"SWEENEY TODD" ist nur vordergründig ein morbid anmutendes, brutales Werk, überwiegt doch bei genauerer Betrachtung vielmehr die der Geschichte innewohnende überaus tragische und dramatische Komponente. Und plötzlich wirkt jede Bildkomposition, jedes dreckige Detail des Films fast wie ein Teil von Todds alptraumhafter Vergangenheit.
Die Verfilmung ist nicht wirklich langweilig, denn wie man es sich von Burton gewohnt ist, bietet sie eine phänomenal stimmungsvolle Ausstattung und mit viel Ironie versetzte Düsterheit. Doch auf die Dauer wirkt diese doch etwas eintönige Inszenierung ermüdend.
Das Dreamteam Burton, Depp, Bonham Carter und Rickman ist eigentlich für einen gelungenen Film gut. Man merkt leider, dass die Hauptpersonen keine Gesangsausbildung haben. Die Musicalvorlage hat zudem das Problem vieler neuerer Musicals, es fehlen Ohrwürmer.
Die Optik rettet den Film nicht über die Zeit, was auch an der dünnen Story liegt. Ohne Gesang wäre die Geschichte in einer guten halben Stunde erzählt gewesen.
Lichtblick Sasha Baron Cohen zeigt, dass er mehr als sein Ali G. alter Ego drauf hat.
Also ich bin da ganz anderer Meinung, ich hab auch heute noch ( Über ein Jahr ists wohl her als ich den Film gesehen hab) Ohrwürmer von den Film-Songs.
[...]Das Schauspielensemble um Burtons Stammschauspieler Johnny Depp und Helena Bonham Carter bietet nicht nur gesangliche Glanzleistungen. Depp, für seine Darstellung Oscar-nominiert, bringt die Manie und selbstzerstörerische Vergeltungssucht Sweeney Todds mit jedem Zucken seiner Gesichtsmuskeln zum Ausdruck, Alan Rickman gibt den diabolischen Richter Turpin absolut überzeugend. Auch Bonham Carter schafft es dank ihres Talents den Gedanken an das 'Ich-werde-nur-besetzt-weil-ich-die-Frau-des-Regisseurs-bin'-Klischee gar nicht erst aufkommen zu lassen.[...]
"Sweeney Todd" ist ein Meisterwerk. Erneut stellt Burton unter Beweis, dass er Abseits des üblichen Mainstreams Filme schaffen kann, die eine breite Masse ansprechen. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von Johnny Depp und Helena Bonham Carter. Unbedingt ansehen!
“No I’ll never hug my girl to me - finished! Alright! You sir, you sir, how about a shave? Come and visit your good friend Sweeney. You sir, too sir? Welcome to the grave!”
Da ja scheinbar im Moment alle so in Musical-Laune sind (”Mamma Mia” soll ja so toll sein) und ich beim “Film-Stöckchen” in der Rubrik arge Probleme hatte, die Fünf voll kriegen, dachte ich mir, jetzt guckste auch mal wieder nen Musik-Film. Und warum dann nicht den halbwegs aktuellen “Sweeney Todd”, wo die Voraussetzungen (Tim Burton, Johnny Depp, Alan Rickman…) schon ganz gut sind? Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.
Zu erst einmal das Negative. Man lernt ja schon in der Schule, die Argumente die überzeugen sollen kommen am Ende damit sie im Gedächtnis bleiben *g*. Störend an diesem Film ist nicht das Gesinge. Da dies ein Musical ist, kann man das schon irgendwie vermuten, dass gesungen wird. Störend ist allerdings, dass auch gesungen…
/p>
“No I’ll never hug my girl to me - finished!
Alright! You sir, you sir, how about a shave?
Come and visit your good friend Sweeney.
You sir, too sir? Welcome to the grave!”
Da ja scheinbar im Moment alle so in Musical-Laune sind (”Mamma Mia” soll ja so toll sein) und ich beim “Film-Stöckchen” in der Rubrik arge Probleme hatte, die Fünf voll kriegen, dachte ich mir, jetzt guckste auch mal wieder nen Musik-Film. Und warum dann nicht den halbwegs aktuellen “Sweeney Todd”, wo die Voraussetzungen (Tim Burton, Johnny Depp, Alan Rickman…) schon ganz gut sind? Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.
Zu erst einmal das Negative. Man lernt ja schon in der Schule, die Argumente die überzeugen sollen kommen am Ende damit sie im Gedächtnis bleiben *g*.
Störend an diesem Film ist nicht das Gesinge. Da dies ein Musical ist, kann man das schon irgendwie vermuten, dass gesungen wird. Störend ist allerdings, dass auch gesungen wird, wenn überhaupt keine Notwendigkeit besteht. Um mal einen vielleicht etwas unpassenden Vergleich zu wagen: “Once More With Feeling“, eine Episode der Serie “Buffy“, ist ein Musical in Reinform. Die Dialoge werden unterbrochen von schmissigen Songs, mit eingängiger Melodie, passenden, witzigen Texten und perfekter Choreografie. Jedes Lied hat irgendwie seine Daseinsberechtigung, wenn man das so sagen will. Etwas anders bei “Sweeney Todd”: Hier werden auch Dialogzeilen gesungen, die man auch hätte sprechen können, ohne Melodie, Struktur - so ein belangloses Singsang stört dann leider auch in einem Musical.
Das wars dann aber auch schon, was stört, denn der Rest ist ganz großes Kino. Wie erwartet, machen alle Schauspieler ihre Sache sehr gut (sogar das Singen, was man ja nicht so erwarten kann), besonders Alan “Snape” Rickman überzeugt hier (von dem ich vorher gar nicht wusste das er mitspielt). Die Handlung spielt in einem überzeugend dargestellten London des 19. Jahrhunderts (Oscar “Bestes Szenenbild”) und die Bilder sind düster, fast schon schwarzweiß. Richtig Farbe kommt nur durch das Blut ins Spiel, welches reichlich fließt. Man wundert sich: Eine Freigabe ab 16 Jahren hätte ich dem Film vermutlich nicht gegeben. Die Story ist auch gut, so in der Form wohl noch nicht da gewesen (also außer in den vorherigen Adaptionen) - Frisör bringt Leute um, die seine Bekannte dann zu Fleischpasteten verarbeitet. Den Verlauf der Handlung kann man glaube ich sehr gut anhand der Wikipedia-Erklärung zu “Tragödie” zusammenfassen:
In der Praxis werden die Gefühle des Zuschauers einer Tragödie oft durch ein geschickt angelegtes Wechselspiel der Ereignisse zwischen der Sympathie mit dem Helden, dem Erschrecken vor dem näher rückenden, unabänderlichen Ende und der immer wieder angeregten Hoffnung auf einen günstigeren Ausgang hin und her gezogen.
Fazit also: Ein super Film, der zwar nicht zu 100% überzeugt, aber dennoch mehr als einen Blick wert ist. Für alle Skeptiker: Die Songs sind NICHT synchronisiert, sondern mit Untertiteln belegt. Ist doch was.
Now then, my friend.
Now to your purpose.
Patience, enjoy it.
Revenge can’t be taken in haste.
Ich muss zugeben, ich mag keine Musicals. Noch weniger mag ich Musical-Verfilmungen aus Hollywood. Schlechte Vorzeichen also für Tim Burtons neusten Streich, die Musical-Verfilmung “Sweeney Todd - Der Teuflische Barbier Aus Der Fleet Street” mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Trotzdem wollte ich mir den Film ansehen, denn was der Trailer und die Bilder versprachen, haute mich schlichtweg vom Hocker.
Einmal mehr entführt Tim Burton seine Zuschauer in eine ausgesprochen künstliche Welt, die meisten seiner Einstellungen wirken wie düstere, bewegte Gemälde. Allein die Mechanik des Barbierstuhls, von dem die Leichen direkt in den Keller gekippt werden können, ist ein Meisterwerk. Auch zeigt Burton Todds blutiges Treiben nicht als reine Sudelei, wie sie in vielen Horrorfilmen vorherrscht, sondern als ästhetischen Akt, so paradox das klingen mag.
[...] Das stark digital bearbeitete, düstere London des. 19. Jahrhunderts zieht den Zuschauer in eine interessante Fantasiewelt. Die Hauptdarsteller wirken mit ihren weiß geschminkten Gesichtern nicht weniger künstlich als die Sets, wissen aber zu überzeugen. Man muss den Stoff als eine Art Märchen begreifen, denn so erschließt sich einem dann auch das extreme wie stimmungsvolle Spiel mit Farben und Kontrasten sowie die simpel aber dramatisch gestrickte Story. Da „Sweeney Todd“ sich in erster Linie die Stimulierung der Sinne zur Aufgabe macht, muss man über ein paar Durchhänger in der Erzählung hinwegsehen. [...]
Tim Burton wagt das Unmögliche: Er übersetzt Stephen Sondheims Jahrhundertkomposition in ein Schauermärchen aus ausgewaschenen Farben, kargem Design und literweise rotem Nass. Die Besetzung mit nicht ausgebildeten Sängern erweist sich dabei als wahrer Coup, überwindet der Film somit jene Theatralik, für die der Bühnenstoff geradezu prädestiniert ist. Als streng konzipiertes Film-Pendant zur Vorlage erweist sich "Sweeney Todd" als herausragend gespieltes, mitreißendes und nahezu genial adaptiertes Grusical, das mit Burtons versierter Regie, dem grandiosen Schnitt und einem raren Grundverständnis für die Inszenierung des Sujets neue Maßstäbe im Musicalgenre setzt.
Um 1800 nähert sich ein Schiff der in Dunkel gehüllten Stadt London. Ein junger Mann schwingt sich beseelt ins Bild in heller Vorfreude auf London, als er von einem älteren Mann zurückbeordert wird. An London sei nichts schönes, der Abschaum der Gesellschaft sei dort beheimatet. Es handelt sich um einen Mann um seine vierzig, mit einer wilden dunklen Löwenmähne, einzig an seiner rechten Seite durchzogen, einer Narbe gleich, von einer grauen Strähne. Dieser Mann ist Sweeney Todd (Johnny Depp), hieß jedoch einst Benjamin Barker und war Barbier in London, mit einer hübschen Frau und neugeborenen Tochter. Doch er wurde Opfer eines Verbrechens, das er nicht begangen hatte und zu lebenslanger Zwangsarbeit nach Australien verbannt. Seinen Ursprung fand diese Tat in dem selbstgerechten Richter Turpin (Alan Rickman), welcher Barkers Frau begehrte und diesen aus dem Weg schaffte. Doch es gelang Todd nach fünfzehn Jahren auf einem selbstgebauten Floß zu entfliehen und so wurde er von Anthony, dem jungen Matrosen, gerettet und kehrt nunmehr zurück - zurück nach London. Todd macht sich auf in die Fleet Street und zieht zurück in seine alte Wohnung über der Bäckerei der verschrobenen Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter) - dort plant er seine Rache, nicht nur an Richter Turpin und dessen Handlanger Beadle (Timothy Spall), nein, seine Rache an der ganzen Gesellschaft.
Wer Musicals und/oder Tim Burton mag, wird an Sweeney Todd sicher seinen Spaß haben. Für alle anderen bleiben zumindest die recht beindruckenden Schauwerte.
SWEENEY TODD ist ein Musical, daher wird hier viel, um nicht zu sagen: fast ausschließlich, gesungen. Und zwar zu einer komplexen, perfides Vergnügen am Spiel mit Dissonanzen findenden, wunderbaren Musik, der mit dem zugehörigen Gesang Ehre erwiesen werden will. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang lautet daher, dass die Gesangsstimmen von Johnny Depp (Sweeney Todd) und Helena Bonham Carter (Mrs. Lovett) sich als der Herausforderung ihrer Partien gewachsen erweisen.
„Sweeney Todd“ ist tiefschwarz, ist morbide, ist blutig, ist ein Musical, ist eine Tragödie über die Liebe, das Leben und den Tod, die ihren Weg konsequent zu Ende geht, ist ein Kunstwerk, ist Tim Burton. Als über der letzten großartigen, intensiven, ausdrucksstarken Szene des Films der Abspann einblendet, hat man das Gefühl gerade Zeuge von etwas Besonderem geworden zu sein.
Noch nie wurde Blut so schön gezeichnet. So süß und bitter dieser Saft, so auch die Moritat des betrogenen und nach Rache dürstenden Barbiers von London – grandios gespielt von Johnny Depp. Das neuerliche Meisterwerk Tim Burtons („Nightmare before Christmas“) steigert die melodramatische Geschichte aus dem düsteren 19.Jahrhundert mit Gesang: Schaurig schön!
Burton schaffte es, die Spielszenen und Musicaleinlagen sanft ineinander fließen zu lassen, wodurch sich ein organisches Ganzes ergibt. Ein gewisses Faible für das Musical-Genre sollte man allerdings schon mitbringen, immerhin wird hier ausgiebig bei jeder sich bietenden Gelegenheit gesungen und musiziert.
Daß Stephen Sondheim hierzulande nahezu unbekannt ist, sagt eigentlich schon alles über den Zustand des Genres Musical in Deutschland. Mit "Sweeney Todd" kann man immerhin erahnen, was möglich ist. Da muß das Musical nicht mehr nur witzig und getanzt sein, es kann auch böse und ganz und gar finster enden - dafür sind die Gefühle echt und tief und schwarz. Die Kamera verweilt lange bei Johnny Depp und Helena Bonham Carter, und was könnte sie klügeres tun?
gesehen und mehrfach gefragt: Wer will das eigentlich sehen? Ich fand SWEENEY TODD ja nicht einmal schlecht. Aber wieso Burton die Geschichte unbedingt als Musical erzählen muss? Der Film ist erstens zu lang (gefühlte 3 Stunden), hat einen gewaltigen Hänger in der 2. Hälfte und gesanglich hapert es da auch stellenweise. Johnny Depp und Bonham Carter haben beide ein dünnes Stimmchen. Und egal wie sympathisch ich Depp in dieser Rolle fand, der Cast ist definitiv ein Fehlgriff wenn dann den Film als das bewertet was er ist: Ein Musical. Rickman's Gesang ging gar nicht, dafür erfreuten die kleinen Rollen umso mehr. Und Schauspielerisch kann man Depp und Carter wirklich wenig vorwerfen, da hat alles gepasst. Und ja, der Film hat seinen eigenen Charme. Insgesamt keine Misäre, aber auch nicht überragend. Mit grandiosen Einzelszenen die man nicht missen möchte.
Oh doch, ein großer Spaß dieser Film. Die nicht für den Gesang ausgebildeten Stimmen passen ganz hervorragend in das Ambiente, Johnny Depp ist mal wieder überragend. Vor allem sieht der Film aber einfach großartig aus und wartet mit sehr netten Ideen auf.
Super düsterer und genialer Film, von dem wohl besten Filmduo das es gibt.
Johnny, der mit dieser Rolle den Oscar voll verdient hat und Tim, der es mal wieder geschaft hat ein unmögliches Konzept auf die Leindwand zu zaubern.
Filmisch ist "Sweeney Todd" ein Musical und ein Splatterfilm, und damit gleich doppelt ungemein modisch: "Hostel" meets "Chicago", wenn man es so ausdrücken möchte. Es ist ein schwarzromantisches, aber auch skurriles Kino, zitatsatt von "Frankensteins Braut" bis "Addams Family", von Boris Karloff bis Christopher Lee weckt der Film vor allem Erinnerungen an den klassischen Horrorfilm. Herrlich düster, mitunter auf die Schönheit des Makabren und Schaurigen, vor allem aber auf Ekelästhetik setzend - burleskes "Théâtre du Grand Guignol", wie fast Burtons gesamtes Werk. Aber eben auch zuviel Subtext, zuwenig Substanz.
(...) In seinem Nachhall blieb Sweeney Todd für mich deswegen erstaunlich leer. Trotz der grandiosen Bilder, vieler guter Momente und der wundervollen Cast, wollte sich das Ganze nicht zu einem runden Gesamteindruck fügen, jenem hungrigen, glücklichen Gefühl, daß man diesen Film auf jeden Fall noch einmal sehen möchte, das man ihn ins Herz schließt. Etwas für das grade Musicals eigentlich prädestiniert sind, denn in wenigen Genres liegen große Gefühle, Ironie, Drama und Spaß so dicht beieinander wie dort. Doch vielleicht ist bei aller Liebe zum Detail, daß genau das Problem des Films: Er hat, wie seine Titelfigur, letztlich kein Herz.
Sweeney Todd sollte man schauen. Aber man muß ihn nicht mögen.
Hinsichtlich Werktreue, Schwermut und Ernst mag Burtons Filmfassung Sondheims Musical wohl in vielerlei Hinsicht gerecht werden, doch die große Chance, ein groteskes Blutbad mit stimmungsvoller Gesangsbegleitung zu schaffen, hat er vertan. "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" ist nicht der Mordsspaß, den man erhofft hatte.
Ein toller Tim Burton Film mit dichter Atmosphäre, der besonders durch die schönen Kostüme, dem düsteren Setting und der stimmungsvollen Musik getragen wird.
Helena Bonham Carter und Johnny Depp zeigen das sie neben der Schauspielerei durchaus auch noch weitere verborgene Talente besitzen.
So, "How about a shave?"
Makaber und böse lässt Burton immer wieder seinen Humor in dieser finsteren Fabel durchscheinen, doch trotz eines Auftritts von Borat alias Sacha Baron Cohen, der hier einen pseudo-italienischen Coiffeur-Schnösel gibt, gerät ihm „Sweeney Todd“ nie zur albernen Lachnummer. Stattdessen stellt er sein besonderes Händchen für dunklen Gothic-Grusel ganz in den Dienst der Vorlage und nimmt dabei nicht zuletzt das Genre des Musicals sehr ernst.
mein erstes musical^^
und auch wenn mir die geschichte nicht wirklich gefallen hat, weiß ich jetzt wieder, warum Tim Burton ein unglaublich guter regisseur ist, Johnny Depp und Helena Bonham Carter krankhaft genialer schauspieler sind, Alan Rickman einer meiner lieblingsbösewichte ist und überhaupt ... echt gut!
allerdings unbedingt im original ansehen!
Ohje, was hätte das für ein guter Film werden können...
Was, in meinen Augen, bei "Repo! - The Genetic Opera" noch wunderbar funktionierte zerfällt hier in zwei einfach nicht aneinander haften wollenden Schichten.
Zum Einen sei hier die wirklich gelungene, atmosphärische Geschichte (die mich die ganze Zeit über irgendwie an den nicht ganz so finsteren "Edward Scissorhands" denken ließ) genannt.
Wahrscheinlich deshalb da Tim Burton eben diesen schon als Musical plante. Doch zum Glück tat er das nicht!
Auch muss man den Verantwortlichen zu Gute halten dass sich dieses Filmuniversum durchaus für ein Musical eignen würde.
Aber:
Auf der anderen Seite muss man einfach konstatieren dass sowohl die Musikstil-Auswahl als auch die zumeist dünnen Stimmchen so gar nicht passen.
Ein Gesangsstück nach dem anderen plätschert belanglos vor sich hin und man hat fast den Eindruck in den Gesichtern der Protagonisten Ratlosigkeit ob der Höhepunktarmut ihrer Vorträge zu erkennen.
Somit bleibt festzuhalten dass "Sweeney Todd" eben als stinknormaler Tim-Burton-Film gut funktioniert hätte, aber als Musical, worauf hier ja das Gewicht liegt, leider fast komplett versagt.
Einen Extrapunkt gibt's für zwei sehr witzige Szenen:
Einmal für Sacha Baron Cohen als Pirelli und seiner sehr rücksichtslosen Messerschärf-Methode. Und am Ende für die feurige Zappeltriene.
Diesen Film hatte ich bereits vor Jahren in einer Sneak Preview gesehen. Oder auch nicht! Denn wie gefühlt alle männlichen Zuschauer, hatte ich nach nicht einmal 20 Minuten das Kino fluchtartig verlassen.
Doch nun ereignete es sich, dass ich Sleepy Hollow sehen wollte, der Name ähnlich, Tim Burton, Johnny Depp, doch nachdem ich den Fehler realisierte, fragte mich wirklich wie ich solch einen Fehler machen konnte. Diesmal zwang ich mich aber, den ganzen Film anzuschauen:
Und ich muss zugeben, dass ich ihn in Bezug auf einige Aspekte sehr interessant finde. Die Geschichte ist reich an Wendungen, traurig, aber auch spannend. Der makabere Humor gefällt mir, hinsichtlich der Optik bin ich gespalten. Ich mag den visuellen Stil im Allgemeinen, der Einsatz von CGI ist jedoch so auffällig, dass er mich sehr stört. Vielleicht ist es Absicht, jedoch wirkt dies doch arg lieblos und steht damit im Großen Bruch zum sonst doch so interessanten Kameraspiel.
Die Schauspieler finde ich wohl gewählt und wissen ihre Rollen überzeugend zu spielen. Nur den Gesang empfinde ich immer noch als unheimlich nervtötend und streckend. Ich mag keine Musicals. Da hat es dieser Film sicher auch nicht leicht. Ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich geprüft habe, wie lange der Film noch geht. Es wiederholt sich einfach immer und immer wieder. Sowohl die Lieder als auch innerhalb der Lieder. Dadurch verliert der Film auch wieder und wieder an Spannung.
Auffallend, jedoch dem Stile zutragend, sind kleinere logische Brüche im Film, die ihn etwas nach Theater erscheinen lassen.
Nun, der Film ist kein rotes Tuch mehr. Ich glaube mir würde der Film, wäre er kein Musical, sogar gefallen. Wie ich lese, scheint der Film aber - für andere - genau durch diesen Aspekt sogar noch zu gewinnen. Für mich bleibt er nur durchschnittlich mit dem fadem Beigeschmack, dass noch einiges an Potential drin gesteckt hätte.
Ein Film den ich mir genauso gut im Opernhaus vorstellen könnte.
Das Gebotene ist schlicht genial. Vom Szenenbild zu den Effekten über die Schauspieler bis hin zur grandiosen Musik. Der Film lässt kaum Wünsche offen und unterhält während seiner vollen Laufzeit und zeichnet so manche Male ein Lächeln aufs Gesicht.
Ich finde den Film mega gut !!
a) die Besetzung : Helena Bonham Carter & Johnny Depp, zwei meiner Lieblingsschauspieler
b) die Musik & dieser "Musical-Touch"
c) das schaurige aber trotzdem stilvolle "Gemetzel"
TOLLLLLLLLLLL !!!!!!!!!!!!!
Wenn das ein Horrorfilm ist, dann einer mit Klasse
nicht so wie die Saw-Reihe
also bitte ja?!
Tobin Bell und Shawnee Smith nehmen es alle mal mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter auf und bei Saw fließt das blut viel authentischer!
;)
Seit "Dr. Horrible's Sing-Along-Blog" bin ich nicht mehr in den Genuss eines solchen Musicals gekommen. Düster, dunkel und dreckig wird London dargestellt, eine Atmosphäre deren gleichen man nicht alle Tage sieht. Johnny Depp als teuflische Barbier beweist wieder einmal schauspielerisches sowie musikalisches Talent, vor allem wenn man bedenkt, dass die Darsteller gar keine spezielle Gesangsausbildung genossen haben. Für Geduldige und nicht allzu sensible Persönlichkeiten eine echte Empfehlung!
Was lehrt uns dieser Film?
Kein Ort auf der Welt gleicht London, denn dort leben nur dreckige, nach Pisse und Fäkalien stinkende Menschen die einen Dreck auf Moral geben.
London stinkt. In jeder Gasse müffelt es nach Ratte. Aus den Schornsteinen strömt der Gestank von verkohlten Menschen und Miezekatzen.
In London stört es niemanden wenn man singend durch Straßen und über Plätze läuft und den Bewohnern Blutrache schwört.
Um ordentlich Rache zu üben muss man sich vorher zu einem Barbier ausbilden lassen.
Diese wird am besten blutig, skrupellos und wahllos serviert.
Und es gibt nur ein Wort, was dies alles beschreibt: Hochgenuss!
Es ist einfach herrlich, den Schauspielern beim Singen zuzuhören.
Es ist einfach fabelhaft, wie der Soundtrack die Grundstimmung des Films untermalt und er aus jeder Situation etwas Besonderes & Einmaliges macht.
Es ist einfach märchenhaft, welche düstere Atmosphäre diesen Film umgibt.
Es ist einfach grandios anzusehen, wie Johnny Depp zuerst den Abschaum, dann jeden dahin morchelt. Und wie er von Mord zu Mord mehr und mehr seinen Verstand verliert.
Es ist einfach bravourös ihm und Helena Bonham Carter zuzusehen, wie sie wieder einmal Paraderollen abliefern.
Es ist einfach klasse, wie das Setting gestaltet ist und wie es der Kameramann Dariusz Wolski vermag, diesen bildgewaltigen, schönen Ekel einzufangen.
Es ist einfach nun mal so, dass ich nicht viel damit anfangen kann, wenn in irgendwelchen Filmen gesungen wird. Außer es handelt sich um "Sweeney Todd".
Alles in allem mal wieder saubere Arbeit von Tim Burton, des Stabs und der Darsteller.
«Endlich ist mein Arm wieder vollständig!»
[Danach hätte eigentlich nur noch ein "Muhahaha" gefehlt.:
http://www.youtube.com/watch?v=ZBExQZ6HlJg&feature=related ]
Purer Genuss.
Kalte, düstere Farben im Einklang mit warmen, erhellenden Stimmen.
Burton's zauberhaftes, gelegentlich unappetitliches, eben so harmonisches wie grausames Werk schafft die schönste Atmosphäre, welche ein Film nur schaffen kann.
Wunderbare, packende Gesänge von Sängern, welche keine Sänger sind, ein Hauch grotesker, wirrer und makaberer Geschehnisse und die, Kontrast ins kalte Dunkel schaffende, Menge an rotem Saft formen einen grandiosen Film, ein grandioses Erlebnis und ein grandioses Spiel der Emotionen, von welchem ich mich noch immer nicht erholt habe.
Beim Barte Odins, war das herrlich.
Absoluter Lieblingsfilm!
verdammt makaber , aber auf alle Fälle sehenswert und gut gemacht ! Aber bei Jonny Depp wird man ja generell selten bis nie enttäuscht , allerdings macht auch Helena Carter einen äußerst guten Job ! Haben sich da ja echt halb Hogwarts geholt :D
Daumen hoch :)
„Dies sind verzweifelte Zeiten, Mrs. Lovett, die nach verzweifelten Maßnahmen verlangen.“
Als ich 2007 von Burton's 'Sweeney Todd' erfuhr und auch hörte, dass Johnny Depp wieder mit von der Partie ist hielt sich meine Vorfreude kaum noch im Zaun. Als ich aber das Wort "Musical" las, verflachte die Freude schlagartig und ein genervtes und enttäuschtes "och nö" kam zum Vorschein. Zu unrecht. 'Sweeney Todd' war ein Film gegen den ich mich zwar lange gewehrt habe, aber dann doch in seinen Bann gezogen wurde.
London im 19. Jahrhundert: Der glückliche Familienvater Benjamin Barker gerät in eine bösartige Intrige. Denn Richter Turpin will Barker's Frau für sich allein und kann den unschuldigen Mann mit Hilfe eines getürkten Prozesses in die Gefangenschaft nach Australien schicken.
15 Jahre später kehrt Barker zurück nach London. Er will Rache an den Menschen nehmen, die sein Leben zerstörte und ist von nun an nur noch als exzentrischer Barbier Sweeney Todd bekannt. Er erfährt von dem Tod seiner Frau und tut sich mit der Bäckerin Mrs. Lovett zusammen. In ihrer Bäckerei werden die Opfer, der schon bald beginnenden blutigen Mordserie zu Pasteten verarbeitet. Sweeney Todd kennt keine Gnade auf der Suche nach seiner Tochter, die mittlerweile im Haus von Turpin lebt und zu einer jungen Frau herangewachsen ist.
Das London im 19 Jahrhundert wurde in perfekten Kulissen eingefangen. Düstere, unheimliche, schmutzige und schmucklose Gassen werden in bleichen Farben dargestellten und zeichnen die Stadt aus. Burton schafft mit 'Sweeney Todd' seinen dunkelsten und atmosphärisch dichtesten Film, der manchmal schon fast wie ein schwarz-weiß Film wirkt. Farbe kommt ins Spiel, wenn Sweeney Todd zum Rasiermesser greift und Blut, in Horrorfilm-Manier, über den Bildschirm spritzt. Stephan Sondheim komponierte Musik ist getränkt in derartiger Emotionalität wie man sie wahrscheinlich nur selten geboten bekommt. Ebenso wie die Gesangseinlagen der Schauspieler. Wie man sich schon denken konnte, bin ich absolut kein Fan von Musicals. Doch hier war es anders. Der bittere Sprachgesang wird mit einer Wucht eingefallen, die berührt und absolut Gänsehaut erregend ist.
Die Besetzung ist wieder erstklassig und überzeugt in allen Punkten. Johnny Depp als Sweeney Todd/Benjamin Barker, der hier zum sechsten Mal mit Burton Zusammenarbeit, bringt seine stärkste Leistung unter Burton’s Regie. Er bringt die innere Zerrissenheit und die puren Rachegefühle mit unglaublicher Authentizität rüber und beweist wieder einmal, dass er einer der besten und wandlungsfähigsten Schauspieler unserer Zeit ist. Helena Bonham Carter als Bäckerin Mrs. Lovett ist, wie Depp, die Idealbesetzung für ihren Charakter. Sie zeigt vor allem durch ihre Mimik eine großartige Leistung ständig schwankend zwischen Tragik und dem ganz besonderen eigenen Witz. Alan Rickman als durch und durch bösartiger Richter Turpin zeigt ebenfalls eine ausgezeichnete Leistung und führt uns die Verletzlichkeit seines Charakters in meisterhaften Darstellungen vor Augen. Außerdem überzeugen Sascha Baron Cohen als Adolfo Pirelli und Ed Sanders als Tobias Ragg, der von Mrs. Lovett adoptiert wird und noch eine schwerwiegende Rolle in Leben von 'Sweeney Todd' spielen wird.
Musicals gibt es inzwischen wie Sand am Meer, doch zum Glück gibt es noch Ausnahmen die uns in dem Genre etwas frischen Wind und neues bieten. Tim Burton inszeniert ein Musical, das auf einem der berühmtesten Broadwaystück basiert, der ganz besonderen Art. Der Gesang ist kein großer Opern-Gesang oder dergleichen, sondern emotionaler und äußerst intensiver Sprachgesang. Alle Schauspieler haben keine Gesangsausbildung und was ihnen vielleicht in der endgültigen Perfektion ihres Gesangs fehlt machen sie durch ihre Ausstrahlung komplett. Große choreografische Tänze, wie man es aus unzähligen Musicals kennt, gibt es in Burton's Film auch nicht. Es gibt einen Standarttanz zwischen Sweeney Todd und Mrs. Lovett, ansonsten wird hier nur mit der eigenen schwarzen Seele getanzt. Vor allem Sweeney Todd's Charakter wird fantastisch ausgearbeitet und gefüllt mit einer Herzlosigkeit und inneren Getriebenheit die auf Rache sinnt. Aber hier wird niemand außer Acht gelassen. Denn alle Charaktere bekommen ihre Zeit und die Schauspieler dürfen mit großartigen Leistungen auffahren. Ganz besonders herausstechen die Gänsehaut erregenden Duette zwischen Rickman und Depp. Man merkt 'Sweeney Todd' an, das er ein Burton ist, obwohl er doch extrem untypisch für ihn ist. Hier wird nicht gelacht und es gibt keine ironischen Erzählungen mit Augenzwinkern oder abgehobenen Fantasy. Farbe gibt es nur in der Traumsequenz von Mrs. Lovett, die aber in der Finsternis des Film schnell wieder untergeht, und in den brutalen Mordszenen in denen Sweeney Todd seinen Opfern die Kehlen, mit seinen Rasiermessern die er mit dem einzigen Lächeln des Film begrüßt, durchtrennt und das Blut Todd's Kleider durchtränkt und den Boden bedeckt. Burton's Filme lassen sich ja gewohnt nicht nur in ein Genre ordnen, doch hier stellt Burton sein Können mehr als nur unter Beweis und kombiniert meisterhaft die vielen verschiedenen Punkte seines Films um dann in einem unvergesslichen und kompromisslosen Finale zu gipfeln.
Fazit: 'Sweeney Todd' hat meine geringen Erwartung zum Glück nicht bestätigt, sondern um Längen übertroffen. Denn Burton's Meisterwerk ist grandios Ausgestattet und verfügt über eine perfekte Atmosphäre, fantastische Schauspieler und emotionalen Sprachgesang der ganz besonderen Art. Ich kann den Film also auch an denen empfehlen, die wie ich, eine große Abneigung gegen Musicals hegen. Ein typischer Burton der untypischen Art.
„Nicht Barker! Dieser Mann ist tot. Er heißt jetzt Todd. Sweeney Todd. Und er übt Vergeltung.“
Auch so ein typischer skurriler Johnny Depp Film, mittelding ist da eher die Ausnahme entweder lieben oder hassen ist da meist die Devise... Den hier hasse ich.
Tim Burton, ich kann nichts anderen tun, als mich vor Ihnen zu verneigen. Als der Abspann von „Sweeney Todd“ über den Bildschirm flimmerte, war ich innerlich völlig aufgewühlt. Mein Körper lief auf Hochtouren, das Herz bollerte immer noch, die Bilder sirrten durch meinen Kopf und der Adrenalin-Strom, den mir das Finale dieses kleinen Meisterwerks bescherte, hielt nach wie vor an. Dies hier ist einer von diesen Ausnahme-Filmen, die man alle Jubeljahre mal sieht. Bei dem man danach völlig von den Socken ist, ihn eigentlich gleich nochmal gucken will und bei dem alle Faktoren ziemlich perfekt erscheinen. Allen voran Johnny Depp. Dieser Mann ist jetzt schon eine Legende. Was der für Spannung in sein Gesicht zaubern kann, wie er spricht, sich bewegt und agiert – völlige Hingabe an seine Figur. Nach seiner Performance in „Sweeney Todd“ sollte klar sein, dass das hier ein Weltschauspieler ist. Einer der besten, ohne Frage. Die meiste Zeit an seiner Seite spielt Helena Bonham Carter, die ihre Rolle so locker-leicht und dabei so grandios verkörpert, dass auch ihr eine Verneigung zu Gute kommen sollte. Und dann Alan Rickman! Herrje, wie kann man nur. Was mir hier passiert ist, hab ich bisher tatsächlich noch nie erlebt. Es gibt eine Szene, da spielt er so eindringlich, bedrohlich und düster, da hat er mir echt Angst gemacht und ich hab wirklich Gänsehaut gekriegt. Zeigt sich mal, was mit Filmen so alles möglich ist. Tim Burton gibt „Sweeney Todd“ von Anfang an die enorm düstere, gruselige und undurchschaubare Atmosphäre, an die ich mich bei dem Namen dieses Films als allererstes erinnern werde. Die ganze Szenerie harmoniert hervorragend miteinander, Sweeneys Barbier-Stube, der Keller, Lovetts Fleischpastetenladen – alles hat Burtons Stempel und überall ist die Atmosphäre zum Schneiden. Die wird vorallem durch die Musikeinlagen nicht gebrochen. Der ganze Cast singt wunderbar, die Songs sind allesamt fantastisch (mir hat's vorallem Johanna angetan) und – hey! - Alan Rickman kann singen! Ich hab mich vorallem in Depps Stimme verhört, die ist ja schon beim Sprechen voller Wiedererkennungswert und hat eine herrliche Stimmfarbe, aber der Gesang toppt das nochmal – grandioses Sprachrohr, der Mann.
„Sweeney Todd“ ist ganz großes Kino, von vorne bis hinten. Die Geschichte, die Kostüme, das Set, der Cast, die Musicalanleihen – alles in perfekter Harmonie und einzigartig brillant. Schämen Sie sich was, Mr. Burton. Schämen Sie sich. Ich liebe diesen Film. Hach ja.
"There was a barber and his wife,
And she was beautiful.
A foolish barber and his wife.
She was his reason and his life,
And she was beautiful."
Burton tischt uns eine saftige Mischung aus blutigen Rasierterminen, erfrischenden Songs und geheimnisvollen Pasteten auf. Das Ganze verlegt in ein edelwirkendes, aber auf düster getrimmtes London. Macht durch seine detaillierte und lustvoll dahin springende Erzählung viel Freude und amüsiert zugleich durch seinen schwarzen Humor.
Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street - Kritik
US 2007 Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Thriller, Musikfilm, Kriminalfilm, Kinostart 21.02.2008
Kritiken (25) — Film: Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschen"SWEENEY TODD" ist nur vordergründig ein morbid anmutendes, brutales Werk, überwiegt doch bei genauerer Betrachtung vielmehr die der Geschichte innewohnende überaus tragische und dramatische Komponente. Und plötzlich wirkt jede Bildkomposition, jedes dreckige Detail des Films fast wie ein Teil von Todds alptraumhafter Vergangenheit.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie Verfilmung ist nicht wirklich langweilig, denn wie man es sich von Burton gewohnt ist, bietet sie eine phänomenal stimmungsvolle Ausstattung und mit viel Ironie versetzte Düsterheit. Doch auf die Dauer wirkt diese doch etwas eintönige Inszenierung ermüdend.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenDas Dreamteam Burton, Depp, Bonham Carter und Rickman ist eigentlich für einen gelungenen Film gut. Man merkt leider, dass die Hauptpersonen keine Gesangsausbildung haben. Die Musicalvorlage hat zudem das Problem vieler neuerer Musicals, es fehlen Ohrwürmer.
Die Optik rettet den Film nicht über die Zeit, was auch an der dünnen Story liegt. Ohne Gesang wäre die Geschichte in einer guten halben Stunde erzählt gewesen.
Lichtblick Sasha Baron Cohen zeigt, dass er mehr als sein Ali G. alter Ego drauf hat.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Zwois 2009/07/21 16:58:22
Antwort löschenMeinst du nicht eher "Bonham Carter"?
sushi25 2009/07/21 19:31:11
Antwort löschenVollkommen richtig, danke für den Hinweis
Zwois 2009/08/12 21:10:56
Antwort löschenKein Problem. Und jetzt stimmt es schon fast...
sushi25 2009/08/13 09:00:31
Antwort löschenwenn mal der Wurm drin ist...
Ziad 2009/09/22 16:40:35
Antwort löschenAlso ich bin da ganz anderer Meinung, ich hab auch heute noch ( Über ein Jahr ists wohl her als ich den Film gesehen hab) Ohrwürmer von den Film-Songs.
Kruselig 2009/11/20 20:23:46
Antwort löschenAlso mir geht dieses eine Wort aus dem oder einem der ersten Lieder kaum aus dem Kopf und das ist dieses eindringliche "LONDON"
Andy78 2010/11/05 22:22:18
Antwort löschenKeine Ohrwürmer? Hallo?!
tinchen0406 2011/01/10 17:21:49
Antwort löschenalso ich hatte noch wochen danach die texte vor mich hin gesungen
Alle 10 Antworten zeigen
Andy78 2011/01/16 05:13:43
Antwort löschenGing mir ähnlich...Habe aber eher mitgesummt...;)
Roach 2011/03/02 18:19:29
Antwort löschenDie Songs sind teilweise auch beinahe schon "sperrig". Aber nach mehrmaligem Gucken war ich hin und weg von den allermeisten Stücken.
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Das Schauspielensemble um Burtons Stammschauspieler Johnny Depp und Helena Bonham Carter bietet nicht nur gesangliche Glanzleistungen. Depp, für seine Darstellung Oscar-nominiert, bringt die Manie und selbstzerstörerische Vergeltungssucht Sweeney Todds mit jedem Zucken seiner Gesichtsmuskeln zum Ausdruck, Alan Rickman gibt den diabolischen Richter Turpin absolut überzeugend. Auch Bonham Carter schafft es dank ihres Talents den Gedanken an das 'Ich-werde-nur-besetzt-weil-ich-die-Frau-des-Regisseurs-bin'-Klischee gar nicht erst aufkommen zu lassen.[...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Sweeney Todd" ist ein Meisterwerk. Erneut stellt Burton unter Beweis, dass er Abseits des üblichen Mainstreams Filme schaffen kann, die eine breite Masse ansprechen. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von Johnny Depp und Helena Bonham Carter. Unbedingt ansehen!
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
TheJoker 2010/03/03 00:22:52
Antwort löschenhat ein meisterwerk nicht 10 punkte verdient^^
Alle 3 Antworten zeigen
Gnislew 2010/03/03 00:29:13
Antwort löschenNicht unbedingt. Auch ein Meisterwerk kann kleine Schwächen haben und muss nicht zu 100 % perfekt sein.
facepalm 2010/09/19 18:32:29
Antwort löschenImmer diese Pappnasen mit ihren verdammten SPOILERN!
Xander8112: at the movies
Kommentar löschen“No I’ll never hug my girl to me - finished!
Alright! You sir, you sir, how about a shave?
Come and visit your good friend Sweeney.
You sir, too sir? Welcome to the grave!”
Da ja scheinbar im Moment alle so in Musical-Laune sind (”Mamma Mia” soll ja so toll sein) und ich beim “Film-Stöckchen” in der Rubrik arge Probleme hatte, die Fünf voll kriegen, dachte ich mir, jetzt guckste auch mal wieder nen Musik-Film. Und warum dann nicht den halbwegs aktuellen “Sweeney Todd”, wo die Voraussetzungen (Tim Burton, Johnny Depp, Alan Rickman…) schon ganz gut sind? Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht.
Zu erst einmal das Negative. Man lernt ja schon in der Schule, die Argumente die überzeugen sollen kommen am Ende damit sie im Gedächtnis bleiben *g*.
/p>Störend an diesem Film ist nicht das Gesinge. Da dies ein Musical ist, kann man das schon irgendwie vermuten, dass gesungen wird. Störend ist allerdings, dass auch gesungen…
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenIch muss zugeben, ich mag keine Musicals. Noch weniger mag ich Musical-Verfilmungen aus Hollywood. Schlechte Vorzeichen also für Tim Burtons neusten Streich, die Musical-Verfilmung “Sweeney Todd - Der Teuflische Barbier Aus Der Fleet Street” mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Trotzdem wollte ich mir den Film ansehen, denn was der Trailer und die Bilder versprachen, haute mich schlichtweg vom Hocker.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenEinmal mehr entführt Tim Burton seine Zuschauer in eine ausgesprochen künstliche Welt, die meisten seiner Einstellungen wirken wie düstere, bewegte Gemälde. Allein die Mechanik des Barbierstuhls, von dem die Leichen direkt in den Keller gekippt werden können, ist ein Meisterwerk. Auch zeigt Burton Todds blutiges Treiben nicht als reine Sudelei, wie sie in vielen Horrorfilmen vorherrscht, sondern als ästhetischen Akt, so paradox das klingen mag.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Das stark digital bearbeitete, düstere London des. 19. Jahrhunderts zieht den Zuschauer in eine interessante Fantasiewelt. Die Hauptdarsteller wirken mit ihren weiß geschminkten Gesichtern nicht weniger künstlich als die Sets, wissen aber zu überzeugen. Man muss den Stoff als eine Art Märchen begreifen, denn so erschließt sich einem dann auch das extreme wie stimmungsvolle Spiel mit Farben und Kontrasten sowie die simpel aber dramatisch gestrickte Story. Da „Sweeney Todd“ sich in erster Linie die Stimulierung der Sinne zur Aufgabe macht, muss man über ein paar Durchhänger in der Erzählung hinwegsehen. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenTim Burton wagt das Unmögliche: Er übersetzt Stephen Sondheims Jahrhundertkomposition in ein Schauermärchen aus ausgewaschenen Farben, kargem Design und literweise rotem Nass. Die Besetzung mit nicht ausgebildeten Sängern erweist sich dabei als wahrer Coup, überwindet der Film somit jene Theatralik, für die der Bühnenstoff geradezu prädestiniert ist. Als streng konzipiertes Film-Pendant zur Vorlage erweist sich "Sweeney Todd" als herausragend gespieltes, mitreißendes und nahezu genial adaptiertes Grusical, das mit Burtons versierter Regie, dem grandiosen Schnitt und einem raren Grundverständnis für die Inszenierung des Sujets neue Maßstäbe im Musicalgenre setzt.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenUm 1800 nähert sich ein Schiff der in Dunkel gehüllten Stadt London. Ein junger Mann schwingt sich beseelt ins Bild in heller Vorfreude auf London, als er von einem älteren Mann zurückbeordert wird. An London sei nichts schönes, der Abschaum der Gesellschaft sei dort beheimatet. Es handelt sich um einen Mann um seine vierzig, mit einer wilden dunklen Löwenmähne, einzig an seiner rechten Seite durchzogen, einer Narbe gleich, von einer grauen Strähne. Dieser Mann ist Sweeney Todd (Johnny Depp), hieß jedoch einst Benjamin Barker und war Barbier in London, mit einer hübschen Frau und neugeborenen Tochter. Doch er wurde Opfer eines Verbrechens, das er nicht begangen hatte und zu lebenslanger Zwangsarbeit nach Australien verbannt. Seinen Ursprung fand diese Tat in dem selbstgerechten Richter Turpin (Alan Rickman), welcher Barkers Frau begehrte und diesen aus dem Weg schaffte. Doch es gelang Todd nach fünfzehn Jahren auf einem selbstgebauten Floß zu entfliehen und so wurde er von Anthony, dem jungen Matrosen, gerettet und kehrt nunmehr zurück - zurück nach London. Todd macht sich auf in die Fleet Street und zieht zurück in seine alte Wohnung über der Bäckerei der verschrobenen Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter) - dort plant er seine Rache, nicht nur an Richter Turpin und dessen Handlanger Beadle (Timothy Spall), nein, seine Rache an der ganzen Gesellschaft.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschenWer Musicals und/oder Tim Burton mag, wird an Sweeney Todd sicher seinen Spaß haben. Für alle anderen bleiben zumindest die recht beindruckenden Schauwerte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...
Kommentar löschenSWEENEY TODD ist ein Musical, daher wird hier viel, um nicht zu sagen: fast ausschließlich, gesungen. Und zwar zu einer komplexen, perfides Vergnügen am Spiel mit Dissonanzen findenden, wunderbaren Musik, der mit dem zugehörigen Gesang Ehre erwiesen werden will. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang lautet daher, dass die Gesangsstimmen von Johnny Depp (Sweeney Todd) und Helena Bonham Carter (Mrs. Lovett) sich als der Herausforderung ihrer Partien gewachsen erweisen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen„Sweeney Todd“ ist tiefschwarz, ist morbide, ist blutig, ist ein Musical, ist eine Tragödie über die Liebe, das Leben und den Tod, die ihren Weg konsequent zu Ende geht, ist ein Kunstwerk, ist Tim Burton. Als über der letzten großartigen, intensiven, ausdrucksstarken Szene des Films der Abspann einblendet, hat man das Gefühl gerade Zeuge von etwas Besonderem geworden zu sein.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenNoch nie wurde Blut so schön gezeichnet. So süß und bitter dieser Saft, so auch die Moritat des betrogenen und nach Rache dürstenden Barbiers von London – grandios gespielt von Johnny Depp. Das neuerliche Meisterwerk Tim Burtons („Nightmare before Christmas“) steigert die melodramatische Geschichte aus dem düsteren 19.Jahrhundert mit Gesang: Schaurig schön!
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenBurton schaffte es, die Spielszenen und Musicaleinlagen sanft ineinander fließen zu lassen, wodurch sich ein organisches Ganzes ergibt. Ein gewisses Faible für das Musical-Genre sollte man allerdings schon mitbringen, immerhin wird hier ausgiebig bei jeder sich bietenden Gelegenheit gesungen und musiziert.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenDaß Stephen Sondheim hierzulande nahezu unbekannt ist, sagt eigentlich schon alles über den Zustand des Genres Musical in Deutschland. Mit "Sweeney Todd" kann man immerhin erahnen, was möglich ist. Da muß das Musical nicht mehr nur witzig und getanzt sein, es kann auch böse und ganz und gar finster enden - dafür sind die Gefühle echt und tief und schwarz. Die Kamera verweilt lange bei Johnny Depp und Helena Bonham Carter, und was könnte sie klügeres tun?
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschengesehen und mehrfach gefragt: Wer will das eigentlich sehen? Ich fand SWEENEY TODD ja nicht einmal schlecht. Aber wieso Burton die Geschichte unbedingt als Musical erzählen muss? Der Film ist erstens zu lang (gefühlte 3 Stunden), hat einen gewaltigen Hänger in der 2. Hälfte und gesanglich hapert es da auch stellenweise. Johnny Depp und Bonham Carter haben beide ein dünnes Stimmchen. Und egal wie sympathisch ich Depp in dieser Rolle fand, der Cast ist definitiv ein Fehlgriff wenn dann den Film als das bewertet was er ist: Ein Musical. Rickman's Gesang ging gar nicht, dafür erfreuten die kleinen Rollen umso mehr. Und Schauspielerisch kann man Depp und Carter wirklich wenig vorwerfen, da hat alles gepasst. Und ja, der Film hat seinen eigenen Charme. Insgesamt keine Misäre, aber auch nicht überragend. Mit grandiosen Einzelszenen die man nicht missen möchte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenOh doch, ein großer Spaß dieser Film. Die nicht für den Gesang ausgebildeten Stimmen passen ganz hervorragend in das Ambiente, Johnny Depp ist mal wieder überragend. Vor allem sieht der Film aber einfach großartig aus und wartet mit sehr netten Ideen auf.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenSuper düsterer und genialer Film, von dem wohl besten Filmduo das es gibt.
Johnny, der mit dieser Rolle den Oscar voll verdient hat und Tim, der es mal wieder geschaft hat ein unmögliches Konzept auf die Leindwand zu zaubern.
Must SEE!!!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenFilmisch ist "Sweeney Todd" ein Musical und ein Splatterfilm, und damit gleich doppelt ungemein modisch: "Hostel" meets "Chicago", wenn man es so ausdrücken möchte. Es ist ein schwarzromantisches, aber auch skurriles Kino, zitatsatt von "Frankensteins Braut" bis "Addams Family", von Boris Karloff bis Christopher Lee weckt der Film vor allem Erinnerungen an den klassischen Horrorfilm. Herrlich düster, mitunter auf die Schönheit des Makabren und Schaurigen, vor allem aber auf Ekelästhetik setzend - burleskes "Théâtre du Grand Guignol", wie fast Burtons gesamtes Werk. Aber eben auch zuviel Subtext, zuwenig Substanz.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschen(...) In seinem Nachhall blieb Sweeney Todd für mich deswegen erstaunlich leer. Trotz der grandiosen Bilder, vieler guter Momente und der wundervollen Cast, wollte sich das Ganze nicht zu einem runden Gesamteindruck fügen, jenem hungrigen, glücklichen Gefühl, daß man diesen Film auf jeden Fall noch einmal sehen möchte, das man ihn ins Herz schließt. Etwas für das grade Musicals eigentlich prädestiniert sind, denn in wenigen Genres liegen große Gefühle, Ironie, Drama und Spaß so dicht beieinander wie dort. Doch vielleicht ist bei aller Liebe zum Detail, daß genau das Problem des Films: Er hat, wie seine Titelfigur, letztlich kein Herz.
Sweeney Todd sollte man schauen. Aber man muß ihn nicht mögen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...
Kommentar löschenHinsichtlich Werktreue, Schwermut und Ernst mag Burtons Filmfassung Sondheims Musical wohl in vielerlei Hinsicht gerecht werden, doch die große Chance, ein groteskes Blutbad mit stimmungsvoller Gesangsbegleitung zu schaffen, hat er vertan. "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street" ist nicht der Mordsspaß, den man erhofft hatte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenEin toller Tim Burton Film mit dichter Atmosphäre, der besonders durch die schönen Kostüme, dem düsteren Setting und der stimmungsvollen Musik getragen wird.
Helena Bonham Carter und Johnny Depp zeigen das sie neben der Schauspielerei durchaus auch noch weitere verborgene Talente besitzen.
So, "How about a shave?"
Kommentar gefällt mir Antworten
patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenMakaber und böse lässt Burton immer wieder seinen Humor in dieser finsteren Fabel durchscheinen, doch trotz eines Auftritts von Borat alias Sacha Baron Cohen, der hier einen pseudo-italienischen Coiffeur-Schnösel gibt, gerät ihm „Sweeney Todd“ nie zur albernen Lachnummer. Stattdessen stellt er sein besonderes Händchen für dunklen Gothic-Grusel ganz in den Dienst der Vorlage und nimmt dabei nicht zuletzt das Genre des Musicals sehr ernst.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (195) — Film: Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Kommentar schreibenHanno Jones 2012/02/06 01:48:09
Kommentar löschenmein erstes musical^^
und auch wenn mir die geschichte nicht wirklich gefallen hat, weiß ich jetzt wieder, warum Tim Burton ein unglaublich guter regisseur ist, Johnny Depp und Helena Bonham Carter krankhaft genialer schauspieler sind, Alan Rickman einer meiner lieblingsbösewichte ist und überhaupt ... echt gut!
allerdings unbedingt im original ansehen!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
NashBender 2012/02/03 14:49:24
Kommentar löschenOhje, was hätte das für ein guter Film werden können...
Was, in meinen Augen, bei "Repo! - The Genetic Opera" noch wunderbar funktionierte zerfällt hier in zwei einfach nicht aneinander haften wollenden Schichten.
Zum Einen sei hier die wirklich gelungene, atmosphärische Geschichte (die mich die ganze Zeit über irgendwie an den nicht ganz so finsteren "Edward Scissorhands" denken ließ) genannt.
Wahrscheinlich deshalb da Tim Burton eben diesen schon als Musical plante. Doch zum Glück tat er das nicht!
Auch muss man den Verantwortlichen zu Gute halten dass sich dieses Filmuniversum durchaus für ein Musical eignen würde.
Aber:
Auf der anderen Seite muss man einfach konstatieren dass sowohl die Musikstil-Auswahl als auch die zumeist dünnen Stimmchen so gar nicht passen.
Ein Gesangsstück nach dem anderen plätschert belanglos vor sich hin und man hat fast den Eindruck in den Gesichtern der Protagonisten Ratlosigkeit ob der Höhepunktarmut ihrer Vorträge zu erkennen.
Somit bleibt festzuhalten dass "Sweeney Todd" eben als stinknormaler Tim-Burton-Film gut funktioniert hätte, aber als Musical, worauf hier ja das Gewicht liegt, leider fast komplett versagt.
Einen Extrapunkt gibt's für zwei sehr witzige Szenen:
Einmal für Sacha Baron Cohen als Pirelli und seiner sehr rücksichtslosen Messerschärf-Methode. Und am Ende für die feurige Zappeltriene.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
HulktopF 2012/02/03 04:34:23
Kommentar löschenblutig schwarzer humor, klasse
Kommentar gefällt mir Antworten
h4ze 2012/02/03 00:03:41
Kommentar löschenGanz nett.
Aber die Gesangseinlagen sind nicht ganz mein Geschmack...
Kommentar gefällt mir Antworten
Sonnentaler 2012/01/06 01:58:08
Kommentar löschenDas Lied I feel you ist das Blödeste an dem Film.
Kommentar gefällt mir Antworten
nox_123 2011/12/24 12:51:01
Kommentar löschenDiesen Film hatte ich bereits vor Jahren in einer Sneak Preview gesehen. Oder auch nicht! Denn wie gefühlt alle männlichen Zuschauer, hatte ich nach nicht einmal 20 Minuten das Kino fluchtartig verlassen.
Doch nun ereignete es sich, dass ich Sleepy Hollow sehen wollte, der Name ähnlich, Tim Burton, Johnny Depp, doch nachdem ich den Fehler realisierte, fragte mich wirklich wie ich solch einen Fehler machen konnte. Diesmal zwang ich mich aber, den ganzen Film anzuschauen:
Und ich muss zugeben, dass ich ihn in Bezug auf einige Aspekte sehr interessant finde. Die Geschichte ist reich an Wendungen, traurig, aber auch spannend. Der makabere Humor gefällt mir, hinsichtlich der Optik bin ich gespalten. Ich mag den visuellen Stil im Allgemeinen, der Einsatz von CGI ist jedoch so auffällig, dass er mich sehr stört. Vielleicht ist es Absicht, jedoch wirkt dies doch arg lieblos und steht damit im Großen Bruch zum sonst doch so interessanten Kameraspiel.
Die Schauspieler finde ich wohl gewählt und wissen ihre Rollen überzeugend zu spielen. Nur den Gesang empfinde ich immer noch als unheimlich nervtötend und streckend. Ich mag keine Musicals. Da hat es dieser Film sicher auch nicht leicht. Ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich geprüft habe, wie lange der Film noch geht. Es wiederholt sich einfach immer und immer wieder. Sowohl die Lieder als auch innerhalb der Lieder. Dadurch verliert der Film auch wieder und wieder an Spannung.
Auffallend, jedoch dem Stile zutragend, sind kleinere logische Brüche im Film, die ihn etwas nach Theater erscheinen lassen.
Nun, der Film ist kein rotes Tuch mehr. Ich glaube mir würde der Film, wäre er kein Musical, sogar gefallen. Wie ich lese, scheint der Film aber - für andere - genau durch diesen Aspekt sogar noch zu gewinnen. Für mich bleibt er nur durchschnittlich mit dem fadem Beigeschmack, dass noch einiges an Potential drin gesteckt hätte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
based_god 2011/12/15 17:22:32
Kommentar löschenEin Film den ich mir genauso gut im Opernhaus vorstellen könnte.
Das Gebotene ist schlicht genial. Vom Szenenbild zu den Effekten über die Schauspieler bis hin zur grandiosen Musik. Der Film lässt kaum Wünsche offen und unterhält während seiner vollen Laufzeit und zeichnet so manche Male ein Lächeln aufs Gesicht.
Must see!
12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Prechtl 2011/12/15 22:52:07
Antwort löschenNaja weniger im Opernhaus, weil es ja ein Musical ist und keine Oper :)
ubetterluvdathoe 2011/12/11 16:26:34
Kommentar löschenIch finde den Film mega gut !!
a) die Besetzung : Helena Bonham Carter & Johnny Depp, zwei meiner Lieblingsschauspieler
b) die Musik & dieser "Musical-Touch"
c) das schaurige aber trotzdem stilvolle "Gemetzel"
TOLLLLLLLLLLL !!!!!!!!!!!!!
Wenn das ein Horrorfilm ist, dann einer mit Klasse
nicht so wie die Saw-Reihe
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Hanno Jones 2012/02/06 01:50:11
Antwort löschenalso bitte ja?!
Tobin Bell und Shawnee Smith nehmen es alle mal mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter auf und bei Saw fließt das blut viel authentischer!
;)
theProphet 2011/12/06 18:39:16
Kommentar löschenSeit "Dr. Horrible's Sing-Along-Blog" bin ich nicht mehr in den Genuss eines solchen Musicals gekommen. Düster, dunkel und dreckig wird London dargestellt, eine Atmosphäre deren gleichen man nicht alle Tage sieht. Johnny Depp als teuflische Barbier beweist wieder einmal schauspielerisches sowie musikalisches Talent, vor allem wenn man bedenkt, dass die Darsteller gar keine spezielle Gesangsausbildung genossen haben. Für Geduldige und nicht allzu sensible Persönlichkeiten eine echte Empfehlung!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
König Leonidas 2011/11/04 19:07:36
Kommentar löschenHerrlich düsteres und morbides Grusical...
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kreaexo 2011/10/23 18:06:38
Kommentar löschenWas lehrt uns dieser Film?
Kein Ort auf der Welt gleicht London, denn dort leben nur dreckige, nach Pisse und Fäkalien stinkende Menschen die einen Dreck auf Moral geben.
London stinkt. In jeder Gasse müffelt es nach Ratte. Aus den Schornsteinen strömt der Gestank von verkohlten Menschen und Miezekatzen.
In London stört es niemanden wenn man singend durch Straßen und über Plätze läuft und den Bewohnern Blutrache schwört.
Um ordentlich Rache zu üben muss man sich vorher zu einem Barbier ausbilden lassen.
Diese wird am besten blutig, skrupellos und wahllos serviert.
Und es gibt nur ein Wort, was dies alles beschreibt: Hochgenuss!
Es ist einfach herrlich, den Schauspielern beim Singen zuzuhören.
Es ist einfach fabelhaft, wie der Soundtrack die Grundstimmung des Films untermalt und er aus jeder Situation etwas Besonderes & Einmaliges macht.
Es ist einfach märchenhaft, welche düstere Atmosphäre diesen Film umgibt.
Es ist einfach grandios anzusehen, wie Johnny Depp zuerst den Abschaum, dann jeden dahin morchelt. Und wie er von Mord zu Mord mehr und mehr seinen Verstand verliert.
Es ist einfach bravourös ihm und Helena Bonham Carter zuzusehen, wie sie wieder einmal Paraderollen abliefern.
Es ist einfach klasse, wie das Setting gestaltet ist und wie es der Kameramann Dariusz Wolski vermag, diesen bildgewaltigen, schönen Ekel einzufangen.
Es ist einfach nun mal so, dass ich nicht viel damit anfangen kann, wenn in irgendwelchen Filmen gesungen wird. Außer es handelt sich um "Sweeney Todd".
Alles in allem mal wieder saubere Arbeit von Tim Burton, des Stabs und der Darsteller.
«Endlich ist mein Arm wieder vollständig!»
[Danach hätte eigentlich nur noch ein "Muhahaha" gefehlt.:
http://www.youtube.com/watch?v=ZBExQZ6HlJg&feature=related ]
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
SoulReaver 2011/10/23 18:09:45
Antwort löschenIn diesem Sinne: http://www.youtube.com/watch?v=ZBExQZ6HlJg&feature=related ? :D
Kreaexo 2011/10/23 18:12:16
Antwort löschenHab ich gleich mal mit eingefügt. :D
Taddl 2011/10/22 05:53:11
Kommentar löschenPurer Genuss.
Kalte, düstere Farben im Einklang mit warmen, erhellenden Stimmen.
Burton's zauberhaftes, gelegentlich unappetitliches, eben so harmonisches wie grausames Werk schafft die schönste Atmosphäre, welche ein Film nur schaffen kann.
Wunderbare, packende Gesänge von Sängern, welche keine Sänger sind, ein Hauch grotesker, wirrer und makaberer Geschehnisse und die, Kontrast ins kalte Dunkel schaffende, Menge an rotem Saft formen einen grandiosen Film, ein grandioses Erlebnis und ein grandioses Spiel der Emotionen, von welchem ich mich noch immer nicht erholt habe.
Beim Barte Odins, war das herrlich.
Absoluter Lieblingsfilm!
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lady Lipstick 2011/10/21 23:22:26
Kommentar löschenverdammt makaber , aber auf alle Fälle sehenswert und gut gemacht ! Aber bei Jonny Depp wird man ja generell selten bis nie enttäuscht , allerdings macht auch Helena Carter einen äußerst guten Job ! Haben sich da ja echt halb Hogwarts geholt :D
Daumen hoch :)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Weltenkind 2011/10/22 02:28:23
Antwort löschenHogwarts hat sich halb Britannien geholt. Zauberei!
Freadgy 2011/11/06 12:01:32
Antwort löschenVollkommen deiner Meinung (=
SoulReaver 2011/10/15 13:36:58
Kommentar löschen„Dies sind verzweifelte Zeiten, Mrs. Lovett, die nach verzweifelten Maßnahmen verlangen.“
Als ich 2007 von Burton's 'Sweeney Todd' erfuhr und auch hörte, dass Johnny Depp wieder mit von der Partie ist hielt sich meine Vorfreude kaum noch im Zaun. Als ich aber das Wort "Musical" las, verflachte die Freude schlagartig und ein genervtes und enttäuschtes "och nö" kam zum Vorschein. Zu unrecht. 'Sweeney Todd' war ein Film gegen den ich mich zwar lange gewehrt habe, aber dann doch in seinen Bann gezogen wurde.
London im 19. Jahrhundert: Der glückliche Familienvater Benjamin Barker gerät in eine bösartige Intrige. Denn Richter Turpin will Barker's Frau für sich allein und kann den unschuldigen Mann mit Hilfe eines getürkten Prozesses in die Gefangenschaft nach Australien schicken.
15 Jahre später kehrt Barker zurück nach London. Er will Rache an den Menschen nehmen, die sein Leben zerstörte und ist von nun an nur noch als exzentrischer Barbier Sweeney Todd bekannt. Er erfährt von dem Tod seiner Frau und tut sich mit der Bäckerin Mrs. Lovett zusammen. In ihrer Bäckerei werden die Opfer, der schon bald beginnenden blutigen Mordserie zu Pasteten verarbeitet. Sweeney Todd kennt keine Gnade auf der Suche nach seiner Tochter, die mittlerweile im Haus von Turpin lebt und zu einer jungen Frau herangewachsen ist.
Das London im 19 Jahrhundert wurde in perfekten Kulissen eingefangen. Düstere, unheimliche, schmutzige und schmucklose Gassen werden in bleichen Farben dargestellten und zeichnen die Stadt aus. Burton schafft mit 'Sweeney Todd' seinen dunkelsten und atmosphärisch dichtesten Film, der manchmal schon fast wie ein schwarz-weiß Film wirkt. Farbe kommt ins Spiel, wenn Sweeney Todd zum Rasiermesser greift und Blut, in Horrorfilm-Manier, über den Bildschirm spritzt. Stephan Sondheim komponierte Musik ist getränkt in derartiger Emotionalität wie man sie wahrscheinlich nur selten geboten bekommt. Ebenso wie die Gesangseinlagen der Schauspieler. Wie man sich schon denken konnte, bin ich absolut kein Fan von Musicals. Doch hier war es anders. Der bittere Sprachgesang wird mit einer Wucht eingefallen, die berührt und absolut Gänsehaut erregend ist.
Die Besetzung ist wieder erstklassig und überzeugt in allen Punkten. Johnny Depp als Sweeney Todd/Benjamin Barker, der hier zum sechsten Mal mit Burton Zusammenarbeit, bringt seine stärkste Leistung unter Burton’s Regie. Er bringt die innere Zerrissenheit und die puren Rachegefühle mit unglaublicher Authentizität rüber und beweist wieder einmal, dass er einer der besten und wandlungsfähigsten Schauspieler unserer Zeit ist. Helena Bonham Carter als Bäckerin Mrs. Lovett ist, wie Depp, die Idealbesetzung für ihren Charakter. Sie zeigt vor allem durch ihre Mimik eine großartige Leistung ständig schwankend zwischen Tragik und dem ganz besonderen eigenen Witz. Alan Rickman als durch und durch bösartiger Richter Turpin zeigt ebenfalls eine ausgezeichnete Leistung und führt uns die Verletzlichkeit seines Charakters in meisterhaften Darstellungen vor Augen. Außerdem überzeugen Sascha Baron Cohen als Adolfo Pirelli und Ed Sanders als Tobias Ragg, der von Mrs. Lovett adoptiert wird und noch eine schwerwiegende Rolle in Leben von 'Sweeney Todd' spielen wird.
Musicals gibt es inzwischen wie Sand am Meer, doch zum Glück gibt es noch Ausnahmen die uns in dem Genre etwas frischen Wind und neues bieten. Tim Burton inszeniert ein Musical, das auf einem der berühmtesten Broadwaystück basiert, der ganz besonderen Art. Der Gesang ist kein großer Opern-Gesang oder dergleichen, sondern emotionaler und äußerst intensiver Sprachgesang. Alle Schauspieler haben keine Gesangsausbildung und was ihnen vielleicht in der endgültigen Perfektion ihres Gesangs fehlt machen sie durch ihre Ausstrahlung komplett. Große choreografische Tänze, wie man es aus unzähligen Musicals kennt, gibt es in Burton's Film auch nicht. Es gibt einen Standarttanz zwischen Sweeney Todd und Mrs. Lovett, ansonsten wird hier nur mit der eigenen schwarzen Seele getanzt. Vor allem Sweeney Todd's Charakter wird fantastisch ausgearbeitet und gefüllt mit einer Herzlosigkeit und inneren Getriebenheit die auf Rache sinnt. Aber hier wird niemand außer Acht gelassen. Denn alle Charaktere bekommen ihre Zeit und die Schauspieler dürfen mit großartigen Leistungen auffahren. Ganz besonders herausstechen die Gänsehaut erregenden Duette zwischen Rickman und Depp. Man merkt 'Sweeney Todd' an, das er ein Burton ist, obwohl er doch extrem untypisch für ihn ist. Hier wird nicht gelacht und es gibt keine ironischen Erzählungen mit Augenzwinkern oder abgehobenen Fantasy. Farbe gibt es nur in der Traumsequenz von Mrs. Lovett, die aber in der Finsternis des Film schnell wieder untergeht, und in den brutalen Mordszenen in denen Sweeney Todd seinen Opfern die Kehlen, mit seinen Rasiermessern die er mit dem einzigen Lächeln des Film begrüßt, durchtrennt und das Blut Todd's Kleider durchtränkt und den Boden bedeckt. Burton's Filme lassen sich ja gewohnt nicht nur in ein Genre ordnen, doch hier stellt Burton sein Können mehr als nur unter Beweis und kombiniert meisterhaft die vielen verschiedenen Punkte seines Films um dann in einem unvergesslichen und kompromisslosen Finale zu gipfeln.
Fazit: 'Sweeney Todd' hat meine geringen Erwartung zum Glück nicht bestätigt, sondern um Längen übertroffen. Denn Burton's Meisterwerk ist grandios Ausgestattet und verfügt über eine perfekte Atmosphäre, fantastische Schauspieler und emotionalen Sprachgesang der ganz besonderen Art. Ich kann den Film also auch an denen empfehlen, die wie ich, eine große Abneigung gegen Musicals hegen. Ein typischer Burton der untypischen Art.
„Nicht Barker! Dieser Mann ist tot. Er heißt jetzt Todd. Sweeney Todd. Und er übt Vergeltung.“
23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
regiseurin 2011/10/16 11:19:06
Antwort löschenWieder mal ganz toll geschrieben =)
SoulReaver 2011/10/16 11:34:20
Antwort löschenVielen Dank :)
Alle 4 Antworten zeigen
slangbanger! 2011/10/16 14:36:42
Antwort löschen*mal wieder rauskram* :)
SoulReaver 2011/10/16 19:49:39
Antwort löschenGute Idee :)
atilla 2011/10/10 22:56:02
Kommentar löschenAuch so ein typischer skurriler Johnny Depp Film, mittelding ist da eher die Ausnahme entweder lieben oder hassen ist da meist die Devise... Den hier hasse ich.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Jeff Lebowski 2012/02/03 14:07:57
Antwort löschenTim Burton macht das skurrile am Film, nicht Depp.
Larisa94 2011/10/06 20:47:44
Kommentar löschenDieser Film zeigt das Rache einen Menschen nicht befriedigt, sondern ganz im Gegenteil Rache mach besessen und führt zu nichts Gutem.
Johnny Depp war wider mal herausragend. Super Film!
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
CJ1203 2011/11/02 14:05:27
Antwort löschenUnd trotzdem nur eine 6.5?
Freadgy 2011/11/06 12:02:39
Antwort löschenBetonung auf Wieder mal!
MikeC. 2011/09/23 21:44:46
Kommentar löschenEin typisch düsterer, gekonnt musikalischer, aber ungewöhnlich blutiger Burton.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tyler Durden 80 2011/09/21 22:50:05
Kommentar löschenMusical mal auf Tim Burton Art....GENIAL !!
Kommentar gefällt mir Antworten
facepalm 2011/09/11 00:18:11
Kommentar löschenTim Burton, ich kann nichts anderen tun, als mich vor Ihnen zu verneigen. Als der Abspann von „Sweeney Todd“ über den Bildschirm flimmerte, war ich innerlich völlig aufgewühlt. Mein Körper lief auf Hochtouren, das Herz bollerte immer noch, die Bilder sirrten durch meinen Kopf und der Adrenalin-Strom, den mir das Finale dieses kleinen Meisterwerks bescherte, hielt nach wie vor an. Dies hier ist einer von diesen Ausnahme-Filmen, die man alle Jubeljahre mal sieht. Bei dem man danach völlig von den Socken ist, ihn eigentlich gleich nochmal gucken will und bei dem alle Faktoren ziemlich perfekt erscheinen. Allen voran Johnny Depp. Dieser Mann ist jetzt schon eine Legende. Was der für Spannung in sein Gesicht zaubern kann, wie er spricht, sich bewegt und agiert – völlige Hingabe an seine Figur. Nach seiner Performance in „Sweeney Todd“ sollte klar sein, dass das hier ein Weltschauspieler ist. Einer der besten, ohne Frage. Die meiste Zeit an seiner Seite spielt Helena Bonham Carter, die ihre Rolle so locker-leicht und dabei so grandios verkörpert, dass auch ihr eine Verneigung zu Gute kommen sollte. Und dann Alan Rickman! Herrje, wie kann man nur. Was mir hier passiert ist, hab ich bisher tatsächlich noch nie erlebt. Es gibt eine Szene, da spielt er so eindringlich, bedrohlich und düster, da hat er mir echt Angst gemacht und ich hab wirklich Gänsehaut gekriegt. Zeigt sich mal, was mit Filmen so alles möglich ist. Tim Burton gibt „Sweeney Todd“ von Anfang an die enorm düstere, gruselige und undurchschaubare Atmosphäre, an die ich mich bei dem Namen dieses Films als allererstes erinnern werde. Die ganze Szenerie harmoniert hervorragend miteinander, Sweeneys Barbier-Stube, der Keller, Lovetts Fleischpastetenladen – alles hat Burtons Stempel und überall ist die Atmosphäre zum Schneiden. Die wird vorallem durch die Musikeinlagen nicht gebrochen. Der ganze Cast singt wunderbar, die Songs sind allesamt fantastisch (mir hat's vorallem Johanna angetan) und – hey! - Alan Rickman kann singen! Ich hab mich vorallem in Depps Stimme verhört, die ist ja schon beim Sprechen voller Wiedererkennungswert und hat eine herrliche Stimmfarbe, aber der Gesang toppt das nochmal – grandioses Sprachrohr, der Mann.
„Sweeney Todd“ ist ganz großes Kino, von vorne bis hinten. Die Geschichte, die Kostüme, das Set, der Cast, die Musicalanleihen – alles in perfekter Harmonie und einzigartig brillant. Schämen Sie sich was, Mr. Burton. Schämen Sie sich. Ich liebe diesen Film. Hach ja.
"There was a barber and his wife,
And she was beautiful.
A foolish barber and his wife.
She was his reason and his life,
And she was beautiful."
22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
dumas 2011/09/11 01:00:14
Antwort löschenDem kann ich mir nur anschliessen.
Alle 3 Antworten zeigen
der cineast 2011/09/11 01:01:02
Antwort löschenDen Soundtrack habe ich echt rauf und runter gespielt.
JimiHendrix 2011/09/11 01:37:11
Antwort löschenjeah, der soundtrack is echt klasse, hätte nie gedacht, dass ich mal mit einem musical zurecht kommen würde!
fkfilmkritik 2011/09/02 23:24:04
Kommentar löschenBurton tischt uns eine saftige Mischung aus blutigen Rasierterminen, erfrischenden Songs und geheimnisvollen Pasteten auf. Das Ganze verlegt in ein edelwirkendes, aber auf düster getrimmtes London. Macht durch seine detaillierte und lustvoll dahin springende Erzählung viel Freude und amüsiert zugleich durch seinen schwarzen Humor.
23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bitte logge dich ein Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street