Sushi in Suhl

Sushi in Suhl (2011), DE Laufzeit 107 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 18.10.2012


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von Carsten Fiebeler, mit Uwe Steimle und Julia Richter

Die Tragikomödie Sushi in Suhl beleuchtet die wahre Geschichte von Rolf Anschütz. Dem Mann, der in den 1970ern das erste und einzige Japan-Restaurant der DDR eröffnete.

Rolf Anschütz (Uwe Steimle) arbeitet als Koch in Suhl. Sein Beruf ist seine große Leidenschaft und allmählich hat er die traditionelle Thüringer Küche satt. Es muss doch noch mehr geben als nur Klöße, Bratwürste und Gulasch. Doch für seine kreativen Gaumenfreuden (beispielweise Maikäfersuppe) sind die DDR-Bürger anscheinend noch nicht bereit. Doch dann sitzt plötzlich ein waschechter Japaner im HO-Restaurant Waffenschmied und verlangt nach japanischer Küche.

Mit Ehrgeiz und jeder Menge Einfallsreichtum mausert sich Rolf zum Japanexperten und richtet schließlich im hinteren Teil des Suhler Lokals Waffenschmied ein eigenes Japan-Restaurant ein. Doch je mehr Anerkennung Rolf durch seine exotischen Kochkünste erhält, desto mehr entfernt er sich von seinen Freunden und seiner Familie.

Hintergrund & Infos zu Sushi in Suhl
Rolf Anschütz lebte tatsächlich. Sushi in Suhl beruht also auf tatsächlichen Begebenheiten, denn der 1932 geborene und 2008 verstorbene Gastronom eröffnete 1966 in Suhl wirklich die Japan-Abteilung im HO-Lokal Zum Waffenschmied – inklusive Nacktbadepool. Auf einen Platz im Japan-Restaurant mussten die DDR-Bürger jedoch bis zu anderthalb Jahre lang warten.

Uwe Steimle übernahm in Sushi in Suhl die Hauptrolle des Provinzkochs. Der Schauspieler und Kabarettist ist den Zuschauern besser bekannt als Schweriner Polizeiruf 110-Kommissar Jens Hinrichs (Polizeiruf 110: Schweineleben).

Der Regisseur von Sushi in Suhl, Carsten Fiebeler, kennt sich mit DDR-Stoffen bestens aus: Der 1965 in Zwickau geborene Filmemacher inszenierte bereits die Filme Die Datsche, Kleinruppin Forever und ostPunk! too much future.
(AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Sushi in Suhl
Genre
Drama, Komödie
Zeit
1970er Jahre
Ort
Deutsche Demokratische Republik
Handlung
Essen und Trinken, Restaurant, Sushi
Verleiher
Movienet / 24 Bilder
Produktionsfirma
StarCrest Media

Kommentare (6) — Film: Sushi in Suhl


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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich hatte mir ein klein wenig mehr erhofft, war aber auch fehlinformiert, da ich eine Art Dokumentarfilm erwartete. Sushi in Suhl ist aber eher ein Re-Enactment auf besserem TV-Film-Niveau, der eine witzig-spannende Geschichte teilweise gekonnt, teilweise flapsig und schwülstig erzählt. Der Film lebt im Grunde von der Story - in der Inszenierung muss man dann eben den ein oder anderen Schnitzer oder langweilige Szenen verzeihen. Dann erhält man ein besonderes Stück DDR-Geschichte.

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käfer11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine tolle, wahre Geschichte! Ich mag Uwe Steimle sehr aber der sächsische Dialekt hat leider gar nicht gepasst. Zum Teil witzig - die Planwirtschaft der DDR lässt grüßen - Sojasoße mit Maggi ersetzt ;-) aber auch ernsthaft. Sehr gute Darsteller, zu wenig aber immerhin einige Bilder aus Thüringen und eine Homage an Rolf Anschütz, der sich was getraut hat und es geschafft hatte!

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Waran

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein doch außergewöhnlicher Ansatz, einen tieferen Blick in die DDR zu wagen und den immer wieder vorhandenen Mut und die Kreativität der Menschen zu zeigen aus wenig viel zu zaubern. Anfänglich hat der Film durchaus das Potenzial für >8 Punkte, leider macht man das durch die Japan-Sequenz zunichte. Weniger wäre da mehr gewesen.

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Indigomiau

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ging erstaunlich unterhaltsam los...doch schnell schlichen sich hier und da, zumindest für mich, unnötige Längen ein, die dem Ganzen einen negativen Beigeschmack gaben, mal vom nicht echten Dialekt und ein paar weiteren Unstimmigkeiten abgesehen, die bei besserer Recherche durchaus hätten vermieden werden können. Schade, ich hatte mir mehr erhofft!

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AgentGuhl86

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Bewertung7.0Sehenswert

Heute war in meinem Kino mal wieder "Kino für Kenner" angesagt und gänzlich unwissend und frei von Erwartungen ging es heute ins thüringische Suhl - zu Zeiten der DDR. Dort wird die wahre Geschichte eines Wirts erzählt, der die japanische Kochkunst für sich entdeckt und damit direkt in die Besessenheit steuert. Der erste Teil des Films ist gut gelungen und macht ziemlich viel Spaß - insbesondere durch einige gelungen gestreute Wortwitze. Hälfte Nr. 2 gefiel mir leider weniger, die Geschichte wird hier überdimensioniert und wirkt nur noch unangenehm künstlich. Durch die tollen Darsteller und den gut portionierten Humor reicht es aber immer noch für stattliche 7 Punkte.

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BlackBirdy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der sächsische und teils anhaltiner Dialekt der Suhler Bevölkerung und die schlecht eingeschnittenen Szenen aus Japan habe ich als störend in einem ansonsten stimmigen Film empfunden.Als gebürtige Suhlerin hätte ich mir mehr Bilder aus der Heimat gewünscht.Dies macht der Film mit viel Herz und Humor und einer durchaus warmherzigen Darstellung der Charaktere wett.

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