil gegenüber den alten Superman-Filmen. Superman ist der Mann der alles zerlegen kann und muss. Im Kino macht sowas dann nochmal ne Portion mehr Spaß. Die Effekte, die Inszenierung, die Bilder, die Action und die Optik reißen hier einiges raus, da es für mich immer perfekt zusammen gepasst hat. Der Film hat mich sofort in den Bann gezogen, aus dem ich erst nach 140 Minuten rausgekommen bin. Genau das erwartet man doch von einem Blockbuster-Kino mit etwas Anspruch. Ja, in der ersten Hälfte lässt sich der Film genügend Zeit und muss sich nicht nur mit Action oder "coolen Momenten" beglücken. Es wird oft eine ruhige und stille Atmosphäre erzeugt, die meistens von Hans Zimmer untermalt wird. Für mich ein starker Soundtrack, der gut zu dem Film passt. Besonders in den ruhigen Momenten schafft es Zimmer mit einfachen Klang oftmals Gänsehaut zu erzeugen. Für die Actionszenen setzt er dann gezielt lautere Töne ein, bei denen es auch ordentlich scheppert.

                                Mich hat der Film damals im Kino richtig mitfiebern lassen, da war mein Puls oft auf 180 :) Ganz ehrlich, das haben auch noch viele Filme geschafft. Snyders Bildgewalt, der stimmungsvolle Score, die passenden Schauspieler, die wechselnde Atmosphäre, das Tempo des Filmes und die gewohnt starke Inszenierung hat mir außerordentlich gut gefallen.

                                Wer auf Comicverfilmungen steht bekommt hier mal eine Abwechslung zum altbekannten Marvel-Zeug.
                                Gehört auf jeden Fall für mich zu den besten Comicverfilmungen. Hat mich sehr überrascht. Schade, dass der Film sowohl bei den Kritikern als auch bei der Community nicht so gut wegkommt. Aber solange ich meinen Spaß an diesem Streifen hatte, passt doch alles. Snyder hoffentlich klappt das auch bei Batman v Superman !

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                                  Also der Film ist ganz solide. Schlecht würde ich es nicht betiteln. Es fängt an mit Sci-Fi, Mittelteil ist Coming-of-Age und das Ende ist ein richtiger Superhelden Film. Also ich wurde gut unterhalten.

                                  Was mich persöhnlich gestört hat war der Kampf am Ende. Ja ich weiß es ist Superman aber musste man gleich so übertrieben? Das war ja wie bei Dragonball Z :D Und am Ende die ganze Stadt zerstört. Ich finde hier wäre weniger mehr gewesen. Ich denke Nolan wurde hier wenig bis gaar nicht in den kreativen Prozess miteinbezogen. Das ist ziemlich untypisch für ihn.

                                  • 5 .5

                                    Wie von Zack Snyder gewohnt ist der Film in der visuellen Umsetzung eine Bombe. Jedoch war es das auch.
                                    Denn: Es ist immer noch ein Supermanfilm. Im Gegensatz zu den Watchmen, Spiderman, Batman oder so ähnlich, braucht er kaum um sein Leben zu fürchten. Und das wird trotz großer Gefahrensituationen im Film sehr offensichtlich. Und das macht es für mich zu einem langweiligen Film, wie fast alle Superheldenfilme. Jedoch hat Snyder einen schön düsteren Film gemacht. Die Punkte gibbets also rein für das Auge.

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                                    • 7 .5
                                      Amazing 12.04.2015, 17:43 Geändert 12.04.2015, 17:44

                                      Sehr sehenswerte Verfilmung des, sofern ich weiß, wirklich ersten Superhelden (zumindest was Dc und Marvel angeht) der je kreiert wurde. Dieser Film erzählt die Origin Story sehr ausführlich. Mir persönlich hat jedoch die ein oder andere Szene gefehlt in der Clark in seinem Superman Anzug auf klassische Art Verbrechen verhindert. Es kommt einem vor als würde der Film die meiste Zeit nur wenig Action zeigen und dann in den letzten 45 Minuten komplett mit Action vollgestopft sein.
                                      Nein es kommt einem nicht nur so vor, es IST so. Dennoch muss ich sagen, dass die Action in diesem Blockbuster wirklich großartig gemacht wurde. Vor allem die Fight Szenen waren großartig und völlig anders als in bisherigen Comicverfilmungen. Es sollte noch erwähnt werden, dass unser guter Man of Steel hier ein "wenig" zu zerstörungwütig ist (;

                                      • 7 .5

                                        Ich habe mir mal "Man of Steel" angeschaut und muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Der Film spielt vielleicht nicht ganz auf dem Niveau von "The Dark Knight", er ist aber trotzdem ganz gut. Der Film ist mit seinen 140min Laufzeit kein bisschen langweilig und zieht sich nicht. Er beginnt mit einem CGI Effekt Gewitter auf Krypton, was man so noch nicht in dieser Perfektion und Ästhetik im Kino gesehen hat (an die Leute die Green Lantern verbrochen haben, so wird das gemacht), hier spielt auch das 3D eine Rolle, den Rest des Films fiel es mir dann nicht wirklich auf, wie immer eigentlich bei 3D. Der Film erzählt seine Geschichte nicht chronologisch, sondern springt immer zwischen Rückblenden und Gegenwart hin und her, auch die komplette Story enthüllt sich erst nach und nach. Wer die Comicvorgeschichte von Superman kennt, sollte sich darauf einstellen dass es sich um ein gänzliche Neuinterpretation handelt, die meines Wissen nach auch nicht auf einer direkten Vorlage beruht.
                                        Die Schauspieler machen nahezu alle einen guten Job, Henry Cavill ist eine gute, optische Besetzung, die Bohrturmszene wird auf jedenfalls die Ladies erfreuen. Die beiden Väter sind ja starbesetzt mit Crowe und Costner. Zuerst dachte ich naja der Crowe ist halt nur in Anfangssequenz dabei, dann übernimmt Costner, aber in Wirklichkeit hat doch Crowe deutlich mehr Screentime als der Kevin. Amy Adams als neue Lois Lane ist in Ordnung, jedenfalls besser als Kate Bosworth die damals definitiv zu jung für diese Rolle war. Lediglich Diane Lane als Martha Kent fand ich etwas fehl besetzt, die ist gerade mal 18 Jahre älter als der Hauptdarsteller und das Altersmakeup von ihr hat mich nicht so überzeugt.
                                        Nun kommen wir zu den Bösewichten Michael Shannon als Zod ist einfach gut darin böse zu sein (er spielt irgendwie immer Fanatiker, Boardwalk Empire, Premium Rush), der hat einfach den Blick dazu und unser aller deutsche Beitrag in Form von Antje Traue als Faora ist ein Supermiststück.
                                        Die Charakterentwicklung von Clark Kent und seine Wandlung zum ehrenhaften Superman ist nach ca. 2/3 des Films abgeschlossen, ab da wird erstmal alles in Schutt und Asche gelegt, die Amis scheinen ihr 9/11 Trauma bzgl. umstürzender Hochhäuser definitiv überwunden zu haben.
                                        Fazit: Geiler Film macht Spaß, Superman ist nicht mehr der langweilige perfekter Schwiegersohn Bubi. Ich hätte mir etwas mehr Humor gewünscht und die Zerstörungsorgie am Schluss ist zwar geil anzusehen, aber auch ein wenig too much. Ich gebe den Film 7,5 unbedingt anschauen.

                                        • 7

                                          Ich war nie besonders ein Fan von Superman. Dieser Superheld hatte für mich einfach keinen Reiz. Man of Steel hingegen gefiel mir. Ein ordentlicher Film der einen für mich uninteressanten Superhelden interessant darstellen kann. Ordentlicher Start ins DC Cinematic Universe. Mal sehen wie Superman v Batman wird, denn da spielt mit Batman einer meiner Lieblingssuperhelden mit. Ich freu mich!

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                                            Schade...
                                            Der Titel, der Cast, die Trailer, alles haben auf einen so tollen Film hingedeutet. Zudem hat Zack Snyder bereits mit 300 und Watchmen bewiesen, dass er nicht nur Filme machen, sondern auch Kunst schaffen kann.

                                            Bei Man of Steel ging es leider nach hinten los. Eigentlich bin ich ein Freund davon, wenn Filme nicht streng linear verlaufen. Bei Man of Steel nahm es den Erzählfluss komplett raus. Weiterhin ist es Zack Snyder nicht gelungen, die Bedeutung von Superman für die einfachen Menschen zu vermitteln. Ich erinnere nur an Superman von 1979 wie er das Helikopterunglück vereitelt. Menschen in panischer Angst, hoffnungslos, dann kommt diese gotthafte Gestalt, rettet die Situation, die Menschen schauen zu ihm auf (ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug?)... Sowas fehlte bei Man of Steel total.
                                            Stattdessen hatten wir einen übertriebenen Endkampf der eher an das Finale von Matrix erinnerte.

                                            Daher ist Man of Steel für mich nur ein durchschnittlicher Film geworden. Man kann ihn gucken, er weiß zu unterhalten, aber es wurden ganz viele Chancen nicht genutzt.
                                            Ich hoffe Batman vs. Superman wird stimmiger.

                                            • 9

                                              Nun also die ultimative Mammut-Kritik meinerseits zu dem Mammut-Film 2013 schlechthin:

                                              [...] Zack Snyder hat zwar Respekt vor den Jahrzehnten an Vorlagen, welche das Charakter-Ensemble um Superman Stück für Stück aufgebaut haben – in seinem Drang, diese Verhältnisse auf die Essenzen genau zu destillieren und in ein muskulöses Kino der Eskalationen umzusetzen, erbaut er sich jedoch eigenen künstlerischen Respekt. Dazu gehört auch der Fokus auf eine Ästhetik, die mit knöchernen Waffen, verrotteten Schädeln und bizarren Kommunikationssystemen unterm Sternenhimmel zum befremdlichen Staunen einlädt. [...]

                                              Die Vorstellung eines allmächtigen Wesens findet hier seine furchterregenden Ausmaße. Das kann letztlich auch nicht von Superman aufgelöst werden, der noch nicht der souveräne Held sein kann, den die Comics porträtieren. Snyders kompromisslose Tour de Force wirft hier ihre kontroversesten Schatten, wie sie auch einen beständigen Druck von sich selbst fordert. Geradezu atemlos verengt sich die Zeit, in welcher der Schrecken von Krypton noch verhindert werden kann. Jeder Moment jongliert mit der Eskalation und bringt das Publikum in angespanntes Schwitzen. Die Sicherheit einer gängigen Comicfilm-Erfahrung ist nicht gegeben, dafür aber die audiovisuelle Einbeziehung in finstere Perspektiven. [...]

                                              9
                                              • 10

                                                "Man of Steel" wird häufig als lauter, inhaltloser Krawallblockbuster bezeichnet. Dies ist schade, da sich hinter der Fassade des Krawallfilms ein wahres Meisterwerk verbirgt.

                                                ENTHÄLT SPOILER!

                                                In "Man of Steel" von Regisseur Zack Snyder geht es um Clark Kent (Henry Cavill) der als Kind zur Erde geschickt wird und bei Jonathan (Kevin Costner) und Martha Kent (Diane Lane) aufwächst. Schon früh stellt er fest, dass er übermenschliche Fähigkeiten besitzt. Als der wahnsinnige General Zod (Michael Shannon) die Erde bedroht, muss Clark über sich hinauswachsen um die Menschheit zu retten...

                                                "Man of Steel" ist kein Film, der durch Dialoge getragen wird. Er ist ein Film, der durch seine Bilder lebt. Snyders Inszenierung ist genial. Und sei es nur eine Schaukel, die hin und her schwingt, oder ein Tür, die in's Schloss fällt. Snyder zeigt alles auf perfekte Art und Weise und schafft es tatsächlich, unglaublich viel durch seine Bilder zu vermitteln.

                                                So wird in einer Szene, in der der Junge Clark sich in einem Raum zusammenkauert und versteckt, die Last seiner Gabe viel intensiver durch die Bilder gezeigt als durch jeden Dialog.

                                                Ein Clark Kent, der voller Schmerz auf die Welt blickt. Ein Clark Kent, der erst lernen muss mit seinen Kräften umzugehen. Ein Clark Kent, der nur geliebt werden möchte. Natürlich benutzt "Man of Steel" auch den Dialog, um solche Emotionen zu zeigen; doch der Dialog ist immer nur ein Diener des Bildes.

                                                Doch "Man of Steel" ist nicht nur ein Film genialer Bilder, er ist auch ein Film der Symbolik. So ist Clark Kent der moderne Jesus; der Retter einer Welt, die ihm nicht vertraut, die Angst vor ihm hat, die ihn hasst. Dennoch gibt er alles um besagte Welt zu retten.

                                                Doch auch abseits der religiösen Symbolik hat "Man of Steel" viel zu bieten. Er zeigt den Kampf zwischen der Evolution und der Menschheit. Die Evolution klagt in Form von General Zod die Menschheit an; sie hat viel zu lange gelebt und es wird Zeit, dass sie abgelöst wird. Der Verteidiger der Menschheit ist Clark Kent.

                                                Er mag kein Mensch sein; und dennoch verkörpert er die menschlichsten Eigenschaften. Am Ende zeigt er sich bereit, eine andere Spezies auszulöschen um das überleben der Menschheit zu wahren. Doch handelt er nicht richtig? Zod ist ein Fanatiker, er gehört einem Volk an, das seine Chancen vertan hat.

                                                Zod wirkt wie einer jener Götter der griechischen Mythologie. Eine neue Spezies erhebt sich, doch die alten Götter hegen einen Groll gegen sie. Zod ist einer jener alten Götter. Doch auch Clark Kent ist einer jener Götter. Aber er wuchs unter Menschen auf und übernahm ihre Prinzipien.

                                                Am Ende präsentiert uns "Man of Steel" einen Kampf zwischen Göttern, der auf der Erde ausgetragen wird und bei dem die Menschen in Deckung gehen müssen. Denn sie sind den Göttern nicht gewachsen. Auch wenn sie im Film Clark tatkräftig unterstützten, so muss er den Finalen Kampf gegen Zod doch allein antreten.

                                                Abseits der unglaublichen Symbolik und Bilder bietet "Man of Steel" natürlich alles, was einen guten Blockbuster auszeichnet.

                                                Einen großartigen Score, namenhafte und wunderbar agierende Darsteller, eine solide Story, tolle Effekte und viele emotionale Momente.

                                                "Man of Steel" ist ein Film, wie es ihn nur selten gibt. Er kann dem gewöhnlichen Zuschauer als gute Actionunterhaltung dienen; doch dem Cineasten bietet er eine Symbolik und eine Bildsprache, die einzigartig sind.

                                                10
                                                • 7

                                                  Guter Supermanfilm, eine schöne eigene Vision. Man hätte zur Abwechslung mal eine hübsche und coole Lois Lane nehmen können, aber nein.
                                                  Henry Cavill ist gut und passend. Die Komplexität der mittlerweile riesigen Comicwelt kann der Film natürlich nicht wiedergeben, er kann nur ein guter Kinofilm sein.
                                                  Ich fand Superman immer den langweiligsten aller Superhelden, weil er ja alles kann. Diese Verfilmung ist zumindest die optisch angenehmste der bisherigen Verfilmungen. Man of Steel ist mit dem Wunsch einfach gute Unterhaltung zu bekommen, eine genau solche.

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                                                  • 3 .5

                                                    Kein sehenswerter Superman Film!

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